Archiv der Kategorie: Zeitfahren

113. Tour de France – 16. Etappe: Évian-les-Bains – Thonon-les-Bains – ITT – 26 Km

Nächster Evenepoel-Sieg, Lipowitz stürzt raus

Remco Evenepoel (Red Bull) wurde seiner Favoritenstellung bei 26,1 Kilometer langen Einzelzeitfahren auf der 16. Etappe der Tour 2026 gerecht. Der 26-jährige Belgier verwies wie schon vor dem Ruhetag Tadej Pogacar (UAE) auf den 2. Platz. Zwischen Evian und Thonon am Genfer See war Evenepoel 28 Sekunden schneller als der Mann im Gelben Trikot. Der Vorjahrdritte und aktuelle Fünfte Florian Lipowitz (Red Bull) stürzte 6,5 Kilometer vorm Ziel in einer Rechtskurve und konnte nicht weiterfahren.

Die Top-5 der Tageswertung indes rundeten mit Skjelmose (Lidl), Seixas (Decathlon) und del Toro (UAE) weitere Klassementfahrer ab, jeweils etwas mehr als eine Minute hinter Evenepoel. Erst auf den Plätzen 6 bis 11 tauchten starke Zeitfahrer ohne Ambitionen in der Gesamtwertung auf. Von den Konkurrenten um den Podestplatz hinter Pogacar und Evenepoel verlor Ayuso (Lidl) die meiste Zeit, 2:22 hinter de Tagessieger.

Ergebnis
1. Remco Evenepoel (BEL) – Red Bull-Bora 32:19

2. Tadej Pogacar (SLO) – UAE-XRG +0:28
3. Mattias Skjelmose (DEN) – Lidl-Trek +1:04
4. Paul Seixas (FRA) – Decathlon-CMA CGM +1:16
5. Isaac del Toro (MEX) – UAE-XRG +1:21
6. Mattia Cattaneo (ITA) – Red Bull-Bora +1:42
7. Thymen Arensman (NED) – Netcompany-Ineos +1:47
8. Bruno Armirail (FRA) – Visma-Lease a Bike +1:55
9. Pablo Castrillo (ESP) – Movistar +2:00
10. Joshua Tarling (GBR) – Netcompany-Ineos +2:02
11. Filippo Ganna (ITA) – Netcompany-Ineos +2:06

12. Tom Pidcock (GBR) – Q36.5 Pinarello +2:07
13. Felix Großschartner (AUT) – UAE-XRG +2:07
14. Matteo Jorgenson (USA) – Visma-Lease a Bike +2:17
15. Juan Ayuso (ESP) – Lidl-Trek +2:22

20. Lenny Martinez (FRA) – Bahrain Victorious +2:50
22. Brandon McNulty (USA) – UAE-XRG +3:01
23. Yannis Voisard (SUI) – Tudor +3:02
25. Davide Piganzoli (ITA) – Visma-Lease a Bike +3:14
26. Ilan van Wilder (BEL) – Soudal-Quick Step +3:21
36. Jordan Jegat (FRA) – Totalenergies +3:52
41. Richard Carapaz (ECU) – EF Education-Easypost +4:05
50. Egan Bernal (COL) – Netcompany-Ineos +4:30
85. Adam Yates (GBR) – UAE-XRG +5:30
– 164 Fahrer klassiert.
DNF Florian Lipowitz (GER) – Red Bull-Bora
DNS Lars Craps (BEL) – Lotto-Intermarché

Der immer noch komfortable Vorsprung von Pogacar vor Evenepoel schrumpfte auf 4:32 Minuten. Isaac del Toro behauptete den 3. Platz gegen Paul Seixas, der sich um 5 Sekunden dem Podest annäherte. Andererseits ging die Lücke zwischen Evenepoel und del Toro auf über 2 Minuten auf.
Nach Vingegaard eine Etappe zuvor schied mit Lipowitz der nächste Podestfahrer des Vorjahres nach Sturz in einer Rechtskurve mit einer Schulterverletzung aus. Außer Lipowitz verabschiedete sich wahrscheinlich auch Ayuso aus dem Kampf ums Podest, wenn auch aus anderem Grund. Sein Rückstand auf del Toro vergrößerte sich auf zweieinhalb Minuten. Dafür schrumpfte der Vorsprung auf den Teamkollegen Skjelmose auf unter eine Minuten. Durch das Lipowitz-Aus stieg mit Voisard (Tudor) ein Schweizer in die Top-Ten der Gesamtwertung auf.

Gesamtwertung
1. Tadej Pogacar (SLO) – UAE-XRG 56:14:18
2. Remco Evenepoel (BEL) – Red Bull-Bora +4:32

3. Isaac del Toro (MEX) – UAE-XRG +6:51
4. Paul Seixas (FRA) – Decathlon-CMA CGM +7:11
5. Juan Ayuso (ESP) – Lidl-Trek +9:22
6. Mattias Skjelmose (DEN) – Lidl-Trek +10:14
7. Lenny Martinez (FRA) – Bahrain Victorious +12:50
8. Tom Pidcock (GBR) – Q36.5 Pinarello +12:58
9. Jordan Jegat (FRA) – Totalenergies +22:50
10. Yannis Voisard (SUI) – Tudor +24:18
11. Ilan van Wilder (BEL) – Soudal-Quick Step +25:02
12. Richard Carapaz (ECU) – EF Education-Easypost +25:45
13. Davide Piganzoli (ITA) – Visma-Lease a Bike +27:28
14. Adam Yates (GBR) – UAE-XRG +29:14
15. Egan Bernal (COL) – Netcompany-Ineos +45:03
16. Tobias Johannessen (NOR) – Uno-X +51:19
17. Sepp Kuss (USA) – Visma-Lease a Bike +51:29
18. Brandon McNulty (USA) – UAE-XRG +53:04
19. Sean Quinn (USA) – EF Education-Easypost +1:06:47
20. Nicolas Prodhomme (FRA) – Decathlon-CMA CGM +1:07:39
21. Tiesj Benoot (BEL) – Decathlon-CMA CGM +1:15:32

Evenepoel hatte auch bis zu allen 3 Zwischenzeit-Messpunkten die schnellste Zeit hingelegt. Auf den steigenden ersten knapp 10 Kilometern hatte der Zeitfahr-Weltmeister zur Hälfte 9 und 14 Sekunden Vorsprung vor Pogacar. Nach der Abfahrt waren es 16, auf der Fläche bis ins Ziel dann 28. Pogacar wackelte auch in der Lipowitz-Kurve, blieb aber auf dem Rad.

Del Toro ging genauso schnell an wie Skjelmose, hatte aber an der 2. Zwischenzeit 1:06 Minuten Rückstand auf Evenepoel, Skjelmose hingegen 55. Lipowitz und Seixas lagen hier zwischen den beiden.
In der Abfahrt taten sich alle nicht viel. Am letzten Messpunkt, an dem eine Zeit für Lipowitz vorlag, konnte dieser sogar den Rückstand zu seinem Teamkollegen Evenepoel auf unter eine Minute drücken. Von dort ins Ziel verloren Pogacar, Skjelmise, Seixas und del Toro noch einmal fast durch die Bank je ungefähr 10 Sekunden auf Evenepoel.

Remco Evenepoel gewinnt auch das Einzelzeitfahren der Tour de France

Remco Evenepoel hat Red Bull – BORA – hansgrohe den zweiten Etappensieg bei dieser Tour de France beschert. Zum Auftakt in die dritte Woche der Rundfahrt sicherte sich der Belgier den Erfolg auf der 16. Etappe im Einzelzeitfahren von Évian-les-Bains nach Thonon-les-Bains am französischen Ufer des Genfersees. Übermäßige Jubelstimmung wollte dennoch nicht aufkommen: Florian Lipowitz musste die Tour mit einem Schlüsselbein Bruch aufgeben.

Remcos Wingman stürzte in einer Kurve gut sechs Kilometer vor dem Ziel und konnte das Rennen nicht fortsetzen. An der letzten Zwischenzeit hatte er noch auf Podiumskurs gelegen.
Remco benötigte derweil für den 26,1 Kilometer langen Kurs mit 500 Höhenmetern 32:19 Minuten und fuhr damit einen Schnitt von 48,45 km/h. Kein anderer Profi knackte die 48er Marke. Tadej Pogacar als Zweiter war fast 30 Sekunden langsamer, Mattias Skjelmose als Dritter mehr als eine Minute.

Die Weichen für seinen 76. Profisieg und den 26. in einem Einzelzeitfahren stellte Remco am belgischen Nationalfeiertag dabei im ersten und entscheidenden Drittel des Tages, das unmittelbar von der Startrampe weg bergauf führte. Bis zum höchsten Punkt hatte er sich bereits 14 Sekunden Vorsprung auf seinen ärgsten Verfolger herausgefahren.

