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Harald J. Mayer neuer ÖRV-Präsident

Otto Flum zieht sich nach 23 Amtsjahren an der Spitze des Österreichischen Radsport-verbandes zurück. Harald J. Mayer steht neuem, dynamischem Führungsteam vor. An seiner Seite die drei Vize-Präsidenten Jürgen Brettschneider, Paul Resch & Gerald Pototschnig.
Leonding, 23. März 2019. – Bei der heutigen Generalversammlung des Österreichischen Radsportverbandes in Leonding bei Linz wurde der bisher längst dienende ÖRV-Präsident Otto Flum nach 23 Amtsjahren gebührend verabschiedet. Als neuer Präsident folgt ihm Harald J. Mayer, seit mehr als drei Jahrzehnten u.a. als Sprecher der Österreich-Rundfahrt die „Stimme des Radsports“.
Mayer gilt als ein Mann der Wirtschaft, der sich der weiteren Dynamisierung des Radsports in all seiner Breitenwirksamkeit, vom Renn- bis zum Familiensport, verschreibt. Dabei wird er von anerkannten Fachleuten im Präsidium unterstützt: Als Vize-Präsidenten stehen ihm die beiden Landespräsidenten Jürgen Brettschneider und Paul Resch sowie der neugewonnene Radsportexperte Gerald Pototschnig, der künftig die Kommunikationsagenden auf Verbandsebene verantwortet, zur Seite.
Unmittelbare Ziele des neuen Präsidiums sind eine perfekte Austragung der 71. Österreich Rundfahrt unter der Führung von Tour-Direktor Franz Steinberger und der nationalen Rad-Bundesliga 2019. Der ÖRV möchte eine effiziente Service-Organisation für alle Radsportinteressierten, vom Rad-Kindergarten bis zur Nationalmannschaft, sein. Strukturen sollen dynamisiert, Abläufe beschleunigt werden. Damit präsentiert sich der beliebte Freizeitsport seinen unterschiedlichen Zielgruppen publikumsnah wie nie zuvor.

ÖRV, Präsidium NEU:
Harald J. Mayer, Präsident
Jürgen Brettschneider, Vize-Präsident
Paul Resch, Vize-Präsident
Gerald Pototschnig, Vize-Präsident

Kontakt für Rückfragen:
Gerald Pototschnig
Österreichischer Radsportverband
Vizepräsident I Kommunikation
Gadnergasse 69, Top 05 I A-1110 Wien
Tel: +43 664-88 24 19 67
gerald.pototschnig@radsportverband.at
www.radsportverband.at
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Pressekontakt:
MR PR – Martin Roseneder
Tel.: +43 664 913 76 77
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Marcel Kittel: Gedanken zu Erfurt

05.03.2019
Ich bin seit Sonntag wieder zurück zu Hause am Bodensee und habe nach der Landung diese Nachricht bekommen: „Angeblich kommt noch einer raus. Morgen. Und Georg Preidler gibt es auf Instagram, Twitter, Facebook und co nicht mehr.“

Gestern hat sich das Gerücht dann bestätigt und ich bin persönlich mit meinem Latein am Ende. Nicht nur, weil Georg 3 Jahre mein Teamkollege gewesen ist, sondern vor allem auch, weil das ganze Dopingnetzwerk mit einem Arzt aus meiner Heimatstadt Erfurt seinen Ursprung in Thüringen hat. Ich bin hier zur Schule gegangen und habe meine sportliche Karriere hier gestartet. Meine Freunde und Familie leben dort und, obwohl ich mittlerweile in die Schweiz gezogen bin, ist es immer noch meine Heimat.
Mit Fassungslosigkeit habe ich die letzten Tage aus Dubai verfolgt, wie immer mehr Details ans Licht kamen über das Netzwerk um Mark Schmidt, die Sportler und wie das alles abgelaufen ist. Und wie Erfurt und Thüringen auf einmal als eine Zentrale des internationalen Sportbetrugs dargestellt werden.
Ich will hier nicht über die menschlichen Abgründe sprechen, die sich auftun, wenn man sich mit dem Handeln von Mark Schmidt beschäftigt. Geltungsbedürfnis und finanzielle Motive waren vielleicht treibend. Ich kenne ihn und sein Umfeld nicht persönlich.

Ich bin sehr froh, dass das Treiben jetzt ein Ende hat – so schmerzhaft es auch ist. Ich finde es tragisch wie eine handvoll Personen das Image des deutschen Sports und meiner Heimatstadt so beschädigen konnten. Während die nächsten Tage sicherlich weitere neue Namen und Details öffentlich werden, finde ich eine Tatsache besonders schlimm: Dass die Praxis von Dr. Schmidt auch ein offizieller Anlaufpunkt des LSB Thüringen für viele junge Nachwuchssportler war, die sich dort checken und gegen Krankheit behandeln lassen haben und die jetzt auch in einem schlechten Licht stehen, obwohl sie keine bösen Absichten hatten.
Wie kann es sein, dass, nach den Erfahrungen aus der Kontroverse um die UVB-Behandlungen von Dr. Franke am Olympiastützpunkt Erfurt 2012, in der auch ich betroffen war, man hier nicht vorsichtiger geworden ist? Auch wenn man die Fälle nicht direkt vergleichen kann, sind in der Konsequenz nun wieder die jungen Sportler die Leidtragenden, weil die Verantwortlichen nicht ordentlich hingeschaut haben. Das macht wütend und enttäuscht.
Ich werde als Radprofi immer mit dem Dopingthema konfrontiert. Ich kann es auch keinem verübeln, wenn man mal in die Geschichte des Radsports und anderer Ausdauersportarten schaut. Trotzdem habe ich immer versucht mit gutem Beispiel voranzugehen und transparent zu sein. Ich bin stolz darauf, dass der aktuelle Fall um Mark Schmidt auch aufgrund des Anti-Doping-Gesetzes ins Rollen gekommen ist, dass ich mit unterstützt und gefordert habe. Die Härte des Gesetzes und polizeiliche Ermittlungsmethoden sind nötig gegen diese Art von krimineller Energie der Hintermänner und Sportler und um die ehrlichen Menschen zu schützen.
Man redet immer von zweiter Chance bei einem Dopingvergehen und dass Leute aus ihren Fehlern lernen können. Das ist auch eine große Frage im Radsport, wo man noch viele Leute aus den Skandaljahren als sportliche Leiter, Betreuer oder Manager beschäftigt. Und jeder hat diese Chance auch verdient und die meisten nutzen sie auch. Aber Mark Schmidt hat für mich jeden Anspruch darauf verwirkt. Er hat scheinbar vor 10 Jahren bereits Sportlern bei Manipulationen geholfen, ist mit einem blauen Auge davongekommen und hat direkt danach sein Blutdopingsystem weiter ausgebaut und dabei sogar altes Equipment vom gerade erwischten und verurteilten Stefan Matschiner übernommen. Mehr Ignoranz und Dreistigkeit gehen nicht.
Die wichtigere Frage bleibt, wie man Sportlern wie Georg Preidler helfen kann, die scheinbar vom richtigen Weg abgekommen sind und dem Druck nicht mehr standgehalten haben? Wenn Athleten nicht so viel Glück wie ich mit meinem Umfeld haben, das mich durch meine Sportkarriere immer schützend begleitet hat. Erfolg im Sport beruht nicht nur auf körperlicher, sondern auch auf mentaler Stärke und deshalb bin ich nach wie vor der Meinung, dass gerade junge Sportler mit Coaching und viel Aufklärung auf diese Situationen vorbereitet werden können und müssen, um später in Momenten der Versuchung stark zu bleiben. Und man darf uns Sportler mit dieser Aufgabe nicht allein lassen. Sport leistet einen wichtigen gesellschaftlichen Beitrag, hält die Menschen gesund und fit, ist Unterhaltung und hat eine Vorbildfunktion. Aber all das kann für einen Einzelnen auch zu viel werden und er zerbricht daran oder versucht, durch Doping eine Abkürzung zu nehmen.

Der Sport sollte sich hier auch an die eigene Nase fassen. Wenn ich das Treiben mancher Sportfunktionäre, die Schmiergeldzahlungen an große Sportverbände und den Werteverfall bei den Olympischen Spiele sehe, die eigentlich mit gutem Beispiel voran gehen sollten, dann muss man sich nicht wundern, wenn es immer wieder Athleten gibt, die auch betrügen. Natürlich darf man hier, wie bei den Sportlern auch, nicht alle Funktionäre oder Verbände über einen Kamm scheren, denn ich glaube die Mehrheit engagiert sich für sauberen Sport. Aber der Fisch stinkt eben doch auch immer vom Kopf her. Und das ist ein Schlag ins Gesicht aller sauberen Sportler wie mich, der Sportfans und aller leidenschaftlichen ehrenamtlichen Trainer, Betreuer und Helfer an der Basis wie jetzt in Erfurt, die sich mit viel Herzblut und Motivation um den Sport kümmern.
@Marcel Kittel
https://www.marcelkittel.de

Anti-Doping-Statement des Österreichischen Radsport-Verbandes

Nach dem Geständnissen von Stefan Denifl und Georg Preidler (nur Blutentnahme) gab der ÖRV folgendes Statement ab:

Der Österreichische Radsport-Verband, seine Funktionäre, Mitarbeiter und Trainer verurteilen das Vorgehen der betroffenen Radsportler unmissverständlich. Der ÖRV distanziert sich von jeder betrügerischen Methode der Leistungssteigerung und steht nach wie vor zu seiner „Null Toleranz“-Haltung. Das bedeutet:
1. keine Berücksichtigung verurteilter SportlerInnen in den Kadern des ÖRV
2. keine Beschäftigung von Trainern oder Funktionären mit Doping-Vergangenheit im ÖRV
Forderungen für die unmittelbare Zukunft:
1. Verschärfung der Gesetzeslage (bei Betrugsabsicht folgt lebenslanges Berufsverbot als Radsportler)
2. Zusätzliche Mittel für die weitere Verdichtung der Doping-Bekämpfung (Zusammenarbeit mit der nationalen Anti-Doping-Agentur, NADA)
3. Deutliche Thematisierung mit den zuständigen internationalen Verbänden (Weltradsportverband, Internationale Anti-Doping-Agentur, WADA)
Der ÖRV, seine MitarbeiterInnen, Funktionäre und Trainer werden auch in Zukunft eindeutig und konsequent die „Null Toleranz“-Haltung verfolgen und umsetzen, sind aber gegen kriminelle Absichten im persönlichen Umfeld des Sportlers nicht geschützt.
Homepage: www.radsportverband.at
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Pressekontakt:
MR PR – Martin Roseneder
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eMail: martin@mr-pr.at
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Tour of Oman – Stage 3

Qurayyat, Monday, February 18th 2019 – Alexey Lutsenko (Astana Pro Team) doubles up with a second stage victory in a row, after a spectacular day of racing on the way to Qurayyat. The Kazakh champ, who won the race overall last year, was extremely aggressive in the final 50 km, making the most of the wind to wear the peloton before claiming the stage win and the red jersey in the final climb. The Spanish puncheur Jesus Herrada (Cofidis, Solutions Crédits) came second, ahead of the Olympic champion Greg Van Avermaet (CCC Pro Team).
1 Alexey Lutsenko (Kaz) Astana Pro Team 4:35:48
2 Jesus Herrada (Spa) Cofidis, Solutions Credits 0:00:01
3 Greg Van Avermaet (Bel) CCC Team
4 Rui Costa (Por) UAE Team Emirates
5 Domenico Pozzovivo (Ita) Bahrain-Merida 0:00:04
6 Eliot Lietaer (Bel) Wallonie Bruxelles 0:00:06
7 Oliver Naesen (Bel) AG2R La Mondiale 0:00:11
8 Quentin Pacher (Fra) Vital Concept-B&B Hotel
9 Elie Gesbert (Fra) Arkéa Samsic
10 Ryan Gibbons (RSA) Dimension Data

GC:
1 Alexey Lutsenko (Kaz) Astana Pro Team 11:37:37
2 Jesus Herrada (Spa) Cofidis, Solutions Credits 0:00:18
3 Greg Van Avermaet (Bel) CCC Team 0:00:20
4 Rui Costa (Por) UAE Team Emirates 0:00:24
5 Domenico Pozzovivo (Ita) Bahrain-Merida 0:00:27
6 Eliot Lietaer (Bel) Wallonie Bruxelles 0:00:29
7 Ryan Gibbons (RSA) Dimension Data 0:00:30
8 Elie Gesbert (Fra) Arkéa Samsic 0:00:34
9 Quentin Pacher (Fra) Vital Concept-B&B Hotel
10 Oliver Naesen (Bel) AG2R La Mondiale

Team Classification:
1 Team Dimension Data 34:56:21
2 Team Katusha Alpecin 0:00:08
3 AG2R La Mondiale 0:00:51
4 CCC Team 0:01:05
5 UAE Team Emirates 0:02:10

Pascal Ackermann holt ersten Saisonsieg in Almeria

1 Pascal Ackermann (Ger) Bora-Hansgrohe 4:27:58
2 Marcel Kittel (Ger) Katusha-Alpecin
3 Luka Mezgec (Slo) Mitchelton-Scott
4 Carlos Barbero (Spa) Movistar Team
5 José Rojas (Spa) Movistar Team
6 Thomas Boudat (Fra) Direct Energie
7 Edward Planckaert (Bel) Sport Vlaanderen-Baloise
8 Lars Boom (Ned) Roompot-Charles
9 Sjoerd van Ginneken (Ned) Roompot-Charles
10 Pieter Vanspeybrouck (Bel) Wanty-Gobert

Foto Gerhard Plomitzer – @plomiphotos
Ein wahrer Sprint Royale Zwischen Pascal Ackermann und Marcel Kittel war das gestern in Almeria. Pascal Ackermann war der Sieger, aber wenn der Zielstrich nur einen Meter später gekommen wäre, wäre das Ergebnis wohl Kittel vor Ackermann gewesen…optimales timing von Pascal Ackermann.

Nach der Vuelta Ciclista a Murcia stand heute das Eintagesrennen Clásica de Almeria auf dem Rennprogramm. Wie erwartet, setzte sich gleich nach dem Start eine Gruppe von sieben Fahrern vom Feld ab. Doch die Ausreißer wurden bereits nach der zweiten Bergwertung, bei Kilometer 90, wieder gestellt. In der langen Abfahrt danach teilte sich das Feld in mehrere Gruppen. BORA – hansgrohe war aufmerksam, und an der Spitze des Rennens gleich mit vier Fahrern vertreten. Die letzten 30 Kilometer bestimmte Mitchelton – Scott das Geschehen, während Pascal Ackermann von seinen Teamkollegen aus allen Schwierigkeiten herausgehalten wurde. Auf den Zielrunden in Almeria übernahm BORA – hansgrohe das Heft des Handelns und Patrick Konrad setzte sich als erster des Lead-out Zuges an die Spitze des Feldes. Maciej Bodnar und Jempy Drucker lieferten den Deutschen Meister in perfekter Position, auf den letzten 1000m, ab. Als M. Trentin (Mitchelton-Scott) das Tempo verzögerte, nutzte Ackermann den Moment, um den Sprint zu eröffnen. M. Kittel (Katusha-Alpecin) kam auf den letzten Metern noch gefährlich nahe, doch Ackermann war am Ende zu stark und sicherte sich um Haaresbreite den Sieg.
Reaktionen im Ziel
„Es war wirklich eine tolle Leistung der gesamten Mannschaft. Wir gingen defensiv ins Rennen, in den Bergen war es Patricks Aufgabe Pascal zu helfen, das hat alles super geklappt. Als sich das Feld teilte, waren wir mit vier Fahrern in der Gruppe vertreten und im Finale bereiteten die Jungs alles für Pascal vor. Es ist ein wichtiger Sieg für Pascal gewesen. Es freut mich, dass er an die Erfolge vom Vorjahr so nahtlos anschließen konnte. Ich blicke damit auch zuversichtlich in Richtung Algarve Rundfahrt.“ – Christian Pömer, sportlicher Leiter

„Es war ein wirklich hartes Rennen, 200km und dann ein schnelles Finale. Ich danke dem Team für ihre Arbeit. Von Beginn an haben sie einen tollen Job erledigt, mich in den Bergen aber auch im Flachen immer hervorragend beschützt. Es ist ein tolles Gefühl so früh in der Saison einen Sieg einzufahren, das stärkt mein Selbstbewusstsein für die kommenden Rennen – Algarve und danach einige belgische Eintagesrennen.“ – Pascal Ackermann
@BORA

