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Pascal Ackermann stürmt zum Sieg bei der Auftaktetappe der Tour of Slovenia

Die Auftaktetappe der 26. Ausgabe der Tour of Slovenia führte über 168,5 km von Ljubljana nach Rogaška Slatina. Mehr als 50 km vor dem Ziel wartete ein 2km langer und rund 8 Prozent steiler Anstieg, der allerdings den endschnellen Männern keine allzu großen Schwierigkeiten bereiten sollte. Schon 15 km nach dem Startschuss betrug der Abstand eines Ausreißertrios mehr als 4 Minuten, doch das Peloton, angeführt von Juraj Sagan und ein paar Fahrer von Dimension Data, begann die Lücke in der zweiten Rennhälfte langsam zu schließen. In der Abfahrt des letzten Anstiegs setzen sich mehrere Fahrer, unter ihnen auch Michael Schwarzmann, vom Feld ab und konnten sich an die Spitze des Rennens setzen. Auf den nächsten 20 km fuhr die Gruppe vorne, waren sich aber nicht einig und letztlich löste sich ein Duo aus der Spitze. Schwarzmann und drei Begleiter ließen die führenden zwei Fahrer aber nicht aus den Augen und konnten schnell wieder zu ihnen aufschließen. Mit noch 15 km bis zum Ziel ließ sich Schwarzmann ins Hauptfeld zurückfallen. Es wurde erwartet, dass die Etappe in einem Massensprint entschieden wird und deshalb setzte BORA-hansgrohe alle Hoffnung auf Pascal Ackermann. Am Ende enttäuschte der deutsche Meister nicht. Obwohl Pascal seinen Sprint schon etwa 500 m vor dem Finish anzog, konnte er letztlich an seinen Kontrahenten vorbeiziehen und souverän den Etappensieg holen.
Reaktionen im Ziel
„Das war ein sehr langer Sprint! Ich begann 500 m vor dem Ziel, denn Mezgec kam mit hoher Geschwindigkeit von hinten und so musste ich einen langen Sprint ziehen. Ich bin nur froh, dass ich die Ziellinie als Erster überqueren konnte. Ich glaube nach dem Giro habe ich mich gut erholt und meine Erfolge bei meiner ersten Grand Tour haben mich zusätzlich motiviert. Ich bin heute auch gut über die Anstiege gekommen und es hat sogar Spaß gemacht. Da wir Schwarzi in der Ausreißergruppe hatten, konnten wir es im Feld etwas ruhiger angehen lassen. Das Team fuhr die ganze Zeit an der Spitze des Pelotons um das Tempo zu kontrollieren. Ich bin mit der Leistung der Jungs äußerst zufrieden und muss mich bei ihnen sehr bedanken.“
– Pascal Ackermann

Foto: Gerhard Plomitzer
„Dies ist ein fantastischer Sieg. Kompliment an das ganze Team. Die Jungs waren heute sehr stark, besonders Schwarzi, der im letzten Anstieg attackierte und dann in der Spitzengruppe fuhr. Er war ein wichtiger Teil unseres heutigen Siegs. Pascal hat die Anstiege gut bewältigt und am Ende lancierte er einen langen, aber überzeugenden Sprint. Wir sind mit seinem ersten Rennen nach dem Giro d’Italia natürlich äußerst zufrieden.“
– Christian Poemer, sportlicher Leiter
@BORA-hansgrohe

1 Pascal Ackermann (Ger) Bora-Hansgrohe 4:04:58
2 Giacomo Nizzolo (Ita) Dimension Data
3 Simone Consonni (Ita) UAE Team Emirates
4 Luka Mezgec (Slo) Mitchelton-Scott
5 Andrea Vendrame (Ita) Androni Giocattoli-Sidermec
6 Rui Oliveira (Por) UAE Team Emirates
7 Grega Bole (Slo) Bahrain-Merida
8 Jérémy Leveau (Fra) Delko Marseille Provence KTM
9 Kristian Sbaragli (Ita) Israel Cycling Academy
10 Umberto Marengo (Ita) Neri Sottoli–Selle Italia–KTM

Mit Rang zwei auf der 18. Etappe erobert Pascal Ackermann das Maglia Ciclamino beim Giro d’Italia zurück

