Team CENTURION VAUDE: Die große Aufholjagd des Markus Kaufmann

Vom Team CENTURION VAUDE hatten sich vier Fahrer – Markus Kaufmann, Jochen Käß, Hannes Genze und für Österreich Daniel Geismayr – zur WM-Teilnahme qualifiziert. Nach den starken Vorleistungen der bisherigen Saison hatte man vor allem in Markus Kaufmann große Hoffnungen für ein Spitzenresultat – womöglich sogar unter den besten Zehn – gesetzt. Doch diese wurden bereits 50 Meter nach dem Start jäh enttäuscht. Beim ersten starken Antritt zum Start riss dem Meckenbeurer die Kette und das Rennen schien beendet zu sein, bevor es überhaupt begonnen hatte. Nachdem die eigenen Teambetreuer zu diesem Zeitpunkt unterwegs auf ihre Verpflegungsposten entlang der Strecke waren, ist dem Mechaniker vom Team Ergon-Topeak zu verdanken, dass Markus Kaufmann überhaupt das Rennen noch aufnehmen konnte. Er spendierte eine neue Kette, die Markus Kaufmann jedoch aufgrund der strengen Regularien der UCI zunächst selbst in der Länge anpassen und dann selbst montieren musste. So startete er mit rund 15 Minuten Zeitverlust in das WM Rennen und in eine Aufholjagd, die vermutlich ihresgleichen sucht. Vom Ärger und Adrenalin gepusht machte er Platz um Platz gut, half unterwegs sogar noch seinem Teamkollegen Jochen Käß bei der Reparatur eines Plattfußes und schloss zum Ende des Rennens sogar noch bis zum dahin Teambesten Daniel Geismayr auf, der das Rennen mit einer überzeugend starken Leistung auf Rang 23 beendete. „Mit 25 Minuten Rückstand auf den Weltmeister Christoph Sauser kann ich als 23. absolut zufrieden sein. Die Strecke war unfassbar hart – ich ja eigentlich noch gar nie so viele Höhenmeter in einem Rennen gefahren – doch das Publikum entlang der Strecke war genial und hat einen über die Berge angefeuert“, so der junge Vorarlberger im Ziel. Für Markus Kaufmann war seine gelungene Aufholjagd am Ende nur ein schwacher Trost. Er blieb mit Rang 24 deutlich hinter seinen Möglichkeiten, dennoch gebührt ihm höchster Respekt für sein großes Kämpferherz. Hannes Genze beendete die von ihm selbst so titulierte „Höhenmeterorgie“ als 33. „Platz 33 war nicht das, warum ich zur WM gefahren bin. Angesichts der Umstände bin ich dennoch zufrieden. Vor allem im letzten Drittel hatte ich sogar etwas Spaß“, so sein Fazit nach dem Rennen. Andi Strobel und Rupi Palmberger, die ebenfalls am Kitzalpbike – nur eben nicht in der WM Wertung – am Start war, holten indes die Kohlen fürs Team aus dem Feuer und belegten die Plätze 1 (Andi Strobel / Ultra Strecke) und 3 (Rupi Palmberger / Extrem Strecke).

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