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Rad-WM 1970 in England

Hallo Sportfreunde,

nach meinen Erinnerungen an den tragischen Sturz des deutschen Bahnvierers bei der WM 1973 in San Sebastian möchte ich heute gerne auch an meine schönste Rad-WM erinnern. Die deutschen Bahn-Asse – die einst jahrelang zur absoluten Weltklasse zählten – machten den 12. August bei der WM 1970 zum „Tag der Deutschen“- dreimal erklang damals in Leicester unsere Nationalhymne!

Die Bahnwettbewerbe fanden auf der frisch renovierten schnellen 333m-Beton-Piste im „Saffron Lane- Sportscenter“ statt. Schon die Eröffnungsfeier war außergewöhnlich mit einer großartigen bunten Präsentation bei der Großbritanniens Regierungschef und Premierminister Edward Heath als Schirmherr persönlich anwesend war!

Bereits beim Tandem-Wettbewerb gab es ein heißes „gesamdeutsches Finale“ , denn das starke BDR-Tandem mit den beiden West-Berlinern Jürgen Barth- Rainer Müller hatte sich ebenso souverän ins Finale gekämpft wie das DDR-Tandem Geschke-Otto aus Ost-Berlin. Nach drei extrem spannenden Läufen gewannen Barth-Müller knapp aber verdient den WM-Titel!
Diese rasanten Tandemkämpfe waren phantastisch – völlig unverständlich bleibt mir bis heute , weshalb man die tollen Tandem-Wettbewerbe aus dem WM-Programm der UCI nahm!

Am gleichen Abend fand danach das nicht weniger spannende WM-Finale der Bahnvierer statt. Auch hier traten zwei deutsche Vierer um Kampf um den Titel an. Im westdeutschen Quartett starteten Ernst Clausmeyer, Udo Hempel, Peter Vonhof und Günther Haritz. Für die DDR kämpften ebenso verbissen Thomas Huschke, Heinz Richter, Manfred Ulbricht und Herbert Richter. Runde für Runde steigerte sich der heiße Kampf um Sekundenbruchteile , den der BDR-Vierer von „Goldschmied“ Gustav Kilian schließlich verdient gewann.

„Alle guten Dinge sind drei“, sagt man und nach diesem Motto endete vor ausverkauften Rängen dann auch der großartige WM-Abend in England, denn Ehrenfried Rudolph sorgte im WM-Finale der Profi-Steher für die Krönung der deutschen Siegesserie: Im Endlauf, damals noch über 100 Kilometer, holte sich Rudolph zwei Tage vor seinem 35. Geburtstag mit Schrittmacher Bruno Walrave souverän den WM-Titel vor dem Belgier Theo Verschueren und dem Holländer Pit de Wit. Für Ehrenfried Rudolph, der als vielseitiger Bahnspezialist auch acht deutsche Meistertitel gewann, war es übrigens sein zweiter WM-Sieg nachdem er als Amateur bereits 1962 Weltmeister mit dem BDR-Bahnvierer wurde!

Auch das war 1970 sehr erfreulich und man sollte es nicht vergessen: Für eine WM-Silbermedaille sorgte bei den Amateurstehern überraschend der Nürnberger Horst Gnas als Vize-Weltmeister hinter dem Holländer Cees Stam! Es war der Beginn seiner großen Erfolgsserie!

Englands Sportpresse lobte die erfolgreichen Bahn-Asse Deutschlands nach der WM in höchsten Tönen. Das britische Radsportmagazin INTERNATIONL CYCLESPORT, für das ich einst sechs Jahre vom deutschen Radsport berichtete, bat mich sogar einen persönlichen Rückblick zum großen „deutschen Tag“ der WM zu schreiben.

Ganz kurz möchte ich auch an die Straßen-WM der Profis erinnern, die 1970 auf der Auto-Rennstrecke im Mallory-Park in der Nähe von Leicester stattfand. Auch diese WM bleibt mir bis heute unvergessen. Bei fürchterlichem Regenwetter und stürmischen kalten Wind mussten die Profis 279 Kilometer zurücklegen. Die Unwetterschlacht endete mit einem eindrucksvollen Solo-Sieg des erst 21-jährigen Belgiers Jean-Pierre Monsére, der nach sechseinhalb Stunden vor dem Dänen Leif Mortensen und dem Italiener Felice Gimondi gewann. In Belgien schwärmte man danach von einem „zweiten Eddy Merckx“, nachdem Monsére ein Jahr vorher bereits Vize-Weltmeister der Amateure war. Er wechselte gleich danach noch im Herbst zu den Profis und gewann als 20-Jähriger 1969 die schwere Lombardei-Rundfahrt! Über seinen WM-Titel bei den Profis 1970 durfte er sich leider nur sieben Monate freuen. Im Februar 1971 begann er die Saison in absoluter Topform. Zum Saisonauftakt gewann der junge Weltmeister gleich vier Etappen und die Gesamtwertung der Andalusien-Rundfahrt! Drei Wochen später stieß er am 15. März bei einem Kriterium in Belgien in vollem Speed frontal mit einem PKW zusammen und starb noch an der Unfallstelle.“Jempi“ Monsére , der ein sehr starker Rivale von Merckx hätte werden können, wird unvergessen bleiben. Ein ebenso tragisches Schicksal ereilte fünf Jahre später am 17. Juli 1976 Monsére´s sechsjährigen Sohn Giovanni als er mit Freunden mit dem Rad unterwegs war. Auch er wurde von einem Auto erfasst und starb am Unfallort.

Manfred M a r r

EM 2025 Straßenrennen Junioren/U23/Frauen

3. Oktober 2025 Junioren | 103 km

01 Herzog Karl Germany 02:44:34
02 Capello Roberto Italy + 13
03 Gaffney David Ireland + 43
04 Lindholm Noah Denmark + 56
05 Dijkman Daan Netherlands + 56
06 Van Kerckhove Seff Belgium + 56
07 Jackowiak Janek Poland + 56
08 Ruesche Soan France + 56
09 Cubillas Javier Spain + 56
10 Tjumins Georgs Latvia + 56

Juniorinnen 63km:

01 Ostiz Paula Spain 01:46:49
02 Grossmann Anja Switzerland + 00
03 Pegolo Chantal Italy + 03
04 Okrucinska Maria Poland + 03
05 Stampori Eirini Greece + 05
06 Neira Alejandra Spain + 05
07 Hezinova Daniela Czechia + 05
08 Castro Lidia Spain + 05
09 Poirier Thaïs France + 05
10 Serkezi Marusa Tereza Slovenia + 06
11 Arens Megan Netherlands + 25
12 Rossignoli Matilde Italy + 43
13 Leis Magdalena Germany + 43

U23 Frauen 85km:

1 Blasi Paula Spain 125 02:30:29
2 Ciabocco Eleonora Italy 85 + 09
3 Bego Julie France 70 + 09
4 Chladonová Viktória Slovakia 60 + 09
5 Riedmann Linda Germany 50 + 25
6 Oudeman Maud Netherlands 40 + 26
7 De Schepper Lore Belgium 35 + 45
8 Siegers Emma Belgium 30 + 54
9 Reijnhout Rosita Netherlands 25 + 54
10 Mul Malwina Poland 20 + 58
11 Söderqvist Karin Sweden 15 + 59

U23 Männer 121km:

1 Widar Jarno Belgium 125 03:11:58
2 Decomble Maxime France 85 + 14
3 Álvarez Héctor Spain 70 + 46
4 Gualdi Simone Italy 60 + 46
5 Remijn Senna Netherlands 50 + 46
6 Loulergue Victor France 40 + 46
7 Zomermaand Jurgen Netherlands 35 + 46
8 Lopes Lucas Portugal 30 + 46
9 Bock Max Germany 25 + 46
10 Finn Lorenzo Italy 20 + 52

ELITE Frauen 116km:


Plomi Foto

1 Vollering Demi Netherlands 250 02:57:53
2 Niewiadoma-Phinney Katarzyna Poland 200 + 01:18
3 van der Breggen Anna Netherlands 150 + 01:24
4 Koch Franziska Germany 125 + 02:31
5 Chabbey Elise Switzerland 100 + 02:31
6 Labous Juliette France 90 + 02:31
7 Garcia Mavi Spain 80 + 02:31
8 Niedermaier Antonia Germany 70 + 03:08
9 Kerbaol Cédrine France 60 + 04:38
10 Longo Borghini Elisa Italy 50 + 04:42
11 Zigart Urska Slovenia 40 + 05:37

EM 2025 Zeitfahren

ELITE Männer 24km:

1 Evenepoel Remco Belgium 70 00:28:26
2 Ganna Filippo Italy 55 + 43
3 Larsen Niklas Denmark 40 + 01:08
4 Hayter Ethan Great Britain 30 + 01:09
5 Tarling Joshua Great Britain 25 + 01:10

6 Hoole Daan Netherlands 20 + 01:38
7 Vacek Mathias Czechia 15 + 01:44
8 Küng Stefan Switzerland 10 + 01:47
9 Armirail Bruno France 5 + 01:48
10 Segaert Alec Belgium 3 + 01:51
11 Söderqvist Jakob Sweden + 01:54
12 Walscheid Max Germany + 02:02

ELITE Frauen 24km:

1 Reusser Marlen Switzerland 70 00:33:06
2 Ottestad Mie Bjørndal Norway 55 + 50
3 Bredewold Mischa Netherlands 40 + 51
4 Aalerud Katrine Norway 30 + 52
5 Nooijen Lieke Netherlands 25 + 59
6 Labous Juliette France 20 + 01:05
7 Henderson Anna Great Britain 15 + 01:05
8 Schweinberger Christina Austria 10 + 01:31
9 Kerbaol Cédrine France 5 + 01:51
10 Biriukova Yuliia Ukraine 3 + 02:07

U23 Männer 24km:

1 Vervenne Jonathan Belgium 50 00:30:27
2 Van Kerckhove Matisse Belgium 30 + 02
3 Rafferty Adam Ireland 20 + 07
4 Decomble Maxime France 15 + 16
5 Landbo Mads Denmark 10 + 27

U23 Frauen 24km:

1 Venturelli Federica Italy 50 00:34:17
2 Ahtosalo Anniina Finland 30 + 48
3 Vierstraete Luca Belgium 20 + 51
4 Vinke Nienke Netherlands 15 + 01:08
5 Kagevi Stina Sweden 10 + 01:09
6 Czapla Justyna Germany 5 + 01:14
7 Riedmann Linda Germany 3 + 01:15

8 Huys Tabea Austria 3 + 01:21
9 Chladonová Viktória Slovakia 1 + 01:22
10 Blasi Paula Spain 1 + 01:28

Juniorinnen 12km:

01 Ostiz Paula Spain 18:38
02 Leis Magdalena Germany + 02
03 Gissinger Oda Aune Norway + 10
04 Arens Megan Netherlands + 13
05 Müller Roos Netherlands + 16

Junioren 24km:

01 Mouris Michiel Netherlands 30:49
02 Murphy Conor Ireland + 05
03 Birkedal Julius Løvstrup Denmark + 28
04 Jackowiak Janek Poland + 49
05 Urkaregi Eñaut Spain + 56
06 Herzog Karl Germany + 01:08

40km ELITE Mixed Relay:

01 France 47:42 Armirail Bruno Borras Marion Cavagna Remi Guernalec Thibault Kerbaol Cédrine Labous Juliette
02 Italy +00:07 Cecchini Elena Frigo Marco Ganna Filippo Guazzini Vittoria Milesi Lorenzo Venturelli Federica
03 Switzerland +00:40 Christen Jan Küng Stefan Liechti Jasmin Reusser Marlen Rüegg Noemi Schmid Mauro
04 Germany +01:25 Brauße Franziska Fietzke Paul Heidemann Miguel Klein Lisa Kröger Mieke Leidert Louis
05 Luxembourg +02:04 Berton Nina Kirsch Alex Kluckers Arthur Nothum Gwen Wenzel Liv Wenzel Mats
06 Ukraine +03:28 Biriukova Yuliia Chyzhykov Heorhii Kozoriz Danylo Kulynych Olha Shekel Olga Simon Semen
07 Estonia +03:39 Ebras Elisabeth Küüt Oskar Mäeuibo Markus Ragilo Frank Aron Sander Laura Lizette Tuisk Aidi Gerde

40km Junioren

01 Norway 52:05 Dolven Marte Gissinger Oda Aune Haugetun Kristian Orholm-Lønseth Sindre Støvern Ida Østbye Øksnes Håkon Eiksund
02 France +00:34 Bihan Zoé Bouhier Charlotte Gayant Lancelot Gicquel Gabin Humbert Ninon Royer Luc
03 Poland +00:37 Gaborska Anna Gancarz Ksawery Hartman Nadia Legiec Mikolaj Slomka Kinga Wlodarski Marcin
04 Germany +00:45 Benz Benedikt Dworatzek Klara Jäger Jette Marie Nollau Laura Wedekind Victor Winter Zeno Levi
05 Switzerland +00:46 Marthe Elia Priemer Max Rezzonico Aline Schnyder Noah Stirnimann Tom Tschumi Chloe
06 Lithuania +01:40 Audinyte Auguste Bilertas Arnas Kertenis Ignas Liutinskaite Monika Mikutyte Auguste Valinskas Kasparas
07 Estonia +02:13 Jurisaar Maria Koik Mariann Pohl Lauren Rooni Ron Suppi Sebastian Tammepuu Riko
08 Ukraine +02:49 Antonenko Pavlo Dubinina Kira Holiak Vladyslav Smolynets Oleh Tsybulska Maryna Ushakova Milana
09 Croatia +06:23 Dolic Dorian Ilicic Iva Scariot Maris Serapiglia Marta Varvaruk Aleks Zadro Lucija
DNF Italy + Acuti Maria Colombo Riccardo Ferrari Ruben Frigo Davide Rossignoli Matilde Sanarini Linda

WM 2025 in Kigali – Straßenrennen ELITE Männer

Distanz: 267,5 km
Wieder Pogacar mit 100-Kilometer-Flucht

Herbert Moos Foto

Tadej Pogacar (Slowenien) verteidigte bei der Straßen-WM 2025 in Kigali beeindruckend seinen Titel im Straßenrennen durch eine weitere Mammut-Flucht. Der 27-jährige Top-Favorit attackierte schon 105 Kilometer vor dem Ziel am Mont Kigali und war die letzten 78 Kilometer als Solist an der Spitze unterwegs. Damit gelang Pogacar die Revanche gegen seinen einzigen vermuteten Konkurrenten Remco Evenepoel (Belgien), der ihn im WM-Einzelzeitfahren überholt hatte. Evenepoel geriet schon bei Pogacars Offensive ins Hintertreffen, berappelte sich aber nach einer Phase des Lamentierens und fuhr noch zu Silber. Um Bronze stellte Ben Healy (Irland) innerhalb der letzten 7 Kilometer am vorletzten Anstieg Mattias Skjelmose (Dänemark) ab.