Angesichts der bevorstehenden zwei Bergetappen und dem anschließenden Zeitfahren, hatten die Sprinter auf der heutigen 18. Etappe des Giro d’Italia die letzte Chance auf einen Etappensieg. Die 222 km lange Strecke führte fast vollständig bergab. Nach dem Start in Valdaora stieg das Terrain zwar kurzzeitig etwas an, aber im Anschluss daran ging es kontinuierlich bergab, ehe nach 118 Kilometer, am 6,7 km langen und 4,5 Prozent steilen Pieve d’Alpago die einzige Bergwertung des Tages erreicht wurde. Die letzten 10 km waren völlig flach mit einigen 90-Grad-Kurven ehe die Fahrer die Ziellinie in Santa Maria di Sala bei Venedig erreichten. Der Zwischensprint, der nach 159 km erreicht wurde, war im Kampf um das Maglia Ciclamino besonders wichtig. Der deutsche Meister Pascal Ackermann lag nur 13 Punkte hinter A. Démare, dem derzeitig Führenden in der Punktewertung, und der BORA-hansgrohe Fahrer hatte somit eine Chance seine Bilanz hier aufzubessern. Obwohl einige Fahrer gleich zu Beginn versuchten eine Fluchtgruppe zu bilden, blieb das Feld über 50 km zusammen. Dann gelang es drei Fahrern, sich abzusetzen. Im Feld rückte BORA-hansgrohe und Israeli Cycling Academy nach vorne, um das Tempo zu kontrollieren, und infolge pendelte sich der Abstand zum Ausreißertrio bei etwa 5 Minuten ein. Vor der ersten Sprintwertung setzte sich das Team aus Raubling mit mehreren Fahrern an die Spitze des Hauptfeldes um den Sprint für Pascal vorzubereiten. Letztendlich konnte sich A. Démare aber vor Pascal Ackermann durchsetzen. Das Spitzentrio harmonierte immer noch gut und mit noch 35 km bis zum Ziel hatten die Ausreißer noch mehr als 4 Minuten Vorsprung. Mit 15 km zum Ziel fuhr BORA-hansgrohe mit vier Fahrern an die Spitze, und obwohl das Tempo im Feld nun enorm hoch war, schmolz der Abstand der Spitzenreiter nur sehr langsam. Auf den letzten beiden Kilometern war die Fluchtgruppe zwar in Sichtweite. Auf der Zielgerade zog N. Denz, einer der Ausreißer, zuerst den Sprint an, wurde aber von D. Cima, seinem Fluchtbegleiter überholt, der letztendlich die Etappe für sich entschied. In einem Herzschlagfinale sprintete Pascal Ackermann noch auf Rang zwei. Mit diesem Ergebnis konnte er das Maglia Ciclamino wieder zurückholen. In der Gesamtwertung gab es keine Veränderung und Rafal Majka liegt noch immer auf dem 7. Platz, während sein Teamkollege Davide Formolo den 10. Rang beibehält.
Reaktionen im Ziel
„Wir hatten die Punkte vorher gezählt und ich wusste, es würde knapp werden. Als ich nur Zweiter im Sprint am Ende wurde, war ich zuerst enttäuscht, weil mein Team heute den ganzen Tag für mich gearbeitet hat. Die Jungs haben wirklich einen super Job gemacht. Als klar war, dass ich die Führung in der Punktewertung übernommen habe, haben wir trotzdem gefeiert. Es ist ein ganz besonderer Moment für mich und das ganze Team, dieses Trikot zurückzuerobern. Natürlich gibt es noch drei schwere Etappen, die ich überstehen muss, bevor ich das Trikot endlich sicher habe. Aber im Moment sind wir sehr, sehr glücklich und wir werden alles daran setzen das Trikot zu behalten.”
– Pascal Ackermann
“Irgendwie haben die Zeitabstände heute nicht gestimmt. Als wir einmal selbst den Abstand zwischen Spitze und Feld genommen haben, war er 1:30 größer als von der Rennleitung angegeben. Ich weiß nicht, was da passiert ist, aber das hat heute definitiv das Rennen beeinflusst und uns wohl den Sieg gekostet. Man muss aber auch den Ausreißern ein Kompliment aussprechen, die waren unglaublich stark und Cima hat den Sieg fraglos verdient. Auch unsere Jungs sind ein sehr starkes Rennen gefahren, haben alles versucht, um Pascal noch eine Chance zu geben. Ich kann nur meinen Hut ziehen. Das Punktetrikot haben heute alle gemeinsam zurück erkämpft.”
– Christian Poemer, sportlicher Leiter
© BORA – hansgrohe

1 Damiano Cima (Ita) Nippo-Vini Fantini-Faizane 4:56:04
2 Pascal Ackermann (Ger) Bora-Hansgrohe
3 Simone Consonni (Ita) UAE Team Emirates
4 Florian Senechal (Fra) Deceuninck-QuickStep
5 Ryan Gibbons (RSA) Dimension Data
6 Manuel Belletti (Ita) Androni Giocattoli-Sidermec
7 Davide Cimolai (Ita) Israel Cycling Academy
8 Arnaud Demare (Fra) Groupama-FDJ
9 Sean Bennett (USA) EF Education First
10 Mirco Maestri (Ita) Bardiani CSF
11 Nico Denz (Ger) AG2R La Mondiale
12 Paolo Simion (Ita) Bardiani CSF
13 Michael Gogl (Aut) Trek-Segafredo