Tour of Oman – 1. Etappe


Alexander Kristoff am 3.2.19 bei der Mallorca Challenge – Foto Gerhard Plomitzer – @plomiphotos
12.Etappe:
1 Alexander Kristoff (Nor) UAE Team Emirates 2:54:50
2 Bryan Coquard (Fra) Vital Concept-B&B Hotel
3 Nacer Bouhanni (Fra) Cofidis, Solutions Credits
4 Giacomo Nizzolo (Ita) Dimension Data
5 Niccolò Bonifazio (Ita) Direct Energie
6 Mikel Aristi Gardoki (Spa) Euskadi Basque Country
7 Boy van Poppel (Ned) Roompot-Charles
8 Davide Ballerini (Ita) Astana Pro Team
9 Amaury Capiot (Bel) Sport Vlaanderen-Baloise
10 Emils Liepins (Lat) Wallonie Bruxelles

GC:
1 Alexander Kristoff (Nor) UAE Team Emirates 2:54:40
2 Bryan Coquard (Fra) Vital Concept-B&B Hotel 0:00:04
3 Michael Schär (Swi) CCC Team 0:00:05
4 Nacer Bouhanni (Fra) Cofidis, Solutions Credits 0:00:06
5 Giacomo Nizzolo (Ita) Dimension Data 0:00:10
6 Niccolò Bonifazio (Ita) Direct Energie
7 Mikel Aristi Gardoki (Spa) Euskadi Basque Country
8 Boy van Poppel (Ned) Roompot-Charles
9 Davide Ballerini (Ita) Astana Pro Team
10 Amaury Capiot (Bel) Sport Vlaanderen-Baloise

Discovery

Discovery, Inc., der weltweit führende Anbieter von Real-Life-Entertainment, gab heute den Erwerb einer 71 prozentigen Mehrheitsbeteiligung an der Play Sports Group bekannt. Das digitale Sportmedien-Unternehmen Play Sports Group betreibt die führenden Radsport-Plattformen Global Cycling Network, Global Mountain Bike Network und Global Triathlon Network.

Der Deal unterstreicht das Bestreben von Discovery, das führende Media-Ecosystem im Bereich Radsport aufzubauen, um seine Positionierung als Global Leader im Bereich Live-Sport sowie als führender Rechteinhaber für Radsportveranstaltungen in Europa auszubauen – mit der Kernmarke Eurosport. In Zusammenarbeit mit der Play Sports Group, der weltweit führenden Radsport-Community sowie der führenden Anlaufstelle im Digitalbereich wenn es um Radsporttechnologie, Training, Tutorials, Behind-the-Scenes- Einblicke und vieles mehr geht, wird Discovery das erste globale Media-Ecosystem schaffen und dabei das Beste aus allen Bereichen Community, Content, Lifestyle, Events für die große und wachsende Anzahl von Radsportbegeisterten vereinen.

Mit besten Grüßen,
Dominik Mackevicius
Manager Communications & PR
Discovery Deutschland I Sternstraße 5 | 80538 München | Germany
+49-(0)89 206 099-216

Deutschland Tour: Team Katusha Alpecin

Am deutschen Hauptsitz ihres Radherstellers Canyon fand gestern in Koblenz die Teampräsentation der Deutschland Tour statt.
Entsprechend motiviert wird das Team heute die erste Etappe nach Bonn angreifen, die aller Voraussicht nach mit einem Sprint des Feldes enden sollte.
Marcel Kittel hätte ja beinahe sowohl die erste Etappe der TdF und der Binck Bank Tour gewonnen, auf der Linie war er jeweils der Schnellste, aber 2x ganz knapp von der Konkurrenz geschlagen…
Ein gutes Omen für die heutige 1.Etappe?
Unterstützt wird Marcel Kittel bei der D-Tour von Rick Zabel, Nils Politt, Steff Cras, Jenthe Biermans und Simon Spilak.
Text/Fotos
Gerhard Plomitzer
www.plomi.smugmug.com
@plomiphotos
#plomi

Achter Rang für Gregor Mühlberger in Bagnères-De-Luchon nach einem extrem harten Auftakt in den Pyrenäen. 