Vor begeisterten Zuschauermassen kam es bei der ersten WM in Afrika auf dem anspruchsvollen Parcours zu den erwartet großen Abständen. Nur 30 der 165 Starter erreichten das Ziel. Der alte und neue Weltmeister Pogacar hatte dort nach 267,5 Kilometern 1:28 Minuten Vorsprung vor Evenepoel, über 2 vor Healy und fast 3 vor Skjelmose. Evenepoel hatte Healy und Skjelmose in der vorletzten der 15,1-Kilometer-Runden des Stadtkurses von Kigali abgehängt. Im Ziel vergingen über 6 Minuten, bevor Toms Skujins (Lettland) als Bester des Rests für den 5. Platz auftauchte.

Es folgten Giulio Ciccone (Italien), Isaac del Toro (Mexiko), Juan Ayuso (Spanien) und Alfonso Eulalio (Portugal). Über 9 Minuten hinter Pogacar ergatterte Tom Pidcock (Großbritannien) im Sprint gegen Primoz Roglic (Slowenien) den letzten Top-Ten-Platz. Pidcock hatte im Rennen um die Medaillen nicht mehr in der Verfolgergruppe das Tempo von Evenepoel, Healy und Skjelmose mitgehen können. Del Toro und Ayuso versuchten zuvor als einzige, Pogacars Attacke mitzureiten. Ayuso platzte schon kurz danach an der Mauer von Kigali ab. Del Toro leistete Pogacar noch bis 76 Kilometer vorm Ziel Gesellschaft.
Del Toro und Ayuso wollten mitfliegen

Die frühe Spitzengruppe des Tages – bestehend aus Anders Foldager (Dänemark), Julien Bernard (Frankreich), Menno Huising (Niederlande), Ivo Oliveira (Portugal), Fabio Christen (Schweiz), Marius Mayrhofer (Deutschland) und als Nachzügler Raul Garica Pierna (Spanien) – spielte nicht die geringste Rolle in einem brutal ausgefahrenen Rennen. Nach den ersten 9 Runden auf dem Stadtkurs waren schon nur noch Foldager, Oliveira und Bernard vorn, als es raus auf die größere Runde mit Mont Kigali und Mauer von Kigali ging. Bernard wurde als letzter Ausreißer kurz nach Pogacars Attacke vom Weltmeister sowie del Toro und Ayuso überholt.

Über den längeren Mont Kigali hinweg brachte das Spitzentrio 12 Sekunden Vorsprung mit in die kürzere, aber steilere Mauer von Kigali. Auf dem dortigen Pflaster fuhr del Toro von vorn. Ayuso konnte dies Schlagzahl nicht mehr mitgehen. Oben kamen del Toro und Pogacar 50 Sekunden vor einer ersten Verfolgergruppe aus dem Menschenspalier heraus. Dazwischen hing Ayuso auf verlorenem Posten.
Evenepoel zu Silber trotz erneut infantiler Episode

Noch dahinter inszenierte Evenpoel wie so oft eine sich anbahnende Niederlage mit größtmöglichen Drama. Er wechselte 2-mal sein Rennrad und stellte sich dabei so trotzig und dumm an, dass er extra lange auf das Teamfahrzeug musste. Davor und danach schlug er auf seine Rennmaschnine ein und trat während des einen Radwechsels wie ein kleines Kind in die Luft. Anders als sonst erholte sich die Drama-Queen von dieser Episode und rollte das Feld von hinten auf.

Zurück auf dem Stadt-Rundkurs hatten Pogacar und del Toro 6 Runden vor Schluss 45 Sekunden Vorsprung vor einer inzwischen zusammengeschlossenen Verfolgergruppe. Evenepoel war zu diesem Zeitpunkt noch mehr mit seiner Wut und seinem Rennrad beschäftigt als mit dem Rennen selbst.

Healy als Drittbester folgerichtig zu Bronze

Im sich abzeichnenden Kampf um Bronze hinter Pogacar und del Toro probierten es Healy, Pawel Siwakow (Frankreich) und Mikkel Honoré (Dänemark) 73 Kilometer vorm Ziel als Trio. An der Spitze versuchte Pogacar augenscheinlich del Toro noch mitzunehmen, hängte diesen aber dann doch während der fünftletzten Runde ab. Es ging hinter ihm also um Silber und Bronze – und vielleicht doch noch um die Einholung Pogacars?
Denn nun legte Evenepoel den Schalter um und ließ es laufen. Er holte dadurch del Toro und das Verfolgertrio ein und zerlegte die erste größere Verfolgergruppe sogleich an der Côte de Kimihurura, dem gepflasterter zweiten und letzten Anstieg des Rundkurses. In der Vorentscheidung um Silber und Bronze konnten nur noch Healy, Skjelmose, Pidcock und Jai Hindley (Australien) bei Evenepoel bleiben.

4 Runden vor Schluss, also noch über 60 Kilometer vorm Ziel, betrug der Abstand zwischen Pogacar und Verfolgerquintett exakt eine Minute. Obwohl die Verfolger zusammenarbeiteten, pendelte der Abstand weiterhin um die Minutenmarke. Kurz hinter dem Quintett ware Ayuso und Paul Seixas (Frankreich) unterwegs, aber als Duo chancenlos. Innerhalb der letzten 50 Kilometer wurden beide und der kurz zuvor zu ihnen aufschließende Siwakow von einer Verfolgergruppe gestellt – eine Minute hinter dem Evenepoel-Quintett und 2 hinter Pogacar.

Diese Gruppe fuhr dann den 5. Platz untereinander aus, weil Hindley und Pidcock 47 Kilometer vor Schluss an der drittletzten Kimihuruha aus der ersten Verfolgergruppe zurückfielen. Evenepoel, Healy und Skjelmose bekamen den Rückstand zu Pogacar einfach nicht kleiner. Als dieser sogar leicht nach oben anstieg, attackierte Evenepoel an Côte de Kigali Golf, dem anderen Anstieg des Rundkurses, rund 22 Kilometer vorm Ziel.

Healy und Skjelmose duellierten sich ungefährdet um Bronze wegen des eklatanten Rückstandes hinter ihnen. In der letzten Côte Kigali Golf musste Skjelmose abreißen lassen, so dass Healy mit strahlendem Gesicht zu Bronze fuhr, wohingegen bei einem bedienten Evenepoel im Ziel die Tränen flossen, um das Drama rund zu machen. Für Pogacar ist ein hoch überlegener Sieg indes der Normalfall …

Ergebnis
1. Tadej Pogacar (SLO) 6:21:20

2. Remco Evenepoel (BEL) +1:28
3. Ben Healy (IRL) +2:16
4. Mattias Skjelmose (DEN) +2:53
5. Toms Skujins (LAT) +6:41
6. Giulio Ciccone (ITA) +6:47
7. Isaac del Toro (MEX) gl.Zeit
8. Juan Ayuso (ESP) gl.Zeit
9. Alfonso Eulalio (POR) +7:06
10. Tom Pidcock (GBR) +9:05
11. Primoz Roglic (SLO) gl.Zeit
12. Mikkel Honoré (DEN) +9:07
13. Paul Seixas (FRA) gl.Zeit
14. Harold Tejada (COL) gl.Zeit
15. Pawel Siwakow (FRA) +9:47
16. Jai Hindley (AUS) +10:01
17. Andrea Bagioli (ITA) +10:06
18. Marc Hirschi (SUI) gl.Zeit
19. Michael Storer (AUS) +10:12
20. Carlos Canal (ESP) gl.Zeit
21. Bauke Mollema (NED) gl.Zeit
22. Gianmarco Garofoli (ITA) +10:16
23. Kevin Vermaerke (USA) gl.Zeit
24. Arjom Nytsch (—) gl.Zeit
25. Andreas Leknessund (NOR) +10:18
26. Cian Uijtdebroeks (BEL) gl.Zeit
27. E. Svestadt-Bardseng (NOR) +10:48
28. Valen. Paret-Peintre (FRA) +10:59
29. Jan Christen (SUI) +11:55
30. A. Ghebreigzabhier (ERI) +12:04
– 165 Teilnehmer, davon 30 klassiert.