In Mattia Cattaneo lieferte ein weiterer Profi von Red Bull – BORA – hansgrohe eine starke Vorstellung ab. Der Italiener wurde Tagessechster. Remco festigte derweil Rang zwei in der Gesamtwertung, den er bereits mit seinem Sieg vor dem Ruhetag bei der Bergankunft am Plateau de Solaison untermauerte.
„Es war ein wirklich tolles Zeitfahren mit vielen Fans an der Strecke, Meine gesamte Familie ist hier, meine Eltern sind nur für heute angereist. Dazu ist belgischer Nationalfeiertag, das macht es noch besser. Dennoch ist das alles irgendwie bittersüß durch den Sturz von Lipo. Das müssen wir trotz des Sieges erstmal verdauen. Ich wünsche ihm alles Gute und hoffe, dass es nicht so schlimm ist.“
— Remco Evenepoel

„Wir sind glücklich über den Sieg von Remco, aber der Verlust von Lipo war natürlich ein Riesendämpfer für das ganze Team. Wir hoffen, dass es bei ihm nicht so schlimm ist. Mit Remco konnten wir vom Start bis ins Ziel alles umsetzen, was wir uns vorgenommen haben, hatten über alle Zwischenzeiten hinweg das Rennen unter Kontrolle. Vor allem im Anstieg. Danach ging es darum, eine gute Abfahrt hinzulegen und den Vorsprung sicher nach Hause zu bringen.“
— Klaas Lodewyck, Sportlicher Leiter

113. Tour de France 2026 – 1. Etappe (Barcelona/ESP – Barcelona/ESP) Teamzeitfahren

Vingegaard vollendet zum Visma-Teamsieg

Das Team Visma-Lease a Bike gewann etwas überraschend das Teamzeitfahren zum Auftakt der Tour de France 2026 in Barcelona. Jonas Vingegaard löste die Uhr nach 21:47 Minuten im Ziel aus und unterbot damit die bisherige Bestmarke von Netcompany-Ineos, die Filippo Ganna nach Hause gefahren hatte, um 8 Sekunden. Den 3. Platz belegte UAE-XRG mit dem 4-fachen Toursieger Tadej Pogacar und 12 Sekunden Verlust, gefolgt von Lidl mit Ayuso und 16 Sekunden sowie Red Bull und Evenepoel und 19 Sekunden. Diese 4 Teams hatte man im Vorfeld vielleicht minimal schneller als Visma gesehen, obschon Vingegaards Team klar zu den Kandidaten für die vordesten Plätze gehört – nur nicht unbedingt für den Sieg.

Es wurde bei der Tour de France erstmals nach dem Modus gefahren, dass die individuelle Zeit jedes Fahrers genommen wurde und nicht die Zeit des 4. oder 5. Fahrers fürs gesamte Team. Das hatte zur Folge, dass im Bergaufziel alle Teams mit dem Kapitän als Solisten zuerst ankamen. Von den Teams mit stark eingeschätzten Co-Kapitänen verlor del Toro 14 Sekunden auf Pogacar, Lipowitz 16 Sekunden auf Evenepoel und Piganzoli 28 auf Vingegaard. Hinter den Top-5-Kapitänen klaffte eine kleine Lücke zu den nächsten Teams, das vom jungen Paul Seixas (Decathlon) und Klassikerjäger van der Poel (Alpecin) bei 39 Sekunden hinter Vingegaard angeführt wurde.

Ergebnis
1. Visma-Lease a Bike 21:47
2. Netcompany-Ineos +0:08
3. UAE-XRG +0:12

4. Lidl-Trek +0:16
5. Red Bull-Bora +0:19
6. Decathlon-CMA CGM +0:39
7. Alpecin-Premier Tech +0:39
8. Groupama-FDJ +0:41
9. Bahrain Victorious +0:47
10. Jayco-Alula +0:51
11. EF Education-Easypost +0:57
12. Pinarello-Q36.5 +0:57
13. Soudal-Quick Step +0:58
14. Uno-X +1:00
15. Totalenergies +1:02
16. Caja Rural-Seguros RGA +1:12
17. Tudor +1:14
18. NSN +1:16
19. Cofidis +1:17
20. Movistar +1:18
21. Lotto-Intermarché +1:36
22. Picnic-PostNL +1:55
23. XDS-Astana +2:18

Vingegaard schlüpfte in sein erstes Gelbes Trikot seit seinem Tour-de-France-Gesamtsieg 2023 – 8 Sekunden vorm Zeitfahr-As Ganna und 12 vorm Dauerrivalen Pogacar, mit dem es im Normalfall zu einem weiteren Duell um den Gesamtsieg 2026 kommen sollte. In diesem potenziellen Duell haben 12 Sekunden jedoch allenfalls eine moralische Bedeutung. Auf dem 4. Platz übernahm Ayuso das weiße Trikot des besten Jungprofis. Die beiden anderen Wertungstrikots wurden ohne Punkte vergeben: das Grüne für den schnellsten Fahrer bei der ersten Zwischenzeit – das war Bernal (Netcompany) – und das Bergtrikot für den schnellsten Fahrer im kurzen Schlussanstieg – das war dann doch wieder Pogacar!

Gesamtwertung
1. Jonas Vingegaard (DEN) – Visma-Lease a Bike 21:47
2. Filippo Ganna (ITA) – Netcompany-Ineos +0:08

3. Tadej Pogacar (SLO) – UAE-XRG +0:12
4. Juan Ayuso (ESP) – Lidl-Trek +0:16
5. Remco Evenepoel (BEL) – Red Bull-Bora +0:19
6. Isaac del Toro (MEX) – UAE-XRG +0:26
7. Davide Piganzoli (ITA) – Visma-Lease a Bike +0:28
8. Florian Lipowitz (GER) – Red Bull-Bora +0:35
9. Tobias Foss (NOR) – Netcompany-Ineos +0:38

10. Paul Seixas (FRA) – Decathlon-CMA CGM +0:39
11. Mathieu van der Poel (NED) – Alpecin-Premier Tech +0:39
12. Romain Grégoire (FRA) – Groupama-FDJ +0:41
13. Antonio Tiberi (ITA) – Bahrain Victorious +0:47
14. Matthew Riccitello (USA) – Decathlon-CMA CGM +0:50
15. Lenny Martinez (FRA) – Bahrain Victorious +0:50
16. Michael Matthews (AUS) – Jayco-Alula +0:51
17. Alex Baudin (FRA) – EF Education-Easypost +0:57
18. Tom Pidcock (GBR) – Q36.5 Pinarello +0:57
19. Ilan van Wilder (BEL) – Soudal-Quick Step +0:58
20. Tobias Johannessen (NOR) – Uno-X +1:00
21. Thymen Arensman (NED) – Netcompany-Ineos +1:01
22. Jordan Jegat (FRA) – Totalenergies +1:02
23. Mathias Vacek (CZE) – Lidl-Trek +1:12
24. Alex Molenaar (NED) – Caja Rural-Seguros RGA +1:12
25. Yannis Voisard (SUI) – Tudor +1:14
26. Kévin Vauquelin (FRA) – Netcompany-Ineos +1:14

32. Tobias Steinhauser (GER) – EF Education-Easypost +1:30
33. Mattias Skjelmose (DEN) – Lidl-Trek +1:33
35. Richard Carapaz (ECU) – EF Education-Easypost +1:36
40. Cian Uitdebroeks (BEL) – Movistar +1:53
43. Sepp Kuss (USA) – Visma-Lease a Bike +1:58
– 184 Fahrer klassiert.

An den ersten beiden Zwischenzeiten nach 5 und gut 10 Kilometern lagen Netcompany, Lidl und Visma praktisch gleichauf. Beim 3. Messpunkt hatte Visma dann schon um 6 Sekunden die Nase vorn. UAE verlor zunächst sukzessive von 4 auf 7 und dann 13 Sekunden, ehe Pogacar bis ins Ziel noch eine Sekunde abknabbern konnte. Del Toro pilotierte Pogacar in den Schlusskilometer hinein. Lipowitz musste Evenepoel schon kurz vor der Kilometermarke ziehen lassen. Ayuso hingegen konnte bis in den Schlussanstieg hinein auf Gee-West und Vacek bauen. Vingegaard hatte sogar Jorgenson, Kuss und bis kurz vorm Ende Piganzoli dabei.

Ganna prügelte das Schlussstück hoch, so dass man fast schon vom Etappensieg ausgehen konnte. Zum Nachteil gereichte seinem Team, dass der Klassement-Kapitän Vauquelin einen Platten hatte. Wegen der Aussichten in der Tageswertung wartete man nicht, und Vauquelin verlor 1:15 Minuten. Bei Lidl hatte Ayusos Co-Kapitän Skjelmose Defekt, so dass ihm 1:33 verloren gingen.
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DM2026 Zeitfahren Streufdorf

Politt sichert sich seinen dritten Zeitfahr-Titel


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Zum dritten Mal nach 2023 und 2024 hat sich Nils Politt (UAE – Emirates – XRG) zum Deutschen Zeitfahr-Meister gekrönt. Nach 41,0 Kilometern war er in Streufdorf nur knapp zwei Sekunden schneller als Maximilian Walscheid (Lidl – Trek) und Jasha Sütterlin (Jayco – AlUla), der sich mit einem starken Schlussabschnitt Bronze sicherte. Vierter wurde Titelverteidiger Maximilian Schachmann (Soudal – Quick-Step). Julian Borresch (Rembe – rad-net) war als Fünfter bester KT-Fahrer.

Wie bei der U23 ging es auch bei der Elite zu Beginn spannend zu. Nach 13 Kilometern setzte sich überraschend Tim Torn Teutenberg (Lidl – Trek) an die Spitze des Klassements. Er lag aber nur weniger als eine Sekunde vor Politt und knapp zwei vor Walscheid. Sütterlin und Lennard Kämna wiesen weniger als zehn Sekunden Rückstand auf.

Teutenberg musste 15 Kilometer später seinem hohen Anfangstempo Tribut zollen. Er büßte 24 Sekunden auf den neuen Spitzenreiter Walscheid ein. Der hatte auch auf Politt 7 Sekunden herausgefahren. Die zweitbeste Zeit im Sektor erzielte Sütterlin, der sich mit knapp 11 Sekunden Rückstand auf Rang drei vorschob.

Der Jayco-Fahrer hatte im Finale dann auch die besten Beine. Er toppte die Bestzeit von Borresch und entgegen der Erwartungen, wurde es danach richtig knapp. Nur um vier Zehntel unterbot Walscheid die Bestzeit seines ehemaligen Teamkollegen. Als Politt sich als nächster dem Ziel näherte, wurde es erneut spannend. Der UAE-Profi drehte den Spieß um und lag 1,8 Sekunden vor Walscheid.

Für Politt war es die siebte Medaille bei nationalen Titelkämpfen im Kampf gegen die Uhr. Vor zehn Jahren empfing er auf dem Podium in Erfurt Bronze. Schon bei der Tour de Suisse hatte der 32-Jährige seine gute Form angedeutet

ELITE 41km:
01 Politt Nils UAE Team Emirates-XRG 48:25

02 Walscheid Max Lidl-Trek + 02
03 Sütterlin Jasha Team Jayco-AlUla + 02
04 Schachmann Max Soudal Quick-Step + 13
05 Borresch Julian REMBE | rad-net + 32
06 Teutenberg Tim Torn Lidl-Trek + 35
07 Kämna Lennard Lidl-Trek + 53
08 Niehues Sebastian Team Kern-Haus + 59
09 Heidemann Miguel REMBE | rad-net + 01:04
10 Herzog Emil Red Bull-BORA-hansgrohe + 01:14

Bruno Keßler (Tudor U23) darf sein Deutsches Meistertrikot ein Jahr länger in den Zeitfahren präsentieren. In Streufdorf war der 20-Jährige nach 41 Kilometern 17 Sekunden schneller als Paul Fietzke (Red Bull – Bora – hansgrohe Rookies). Bronze ging an Ian Kings (Visma – Lease a Bike Development) vor Louis Leidert (Lidl – Trek Future Racing) und Tobias Müller (Unibet – Rose Rockets).

Der deutsche Nachwuchs lieferte ein spannendes Rennen und – im übertragenen Sinne – ein Ausscheidungsfahren im Kampf gegen die Uhr. Mit Fietzke, Keßler, Felix Fleischmann (Bike Market), Moritz Mauss (UAE – Emirates – Genz Z), Kings, und Leon Arenz (Rembe – rad-net) lagen bei der ersten Zwischenzeit nach 13 Kilometern in dieser Reihenfolge noch sechs Fahrer innerhalb von sieben Sekunden.

15 Kilometer später waren Arens und Fleischmann zurückgefallen. Neuer Vierter war Leidert, während Fietzke erneut weniger als eine Sekunden vor Keßler lag. Kings konnte mit 8 Sekunden Rückstand seine Titelchancen noch wahren.

Im letzten Sektor hatte der Titelverteidiger die deutlich besten Reserven. Mit der schnellsten Abschnittszeit holte er sich seine zweite Goldmedaille in Folge. International tat sich Keßler im Kampf gegen die Uhr schwer, starke Resultate blieben bisher aus. Besser lief es für den Junioren-Weltmeister in der Mannschaftsverfolgung von 2022 im Sprint. Bei der Istrian Sprint Trophy (2.2) feierte er im März seinen ersten Profisieg, bei der Friedensfahrt (2.2U) wurde er zweimal Zweiter. Auch letzte Saison wurde der Deutsche in Schweizer Diensten häufiger auf der Zielgeraden auffällig, was ihm einen Wechsel vom Rembe zu Tudor ermöglichte.

U23 41km:
01 Kessler Bruno 49:21

02 Fietzke Paul + 17
03 Kings Ian + 38
04 Leidert Louis + 52
05 Müller Tobias + 01:02
06 Fleischmann Felix + 01:26
07 Jochum Ben + 01:35
08 Behrens Eike + 01:57
09 Petry Paul-Felix + 02:01
10 Arenz Leon + 02:06

U23 Frauen 26km:

01 Czapla Justyna CANYON//SRAM 35:26
02 Leis Magdalena UAE Development Team + 40
03 Bräutigam Messane AG Insurance Soudal Devo Team + 52
04 Märkl Jule CANYON//SRAM Generation + 01:47
05 Messemer Joëlle CANYON//SRAM Generation + 01:49
06 Schmidhuber Anne – + 01:59
07 Jäger Clara LKT-Team + 02:14
08 Servay Julia EQUIPE Stuttgart + 02:26
09 Grünewald Pia LKT-Team + 02:30
10 Nitschmann Clara-Sophie Wheel Divas Cycling Team + 02:46
11 Kunz Hannah REMBE | rad-net women + 02:51

ELITE Frauen 26km:
01 Koch Franziska FDJ United-SUEZ 33:58

02 Niedermaier Antonia CANYON//SRAM + 26
03 Klein Lisa REMBE | rad-net women + 01:12
04 Lechner Corinna Wheel Divas Cycling Team + 01:25
05 Palm Katharina REMBE | rad-net women + 01:27
06 Meder Stephanie Wheel Divas Cycling Team + 01:30
07 Kröger Mieke – + 01:36
08 Bieber Helena Carbonbike Giordana Sofré + 01:47
09 Goldschmidt Karoline REMBE | rad-net women + 02:12
10 Brauße Franziska REMBE | rad-net women + 02:25

Top-Favorit Ganna erweitert in Italien seine Titelsammlung

Filippo Ganna (Netcompany – Ineos) hat bei den Italienischen Zeitfahrmeisterschaften seine Titelsammlung auf nunmehr sieben erweitertet. Der zweimalige Weltmeister in dieser Diszipilin wurde auch diesmal seiner Favoritenrolle gerecht und verteidigte nach 40 Kilometern von Vicoforte nach Barolo sein Meistertrikot in der Zeit von 47:39 Minuten mit einem Vorsprung von 2:06 Minuten auf den 21-jährige Luca Giaimi (UAE – Emirates – XRG).


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1 Ganna Filippo Netcompany INEOS 47:39
02 Giaimi Luca UAE Team Emirates-XRG + 02:06
03 Cattaneo Mattia Red Bull-BORA-hansgrohe + 02:37
04 Baroncini Filippo UAE Team Emirates-XRG + 02:41
05 Sobrero Matteo Lidl-Trek + 02:57
06 Finn Lorenzo Red Bull-BORA-hansgrohe Rookies + 03:23
07 Gaffuri Mattia Team Picnic PostNL + 03:28
08 Mosca Jacopo Lidl-Trek + 04:16
09 Romele Alessandro XDS Astana Team + 04:35
10 Maestri Mirco Team Polti VisitMalta + 05:03

Dritter wurde wie im Vorjahr der mittlerweile für Red Bull – Bora – hansgrohe fahrende Routinier Mattia Cattaneo, der 2:37 Minuten langsamer war als der 29-jährige Ganna, der erstmals 2019 Italienischer Zeitfahrmeister geworden war und seitdem mit Ausnahme von 2021, als auf Rang vier sogar das Podium verpasste hatte, immer den Titel geholt hatte.

Nach einer starken Vorstellung landete Red-Bull-Rookie Lorenzo Finn, der zuletzt den Giro Next Gen (2.2U) gewonnen hatte, mit 3:23 Minuten auf Rang sechs.

Überschattet wurde das Rennen von einem schweren Sturz von Edoardo Affini (Visma – Lease a Bike). Der zweimalige Meisterschaftszweite stürzte nach nur sechs Kilometern und musste nach Angaben italienischer Medien mit dem Krankenwagen abtransportiert werden. Wie es hieß, sei der 30-Jährige bei Bewusstsein gewesen.

Wie seine Mannschaft Visma – Lease a Bike am Donnerstagabend auf Social Media bekanntmachte, hat sich Edoardo Affini bei seinem Sturz bei der Italienischen Zeitfahrmeisterschaft keine Brüche zugezogen. Das haben Untersuchungen im Krankenhaus ergeben. Entwarnung bezüglich der Teilnahme des Fahrers an der Tour de France konnte man allerdings nicht geben. “In den nächsten Tagen wird seine Genesung genau beobachtet werden“, hieß es in der Mitteilung.

109. Giro d’Italia – 10. Etappe: Viareggio – Massa – ITT – 42 Km


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1 GANNA Filippo ITA Netcompany INEOS Cycling Team 00:45:53
2 ARENSMAN Thymen NED Netcompany INEOS Cycling Team 01:54

3 CAVAGNA Remi FRA Groupama-FDJ United 01:59
4 BAX Sjoerd NED Pinarello-Q36.5 Pro Cycling Team 02:04
5 GEE-WEST Derek CAN Lidl-Trek 02:16
6 WALSCHEID Max GER Lidl-Trek 02:17
7 PRICE-PEJTERSEN Johan DEN Alpecin-Premier Tech 02:29
8 BJERG Mikkel DEN UAE Team Emirates-XRG 02:33
9 MILESI Lorenzo ITA Movistar Team 02:40
10 LARSEN Niklas DEN Unibet Rose Rockets 02:42
11 O’CONNOR Ben AUS Team Jayco-AlUla 02:42
12 DE LA CRUZ David ESP Pinarello-Q36.5 Pro Cycling Team 02:52
13 VINGEGAARD Jonas DEN Team Visma | Lease a Bike 03:00
14 BARTA William USA Tudor Pro Cycling Team 03:02
15 STORER Michael AUS Tudor Pro Cycling Team 03:05
16 SEGAERT Alec BEL Bahrain Victorious 03:05
17 BELOKI Markel ESP EF Education-EasyPost 03:11
18 PELLIZZARI Giulio ITA Red Bull-BORA-hansgrohe 03:18
19 LEKNESSUND Andreas NOR Uno-X Mobility 03:24
20 ZUKOWSKY Nickolas CAN Pinarello-Q36.5 Pro Cycling Team 03:29

Gesamtwertung nach der 10. Etappe

1 EULALIO Afonso POR Bahrain Victorious 39:40:34
2 VINGEGAARD Jonas DEN Team Visma | Lease a Bike 00:27
3 ARENSMAN Thymen NED Netcompany INEOS Cycling Team 01:57
4 GALL Felix AUT Decathlon CMA CGM Team 02:24

5 O’CONNOR Ben AUS Team Jayco-AlUla 02:48
6 HINDLEY Jai AUS Red Bull-BORA-hansgrohe 03:06
7 STORER Michael AUS Tudor Pro Cycling Team 03:28
8 GEE-WEST Derek CAN Lidl-Trek 03:34
9 PELLIZZARI Giulio ITA Red Bull-BORA-hansgrohe 03:36
10 BELOKI Markel ESP EF Education-EasyPost 04:16
11 RONDEL Mathys FRA Tudor Pro Cycling Team 04:45
12 PIGANZOLI Davide ITA Team Visma | Lease a Bike 05:27
13 BERNAL Egan COL Netcompany INEOS Cycling Team 05:39
14 CARUSO Damiano ITA Bahrain Victorious 06:11
15 DE LA CRUZ David ESP Pinarello-Q36.5 Pro Cycling Team 06:37
16 SCARONI Christian ITA XDS Astana Team 06:59
17 HARPER Chris AUS Pinarello-Q36.5 Pro Cycling Team 07:22
18 HIRT Jan CZE NSN Cycling Team 07:47
19 VAN EETVELT Lennert BEL Lotto-Intermarché 08:00
20 ARRIETA Igor ESP UAE Team Emirates-XRG 08:53

Ganna holt Zeitfahren, Eulalio noch in Rosa

Mit extrem großen Abstand gewann Filippo Ganna (Netcompany) die 10. Etappe des Giro d’Italia 2026, die als dessen einziges Einzelzeitfahren in Ligurien zwischen Viareggio und Massa ausgetragen wurde. Der 29-jährige Italiener benötigte für die 42 Kilometer 45:53 Minuten und war damit 1:54 schneller als sein Teamkollege Thymen Arensman, der den 2. Platz belegte und unter den Klassementfahrern am schnellsten war. Von denen knabberte Top-Favorit Jonas Vingegaard (Visma) weiter am Vorsprung des Gesamtführenden Eulalio (Bahrain), der aber das Rosa Trikot ein weiteres Mal behielt.

Vingegaard verlor glatte 3 Minuten auf Ganna und war damit überraschend langsamer als ein paar andere Klassementfahrer. Zwischen ihm und Arensman platzierten sich außerdem Gee-West (Lidl) und O’Connor (Jayco) und nur knapp hinter ihm Storer (Tudor). Das dürfte Vingegaard aber wenig stören. Denn der einzige Fahrer, der in den Bergen bisher zumindest Sichtweite halten konnte, wurde 4:22 langsamer als Ganna gestoppt, womit sich Galls Abstand zu Vingegaard in der Gesamtwertung ungefähr verdoppelte.

Arensman vorbei an Gall auf Podestplatz

Afonso Eulalio verlor in seinem Rosa Trikot knapp 5 Minuten auf Ganna und damit 2 auf Vingegaard. Er rettete damit 27 Sekunden Vorsprung in der Gesamtwertung. Exakt 1:30 hinter Vingegaard verdängte Arensman um 27 Sekunden Gall vom Podest. Einen Satz nach vorne machten O’Connir von 8 auf 5, Storer von 10 auf 7 und Gee-West von 6 auf 3.

Die 2 Tage zuvor, also vor dem Ruhetag am Berg enttäuschenden Hindley und Pellizzari (Red Bull) konnten im Zeitfahren weder einen Befreiungsschlag noch einen weiteren Tiefschlag verzeichnen. Beide verloren ein paar weitere Sekunden auf Vingegaard. Hindley musste mit Arensman und O’Connor gleich 2 Fahrer in der Gesamtwertung vorbeiziehen lassen. Pellizzari blieb auf dem 9. Platz. Größter Verlierer aus den Top-Ten war der bisherige Überraschungsmann Rondel (Tudor), der aufgrund des schwachen Zeitfahrens vorübergehend eben diesen Top-Ten-Platz räumen musste.

Das für den Etappensieg favorisierte Zeitfahre-Ass Ganna war bei allen 3 Zwischenzeiten am schnellsten. Um den 2. Platz lieferten sich Arensman und Rémi Cavagna (Groumapa) ein enges und abwechslungsreiches Duell, bei dem Thymen Arensman am Ende um 5 Sekunden die Nase vorn hatte. Weitere 5 Sekunden hinter Cavagna landete Sjoerd Bax (Pinarello) auf dem 4. Platz.

Auf dem 5. Platz folgte dann schon Derek Gee-West, der damit einen großen Sprung mitten in die Top-Ten der Gesamtwertung machte. Sein Teamkollege Max Walscheid (auch Lidl) kam auf den 6. Platz und saß einige Zeit auf dem heißen Stuhl des zwischenzeitlich Führenden. Denn Walscheid war schon als 4. Starter auf die Strecke gegangen. Zu diesem Zeitpunkt waren die Straßen auf den ersten Kilometern noch ein paar Stellen nass.

Chrono des Nations

Männer 45km:

1 Tarling Joshua INEOS Grenadiers 125 00:51:12
2 Vine Jay UAE Team Emirates-XRG 85 + 30
3 Küng Stefan Groupama-FDJ 70 + 01:15
4 Cavagna Remi Groupama-FDJ 60 + 01:37
5 Wærenskjold Søren Uno-X Mobility 50 + 01:43
6 Bjerg Mikkel UAE Team Emirates-XRG 40 + 01:51
7 Knight Oliver Cofidis 35 + 02:38
8 Azparren Xabier Q36.5 Pro Cycling Team 30 + 02:42
9 Bevort Carl-Frederik Uno-X Mobility 25 + 02:44
10 Guernalec Thibault ARKEA-B&B HOTELS 20 + 02:46

Frauen 27km:

1 van Dijk Ellen Lidl-Trek 125 00:35:57
2 Vigilia Alessia FDJ-SUEZ 85 + 01
3 Schweinberger Christina Fenix-Deceuninck 70 + 11
4 Dijkstra Anneke VolkerWessels Women’s Pro Cycling Team 60 + 12
5 Biriukova Yuliia Laboral Kutxa-Fundacion Euskadi 50 + 39
6 Siegers Emma AG Insurance Soudal U23 40 + 01:04
7 Kiesenhofer Anna Austria 35 + 01:04
8 Goossens Marthe AG Insurance-Soudal Team 30 + 01:06
9 Sharp Isabel Lidl-Trek 25 + 01:08
10 Ehrlich Emily Virginia’s Blue Ridge TWENTY28 20 + 01:12

U23 Männer 27km:

1 Blaise Arthur Decathlon AG2R La Mondiale Development Team 30 00:31:18
2 Geeraerts Ferre DL Chemicals – Experza Cycling Team 25 + 33
3 Taillieu Aldo Lotto Development Team 20 + 36
4 Vervenne Jonathan Soudal Quick-Step Devo Team 15 + 40
5 Maarfelt Toftemark Lucas Airtox-Carl Ras 10 + 45
6 Wiggins Ben Hagens Berman Jayco 5 + 01:06
7 Christensen Alfred Team Coloquick 3 + 01:12
8 Dodd Mattie Tirol KTM Cycling Team 1 + 01:13
9 Roberts Reef Groupama-FDJ Conti 1 + 01:13
10 Moore Viggo Israel Premier Tech Academy 1 + 01:15

EM 2025 Zeitfahren

ELITE Männer 24km:

1 Evenepoel Remco Belgium 70 00:28:26
2 Ganna Filippo Italy 55 + 43
3 Larsen Niklas Denmark 40 + 01:08
4 Hayter Ethan Great Britain 30 + 01:09
5 Tarling Joshua Great Britain 25 + 01:10

6 Hoole Daan Netherlands 20 + 01:38
7 Vacek Mathias Czechia 15 + 01:44
8 Küng Stefan Switzerland 10 + 01:47
9 Armirail Bruno France 5 + 01:48
10 Segaert Alec Belgium 3 + 01:51
11 Söderqvist Jakob Sweden + 01:54
12 Walscheid Max Germany + 02:02

ELITE Frauen 24km:

1 Reusser Marlen Switzerland 70 00:33:06
2 Ottestad Mie Bjørndal Norway 55 + 50
3 Bredewold Mischa Netherlands 40 + 51
4 Aalerud Katrine Norway 30 + 52
5 Nooijen Lieke Netherlands 25 + 59
6 Labous Juliette France 20 + 01:05
7 Henderson Anna Great Britain 15 + 01:05
8 Schweinberger Christina Austria 10 + 01:31
9 Kerbaol Cédrine France 5 + 01:51
10 Biriukova Yuliia Ukraine 3 + 02:07

U23 Männer 24km:

1 Vervenne Jonathan Belgium 50 00:30:27
2 Van Kerckhove Matisse Belgium 30 + 02
3 Rafferty Adam Ireland 20 + 07
4 Decomble Maxime France 15 + 16
5 Landbo Mads Denmark 10 + 27

U23 Frauen 24km:

1 Venturelli Federica Italy 50 00:34:17
2 Ahtosalo Anniina Finland 30 + 48
3 Vierstraete Luca Belgium 20 + 51
4 Vinke Nienke Netherlands 15 + 01:08
5 Kagevi Stina Sweden 10 + 01:09
6 Czapla Justyna Germany 5 + 01:14
7 Riedmann Linda Germany 3 + 01:15

8 Huys Tabea Austria 3 + 01:21
9 Chladonová Viktória Slovakia 1 + 01:22
10 Blasi Paula Spain 1 + 01:28

Juniorinnen 12km:

01 Ostiz Paula Spain 18:38
02 Leis Magdalena Germany + 02
03 Gissinger Oda Aune Norway + 10
04 Arens Megan Netherlands + 13
05 Müller Roos Netherlands + 16

Junioren 24km:

01 Mouris Michiel Netherlands 30:49
02 Murphy Conor Ireland + 05
03 Birkedal Julius Løvstrup Denmark + 28
04 Jackowiak Janek Poland + 49
05 Urkaregi Eñaut Spain + 56
06 Herzog Karl Germany + 01:08

40km ELITE Mixed Relay:

01 France 47:42 Armirail Bruno Borras Marion Cavagna Remi Guernalec Thibault Kerbaol Cédrine Labous Juliette
02 Italy +00:07 Cecchini Elena Frigo Marco Ganna Filippo Guazzini Vittoria Milesi Lorenzo Venturelli Federica
03 Switzerland +00:40 Christen Jan Küng Stefan Liechti Jasmin Reusser Marlen Rüegg Noemi Schmid Mauro
04 Germany +01:25 Brauße Franziska Fietzke Paul Heidemann Miguel Klein Lisa Kröger Mieke Leidert Louis
05 Luxembourg +02:04 Berton Nina Kirsch Alex Kluckers Arthur Nothum Gwen Wenzel Liv Wenzel Mats
06 Ukraine +03:28 Biriukova Yuliia Chyzhykov Heorhii Kozoriz Danylo Kulynych Olha Shekel Olga Simon Semen
07 Estonia +03:39 Ebras Elisabeth Küüt Oskar Mäeuibo Markus Ragilo Frank Aron Sander Laura Lizette Tuisk Aidi Gerde

40km Junioren

01 Norway 52:05 Dolven Marte Gissinger Oda Aune Haugetun Kristian Orholm-Lønseth Sindre Støvern Ida Østbye Øksnes Håkon Eiksund
02 France +00:34 Bihan Zoé Bouhier Charlotte Gayant Lancelot Gicquel Gabin Humbert Ninon Royer Luc
03 Poland +00:37 Gaborska Anna Gancarz Ksawery Hartman Nadia Legiec Mikolaj Slomka Kinga Wlodarski Marcin
04 Germany +00:45 Benz Benedikt Dworatzek Klara Jäger Jette Marie Nollau Laura Wedekind Victor Winter Zeno Levi
05 Switzerland +00:46 Marthe Elia Priemer Max Rezzonico Aline Schnyder Noah Stirnimann Tom Tschumi Chloe
06 Lithuania +01:40 Audinyte Auguste Bilertas Arnas Kertenis Ignas Liutinskaite Monika Mikutyte Auguste Valinskas Kasparas
07 Estonia +02:13 Jurisaar Maria Koik Mariann Pohl Lauren Rooni Ron Suppi Sebastian Tammepuu Riko
08 Ukraine +02:49 Antonenko Pavlo Dubinina Kira Holiak Vladyslav Smolynets Oleh Tsybulska Maryna Ushakova Milana
09 Croatia +06:23 Dolic Dorian Ilicic Iva Scariot Maris Serapiglia Marta Varvaruk Aleks Zadro Lucija
DNF Italy + Acuti Maria Colombo Riccardo Ferrari Ruben Frigo Davide Rossignoli Matilde Sanarini Linda

Deutsche Vierer-Meisterschaft 1975 über 100 Km auf der Autobahn!

Vor 50 Jahren war die erst zwei Jahre alte „RSG Katzwang“ die große Überrschung!
Der RC Herpersdorf enttäuschte und tröstete sich mit DM-Titel der Jugend

Von den vielen Deutschen Meisterschaften, die ich in mehr als 50 jahren auf Bahn und Straße verfolgte und pressemäßig begleitete, bleibt mit die DM 1975 in Nürnberg stattfand, für immer unvergessen. Diese Vierer-Straßen DM wurde damals vom RC Herpersdorf ausgerichtet und auf der neu gebauten und noch nicht für den Verkehr freigegebenen “ A73 “ ausgetragen. Nürnbergs OB Andreas Urschlechter persönlich hatte auf Wunsch des RC Herpersdorf dazu die Ausnahme-Genehmigung erteilt! Wäre heutzutage wohl kaum mehr möglich!

Im Blickpunkt des Interesses stand für die Medien und die vielen fränkischen Fans natürlich die Meisterschft der Amateure über 100 Kilometer. Neu war damals das Reglement des BDR: Während die Vierer-DM früher ausschließlich für Vereins Mannschaften ausgeschrieben wurden, hatte man 1975 erstmals sogenannte „Renn-Gemeinschaften“ zur DM zugelassen.

Damit stieg das sportliche Niveau gewaltig, die Favoriten stellten mit zahlreichen Bahn- und Strassen-Nationalfahrern die RG´s aus Berlin,und die Renngemeinschaften aus Baden-Württemberg. Sehr verärgert war man über das neue Reglement beim RC Herpersdorf der zwar mit mehreren Vereins-Vierern antrat aber nun nicht mehr zum Kreis der Top-Favoriten zählte. Auch beim RC Mannheim war man sauer und sagte die DM-Teinahme mit Kapitän Peter Weibel ganz ab!

Erfreut über das neue Reglement war man dagegen bei der erst zwei Jahre alten „RSG Katzwang“. Mit dem 19-jährigen Friedrich von Loeffelholz und dem 22-jährigen Dieter Flögel hatte man zwar zwei absolute Fahrer der deutschen Spitzenklasse, doch noch lange keinen Vierer. Zum Retter in der Not wurde Klaus Burges, der zwei Monate vorher den DM-Titel der Steher für die RSG Katzwang gewann. Klaus ließ sich überreden nun bei der DM im Vierer zu starten. Er trainierte extrem hart und ging in Topform an den Start. Vierter Mann der „Renngemeinschaft“ war Eugen Heim aus Baden-Württemberg. Er war wie Loeffelholz erst 19 Jahre alt und ein excellenter Zeitfahrer.

Obwohl Dieter Flögel zwei Tage nach einem BDR-Einsatz bei einer schweren Rundfahrt schon nach 50 Kilometern entkräftet ausstieg , zeigten Von Loeffelholz, Burges und Heim ein grandioses Rennen, das mit Platz drei der DM belohnt wurde. Klaus Burges erinnert sich noch heute daran dass bei der Zeitnahme am Ziel eine Panne passierte: “ Gerade als wir ankamen fiel die elekronische Zeitmessung aus. Unsere Zeit wurde per Hand von Willi Fuggerer gestoppt. Friedrich zweifelte am Ergebnis, er war danach immer überzeugt davon, dass wir eigentlich die DM gewonnen hätten“

Für den RC Herpersdorf war es ein raabenschwarzer Tag, denn die Mannschaft Herpersdorf I mit Gottfried Mayer, Hubert Stöffel, Manfred Braun und Klaus Häfner belegte nach einigen Defekt-Pech nur den zehnten Platz. Trösten konnte man sich beim RC herpersdorf nach der Jugend-DM, die der RCH verdient gewann.

Manfred Marr

World Championships Ruanda Zeitfahren

ELITE Männer: 40,6 km
Hattrick für überragenden Evenepoel

Mit einem vernichtenden Sieg wurde Remco Evenepoel 2025 zum 3. Mal in Serie Weltmeister im Einzelzeitfahren auf der Straße. Auf dem hügligen Kurs in der ruandischen Hauptstadt Kigali konnte mit dem 24-jährigen Belgier niemand mithalten. Mit 74 Sekunden Rückstand ging Silber an Jay Vine (Australien). Eine noch größere Lücke klaffte zum 3. Platz. Auf diesem ergatterte ein mit Ilan van Wilder ein weiterer Belgier Edelmetall.
Der große Tadej Pogacar (Slowenien) verpasste die Medaillenränge um 2 Sekunden. Auf dem Kopfsteinfplaster-Anstieg 2 Kilometer vorm Ziel, der auch eine Woche später im WM-Straßenrennen dabei ist, musste Pogacar sogar die Demütigung über sich ergehen lassen, vom 2:30 Minuten hinter ihm gestarteten Evenepoel überholt zu werden. Damit revanchierte sich Evenepoel für die umgekehrte Schmach gegen Jonas Vingegaard (verzichtet auf die WM) gut 2 Monate zuvor bei der Tour de France.

Gleich an der ersten Zwischenzeitnahme unterbot der zuletzt gestartete Evenepoel die bisherige Bestmarke von Isaac del Toro (Mexiko) um eine dreiviertel Minute. Mit del Toro gleichauf waren hier Pogacar und Vine. Alle 3 fahren sonst für denselben Rennstall (UAE). Evenepoel ist außerhalb von internationalen Meisterschaften bis Ende der Saison noch bei Soudal-Quick Step unter Vertrag, wo auch der Bronze-Gewinner van Wilder fährt. Van Wilder lag bei der ersten Zwischen noch rund 10 Sekunden hinter del Toro, Pogacar und Vine.
An der zweiten Zwischenzeit hatte Evenepoel seinen Vorsprung vor Vine auf 1:17 Minuten ausgebaut. Pogacar war auf 1:43 zurückgefallen und nur noch knapp vor de Wilder. Del Toro fiel auf den 6. Platz hinter Andreas Leknessund (Norwegen) zurück. Die beiden tauschten bis ins Ziel wieder die Plätze. Vine konnte im letzten Streckendrittel sogar auf Evenepoel 3 Sekunden aufholen. Er brachte damit seine exzellente Form aus der Spanien-Rundfahrt mit nach Ruanda. Van Wilder konnte Evenepoel noch um etwas weniger als 2 Sekunden schlagen und vom Bronzerang verdrängen.

1. Remco Evenepoel (BEL) 49:46.03
2. Jay Vine (AUS) +1:14.90
3. Ilan van Wilder (BEL) +2:36.07
4. Tadej Pogacar (SLO) +2:37.73
5. Isaac del Toro (MEX) +2:40.86
6. Andreas Leknessund (NOR) +2:57.27
7. Luke Plapp (AUS) +3:03.07
8. Bruno Armirail (FRA) +3:06.07
9. Thymen Arensman (NED) +3:39.68
10. Stefan Küng (SUI) +3:48.92

11. Ivan Romeo (ESP) +3:52.34
12. Michael Leonard (CAN) +3:53.11
13. Matteo Sobrero (ITA) +3:59.92
14. Walter Vargas (COL) +4:04.04
15. Mattia Cattaneo (ITA) +4:10.65
16. Paul Seixas (FRA) +4:14.14
17. Miguel Heidemann (GER) +4:52.78
18. Raul Garcia Pierna (ESP) +5:03.33
19. Florian Vermeersch (BEL) +5:03.56
20. Byron Munton (RSA) +5:05.75

ELITE Frauen ITT – 31 Km

1 Reusser Marlen Switzerland 00:43:09
2 van der Breggen Anna Netherlands 00:52
3 Vollering Demi Netherlands 01:05
4 Chapman Brodie Australia 01:21
5 Aalerud Katrine Norway 01:24
6 Niedermaier Antonia Germany 01:29
7 Labous Juliette France 01:33
8 Henderson Anna Great Britain 01:38
9 Dygert Chloé United States 02:25
10 Benito Mireia Spain 02:32

U23 Männer ITT – 31,20 Km


Plomi Foto

1 Söderqvist Jakob SWE Sweden 00:38:24
2 Pringle Nate NZL New Zealand 01:04
3 Decomble Maxime FRA France 01:04
4 Finn Lorenzo ITA Italy 01:09
5 Thornley Callum GBR Great Britain 01:12

6 Walton Jonas CAN Canada 01:27
7 Gajdulewicz Mateusz POL Poland 01:28
8 Vervenne Jonathan BEL Belgium 01:33
9 Álvarez Héctor ESP Spain 01:40
10 McKenzie Hamish AUS Australia 01:48

U23-WM in Ruanda: Nate Pringle holt Silber, drei Rookies in den Top Fünf

Die Red Bull – BORA – hansgrohe Rookies überzeugen im U23-WM-Zeitfahren in Kigali auf ganzer Linie. Für Pringle ist es der größte Erfolg seiner Karriere.

Nate Pringle hat im WM-Einzelzeitfahren der U23-Kategorie in Ruanda die Silbermedaille gewonnen. Der 21-jährige Neuseeländer aus den Reihen der Red Bull – BORA – hansgrohe Rookies lieferte auf der 31,2 Kilometer langen, äußerst anspruchsvollen Strecke durch Kigali eine herausragende Leistung ab und musste sich am Ende nur dem Schweden Jakob Söderqvist geschlagen geben (+ 1:03 Minuten). Für Pringle, der in diesem Frühjahr bereits neuseeländischer Zeitfahrmeister wurde, war es der größte Erfolg seiner noch jungen Karriere.
„Dieses Ergebnis bedeutet mir unglaublich viel“, sagte Nate Pringle nach seinem Silberlauf. „Wenn mir jemand im Februar gesagt hätte, dass ich überhaupt zur WM fahre, hätte ich es wohl nicht geglaubt. Dann bei diesem Rennen so lange in Führung zu liegen und am Ende Silber zu gewinnen – das ist ein echtes Privileg. Ich bin super happy, wie der Tag gelaufen ist!“

Für die Rookies war es über Pringles Erfolg hinaus ein erfolgreicher Tag: Mit Lorenzo Finn (Italien, + 1:08 Minuten) auf Platz vier und Callum Thornley (Großbritannien, + 1:11 Minuten) auf Rang fünf landeten nämlich zwei weitere Fahrer aus dem Red Bull – BORA – hansgrohe Development-Team in den Top Fünf – ein eindrucksvolles Ausrufezeichen der Nachwuchsmannschaft. Der Deutsche Paul Fietzke belegte am Ende Rang 16 (+ 2:57 Minuten).

John Wakefield, Director of Development bei Red Bull – BORA – hansgrohe, zeigte sich hochzufrieden: „Insgesamt drei Fahrer in den Top Fünf bei einer U23-Weltmeisterschaft zu haben, ist ein bemerkenswertes Ergebnis – es spiegelt sowohl die Stärke unseres Programms als auch das Engagement unserer Fahrer wider. Jeder Einzelne hat seine Fähigkeiten im direkten Vergleich mit der Weltklasse unter Beweis gestellt. Diese Resultate bringen nicht nur internationale Anerkennung, sondern zeigen auch deutlich, wie viel Talent in unserem Development-Projekt steckt.“

U23 Frauen: ITT – 23 Km

1 Bäckstedt Zoe GBR Great Britain 00:30:56
2 Chladoňová Viktória SVK Slovakia 01:51
3 Venturelli Federica ITA Italy 02:12
4 Wilson-Haffenden Felicity AUS Australia 02:22
5 Ivanchenko Alena AIN Individual Neutral Athletes 02:22
6 Couzens Millie GBR Great Britain 02:38
7 Czapla Justyna GER Germany 02:48
8 Anderson Alli AUS Australia 02:53
9 Huys Tabea AUT Austria 03:00
10 Holmgren Ava CAN Canada 03:06

Junioren ITT – 22,6 Km
Weltmeister! Michiel Mouris gewinnt U19-Zeitfahren bei der WM in Kigali

Der Niederländer krönt eine herausragende Saison mit WM-Gold. Roberto Capello rundet als Sechster das starke Ergebnis der Red Bull – BORA – hansgrohe Junioren ab.

Michiel Mouris hat sich bei der Weltmeisterschaft in Ruanda den Titel im Einzelzeitfahren der Junioren gesichert. Der junge Niederländer aus den Reihen des Red Bull – BORA – hansgrohe U19-Teams grenke – Auto Eder setzte sich auf dem 22,6 Kilometer langen Kurs in Kigali in einer Zeit von 29:07 Minuten gegen die internationale Konkurrenz durch und bewies einmal mehr, dass er zu den größten Talenten seiner Generation gehört. Für Mouris ist es der Abschluss einer erfolgreichen Saison. Bereits im Frühjahr hatte der 18-Jährige mit seinem Sieg bei Paris–Roubaix Juniors für Furore gesorgt.

