Archiv für den Monat: August 2019

Ben Hermans wins 2019 Tour of Utah – Stage 6

1 Joe Dombrowski (USA) EF Education First 3:11:09
2 João Almeida (Por) Hagens Berman Axeon 0:00:24
3 Keegan Swirbul (USA) Worthy Pro Cycling 0:00:26
4 Ben Hermans (Bel) Israel Cycling Academy
5 James Piccoli (Can) Elevate-KHS Pro Cycling 0:00:30
6 Lawson Craddock (USA) EF Education First 0:01:24
7 Matteo Badilatti (Swi) Israel Cycling Academy 0:01:39
8 Kyle Murphy (USA) Rally UHC Cycling 0:01:58
9 Rob Britton (Can) Rally UHC Cycling 0:02:06
10 Lachlan Morton (Aus) EF Education First 0:02:11

Final GC:
1 Ben Hermans (Bel) Israel Cycling Academy 18:46:09
2 James Piccoli (Can) Elevate-KHS Pro Cycling 0:00:50
3 Joe Dombrowski (USA) EF Education First 0:01:32
4 João Almeida (Por) Hagens Berman Axeon 0:02:26
5 Niklas Eg (Den) Trek-Segafredo 0:02:57
6 Kyle Murphy (USA) Rally UHC Cycling 0:03:20
7 Lawson Craddock (USA) EF Education First 0:04:08
8 Keegan Swirbul (USA) Worthy Pro Cycling 0:04:40
9 Matteo Badilatti (Swi) Israel Cycling Academy 0:05:28
10 Rob Britton (Can) Rally UHC Cycling 0:05:33

Mit drei Etappensiegen sichert sich Sam Bennett das Sprinttrikot der BinckBank Tour

1 Oliver Naesen (Bel) AG2R La Mondiale 3:52:40
2 Greg Van Avermaet (Bel) CCC Team
3 Laurens De Plus (Bel) Team Jumbo-Visma 0:00:04
4 Simon Clarke (Aus) EF Education First 0:00:25
5 Philippe Gilbert (Bel) Deceuninck-QuickStep 0:00:26
6 Mike Teunissen (Ned) Team Jumbo-Visma
7 Michael Valgren Andersen (Den) Dimension Data 0:00:35
8 Ivan Garcia (Spa) Bahrain-Merida
9 Amaury Capiot (Bel) Sport Vlaanderen-Baloise 0:00:38
10 Dylan van Baarle (Ned) Team Ineos

Final GC:
1 Laurens De Plus (Bel) Team Jumbo-Visma 21:29:55
2 Oliver Naesen (Bel) AG2R La Mondiale 0:00:35
3 Tim Wellens (Bel) Lotto Soudal 0:00:36
4 Greg Van Avermaet (Bel) CCC Team 0:00:37
5 Marc Hirschi (Swi) Team Sunweb 0:00:44
6 Mike Teunissen (Ned) Team Jumbo-Visma 0:01:06
7 Ivan Garcia (Spa) Bahrain-Merida 0:01:13
8 Stefan Küng (Swi) Groupama-FDJ 0:01:16
9 Simon Clarke (Aus) EF Education First 0:01:19
10 Michael Valgren Andersen (Den) Dimension Data 0:01:23
11 Fabio Felline (Ita) Trek-Segafredo 0:01:25
12 Sep Vanmarcke (Bel) EF Education First 0:01:27
13 Philippe Gilbert (Bel) Deceuninck-QuickStep 0:01:28
14 Dion Smith (NZl) Mitchelton-Scott 0:01:30
15 Zdenek Stybar (Cze) Deceuninck-QuickStep 0:01:40

Die letzte Etappe der BinckBank Tour, die der Strecke der Flandern Rundfahrt ähnelte, führte das Hauptfeld von Sint-Pieters-Lew südwestlich von Brüssel über 178,1 km nach Geraardsbergen in den flämischen Ardennen. Auf der Strecke erwartete die Fahrer nicht nur einige Kopfsteinpflasterpassagen, sondern auch 14 klassifizierte Anstiege, darunter die legendäre Mauer von Geraardsbergen, die schon seit 2012 zum Programm der Rundfahrt gehörte. Die berüchtigte Muur musste dreimal überquert werden, das letzte Mal mussten die Fahrer allerdings nicht bis ganz nach oben klettern. Im Verlauf der ersten Rennstunde vereitelte das Feld immer wieder zügig alle Ausreißversuche und keine Fluchtgruppe konnte sich entscheidend absetzen. Erst nach 70 km formierte sich eine achtköpfige Fluchtgruppe, zu der wenig später noch sieben Fahrer aufschließen konnten. Das Peloton erlaubte der Spitzengruppe aber nicht weit zu entkommen und der Abstand zum Feld rutschte schnell unter 30 Sekunden. Im Anstieg der Muur van Geraardsbergen zerfiel die Spitzengruppe und Lukas Pöstlberger gelang es sich den verbleibenden Führenden anzuschließen. Nach 40 km führten die sieben Fahrer das Rennen mit einem einen kleinen Vorsprung an, während ihnen die Verfolger hart auf ihren Fersen waren. Im zweiten Anstieg der Mauer von Geraardsbergen kam das Rennen wieder zusammen und es folgte Attacke auf Attacke, denen Lukas nicht mehr folgen konnte. Mit 20 km bis zum Ziel initiierte ein Trio eine Attacke und konnte sich mit etwas weniger als einer Minute von den Verfolgern distanzieren. Es gelang Lukas wenig später wieder an die Verfolgergruppe aufzuschließen, in der sich auch noch Sam Bennett und Jay McCarthy befanden. Letztlich machten die drei Spitzenreiter den Sieg unter sich aus, wobei O. Naessen als Erster über die Ziellinie rollte. Jay McCarthy erreichte als Bester von BORA – hansgrohe als 18. das Etappenziel. Mit drei Etappensiegen durch den irischen Meisters Sam Bennett, der auch das rote Trikot des besten Sprinters mit nach Hause nehmen konnte, verlief die BinckBank Tour für BORA – hansgrohe äußerst erfolgreich.
Reaktionen im Ziel
„Ich bin sehr zufrieden mit unserer Leistung hier bei der BinckBank Tour. Die Jungs sind die ganze Woche sehr stark gefahren und haben einen super Job gemacht. Ich bin natürlich sehr glücklich über meine drei Etappensiege, sowie den einen zweiten Platz und das Sprinttrikot. Ich fühlte mich heute auch sehr gut und konnte mithalten, was ich gar nicht erwartet hatte. Ich werde mich jetzt etwas erholen, um fit für die Vuelta zu sein. Ich freue mich auf das spanische Etappenrennen und bin neugierig, was ich dort erreichen kann.“ -Sam Bennett