GC:
1 Richard Carapaz (Ecu) Movistar Team 79:44:22
2 Vincenzo Nibali (Ita) Bahrain-Merida 0:01:54
3 Primoz Roglic (Slo) Team Jumbo-Visma 0:02:16
4 Mikel Landa (Spa) Movistar Team 0:03:03
5 Bauke Mollema (Ned) Trek-Segafredo 0:05:07
6 Miguel Angel Lopez (Col) Astana Pro Team 0:06:17
7 Rafal Majka (Pol) Bora-Hansgrohe 0:06:48
8 Simon Yates (GBr) Mitchelton-Scott 0:07:13
9 Pavel Sivakov (Rus) Team Ineos 0:08:21
10 Davide Formolo (Ita) Bora-Hansgrohe 0:08:59
11 Jan Polanc (Slo) UAE Team Emirates 0:09:20
12 Ilnur Zakarin (Rus) Katusha-Alpecin 0:10:32
13 Hugh John Carthy (GBr) EF Education First 0:14:51
14 Joe Dombrowski (USA) EF Education First 0:15:44

Punkte:
1 Pascal Ackermann (Ger) Bora-Hansgrohe 226
2 Arnaud Demare (Fra) Groupama-FDJ 213
3 Damiano Cima (Ita) Nippo-Vini Fantini-Faizane 104