Mehr als 80 Kilometer dauerte es heute, bis sich die Gruppe des Tages endlich vom Feld absetzen konnte. Von BORA – hansgrohe waren Marcus Burghardt und Gregor Mühlberger mit von der Partie, nachdem zuvor unterschiedliche Fahrer in diversen Gruppen vertreten waren. Nach einem harten Kampf an der Spitze, und einem couragierten Auftritt, erreicht Mühlberger heute am Ende Rang acht beim Sieg von J. Alaphilippe.
Die Etappe
Nach dem zweiten Ruhetag stehen in der dritten Woche der Tour de France die Pyrenäen auf dem Programm. Nach dem Start in Carcassonne führten die ersten 124 Kilometer bis zum Zwischensprint des Tages über weitestgehend flaches Gelände mit zwei Bergen der vierten Kategorie, bevor am Ende der Etappe drei Berge auf das Fahrerfeld warteten. Vom letzten Anstieg, dem Col de Portillon, führten die letzten 10 Kilometer nur noch bergab ins Etappenziel nach Bagnères-De-Luchon. Eine Etappe für Kletterspezialisten, wobei erwartet wurde, dass auch heute der Sieger aus einer Ausreißergruppe kommen würde.
Teamtaktik
Nachdem Rafal Majka auf der 15. Etappe bereits gezeigt hatte, dass es mit seiner Form wieder begrauf geht, war auch heute das Ziel den polnischen Kletterspezialisten in die richte Gruppe zu bekommen. Neben Majka bekam auch Gregor Mühlberger alle Freiheiten um auf Resultat zu fahren. Die anderen BORA – hansgrohe Fahrer sollten besonders am Beginn der Etappe dieses Beide so gut als möglich unterstützen.
Das Rennen
Nach dem erwartet offensiven Start musste das Rennen nach rund 30 Kilometern aufgrund einer Straßensperre und dem Einsatz von Reizgas aufseiten der Polizei, das aber in Folge auch einige Fahrer erwischt hatte, für 15 Minuten unterbrochen werden. Kein Fahrer kam ernsthaft zu schaden, und auch nach dem Neustart folgte Attacke auf Attacke. Immer wieder lösten sich Gruppen, wurden aber vom rasenden Feld zurückgeholt. Erst nach mehr als 80 km, konnten sich letztlich 47 Mann vom Feld absetzten. Von BORA – hansgrohe waren Marcus Burghardt und Gregor Mühlberger nun an der Spitze des Rennens. Schnell wurde der Vorsprung der Gruppe größer als 7 Minuten, nachdem im Feld nun Ruhe einkehrte. Am Ersten der drei letzten Anstiege, verlor Marcus Burghardt den Anschluss zur Gruppe. In der Abfahrt stürzte der zu diesem Zeitpunkt in Führung liegende P. Gilbert, während am Fuße des nächsten Anstiegs sich D. Carus und R. Gesink auf und davon machten. Gregor Mühlberger attackierte 3 km vor dem Gipfel aus der Verfolgergruppe, konnte den Anschluss aber nicht alleine herstellen. Es bildete sich kurz vor der Bergwertung eine neue, kleine Gruppe, aus der sich in der Abfahrt Alaphilippe und Mühlberger absetzen konnten. Doch beide warteten am Ende der Abfahrt auf ihre Verfolger. Am letzten Anstieg verließen Gregor etwas die Kräfte, und er konnte bei der entscheidenden Attacke von Yates nicht mehr mitgehen. Dieser stürzte in der letzten Abfahrt und machte so den Weg frei für J. Alaphilippe, der seinen zweiten Etappensieg holen konnte. Gregor Mühlberger erreichte Bagnères-De-Luchon als guter Achter.
Reaktionen im Ziel
„Es war ein unglaublicher Kampf, um in die Gruppe zu kommen und dauerte über zwei Stunden. Ich war schon richtig am Limit, als die Gruppe endlich gelaufen ist. Ich habe am vorletzten Berg attackiert, weil es für mich leichter war, meinen Rhythmus zu fahren. Leider ist mir dann am letzten Anstieg die Kraft etwas ausgegangen. Die Tour ist so ein hartes Rennen, da muss einfach alles stimmen, wenn man eine Etappe gewinnen will. Aber ich versuche es sicher auch die nächsten Tage wieder.“ – Gregor Mühlberger
„Heute brauchte man am Ende etwas Glück, um in die Gruppe zu kommen. Es gab unzählige Attacken und dauerte über 80 km, bis sich endlich Fahrer vom Feld lösen konnten. Da Rennen war bis dahin so hart, dass sich das Feld einige Male bereits geteilt hatte. Gregor ist ein starkes Rennen gefahren, er war schon in einigen Gruppe zuvor, ich denke, darum hat ihm am Ende auch etwas Energie gefehlt. Aber sind mit seiner Leitung sehr zufrieden, er ist ein junger Fahrer und hat bis jetzt eine gute Tour gefahren.“ – Enrico Poitschke, sportlicher Leiter
© BORA – hansgrohe / Bettiniphoto & VeloImages
16. Etappe:
1. Julian Alaphilippe (Quick-Step Floors) s.t.
2. Gorka Izagirre (Bahrain-Merida) +0:15
3. Adam Yates (Mitchelton-Scott) s.t
4. Bauke Mollema (Trek-Segafredo)
5. Domenico Pozzovivo (Bahrain-Merida) +0:18
6. Robert Gesink (LottoNL-Jumbo) +0:37
7. Michael Valgren (Astana) +0:56
8. Gregor Mühlberger (Bora-hansgrohe) s.t
9. Marc Soler (Movistar) +1:10
10. Pierre Latour (AG2R) +1:18
Gesamtstand:
1. Geraint Thomas (Sky)
2. Chris Froome (Sky) +1:39
3. Tom Dumoulin (Sunweb) +1:50
4. Primoz Roglic (LottoNL-Jumbo) +2:38
5. Romain Bardet (AG2R) +3:21
6. Mikel Landa (Movistar) +3:42
7. Steven Kruijswijk (LottoNL-Jumbo) +3:57
8. Nairo Quintana (Movistar) +4:23
9. Jakob Fuglsang (Astana) +6:14
10.Daniel Martin (UAE Team Emirates) +6:54
Punktewertung:
1. Peter Sagan (Bora-hansgrohe)
Bergwertung:
1. Julian Alaphilippe (Quick-Step Floors)
Nachwuchswertung:
1. Pierre Latour (AG2R)
Teamwertung:
1. Bahrain-Merida

