6. Etappe: Montbrison – Tournon-sur-Rhône – 153 Km
1 LE COURT PIENAAR Kim MRI AG INSURANCE – SOUDAL TEAM 04:01:48
2 KERBAOL Cedrine FRA EF EDUCATION – OATLY 00:00
3 PIETERSE Puck NED FENIX-PREMIER TECH 00:00
4 VAN DAM Sarah CAN TEAM VISMA | LEASE A BIKE 00:00
5 GERY CÉlia FRA FDJ UNITED-SUEZ 00:00
6 LIPPERT Liane GER MOVISTAR TEAM 00:00
7 LONGO BORGHINI Elisa ITA UAE Team L’IMAD 00:02
8 MARKUS Riejanne NED LIDL – TREK 00:05
9 WLODARCZYK Dominika POL UAE Team L’IMAD 00:28
10 RUEGG Noemi SUI EF EDUCATION – OATLY 00:28
7. Etappe: La Voulte-sur-Rhône – Mont Ventoux – 144 Km
1 NIEWIADOMA-PHINNEY Katarzyna POL CANYON//SRAM 04:22:53
2 VOLLERING Demi NED FDJ UNITED-SUEZ 01:16
3 LONGO BORGHINI Elisa ITA UAE Team L’IMAD 01:42
4 REUSSER Marlen SUI MOVISTAR TEAM 01:46
5 BLASI CAIROL Paula ESP UAE Team L’IMAD 01:48
6 NIEDERMAIER Antonia GER CANYON//SRAM 01:48
7 KERBAOL Cedrine FRA EF EDUCATION – OATLY 02:01
8 WLODARCZYK Dominika POL UAE Team L’IMAD 03:26
9 LE COURT PIENAAR Kim MRI AG INSURANCE – SOUDAL TEAM 03:58
10 HOLMGREN Isabella CAN LIDL – TREK 04:11
8. Etappe: Sisteron – Nice – 175 Km
1 VOLLERING Demi NED FDJ UNITED-SUEZ 04:02:39
2 LONGO BORGHINI Elisa ITA UAE Team L’IMAD 00:17
3 NIEWIADOMA-PHINNEY Katarzyna POL CANYON//SRAM 00:17
4 LE COURT PIENAAR Kim MRI AG INSURANCE – SOUDAL TEAM 00:38
5 KOPECKY Lotte BEL TEAM SD WORX – PROTIME 00:38
6 WLODARCZYK Dominika POL UAE Team L’IMAD 00:38
7 VAN DAM Sarah CAN TEAM VISMA | LEASE A BIKE 00:38
8 RUEGG Noemi SUI EF EDUCATION – OATLY 00:38
9 BLASI CAIROL Paula ESP UAE Team L’IMAD 00:38
10 KERBAOL Cedrine FRA EF EDUCATION – OATLY 00:38
9. Etappe: Nice – Nice – 99 Km
1 VOLLERING Demi NED LIV-ALULA-JAYCO 02:44:43
2 BLASI CAIROL Paula ESP ST MICHEL – PREFERENCE HOME – AUBER93 01:04
3 NIEWIADOMA-PHINNEY Katarzyna POL VOLKERWESSELS CYCLING TEAM 01:04
4 FISHER-BLACK Niamh NZL CANYON//SRAM 01:04
5 NIEDERMAIER Antonia GER EF EDUCATION – OATLY 01:06
6 HOLMGREN Isabella CAN TEAM SD WORX – PROTIME 01:08
7 LONGO BORGHINI Elisa ITA TEAM VISMA | LEASE A BIKE 01:04
8 DE VRIES Femke NED LOTTO INTERMARCHE LADIES 01:57
9 WLODARCZYK Dominika POL COFIDIS WOMEN TEAM 01:57
10 KERBAOL Cedrine FRA EF EDUCATION – OATLY 01:57
Endstand:
1 VOLLERING Demi NED FDJ UNITED-SUEZ 30:54:51
2 NIEWIADOMA-PHINNEY Katarzyna POL CANYON//SRAM 01:18
3 LONGO BORGHINI Elisa ITA UAE Team L’IMAD 04:19
4 NIEDERMAIER Antonia GER CANYON//SRAM 05:10
5 BLASI CAIROL Paula ESP UAE Team L’IMAD 06:13
6 KERBAOL Cedrine FRA EF EDUCATION – OATLY 06:41
7 WLODARCZYK Dominika POL UAE Team L’IMAD 07:53
8 HOLMGREN Isabella CAN LIDL – TREK 09:12
9 LE COURT PIENAAR Kim MRI AG INSURANCE – SOUDAL TEAM 14:04