World Championships Ruanda 2025 Frauen und Juniorinnen

Frauen Elite (165km)


Plomi Foto

1 Vallieres Magdeleine Canada 600 350 4:34:48
2 Fisher-Black Niamh New Zealand 475 260 0:23
3 García Mavi Spain 400 190 0:27

4 Chabbey Elise Switzerland 325 150 0:41
5 Markus Riejanne Netherlands 275 130 0:57
6 Niedermaier Antonia Germany 225 110 1:17
7 Vollering Demi Netherlands 175 100 1:34
8 (Le Court) Pienaar Kimberley Mauritius 150 90 ,,
9 Reusser Marlen Switzerland 125 80 ,,
10 Niewiadoma Kasia Poland 100 70 ,,
11 Andersson Caroline Sweden 85 65 ,,
12 Koch Franziska Germany 70 60 1:36

Juniorinnen (74,0km)
1. Paula Ortiz (ESP) 2:09:19
2. Chantal Pegolo (ITA) alle
3. Anja Grossmann (SUI) gleiche
4. Sidney Swierenga (CAN) Zeit
5. Giada Silo (ITA) +0:03
6. Thaïs Poirier (FRA)
7. Kahsay Tsige Kiros (ETH)
8. Neve Parslow (AUS) alle
9. Maria Okrucinska (POL) gleiche
10. Alyssa Sarkisov (USA) Zeit

Die Vorentscheidung fiel erst innerhalb der letzten 2 Kilometer, als sich die Top-5 am finalen Pflaster-Anstieg unter der Führung der zuvor schon häufig vorn fahrenden Grossmann absetzten. Auf dem kupierten Schlusskilometer pokerte das Quintett hoch, so dass Poirier und Kiros fast noch herankamen. Ortiz gewann den Sprint überlegen mit zweieinhalb Radlängen Vorsprung. Auch die Abstände dahinter waren fast genauso deutlich.

World Championships Ruanda Zeitfahren

ELITE Männer: 40,6 km
Hattrick für überragenden Evenepoel

Mit einem vernichtenden Sieg wurde Remco Evenepoel 2025 zum 3. Mal in Serie Weltmeister im Einzelzeitfahren auf der Straße. Auf dem hügligen Kurs in der ruandischen Hauptstadt Kigali konnte mit dem 24-jährigen Belgier niemand mithalten. Mit 74 Sekunden Rückstand ging Silber an Jay Vine (Australien). Eine noch größere Lücke klaffte zum 3. Platz. Auf diesem ergatterte ein mit Ilan van Wilder ein weiterer Belgier Edelmetall.
Der große Tadej Pogacar (Slowenien) verpasste die Medaillenränge um 2 Sekunden. Auf dem Kopfsteinfplaster-Anstieg 2 Kilometer vorm Ziel, der auch eine Woche später im WM-Straßenrennen dabei ist, musste Pogacar sogar die Demütigung über sich ergehen lassen, vom 2:30 Minuten hinter ihm gestarteten Evenepoel überholt zu werden. Damit revanchierte sich Evenepoel für die umgekehrte Schmach gegen Jonas Vingegaard (verzichtet auf die WM) gut 2 Monate zuvor bei der Tour de France.

Gleich an der ersten Zwischenzeitnahme unterbot der zuletzt gestartete Evenepoel die bisherige Bestmarke von Isaac del Toro (Mexiko) um eine dreiviertel Minute. Mit del Toro gleichauf waren hier Pogacar und Vine. Alle 3 fahren sonst für denselben Rennstall (UAE). Evenepoel ist außerhalb von internationalen Meisterschaften bis Ende der Saison noch bei Soudal-Quick Step unter Vertrag, wo auch der Bronze-Gewinner van Wilder fährt. Van Wilder lag bei der ersten Zwischen noch rund 10 Sekunden hinter del Toro, Pogacar und Vine.
An der zweiten Zwischenzeit hatte Evenepoel seinen Vorsprung vor Vine auf 1:17 Minuten ausgebaut. Pogacar war auf 1:43 zurückgefallen und nur noch knapp vor de Wilder. Del Toro fiel auf den 6. Platz hinter Andreas Leknessund (Norwegen) zurück. Die beiden tauschten bis ins Ziel wieder die Plätze. Vine konnte im letzten Streckendrittel sogar auf Evenepoel 3 Sekunden aufholen. Er brachte damit seine exzellente Form aus der Spanien-Rundfahrt mit nach Ruanda. Van Wilder konnte Evenepoel noch um etwas weniger als 2 Sekunden schlagen und vom Bronzerang verdrängen.

1. Remco Evenepoel (BEL) 49:46.03
2. Jay Vine (AUS) +1:14.90
3. Ilan van Wilder (BEL) +2:36.07
4. Tadej Pogacar (SLO) +2:37.73
5. Isaac del Toro (MEX) +2:40.86
6. Andreas Leknessund (NOR) +2:57.27
7. Luke Plapp (AUS) +3:03.07
8. Bruno Armirail (FRA) +3:06.07
9. Thymen Arensman (NED) +3:39.68
10. Stefan Küng (SUI) +3:48.92

11. Ivan Romeo (ESP) +3:52.34
12. Michael Leonard (CAN) +3:53.11
13. Matteo Sobrero (ITA) +3:59.92
14. Walter Vargas (COL) +4:04.04
15. Mattia Cattaneo (ITA) +4:10.65
16. Paul Seixas (FRA) +4:14.14
17. Miguel Heidemann (GER) +4:52.78
18. Raul Garcia Pierna (ESP) +5:03.33
19. Florian Vermeersch (BEL) +5:03.56
20. Byron Munton (RSA) +5:05.75

ELITE Frauen ITT – 31 Km

1 Reusser Marlen Switzerland 00:43:09
2 van der Breggen Anna Netherlands 00:52
3 Vollering Demi Netherlands 01:05
4 Chapman Brodie Australia 01:21
5 Aalerud Katrine Norway 01:24
6 Niedermaier Antonia Germany 01:29
7 Labous Juliette France 01:33
8 Henderson Anna Great Britain 01:38
9 Dygert Chloé United States 02:25
10 Benito Mireia Spain 02:32

U23 Männer ITT – 31,20 Km


Plomi Foto

1 Söderqvist Jakob SWE Sweden 00:38:24
2 Pringle Nate NZL New Zealand 01:04
3 Decomble Maxime FRA France 01:04
4 Finn Lorenzo ITA Italy 01:09
5 Thornley Callum GBR Great Britain 01:12

6 Walton Jonas CAN Canada 01:27
7 Gajdulewicz Mateusz POL Poland 01:28
8 Vervenne Jonathan BEL Belgium 01:33
9 Álvarez Héctor ESP Spain 01:40
10 McKenzie Hamish AUS Australia 01:48

U23-WM in Ruanda: Nate Pringle holt Silber, drei Rookies in den Top Fünf

Die Red Bull – BORA – hansgrohe Rookies überzeugen im U23-WM-Zeitfahren in Kigali auf ganzer Linie. Für Pringle ist es der größte Erfolg seiner Karriere.