1 Mouris Michiel NED Netherlands 00:29:08
2 Barry Ashlin USA United States 00:07
3 Van Kerckhove Seff BEL Belgium 00:09
4 Drake Beckam USA United States 00:14
5 Hinds Max GBR Great Britain 00:19

Juniorinnen ITT – 18,3 Km

1 Arens Megan NED Netherlands 00:25:47
2 Ostiz Paula ESP Spain 00:35
3 Gissinger Oda Aune NOR Norway 00:38
4 Müller Roos NED Netherlands 00:48
5 Boothman Erin GBR Great Britain 00:49

Results powered by FirstCycling.com

Lidl Deutschland Tour

Prolog: Essen – Essen – 3,1 Km


HERBERT MOOS Foto

1 WAERENSKJOLD Soren NOR UNO-X MOBILITY 00:03:31
2 WATSON Samuel GBR INEOS GRENADIERS 00:01
3 HALLER Marco AUT TUDOR PRO CYCLING TEAM 00:02
4 PITHIE Laurence NZL RED BULL – BORA – HANSGROHE 00:03

5 VAN AERT Wout BEL TEAM VISMA | LEASE A BIKE 00:03
6 VAN POPPEL Danny NED RED BULL – BORA – HANSGROHE 00:03
7 ZIJLAARD Maikel NED TUDOR PRO CYCLING TEAM 00:03
8 VAN MECHELEN Vlad BEL BAHRAIN VICTORIOUS 00:04
9 RESELL Erik Nordsaeter NOR UNO-X MOBILITY 00:05
10 EENKHOORN Pascal NED SOUDAL QUICK-STEP 00:05
11 MCNULTY Brandon USA UAE TEAM EMIRATES XRG 00:05
12 LAMPERTI Luke USA SOUDAL QUICK-STEP 00:05
13 ROMEO ABAD Ivan ESP MOVISTAR TEAM 00:05
14 MAYRHOFER Marius GER TUDOR PRO CYCLING TEAM 00:06
15 MILAN Jonathan ITA LIDL-TREK 00:06
16 POLITT Nils GER UAE TEAM EMIRATES XRG 00:06
17 STEIMLE Jannik GER Q36.5 PRO CYCLING TEAM 00:06

18 SHEEHAN Riley USA ISRAEL – PREMIER TECH 00:07
19 CONSONNI Simone ITA LIDL-TREK 00:07
20 VAN WILDER Ilan BEL SOUDAL QUICK-STEP 00:07
21 RACCAGNI NOVIERO Andrea ITA SOUDAL QUICK-STEP 00:07
22 MÜLLER Tobias GER INTERMARCHÉ – WANTY 00:07
23 NARVAEZ Jhonatan ECU UAE TEAM EMIRATES XRG 00:07
24 GELDERS Gil BEL SOUDAL QUICK-STEP 00:08
25 GROVES Kaden AUS ALPECIN-DECEUNINCK 00:08
26 DOUBEY Fabien FRA TOTALENERGIES 00:08
27 PARISINI Nicolo‘ ITA Q36.5 PRO CYCLING TEAM 00:08
28 ROTTMANN Jonathan Malte GER REMBE | RAD-NET 00:08
29 EDVARDSEN-FREDHEIM Stian NOR UNO-X MOBILITY 00:08
30 MEEUS Jordi BEL RED BULL – BORA – HANSGROHE 00:08
31 STELLA Davide ITA UAE TEAM EMIRATES XRG 00:09
32 BRENNAN James Matthew GBR TEAM VISMA | LEASE A BIKE 00:09
33 ZAMBANINI Edoardo ITA BAHRAIN VICTORIOUS 00:09
34 AUGUST Andrew USA INEOS GRENADIERS 00:09
35 UHLIG Henri GER ALPECIN-DECEUNINCK 00:09
36 LIPOWITZ Florian GER RED BULL – BORA – HANSGROHE 00:09
37 CHRISTEN Jan SUI UAE TEAM EMIRATES XRG 00:10

38 SHMIDT Artem USA INEOS GRENADIERS 00:10
39 KRISTOFF Alexander NOR UNO-X MOBILITY 00:10
40 VAN KERCKHOVE Matisse BEL TEAM VISMA | LEASE A BIKE 00:10

Den 3,1-Kilometer-Prolog an der Zeche Zollverein in Essen gewann Søren Waerenskjold (Uno-X) 52 Hundertstelsekunden vor Sam Watson (Ineos). 2 Sekunden auf den Sieg fehlten auf dem 3. Platz Marco Haller (Tudor). Ein Paket aus Pithie (RB), van Aert (Visma), van Poppel (RB) und Zijlaard (Tudor) ging mit 3 Sekunden auf Waerenskjold in die Gesamtwertung ein. Top-Favorit Jonathan Milan (Lidl) belegte mit 6 Sekunden Verlust nur den 15. Platz. Matthew Brennan (Visma) büßte hier 9 Sekunden ein.

Und im Massensprint der 1. Etappe unterlag Milan im Foto-Finish dem aufkommenden Brennan um mehr als eine Hochprofilfelge. Erst nach einigen Minuten wurde der Sieger verkündet, obwohl Brennan mit dem Tigersprung von der Seitenansicht doch recht deutlich Milan an Milan vorbeigegangen war. Danny van Poppel, der den Sprint eröffnet hatte, wurde sofort von Milan überholt, belegte den 3. Platz und erhielt dafür noch 4 Bonussekunden. Deren 10 bekam Brennan für den Sieg und 6 Milan für den 2. Platz. Die Gesamtführung übernahm van Poppel vor den mit ihm nun sekundengleichen Watson und Brennan. Watson hatte im späten Bonussprint 2 Sekunden hinter van Aert geholt. Van Aert und Milan reihten sich in der Gesamtwertung mit je einer Sekunde Rückstand auf dem 4. und 5. Platz ein.

1. Etappe: Essen – Herford – 203 Km


HERBERT MOOS Foto

1 Brennan Matthew Team Visma | Lease a Bike 20 04:37:08
2 Milan Jonathan Lidl-Trek 15 + 00
3 van Poppel Danny Red Bull-BORA-hansgrohe 10 + 00
4 Jeannière Emilien Team TotalEnergies 5 + 00
5 Hofstetter Hugo Israel-Premier Tech 3 + 00
6 Zijlaard Maikel Tudor Pro Cycling Team + 00
7 Groves Kaden Alpecin-Deceuninck + 00
8 Wærenskjold Søren Uno-X Mobility + 00
9 van der Werff Thom Team Picnic PostNL + 00
10 Rottmann Jonathan Malte REMBE | rad-net + 00
11 Maekele Milkias BIKE AID + 00
12 Kristoff Alexander Uno-X Mobility + 00
13 Müller Tobias Intermarché-Wanty + 00
14 Stella Davide UAE Team Emirates-XRG + 00
15 Bauhaus Phil Bahrain Victorious + 00


HERBERT MOOS Foto

2. Etappe: Herford – Arnsberg – 190 Km

Im etwas hügligen Finale der 2. Etappe konnte sich ein Trio absetzen und bis zum Ziel durchziehen. Riley Sheehan (Israel) eröffnete aus letzter Position früh den Zielsprint und riss sogleich eine Lücke. Jhonatan Narvaez sprang hinterher und ging noch um ein knappes Vorderrad vorbei. Sheehan hatte sich bereits zum Jubel aufrichten wollen – schwierig zu sagen, ob es ohne diesen Fauxpas zum Sieg gereicht hätte. Der eigentlich endschnellste Fahrer aus dem Trio, Prolog-Sieger Waerenskjold, fuhr zum Schluss viel von vorne und belegte den 3. Platz. Er übernahm dafür die Gesamtführung, allerdings nur eine Sekunde vor Narvaez und 4 vor Sheehan. 8 Sekunden hinter dem Trio kam Marius Mayrhofer (Tudor) als Solist auf den 4. Platz. 6 weitere Sekunden später sprintete Milan aus dem dezimierten Hauptfeld auf den 5. Platz vor van Poppel. Beide fielen in der Gesamtwertung noch hinter van Aert zurück, der kurz vor der Attacke des Trios um Waerenskjold den Bonussprint gewonnen hatte. Van Aert, van Poppel und Milan blieben mit 15, 17 und 18 Sekunden auf Waerenskjold zumindest theoretisch auf Schlagdistanz für einen Gesamtsieg.


HERBERT MOOS Foto

1 Narvaez Jhonatan UAE Team Emirates-XRG 20 04:27:10
2 Sheehan Riley Israel-Premier Tech 15 + 00
3 Wærenskjold Søren Uno-X Mobility 10 + 00
4 Mayrhofer Marius Tudor Pro Cycling Team 5 + 08
5 Milan Jonathan Lidl-Trek 3 + 14
6 van Poppel Danny Red Bull-BORA-hansgrohe + 14
7 Jeannière Emilien Team TotalEnergies + 14
8 Brennan Matthew Team Visma | Lease a Bike + 14
9 Haller Marco Tudor Pro Cycling Team + 14
10 Hofstetter Hugo Israel-Premier Tech + 14
11 Degenkolb John Team Picnic PostNL + 14
12 Romeo Iván Movistar


HERBERT MOOS Foto (Miguel Heidemann 1er Bergwertung)


HERBERT MOOS Foto (Jonas Rutsch als Ausreißer)

3. Etappe: Arnsberg – Kassel – 176 Km

Danny van Poppel relegiert vom Etappensieg.