Starker Peter Sagan überrascht an der Côte de la Croix Neuve mit Rang vier.


Eine große, 32-Mann-Gruppe bestimmte heute das Rennen den ganzen Tag über. Von BORA – hansgrohe waren der UCI Weltmeister Peter Sagan und Maciej Bodnar vorne mit dabei. Am steilen, drei Kilometer langen Schlussanstieg rechnete man nicht unbedingt mit Sagan, doch dieser zeigte einmal mehr seine Klasse und holte am Ende Rang vier, nur 12 Sekunden hinter dem Etappensieger O. Fraille.
Die Etappe
Die 14. Etappe der Tour de France war die erste echte Chance für eine Ausreißergruppe. Von Saint-Paul-Trois-Châteaux führte die Strecke die ersten 95 Kilometer durch welliges Gelände, wobei heute der Wind ebenfalls eine Rolle spielen sollte. Eine Bergwertung der vierten Kategorie und der Zwischensprint des Tages wurden absolviert, bevor es an die 30 km stetig steigend zum Col de la Croix de Berthel hinauf ging. Ein weiterer Berg der 3. Kategorie folgte, und auch zum Ziel in Mende ging es noch einmal 3 km bergan.
Teamtaktik
Da heute ein Erfolg aus einer Fluchtgruppe sehr wahrscheinlich war, wollte auch BORA – hansgrohe unbedingt in die Gruppe des Tages gehen. Vor allem Rafal Majka und Gregor Mühlberger hat im Schlussanstieg aus einer Gruppe sehr gute Chancen, doch wenn möglich, sollten in einer großen Gruppe mehrere BORA – hansgrohe Fahrer vertreten sein, um das Rennen von der Spitze kontrollieren zu können. Auch Poljanski, Bodnar, Oss, Burghardt und Sagan waren daher dazu angehalten, am Beginn der Etappe auf Attacken zu reagieren, die vor allem im Seitenwind der ersten Kilometer erwartet wurden. Einzig Lukas Pöstlberger sollte sich, wenn möglich etwas schonen, nach dem der österreichische Staatsmeister gestern den ganzen Tag im Feld für Sagan’s dritten Sieg gearbeitet hatte.
Das Rennen
Gleich zu Beginn der Etappe zersplitterte das Feld im Seitenwind in mehrere Gruppen. Während Peter Sagan und Maciej Bodnar an der Spitze des Rennens waren, befanden sich die meisten BORA – hansgrohe Profis in der zweiten Gruppe. Dort machte Sky das Tempo, da auch einige Klassementsfahrer in Schwierigkeiten waren. Als diese jedoch wieder aufgeschlossen hatten, machte das Feld erst einmal locker, weshalb eine 32-Mann-Gruppe an der Spitze nun schnell Boden gutmachen konnte. Nach etwa 25 Kilometern hatte die Gruppe mit Sagan und Bodnar rund vier Minuten Vorsprung herausgefahren. Bis zum Fuße des Col de la Croix Berthel wuchs der Abstand zwischen Spitze und Feld weiter an. Den Zwischensprint holte sich einmal mehr Peter Sagan. Über die Bergwertungen teilte sich die Gruppe, einige Fahrer attackierte, M. Bodnar war einer der abgehängten Fahrer, und am Ende setzte sich J. Stuyven ab. Bis zum Schlussanstieg baute der Belgier seine Führung auf 1:40 aus, während das Feld an die 20 Minuten zurück lag. Im Schlussanstieg attackierte O. Fraille, schloss zu Stuyven auf und überholte ihn. Dahinter konnte auch Alaphilippe Stuyven einholen. Peter Sagan hielt sich lange zurück und kletterte seinen Rhythmus in der Verfolgergruppe. Fraille holte am Ende den Sieg, Sagan attackiert noch über die Kuppe und landet am Ende auf Rang vier.
Reaktionen im Ziel
„Die meiste Zeit des Tages war ich etwas gelangweilt. Ich dachte, ich werde am Ende ohnehin abgehängt, also wozu das Ganze. Es war dann ein langer Tag in der Spitzengruppe, aber auf den letzten fünf Kilometern konnte ich mich neu motivieren und dachte, ich versuche es einfach und leide ein bisschen. Ich bin an der Verfolgergruppe drangeblieben und über die Kuppe habe ich attackiert. Ich wollte nach vorne Springen, aber es hat leider nicht mehr gereicht. Am Ende wollte ich unbedingt gewinnen.“ – Peter Sagan, UCI Weltmeister