„Unser Resümee fällt sehr positiv aus, nach drei Etappensiegen, einem zweiten Platz und dem Gewinn des Punktetrikots durch Sam Bennett, haben wir hier viel erreicht. Die heutige Etappe hatte noch einmal einen richtigen Klassiker-Character mit Kopfsteinpflaster und einer Reihe von Anstiegen, die uns wirklich alles abverlangt haben. Lukas Pöstlberger ist nochmal eine starke Attacke gefahren, und mit noch 30 km bis zum Ziel ist er zur Spitzengruppe vorgestoßen. Leider waren wir bei der finalen Entscheidung mit Van Avermaet, de Plus und Naesen nicht dabei, aber trotzdem war dies eine gute Rundfahrt für uns.“ – Jens Zemke, sportlicher Leiter
© BORA – hansgrohe

Arctic Race of Norway Stage 4: A thrilling finish crowns Lutsenko

Narvik (Norway), Sunday 18th August – Norwegian riders made a 1-2 in the conclusive stage of the Arctic Race of Norway with Markus Hoelgaard and national champion Amund Grøndahl Jansen but the overall victory went to Alexey Lutsenko who came third on the line in Narvik and beat Warren Barguil by only one second.

1 Markus Hoelgaard (Nor) Uno-X Norwegian Development Team 3:35:32
2 Amund Grøndahl Jansen (Nor) Team Jumbo-Visma
3 Alexey Lutsenko (Kaz) Astana Pro Team 0:00:03
4 Warren Barguil (Fra) Arkéa Samsic 0:00:04
5 Kristian Sbaragli (Ita) Israel Cycling Academy
6 Lilian Calmejane (Fra) Total Direct Energie
7 Enrico Gasparotto (Ita) Dimension Data
8 Ilnur Zakarin (Rus) Katusha-Alpecin
9 Krists Neilands (Lat) Israel Cycling Academy
10 Sindre Skjøstad Lunke (Nor) Riwal Readynez Cycling Team
11 Hugo Houle (Can) Astana Pro Team 0:00:09
12 Stephen Cummings (GBr) Dimension Data 0:00:12
13 Dmitrii Strakhov (Rus) Katusha-Alpecin 0:00:20
14 Odd Christian Eiking (Nor) Wanty-Gobert
15 Benjamin Declercq (Bel) Sport Vlaanderen-Baloise

GC final:
1 Alexey Lutsenko (Kaz) Astana Pro Team 14:59:27
2 Warren Barguil (Fra) Arkéa Samsic 0:00:01
3 Krists Neilands (Lat) Israel Cycling Academy 0:00:19
4 Lilian Calmejane (Fra) Total Direct Energie 0:00:23
5 Hugo Houle (Can) Astana Pro Team 0:00:40
6 Sindre Skjøstad Lunke (Nor) Riwal Readynez Cycling Team 0:00:42
7 Markus Hoelgaard (Nor) Uno-X Norwegian Development Team 0:00:43
8 Amund Grøndahl Jansen (Nor) Team Jumbo-Visma 0:00:51
9 Enrico Gasparotto (Ita) Dimension Data 0:00:53
10 Stephen Cummings (GBr) Dimension Data 0:01:12
11 Floris De Tier (Bel) Team Jumbo-Visma 0:01:15
12 Dimitri Peyskens (Bel) Wallonie Bruxelles 0:01:20
13 Lucas Eriksson (Swe) Riwal Readynez Cycling Team
14 Andrea Pasqualon (Ita) Wanty-Gobert 0:01:23
15 Benjamin Declercq (Bel) Sport Vlaanderen-Baloise 0:01:47
16 Ilnur Zakarin (Rus) Katusha-Alpecin 0:01:59

Rothaus Bike Giro Hochschwarzwald 2019 4. und letzte Etappe: Feldberg > Feldberg 47.2 Kilometer | 1.760 Höhenmeter

Erster Triumph für Julian Schelb
Robyn de Groot kurbelt am schnellsten
Sonne satt und ein dramatisches Finale: Die vier Tage Rothaus Bike Giro Hochschwarzwald sind am Sonntag mit dem Gesamtsieg der Südafrikanerin Robyn de Groot und des Münstertälers Julian Schelb zu Ende gegangen. Beide gewannen am Feldberg auch die 47,2 Kilometer lange Schlussetappe, Schelb allerdings erst nachträglich.
Die Protagonisten bei den Herren lieferten sich bei Sonnenschein und Temperaturen um 25 Grad auf dem Schlussabschnitt ein tolles und ereignisreiches Rennen und der Verlauf wurde noch mal zur Bestätigung dessen, was bereits in den vergangenen drei Tagen erkennbar war: Vier Fahrer bewegten sich auf dem gleichen Niveau. Der Fünfte, der Tscheche Matous Ulman (Ceska Sporitelna), hatte vier Minuten Rückstand und bekam am letzten Tag „Ausgang.“ Davor hatte der Breitnauer Matthias Bettinger (Stop&Go Marderabwehr) für seinen Teamkollegen Julian Schelb am zweiten Berg Tempo gemacht. „Das Tempo war nicht hoch und Matze hat mir mit seiner Arbeit sehr geholfen“, erzählte Schelb. Ulman konnte sich dann bis zur Verpflegungszone am Todtnauer Kurpark 1:20 Minuten Vorsprung heraus fahren. Simon Stiebjahn (Team Bulls), mit nur fünf Sekunden Rückstand auf das Gelbe Trikot von Schelb in die letzte Etappe gegangen, erlitt auf der Abfahrt einen Reifendefekt, einen „Vorderrad-Schleicher.“ Doch er und sein Teamkollege Simon Schneller exerzierten die hohe Kunst der Pannenhilfe. Schneller präparierte im Trail während der Fahrt bereits die Luftpatrone, in einer Serpentine, wo das Tempo ohnehin auf Null gedrosselt werden musste, hielt Stiebjahn an, öffnete das Ventil und schnappte sich Schnellers Patrone. „10, 15 Sekunden hat das vielleicht gekostet“, so Stiebjahn. Mit diesem Rückstand auf die Gruppe um Julian Schelb kam Stiebjahn in Todtnau den Serpentinen-Trail vor der Verpflegungszone herunter, eine Passage, die später noch eine Rolle spielen sollte.
Stiebjahn schloss wieder auf und der Kampf um die Gesamtwertung konnte im fast zehn Kilometer langen Anstieg zum Herzogenhorn beginnen. Es tobte nicht nur ein Zweikampf. Auch der Slowake Tomas Visnovsky hatte ein Interesse und forcierte immer wieder. Visnovsky wollte die 36 Sekunden auf Rang drei wettmachen. „Das war gut für mich, so konnte ich das Zepter etwas abgeben“, erzählte Schelb. Noch relativ weit unten im Anstieg drückte einmal Simon Stiebjahn aufs Tempo, irgendwo in der Mitte auch mal Schelb. Aber beides blieb ohne Wirkung. Voll zu attackieren, das wollten beide nicht riskieren. „Wenn es dich dann aufstellt, dann verlierst du selbst von der Skischanze hier hoch noch fünf Sekunden“, so Schelb.
Unterdessen kämpfte Matous Ulman an der Spitze mit zu wenig Luft im Hinterreifen. Etwa 15 Kilometer vor dem Ziel hätte er es bemerkt, so der Tscheche. Er verlor seine Führung und damit den möglichen Etappensieg vollends bei der Abfahrt. „Da konnte ich nicht mehr so schnell fahren. Aber so ist das halt, das gehört zu unserem Sport“, meinte Ulman, der im Sprint mit seinem Teamkollegen Visnovsky mit elf Sekunden Rückstand immerhin noch Tagesdritter wurde.
Der Attacke von Visnovsky fiel Sascha Weber (Maloja-Rocky Mountain). „Die Beine waren gut, aber habe meinen Puls nicht mehr runter bekommen. Tomas hat das gemerkt und hat auf der Fläche so hässlich gedrückt, dass ich nicht mehr mitgekommen bin“, berichtete Weber von seinem Kampf um Gesamtrang drei. Sechs Sekunden Vorsprung rettete der Freiburger noch ins Ziel. „Ich bin froh, dass es noch fürs Podium gereicht hat.“ Die beiden Hauptakteure aber neutralisierten sich bis zum Schluss. Vorjahres-Sieger Stiebjahn gelang es nicht mehr seinen Rivalen Schelb abzuhängen. Stiebjahn fuhr als Erster über die Ziellinie, eine Sekunde dahinter Schelb. „Schneller hätte ich nicht gekonnt“, schüttelte Stiebjahn den Kopf. „Julian ist stark gefahren, ich bin mit Rang zwei auch zufrieden.“ Der zweite Etappensieg wurde ihm allerdings nachträglich wieder genommen. In der oben erwähnten Passage nahm Stiebjahn, wie sieben weitere Fahrer, eine Treppe hinunter auf die Straße anstatt eine letzte Serpentine auszufahren. Das wurde auch im Jahr vorher von einigen Fahrern so gemacht, ohne Sanktionen.
Diesmal verpassten die Kommissäre acht „Treppenfahrern“ eine Zeitstrafe von zehn Sekunden, so dass offiziell Julian Schelb zum dritten Mal als Etappensieger gefeiert wurde. Er war Visnovsky und Weber gefolgt, hätte unter Umständen aber auch die Treppe genommen. So oder so: Schelb gewann zum ersten Mal den Rothaus Bike Giro Hochschwarzwald. Nachdem er 2017 drei Etappen gewonnen, mit einem Kettenriss aber die Chancen auf den Gesamtsieg verloren hatte, war das auch verdient. „Ich muss sagen, ich war schon nervös im Gelben Trikot in die letzte Etappe zu gehen und habe auch an 2017 gedacht. Noch an der Skibrücke habe ich für eine halbe Sekunde gedacht, jetzt könntest du noch alles verspielen. Es ist toll das Rennen zu gewinnen, auch für unser kleines Team“, erklärte der Deutsche Marathon-Meister.
Robyn de Groot: Ich liebe es Rennen im Schwarzwald Rennen zu fahren
Die Damen gingen wie erwartet ohne die bis dahin Dritte Samara Sheppard in die Schluss-Etappe und die Gesamtwertung wurde auf den letzten 47 Kilometern noch mal zementiert.
Robyn de Groot und Sabine Spitz konnten sich schon früh vom Rest des Damenfeldes lösen, doch am Anstieg zum Stübenwasen, zwischen Kilometer 22 und 25, drehte die Südafrikanerin die Kurbel ein wenig schneller und holte einen Vorsprung von rund 30 Sekunden heraus. „Ich habe eigentlich erwartet, dass Sabine im Downhill wieder heran kommt“, erzählte de Groot im Ziel. Doch die Olympiasiegerin kam nicht. Das hatte auch einen guten Grund. In der Abfahrt Richtung Todtnau erwischte ein männlicher Fahrer vor ihr die Linie nicht richtig und Spitz musste ein wenig ausweichen. Dadurch erlitt sie einen Durchschlag, ein Loch, das sie mit einem so genannten Plug wieder stopfte. Bis das erledigt war, wurde sie sowohl von Renata Bucher als auch von der Tschechin Tereza Neumanova (Ceska Sporitenla-Accolade) passiert. Die 22-Jährige konnte Spitz aber schon kurz nach der Verpflegung in Todtnau wieder überholen und dann mit einem steten Rhythmus auch Bucher wieder kassieren. „Es lief heute wieder genau so gut wie gestern“, konstatierte Spitz und gratulierte Tages- und Gesamtsiegerin de Groot. „Sie war über die vier Tage klar die Stärkste.“
De Groot freute sich über ihren Gesamtsieg. „Ich liebe es hier im Schwarzwald Rennen zu fahren und hoffe, nächstes Jahr zurückzukommen“, sagte de Groot. „Voriges Jahr hatte ich auf dieser Etappe noch einen Defekt, dieses Jahr lief alles super.“ Überraschend überquerte die Hausacherin Clarissa Mai (Link Rad Quadrat) an der Talstation Seebuck als Dritte die Ziellinie. Sie lag in Todtnau noch an fünfter Stelle, fand dann aber einen so hohen Rhythmus, dass sie sowohl Neumanova als auch Bucher noch passieren konnte.Die Schweizerin wehrte sich zwar, ging noch mal an Mai vorbei, doch vor der letzten Abfahrt griff Mai noch mal an. „Ich wollte mir das nicht nehmen lassen“, meinte Mai, die an den ersten beiden Tagen mit Magenproblemen zu kämpfen hatte. Renata Bucher wurde als Tages-Vierte Gesamt-Dritte und strahlte: „Ich bin überglücklich wie das hier lief, es hat mich richtig überrascht. Ich habe nicht mehr ganz den Biss wie früher, aber das muss auch nicht mehr sein.“ Und die Erinnerungen an 2015, als sie am Schluchsee zum dritten Mal Europameisterin im Cross-Triathlon wurde, hat sie auch aufgefrischt. „Die Gegend ist einfach sehr schön und die Organisation an den vier Tagen war sehr gut. Es waren vier sehr positive Tage“, so Bucher.
Die Etappenübersicht des „Rothaus Bike Giro Hochschwarzwald“ 2019:
1. Etappe am Donnerstag, 15. August 2019
Rothaus -> Rothaus
66,2 km / 1550 hm
Start um 13:00 Uhr
2. Etappe am Freitag, 16. August 2019
Rothaus -> Rothaus
75,1 km / 2161 hm
Start um 10:00 Uhr
3. Etappe am Samstag, 17. August 2019
Feldberg -> Feldberg
10,1 km / 326 hm (Einzelzeitfahren)
1. Starter ab 14:00 Uhr
4. Etappe am Sonntag, 18. August 2019
Feldberg -> Feldberg
47,2 km / 1760 hm
Start um 10:00 Uhr
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Vielen Dank und sportliche Grüße!
Sauser Event GmbH
Kai Sauser

Arctic Race of Norway Stage 3:

Storheia (Norway), Saturday 17th August – Norway’s Odd Christian Eiking of Wanty-Groupe Gobert claimed his first win of the 2019 season on home soil as he clinched the queen stage of the Arctic Race of Norway atop the unprecedented and gruelling Storheia Summit. Second on the line, French national champion Warren Barguil from Arkéa-Samsic took the overall lead with a slim advantage of three seconds over Kazakhstan national champion Alexey Lutsenko. A tight finish is expected in the conclusive stage in Narvik!

1 Odd Christian Eiking (Nor) Wanty-Gobert 4:07:32
2 Warren Barguil (Fra) Arkéa Samsic 0:00:05
3 Alexey Lutsenko (Kaz) Astana Pro Team 0:00:13
4 Lilian Calmejane (Fra) Total Direct Energie 0:00:17
5 Krists Neilands (Lat) Israel Cycling Academy
6 Hugo Houle (Can) Astana Pro Team 0:00:23
7 Tom-Jelte Slagter (Ned) Dimension Data 0:00:32
8 Simon Carr (GBr) Delko Marseille Provence KTM 0:00:36
9 Sindre Skjøstad Lunke (Nor) Riwal Readynez Cycling Team
10 Magnus Cort Nielsen (Den) Astana Pro Team
GC:
1 Odd Christian Eiking (Nor) Wanty-Gobert 4:07:32
2 Krists Neilands (Lat) Israel Cycling Academy 0:00:17
3 Simon Carr (GBr) Delko Marseille Provence KTM 0:00:36
4 Brandon McNulty (USA) Rally UHC Cycling 0:00:47
5 Amund Grøndahl Jansen (Nor) Team Jumbo-Visma 0:00:58
6 Lucas Eriksson (Swe) Riwal Readynez Cycling Team
7 Markus Hoelgaard (Nor) Uno-X Norwegian Development Team
8 Kristian Aasvold (Nor) Team Coop 0:01:09
9 Mathieu van der Poel (Ned) Corendon-Circus 0:01:22
10 Benjamin Declercq (Bel) Sport Vlaanderen-Baloise 0:01:25

Solides Zeitfahren bei der BinckBank Tour, Sam Bennett wird morgen die letzte Etappe im roten Sprinttrikot antreten

Auf der sechsten Etappe der BinckBank Tour stand ein kurzes Einzelzeitfahren auf dem Programm. Der 8,35 km lange Kurs führte über flaches Terrain um Den Haag an der Nordseeküste der westlichen Niederlande. Wegen der Kürze des Parcours, konnten nur geringe Zeitabstände erwartet werden. Am frühen Nachmittag eröffnete Oscar Gatto das Einzelzeitfahren für BORA – hansgrohe, gefolgt von Marcus Burghardt. Träger des roten Sprinttrikots Sam Bennett und Teamkollege Jempy Drucker machten sich ungefähr eine Stunde später auf den Weg, während Jay McCarthy und Lukas Pöstlberger als Letzte für das Team an den Start gingen. Die erste Richtzeit wurde von T. Bohli gesetzt, der mit einer Zeit von 9:40 Minuten eine Weile die Tabelle anführte. Am Ende des Zeitfahrens benötigte Sam 10:17 Minuten für die Strecke, während Jempy diese Zeit um 11 Sekunden unterbot. Bester BORA – hansgrohe Fahrer war Lukas Pöstlberger, bei dem die Uhr nach 9:51 Minuten stoppte. F. Ganna von Team INEOS bewältigte die Strecke in 9:16 Minuten und holte damit den Tagessieg. Keiner der BORA – hansgrohe Fahrer konnte sich heute in den Top-20 platzieren, aber Sam wird morgen die letzte Etappe im roten Sprinttrikot antreten.
Ergebnis
01 F. Ganna 9:16
02 E. Affini +0:05
03 J. van Emden +0:08
42 L. Pöstlberger +0:35
69 J. McCarthy +0:46
80 J. Drucker +0:51
100 S. Bennett +1:01
125 O. Gatto +1:18
142 M. Burghardt +1:40

1 Filippo Ganna (Ita) Team Ineos 0:09:16
2 Edoardo Affini (Ita) Mitchelton-Scott 0:00:05
3 Jos van Emden (Ned) Team Jumbo-Visma 0:00:08
4 Stefan Küng (Swi) Groupama-FDJ 0:00:11
5 Harry Tanfield (GBr) Katusha-Alpecin 0:00:15
6 Bob Jungels (Lux) Deceuninck-QuickStep 0:00:16
7 Mads Pedersen (Den) Trek-Segafredo
8 Søren Kragh Andersen (Den) Team Sunweb
9 Laurens De Plus (Bel) Team Jumbo-Visma 0:00:18
10 Tim Wellens (Bel) Lotto Soudal 0:00:20
GC:
1 Tim Wellens (Bel) Lotto Soudal 17:37:10
2 Marc Hirschi (Swi) Team Sunweb 0:00:08
3 Laurens De Plus (Bel) Team Jumbo-Visma 0:00:12
4 Stefan Küng (Swi) Groupama-FDJ 0:00:40
5 Ivan Garcia (Spa) Bahrain-Merida 0:00:43
6 Mike Teunissen (Ned) Team Jumbo-Visma 0:00:45
7 Søren Kragh Andersen (Den) Team Sunweb
8 Fabio Felline (Ita) Trek-Segafredo 0:00:49
9 Michael Valgren Andersen (Den) Dimension Data 0:00:53
10 Greg Van Avermaet (Bel) CCC Team 0:00:54

Reaktionen im Ziel
„Ich habe mich heute eigentlich ganz gut gefühlt. Aber die Daten auf dem Powermeter waren nicht so gut, wie ich erwartet habe, obwohl ich mein Bestes gab. Es war am Start ziemlich windig, dennoch habe ich mich voll aufs Rennen konzentriert. Unser Teamgeist war die ganze Woche ausgezeichnet und für die morgige Etappe sind wir wieder voll motiviert.“ – Lukas Pöstlberger

„Wir sind ein solides Rennen gefahren, hatten aber nicht die ausgewiesenen Zeitfahrspezialisten am Start und so konnten wir heute nicht allzu viel erwarten. Morgen werden wir es noch einmal mit unseren Klassikerfahrern probieren und versuchen, ein gutes Ergebnis einzufahren.“ – André Schulze, sportlicher Leiter
© BORA – hansgrohe

Arctic Race of Norway Stage 2

1 Bryan Coquard (Fra) Vital Concept-B&B Hotel 3:31:11
2 Mathieu van der Poel (Ned) Corendon-Circus
3 Christophe Laporte (Fra) Cofidis, Solutions Credits
4 August Jensen (Nor) Israel Cycling Academy
5 Louis Bendixen (Den) Team Coop
6 Herman Dahl (Nor) Joker Fuel of Norway
7 Emils Liepins (Lat) Wallonie Bruxelles
8 Nathan Haas (Aus) Katusha-Alpecin
9 Christophe Noppe (Bel) Sport Vlaanderen-Baloise
10 Jordi Warlop (Bel) Sport Vlaanderen-Baloise

GC:
1 Mathieu van der Poel (Ned) Corendon-Circus 7:16:09
2 Alexey Lutsenko (Kaz) Astana Pro Team 0:00:09
3 Markus Hoelgaard (Nor) Uno-X Norwegian Development Team
4 Andrea Pasqualon (Ita) Wanty-Gobert 0:00:11
5 Christophe Laporte (Fra) Cofidis, Solutions Credits 0:00:12
6 Amund Grøndahl Jansen (Nor) Team Jumbo-Visma 0:00:13
7 Krists Neilands (Lat) Israel Cycling Academy
8 Magnus Cort Nielsen (Den) Astana Pro Team 0:00:14
9 Jordi Warlop (Bel) Sport Vlaanderen-Baloise 0:00:16
10 Benjamin Declercq (Bel) Sport Vlaanderen-Baloise