Zweiter Etappensieg für Pascal Ackermann auf der 5. Etappe des Giro d’Italia


Auf der fünften Etappe von Frascati nach Terracina standen die Sprinter heute einmal mehr im Mittelpunkt des Renngeschehens. Die 140 km lange Strecke wies zu Beginn zwei kleinere Steigungen auf, bevor es auf relativ flachem Terrain und über einen Anstieg der 4. Kategorie zum Zielort an der tyrrhenischen Küste ging. Das Finale wurde auf einer 9,2 km langen Runde ausgetragen, ehe die Fahrer die 1,5 km lange Zielgerade im Hafenstädtchen erreichten. Das Wetter meinte es heute nicht gut mit den Fahrern. Ständiger Regen und nasse Straßen erforderten besondere Aufmerksamkeit. Aufgrund dieser Bedingungen wurde nach einem Jury-Entscheid auch die Zeit für die Gesamtwertung schon bei der ersten Zieldurchfahrt genommen, um die Fahrer nicht zu großem Risiko auszusetzen. Eine 6-Mann Ausreißergruppe, die sich schnell nach dem Start formierte, versuchte ihr Glück in der Flucht, konnte aber nie mehr als zwei Minuten Vorsprung herausfahren. Einige Kilometer, nachdem das Feld Frascati verlassen hatte, setzte sich BORA – hansgrohe mit noch einigen anderen Teams an die Spitze des Pelotons, und beim ersten Zwischensprint sammelte Pascal Ackermann, der gegenwärtig die Punktewertung anführt, ein paar Punkte für die Sprintwertung. Mit noch 50 km zum Ziel zerfiel die Führungsgruppe und ein Solist entkam seinen Fluchtgefährten, allerdings blieben seine Bemühungen letztlich ergebnislos und er wurde 20 km vor dem Ziel geschluckt. Auf der letzten Runde in Terracina setzte sich BORA – hansgrohe an die Spitze des Feldes, um Pascal Ackermann in eine optimale Position zu bringen. Auf den letzten beiden Kilometern machte Michael Schwarzmann das Tempo, während andere Sprinterteams nach vorne rückten. Als F. Gaviria seinen Sprint 400 Meter vor dem Ziel anzog, setzte Pascal ihm nach und fuhr an dem Kolumbianer auf den letzten Metern noch vorbei. Der deutsche Meister sprintete als Erster über die Ziellinie und holte damit seinen zweiten Etappensieg beim Giro d’Italia. Damit baute er auch seine Führung in der Punktewertung aus. Pascals Teamkollege Rafal Majka verteidigte am Ende des Tages seinen 6. Platz in der Gesamtwertung, und BORA – hansgrohe führt jetzt außerdem auch die Teamwertung an.
Reaktionen im Ziel
„Ich bin meinem Lead-out gefolgt und ich wusste, dass ich mich auch heute wieder ganz auf Rudi verlassen konnte. Er hat auch eine Lücke gefunden und ich hatte freie Fahrt, als Gaviria angetreten hat. Zuerst wurde ich von einem Anfahrer von Groupama-FDJ etwas blockiert, aber dann hatte ich den perfekten Windschatten. Am Ende hat es gerade noch gereicht. Es war heute alles andere als leicht mit dem Regen und der Kälte, und ich bin deshalb sehr froh, dass ich den Sieg einfahren konnte.“
– Pascal Ackermann
„Ich bin sehr stolz auf das Team. Heute lief alles nach Plan. Die Jungs haben das Rennen gut kontrolliert. Pawel hat vorne Tempo gemacht und den Ausreißern keine Chance gegeben, einen großen Abstand herauszufahren. Wir konnten unsere zwei GC Fahrer auch gut beschützen, was beim heutigen schlechten Wetter wichtig war. Am Ende haben die Jungs einen perfekten Lead-out gefahren. Michael und Rudi haben Pascal in eine optimale Position für den Sprint gebracht. Wir haben allen Grund, heute zu feiern, denn alles ist nach Plan gelaufen. Die nächsten Etappen sind etwas für die Kletterer und wir hoffen, dass unser toller Teamgeist eine gute Motivation für unsere Kletterer sein wird.“
– Christian Poemer, sportlicher Leiter
© BORA – hansgrohe
1 Pascal Ackermann (Ger) Bora-Hansgrohe 3:15:44
2 Fernando Gaviria (Col) UAE Team Emirates
3 Arnaud Demare (Fra) Groupama-FDJ
4 Caleb Ewan (Aus) Lotto Soudal
5 Matteo Moschetti (Ita) Trek-Segafredo
6 Ryan Gibbons (RSA) Dimension Data
7 Paolo Simion (Ita) Bardiani CSF
8 Jenthe Biermans (Bel) Katusha-Alpecin
9 Giovanni Lonardi (Ita) Nippo-Vini Fantini-Faizane
10 Manuel Belletti (Ita) Androni Giocattoli-Sidermec
GC:
1 Primoz Roglic (Slo) Team Jumbo-Visma 19:35:04
2 Simon Yates (GBr) Mitchelton-Scott 0:00:35
3 Vincenzo Nibali (Ita) Bahrain-Merida 0:00:39
4 Miguel Angel Lopez (Col) Astana Pro Team 0:00:44
5 Diego Ulissi (Ita) UAE Team Emirates
6 Rafal Majka (Pol) Bora-Hansgrohe 0:00:49
7 Bauke Mollema (Ned) Trek-Segafredo 0:00:55
8 Damiano Caruso (Ita) Bahrain-Merida 0:00:56
9 Bob Jungels (Lux) Deceuninck-QuickStep 0:01:02
10 Davide Formolo (Ita) Bora-Hansgrohe 0:01:06

Erster Giro Etappensieg für Pascal Ackermann in Fucecchio

Die zweite Etappe des Giro d’Italia führte über 205 km von Bologna entlang des Apennin nach Fucecchio, und war heute als Sprintetappe ausgewiesen. Allerdings präsentierte sich der Kurs dennoch sehr wellig. Die ersten 50 km verliefen leicht bergauf, in der zweiten Rennhälfte folgten eine Bergwertung in Montalbano (3. Kategorie) und eine weitere in San Baronto (4. Kategorie). Die schnelle Zielanfahrt beinhaltet auf den letzten Kilometern einige Kurven und Kreisverkehre, während der letzte Kilometer geradeaus verlief. Regen am Start, Wind und kaltes Wetter setzten den Rennfahrern heute zusätzlich zu. Dennoch formierte sich schon nach wenigen Kilometern eine 8-köpfige Spitzengruppe. Das Peloton, lange Zeit angeführt von Cesare Benedetti, hielt die Ausreißer aber an der kurzen Leine, und so konnte die Gruppe nie mehr als vier Minuten Vorsprung herausfahren. Im Anstieg zum Montalbano zersplitterte die Ausreißergruppe und Bahrain-Merida erhörte das Tempo im Hauptfeld. Der Abstand der verbleibenden vier Ausreißer schmolz jetzt schnell auf weniger als eine Minute zusammen. Mit noch 18 km bis zum Ziel setzte sich BORA-hansgrohe an die Spitze des Feldes, um das Spitzenquartett einzuholen und Pascal Ackermann in eine gute Position zu bringen. Unter dem Tempodiktat des Raublinger Rennstalls wurden auch die letzten Ausreißer etwa 5 km vor dem Ende gestellt. Die Sprinterzüge formierten sich, allen voran Lotto Soudal und BORA – hansgrohe. C. