Vuelta a España 2026 – 21. Etappe

21. Etappe: Carrefour Granada – Granada – 114 Km

Johannessen kämpft Romele, Debruyne nieder


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Tobias Johannessen (Uno-X) gewann in Granada die abschließende 21. Etappe der Spanien-Rundfahrt 2026. Der 27-jährige Norweger zog einen langen Sprint von vorne erfolgreich gegen Alessandro Romele (XDS). Der Dritte im Bunde auf dem Schlusskilometer, Ramses Debruyne (Alpecin), musste nach Johannessens Antritt noch vor der 400-Meter-Marke abreißen lassen und belegte den 3. Platz. Wenige Sekunden dahinter sprintete aus einer ersten Verfolgergruppe Matthew Brennan (VIsma) auf den 4. Platz.
Auf dem viereinhalb Mal zu fahrenden Schluss-Rundkurs in Granada wurde die Zeit für die Gesamtwertung schon bei der vorletzten Zieldurchfahrt 9,8 Kilometer vorm eigentlichen Ziel genommen. So kam es zu der grotesken Situation, dass die besten Klassementfahrer mit rund einer Minute Rückstand hinter einer Ausreißergruppe um Johannessen und Brennan gewertet wurde. Aus Fahrerkreisen war sogar eine Zeitnahme bei der ersten Zieldurchfahrt gefordert worden.

Ergebnis
1. Tobias Johannessen (NOR) – Uno-X 2:54:08

2. Alessandro Romele (ITA) – XDS-Astana
3. Ramses Debruyne (BEL) – Alpecin-Premier Tech
4. Matthew Brennan (GBR) – Visma-Lease a Bike
5. Bastien Tronchon (FRA) – Groupama-FDH
6. Pello Bilbao (ESP) – Bahrain Victorious
7. Finn Fisher-Black (BZL) – Red Bull-Bora
8. Axel Laurance (FRA) – Netcompany-Ineos

9. Pau Martí (ESP) – NSN
10. Marco Brenner (GER) – Tudor

Von den Klassementfahrern reihten sich alle kampflos in einem abgehängten Feld hinterm Team des Gesamtsiegers Enric Mas (Movistar) ein. Mas fuhr damit seinen mit Abstand größten Triumph nach Hause. Es blieb bei den 2:15 Minuten vor Primoz Roglic (Red Bull) und 2:44 vor Felix Gall (Decathlon).

Endklassement nach Zeit (Rotes Trikot)


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1. Enric Mas (ESP) – Movistar 73:52:55
2. Primoz Roglic (SLO) – Red Bull-Bora +2:15
3. Felix Gall (AUT) – Decathlon-CMA CGM +2:44

4. Richard Carapaz (ECU) – EF Education-Easypost +6:54
5. Sepp Kuss (USA) – Visma-Lease a Bike +8:45
6. Oscar Onley (GBR) – Netcompany-Ineos +9:28
7. Jakob Omrzel (SLO) – Bahrain Victorious +10:38
8. Clément Berthet (FRA) – Groupama-FDJ +11:41
9. Cristian Rodriguez (ESP) – XDS-Astana +11:59
10. Harold Tejada (COL) – XDS-Astana +12:51
11. Guillaume Martin (FRA) – Groupama-FDJ +20:14
12. Léo Bisiaux (FRA) – Decathlon-CMA CGM +25:03
13. Mattias Skjelmose (DEN) – Lidl-Trek +25:43
14. Mario Aparicio (ESP) – Burgos-Burpellet +42:17
15. Jan Hirt (CZE) – NSN +43:20
…
Punktewertung (Grünes Trikot)
1. Wout van Aert (BEL)

Bergwertung (weißes Trikot mit blauen Punkten)
1. Santiago Buitrago (COL)

Jungprofi-Wertung (weißes Trikot)
1. Oscar Onley (GBR)