Nate Pringle hat im WM-Einzelzeitfahren der U23-Kategorie in Ruanda die Silbermedaille gewonnen. Der 21-jährige Neuseeländer aus den Reihen der Red Bull – BORA – hansgrohe Rookies lieferte auf der 31,2 Kilometer langen, äußerst anspruchsvollen Strecke durch Kigali eine herausragende Leistung ab und musste sich am Ende nur dem Schweden Jakob Söderqvist geschlagen geben (+ 1:03 Minuten). Für Pringle, der in diesem Frühjahr bereits neuseeländischer Zeitfahrmeister wurde, war es der größte Erfolg seiner noch jungen Karriere.
„Dieses Ergebnis bedeutet mir unglaublich viel“, sagte Nate Pringle nach seinem Silberlauf. „Wenn mir jemand im Februar gesagt hätte, dass ich überhaupt zur WM fahre, hätte ich es wohl nicht geglaubt. Dann bei diesem Rennen so lange in Führung zu liegen und am Ende Silber zu gewinnen – das ist ein echtes Privileg. Ich bin super happy, wie der Tag gelaufen ist!“

Für die Rookies war es über Pringles Erfolg hinaus ein erfolgreicher Tag: Mit Lorenzo Finn (Italien, + 1:08 Minuten) auf Platz vier und Callum Thornley (Großbritannien, + 1:11 Minuten) auf Rang fünf landeten nämlich zwei weitere Fahrer aus dem Red Bull – BORA – hansgrohe Development-Team in den Top Fünf – ein eindrucksvolles Ausrufezeichen der Nachwuchsmannschaft. Der Deutsche Paul Fietzke belegte am Ende Rang 16 (+ 2:57 Minuten).

John Wakefield, Director of Development bei Red Bull – BORA – hansgrohe, zeigte sich hochzufrieden: „Insgesamt drei Fahrer in den Top Fünf bei einer U23-Weltmeisterschaft zu haben, ist ein bemerkenswertes Ergebnis – es spiegelt sowohl die Stärke unseres Programms als auch das Engagement unserer Fahrer wider. Jeder Einzelne hat seine Fähigkeiten im direkten Vergleich mit der Weltklasse unter Beweis gestellt. Diese Resultate bringen nicht nur internationale Anerkennung, sondern zeigen auch deutlich, wie viel Talent in unserem Development-Projekt steckt.“

U23 Frauen: ITT – 23 Km

1 Bäckstedt Zoe GBR Great Britain 00:30:56
2 Chladoňová Viktória SVK Slovakia 01:51
3 Venturelli Federica ITA Italy 02:12
4 Wilson-Haffenden Felicity AUS Australia 02:22
5 Ivanchenko Alena AIN Individual Neutral Athletes 02:22
6 Couzens Millie GBR Great Britain 02:38
7 Czapla Justyna GER Germany 02:48
8 Anderson Alli AUS Australia 02:53
9 Huys Tabea AUT Austria 03:00
10 Holmgren Ava CAN Canada 03:06

Junioren ITT – 22,6 Km
Weltmeister! Michiel Mouris gewinnt U19-Zeitfahren bei der WM in Kigali

Der Niederländer krönt eine herausragende Saison mit WM-Gold. Roberto Capello rundet als Sechster das starke Ergebnis der Red Bull – BORA – hansgrohe Junioren ab.

Michiel Mouris hat sich bei der Weltmeisterschaft in Ruanda den Titel im Einzelzeitfahren der Junioren gesichert. Der junge Niederländer aus den Reihen des Red Bull – BORA – hansgrohe U19-Teams grenke – Auto Eder setzte sich auf dem 22,6 Kilometer langen Kurs in Kigali in einer Zeit von 29:07 Minuten gegen die internationale Konkurrenz durch und bewies einmal mehr, dass er zu den größten Talenten seiner Generation gehört. Für Mouris ist es der Abschluss einer erfolgreichen Saison. Bereits im Frühjahr hatte der 18-Jährige mit seinem Sieg bei Paris–Roubaix Juniors für Furore gesorgt.

1 Mouris Michiel NED Netherlands 00:29:08
2 Barry Ashlin USA United States 00:07
3 Van Kerckhove Seff BEL Belgium 00:09
4 Drake Beckam USA United States 00:14
5 Hinds Max GBR Great Britain 00:19

Juniorinnen ITT – 18,3 Km

1 Arens Megan NED Netherlands 00:25:47
2 Ostiz Paula ESP Spain 00:35
3 Gissinger Oda Aune NOR Norway 00:38
4 Müller Roos NED Netherlands 00:48
5 Boothman Erin GBR Great Britain 00:49

Results powered by FirstCycling.com

DM 2025 ELITE Männer Linden 195km – Fotos von Herbert Moos


Podium:
1er Georg Zimmermann
2er Felix Engelhardt
3er Anton Schiffer


Jonas Rutsch freut sich mit Teamkollegen Georg Zimmermann und er war sein wichtigster Helfer an diesem heißen Tag.


Anton Schiffer fuhr ein sehr starkes Rennen und war am Berg einer der Besten, wenn nicht der Beste.


Tim Torn Teutenberg


Peloton


Sehr stark fuhr auch Emu Buchmann, der alles für die Fluchtgruppe mit Max Schachmann und Anton Schiffer investierte, am Ende dafür aber durch die Einholung nicht belohnt wurde.


Nico Denz

DM 2025 ELITE Frauen Linden 119km


Alle Fotos Herbert Moos

01 Koch Franziska Team Picnic PostNL 03:14:27 100
02 Niedermaier Antonia CANYON//SRAM zondacrypto + 14 75
03 Klöser Rosa Maria CANYON//SRAM zondacrypto + 43 60

04 Czapla Justyna CANYON//SRAM zondacrypto + 56 50
05 Lippert Liane Movistar Team + 04:47 40

06 Meder Stephanie Embrace The World Cycling WMN + 05:06 30
07 Brauße Franziska Ceratizit Pro Cycling Team + 05:53 20
08 Bauernfeind Ricarda CANYON//SRAM zondacrypto + 05:53 10

09 Laing Nele LKT-Team + 05:53 5
10 Goldschmidt Karoline LKT-Team + 05:55 3
11 Jäger Clara Embrace The World Cycling WMN + 06:01
12 Fox Katharina Embrace The World Cycling WMN + 10:37
13 Lantzsch Selma Embrace The World Cycling WMN + 10:38
14 Messemer Joëlle CANYON//SRAM zondacrypto Generation + 10:38
15 Ludwig Hannah Cofidis Women Team + 10:45

Nationale Meisterschaften ELITE Männer

Nationale Titel: Zimmermann, Wafler, Schmid D-A-CH-Meister
Bei zum Teil sengender Hitze in Europa wurde die Meistertrikots im Straßenrennen ausgefahren. In Deutschland übertrumpfte Georg Zimmermann (Intermarché) auf der Zielgeraden Felix Engelhardt (Jayco) nach großem Schlagabtausch nicht nur dieser beiden.
Mauro Schmid (Jayco) behält das Schweizer Meistertrikot. In Österreich gab es mit Tim Wafler einen Überraschungssieger.

Deutschland, Linden
Ergebnis Deutsche Meisterschaft (198km)
1. Georg Zimmermann – Intermarché-Wanty 4:41:08
2. Felix Engelhardt – Jayco-Alula +0:01
3. Anton Schiffer – Bike Aid gl.Zeit

4. Lennard Kämna – Lidl-Trek +0:02
5. Florian Stork – Tudor +0:18

6. Emanuel Buchmann – Cofidis +0:30
7. Nils Politt – UAE-XRG +2:44
8. Jonas Rutsch – Intermarché-Wanty gl.Zeit
9. Ben Zwiehoff – Red Bull-Bora gl.Zeit
10. Lennart Jasch – Red Bull-Bora Rookies +2:47

Österreich, Illmitz
Ergebnis Österreichische Meisterschaft (169km)
1. Tim Wafler – Tirol-KTM 3:36:56
2. Felix Großschartner – UAE-XRG gl.Zeit
3. Tobias Bayer – Alpecin-Deceuninck gl.Zeit

4. Marco Haller – Tudor +1:54
5. Patrick Konrad – Lidl-Trek gl.Zeit
6. Emanuel Zangerle – Vorarlberg gl.Zeit
7. Michael Gogl – Alpecin-Deceuninck +2:22
8. Maxi Schmidbauer – WSA KTM Graz +3:47
9. Daniel Geismayr – Vorarlberg +3:56
10. Fabian Steininger – WSA KTM Graz +4:11

Schweiz, Fischingen
Ergebnis Schweizer Meisterschaft (178,7km)
1. Mauro Schmid – Jayco-Alula 4:25:29

2. Marc Hirschi – Tudor gl.Zeit
3. Valentin Darbellay – Elite Fondations +0:01
4. Arnaud Tendon – Elite Fondations gl.Zeit
5. Jan Christen – UAE-XRG +0:21
6. Elia Blum – Elite Fondations +0:57
7. Félix Stehli – Vorarlberg +1:42
8. Fabio Christen – Q36.5 +1:43
9. Antoine Debons – Elite Fondations gl.Zeit
10. Alexandre Balmer – Solution Tech-Fantini +2:34

Belgien, Binche
Ergebnis Belgische Meisterschaft (230km)
1. Tim Wellens – UAE-XRG 4:50:27

2. Remco Evenepoel – Soudal-Quick Step +0:38
3. Jasper Philipsen – Alpecin-Deceuninck +0:46
4. Arjen Livyns – Lotto +1:33
5. Florian Vermeersch – UAE-XRG gl.Zeit
6. Victor Campenaerts – Visma-Lease a Bike +1:42
7. Jenno Berckmoes – Lotto +1:50
8. Dries de Bondt – Decathlon-AG2R +2:44
9. Alex Segaert – Lotto +2:45
10. Xandro Meurisse – Alpecin-Deceuninck gl.Zeit

Niederlande, Ede
Ergebnis Niederländische Meisterschaft (163km)
1. Danny van Poppel – Red Bull-Bora 3:10:28

2. Olav Kooij – Visma-Lease a Bike
3. Dylan Groenewegen – Jayco-Alula
4. Rick Pluimers – Tudor alle
5. Nils Eekhoff – Picnic-PostNL
6. Martijn Budding – Unibet-Tietema
7. Marijn van den Berg – EF Education-Easypost gleiche
8. Tibor del Grosso – Alpecin-Deceuninck
9. Casper van Uden – Picnic-PostNL
10. Thom van der Werff – Picnic Development Zeit

Frankreich, Les Herbiers
Ergebnis Französische Meisterschaft (231km)
1. Dorian Godon – Decathlon-AG2R 4:46:59

2. Romain Grégoire – Groupama-FDJ gl.Zeit
3. Kévin Vauquelin – Arkéa-B&B Hotels gl.Zeit
4. Alexandre Delettre – Totalenergies +0:03
5. Axel Laurance – Ineos Grenadiers +0:04
6. Louis Barré – Intermarché-Wanty +0:07
7. Julien Bernard – Lidl-Trek gl.Zeit
8. Nicolas Prodhomme – Decathlon-AG2R +0:09
9. Paul Seixas – Decathlon-AG2R gl.Zeit
10. Paul Magnier – Soudal-Quick Step +0:15

Italien, Triest – Gorizia
Ergebnis Italienische Meisterschaft (228,8km)
1. Filippo Conca – Swatt Club 5:15:21

2. Alessandro Covi – UAE-XRG
3. Thomas Pesenti – Soudal-Quick Step Devo alle
4. Giovanni Aleotti – Red Bull-Bora gleiche
5. Mattia Gaffuri – Swatt Club Zeit
6. Filippo Baroncini – UAE-XRG +0:10
7. Jonathan Milan – Lidl-Trek +0:11
8. Nicolo Buratti – Bahrain Victorious +0:13
9. Francesco Busatto – Intermarché-Wanty +0:28
10. Nicolo Parisini – Q36.5 gl.Zeit

Spanien, Granada
Ergebnis Spanische Meisterschaft (191,4km)
1. Ivan Romeo – Movistar 4:43:28

2. Fernando Barcelo – Caja Rural-Seguros RGA +0:56
3. Roger Adria – Red Bull-Bora +1:53

4. Juan Pedro Lopez – Lidl-Trek gl.Zeit
5. Ander Okamika – Burgos-Burpellet +2:51
6. David de la Cruz – Q36.5 alle
7. José Félix Parra – Kern Pharma gleiche
8. Jorge Gutierrez – Kern Pharma Zeit
9. Urko Berrade – Kern Pharma +2:56
10. Mario Aparicio – Burgos-Burpellet +7:34

Einige weitere Straßen-Meister des Wochenendes

Dänemark: Søren Kragh Andersen (Lidl-Trek)
Eritrea: Nahom Zeray (JCL-Ukyo)
Estland: Madis Mihkels (EF Education-Easypost)
Großbritannien: Sam Watson (Ineos Grenadiers)
Irland: Rory Townsend (Q36.5)
Kanada: Derek Gee (Israel-Premier Tech)
Kasachstan: Jewgeni Fedorow (XDS-Astana)
Lettland: Toms Skujins (Lidl-Trek)
Litauen: Aivaras Mikutis (Tudor)
Luxemburg: Arthur Kluckers (Tudor)
Norwegen: Andreas Leknessund (Uno-X)
Polen: Rafal Majka (UAE-XRG)
Portugal: Ivo Oliveira (UAE-XRG)
Schweden: Hugo Forssell (CK Hymer)
Slowakei: Lukas Kubis (Unibet-Tietema)
Slowenien: Jakob Omrzel (Bahrain Development)
Tschechien: Mathias Vacek (Lidl-Trek)

Bereits früher im Jahr ermittelt (u. a.)

