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45. Ötztaler Radmarathon: Tag der Rekorde, Träume erfüllt


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Die 45. Auflage des Ötztaler Radmarathons ging in die Geschichtsbücher ein: Neue Streckenrekorde durch die mittlerweile Vierfachsiegerin Janine Meyer und Jack Burke. Der Kanadier widmete seinen dritten Triumph seiner Freundin Melanie, der er nach der Zieleinfahrt einen Heiratsantrag machte. Und sie sagte: Ja! Beste Österreicherin wurde die Vorarlbergerin Melanie Geiger als starke Dritte.
4.271 Radsportbegeisterte aus 38 Nationen stellten sich heute dem 45. Ötztaler Radmarathon. 227 Kilometer, 5.500 Höhenmeter und vier Alpenpässe führten von Sölden über Kühtai, Brenner, Jaufenpass und Timmelsjoch zurück ins Ziel nach Sölden. Was 1982 als Abenteuer begann, ist heute längst ein Mythos und ist geprägt von sportlichen Höchstleistungen, großen Emotionen und persönlichen Geschichten. Wie stark sich der Ötztaler Radmarathon dabei weiterentwickelt, zeigt auch das Frauenfeld: Es gingen mehr als 431 Frauen an den Start. Das sind erstmals über 10% Anteil am Gesamtstarterfeld.

Spannung an der Spitze
Gleich acht ehemalige Sieger:innen nahmen den Ötztaler Radmarathon erneut in Angriff. Doch der Mythos lebt nicht nur von Bestzeiten und Siegen, sondern vor allem von jenen, die nach vielen Stunden im Sattel ihren ganz persönlichen Traum vollenden. „Die wahren Helden sind aber die zahlreichen Träumer, die erst viele Stunden nach den Schnellsten ins Ziel kommen. Sie machen den Mythos des Ötztaler Radmarathons aus. Darunter hatten wir heuer 26 Teilnehmer, die bereits mehr als 20. Mal am Start standen. Herausragend dabei der in Graz lebende Tiroler Martin Strobl, der mit seinen 81 Jahren seinen 36. Ötztaler Radmarathon bestritt“, freuten sich die OK-Chefs Heike Klotz und Dominic Kuen.

Federspiel riskiert viel
Im Rennen der Herren brachte der erste Anstieg aufs Kühtai die erste Entscheidung, als sich rund 15 Fahrer mit allen Top-Favoriten absetzen konnten. Gemeinsam passierten sie den Brennerpass und am Fuße des Jaufenpasses setzten sich der zweifache Sieger Jack Burke und der ehemalige WorldTour-Profi Toni Palzer ab. Palzer konnte dem hohen Tempo von Burke nicht folgen und überquerte die Passhöhe mit etwas mehr als einer Minute Rückstand, Vorjahressieger Daniel Federspiel nahm die Abfahrt nach St. Leonhard mit zwei Minuten Rückstand in Angriff. Mit einer waghalsigen Abfahrtsleistung holte „Feder“ Toni Palzer ein und gemeinsam bestritten sie eine knappe Minute hinter Burke das Timmelsjoch.

Schönster Tag im Leben des Jack Burke
Im Vorjahr attackierte Jack Burke am Jaufenpass und wurde am Timmelsjoch doch noch von Daniel Federspiel gestellt. Genau dieses Szenario drohte auch heute, als Federspiel nur noch wenige Meter hinter Burke lag. Doch der gebürtige Kanadier ließ heuer nichts anbrennen und verschärfte erneut das Tempo. Als Solist passierte er das 2.474 Meter hohe Timmelsjoch und fuhr schließlich einem ungefährdeten dritten Sieg entgegen. Und das mit einem fulminanten Streckenrekord von 6:29:21,2. Damit unterbot er die bisherige Bestzeit des Vorarlbergers Mathias Notheggers (6:47:02,3 Stunden) deutlich. Gleich die besten sechs Männer unterboten Notheggers Rekord, das zeigt wie schnell das Rennen heute war.

Heiratsantrag des Kanadiers
Die zahlreichen Besucher:innen im Zielraum staunten über die Leistungen der Spitzenfahrer, noch mehr allerdings über den spontanen Heiratsantrag von Jack Burke an seine Freundin. Den Ring trug er unter seinem Trikot: „Ich hatte den Heiratsantrag seit Februar geplant und nur einige Freunde wussten davon. Ich wollte diesen Sieg für meine Melanie holen. Jetzt stehe ich als dreifacher Sieger des Ötztaler Radmarathons und das mit Rekordzeit in Sölden. Das ist der beste Tag meines Lebens.“ Auch Daniel Federspiel jubelte über seinen zweiten Platz: „Jack war heute eine Nummer zu stark. Am Timmelsjoch kam ich ihm gefährlich nahe, aber dann hatte ich nichts mehr im Tank.“ Rang drei holte der ehemalige Weltcuprodler und Ötztaler Miguel Brugger, der sich im Ziel wie ein Sieger fühlte.


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Toni Palzer mit gelungener Radmarathon-Premiere
Hinter dem italienischen Ex-Sieger Stefano Cecchini landete Ex-WorldTour-Profi Toni Palzer an der fünften Stelle: „Es war so brutal und die Jungs fahren so schnell. Kurz vor dem Jaufenpass habe ich attackiert und nur Jack ging mit. Diese Attacke habe ich dann bitter gebüßt.“ Auf die Frage, ob er wieder nach Sölden kommt: „Ich habe Blut geleckt, ich starte bestimmt wieder in Sölden. Die Stimmung entlang der Strecke war auch ein Traum.“ Hinter dem Italiener Luc Pierantozzi wurde der Osttiroler Alban Lakata Siebenter.

Frauenfeld auf Rekordkurs
Auch bei den Frauen setzte der Ötztaler Radmarathon 2026 neue Maßstäbe: Erstmals gingen mehr als 400 Frauen an den Start. Gleichzeitig stieg ihr Anteil erstmals auf über zehn Prozent. Zwei neue Höchstwerte, die die starke Entwicklung des Frauenfeldes der vergangenen Jahre unterstreichen.

Janine Meyer unschlagbar – vierter Sieg en Suite!
Wie in den vergangenen drei Jahren dominierte die Deutsche Janine Meyer von Beginn an das Geschehen. Auch ein Sturz in Innsbruck, wo sie mit ihrem Teamkollegen kollidierte, konnte sie nicht stoppen. Die Kölnerin, aktuell das Non plus Ultra in der internationalen Radmarathonszene, hielt ihre deutschen Landsfrauen Julia Jedelhauser und Eva Schien stets auf Distanz. Als Krönung für eine fantastische Leistung unterbot die 48-Jährige sogar noch ihren Streckenrekord aus dem Vorjahr mit einer Zeit von 7:15:46,2 Stunden um 7 Minuten: „Am Anfang war es ganz schön schnell. Ich dachte, hinten raus werde ich verlieren. Es war ein harter Tag. Es glaubt mir keiner, aber ich schaue von Berg zu Berg und nicht auf die Zeit. Der vierte Streckenrekord beim vierten Sieg ist ein Wahnsinn!“

Vorarlbergerin Geiger wird beste Österreicherin
Die Deutsche Eva Schien lag das ganze Rennen über an der zweiten Stelle und brachte dieses Ergebnis nach 7:28:10,3 Stunden auch ins Ziel. Am Timmelsjoch schaffte die Vorarlbergerin Melanie Geiger, zweifache Mama und bautechnische Zeichnerin, mit einer beherzten Leistung doch noch aufs Podest! Am Timmelsjoch überholte sie noch die Deutsche Julia Jedelhauser, die lange an der dritten Stelle lag. „Ich kann es gar nicht fassen, vor lauter Überwältigung habe ich im Ziel geweint. Meine Familie unterstützt mich, das ist phänomenal. Ohne diesen Support würde das nicht funktionieren“, jubelte Geiger in Sölden.

Wenn Spitzensportler selbst zu Träumern werden
Auch bekannte Namen aus dem internationalen Sport stellten sich der Herausforderung. Mit Werner Heel, Manfred Mölgg und Florian Scheiber waren zudem mehrere ehemalige Weltklasse-Skifahrer am Start. Scheiber nahm den Ötztaler bereits zum dritten Mal in Angriff und ist heute Trainer des norwegischen Weltcupteams. Ebenso startete erneut der ehemalige deutsche Radprofi Jörg Ludewig sowie der amtierende Ultracycling-Weltmeister Lukas Kaufmann. Von den Promis legte wieder einmal der Südtiroler Manfred Mölgg mit 7:25:48,0 Stunden und Gesamtplatz 89. die beste Zeit hin! „Es war wieder zach und schwierig. Heute habe ich echt einige Tränen in Sölden verdrückt, ich bin absolut zufrieden“, sagte Mölgg.

Ein Traum mit internationaler Strahlkraft
Teilnehmer:innen aus 38 Nationen stellten sich 2026 der Herausforderung, dabei waren Anreisen unter anderem aus Australien, Brasilien, Indonesien, Südafrika und den USA. Über 25.000 Bewerbungen für knapp über 4.000 Startplätze zeigen die internationale Anziehungskraft des Ötztaler Radmarathons und seine Bedeutung als touristischer Impulsgeber für die Region.

1.300 Menschen. Eine gemeinsame Verantwortung.
Über 1.300 Helfer:innen stehen hinter dem Ötztaler Radmarathon, davon sind viele ehrenamtlich und mit enormem persönlichem Einsatz. Sie sichern die Strecke, betreuen die Labestationen, koordinieren das Rennen und schaffen gemeinsam jene besondere Atmosphäre, die den ÖRM ausmacht.
Dieses Miteinander steht auch für die soziale sowie ökologische Verantwortung, die der Ötztaler Radmarathon übernimmt. Als Partner von Green Events Austria setzt die Veranstaltung auf Müllvermeidung, Mehrwegsysteme, regionale Partner, E-Mobilität und öffentliche Anreise. Auch der Bike4Help-Prolog gehört dazu: Sein Reinerlös unterstützt bedürftige Familien in Tirol. Heuer wurden 6.500€ gesammelt, somit wurden gesamt in den letzten 7 Jahren 35.000€ gespendet.

Sölden im Zeichen des Radsports
Bereits ab Freitag drehte sich in Sölden alles ums Rad. Der karitative Bike4Help-Prolog eröffnete das Rennwochenende, parallel präsentierte die Bike Expo „Ötztaler Sattelfest“ aktuelle Trends aus der Radsportwelt. Am Samstag folgten unter anderem der ÖRM Live Podcast und das Fahrerbriefing, bevor am Sonntag der 45. Ötztaler Radmarathon den sportlichen Höhepunkt bildete.

Der nächste Traum wartet
Nach dem 45. Ötztaler Radmarathon ziehen Heike Klotz und Dominic Kuen eine starke Bilanz – und richten den Blick bereits nach vorne:„Ein herzliches Dankeschön an unser Dream Team mit über 1.300 engagierten Helfer:innen, den treuen Sponsoren und allen Partnern, den unterstützenden Behörden in Österreich und Italien sowie der verständnisvollen Bevölkerung entlang der Strecke. Sie alle tragen dazu bei, dass der Mythos Ötztaler Jahr für Jahr nachhaltig noch stärker weitertransportiert wird – auch wieder beim ÖRM 2027 am 29.08.2027.“

www.oetztaler-radmarathon.com
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Am Sonntag, 30. August 2026, wurde Sölden erneut zum Zentrum der internationalen Radsportwelt: Der 45. Ötztaler Radmarathon hat stattgefunden. Das Rennen begann bei angenehmen Temperaturen und blauem Himmel, perfekte Bedingungen für die Radfahrer. Die Strecke führte über 227 Kilometer von Sölden über vier Alpenpässe (Kühtaisattel, Brenner, Jaufenpass und Timmelsjoch) nach Südtirol und wieder zurück. Die Teilnehmer überwanden dabei unglaubliche 5.500 Höhenmeter. Insgesamt waren 4.271 Teilnehmer aus 40 Nationen am Start, die sich freiwillig dieser enormen Herausforderung an Körper und Geist stellten.

Ötztaler Radmarathon 2026: Janine Meyer (GER) und Jack Burke (CAN) pulverisieren Streckenrekorde
Credits: Ötztal Tourismus- for editorial use only; Jakob Zeller, Johann Groder

Bei den Männern fiel die Entscheidung bereits am Jaufenpass. Am Anstieg startete der Kanadier Jack Burke die entscheidende Attacke aus der Spitzengruppe und setzte sich vom Rest des Feldes ab. Mit einer Energieleistung konnte er den Angriff des zweitplatzierten Daniel Federspiel (AUT) noch vor dem Anstieg zum Timmelsjoch abwehren. Anschließend baute er seinen Vorsprung kontinuierlich aus und brachte ihn mit einer neuen Streckenrekordzeit von 6:29:21,2 ins Ziel. Der Sieger des Vorjahres, Daniel Federspiel , kam 2 Minuten und 35 Sekunden dahinter ins Ziel. Dritter wurde überraschend der Tiroler Miguel Brugger (AUT). Dem deutschen Anton Palzer verließen beim Anstieg zum Timmelsjoch die Kräfte und kam als Fünfter ins Ziel.

Bei den Frauen siegte die Deutsche Janine Meyer. Nachdem sie das Rennen bereits im Vorjahr dominiert hatte, konnte sie sich auch diesmal an die Spitze setzen und mit den besten Männern mithalten. Sie überquerte die Ziellinie mit einer beeindruckenden Zeit von 7:15:46,2, pulverisierte damit ihre eigene Bestmarke aus dem Vorjahr und stellte einen neuen Rekord für die schnellste Frau auf. Die Deutsche Eva Schien wurde Zweite, 12 Minuten und 24 Sekunden hinter der Siegerin. Die Österreicherin Melanie Geiger belegte den dritten Platz.

Men Women
1| Jack Burke (CAN // 6:29:21,2 ) 1| Janine Meyer (GER // 7:15.46,2)
2| Daniel Federspiel (AUT // 6:31:57,1 ) 2| Eva Schier (GER // 7:28.10,3)
3| Miguel Brugger (AUT // 6:33.57,2) 3| Melanie Geiger (AUT // 7:45.33,6)

Offizielle Rangliste: https://www.oetztaler-radmarathon.com/home/the-race/results.html

Weitere Informationen zu dem Event findet ihr hier:
https://www.oetztaler-radmarathon.com/de/home.html

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Ötztaler Radmarathon: Drei Tage Radsport-Feeling in Sölden

Live am Sonntag:

Link zum Livestream: https://www.youtube.com/live/XSRYXSTS-F8?si=tNNmvpgmdDSYqmWd

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Das Teilnehmerfeld der 45. Auflage des Ötztaler Radmarathons verspricht erneut hochklassigen Sport und einen spannenden Kampf um den prestigeträchtigen Sieg. Titelverteidiger Daniel Federspiel (AUT) will seinen Erfolg aus dem Vorjahr wiederholen und trifft dabei auf starke Konkurrenz. Zu den bekanntesten Namen zählen Jack Burke (CAN), Stefano Cecchini (ITA). Auch der ehemalige Amateur-Weltmeister Johnny Hoogerland (NED) gehört zu den prominenten Startern. Für Aufsehen sorgt zudem der junge Tiroler Jonas Holzknecht (AUT), der im Vorjahr mit einem starken zweiten Platz auf sich aufmerksam machte. Auch der mehrfache MTB-Marathon-Weltmeister Alban Lakata (AUT) will 2026 nach mehreren Spitzenplatzierungen endlich den Sieg beim Ötztaler einfahren.

Besonders prominent ist das Feld auch durch den ehemaligen WorldTour-Profi und Spitzenskibergsteiger Toni Palzer (GER) und die ehemaligen Weltklasse-Skifahrer Werner Heel (ITA) und Manfred Mölgg (ITA).

Im Frauenfeld geht Janine Meyer (GER) als Titelverteidigerin und dreifache Siegerin an den Start. Die Deutsche hat den Ötztaler 2023, 2024 und 2025 gewonnen und dabei in den vergangenen beiden Jahren jeweils neue Streckenrekorde aufgestellt. Herausgefordert wird Meyer unter anderem von Catherine Rossmann (GER), die den Ötztaler 2022 gewinnen konnte und nach ihrer Pause wieder um einen Spitzenplatz kämpfen will.
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Vom Bike-Expo-Erlebnis über den Bike4Help-Prolog und Live-Talks bis zum großen Renntag: Das Rahmenprogramm des 45. Ötztaler Radmarathons macht Sölden von 28. bis 31. August zum Treffpunkt der internationalen Radsport-Community.

Wenn am Sonntag, den 30. August, um 6:30 Uhr der Startschuss zum 45. Ötztaler Radmarathon fällt, liegen in Sölden bereits zwei Tage voller Radsport-Highlights hinter den Teilnehmer:innen und Besucher:innen. Denn der Ötztaler Radmarathon ist längst mehr als die sportliche Herausforderung über 227 Kilometer, 5.500 Höhenmeter und vier Alpenpässe. Rund um den Mythos Ötztaler erwartet die Radsport-Community ein umfangreiches Programm, das Sport, Information, Unterhaltung und Begegnung miteinander verbindet.

Bike-Expo und Bike4Help: Auftakt am Freitag
Den Auftakt macht am Freitag, 28. August, die Bike-Expo „Ötztaler Sattelfest“. Von 10:00 bis 20:00 Uhr können sich alle Interessierten auf dem Vorplatz und in der Sporthalle der Freizeit Arena über aktuelle Produkte, Trends und Angebote aus der Welt des Radsports informieren. Gleichzeitig erfolgt die Ausgabe der Startpakete für die Teilnehmer:innen des Ötztaler Radmarathons.

Sportlich wird es am Freitag bereits am Nachmittag beim Bike4Help-Prolog. Von 15:00 bis 18:00 Uhr steht dabei der gute Zweck im Zuge der sozialen Nachhaltigkeit im Mittelpunkt. Der spannende Bergsprint über einen Kilometer und 105 Höhenmeter im Einzelzeitfahrmodus ist für maximal 200 Starter:innen geöffnet. Das Nenngeld beträgt 25 Euro, und der komplette Reinerlös wird der wohltätigen Organisation Bike4Help gespendet. „Mit der Teilnahme unterstützen die Starter:innen bedürftige Familien in Tirol“, erläutert OK-Chef Dominic Kuen. Anschließend werden die Sieger des Prologs ab 19:30 Uhr in der Sporthalle der Freizeit Arena ausgezeichnet. Am Start ist auch wieder der zweifache Sieger Jonas Holzknecht, der im Vorjahr auch einen neuen Streckenrekord aufgestellt hatte.

Radsport-Talk und letzte Infos am Samstag
Am Samstag, den 29. August, öffnet die Bike Expo nochmals von 9:00 bis 18:30 Uhr ihre Tore. Um 16:30 Uhr folgt in der Sporthalle der Freizeit Arena der ÖRM Live Podcast auf dem Programm. Dabei dreht sich alles um die Geschichten, Menschen und Emotionen rund um den legendären Radmarathon. Host Marco Brugger begrüßt dabei Urban Gstrein und Anna Maria Klocker vor dem Mikro. „Anna Maria ist Personal Trainerin, Bergwanderführerin und Outdoor-Enthusiastin, sie wird auch das Thema Damen aus Teilnehmersicht beleuchten. Urban ist das Urgestein und schon viele Male mitgefahren. Die Kombi ist insofern interessant, dass wir das Thema Radmarathon aus verschiedenen Perspektiven auch sehr nahbar erzählen können für die Zuhörer:innen“, erläutert Brugger. Um 18:00 Uhr wird es für die mehr als 4.000 Teilnehmer:innen ernst: Beim Fahrerbriefing erhalten sie die letzten wichtigen Informationen für den Renntag. Das Briefing wird ebenfalls live online und auf den LED-Walls rund um die Freizeit Arena übertragen.

Sonntag: Sölden wird zur Radsport-Hauptstadt
Der Sonntag steht ganz im Zeichen des 45. Ötztaler Radmarathons. Bereits ab 6:15 Uhr begleitet ÖRM TV das Geschehen mit einer umfangreichen Live-Übertragung, die bis 21:30 Uhr läuft. Zuschauer können das Renngeschehen damit nicht nur entlang der Strecke, sondern auch rund um die Freizeit Arena verfolgen. Apropos Strecke, heuer gibt es am Radmarathontag zwischen 05:30 und 9:30 Uhr beim Kühtaier Dorfstadl eine Specialized Cheering Zone zum Anfeuern! Um 6:30 Uhr fällt bei der BP Tankstelle der Startschuss für die mehr als 4.000 Teilnehmer:innen. Ein Kanonenschuss der Schützenkompanie Sölden markiert den Beginn eines der härtesten und zugleich emotionalsten Radmarathons Europas. Vor den Fahrer liegen 227 Kilometer und 5.500 Höhenmeter über Kühtai, Brenner, Jaufenpass und Timmelsjoch, ehe es zurück nach Sölden geht.

Während die Athlet:innen auf der Strecke um jede Sekunde kämpfen, wartet in Sölden ein buntes Programm auf die Zuschauer:innen und Familien. Von 11:00 bis 16:00 Uhr gibt es ein Kinderprogramm am Vorplatz des Ötztal Tourismus. Um 12:00 Uhr sorgt Einradartist David Weichenberger mit einer Show und einem Workshop für spektakuläre Unterhaltung. Ab 13:15 Uhr werden dann die Schnellsten im Ziel bei der Freizeit Arena erwartet. Rund um 14:00 Uhr sollte die beste Dame Sölden erreichen. Für die Finisher geht das Erlebnis anschließend weiter: Die Recovery Zone by Reboots bietet von 14:00 bis 19:00 Uhr die Möglichkeit zur Regeneration.

Der emotionale Schlusspunkt
Wenn gegen 20:15 Uhr die letzten Teilnehmer:innen im Ziel erwartet werden, endet ein langer Tag voller sportlicher Höchstleistungen und persönlicher Erfolgsgeschichten. Nach einer kurzen Feier im Zielraum, um 20:35 Uhr, werden bei der offiziellen Siegerehrung in der Sporthalle der Freizeit Arena die besten Athlet:innen ausgezeichnet und der oder die letzte Finisherin wird unter großem Applaus zur Siegerehrung eskortiert.

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Neuer Rekord und prominente Gäste beim 45. Ötztaler Radmarathon

Der 45. Ötztaler Radmarathon schreibt Geschichte: Noch nie zuvor war der Frauenanteil so hoch wie bei der diesjährigen Auflage. Gleichzeitig sorgen zahlreiche ehemalige Sieger:innen und prominente Sportler:innen für eine der hochkarätigsten Starterlisten der vergangenen Jahre.

Über 4.000 Radsportbegeisterte aus 40 Nationen stellen sich am 30. August 2026 einer der größten Herausforderungen des Amateur-Radsports. Die legendäre Strecke über 227 Kilometer und 5.500 Höhenmeter führt über die vier Alpenpässe Kühtai, Brenner, Jaufenpass und Timmelsjoch und macht den Ötztaler Radmarathon seit Jahrzehnten zu einem Fixpunkt im internationalen Radsportkalender. Auch heuer stehen sportliche Höchstleistungen, Emotionen und die einzigartige Atmosphäre im Ötztal im Mittelpunkt. Der Großteil der Radsportler:innen kommt erneut aus Deutschland mit einem Anteil von 56 Prozent, gefolgt von Österreich und Italien.

Viele Ex-Sieger:innen in Sölden
Die Starterliste liest sich wie das „Who-is-Who“ des internationalen Amateur-Radsports, gleich neun ehemalige Sieger:innen sind heuer wieder am Start: Vorjahrestriumphator Daniel Federspiel, die Streckenrekordhalterin Janine Meyer aus Deutschland, Jack Burke, der ehemalige Amateur-Weltmeister Johnny Hoogerland, die starken Deutschen Catherine Rossmann und Monika Dietl, die Italiener Stefano Cecchini und Roberto Cunico sowie der Salzburger Routinier Ekkehard Dörschlag, der bereits vier Mal gewann. „Wir freuen uns über die starke Besetzung. Mindestens genauso wichtig sind für uns aber die vielen ‚Träumer‘, die erst viele Stunden nach den Schnellsten das Ziel erreichen. Sie machen den besonderen Charakter des Ötztaler Radmarathons aus. Darunter haben wir 27 Teilnehmer, die heuer bereits mehr als 20. Mal dabei sind. Herausragend ist der Grazer Martin Strobl, der mit seinen 81 Jahren seinen 36. Ötztaler Radmarathon bestreiten wird“, freut sich OK-Chef Dominic Kuen. Und der Tiroler Daniel Federspiel will heuer seinen Titel verteidigen: „Schön wäre natürlich erneut ein Sieg. Ich bin sehr motiviert!“

Toni Palzer und Skilegenden schwingen sich aufs Rad
Wenn am 30. August tausende Radsportler:innen den Startbereich in Sölden verlassen, tummeln sich auch bekannte Gesichter. Wie der ehemalige WorldTour-Profi und Spitzenskibergsteiger Toni Palzer. „Das wird heuer meine Premiere“, … sagt der Sportler von Red Bull. An seiner Seite sind auch die beiden ehemaligen Weltklasse-Skifahrer Werner Heel und Manfred Mölgg, die beim Ötztaler schon Spitzenzeiten hingelegt haben. Am Start steht zum dritten Mal der ehemalige Skirennläufer Florian Scheiber, aktuell Trainer des norwegischen Weltcupteams. Und seinen ersten Sieg will heuer auch der mehrfache MTB-Marathon-Weltmeister Alban Lakata einfahren, ebenso wie der junge Ötztaler Jonas Holzknecht vom Tirol KTM Cycling Team, der im Vorjahr einen starken zweiten Platz holte. Und ein ehemaliger WorldTour-Profi und Mountainbike-Spezialist feiert 2026 seine Premiere: Hermann Pernsteiner, der beim Giro d’Italia 2020 Zehnter in der Gesamtwertung wurde! „Die Strecke mit vielen Höhenmetern sollte mir liegen. 2017 fuhr ich den Pro Ötztaler 5500, das war damals ein Profirennen, wo ich 15. wurde. Von daher kenne ich die Strecke halbwegs und heuer beim Ötztaler Radmarathon möchte ich unbedingt um den Sieg mitfahren“, sagt der ehemalige Zweite der Österreich Rundfahrt.

Frauen im Vormarsch
Blickt man auf die zahlreichen Radwege im Ötztal oder auf die Straßen, wird eines augenscheinlich: Der Anteil der Frauen im Radsport steigt signifikant. „Das bemerken auch wir. Heuer liegt der Frauenanteil bereits bei 10,44 Prozent, das ist seit 2016 eine Steigerung um 87 Prozent“, erläutert OK-Chefin Heike Klotz, die ergänzt: „Viele Frauen haben noch Respekt davor, bei uns an den Start zu gehen. Deshalb möchten wir ihre Sichtbarkeit beim Ötztaler Radmarathon weiter stärken. Unter anderem mit Maßnahmen, wie gleichgeschlechtlichen Startplatz-Übertragungen, damit reservierte Startplätze auch wirklich von Frauen besetzt werden. Damit wollen wir bestehende Hemmschwellen weiter abbauen.“

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Christoph Strasser muss TCR wegen Krankheit verlassen

Die fünfte Teilnahme beim Transcontinental Race (TCR), dem mit 4.800 Kilometern und 50.000 Höhenmetern quer durch Europa härtestem unsupported-Rennen der Welt, musste Christoph Strasser frühzeitig beenden. Nach zwei Siegen in dieser Saison bei „Rund um Sachsen“ und beim „Unknown Race“ wurde der Steirer bei seinem Saisonhighlight wegen Krankheit zur Aufgabe gezwungen.

Die bisherige Statistik des Steirers beim TCR konnte sich sehen lassen: Bei den vier Teilnahmen holte Christoph Strasser zwei Siege, einen zweiten Platz und einen fünften Platz. Am vergangenen Sonntag wurde das TCR 2026 in Trondheim gestartet und sollte in Griechenland enden. Nach rund 1.900 Kilometern musste der Kraubather gestern wegen Fieber, Husten und Darmproblemen die Segeln streichen. „Eine Weiterfahrt wäre sinnlos gewesen. So wichtig der Sport ist, die Gesundheit steht immer an oberster Stelle“, sagte seine Lebensgefährtin Sabine Prager.

Vorgestern gab sich Christoph Strasser, der im Spitzenfeld unterwegs war, noch total zuversichtlich, nachdem er die Fähren-Challenge in Norwegen und Schweden mehr als erfolgreich gemeistert hatte: „Es war ziemlich monoton durch Südschweden. Aber dann hat das Rennen vor der letzten Fährenüberfahrt von Schweden nach Polen an Brisanz gewonnen. Eigentlich wollte ich das Boot in der Nacht um 2 Uhr früh erwischen. Dann merkte ich, dass ich schneller bin und wollte um 22:30 Uhr einsteigen. Dann war ich noch schneller und erreichte schließlich die um 20:30 Uhr. obwohl es kurz vor dem Hafen mit dem Zeitdruck extrem stressig war, hinzu kam ein Unwetter und dann hatte ich zehn Kilometer vor dem Hafen noch einen platten Reifen. So gut es vorgestern lief, so schlecht ging es dann gestern in Polen mit heftigem Regen weiter“, sagte Christoph, der in Nordpolen völlig erschöpft ein Hotel aufsuchte, um sich einige Stunden auszuruhen.

„Bei so einem Rennen ist man immer am Limit“
Ehe er gestern ein Hotel fand, kaufte er sich in einer Apotheke ein Fieberthermometer. „Im Hotelzimmer war klar, dass ich überhöhte Temperatur habe. In Polen über die flachen Straßen lief es eigentlich ganz gut, aber sobald ein Hügel kam, konnte ich meine 200 Watt nicht mehr fahren; ich war so kurzatmig. Bei so einem Rennen fühlt man sich nie gut und ich kenne viele Schwächephasen und weiß, wie sich verschiedene Phasen anfühlen. Aber jetzt ist es eine richtige Krankheit“, sagt Christoph Strasser, der jetzt erstmals vor der Heimreise wieder fit werden muss.

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Erfolgreicher Start für Strasser ins Transcontinental Race

Gestern um 20:00 Uhr fiel im norwegischen Trondheim der Startschuss zum Transcontinental Race (TCR), der ultimativen Herausforderung über 4.800 Kilometer und 50.000 Höhenmeter. Der zweifache Sieger Christoph Strasser erwischte einen nahezu perfekten Start.

In Norwegen machten sich gestern 367 Solo-Starter:innen beim TCR auf ihren langen Weg quer durch Europa. Nach rund 4.800 Kilometern endet das längste und härteste unsupported-Rennen der Welt im griechischen Kalamata. „Der Start war sehr beeindruckend. Das Teilnehmerfeld mit 367 Leuten ist enorm und zeigt den Boom von unsupported-Rennen deutlich“, sagte der Steirer in Trondheim. Bei seinem ersten Rennen in Norwegen ist er vor allem von der Natur beeindruckt: „Norwegen ist der Hammer mit den Fjorden, Wasserfällen, Flüssen und Bergen. Die erste Nacht, wo ich keine Schlafpause machte, war richtig hart. Um Mitternacht wird es dunkel und um 3 Uhr Früh wieder hell. Dabei hatte es um die 0 Grad und meine Zehen und Finger froren ziemlich. Für so kalte Temperaturen habe ich nicht die richtige Bekleidung mit. Aber es wird bald wärmer“, ergänzt der Dauersieger des Race Across America.

Perfekter Start ins Rennen
„Es geht so richtig gut dahin und ich fand gleich einen tollen Rhythmus. Derzeit liegt der Schweizer TCR-Sieger von 2024 Robin Gemperle mit einem kleinen Vorsprung in Führung. Dahinter matche ich mich mit einigen Konkurrenten um die Plätze zwei bis fünf. Wenn ich an das Vorjahr zurückdenke, da lag ich nach der ersten Nacht um Rang 30. Von daher läuft es heuer optimal und viel besser“, sagt Strasser. Der 43-Jährige nähert sich dem ersten Checkpoint, wo von der Rennleitung vorgegebene Passagen von allen Starter:inne absolviert werden müssen. Beim Aurlandsfjord führt die Strecke über den berühmten Rallarvegen, eine rund 70 Kilometer lange Schotterstraße, bis in den Wintersportort Geilo. Anschließend geht es durch Südnorwegen nach Schweden.

TCR Tag 3: Strasser weiterhin im Spitzenfeld
Christoph Strasser schlägt sich in der Anfangsphase des Transcontinental Race, dem weltweit größten unsupported-Rennen, weiter sehr gut. Wie erwartet kommt es hier zum spannenden „Ferry“-Game. Wer erwischt welche Fähre Richtung Polen rechtzeitig und verliert so wenig Zeit wie möglich?

Christoph Strasser ist seit dem Start in Trondheim am Sonntag 2 Tage und 14 Stunden unterwegs, pro Tag spulte er rund 539 Kilometer ab. Nachdem er die erste Nacht ohne Stopp durchfuhr, legte er gestern und heute von Norwegen über Schweden eine je dreistündige Schlafpause ein. „Gestern Abend erreichte ich Schweden. Im Gegensatz zu Norwegen mit seinen prächtigen Fjorden, Bergen und Wasserfällen ging es hier eher monoton und flach bis wellig weiter; „Kilometer fressen“ ist hier angesagt. Gestern erwischte ich die erste Fähre gerade rechtzeitig. Mein Ziel ist es, dass ich heute Abend die entscheidende Überfahrt von Schweden aufs europäische Festland nach Polen erreiche. Rund 360 Kilometer muss ich in 15 Stunden schaffen. Das sollte sich ausgehen, ich darf aber nicht bummeln.“

Gemperle mit Respektabstand in Führung
Nach zweieinhalb Tagen Fahrtzeit beim TCR, das über 4.800 Kilometer und 50.000 Höhenmeter quer durch Europa führt, liegt der Schweizer Robin Gemperle, TCR-Sieger von 2024, klar voran. „Robin hat bisher nur einmal geschlafen. Er will heute Mittag die Fähre erwischen, was natürlich ein großer Vorteil für ihn wäre. Aber er hat schon jetzt sehr viel Energie investiert. In der letzten Nacht schlossen einige von hinten auf mich auf, weil sie auch auf Schlaf verzichtet haben. Ich halte aber weiterhin an meiner Taktik fest und es macht sich bisher bezahlt. Das Rennen dauert noch lange“, sagt Strasser, der sich um Platz fünf befindet.

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Christoph Strasser greift beim Transcontinental Race nach seinem 3. Sieg

Nach zwei Siegen in den ersten beiden Rennen der Saison fiebert Christoph Strasser dem Höhepunkt seines Ultra-Radsportjahres entgegen. Am 19. Juli startet der Steirer bei der zwölften Auflage des legendären Transcontinental Race (TCR), dem wohl prestigeträchtigsten Unsupported-Rennen der Welt. Der Start erfolgt heuer erstmals im norwegischen Trondheim, das Ziel liegt nach einer spektakulären Nord-Süd-Durchquerung Europas im griechischen Kalamata. Insgesamt warten auf die Teilnehmer rund 4.800 Kilometer und 50.000 Höhenmeter – idente Daten zum Race Across America.

Für den sechsmaligen Race Across America-Sieger ist es bereits die fünfte Teilnahme beim TCR. Seine Bilanz kann sich sehen lassen: zwei Siege, ein zweiter und ein fünfter Platz im vergangenen Jahr. Entsprechend selbstbewusst reist der 43-Jährige nach Norwegen. „Mein Ziel ist es, so vorbereitet zu sein, dass ich bis zum Schluss um den Sieg mitfahren kann. Ich fühle mich aktuell besser als im vergangenen Jahr. Mit den beiden Erfolgen zu Saisonbeginn habe ich viel Selbstvertrauen getankt. Trotzdem ist das Transcontinental Race kaum planbar – unterwegs kann einfach alles passieren“, sagt der Steirer aus Kraubath.

Europas härtestes Abenteuer auf zwei Rädern
Das Besondere am Transcontinental Race ist das Rennformat: Die Athletinnen und Athleten sind komplett auf sich allein gestellt. Weder Begleitfahrzeuge noch Betreuer sind erlaubt. Zwischen den von der Rennleitung vorgegebenen Checkpoints und Pflichtpassagen müssen die Fahrer ihre Route selbst planen, sämtliche Verpflegung organisieren und technische Probleme eigenständig lösen. „Im Gegensatz zum Race Across America muss man hier jedes Problem alleine lösen – egal ob Defekt, Navigation oder körperliche Schwierigkeiten. Man kann sich unmöglich auf alles vorbereiten, deshalb ist Improvisation ein ganz entscheidender Faktor“, erläutert Strasser.

„Ferry-Game“ entscheidend?
Bereits die ersten Renntage versprechen spektakuläre Bilder. Nach dem ersten Checkpoint am Aurlandsfjord führt die Strecke über den berühmten Rallarvegen, eine rund 70 Kilometer lange Schotterstraße, bis in den Wintersportort Geilo. Anschließend geht es durch Südnorwegen und Schweden, wo die Wahl der richtigen Fährverbindung nach Mitteleuropa zum ersten großen strategischen Faktor wird. „Das sogenannte Ferry-Game wird heuer besonders spannend. Es gibt viele Möglichkeiten mit unterschiedlichen Häfen und Fahrplänen. Man muss ständig abwägen: Ist eine kürzere Strecke mit längerer Wartezeit besser oder ein Umweg ohne Aufenthalt? Solche Entscheidungen können am Ende entscheidend sein.“

Weitere Pflichtpassagen führen durch Tschechien und das Tatra-Gebirge in der Slowakei, anschließend führt Strassers Routenplanung über Ungarn und Kroatien bis nach Sarajevo. Dort befindet sich der dritte Checkpoint auf der ehemaligen Bobbahn der Olympischen Winterspiele 1984 – die Strecke führt dabei sogar direkt durch die historische Betonrinne. Nach einem weiteren Checkpoint in Albanien wartet schließlich der anspruchsvolle Schlussabschnitt auf der Peloponnes. Ab dem antiken Olympia müssen noch zahlreiche Höhenmeter bewältigt werden, ehe das Ziel an der Küste in Kalamata erreicht wird.

Schlafen, essen und improvisieren
Auch abseits des Rades ist perfekte Planung gefragt. Strasser nimmt rund zwei Kilogramm Kohlenhydratpulver mit, den Rest seiner Verpflegung kauft er unterwegs ein. Schlafen möchte er – wenn möglich – rund drei Stunden pro Nacht in Unterkünften. Ein Schlafsack reist dennoch mit, falls keine Unterkunft verfügbar ist. Zusätzliche Herausforderungen verspricht das Wetter. In Norwegen können selbst im Hochsommer auf über 1.500 Metern Schnee, Regen und Temperaturen nahe dem Gefrierpunkt auftreten. Wenige Tage später warten in Südosteuropa und Griechenland hingegen oft extreme Hitzebedingungen.

Hochkarätige Konkurrenz
Das Teilnehmerfeld zählt erneut zur Weltspitze des Ultra-Cyclings. Mit dabei sind unter anderem der TCR Sieger von 2024 Robin Gemperle (Schweiz), Frauensiegerin Jana Kesenheimer (Deutschland), Martin Moritz, Manuel Rudaz, Nicolas Châtelet sowie Strassers langjähriger Rivale Robert Müller aus Deutschland. Nach seinen beiden Saisonsiegen bei „Rund um Sachsen“ und dem „Unknown Race“ zählt aber auch der Steirer selbst wieder zum engsten Favoritenkreis.

Das Rennen startet am 19. Juli in Trondheim. Fans können Christoph Strasser während des gesamten Rennens per GPS-Livetracking verfolgen. Zudem informiert er regelmäßig auf seinen Social-Media-Kanälen über den Rennverlauf. Eine ausführliche Vorschau erscheint außerdem in seinem Podcast „Sitzfleisch“.

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Tour of Austria – 5. Etappe: Langenlois – Wien – 109 Km


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1 WATSON Sam GBR Netcompany INEOS 02:13:01
2 ALBANESE Vincenzo ITA EF Education – Easypost 00:00
3 KONRAD Patrick AUT LIDL-TREK 00:00
4 ALVAREZ MARTINEZ Hector ESP LIDL-TREK 00:00
5 MCKENZIE Hamish AUS Team Jayco Alula 00:00
6 BAGIOLI Andrea ITA LIDL-TREK 00:00
7 DEL GROSSO Tibor NED Alpecin-Premier Tech 00:00
8 STEININGER Fabian AUT Schwingshandl Intralogistics 00:00

9 TOMAS MORGADO António POR UAE Team Emirates XRG 00:00
10 ZEMKE Jermaine GER REMBE | Rad-Net 00:00
11 STOSZ Patryk POL Voster Team 00:00
12 BALLABIO Giacomo ITA Team Vorarlberg 00:00
13 VANÍCEK Šimon CZE ATT Investments 00:00
14 MOLLEMA Bauke NED LIDL-TREK 00:00
15 STIEGER Adrian AUT Schwingshandl Intralogistics 00:00

Endstand:

1 MÜHLBERGER Gregor AUT Austria 19:26:11
2 VERMAERKE Kevin USA UAE Team Emirates XRG 01:25
3 MOLLEMA Bauke NED LIDL-TREK 01:40
4 RODRIGUEZ CANO Carlos ESP Netcompany INEOS 01:47
5 DOUBLE Paul GBR Team Jayco Alula 01:51
6 AUGUST Andrew USA Netcompany INEOS 01:51
7 SHAW James GBR EF Education – Easypost 02:31
8 MARTINSEN Toralf Rydningen NOR Team Drali – Repsol 03:28
9 PICKERING Xavier Finlay Xavier GBR Team Jayco Alula 03:42
10 HELLEMOSE Asbjørn DEN Team Jayco Alula 04:42
11 JEŽEK Václav CZE Kasper Crypto4Me 05:25
12 ARRIETA LIZARRAGA Igor ESP UAE Team Emirates XRG 05:28
13 MONTI Alberto Carlo CZE ATT Investments 06:10
14 HOFBAUER Philipp AUT Team Vorarlberg 06:44
15 GINTER Nicolas SUI Tirol KTM Cycling Team 06:46

Gregor Mühlberger der neue König der Lidl Tour of Austria


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13 Jahre mussten die rot-weiß-roten Radfans auf einen Gesamtsieg bei der Lidl Tour of Austria, vormals Österreich Rundfahrt warten. Gregor Mühlberger gelang mit seinem Triumph auch historisches. Denn er ist erst der zweite Österreicher, der das Führungstrikot ab dem ersten Tag verteidigte! Einen versöhnlichen Abschied vor zigtausenden Zuschauern in Niederösterreich und in Wien beim Sprintsieg von Sam Watson bot Patrick Konrad von Lidl – Trek mit Platz drei.

Das niederösterreichische Langenlois feierte heute seine Tour-Premiere. Der historische Stadtkern am Holzplatz mit seinen imposanten Winzerhöfen und malerischen Plätzen war heute erstmals Etappenort der 75-jährigen Geschichte der Tour of Austria. Die letzte Etappe führte über 109 Kilometer und 758 Höhenmeter in die Bundeshauptstadt Wien, wo 2014 das letzte Mal eine Zielankunft über die Bühne ging. Damals kam es zum „Sprint Royal“, den der Kärntner Marco Haller für sich entschied.

Langenlois im Sportland Niederösterreich präsentierte sich heute von seiner windigen Seite. Heftiger Seiten- und Rückenwind sollten für ein Highspeed-Rennen sorgen. Rund um Langenlois mussten die Profis zwei Runden mit einer Skoda-Sprintwertung absolvieren, als Scharfrichter durch Weinberger wartete die Mautner-Markhof-Bergwertung Schilterner Berg. Gleich fünf Kilometern nach dem Start setzten sich sechs Fahrer ab: Philipp Hofbauer vom Team Vorarlberg, als zweitbester Österreicher im Gesamtklassement an der 15. Stelle, Flip Lepka (CZE) von Schwingshandl Intralogistics, der deutsche Dauerattackierer Mauro Brenner, der sich bei der Lidl Tour of Austria täglich in Fluchtgruppen befand, Vaclav Jezek (CZE), der Schwede Joel Mellby und der Pole Konrad Czabok, der aber wenige Kilometer später den Anschluss verlor. Bei der Skoda-Sprintwertung Kirchberg am Wagram, ca. bei Rennhälfte, lag das Führungsquintett rund eine Minute vor dem Hauptfeld.

Hexenkessel auf der Doppler Hütte, britischer Sieg
Rund 30 Kilometer vor dem Ziel begann der Anstieg zur Doppler Hütte. Dort wurden die Profis bereits von unzähligen Fans empfangen. Während der Vorsprung der Spitze auf unter eine Minute sank, attackierten im kleiner werdenden Hauptfeld WorldTour-Stars wie Jan Christen von UAE oder Hector Alvarez von Lidl – Trek. In Mauerbach kurz vor Wien lag nur noch Flip Lepka wenige Sekunden vor dem heranbrausenden Feld. Es bahnte sich ein Massensprint vor einer tollen Zuschauerkulisse vor dem Burgtheater an – so sollte es auch kommen. Dabei war Sam Watson von Netompany INEOS der schnellste Mann. Er verwies Vincenzo Albanese (EF Education – Easypost) und den Österreicher Patrick Konrad von Lidl – Trek auf die Plätze. Für Tour de France-Etappensieger Konrad war es ein versöhnlicher Abschluss: „Zuletzt musste ich die Tour de Suisse krankheitsbedingt verlassen. Meine Form war bei der Lidl Tour of Austria nicht perfekt, aber das war heute vor so vielen Zuschauern ein versöhnlicher Abschluss.“

Gregor Mühlberger schreibt Rad-Geschichte(n)

13 Jahre mussten die rot-weiß-roten Radfans auf den nächsten heimischen Rundfahrtssieg seit Riccardo Zoidl warten. Der 32-jährige Gregor Mühlberger – der dritte Toursieger aus Niederösterreich – ist der erste Gesamtsieger als Nationalteamfahrer seit Harald Morscher 1994. Gerrit Glomser holte bei der Rundfahrt 2003 zwei Etappensiege, auch das stellte Mühlberger in diesen Tagen ein. Zudem ist er der zweite Österreicher seit Roman Humenberger 1971, der von der ersten bis zur letzten Etappe das Führungstrikot trug. Dass dieser Erfolg nicht von ungefähr kam, zeigen seine Leistungen in den letzten zehn Jahren und natürlich sein 15. Gesamtplatz heuer beim Giro d’Italia, wo er als Edelhelfer maßgeblichen Anteil am 2. Gesamtplatz von Felix Gall hatte. „Mübsi“ war bereits zwei Mal Staatsmeister der Elite-Fahrer und feierte heute seinen insgesamt fünften Rundfahrtsieg. Zudem hat er prestigeträchtige Etappensiege, wie bei der Tour of the Alps, der Deutschland Tour, bei der BinckBank- und zwei bei der Sibiu Cycling Tour zu Buche stehen. Herausragend war auch sein Sieg beim deutschen Klassiker Rund um Köln 2017. Für den Wahlsalzburger ging heute ein Traum in Erfüllung: „Ich bedanke mich bei meinem ganzen Team, sie haben sich für mich so aufgeopfert. Ohne Team kann man bei so einer stark besetzten Rundfahrt gar nichts gewinnen.“ Zum ersten Mal habe er den Toursieg nach dem letzten Anstieg zur Doppler Hütte vor Wien realisiert: „Dieser Sieg ist nicht irgendein Triumph für mich. Das größte Rennen der Heimat zu gewinnen ist so besonders. Heute bleiben wir alle in Wien, meine ganze Familie und viele Freunde sind natürlich da. Gemeinsam werden wir ordentlich feiern.“

Die Trikotträger
Gregor Mühlberger siegte im Gesamtklassement 1:25 Minuten vor UAE-Profi Kevin Vermaerke und 1:40 vor Bauke Mollema von Lidl – Trek. Vorarlberg-Profi Philipp Hofbauer, der heute zum aktivsten Fahrer gekürt wurde, schob sich heute noch auf Rang 14 vor und wurde wie im Vorjahr zweitbester Österreicher. In der Skoda-Punktewertung siegte Kevin Vermaerke (UAE Team Emirates XRG) vor Gregor Mühlberger, bester Kletterer der Mautner Markhof-Wertung wurde der Pole Piotr Pękala (ATT Investments), auch vor Mühlberger. Andrew August von Netcompany INEOS siegte in der DAN Küchen-Wertung des besten Jungprofis. Zum aktivsten Fahrer wurde Mauro Brenner gekürt und die beste Mannschaft war Netcompany INEOS. Eine tolle Leistung bot hier das Tirol KTM Cycling Team, das als beste Continental-Mannschaft Rang fünf holte!

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Tour of Austria: Philipp Hofbauer zweitbester Österreicher – heute aktivster Fahrer

„Wir haben uns teuer verkauft und konnten das eine oder andere Ausrufezeichen setzen. Andererseits müssen wir aber auch neidlos anerkennen, dass das Niveau der World Tour-Teams extrem hoch war und wir ohne unseren Kapitän Colin Stüssi einen schweren Stand hatten.“ So lautete das Fazit von Team Vorarlberg-Chef Thomas Kofler nach dem Finale der Tour of Austria.

Die heutige Etappe war keineswegs eine Triumphfahrt, wie man es speziell bei der Tour de France vom letzten Tag kennt. Auf den 109 Kilometern von Langenlois nach Wien ging es bei starkem Rückenwind von Beginn weg voll zur Sache. Schon nach wenigen Minuten bildete sich eine kleine Gruppe mit Philipp Hofbauer, der unterwegs zweimal Zeitgutschriften ersprintete und damit virtuell schon auf der Strecke wieder auf Platz 14 vorrückte. Der Steirer im Team Vorarlberg zeigte heute viel Courage. Er initiierte die Attacke, leistete viel Führungsarbeit und wurde völlig zu Recht bei der Siegerehrung als aktivster Fahrer der Schlussetappe ausgezeichnet.

Kurz vor der Stadteinfahrt von Wien wurden die Ausreißer gestellt und es begann das erwartete Finale mit einem Massensprint, den der Brite Samuel Watson von der INEOS-Mannschaft für sich entschied. Bester Team Vorarlberg Profi war wieder Giacomo Ballabio, der wie am Vortag auf Rang zwölf landete. Kilian Feurstein verlor im allerletzten Anstieg bei hohem Tempo den Anschluss. Damit war auch die Hoffnung dahin, dass er als starker Sprinter ein prestigeträchtiges Ausrufezeichen setzen könnte.

Schon entlang der Strecke herrschte speziell in den Steigungen Bombenstimmung. Einen würdigen Empfang gab es für das hochkarätige Feld dann auch vor dem Burgtheater, wo die Rundfahrt nach fünf Tagen und 845 Kilometern zu Ende ging. Unterm Strich blieben für das Team Vorarlberg durchaus erfreuliche Aspekte: Philipp Hofbauer war in der Gesamtwertung als Vierzehnter zweitbester Österreicher nach Toursieger Gregor Mühlberger und war gleichzeitig bester Fahrer eines österreichischen Continentalteams. Tobias Nolde wurde fünftbester Bergfahrer der Tour, nachdem er zu Beginn der Tour sogar das Bergtrikot getragen hatte. In der Mannschaftswertung landete das Team Vorarlberg an der zehnten Stelle.

Auf das Team Vorarlberg wartet jetzt eine zweiwöchige Rennpause, ehe es mit einer zehntägigen Rundfahrt in der Karibik weitergeht. „Mit der Tour of Austria ist für uns eine gute erste Saisonhälfte zu Ende gegangen. Die bisherigen Leistungen lassen auch für die restliche Saison einiges erwarten“, blickt Thomas Kofler optimistisch auf die kommenden Aufgaben.

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Aufgebot: Giacomo Ballabio, Kilian Feurstein, Philipp Hofbauer, Dominik Röber, Emanuel Zangerle, Tobias Nolde

Tour of Austria 2026 Etappe 3+4

3. Etappe: Lienz – St. Johann Alpendorf – 189 Km


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1 POWLESS Neilson USA EF Education – Easypost 04:09:20

2 ARRIETA LIZARRAGA Igor ESP UAE Team Emirates XRG 00:00
3 CHRISTEN Jan SUI UAE Team Emirates XRG 00:28

4 ALBANESE Vincenzo ITA EF Education – Easypost 01:03
5 TOMAS MORGADO António POR UAE Team Emirates XRG 01:03
6 WATSON Sam GBR Netcompany INEOS 01:03
7 GOGL Michael AUT Alpecin-Premier Tech 01:03
8 HELLEMOSE Asbjørn DEN Team Jayco Alula 01:03
9 ALVAREZ MARTINEZ Hector ESP LIDL-TREK 01:06
10 PEKALA Piotr POL ATT Investments 01:08

Powless siegt in St. Johann/Alpendorf, Mühlberger weiter unantastbar
Auf der dritten Etappe der Lidl Tour of Austria jubelte der US-Amerikaner Neilson Powless bei seinem ersten Start in Österreich über seinen ersten Etappensieg in der Alpenrepublik. Der Gesamtführende Gregor Mühlberger hatte einige bange Momente zwischen Osttirol und Salzburg, aber am Ende ließen er und seine Nationalteamkollegen nichts anbrennen.

Die 3. Etappe der Lidl Tour of Austria über 189,5 Kilometer und 2.315 Höhenmeter verband heute Lienz in Osttirol und das Salzburger St. Johann/Alpendorf, zum 16. Mal Etappenziel. Nach einer Runde um Lienz mit einer Sprintwertung ging es über den Felbertauern in Richtung Salzburg. Die Entscheidung über den Etappensieg sollte auf dem 2,6 Kilometer und maximal 14,8 Prozent steilen berüchtigten Schlussanstieg, die Mauer ins Alpendorf bei St. Johann in Salzburg, fallen.

Schon in der Anfangsphase in Osttirol war das Tempo enorm, es kündigte sich eine High-Speed-Etappe an. Am Felbertauern setzten sich schließlich 22 Fahrern ab. Darunter viele klingende Namen – wie Giro d’Itlia-Gesamtsieger Tao Geoghegan Hart und sein Lidl – Trek-Teamkollege Héctor Álvarez, die UAE-Profis Jan Christen, der portugiesische Meister Antonio Morgado, Igor Arrieta, Neilson Powless von EF Education – EasyPost, Staatsmeister Michael Gogl (Alpecin – Premier Tech), Patrick Gamper (Team Jayco AlUla) und Ex-Rundfahrtssieger Riccardo Zoidl von Hrinkow Advarics, ebenso Sebastian Putz vom Nationalteam und Thomas Tichler (WSA KTM Graz). Nach 100 gefahrenen Kilometern lag ihr Vorsprung bei rund drei Minuten. Doch im Feld ließ das Nationalteam um den Gesamtführenden Gregor Mühlberger nichts anbrennen und hatten das Rennen stets unter Kontrolle.

Bange Sekunden für Mühlberger
Bei der Bergwertung Buchberg, rund 50 Kilometer vor dem Ziel, zersplitterte die Spitzengruppe. Die Top-Profis Neilson Powless und Igor Arrieta setzten sich vom Feld ab und führen über vier Minuten Vorsprung heraus. Der Spanier Arrieta, heuer Giro-Etappensieger, lag im Gesamtklassment zu diesem Zeitpunkt nur 5:51 Minuten hinter Mühlberger und stellte damit eine Gefahr für den Niederösterreicher dar. Im Hauptfeld sorgten unterdessen die Fahrer des Nationalteams und vom Team Vorarlberg, später von Lidl – Trek, für das Tempo. Auf den letzten 20 Kilometern sah es nach einem Zweikampf um den Etappensieg aus, während es im Hauptfeld ein leises Durchatmen beim Nationalteam gab, als der Rückstand kontinuierlich sank.

Powless gewinnt Duell um Etappensieg
Die beiden Spitzenfahrer erreichten gemeinsam den Schlussanstieg nach St. Johann/Alpendorf, wo sich in einem packenden Zielsprint der US-Amerikaner Neilson Powless den Sieg nicht nehmen ließ. Hinter Igor Arrieta belegte dessen UAE-Teamkollege Jan Christen mit 27 Sekunden Rückstand den dritten Platz. Bester Österreicher wurde Michael Gogl als Sechster. „Hier in Österreich zu fahren ist wirklich traumhaft. Es sind so schöne Etappen und fantastische Landschaften; ich denke, ich werde demnächst mit meiner Familie hierher kommen.“ Zum Sieg einte er: „Ich war im Finale sehr vorsichtig, um nicht zu schnell an meine Grenzen zu kommen. Ein toller Sieg für mich“, sagte der 29-Jährige, 2023 Gesamtsieger des Etoile de Besseges und im Vorjahr Triumphator von Dwars door Vlaanderen.

Gregor Mühlberger behauptet Gesamtführung
Die Schrecksekunden während der Etappe über den Rückstand auf Igor Arrieta steckte er leicht weg: „Ich habe zu meinen Jungs gesagt, die Leute hinter mir sind gefordert, damit sie das Podium nicht verlieren. Aber trotzdem mussten wir versuchen, alles unter Kontrolle zu halten. Mit dem Ergebnis bin ich zufrieden. Jetzt müssen wir uns alle gut erholen.“ Morgen auf der Etappe rund um Steyr feiert Mühlberger quasi ein Heimspiel: „Ich werde morgen auf alle Fälle vielen Freunden und Bekannten zuwinken – und sie werden mich auf der Strecke rund um meine Heimat leiden sehen!“

Gregor Mühlberger liegt auch in der Skoda-Punktewertung und Mautner-Markhof-Bergwertung voran. Das DAN Küchen-Trikot des besten Jungprofis trägt morgen erneut Andrew August von Netcompany INEOS und Philipp Hofbauer (Team Vorarlberg) wird das Gebrüder Weiss-Trikot des besten Österreichers stellvertretend für Gregor Mühlberger präsentieren. Zum aktivsten Fahrer wurde heute Sebastian Putz vom Nationalteam ausgezeichnet.

Morgen 4. Etappe rund um Steyr in Oberösterreich
Die vierte Etappe der Lidl Tour of Austria führt morgen über 170,5 Kilometer und 2.325 Höhenmeter durch Oberösterreich. Gestartet wird um 13:00 Uhr am Stadtplatz in Steyr. Nach der Skoda-Sprintwertung in Micheldorf führt die Strecke in die neue Region 360° Alpenland und über Kirchdorf und Hinterstoder zurück nach Steyr. Die erste Zieldurchfahrt wird ab 16:20 Uhr am Stadtplatz erwartet, danach folgt das Etappenfinale mit dem berühmt-berüchtigten Porscheberg, wo die Teams Hrinkow Advarics und Schwingshandl Intralogistics eine eigene Fanzone einrichten. Kurz vor 17:00 Uhr wird der Etappensieger in Steyr feststehen. Die Live-Übertragung beginnt morgen um 14:00 Uhr, ORF 1 überträgt ab 15:00 Uhr live – alle Übertragungszeiten: https://tourofaustria.com/live

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4. Etappe: Steyr – Steyr – 171 Km

1 BAGIOLI Andrea ITA LIDL-TREK 03:54:51
2 VERMAERKE Kevin USA UAE Team Emirates XRG 00:00
3 AUGUST Andrew USA Netcompany INEOS 00:00
4 SHAW James GBR EF Education – Easypost 00:00
5 ZEMKE Jermaine GER REMBE | Rad-Net 00:00
6 MOLLEMA Bauke NED LIDL-TREK 00:00
7 DOUBLE Paul GBR Team Jayco Alula 00:00
8 RODRIGUEZ CANO Carlos ESP Netcompany INEOS 00:00
9 ALVAREZ MARTINEZ Hector ESP LIDL-TREK 00:00

10 PICKERING Xavier Finlay Xavier GBR Team Jayco Alula 00:00
11 MÜHLBERGER Gregor AUT Austria 00:00
12 BALLABIO Giacomo ITA Team Vorarlberg 00:33
13 DEL GROSSO Tibor NED Alpecin-Premier Tech 00:33
14 NOVÁK Samuel SVK Tirol KTM Cycling Team 00:33
15 HELLEMOSE Asbjørn DEN Team Jayco Alula 00:33

Gesamtwertung nach der 4. Etappe

1 MÜHLBERGER Gregor AUT Austria 17:13:10
2 VERMAERKE Kevin USA UAE Team Emirates XRG 01:25
3 MOLLEMA Bauke NED LIDL-TREK 01:40
4 RODRIGUEZ CANO Carlos ESP Netcompany INEOS 01:47
5 DOUBLE Paul GBR Team Jayco Alula 01:51
6 AUGUST Andrew USA Netcompany INEOS 01:51
7 SHAW James GBR EF Education – Easypost 02:31
8 MARTINSEN Toralf Rydningen NOR Team Drali – Repsol 03:28
9 PICKERING Xavier Finlay Xavier GBR Team Jayco Alula 03:42
10 HELLEMOSE Asbjørn DEN Team Jayco Alula 04:42
11 ARRIETA LIZARRAGA Igor ESP UAE Team Emirates XRG 05:15

Bagioli siegt im Hexenkessel von Steyr, Mühlberger vor Gesamtsieg

Der Italiener Andrea Bagioli erlöste heute sein Team Lidl-Trek in Steyr. Er bescherte seiner Equpipe den ersten Etappensieg bei der 75. Lidl Tour of Austria. Für eine Gänsehautstimmung sorgten tausende Fans in Steyr und vor allem in der Fanzone am Porscheberg. Diese Stimmung hat auch Gregor Mühlberger Flügel verliehen, der Niederösterreicher steht vor dem größten Triumph seiner Karriere.
Die vorletzte Etappe der Lidl Tour of Austria über 170,5 Kilometer und 2.325 Höhenmeter stand ganz im Zeichen Steyrs und der neuen Tourismusregion „360° Alpenland“. Nach den Skoda-Sprintwertungen in der Kurstadt Bad Hall und in Micheldorf führte die Route über Kirchdorf und Hinterstoder zurück nach Steyr, gefolgt von der 25 Kilometer langen Runde über den berüchtigten Porscheberg, wo tausende Zuschauer:innen in einer eigenen Fanzone am 1,3 Kilometer langen Anstieg mit maximal 19,3 Prozent Steigung für Bombenstimmung sorgten.

Vollgas von Hrinkow Advarics

Noch vor der zweiten Skoda-Sprintwertung in Micheldorf nach rund 35 Kilometern attackierten vier Fahrer erfolgreich. Neben dem Polen Piotr Pękala und dem Deutschen Mauro Brenner waren auch zur Freude der Lokalmatador-Mannschaft Hrinkow Advarics mit Valentin Poschacher und dem Slowaken Richard Riška gleich zwei Profis aus Steyr vertreten. Vor der 2. Mautner Markhof-Bergwertung Sandner Linde, 50 km vor dem Ziel, wachten neben dem österreichischen Nationalteam auch die WorldTour-Mannschaften auf und erhöhten das Tempo im Hauptfeld und reduzierten den Rückstand auf das Führungsquartett auf 2,5 Minuten.

Die erste Zieldurchfahrt mit einer Skoda-Sprintwertung in Steyr erreichte Piotr Pękala mit der roten Startnummer als aktivster Fahrer solo vor Poschacher. Das Feld dahinter – rund 1:20 Minuten Rückstand. Richtung Porscheberg nahen die großen Mannschaften das Zepter in die Hand und bereits 20 Kilometer vor dem Ziel war der letzte Solist Pekala gestellt, gefolgt von zahlreiche Attacken. Am Porscheberg setzte sich Gregor Mühlberger mit drei Kollegen ab. Erst auf den letzten Kilometern vor Steyr gelang noch sieben Fahrern der Anschluss zur Spitze. Die elf Mann fighteten im Zielsprint um den Tagessieg, wo sich der Italiener Andrea Bagioli von Lidl-Trek erstmals in die Siegesliste eintragen konnte. Der Zweite der Lombardei-Rundfahrt bezwang UAE-Profi Kevin Vermaerke und den besten Nachwuchsfahrer Andrew August von Ineos. Gregor Mühlberger ging im Zielsprint kein Risiko mehr ein und rollte als Letzter der führenden Gruppe ins Ziel. „Den Etappensieg wollten wir uns unbedingt holen! Die ersten Tage waren nicht ganz ohne, heute hat es für das Team gepasst. Über die morgige Abschlussetappe nach Wien sagt jeder, die ist doch leicht mit knapp über 100 Kilometern. Aber genau deshalb werden es morgen viele Teams probieren – und wir sind dementsprechend gerüstet“, jubelte Bagioli im Ziel.

Gregor Mühlberger vor Höhepunkt seiner Karriere
In der Gesamtwertung liegt Gregor Mühlberger nach Tag 4 1:25 Minuten vor UAE-Profi Kevin Vermaerke und 1:40 vor Bauke Mollema von Lidl-Trek. „Es war Gänsehautstimmung pur. Unglaublich, wie viele Leute und vor allem Bekannte und natürlich meine ganze Familie dabei waren. Der Porscheberg war der absolute Hexenkessel, das gab so viel Motivation. Ganz oben nach der Sprintwertung habe ich mich entschieden, nichts mehr herauszufordern und sicher ins Ziel zu kommen. Zwei Etappensiege sind ein Traum und jetzt konzentrieren wir uns voll auf den Toursieg in Wien.“ Angesprochen auf die Bedeutung des möglichen Gesamtsieges: „Emotional war der Staatsmeistertitel, als meine Frau als Betreuerin im Auto saß, das Größte. Aber aus sportlicher Sicht kann nichts den Gesamtsieg bei der Heimrundfahrt toppen.“

In den Wertungen kam es heute zu einigen Veränderungen: In der Skoda-Punktewertung liegt jetzt Kevin Vermaerke dank seines 2. Platzes vor Mühlberger und in der Mautner-Markhof-Bergwertung setzte sich der Pole Piotr Pękala durch seine offensive Fahrweise an die Spitze. Das DAN Küchen-Trikot des besten Jungprofis führt Andrew August von Netcompany INEOS morgen nach Wien und Philipp Hofbauer (Team Vorarlberg) wird als 15. und zweitbester Österreicher das Gebrüder Weiss-Trikot des besten Österreichers stellvertretend für Gregor Mühlberger morgen nach Wien bringen.

Morgen Finaletappe von Langenlois nach Wien
Das niederösterreichische Langenlois feiert die Tour-Premiere. Im historischen Stadtkern am Holzplatz, mit seinen imposanten Winzerhöfen und malerischen Plätzen, fällt morgen auf der Abschlussetappe der Lidl Tour of Austria um 13:30 Uhr der Startschuss zur 109 Kilometer langen Schlussetappe in die Bundeshauptstadt Wien. Nach zwei Startrunden über die Bergwertung Schiltern mit Durchfahrten in Langenlois verläuft die Strecke über Kammern, Kirchberg am Wagram mit dem zweiten Sprint und Tulln nach 83 Kilometern in Hainbuch zur nächsten Bergwertung im Wienerwald. Über Mauerbach geht es direkt vorbei am Schloss Schönbrunn, wo sich die 75er-Wertung befindet, über die Wienzeile und Operngasse auf die Ringstrasse, wo ab 15:45 Uhr vor dem Burgtheater der letzte Etappensieger gekürt wird. Im Jahr 2014 wurde vor dem Burgtheater zum letzten Mal ein „Sprint Royal“ ausgetragen, damals siegte der Kärntner Marco Haller. Die Live-Übertragung beginnt morgen um 13:00 Uhr, ORF 1 überträgt ab 14:00 Uhr live – alle Übertragungszeiten: https://tourofaustria.com/live

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Tour of Austria 2026 Etappen 1+ 2

1. Etappe: Graz – Gamlitz – 188 Km


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1 MÜHLBERGER Gregor AUT Austria 04:21:02
2 VERMAERKE Kevin USA UAE Team Emirates-XRG 00:11
3 ÁLVAREZ Héctor ESP Lidl-Trek 00:11
4 MOLLEMA Bauke NED Lidl-Trek 00:11
5 BAGIOLI Andrea ITA Lidl-Trek 00:11
6 GOGL Michael AUT Alpecin-Premier Tech 00:11
7 PICKERING Finlay GBR Team Jayco-AlUla 00:11
8 DOUBLE Paul GBR Team Jayco-AlUla 00:11
9 RODRIGUEZ Carlos ESP Netcompany INEOS 00:11
10 AUGUST AJ USA Netcompany INEOS 00:11
11 GINTER Nicolas SUI Tirol KTM Cycling Team 00:11
12 DEL GROSSO Tibor NED Alpecin-Premier Tech 01:07
13 WATSON Sam GBR Netcompany INEOS 01:07
14 KONRAD Patrick AUT Lidl-Trek 01:07

15 NOVAK Samuel SVK Tirol KTM Cycling Team 01:07

Gregor Mühlberger feiert Heimsieg bei Lidl Tour of Austria

Besser hätte die 75. Jubiläumsauflage der Lidl Tour of Austria für Österreich nicht starten können: Der Niederösterreicher Gregor Mühlberger siegte vor tausenden Zuschauer:innen im südsteirischen Gamlitz und trägt damit morgen auf der Glockneretappe das rot-weiß-rote Führungstrikot. Staatsmeister Michael Gogl komplettierte das starke Ergebnis der Österreicher mit Rang sechs.

Die erste Etappe der Lidl Tour of Austria von Graz nach Gamlitz in der Südsteiermark wurde wie erwartet ein harter Auftakt. Die Strecke über 188 Kilometer und anspruchsvolle 2.716 Höhenmeter führte erstmals in der 75-jährigen Tour-Geschichte durch die drei Weinlandschaften Schilcher, Sausaler und Südsteirische Weinstraße. Gleich nach dem Start am Grazer Mariahilferplatz ging es über die Sprintwertung Voitsberg so richtig zur Sache. Vor allem die Profis der steirischen Heimmannschaft WSA KTM Graz versuchten in die Fluchtgruppe des Tages zu kommen. Doch das gelang kurz vor der ersten Bergwertung Schilcherweinstraße nach rund 40 Kilometern vier Fahrern: der Luxemburger Loic Bettendorff von Hrinkow Advarics und die drei Deutschen Tobias Nolde vom Team Vorarlberg, Tim Gloßner und der letztjährige Straßenmeister Mauro Brenner. Dahinter versuchten Christoph Holzer von WSA KTM Graz und der Tscheche Flip Lepka von Schwingshandl Intralogistics den Anschluss zu schaffen. Das Peloton verlor rasch mit über acht Minuten viel Zeit.

Bei Hälfte des Rennens durch die hügelige Landschaft der Südsteiermark mit ihren weiten Ausblicken und beeindruckenden Panoramen wurden Holzer und Lepka vom Feld, wo die WorldTour-Teams das Tempo erhöhten, geschluckt. 60 Kilometer vor dem Ziel in Gamlitz, wo bereits tausende Zuschauer:innen mit fieberten, lag der Rückstand bei fünf Minuten und er verringerte sich sukzessive. Nach der ersten Zieldurchfahrt in Gamlitz ging es auf der 40 Kilometer langen Schlussrunde mit richtig giftigen Anstiegen durch die Weingärten. Während sich das Spitzenquartett auflöste, lag das Peloton nur noch zwei Minuten dahinter. Danach ging es Schlag auf Schlag: Beim letzten langen Anstieg, als Nolde und Brenner gestellt wurden, setzten sich elf Profis an die Spitze – mit dabei Nationalteamfahrer Gregor Mühlberger und Staatsmeister Michael Gogl.

Mühlberger gewinnt solo
Gemeinsam steuerten die Spitzenfahrer dem Etappenziel in Gamlitz entgegen, als sich elf Kilometer vor dem Ziel Gregor Mühlberger mit einer Attacke lösen konnte. Der Wahlsalzburger feierte in Gamlitz einen ungefährdeten Sieg, elf Sekunden vor Kevin Vermaerke von UAE Emirates XRG, Dritter wurde Hector Alvarez von Lidl – Trek vor dessen Teamkollegen Bauke Mollema und Andrea Bagioli. „Das Team hat für unseren ersten gemeinsam Auftritt super gearbeitet. Ich hatte gleich von Beginn an super Beine und konnte im Finale erfolgreich attackieren. Ich hoffe, dass ich vor der morgigen Glockneretappe nicht zu tief gegangen bin. Ich bin mega happy über meinen ersten Rundfahrtsetappensieg und das Führungstrikot“, sagte der strahlende Sieger im Ziel, der in der Gesamtwertung 15 Sekunden vor Vermaerke liegt. Ein tolles Rennen fuhr auch Staatsmeister Michael Gogl von Alpecin-Premier Tech: „Es war richtig hart und zum Glück hab ich mir die Etappe im Vorfeld angesehen. Gratulation an Gregor, der heute mit Abstand der Stärkste war.“ Übrigens, Hans-Peter Obwaller sorgte 2002 am Kitzbüheler Horn für den letzten österreichischen Sieg eines Nationalteamfahrers.

Große Freude auch bei heimischen Continental-Teams
Der Deutsche Tobias Nolde vom Team Vorarlberger ist der erste Führende der Mautner-Markhof-Bergwertung, Der 32-jährige Gregor Mühlberger führt neben dem Gesamtklassement auch die Skoda-Punktewertung an. Dort liegt Ausreißer Loïc Bettendorff von Hrinkow-Advarics an der vierten Stelle. Das DAN Küchen-Trikot des besten Jungprofis eroberte heute Hector Alvarez von Lidl – Trek.

Morgen Glockneretappe
Die 2. Etappe der Lidl Tour of Austria startet morgen um 11:00 Uhr in Bad Kleinkirchheim und endet nach 188,8 Kilometern und 2.914 Höhenmetern ab 15:20 Uhr auf der Kaiser-Franz-Josefs-Höhe am Großglockner. Dieser Tagesabschnitt durch die schönsten Gegenden Kärntens durch das Seengebiet wird live von 13:30 bis 15:40 Uhr auf ORF 1 übertragen, alle TV- und Livestream-Zeiten gibt es hier:https://tourofaustria.com/live/

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Team Vorarlberg mit starkem Auftakt in die 75. Tour of Austria – Tobias Nolde erobert Bergtrikot!

Heute Mittwoch fiel der Startschuss zur 75. Auflage der prestigeträchtigen Tour of Austria (UCI 2.1). Die erste Etappe führte das Feld über anspruchsvolle 188 Kilometer und 2800 Höhenmeter von Graz in die malerische Südsteiermark nach Gamlitz. Es war, wie erwartet, eine brutale Standortbestimmung, geprägt von zahlreichen ruppigen Anstiegen mit Steigungen von bis zu 20 Prozent, die das 132 Mann starke Feld frühzeitig selektierten. Die Präsenz und Ambition der sechs World Tour Teams unterstrich eindrucksvoll den hohen Stellenwert dieser Traditionsrundfahrt.

Tobias Nolde setzt Glanzpunkt in der Ausreißergruppe
Das erklärte Ziel des Team Vorarlberg war es, von Beginn an in der Spitzengruppe des Tages vertreten zu sein. Nach einer Flut von Attacken aus dem Startort Graz heraus gelang es schließlich Profi Tobias Nolde, sich entscheidend abzusetzen. Gemeinsam mit drei Mitstreitern verabschiedete er sich mit hohem Tempo vom Hauptfeld und baute den Vorsprung zügig auf über sieben Minuten aus.

Tobias Nolde erster Träger des Bergtrikots!
Die vier Ausreißer harmonierten ausgezeichnet unter wechselhaften Wetterbedingungen. Nolde sicherte sich souverän die erste Bergwertung des Tages und kämpfte sich in einem packenden Duell gegen Loic Bettendorfer vom Team Hrinkow Advarics auch die zweite Wertung. Aufgeben und auf das Feld warten? Das war für den Team Vorarlberg-Profi keine Option. Entschlossen zog er auf der steirischen Weinstraße durch und lieferte sich einen beherzten Kampf gegen das näherrückende Peloton. Rund 15 Kilometer vor dem Ziel wurde er zwar gestellt, doch der Lohn war mehr als verdient: Tobias Nolde darf sich als erster Träger des Trikots des besten Bergfahrers feiern lassen!

Ein sichtlich zufriedener Tobias Nolde kommentierte seinen Erfolg: „Ich hatte heute echt gute Beine. Die Gruppe lief gut und ich habe noch auf die letzte Bergwertung spekuliert. Aber die Top-Favoriten sind so schnell herangeflogen. Ich freue mich super über das Trikot und denke, es war ein starker Start heute für uns als Team und für mich persönlich.“
Giacomo Ballabio finished auf Rang 18.

Strahlender Etappensieger und erster Leader der Gesamtwertung ist der Österreicher Gregor Mühlberger im Nationaltrikot. Der Teamkollege von Felix Gall vom Team Decathlon feierte einen beeindruckenden Solosieg Elf Sekunden vor dem Amerikaner Kevin Vermaerke vom Team UAE Emirates XRG. Der italienische Neuzugang Giacomo Ballabio erreichte das Ziel mit nur einer Minute Rückstand auf einem starken 18. Rang. Philipp Hofbauer erwischte nicht seinen besten Tag und büßte 1 Minute und 46 Sekunden ein, womit er den 44. Platz belegte. Sein Auftrag für morgen ist jedoch klar: Bei der morgigen Berankunft auf dem Großglockner wird er „all-in“ gehen, um im Gesamtklassement wertvolle Plätze gutzumachen.

Ausblick auf die Königsetappe am Großglockner
Am Donnerstag wartet die zweite Etappe, die das Feld vom Kärntner Wintersportort Bad Kleinkirchheim über 189 Etappenkilometer auf das Dach der Tour am Großglockner in 2.360 Metern Seehöhe führt. Hier wird die erste Vorentscheidung im Kampf um die Gesamtwertung erwartet. Allen voran Team Vorarlberg-Profi Philipp Hofbauer wird seine Kletterkünste unter Beweis stellen wollen, um seine Liebe zu den Bergen in ein zählbares Resultat umzumünzen.
Alle Etappen der Tour of Austria werden in den letzten beiden Stunden live auf ORF 1 übertragen. K19 übernimmt dabei die Produktion der Bilder und streamt alle Etappen live.

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Aufgebot: Giacomo Ballabio, Kilian Feurstein, Philipp Hofbauer, Dominik Röber, Colin Stüssi, Emanuel Zangerle

2. Etappe: Bad Kleinkirchheim – Großglockner (Franz Josef Höhe) – 189 Km

1 MÜHLBERGER Gregor AUT Austria 04:46:29
2 SHAW James GBR EF Education – Easypost 01:10
3 VERMAERKE Kevin USA UAE Team Emirates XRG 01:10
4 MOLLEMA Bauke NED LIDL-TREK 01:10
5 RODRIGUEZ CANO Carlos ESP Netcompany INEOS 01:16
6 DOUBLE Paul GBR Team Jayco Alula 01:20
7 AUGUST Andrew USA Netcompany INEOS 01:26
8 MARTINSEN Toralf Rydninge NOR Team Drali – Repsol 01:28
9 PICKERING Xavier Finlay Xav GBR Team Jayco Alula 03:11
10 HANSEN 0xenberg Peter DEN Netcompany INEOS 03:25
11 JEZEK Vaclav CZE Kasper Crypto4Me 03:27
12 HELLEMOSE Asbj0rn DEN Team Jayco Alula 03:28
13 HOFBAUER Philipp AUT Team Vorarlberg 03:28
14 MONTI Alberto Carlo CZE ATT Investments 04:10
15 ARRIETA LJZARRAGA Igor ESP UAE Team Emirates XRG 04:24

Gesamt:

1 MÜHLBERGER Gregor AUT Austria 09:07:11
2 VERMAERKE Kevin USA UAE Team Emirates XRG 01:31
3 MOLLEMA Bauke NED LIDL-TREK 01:41
4 RODRIGUEZ CANO Carlos ESP Netcompany INEOS 01:47
5 DOUBLE Paul GBR Team Jayco Alula 01:51
6 AUGUST Andrew USA Netcompany INEOS 01:57
7 SHAW James GBR EF Education – Easypost 02:31
8 MARTINSEN Toralf Rydninge NOR Team Drali – Repsol 02:55
9 PICKERING Xavier Finlay Xav GBR Team Jayco Alula 03:42
10 HANSEN 0xenberg Peter DEN Netcompany INEOS 04:52

Gregor Mühlberger räumt auf Glockneretappe ab
Gregor Mühlberger vom österreichischen Nationalteam bleibt der Abräumer der 75. Lidl Tour of Austria: Auf der Glockneretappe feierte er den zweiten Etappensieg binnen 24 Stunden und kürte sich damit nach 2014 erneut zum Glocknerkönig! In der Gesamtwertung baute der Niederösterreicher seinen Vorsprung auf eineinhalb Minuten aus und er dominiert auch die Berg- und Punktewertung.

Zum 75. Jubiläum der Lidl Tour of Austria kam es auf der heutigen Glockneretappe von Bad Kleinkirchheim auf die Kaiser-Franz-Josefs-Höhe am Großglockner zu einem ganz besonderen Jubiläum auf 2.369 Metern Seehöhe: Vor 170 Jahren, im Jahr 1856, besuchte Kaiser Franz Joseph I. gemeinsam mit Kaiserin Elisabeth zum ersten Mal den einzigartigen Aussichtspunkt im Herzen des Nationalparks Hohe Tauern. Wer sollte sich heute zum „Kaiser der Tour of Austria“ küren? Denn es ging um den Etappensieg und Titel des Glocknerkönigs gleichermaßen.

Die zweite Etappe feierte im Kärntner Bad Kleinkirchheim eine Premiere als Etappenort. Nach dem Start im Wintereldorado ging es über 188,8 Kilometer und 2.914 Höhenmeter zum Großglockner, wo das Finale des 16,5 Kilometer langen und maximal 14,3 Prozent steilen Anstiegs zur Kaiser-Franz-Josefs-Höhe eingeläutet wurde. Übrigens nach 1977, 1990 und 2010 erst zum vierten Mal Zielort der Tour.

Nach rund 50 Kilometern setzten sich neun Fahrer erfolgreich ab. Mit dabei waren die beiden Österreicher Lukas Hatz (WSA KTM Graz) und Maximilian Schmidbauer (Schwingshandl Intralogistics), ebenso der deutsche Vorarlberg-Legionär Tobias Nolde, Führender in der Bergwertung. Auch die Kärntner Mannschaft ARBÖ Kärnten Sport Feld am See hatte mit dem Neuseeländer Christian Rush einen Fahrer in der Spitze. Durch das Mölltal, wo die Fahrer des österreichischen Nationalteams um den Gesamtführenden Gregor Mühlberger bei viel Gegenwind die Arbeit im Hauptfeld verrichteten, stieg der Vorsprung auf mehr als vier Minuten.

Ineos drückt am Glockner aufs Tempo
Bis zum Beginn der Großglockner Hochalpenstraße wurden die Ausreißer gestellt und das Rennen ging in die finale Phase. Das Hauptfeld schmolz durch das Tempodiktat der WorldTour-Mannschaft Netcompany INEOS rasch auf eine Handvoll Profis und Gregor Mühlberger war nach den ersten Kehren auf sich alleine gestellt und hielt sich wacker in der Spitze. Auf den letzten acht Kilometern bildete sich mit Ineos-Profi Carlos Rodriguez, Paul Double (Team Jayco Alula), Bauke Mollema (Lidl – Trek) und einem stark fahrenden Gregor Mühlberger ein Führungsquartett.

Mühlberger attackiert ohne Gnade
Dann passierte es, 4,5 Kilometer vor dem Ziel: Der 32-jährige Mühlberger setzte mit einer unwiderstehlichen Attacke alles auf eine Karte. Rasch baute er einen Vorsprung aus und siegte vor zahlreichen Zuschauern 1:10 Minuten vor James Shaw von EF Education – Easypost und Kevin Vermaerke von UAE Team Emirates XRG. Undankbarer Vierter wurde Bauke Mollema von Lidl – Trek. Philipp Hofbauer vom Team Vorarlberg fuhr ein starkes Rennen und wurde als 13. zweitbester Österreicher. „Ich bin absolut happy, auch wenn die letzten Kilometer doch sehr lang waren. Der Gegenwind spielte eine große Rolle und die letzten 400 Höhenmeter waren extrem. Ich wollte nicht zu früh gehen und mit Paul Double war ich mir auf den letzten Kilometern zunächst schon einig. Aber als er Probleme bekam, musste ich diese Chance nutzen“, sagte Mühlberger im Ziel, der sich bei seinen Teamkollegen bedankte: „Das Team hat einen enorm guter Job gemacht. Ich hatte von Beginn an vollen Support und das hat mir viel Energie gespart. Jetzt werden wir in den nächsten Tagen versuchen, als Team die Gegner in Schach zu halten.“

Die Trikotträger der Lidl Tour of Austria
In der Gesamtwertung liegt Gregor Mühlberger jetzt 1:31 Minuten vor Kevin Vermaerke und 1:41 Min. vor Bauke Mollema. Der Wahlsalzuburger liegt auch in der Skoda-Punktewertung und Mautner-Markhof-Bergwertung voran. Das DAN Küchen-Trikot des besten Jungprofis trägt morgen erstmals Andrew August von Netcompany INEOS und Philipp Hofbauer (Team Vorarlberg) wird das Gebrüder Weiss-Trikot des besten Österreichers präsentieren.

Morgen 3. Etappe von Lienz nach St. Johann/Alpendorf
Im radsportverrückten Osttirol startet morgen die 3. Etappe der Lidl Tour of Austria über 189,5 Kilometer und 2.315 Höhenmeter. Um 10:40 Uhr fällt der Startschuss am Lienzer Hauptplatz und nach einer Eröffnungsrunde geht es über den Felbertauern ins Salzburger Land, wo die schwere Zielankunft in St. Johann/Alpendorf bereits zum 16. Mal über die Bühne gehen wird. Beim Schlussanstieg warten 2,6 Kilometer und maximal 14,8 Prozent auf die Radprofis, die ab 14:50 Uhr das Ziel erreichen werden. Die Live-Übertragung beginnt morgen um 12:00 Uhr, ORF 1 überträgt ab 13:00 Uhr – alle Übertragungszeiten: https://tourofaustria.com/live

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Die Favoriten für die Lidl Tour of Austria

Am kommenden Mittwoch beginnt in Graz die 75. Lidl Tour of Austria. Gleich sechs WorldTeams sind bei der 845 Kilometer langen Rundfahrt am Start. Wer sind die Favoriten in diesem Jahr? Haben die rot-weiß-roten Fahrer eine Chance auf den Gesamtsieg? Und Lidl – Trek hat einen ganz prominenten Fahrer nach nominiert.

Beleuchtet man das UCI-Ranking, zählen die Profis von UAE Team Emirates – XRG zu den Favoriten. Wie der erst 22-jährige Jan Christen, der sich am vergangenen Wochenende in eindrucksvoller Manier sowohl zum Schweizer Zeitfahr- als auch Straßenmeister kürte. In diesem Jahr holte sich die größte Zukunftshoffnung der Eidgenossen den Gesamtsieg der AlUla Tour und sorgte bei schweren Rennen für viele Spitzenergebnisse. Diese hat auch sein Teamkollege Benoît Cosnefroy, ehemaliger französischer Meister, zu Buche stehen. Mit seinen 30 Jahren zählt er zu den routinierten Profis. Der dritte UAE-Profi fürs GC der Lidl Tour of Austria ist der 23-jährige Spanier Igor Arrieta, der heuer den Durchbruch schaffte. Unvergessen sein Etappensieg beim Giro d’Italia, wo er in Potenza auf regennasser Fahrbahn zu Sturz kam, sich dann versteuerte und wenige Meter vor dem Ziel den bis dahin Führenden doch noch einholte.