Etappe 4 Tour of Utah

1 Marco Canola (Ita) Nippo-Vini Fantini-Faizane 1:56:54
2 Travis McCabe (USA) Worthy Pro Cycling
3 Brendan Rhim (USA) Arapahoe-Hincapie p/b BMC
4 Pablo Andrés Alarcon Cares (Chi) Canel’s-Specialized
5 Guillaume Boivin (Can) Israel Cycling Academy
6 Peter Stetina (USA) Trek-Segafredo
7 James Piccoli (Can) Elevate-KHS Pro Cycling
8 Joe Dombrowski (USA) EF Education First
9 Ben Hermans (Bel) Israel Cycling Academy
10 Griffin Easter (USA) 303 Project

GC:
1 Ben Hermans (Bel) Israel Cycling Academy 12:27:18
2 James Piccoli (Can) Elevate-KHS Pro Cycling 0:00:44
3 Niklas Eg (Den) Trek-Segafredo 0:01:06
4 Kyle Murphy (USA) Rally UHC Cycling 0:01:46
5 Peter Stetina (USA) Trek-Segafredo 0:02:02
6 Joe Dombrowski (USA) EF Education First 0:02:04
7 João Almeida (Por) Hagens Berman Axeon 0:02:48
8 Lawson Craddock (USA) EF Education First 0:03:17
9 Rob Britton (Can) Rally UHC Cycling 0:03:22
10 Matteo Badilatti (Swi) Israel Cycling Academy 0:03:54

Überragender Shane Archbold sprintet zu seinem ersten Profisieg auf der 2. Etappe der Czech Tour

Die zweite Etappe der Czech Tour wurde in Olomouc gestartet und endete nach 187 anspruchsvollen Kilometer in Frydek-Mistek. Der Kurs wies vier kategorisierte Anstiege und drei Sprintwertungen auf.
Ein Quartett distanzierte sich vom Peloton nach circa 40 gefahrenen Kilometern. BORA – hansgrohe übernahm währenddessen die Kontrolle im Hauptfeld. Nach dem letzten Anstieg des Tages, 25 Kilometer vor dem Ziel, wurde die Fluchtgruppe vom heranbrausenden Peloton gestellt, und das Rennen raste einem Massensprint entgegen.
Das Finale wurde eingeläutet, als sich die Sprinterteams formierten und ihre schnellen Männer in Position brachten. Auch BORA – hansgrohe reihte sich für ihre Sprinter Erik Baska und Shane Archbold ein. Shane Archbold, der normalweise Teamkollege Sam Bennett zum Erfolg führt, wurde heute perfekt in Position gebracht, Erik Baska zeigte ebenfalls eine tolle Form und war auf der Höhe des Geschehens. In einem hektischen Sprint flog der Neuseeländer seinem ersten Profisieg entgegen, mit Erik Baska auf Rang 3 wurde das tolle Ergebnis abgerundet. Durch seinen Etappensieg schlüpft Shane auch in das grüne Sprinttrikot der Czech Tour.
Ergebnis
01 S. Archbold 4:29:50
02 D. Impey +0:00
03 E. Baska +0:00

Reaktionen im Ziel
„Ich bin überglücklich, ist es doch mein erster Profisieg. Durch Mitchelton- Scotts Sieg gestern, mussten wir heute nicht unbedingt Führungsarbeit leisten. Der Kurs war schwierig, viele Anstiege und kalte Temperaturen aufgrund des Regens. Doch am Ende sollte es ein toller Tag für uns werden. Erik sprintete auf Rang 3 und nachdem mich das Team perfekt in Position gebracht hat, konnte ich die Etappe ganz oben am Podium beenden und zum ersten Mal ein Führungstrikot tragen. Ich bin so dankbar und glücklich über die heutige Teamleistung.“ – Shane Archbold

„Das Rennen war schwer mit den vier Anstiegen und das Finale war sehr hektisch. Aber das Team hat einen tollen Job erledigt und das Tempo gemacht. Ich war zunächst etwas hinten, konnte aber dann dennoch auf einen dritten Platz sprinten, und mit Shanes Sieg war es ein perfekter Tag für uns hier.“ – Erik Baska
© BORA – hansgrohe

Wolfgang Fasching stellt neue Rekordzeit durch Europa auf!

Innerhalb von 12 Tagen wollte Wolfgang Fasching die 5.656 Kilometer lange und mit 30.000 Höhenmetern gespickte Distanz von Gibraltar durch neun Länder bis zum Nordkap absolvieren. Heute um Punkt 13:59 Uhr kam er am nördlichsten Punkt Europas an und stellte mit 10 Tage 20 Stunden 47 Minuten einen eindrucksvollen Rekord auf. Das gesamte Schlafpensum lag bei nur 18 Stunden.

Wolfgang Fasching hat es geschafft. Fünf Jahre nach der Durchquerung Russlands hat er heute auch Europa im Rekordtempo durchquert. Er verbesserte die von Dr. Franz Kaserer im Jahr 1998 aufgestellte Rekordmarke von 13 Tagen 20 Stunden deutlich. Die 5.656 Kilometer lange Strecke von Gibraltar bis zum Nordkap mit rund 30.000 Höhenmetern durch neun europäische Länder absolvierte der Mentalcoach in 10 Tage 20 Stunden 47 Minuten. Und das trotz einem schweren Sturz, der rund 17 Stunden gekostet hatte, und unterschiedlichsten Witterungsbedingungen – von über 40 Grad bis Minusgrade und viel Regen in den nordischen Ländern.

Der gebürtige Steirer, der in Neukirchen in Oberösterreich lebt, hat seiner Palmaresliste einen weiteren großen Erfolg hinzugeführt. Neben drei Erfolgen beim Race Across America und jetzt vier neuen Bestmarken mit der Durchquerung von Kontinenten nach USA, Russland und Australien wurde er 1997 und 1998 24h Weltmeister, er schaffte zwischen 2001 und 2009 die Seven Summits (höchste Gipfel aller Kontinente) und Fasching stellte 2002 einen 24h Weltrekord auf.

Trainer streut Fasching Rosen
Am letzten Sonntag, nur zwei Tage nach dem schweren Crash in Belgien, wo er unsanft auf der Windschutzscheibe des Pacecars landete, feierte Wolfgang Fasching seinen 52. Geburtstag. Dass man auch im gehobenen Alter noch Topleistungen bringen kann, demonstrierte er in den letzten elf Tagen. Dazu sein Trainer Markus Kinzlbauer, der in Salzburg seine Praxis mk-training.org betreibt: „Wolfgang hat in den letzten Monaten alles dem Projekt #EuropeCoast2Coast untergeordnet. In der Vorbereitung fuhr er rund 15.000 Kilometer in insgesamt 600 Trainingsstunden. Er hat eine top-motiviert, unglaublich konstante Leistung gezeigt. Wolfgang ist durch sein jahrzehntelanges Training in der Lage, sehr sehr viel auszuhalten. Er hat Selbstvertrauen und es gibt nie Zweifel, dass er etwas nicht schafft. Das haben wir auch nach dem Unfall gesehen. Es geht immer vorwärts für ihn.“

Nur 18 Stunden Schlaf
Wolfgang Fasching hatte in den letzten elf Tagen eine Nettoschlafzeit von 18 Stunden – das entspricht 1,6 Stunden pro Tag. Er konnte sein Gewicht durch ein ausgeklügeltes Ernährungskonzept halten. Und auch gute Nachrichten gibt es von den Sturzverletzungen: Die Schwellung des Sprunggelenks heilte trotz der Belastungen ab, wie auch die Blessuren an den Beinen. Die Durchschnittsgeschwindigkeit – inklusive der 17-stündigen Stehzeit nach dem Sturz – lag über 21km/h!

Rekord für Fasching und sein Team
Mit elf Betreuern war Wolfgang Fasching in Gibraltar aufgebrochen. „Mein persönliches Ziel war es, dieses Projekt mit meinem Team in einer schnellen Zeit zu finishen. Das haben wir trotz des tragischen, aber im Nachhinein glimpflichen Unfalls geschafft, was eine irrsinnige Erleichterung ist“, sagte Fasching am Nordkap. Er erlebte viele schöne Erinnerungen in den neun Ländern, die er durchgeradelt war. „Aber der Entschluss meines Teams, nach dem Unfall weiterzumachen, war ein ganz spezieller Moment für mich. Worauf ich aber gerne verzichtet hätte, war vor allem in den letzten Tagen der ständige Regen. Wir mussten deshalb viele Stopps einlegen, um die Regensachen zu wechseln.“

Das komplette Fasching-Team hat tolle Arbeit geleistet. „Natürlich gibt es bei so einem Projekt immer wieder Reibungspunkte und Differenzen. Aber man muss flexibel bleiben und diese hinten anstellen und schnell Lösungen finden.“ Wolfgang Fasching ist ein Mensch, der aus Krisen auch Kraft schöpft, wie sein Unfall gezeigt hat: „Ich persönlich nehme von diesem Abenteuer mit, dass man nie von seinen Träumen ablassen darf. Auch wenn es oft widrige Umstände gibt. Das Streben nach Erlebnissen – alle Kontinente mit dem Rad zu durchqueren, wobei mir jetzt noch Afrika fehlt – ist mein übergeordnetes Ziel. Aber manchmal, wie ich erlebt habe, erfährt man völlig unerwartet die Verwundbarkeit eines Menschen; von einem Moment auf den anderen kann alles vorbei sein. Daher soll man sich nicht an Kleinigkeiten aufhängen und diese überbewerten. Nie das Ziel aus den Augen verlieren, ist und war mein Credo.“
Homepage: www.fasching.co.at
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Rothaus Bike Giro Hochschwarzwald 2019 2. Etappe: Rothaus > Rothaus 75,1 Kilometer | 2.161 Höhenmeter