Australien: Luke Durbridge (Jayco-Alula)
Ecuador: Jhonatan Narvaez (UAE-XRG)
Kolumbien: Egan Bernal (Ineos Grenadiers)
Neuseeland: Paul Wright (Factor)
Südafrika: Daniyal Matthews (Siata)
USA: Quinn Simmons (Lidl-Trek)

DM 2025 Zeitfahren in Ramstein-Miesbach

ELITE Männer 22,6km:

01 Schachmann Max Soudal Quick-Step 27:47
02 Heidemann Miguel REMBE | rad-net + 17
03 Kämna Lennard Lidl-Trek + 25

04 Politt Nils UAE Team Emirates-XRG + 34
05 Denz Nico Red Bull-BORA-hansgrohe + 52
06 Sütterlin Jasha Team Jayco-AlUla + 55
07 Borresch Julian REMBE | rad-net + 01:13
08 Teutenberg Tim Torn Lidl-Trek + 01:19
09 Steimle Jannik Q36.5 Pro Cycling Team + 01:25
10 Kretschy Moritz Israel Premier Tech Academy + 01:27
11 Behrens Niklas Team Visma | Lease a Bike + 01:49
12 Pohlenz Marian Skull Racing Team + 01:53
13 Theiler Ole REMBE | rad-net + 01:57
14 Niehues Sebastian RSV Münster + 01:58
15 Buchmüller Wilhelm EQUIPE Stuttgart Vaihingen + 01:5

U23 Männer 22,6km

01 Kessler Bruno REMBE | rad-net 28:46
02 Leidert Louis Lidl-Trek Future Racing + 16
03 Fietzke Paul Red Bull-BORA-hansgrohe Rookies + 23

04 Jochum Ben Team Lotto-Kern Haus PSD Bank + 36
05 Koech Silas Team Lotto-Kern Haus PSD Bank + 48
06 Abt Cedric Team Lotto-Kern Haus PSD Bank + 56
07 Kings Ian Team Visma | Lease a Bike Development + 01:01
08 Lührs Luis-Joe Decathlon AG2R La Mon. Dev. + 01:03
09 Sarnowski Tillman MYVELO Pro Cycling Team + 01:16
10 Penna Fausto Team Lotto-Kern Haus PSD Bank + 01:21

ELITE Frauen 22,6km:

01 Niedermaier Antonia CANYON//SRAM zondacrypto 31:10
02 Brauße Franziska Ceratizit Pro Cycling Team + 01:12
03 Lippert Liane Movistar Team + 01:42

04 Fox Katharina Embrace The World Cycling WMN + 01:46
05 Klein Lisa Embrace The World Cycling WMN + 01:48
06 Kröger Mieke – + 02:40
07 Ludwig Hannah Cofidis Women Team + 02:50
08 Goldschmidt Karoline LKT-Team + 03:16
09 Ventker Lydia Embrace The World Cycling WMN + 02:20
10 Lechner Corinna Wheel Divas Cycling Team + 02:39

Frauen U23 22,6km:

01 Czapla Justyna CANYON//SRAM zondacrypto 32:28
02 Riedmann Linda Team Visma | Lease a Bike + 01:03
03 Kunz Hannah UAE Development Team + 01:49

04 Bräutigam Messane AG Insurance Soudal U23 + 01:57
05 Grünewald Pia LKT-Team + 02:03
06 Schmidhuber Anne – + 02:08
07 Jäger Clara Embrace The World Cycling WMN + 02:38
08 Messemer Joëlle CANYON//SRAM zondacrypto Generation + 02:47
09 Jährig Fabienne Berlin Cycling Team BRV + 03:26
10 Märkl Jule CANYON//SRAM zondacrypto Generation + 03:32

World Championships – Zürich 2024 – Männer ELITE 274km


HERBERT MOOS Foto

1 POGAČAR Tadej SLO Slovenia 06:27:30
2 O’CONNOR Ben AUS Australia 00:34
3 van der POEL Mathieu NED Netherlands 00:58
4 SKUJINS Toms LAT Latvia 00:58
5 EVENEPOEL Remco BEL Belgium 00:58
6 HIRSCHI Marc SUI Switzerland 00:58
7 HEALY Ben IRL Ireland 01:00
8 MAS NICOLAU Enric ESP Spain 01:01
9 SIMMONS Quinn USA United States 02:18
10 BARDET Romain FRA France 02:18
11 ADRIA OLIVERAS Roger ESP Spain 02:18
12 MOLLEMA Bauke NED Netherlands 02:18
13 PEDERSEN Mads DEN Denmark 03:52
14 HOELGAARD Markus NOR Norway 03:52
15 ZIMMERMANN Georg GER Germany 03:52
16 ONLEY Oscar GBR Great Britain 03:52
17 McNULTY Brandon USA United States 03:52
18 HINDLEY Jai AUS Australia 03:52
19 VERMAERKE Kevin USA United States 03:52
20 VACEK Mathias CZE Czech Republic 03:52
21 RYAN Archie IRL Ireland 06:04
22 MADOUAS Valentin FRA France 06:04
23 WANDAHL Frederik DEN Denmark 06:04
24 NIELSEN Magnus Cort DEN Denmark 06:36
25 CICCONE Giulio ITA Italy 06:36
26 AYUSO PESQUERA Juan ESP Spain 06:36
27 VALTER Attila HUN Hungary 06:36
28 LIPOWITZ Florian GER Germany 06:36
29 GROSSSCHARTNER Felix AUT Austria 06:36

30 YATES Adam Richard GBR Great Britain 06:36

Pogacar brilliert mit 102-Kilometer-Offensive


HERBERT MOOS Foto

Tadej Pogacar (Slowenien) wurde in Zürich 2024 überragend erstmals Straßen-Weltmeister. Mit einer 102-Kilometer-Offensive erwischte der Top-Favorit seine größten Konkurrenten auf dem falschen Fuß. Danach zog Pogacar den fortan um eine Minute schwankenden Vorsprung schwer beeindruckend durch. Von letztlich 7 Verfolgern setzte sich Ben O’Connor (Australier) kurz vor Schluss im Flachen für Silber ab. Titelverteidiger Mathieu van der Poel (Niederlande) sprintete an Toms Skujins (Lettland) vorbei zu Bronze.

Mit 26 Jahren war Pogacar bereits vor diesem Tag eine lebende Legende. Nun fügte der stärkste Fahrer des letzten halben Jahrhunderts seiner Erfolgsgeschichte ein weiteres Kapitel hinzu und schlüpfte erstmals ins Regebogentrikot des Weltmeisters. Das Triple innerhalb einer Saison aus Gesamtsiegen bei Giro d’Italia und Tour de France sowie dem WM-Titel im Straßenrennen hatten vor ihm nur Eddy Merck 1974 und Stephen Roche 1987 erreicht. Aber diesen Schneid muss man erst einmal haben, 102 Kilometer vorm Ziel zur Attacke zu blasen und das auch durchzuziehen. Im Sieger-Interview bezeichnet Pogacar dies als «dumme Attacke». Es klappte trotzdem.

In der Gruppe mit van der Poel gehörten außer dem undankbar leer ausgegangene Skujins außerdem die hoch gewetteten Remco Evenepoel (Belgien) und Marc Hirschi (Schweiz) zu den Geschlagenen, dazu Ben Healy (Irland) und Enric Mas (Spanien). Skujins und Healy bildeten längere Zeit ein erstes Verfolgerduo. Die nächsten Fahrer ab Platz 9 waren im Ziel nach 274 Rennkilometern über eine weitere Minute zurück.