„Wir wussten, dass der Beginn der Etappe heute entscheidend sein würde, und wie erwartet, flog das Feld im Seitenwind auseinander. Eigentlich wollten wir Rafal oder Gregor in die Gruppe bringen, das hat leider nicht geklappt. Aber mit Peter und Bodi hatten wir dennoch zwei Mann vorne. Für Bodi war die Etappe etwas zu hart, aber er hat Peter super unterstützt. Im Finale hatten wir heute keinen Druck. Peter ist seinen Rhythmus gefahren und konnte an der Verfolgergruppe dranbleiben. An so einem Anstieg würde man nicht damit rechnen, dass Peter mit Leuten wie Alaphillipe oder Freille mithalten kann, aber am Ende war er fast dran. Er ist einfach so ein großartiger Champion, man darf in wirklich nie abschreiben.“ – Enrico Poitschke, sporlticher Leiter
© BORA – hansgrohe / Bettiniphoto & VeloImages
14. Etappe:
1. Omar Fraile (Astana)
2. Julian Alaphilippe (Quick-Step Floors) +0:06
3. Belgier Jasper Stuyven (Trek-Segafredo) s.t.
4. Peter Sagan (Bora-hansgrohe) +0:12
5. Damiano Caruso (BMC) +0:17
6. Simon Geschke (Sunweb) +0:19
7. Nicolas Edet (Cofidis) s.t.
8. Lilian Calmejane (Direct Ebnergie) +0:23
9. Daryl Impe (Mitchelston-Scott) +0:30
10.Thomas De Gendt (Lotto Soudal) +0:37
Gesamtstand:
1. Geraint Thomas (Sky)
2. Chris Froome (Sky) +1:39
3. Tom Dumoulin (Sunweb) +1:50
4. Primosz Roglic (LottoNL-Jumbo) +2:38
5. Romain Bardet (AG2R) +3:21
6. Mikel Landa (Movistar) +3:42
7. Steven Kruijswijk (LottoNL-Jumbo) +3:57
8. Nairo Quintana (Movistar) +4:23
9. Jakob Fuglsang (Astana) +6:14
10. Dan Martin (UAE Team Emirates) +6:54
Bergwertung:
1. Julian Alaphilippe (Quick-Step Floors)
Sprintwertung:
1. Peter Sagan (Bora-hansgrohe)
Nachwuchswertung:
1. Pierre Latour (AG2R)
Teamwertung:
1. Movistar