Robyn de Groot liebt die Trails und gewinnt erneut
Julian Schelb fährt starkes Finale zum Etappensieg
Auf der zweiten Etappe des Rothaus Bike Giro Hochschwarzwald hat sich der Münstertäler Julian Schelb den Etappensieg geholt. Nach 75 Kilometern mit viel Singletrails gewann Schelb im Sprint vor Simon Stiebjahn, der das Gelbe Trikot verteidigte. Als Dritter hatte Sascha Weber 24 Sekunden Rückstand. Bei den Damen wiederholte die Südafrikanerin Robyn de Groot ihren Etappenerfolg vom Vortag und gewann 3:09 Minuten vor Sabine Spitz. Die Neuseeländerin Samara Sheppard belegte direkt dahinter Rang drei.
Robyn de Groot (Dormakaba) erwies sich auch am zweiten Tag als die stärkste Kletterin im Damen-Feld. Als es nach der zweiten Verpflegungszone in einen Singletrail-Anstieg hinein ging, übernahm de Groot die Spitze. „Ich dachte, ich fahre da mal meinen Rhythmus“, erklärte de Groot. Dieser Rhythmus war sowohl für Sabine Spitz (Wiawis Bikes) als auch für Samara Sheppard (Port Nicholson Cycling) zu hoch. Die Auftakt-Dritte Renata Bucher hatte bereits am ersten Berg abreißen lassen und musste danach sehr lange allein fahren. Sabine Spitz gelang es in der folgenden technischen Abfahrt einerseits Samara Sheppard hinter sich zu lassen und zu Robyn de Groot aufzuschließen. Doch der Hochschwarzwald ist in dieser Hinsicht unerbittlich: der nächste Anstieg folgte prompt. „Ich hätte mit Sabine zusammenfahren können, aber ich wusste nicht, wie weit Samara hinter uns ist“, sagte de Groot. Also kurbelte sie bald wieder ohne ihre deutsche Begleiterin hinauf Richtung Saig. „Das war für sie auch richtig so“, meinte Sabine Spitz. Tatsächlich schloss Sheppard in einer Flachpassage die Lücke zur Olympiasiegerin und blieb bis ins Ziel an ihr dran. Robyn de Groot aber baute ihren Vorsprung auf 3:09 Minuten aus und hat nach zwei Tagen 5:33 Minuten Vorsprung. „Ich liebe die Gegend und die Trails hier sehr“, meinte die Südafrikanerin. „Trails, die vom Regen so rutschig sind, haben wir in Südafrika weniger“, sagte sie mit einem Lachen, „aber ich habe mit Sabine schon einiges kennen gelernt.“ Sabine Spitz überquerte mit Samara Sheppard am Hinterrad als Zweite die Ziellinie. Wegen Problemen mit dem Karpaltunnel an der Hand muss Spitz bei der Bedienung des Cockpits nach wie vor etwas improvisieren, aber sie war durchaus zufrieden mit ihrer Verfassung. „Mein Aufbau zielt Richtung DM in Daun“, so Spitz. Samara Sheppard sprach davon, dass sie von den beiden erfahrenen Damen „viel lernen“ könne. „Sabine Spitz zu schlagen, das geht natürlich nicht“, meint Sheppard, die aus dem Cross-Country-Sport kommt und 2012 auch mal ein U23-Weltcup-Rennen gewonnen hat.
Herren: Weber macht Ramba-Zamba
Im Lager der Männer wurde es nach der zweiten Verpflegungszone an der Hochfirst-Schanze (Kilometer 887) richtig ernst. Sascha Weber (Maloja-Rocky Mountain) hatte zuvor schon am Gaspedal gespielt, so dass an der Spitze nur noch sechs Fahrer übrig geblieben waren. „Irgendwann muss man mal Ramba-Zamba machen“, erklärte Weber mit einem Grinsen, „man kann nicht immer bis zum Schluss warten.“ Das Tempo im Singletrail-Anstieg vom Schanzenauslauf weg, fielen dann der Tscheche Matous Ulman (Ceska Sporitelna) und auch Martin Frey (Team Bulls) zum Opfer. So kamen nach Abfahrt und nächsten Anstieg nur noch vier Fahrer gemeinsam den Berg hoch, bevor es Richtung Lenzkirch ging. Julian Schelb (Stop&Go Marderabwehr) zeigte sich immer wieder an der Spitze, vor allem auch weil Simon Stiebjahn darauf hoffte, dass Martin Frey wieder zurückkommen würde.
Am letzten Anstieg, rund 3,5 Kilometer vor dem Ziel fiel eine Vorentscheidung. Der Tscheche Tomas Visnovsky (Ceska Sporitelna) kassierte eine Lücke und auch Sascha Weber hatte oben vielleicht 30 Meter Abstand. „Die beiden können natürlich ein gutes Finale fahren und in der folgenden Abfahrt bin ich nicht mehr hingekommen. Ich wollte mich natürlich auch nicht hinlegen“, erzählte Weber. „Aber der Stärkste heute hat auch gewonnen.“ So erreichten Schelb und Stiebjahn gemeinsam das Zielgelände und Schelb konnte sich durchsetzen. Stiebjahn fuhr in der gleichen Sekunde über die Ziellinie, so dass er am Samstag im Gelben Trikot des Gesamtführenden in das zehn Kilometer lange Einzelzeitfahren am Feldberg gehen wird. „Ich habe mich heute sehr gut gefühlt, noch besser als gestern und habe an jedem Berg gezogen. Wenn es morgen noch besser geht, ist gut“, sagte Schelb mit einem Schmunzeln. „Allerdings muss ich morgen sehen, wie explosiv ich auf so einer kurzen Distanz noch bin, das wird eher schwierig.“ Simon Stiebjahn sah sich selbst etwas stärker als am Tag zuvor. „Das war auch nötig, denn heute wurde eigentlich immer Tempo gemacht. In der ersten Stunde hatten wir einen 32er-Schnitt, trotz Bergen, das war schon brutal schnell“, konstatierte der Titelverteidiger.
Die Etappenübersicht des „Rothaus Bike Giro Hochschwarzwald“ 2019:
1. Etappe am Donnerstag, 15. August 2019
Rothaus -> Rothaus
66,2 km / 1550 hm
Start um 13:00 Uhr
2. Etappe am Freitag, 16. August 2019
Rothaus -> Rothaus
75,1 km / 2161 hm
Start um 10:00 Uhr
3. Etappe am Samstag, 17. August 2019
Feldberg -> Feldberg
10,1 km / 326 hm (Einzelzeitfahren)
1. Starter ab 14:00 Uhr
4. Etappe am Sonntag, 18. August 2019
Feldberg -> Feldberg
47,2 km / 1760 hm
Start um 10:00 Uhr
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Vielen Dank und sportliche Grüße!
Sauser Event GmbH
Kai Sauser