Lidl – Trek mit Top-Besetzung
An der Seite des Tour de France-Etappensiegers Patrick Konrad schickt Lidl – Trek eine starke Mannschaft, die sehr breit aufgestellt ist. Neben Tao Geoghegan Hart, dem Gesamtsieger des Giro d’Italia 2020, und Routinier Bauke Mollema, Sieger der Lombardei-Rundfahrt, zählt auch der Italiener Andrea Bagioli zu den GC-Contendern. Kürzlich bei der Tour de Suisse holte er bei der Auftaktetappe hinter Tadej Pogacar und Richard Carapaz den dritten Platz und lag bis zum Finale auf Podiumskurs – leider erwischte der Italiener am letzten Tag keinen guten Tag. Und jetzt wurde auch ein ganz prominenter Fahrer des deutschen Teams nach nominiert: Lennard Kämna. Der 29-jährige hat sich auf die Tour de France vorbereitet, bekam leider kein Ticket. Er ist einer jener wenigen Fahrer, der bei allen drei großen Rundfahrten – also Tour de France, Giro d’Italia und Vuelta – Etappensiege zu Buche stehen hat.

An der Seite vom neuen Staatsmeister Michael Gogl zählt Tibor Del Grosso für Alpecin – Premier Tech zu den Top-Favoriten. Der erst 22-jährige Holländer holte sich vor zwei Jahren bei der OÖ-Rundfahrt den Prologsieg in Linz und holte sich danach noch einige Siege. Mit dabei ist auch ihr Teamkollege Francesco Busatto, 2023 Gewinner des Klassikers Lüttich-Bastogne-Lüttich! Der stärkste Bergfahrer von Netcompany INEOS sollte der 20-jährige US-Amerikaner Andrew August sein, im Vorjahr bei der Tour of Austria zwei Mal Etappenzweiter hinter Isaac del Toro wurde – in der Gesamtwertung finishte er 2025 an der 5. Stelle!
An seiner Seite reist auch der Luxbemburger Bob Jungels, Etappensieger des Giro d’Italia und der Tour de France, nach Graz. Der Routinier hat sehr gute Erinnerungen an Österreich, gewann er im Vorjahr die letzte Etappe der Tour of Austria in Feldkirch. Im Team EF Education – EasyPost ist Jefferson Alexander Cepeda aus Ecuador der Kletterspezialist, was sein Gesamtsieg bei der Tour de l’Ain 2024 beweist. Für das Team Jayco AlUl um Patrick Gamper soll der Brite Paul Double die Kohlen aus dem Feuer holen. Im Vorjahr gelangen ihm gleich zwei Rundfahrtssiege.

Die Chancen der Österreicher
Fünf WorldTour-Profis sind bei der 75. Lidl Tour of Austria am Start: Michael Gogl, Patrick Konrad, Patrick Gamper, Rainer Kepplinger und Alexander Hajek. Die größten Chancen auf ein Spitzenergebnis im GC haben Patrick Konrad von Lidl – Trek und Red Bull-Profi Alexander Hajek, der als Kapitän des österreichischen Nationalteams in Erscheinung tritt. Gogl, Gamper, Kepplinger sowie die Legionäre Tim Wafler und Sebastian Putz werden sich wohl auf Etappenerfolge konzentrieren. Große Hoffnungen liegen wie immer auf dem 38-jährigen Riccardo Zoidl von Hrinkow Advarics, der 2013 als letzter Österreicher die Tour gewann. Der hochgeschossene Philipp Hofbauer vom Team Vorarlberg wird für seinen Kapitän Colin Stüssi arbeiten müssen. Doch wie stark der 26-Jährige am Berg ist, zeigte er im Vorjahr mit einem tollen 15. Platz in der Gesamtwertung. Top-20-Plätze gelangen in den letzten Jahren auch Martin Messner von WSA KTM Graz. der 26-jährige Steirer peilt auch euer wieder ein Top-Ergebnis in der Gesamtwertung an. Die teils jungen Profis der Continental-Teams ARBÖ Kärnten Sport Feld am See, Schwingshandl Intralogistics und Tirol KTM Cycling hoffen auf Achtungserfolge!

Gregor Mühlberger neuer Hoffnungsträger für Lidl Tour of Austria

Nach einer Pause von zehn Jahren kehrt Gregor Mühlberger zur Lidl Tour of Austria zurück. Der 32-Jährige, der vor einem Monat den Giro d’Italia als 15. beendete und als international gefeierter Edelhelfer Felix Gall zu seinem zweiten Gesamtplatz verhalf, wird für das österreichische Nationalteam an den Start gehen. Neu genannt wurden auch der Tour de France-Fünfte Carlos Rodríguez und der Tour de Suisse-Vierte Neilson Powless.

Die Überraschung ist perfekt: Der Wahlsalzburger Gregor Mühlberger hatte sich zuletzt auf die Tour de France vorbereitet, wurde von seiner französischen Equipe aber nicht nominiert, weshalb er sich kurzfristig für einen Einsatz in Österreich entschied. „Es freut uns, dass wir zur Jubiläumstour sportlich einen so starken Kader für die Tour aufbieten können und Gregor ist eine absolute Bereicherung für unser Team, aber auch die Rundfahrt“, freute sich Cycling Austria Präsident Harald J. Mayer. “Ich habe prinzipiell gute Erinnerungen an die Tour of Austria, auch wenn meine zwei Teilnahmen schon länger her sind“, erklärte Mühlberger, der sich in Topform vor heimischer Kulisse präsentieren will: “Vor allem die Bergankunft auf der Kaiser-Franz-Josef-Höhe am Großglockner sollte mir sehr gut entgegenkommen. Wir sind ein gutes Team und ich freue mich schon auf die Rundfahrt.“

2014 krönte sich der damals 20-jährige Niederösterreicher zum Glocknerkönig. Will er diesen wiederholen, so müsste er die zweite Etappe gewinnen. “Das wäre das Ziel, aber es finden sich gute Bergfahrer in den anderen Teams. Ein Spaziergang wird es nicht“, sagt Mühlberger, der sich damals zum jüngsten Glocknerkönig der Geschichte kürte. “Gregor ist eine großartige Bereicherung für die Lidl Tour of Austria und er macht das Nationalteam noch um eine Klasse stärker. Ich erinnere mich noch gut an seine Premiere 2014, damals in den Farben von Tirol. Für die Fans ist seine Teilnahme natürlich ein Highlight“, meint Tour Direktor Thomas Pupp. Mühlberger rückt für Hermann Pernsteiner in den sechsköpfigen Kader auf.

Starker Spanier verstärkt Netcompany INEOS
Das Starterfeld für die 75. Lidl Tour of Austria, die am kommenden Mittwoch in Graz startet, nimmt Formen an. Fix sind die Starts des Schweizer Meisters Jan Christen von UAE und dessen Teamkollegen Benoit Cosnefroy und Igor Arrieta. Ebenso starten bei Lidl – Trek Patrick Konrad, Tour de France-, Giro- und Vuelta-Etappensieger Lennard Kämna, der im Vorjahr Sechster bei der Tour of Austria wurde, Giro-Gesamtsieger Tao Geoghegan Hart, Bauke Mollema sowie Andrea Bagioli. Ebenso zählen Bob Jungels, Jefferson Alexander Cepeda, der Vorjahres-Gesamtfünfte Andrew August zu den GC-Favoriten.

Im Kampf ums rot-weiß-rote Führungstrikot steigt jetzt ein weiterer bekannter Name in den Ring: Carlos Rodríguez von Netcompany INEOS. Vor zwei Jahren gewann er die schwere Tour de Romandie, wurde Etappensieger bei der Dauphine Libere, aber die stärkste Leistung bot er 2023: In Morzine les Portes du Soleil setzte er sich bei der Tour de France fünf Sekunden gegen Tadej Pogacar und Jonas Vingegaard durch. Diese Frankreich-Rundfahrt beendete er sensationell an der fünften Stelle, Felix Gall wurde Achter. Heuer holte er bei der anspruchsvollen Tour de la Provence den zweiten Gesamtplatz.

Neilson Powless bei EF Education – EasyPost
Der 29-jährige Neilson Powless ist eine der schillerndsten Figuren im Radsport. 2022 wurde er Gesamtvierter bei der Tour de Suisse, ein Jahr später holte er sich den Klassiker Etoile de Bessèges und 2024 gewann er das italienische Traditionsrennen Gran Piemonte. Für absolute Furore sorgte er aber beim belgischen Klassiker Dwars door Vlaanderen 2025: Er bildete mit den drei Visma-Profis Wout van Aert, Tiesj Benoot und Matteo Jorgensen ein Führungsquartett und niemand rechnete mit einem Sieg. Doch der US-Amerikaner düpierte alle und holte sich sensationell den Triumph.

Das österreichische Nationalteam für die Lidl Tour of Austria:
Alexander Hajek / NÖ / 22 Jahre / Red Bull Bora – hansgrohe
Valentin Hofer / OÖ / 19 Jahre / Bahrain – Victorious U23
Rainer Kepplinger / OÖ / 28 Jahre / Bahrain – Victorious
Gregor Mühlberger / NÖ / 32 Jahre / Decathlon CMA CGA
Sebastian Putz / NÖ / 22 Jahre / Red Bull Bora hansgrohe U23
Paul Verbnjak / KTN / 24 Jahre / Ö-Tour 2025 / Olympiateilnehmer im Skibergsteigen

Team Vorarlberg präsentiert schlagkräftigen Kader für die 75. Tour of Austria – jedoch mit Verzicht auf Kapitän Colin Stüssi!

Das aktuell stärkste österreichische Profi-Radsportteam Team Vorarlberg, blickt mit großer Vorfreude auf die bevorstehende 75. Tour of Austria UCI 2.1, welche am Mittwoch, 8. Juli in Graz startet. Die Sportliche Leitung hat sechs Profis nominiert, welche mit einem breiten Portfolio an Fähigkeiten auf jeder der fünf Etappen erfolgreich agieren können. Zu was es letztendlich reicht? Die Bilanz wird nach der letzten Etappe in Wien am 12. Juli gemacht. Das Ziel ist klar: Eine aggressive, offensive und überlegte Fahrweise, um sich in einem unglaublich starken Starterfeld zu behaupten.

Formidable Konkurrenz: Ein Fight auf höchstem Niveau
Die diesjährige Tour of Austria verspricht ein Spektakel der Extraklasse zu werden. Das 132 Mann starke Fahrerfeld ist gespickt mit Top-Stars aus nicht weniger als sechs World Tour Teams: UAE Team Emirates – XRG, EF Education EasyPost, Team Jayco-AIUIa, Alpecin-Premier Tech, Netcompany INEOS und Lidl-Trek. Sie alle bringen am kommenden Mittwoch in Graz Top Stars an den Start und werden. Ergänzt wird dieses Aufgebot der 22 Teams durch die besten Continental Mannschaften der Welt, sowie dem österreichischen Nationalteam.

Das Aufgebot des Team Vorarlberg
Nach einer Viruserkrankung vor wenigen Tagen, musste Leader Colin Stüssi (SUI) drei Tage vor dem Tour Start nun endgültig absagen. Es wurde alles versucht, dass er rechtzeitig fit wird. Leider ohne Erfolg, was doch ein herber Verlust ist für die Mannschaft darstellt. Tobias Nolde, Sieger des Kirschblütenrennen in Wels, wurde für Stüssi nachnominiert. Für das Team Vorarlberg werden folgende Fahrer an der Startlinie stehen: Philipp Hofbauer, Kilian Feurstein, Emanuel Zangerle (alle drei AUT), Dominik Röber und Tobias Nolde (beide GER) und Giacomo Ballabio (ITA).

Provisorische Startliste: https://www.procyclingstats.com/race/tour-of-austria/2026/startlist

Die Etappen im Detail: Zwischen Weinbergen, Hochalpen und Sprint royal
Die fünftägige Rundfahrt durch Österreich hält abwechslungsreiche und anspruchsvolle Etappen bereit. Am kommenden Mittwoch startet die erste Etappe von Graz nach Gamlitz, die in den Weinbergen der steirischen Weinstraße mit brutal harten und steilen Anstiegen gespickt ist. Hier gilt es, hellwach und präsent zu sein, da diese Teilstücke mehr Risiken als Chancen bergen. Tags darauf wartet eine echte Königsetappe mit der Bergankunft am legendären Großglockner. Ausgelegt für die Kletterer und Gesamtwertungsaspiranten im Feld. Der Freitag könnte auf dem Weg von Lienz nach St. Johann Alpendorf einen Tag für Ausreißer bieten, bevor am Samstag eine weitere schwere Etappe mit Start und Ziel in Steyr auf die Fahrer wartet. Die große Zielankunft am Sonntag in der Bundeshauptstadt Wien verspricht ein spannendes Finale, bei dem das Team Vorarlberg mit Giacomo Ballabio und Youngster Kilian Feurstein zwei heiße Eisen im Feuer hat.

Manager Thomas Kofler: „Wir sind bereit und optimistisch“
„Wir freuen uns unheimlich auf die Rundfahrt und hoffen, die Form aus den letzten Wochen im Höhentrainingslager im Osttirol noch etwas geschärft zu haben. Dann ist einiges möglich, jedoch im Wissen dessen, dass 36 World Tour Fahrer am Start sind. Diese werden keine Geschenke verteilen. Besonders aufgrund der Tatsache, dass wir mit Colin unseren stärksten Mann leider vorgeben mussten. Aber wie man das Team Vorarlberg kennt, werden die Jungs angespornt sein alles zu geben, und sind optimistisch, dass wir unsere Chancen auch nützen werden.“

Sportdirektor Paul Renger: „Es wird ein heißer Tanz“
Sportdirektor Paul Renger ergänzt diese Ausrichtung des Teams: „Die Tour of Austria ist für uns ein spezielles Highlight. Die Jungs sind bereit und haben viel gearbeitet. Speziell Colin hat unglaublich viel investiert und steht mit der Form des Lebens leider nicht am Start. Das schmerzt natürlich doppelt. Aber es eröffnet auch neue Möglichkeiten. Die Fahrer wissen, dass es eine harte Angelegenheit wird, aber die Vorfreude überwiegt was bewegen zu wollen. Das gehen wir nun an!“
Statement Philipp Hofbauer: „Wir stehen mit einem breit aufgestellten Kader am Start. Und bin überzeugt mit unserem mannschaftlichen Zusammenhalt auf allen Etappen, wie auch in der Gesamtwertung, respektable Ergebnisse einfahren zu können!“

Statement Kilian Feurstein: „Freue mich auf die zweite Tour of Austria. Ich bin top vorbereitet und hoffe, dass wir den Flow aus den letzten Wochen mitnehmen können. Besonders angestrichen habe ich mir die letzte Etappe am Sonntag nach Wien!“
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Aufgebot: Kilian Feurstein, Tobias Nolde, Giacomo Ballabio, Philipp Hofbauer, Dominik Röber, Emanuel Zangerle

Giro-Sieger und Patrick Konrad bei Lidl Tour of Austria

Noch rund zwei Wochen bis zum Grand Depart der Lidl Tour of Austria in Graz. Als eine der ersten Teams hat die WorldTour-Mannschaft Lidl – Trek ihre Fahrer nominiert. Darunter befindet sich neben Tour de France-Etappensieger Patrick Konrad und weiteren starken Fahrern auch der Giro d’Italia-Gesamtsieger von 2020 Tao Geoghegan Hart.