10 FISHER-BLACK Niamh NZL LIDL – TREK 15:14
11 VINKE Nienke NED TEAM SD WORX – PROTIME 22:56
12 DE VRIES Femke NED TEAM VISMA | LEASE A BIKE 24:08
13 DE JONG Thalita NED HUMAN POWERED HEALTH 24:41
14 REUSSER Marlen SUI MOVISTAR TEAM 25:57
15 BERTHET Juliette FRA FDJ UNITED-SUEZ 28:12
Demi Vollering gewinnt die Tour de France zum zweiten Mal – Marlen Reusser verliert am letzten Tag ihren Podestplatz
Eine packende fünfte Ausgabe der Tour de France Femmes geht am Sonntag mit einem Triumph der Nummer 1 der Welt zu Ende. Die Niederländerin gewinnt in Nizza solo mit ihrem dritten Etappensieg.
Demi Vollering gewinnt zum zweiten Mal nach 2023 die Tour de France. Es ist ihr 14. Sieg in diesem Jahr.
Am Ende waren alle Rechenspiele, alle Eventualitäten mit Bonussekunden oder Diskussionen um Hundertstelsekunden Makulatur. Demi Vollering liess ihrer letzten verbliebenen Konkurrentin Kasia Niewiadoma-Phinney am Sonntag keine Chance, distanzierte sie am letzten Anstieg über Nizza und fuhr solo ins Ziel, ihrem zweiten Gesamtsieg an der Tour de France Femmes entgegen. Bloss acht Sekunden hatte die Profi-Radfahrerin vor der Etappe vor der Polin gelegen, am Ende waren es deutliche 1:18 Minuten.
Damit gewinnt die Nummer 1 der Welt, die das nächste Kapitel einer überragenden Saison schreibt: Der Etappen- und Gesamtsieg in Nizza waren ihre Erfolge 13 und 14 in diesem Jahr. Das Palmarès ist vor allem Ausdruck ihrer Vielseitigkeit; neben dem Giro d’Italia gewann sie auch die Classiques Flandernrundfahrt oder Lüttich–Bastogne–Lüttich.
Die härteste und längste Tour de France Femmes seit Beginn der Neuauflage 2022 bot Spektakel von der ersten Etappe in Lausanne bis zur letzten in Nizza. Und am Ende auch einiges an Dramatik: Niewiadoma, die am Freitag am Mont Ventoux mit einer überragenden Fahrt die Führung übernommen hatte, fühlte sich am Samstag von einer Teamkollegin Vollerings nach einer Kurve eingeklemmt – sie verlor an dem Tag Zeit und das gelbe Trikot.
Die Tour soll weiter wachsen, aber langsam
Das Duell zwischen den beiden hat eine Vorgeschichte. Schon 2024 entschieden Sekunden über den Gesamtsieg an der Tour; damals gewann Vollering die Königsetappe auf der Alpe d’Huez, es fehlten ihr am Ende aber vier Sekunden für den Gesamtsieg.
Diesmal aber zeigte Vollering mit ihrem Antritt auf der letzten Etappe, dass über die ganzen neun Tage gesehen die stärkste und aktivste Fahrerin gewonnen hat. Sie attackierte von der ersten Etappe an bei jeder Gelegenheit, fuhr ein sehr gutes Zeitfahren, holte drei Etappensiege; einzig beim Teilstück zum Mont Ventoux ärgerte sie sich darüber, das Loch nicht sofort zugefahren zu haben, als Niewiadoma angriff.