Teamwertung
1. Decathlon-CMA CGM

Nach einer Foto-Runde in der Anfahrt vor den Toren Grandas gab es auch auf der ersten Runde in Granada noch keine Attacken. Innerhalb der letzten 30 Kilometer ging es dann aber los mit Tempoverschärfungen am Alhambra-Anstieg. Die Klassementfahrer nahmen die Beine hoch, und überraschend auch der Tagesfavorit Wout van Aert (Visma).
So musste sein Teamkollege Brennan allein in die Bresche springen. In der unübersichtlichen letzten Runde pariererte er zahlreiche Attacken. Dann hatten aber Axel Laurance (Netcompany), Debruyne, Johannessen und Romele eine beträchtliche Lücke aufgerissen. Nys (Lidl) und Widar (Lotto) kamen zwar vor der Kilometermarke noch einmal zurück, aber waren zuzüglich Laurance sofort wieder abgehängt, als Debruyne ordentlich aufs Pedal trat.
Schließlich packte Johannessen aus letzter Position des Trios die Brechstange aus und sprang früh in Front. Mit einem Tag Verspätung holte er sich nun endlich seinen ersten Grand-Tour-Etappensieg, den er beispielsweise erst am Vortag nach konzertierter Vorarbeit seinens Teams knapp verpasst hatte …

Mas überraschend zum größten Triumph


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Damit war vorher kaum zu rechnen: Enric Mas (Movistar) holte den Gesamtsieg bei der Spanien-Rundfahrt 2026. Der 31-jährige Spanier feierte den mit Abstand größten Triumph seinen Karriere, nachdem er zuvor schon dreimal Zweiter und einmal Dritter bei der Vuelta war. Die Podestplätze hinter ihm belegten die jeweils höher gewetteten Primoz Roglic (Red Bull) und Felix Gall (Decathlon). Der 4-fache Vuelta-Sieger Roglic war demnach nur 2:15 Minuten entfernt vom alleinigen Siegrekord. Gall indes holte nach Platz 2 beim Giro nun sein 2. Grand-Tour-Podest im Jahr 2026.

Eine Zäsur gab es bei der Vuelta 2026 während der 8. Etappe, als Tadej Pogacar (UAE) nach Sturz ausschied. Der alleinige Mega-Favorit auf den Gesamtsieg hatte das Rennen, das er bisher noch nicht gewann, bis dahin gewohnt dominiert und führte praktisch uneinholbar im Roten Trikot des Gesamtführenden, das dann Mas erbte und nicht mehr hergab. Wer dachte, dass nach dem Ausscheiden des haushohen Favoriten Pogacar doch noch Spannung um den Gesamtsieg einkehrt, lag falsch: Mas fuhr es in der südspanischen Hitze mit Temperaturen über 40 Grad cool nach Hause.
Was die Anzahl der Etappensiege anging, steuerte Matthew Brennan (Visma) mit 5 die meisten bei. Sein Teamkollege Wout van Aert holte auch 2 plus das Grüne Trikot des punktbesten Fahrers, das er 2 Jahre zuvor nur wegen eines schweren Sturzes noch hergeben musste. Pogacar hatte vor der 8. Etappe bereits 3 der 7 Etappen gewonnen, von denen allerdings wegen Hagels nur 6 in die Wertung eingingen. Pogacar lag zu diesem Zeitpunkt auch auf Platz 1 in der Bergwertung und auf Platz 2 ums Grüne Trikot hinter van Aert.
Das blau gepunktete Trikot gewann so Santiago Buitrago (Bahrain), dem gegen Ende ausgerechnet van Aert noch am gefährlichsten wurde. Das weiße Trikot des besten Jungprofis holte Oscar Onley (Netcompany) knapp vorm Überraschungsmann Jakob Omrzel (Bahrain). Sie belegten im Endklassement die Plätze 6 und 7 hinter Carapaz (EF) und Kuss (Visma), wobei Ex-Gesamtsieger Sepp Kuss am Vorschlusstag noch vom 11. auf den 5. Platz hochkraxelte.