Das erste Line-Up der deutschen Mannschaft Lidl – Trek für die 75. Tour of Austria kann sich sehen lassen: Neben Tao Geoghegan Hart, der auch 2023 die Gesamtwertung der Tour of the Alps gewann, und dem Wiener Patrick Konrad stehen Hector Alvarez, Andrea Bagioli, Amanuel Ghebreigzabhier und Bauke Mollema, zweifacher Etappensieger der Tour de France und Triumphator der Lombardei-Rundfahrt, im Aufgebot. „Diese Mannschaft ist unglaublich stark. Ich bin auch sehr auf den 27-jährigen Andrea Bagioli gespannt. Letzte Woche fuhr er eine bärenstarke Tour de Suisse und holte einen starken dritten Etappenplatz. Und natürlich zähle ich Patrick Konrad zu den großen rot-weiß-roten Hoffnungsträgern“, sagt Tour Direktor Thomas Pupp.

Patrick Konrad lässt Ziele noch offen
Er ist einer der erfolgreichsten, noch aktiven Radprofis in der WorldTour: der Niederösterreicher Patrick Konrad. Im Jahr 2018 schaffte er beim Giro d’Italia den 7. Gesamtplatz, 2021 holte er als einer der wenigen Österreicher einen Etappensieg bei der Tour de France. Bei der Lidl Tour of Austria zählt er zu den hoffnungsvollsten Österreichern. Was meint Patrick dazu? „Die Zielsetzung für die Tour of Austria lasse ich noch offen. Die Tour de Suisse letzte Woche, wo ich eigentlich tolle Beine hatte, musste ich krankheitsbedingt frühzeitig verlassen. Aber so ist das Leben. Die Tour of Austria ist heuer zum Glück nicht so schwer wie im Vorjahr, aber dennoch sehr anspruchsvoll. Nach der 2. Etappe mit dem Ziel am Großglockner wird es eine erste Tendenz im Gesamtklassement geben. Ein Etappenergebnis wäre für mich auch eine Möglichkeit.“

Besonders freut es Patrick, dass der Hauptsponsor seines Teams jetzt auch Namensgeber bei der Tour ist: „Gerade auch deshalb ist die Tour of Austria für unser Team sehr wichtig. Wir haben starke Fahrer am Start, die auch bei der Tour de France hätten mitfahren können. Es wird sich zeigen, wie viele Freiheiten ich für die Heimrundfahrt bekomme.“

Lidl Tour of Austria-Premiere in der Südsteiermark
Auf den Spuren der ersten Österreich Rundfahrt im Jahr 1949 bewegt sich die 75. Auflage des größten Radsportevents Österreichs. Am 8. Juli feiert die Lidl Tour of Austria eine Premiere: Erstmals sind alle 3 Weinstraßen der Südsteiermark – mit Zieleinfahrt in Gamlitz – teil der Tour!

Die erste Etappe der Lidl Tour of Austria wird am 8. Juli 2026 um 11:20 Uhr am Mariahilferplatz in Graz gestartet und führt über 188 Kilometer mit knackigen 2.716 Höhenmetern. Die Strecke verläuft über Stallhofen nach Voitsberg zur ersten Sprintwertung nach 30 Kilometern. Nach Ligist wartet bei der Schilcher Weinstraße die erste Bergwertung der Tour. Danach verlassen die Radprofis über Bad Schwanberg und der nächsten Sprintwertung in St. Johann im Saggautal die Weststeiermark und nähern sich der der Südsteirischen Weinstraße. In Kreuzegg nach 122 Kilometern kommt es zur nächsten Bergwertung, ehe nach 150 Kilometern Gamlitz zum ersten Mal passiert wird. Bei der Zieldurchfahrt ab 14:50 Uhr werden auch Sprintpunkte vergeben. Danach wartet die knapp 40 Kilometer lange Schlussrunde über die giftigen Anstiege der Südsteirischen Weinstraße. Bei Glanz gibt es noch eine Kat.1-Bergwertung, ehe der erste Etappensieger der Lidl Tour of Austria ab 15:40 Uhr am Marktplatz in Gamlitz erwartet wird.

WSA KTM Graz vor großem Heimspiel
„Für unser Team WSA KTM GRAZ ist es eine besondere Freude, dass die Lidl Tour of Austria ihren Grand Depart nach 2017 wieder in Graz feiert und Gamlitz erstmals Etappenort ist! Es gibt für uns nichts Schöneres, als in unserer Heimatstadt und vor unseren Fans in die 75. Ausgabe der Österreich Rundfahrt zu starten. Ein klassischer ‚Einroller‘ wird diese erste Etappe aber sicher nicht werden – denn nach den hügeligen Straßen der Weststeiermark warten im Finale auf die Radprofis noch giftige Anstiege in der malerischen Landschaft der südsteirischen Weinstraße. Entschieden wird die Auftaktetappe vermutlich erst auf der Schlussrunde im Rebenland, wo kurz vor dem Ziel in Gamlitz noch eine zünftige Bergwertung wartet. Etappenstart und -ziel in unserer Heimat wird hoffentlich auch viele Fans von Graz nach Gamlitz locken – und am besten gleich auf dem Rad“, sagt Christoph Resl, Teamchef von WSA KTM Graz.

Radsport trifft Weinkulturlandschaft in der Südsteiermark – entlang der schönsten Weinstraßen Österreichs
„Es ist uns eine große Ehre, im Jubiläumsjahr „75 Jahre Tour of Austria“ Teil der Radsportfamilie zu sein. Unsere hügelige, kurvenreiche Landschaft mit ihren weiten Ausblicken und beeindruckenden Panoramen ist wie geschaffen für den Radsport! Anspruchsvolle Anstiege, abwechslungsreiche Streckenführungen und die charakteristische, hügelige und kurvenreiche Landschaft mit ihren weiten Ausblicken macht die Südsteiermark zur idealen Bühne für internationalen Spitzenradsport. Die Südsteiermark lädt dazu ein, diese besondere Weinkulturlandschaft auch abseits des Rennens im eigenen Tempo zu entdecken – und dabei Wein, Kulinarik und gelebte Gastfreundschaft in ihrer schönsten Form zu entdecken“, sagt Nicole Reiterer, Geschäftsführerin der Erlebnisregion Südsteiermark.

Auch Herbert Germuth, Vorstand der Erlebnisregion Südsteiermark, freut sich auf die Premiere der Tour in seiner Heimat: „Mit der 1. Etappe der Lidl Tour of Austria 2026 rückt die Südsteiermark am 8. Juli in den Mittelpunkt der internationalen Radsportszene. Die 188 Kilometer lange Auftaktetappe führt von Graz über die Schilcher Weinstraße, die Sausaler Weinstraße und die Südsteirische Weinstraße bis ins Ziel nach Gamlitz. Doch die Südsteiermark ist nicht nur Bühne für die besten Radprofis Europas, sie zählt auch zu den beliebtesten Mountainbike- und Genussradregionen Österreichs. Zahlreiche Fanzonen entlang der Strecke sorgen für Stimmung und machen das Rennen zu einem Fest für Einheimische und Gäste gleichermaßen. Die Südsteiermark präsentiert sich damit einmal mehr als Region, in der Bewegung, Natur, und Genuss auf unvergleichliche Weise miteinander verschmelzen. Die 3 Weinstraßen sind die perfekte Kulisse für die 1. Etappe der 75. Jubiläumsausgabe der Tour of Austria 2026.“

Maßgeblichen Anteil am Zustandekommen der Steiermark-Etappe hatte auch Ex-Radprofi Daniel Auer: „Als steirischer Landestrainer freut es mich ganz besonders, dass es wieder eine Steiermark-Etappe im Programm der Lidl Tour of Austria gibt. Genau vor zehn Jahren durfte ich den Etappenstart in meiner Geburtsstadt Graz als Rennfahrer hautnah miterleben – damals mit dem Etappenziel in Stegersbach, wo ich den 2. Platz belegte. Das ist eine besondere Erinnerung für mich. Heuer konnte ich die Tour-Organisation tatkräftig unterstützen und die Kooperation mit den durchfahrenen Gemeinden sowie den ansässigen Feuerwehren mitorganisieren. Alle Gemeinden freuen sich riesig über den Besuch der Tour of Austria und blicken dem bevorstehenden Tour-Auftakt in der Steiermark schon voller Vorfreude und Spannung entgegen.“

6 WorldTeams am Start
Bei der 75. Lidl Tour of Austria starten heuer erstmals 22 Teams, nach 20 in den vergangenen Jahren, mit je sechs Fahrern. Fix dabei bei der „schönsten Sightseeing Tour Österreichs“ sind die heimischen Continental-Teams ARBÖ Kärnten Sport Feld am See, Hrinkow Advarics, Schwingshandl Intralogistics, Team Vorarlberg, Tirol KTM Cycling Team und WSA KTM Graz sowie erstmals seit 2004 auch ein österreichisches Nationalteam! Die Konkurrenz für die rot-weiß-roten Teams wird groß werden, denn mit Alpecin-Premier Tech, EF Education – EasyPost, INEOS Grenadiers, Lidl – Trek, Jayco AlUla und UAE Team Emirates – XRG um Vorjahressieger Isaac del Toro sind gleich sechs Teams der höchsten UCI-Kategorie am Start. Die restlichen Plätze werden an Continental-Teams aus Deutschland, Italien, Norwegen, Schweden, Polen und Tschechien vergeben.

Großes Kinderprogramm mit Lidl Kids Cup
Für viele Radsportler:innen hat die Begeisterung für diesen Sport durch die Rundfahrt bereits im Kindesalter begonnen: Zuerst mit Fähnchen und den Eltern entlang der Strecke und später dann selbst im Sattel mit dem ersten eigenen Fahrrad. Diese Begeisterung wird heuer auf jeder Etappe mit dem LIDL Kids Cup gefördert, den Benedikt Oswald mit seinem erprobten Verein Ergo School Race in den Kategorien Laufrad bis U13 betreuen wird. Passend zum sportlichen Einsatz sorgt Lidl Österreich vor Ort für die nötige Portion Frische und stärkt die jungen Sportler:innen mit knackigem Obst und gesunden Snacks. Weiters können Rennräder getestet werden und es gibt Preise für alle Kinder. Der Lidl Kids Cup in Gamlitz findet am 8. Juli von 12:00 bis 13:30 Uhr im Zielbereich statt. Infos & Anmeldung unter: www.tourofaustria.com. Und sehr sympathisch: Kein Nenngeld!

TV-Medialisierung – alle Etappen live in ORF 1
Der Attraktivität der Lidl Tour of Austria – die heuer von der Steiermark über Kärnten, Tirol, Salzburg, Oberösterreich und Niederösterreich nach Wien führt – wird auch in der TV-Berichterstattung hervorgehoben. Broadcaster Studio K19 GmbH hat gemeinsam mit Tour Direktor Thomas Pupp ausführliche Kooperationen mit dem ORF sowie Eurosport/Discovery+ und weiteren namhaften TV-Stationen finalisiert. „Wir freuen uns besonders, dass in diesem Jahr alle Etappen live in ORF 1 zu sehen sind“, erklärt Martin Böckle, Geschäftsführer der Studio K19 GmbH und gemeinsam mit Mathias Ehrne Gesamt-Projektleiter der TV-Produktion. Live gibt es die Tour of Austria 2026 täglich auch bei K19 sowie bei Discovery+ zu sehen, zudem ein Highlight-Magazin auf Eurosport 1 im Anschluss an die Tour de France-Etappen und eine internationale Medienvertriebsfirma wird die Tour of Austria auch global platzieren. Die erste Etappe von Graz nach Gamlitz läuft von 14:00 bis 16:20 Uhr live auf ORF 1.

Sonderwertung 75 zu Ehren von Wolfgang Steinmayr
Zum 75. Jubiläum gibt es auch eine Sonderwertung, die dem vierfachen Rundfahrtssieger Wolfgang Steinmayr, der am 19. Mai 2026 verstarb, gewidmet ist. Tour Direktor Thomas Pupp und Cycling Austria haben die neue Sonderwertung, ein zusätzlicher Zwischensprint auf allen fünf Etappen, ins Leben gerufen. Diese Wertung wird nun zur „Cycling Austria – Tour 75 – Sonderwertung Wolfgang Steinmayr“ und den Namen der verstorbenen Radlegende tragen. Die Sonderwertung wird sich immer an einem markanten Punkt der Strecke in Zielnähe befinden und soll auch ein Treffpunkt der jeweiligen Radcommunities sein. Der Sieger der Wertung wird auf der Bühne im Ziel entsprechend geehrt und gefeiert und erhält neben einer Tchibo Kaffeemaschine auch einen Barpreis. Auf der ersten Etappe wird die Sonderwertung in Grubtal nach 142 Kilometern ausgetragen.

Etappen der Lidl Tour of Austria 2026:
1. Etappe, 8. Juli: Graz – Gamlitz/Südsteirische Weinstraße, 188km, 2.716hm
2. Etappe, 9. Juli: Bad Kleinkirchheim – Franz Josefs Höhe/Großglockner, 188,8km, 2.914hm
3. Etappe, 10. Juli: Lienz – St. Johann/Alpendorf, 188,7km, 2.311hm
4. Etappe: 11. Juli: Steyr – Steyr, 170,5km, 2.325hm
5. Etappe: 12. Juli: Langenlois – Wien, 109km, 758hm
Gesamt: 845km, 11.024hm

Homepage: www.tourofaustria.com

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Pressekontakt:
MR PR – Martin Roseneder
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