Es wird interessant sein zu sehen, wie sich die drei Grands Tours der Frauen künftig weiterentwickeln. Die Organisatoren der Tour de France überlegen sich, das Rennen weiter auszubauen. Es soll aber langsam wachsen – nicht nur, weil die Tour zuerst am Fernsehen und bei Sponsoren ihren Platz finden muss, ihr Publikum, was innerhalb der ersten fünf Ausgaben ausgezeichnet funktioniert hat.
Sondern auch, weil es nicht nur eine Spitze braucht, die Weltklasseleistungen garantiert, sondern auch ein genug grosses Feld von Fahrerinnen, die das Niveau für ein solches Rennen haben, nachdem die Entwicklung des Frauen-Radsports jahrelang nur schleichend vorangeschritten is. Die rasanten Verbesserungen rissen das Feld auseinander; noch bei den ersten Austragungen gab es Teams und Fahrerinnen, die schon zu Beginn überfordert waren. Nun aber, wo die besten Fahrerinnen Stars sind und grosse Summen verdienen, verlangen die Teams und ihre Sponsoren nach mehr Renntagen und damit nach mehr Sichtbarkeit.
Für die Tour de France war die diesjährige packende Ausgabe beste Werbung. Vielleicht mit Ausnahme davon, dass die einheimische Vorjahressiegerin Pauline Ferrand-Prévot keine Chance hatte und nach sieben Etappen aus gesundheitlichen Gründen aufgab.
Auf bittere Weise erlebte auch Marlen Reusser, dass eine Streckenführung und eine Konkurrenz wie an dieser Tour nichts verzeihen. Die Schweizerin visierte erstmals den Gesamtsieg an.
Und lange lief dieses Jahr vieles für sie: Sie dominierte das Zeitfahren am Dienstag und schuf sich so ein Polster, trug drei Tage lang das gelbe Trikot der Gesamtführenden. In der Mittwochsetappe im Stil einer Classique lieferte sie sich einen Schlagabtausch mit Vollering und Niewiadoma. Und auf der Königsetappe am Freitag auf den Mont Ventoux bewies sie, dass sie mittlerweile zu den weltbesten Kletterinnen gehört, auch wenn sie sich am Ende über die Fahrweise von sich und Vollering ärgerte und das Leadertrikot abgeben musste.
Doch von den Strapazen am berüchtigten Berg erholte sie sich nicht schnell genug. In der Etappe vom Samstag, als Vollering nochmals Zeit herausholte, hatte sie «die schlechtesten Beine meines Lebens», wie sie nach der Etappe sagte. «Ich habe schon früh gemerkt, dass sie sehr leer sind und sehr weh tun.»
Das sah am Sonntag nicht anders aus. Bereits bei der zweiten von vier Befahrungen des Col d’Èze bei Nizza verlor sie den Anschluss – und stürzte in der Abfahrt auch noch. Sie fuhr das Rennen zwar fertig, verlor aber ihren Podestplatz an die Italienerin Elisa Longo Borghini, auf die sie vor der Etappe noch knapp zwei Minuten Vorsprung gehabt hatte.
Ein herber Schlag für die 34-Jährige, die vom ersten Tour-Podium träumte. Es hätte der Höhepunkt einer schwierigen Saison werden sollen, in der sie mehrmals wegen Stürzen und Verletzungen zurückgeworfen wurde. Nach ihrem dritten Sieg an der Tour de Suisse fühlte sie sich auf gutem Weg. Noch kann sie die Saison aber mit einem grossen Sieg abschliessen. Ende September an den Weltmeisterschaften in Montreal tritt sie im Zeitfahren als Titelhalterin an – und will im Strassenrennen um Gold kämpfen.
Und die Tour-Siegerin Demi Vollering? Sie hat bereits am Samstag den nächsten Renntermin – in ihrer Wahlheimat Schweiz, am Zuricrit.