1 Wærenskjold Søren Uno-X Mobility 20 03:53:10
2 Jeannière Emilien Team TotalEnergies 15 + 00
3 Watson Sam INEOS Grenadiers 10 + 00
4 Sheehan Riley Israel-Premier Tech 5 + 00
5 Barrenetxea Jon Movistar Team 3 + 00
6 Raccagni Noviero Andrea Soudal Quick-Step + 00
7 Brennan Matthew Team Visma | Lease a Bike + 00
8 Zambanini Edoardo Bahrain Victorious + 00
9 Haller Marco Tudor Pro Cycling Team + 00
10 Mayrhofer Marius Tudor Pro Cycling Team + 00

4. Etappe: Halle (Saale) – Magdeburg – 164 Km

1 Brennan Matthew Team Visma | Lease a Bike 20 03:29:21
2 Wærenskjold Søren Uno-X Mobility 15 + 00
3 Milan Jonathan Lidl-Trek 10 + 00
4 Meeus Jordi Red Bull-BORA-hansgrohe 5 + 00
5 Erzen Zak Bahrain Victorious 3 + 00
6 Lamperti Luke Soudal Quick-Step + 00
7 Uhlig Henri Alpecin-Deceuninck + 00
8 Mayrhofer Marius Tudor Pro Cycling Team + 00
9 Pithie Laurence Red Bull-BORA-hansgrohe + 00

10 Van den Bossche Fabio Alpecin-Deceuni

Brennan konnte dafür auf der abschließenden 4. Etappe wiederum seine Klasse unter Beweis stellen und zeigen, dass er der schnellste Fahrer bei dieser Deutschland-Tour war. Er gewann im Massensprint über eine Radlänge vor Wærenskjold. Milan, im Vorjahr noch 3-facher Etappensieger, kam nicht über einen 3. Platz hinaus und blieb damit diesmal sieglos. Van Poppel stürzte auf dem Schlusskilometer und wird die Deutschland-Tour 2025 wohl ganz schnell vergessen wollen. Der späte Bonussprint ging diesmal an Sheehan, der allerdings nicht mehr Narvaez vom 2. Gesamtplatz verdrängen konnte. Dafür ergatterte dort Mayrhofer eine Sekunden und verbesserte sich noch um einen auf den 7. Platz. Brennan stieg durch den Tagessieg auf den 4. Platz.

Endklassement Lidl Deutschland Tour 2025
1. Søren Wærenskjold (NOR) – Uno-X 16:29:58

2. Jhonatan Narvaez (ECU) – UAE-XRG +0:16
3. Riley Sheehan (USA) – Israel-Premier Tech +0:19
4. Matthew Brennan (GBR) – Visma-Lease a Bike +0:25
5. Sam Watson (GBR) – Ineos Grenadiers +0:31
6. Wout van Aert (BEL) – Visma-Lease a Bike +0:33
7. Marius Mayrhofer (GER) – Tudor +0:35
8. Danny van Poppel (NED) – Red Bull-Bora +0:35
9. Marco Haller (AUT) – Tudor +0:37

10. Pascal Eenkhoorn (NED) – Soudal-Quick Step +0:41

112. Tour de France – 5. Etappe:

Caen – Caen – ITT – 33 Km – 200 Hm

Evenepoel siegt, Pogacar klar vor Vingegaard

Remco Evenepoel (Soudal) wurde seiner Favoritenrolle beim 33 Kilometer langen Einzelzeitfahren von Caen gerecht.


HERBERT MOOS Foto

Der 26-jährige Belgier absolvierte den flachen Kurs im Trikot des Zeitfahr-Weltmeisters in 36:42 Minuten. Damit verwies er Tadej Pogacar (UAE) auf der 5. Etappe um 16 Sekunden auf den 2. Platz. Der früh gestartete Edoardo Affini (Visma) musste erst spät den heißen Stuhl für Evenepoel räumen und belegte 33 Sekunden hinter ihm den 3. Platz.

Jonas Vingegaard (Visma) landete – anders als in der Dauphiné-Rundfahrt – im Zeitfahren hinter Pogacar, und zwar deutlich. Er büßte 65 Sekunden auf seinen Hauptkonkurrenten um den Gesamtsieg ein und belegte nur den 13. Platz. Überraschend gut schlugen sich Kévin Vauquelin (Arkea) und Florian Lipowitz (Red Bull) auf den Plätze 5 und 6 hinter dem Spezialisten Bruno Armirail (Decathlon).

Ergebnis
1. Remco Evenepoel (BEL) – Soudal-Quick Step 36:42

2. Tadej Pogacar (SLO) – UAE-XRG +0:16
3. Edoardo Affini (ITA) – Visma-Lease a Bike +0:33
4. Bruno Armirail (FRA) – Decathlon-AG2R +0:35
5. Kévin Vauquelin (FRA) – Arkéa-B&B Hotels +0:49
6. Florian Lipowitz (GER) – Red Bull-Bora +0:58
7. Ivan Romeo (ESP) – Movistar +1:02
8. João Almeida (POR) – UAE-XRG +1:14

9. Luke Plapp (AUS) – Jayco-Alula +1:17
10. Pablo Castrillo (ESP) – Movistar +1:18
11. Matteo Jorgenson (USA) – Visma-Lease a Bike +1:19
12. Primoz Roglic (SLO) – Red Bull-Bora +1:19
13. Jonas Vingegaard (DEN) – Visma-Lease a Bike +1:21
14. Tobias Foss (NOR) – Ineos Grenadiers +1:25
15. Nelson Oliveira (POR) – Movistar +1:37


18. Mathieu van der Poel (NED) – Alpecin-Deceuninck +1:44
19. Mattias Skjelmose (DEN) – Lidl-Trek +1:46
21. Ben O’Connor (AUS) – Jayco-Alula +1:47
23. Oscar Onley (GBR) – Picnic-PostNL +2:02
26. Aurél. Paret-Peintre (FRA) – Decathlon-AG2R +1:13
27. Carlos Rodriguez (ESP) – Ineos Grenadiers +2:15
28. Santiago Buitrago (COL) – Bahrain Victorious +2:18
35. Tobias Johannessen (NOR) – Uno-X +2:51
37. Enric Mas (ESP) – Movistar +2:57
39. Felix Gall (AUT) – Decathlon-AG2R +3:04
64. Emanuel Buchmann (GER) – Cofidis +3:52

– 179 Fahrer klassiert.
DNS Emilien Jeannière (FRA) – Totalenergies
DNS Jasper de Buyst (BEL) – Lotto

Mathieu van der Poel (Alpecin) verlor im Gelben Trikot 1:44 Minuten und damit die Gesamtführung an den zuzor zeitgleichen Pogacar. Evenepoel machte einen Sprung vor auf den 2. Platz, 42 Sekunden hinter Pogacar. Vauquelin rückte vor auf den 3. Platz, musste das weiße Trikot des besten Jungprofis trotzdem weiterreichen an Evenepoel.

Vingegaard fiel zurück auf den 4. Platz mit 1:13 Minuten Rückstand auf Pogacar. Vingegaards Edelhelfer Matteo Jorgenson schnitt wie Affini besser im Zeitfahren ab und folgt ihm in der Gesamtwertung 9 Sekunden dahinter. Van der Poel fiel auf Platz 6 zurück vor Pogacars Edelhelfer Almeida. Dahinter rückte Lipowitz bis auf eine Sekunde zu seinem Teamkollegen Primoz Roglic auf.

Onley (Picnic), Mas (Movistar) und Johannessen (Uno-X) büßten ihre bisher hervorragende Ausgangsposition ein. Sie erwischten es aber noch deutlich besser als Gall (Decathlon) und Buchmann (Cofidis), die sich erhebliche Rückstände einhandelten.

Gesamtwertung
1. Tadej Pogacar (SLO) – UAE-XRG 17:22:58

2. Remco Evenepoel (BEL) – Soudal-Quick Step +0:58
3. Kévin Vauquelin (FRA) – Arkéa-B&B Hotels +0:26
4. Jonas Vingegaard (DEN) – Visma-Lease a Bike +0:08
5. Matteo Jorgenson (USA) – Visma-Lease a Bike +0:19
6. Mathieu van der Poel (NED) – Alpecin-Deceuninck +0:42
7. João Almeida (POR) – UAE-XRG +1:53
8. Primoz Roglic (SLO) – Red Bull-Bora +2:30
9. Florian Lipowitz (GER) – Red Bull-Bora +2:31

10. Mattias Skjelmose (DEN) – Lidl-Trek +2:32
11. Oscar Onley (GBR) – Picnic-PostNL +2:41
12. Aurél. Paret-Peintre (FRA) – Decathlon-AG2R +3:22
13. Enric Mas (ESP) – Movistar +3:29
14. Santiago Buitrago (COL) – Bahrain Victorious +3:51
15. Tobias Johannessen (NOR) – Uno-X +3:52
16. Carlos Rodriguez (ESP) – Ineos Grenadiers +4:04
17. Ben O’Connor (AUS) – Jayco-Alula +4:07
18. Felix Gall (AUT) – Decathlon-AG2R +4:37
19. Steff Cras (BEL) – Totalenergies +4:54

20. Jack Haig (AUS) – Bahrain Victorious +4:55

25. Emanuel Buchmann (GER) – Cofidis +5:52

Evenepoel machte mit seinem Sieg etwas an verlorenem Boden auf Pogacar gut – und vor allem auf Vingegaard. Dabei sah es nach den ersten beiden Zwischenzeiten noch gar nicht so gut aus, zumindest für den Tagessieg. Doch die Fahrer teilten sich die Strecke unterschiedlich ein.

Der Halbzeit-Führende Plapp (Jayco) fiel noch auf den 9. Platz zurück. Evenepoel kassierte ihn und Affini auf dem Rückweg nach Caen und baute mit einem starken Finale auch seinen Vorsprung auf Pogacar noch ein bisschen aus. Vingegaard verschlechterte sich sukzessive.