Das Wetter beim WM-Straßenrennen war trocken und heiter bis wolkig, bei Temperaturen bis 14 Grad – also deutlich besser als an den Vortragen bei den Rennen der Frauen und Nachwuchsklassen, wo Dauerregen und noch etwas kältere Temperaturen herrschten. Die 6-köpfige frühe Spitzengruppe umfasste Dillier (Schweiz), Foss (Norwegen), Geschke (Deutschland), Oliveira (Portugal), Pekela (Polen) und Wirtgen (Luxemburg). Das Sextett wurde allerdings nicht weit weggelassen. Insbesondere die Helfer von Pogacar kontrollierten die Nachführarbeit im Hauptfeld, mit etwas Unterstützung der Belgier und Niederländer, die neben Pogacar mit Evenepoel und van der Poel auch die nächstgrößten Favoriten stellten.

130 Kilometer vorm Ziel eröffnete Pablo Castrillo (Spanien) eine erstaunlich frühe Phase der Attacken aus dem Hauptfeld heraus, bei über 3 Minuten Rückstand auf die Spitze. Die Slowenen unterbunden diese Attacke im Keim. Ein paar Attacken und 3 Kilometer später hatten sich 10 Fahrer gelöst: de Plus (Belgien), Tratnik (Slowenien), Cattaneo (Italien), Cort (Dänemark), Siwakow (Frankreich), Williams (Großbritannien), Vine (Australine), Vermaerke (USA), Staune-Mittet (Norwegen) und Lipowitz (Deutschland). Diese Verfolgergruppe holte das Spitzensextett 105 Kilometer vorm Ziel ein und hatte da über 2 Minuten Vorsprung vorm Hauptfeld.

Es folgte die Attacke von Pogacar, auf die nur Andrea Bagiolo (Italien) und Quinn Simmons (USA) reagierten. Doch beide konnten schon bald nicht mehr das Hinterrad des Überfliegers halten. Pogacar schaute sich mehrmals um, als wäre er erstaunt, dass niemand mehr bei ihm war. 5 Kilometer nach seiner Attacke fuhr er auf den wartenden Teamkollegen Jan Tratnik auf, der ihn weitere 5 Kilometer später zur Spitzengruppe pilotierte, die nun 17 Fahrer umfasste.

Die Lücke nach hinten war auf fast eine Minute aufgegangen, als die Belgier den Ernst der Lage begriffen und das komplette Team einspannten, um den Abstand wieder unter 40 Sekunden zu drücken. Doch dadurch waren auch schnell alle Helfer Evenepoels verbrannt. Tratnik konnte noch 12 Kilometer Gas geben, ehe er am längsten Anstieg an der Bergstrasse ausscherte. Pogacar hängte dort alle Fahrer aus der Spitzengruppe ab, die zu diesem Zeitpunkt noch vorn dabei waren, mit Ausnahme von Pawel Siwakow, der sonst imselben Team wie Pogacar unter Vertrag ist (UAE). Pogacar schien oben zu warten, um wenigstens noch ein kleines bisschen Gesellschaft an der Spitze zu haben.

Im Verfolgerfeld entbrannte nach einer Attacke von Evenepoel 72 Kilometer vorm Ziel eine anhaltende Springerei in wechselnden Konstellationen. Dies hatte zur Folge, dass sich das Verfolgerfeld einerseits deutlich verkleinerte, andererseits der Vorsprung Pogacars je nach Geschwindigkeit hinten zwischen 40 und 60 Sekunden pendelte. Innerhalb der letzten 60 Kilometer kristallisierte sich ein Verfolgertrio aus Skujins, Healy und Oscar Onley (Großbrtiannien) heraus.

Im vorletzten langen Anstieg eingangs der vorletzten Runde flog dann alles auseinander. An der Spitze konnte Siwakow das Tempo von Pogacar nicht mehr halten und fiel am Ende weit zurück. Onley musste Skujins und Healy ziehen lassen. Aus der nächsten Gruppe setzte sich van der Poel ab. Evenepoel brachte sich und 13 weitere Fahrer zurück zu van der Poel, der soeben Onley aufgelesen hatte, so dass 16 Verfolger 1:20 Minuten hinter Pogacar unterwegs waren. Davor fehlten Healy und Skujins 50 Sekunden.

Bauke Mollema opferte sich als letzter Teamkollege für van der Poel auf. In der Gruppe fuhren jetzt außerdem nur noch Evenepoel, Mas, Roger Adria (beide Spanien), Romain Bardet, David Gaudu (beide Frankreich), Onley, O’Connor, Hirschi, Simmons und Mathias Vacek (Tschechien). An den Abständen änderte das nicht wirklich etwas.

Zu Beginn der Schlussrunde attackierte Hirschi, dann Mas, der zu ihm vorfuhr. Evenepoel setzte nach mit van der Poel am Rad, verfolgt von O’Connor. Die finale Auslese für die Plätze hinter Pogacar war geschehen. 17 Kilometer vorm Ziel wurde Skujins und Healy zuerst von Hirschi und Mas gestellt, aber unmittelbar danach auch von van der Poel, Evenepoel und O’Connor. Plötzlich kam dann doch ein leiser Zweifel auf, ob Pogacar sein Riesensolo zu Gold vollenden könnte, nachdem der Vorsprung erstmals seit langem unter die 40-Sekunden-Marke gefallen war.

Doch die 7 Verfolger schauten sich einmal zu lange an, und der Abstand wuchs wieder um ein paar Sekunden. Im Ziel waren es für Pogacar wegen des ausführlichen Jubelns auf der Zielgraden schließlich 34 Sekunden vor O’Connor, der seine 6 Konkurrenten mit einer satten Attacke im letzten Flachstück überraschte. Um Bronze zog Skujins den Sprint früh an und bekam auch eine Lücke, war dann aber van der Poel deutlich unterlegen.
@radsport-seite.de

Roger Adrià mit einem „Personal Best“ bei der WM

Mit dem Straßenrennen der Männer gingen heute die Weltmeisterschaften in Zürich zu Ende. Knapp 274 Kilometer waren auf dem schweren Kurs rund um Zürich zurückzulegen. Zehn Fahrer von Red Bull – BORA – hansgrohe traten für ihre Nationen an.

Bereits in der ersten Rennhälfte zeigte Florian Lipowitz, dass ihm der Kurs lag. Rund 120 Kilometer vor dem Ziel war der Deutsche in einer starken Gruppe, die zur Rennspitze aufschloss und sich taktisch klug für den zweiten Teil positionierte. Kurz darauf macht das slowenische Team um Primož Roglič ernst. Tadej Pogačar fuhr aus dem Peloton nach vorn zur Lipowitz-Gruppe und beschleunigte 80 Kilometer vor dem Ziel von der Spitze. Im Peloton kam es zur Selektion und eine neue Gruppe, in der neben Lipowitz auch Jai Hindley, Frederik Wandahl und Roger Adrià fuhren, machte sich auf die Verfolgung des Tour de France-Siegers. Die verbliebenen Runden waren von einem attraktiven, offensiven Rennen geprägt. Doch dem Solosieg von Pogačar konnte sich niemand in den Weg stellen.

Roger Adrià erreicht mit Rang 11 seine persönlich beste Platzierung bei einer Weltmeisterschaft. Nach dem Gewinn des Grand Prix de Wallonie und dem Top-Ergebnis beim Super 8 Classic in der letzten Woche, beweist der Spanier starke Herbstform. Jai Hindley erreicht das Ziel auf Platz 18., Frederik Wandahl auf dem 23. Rang.
@Redbull-BORA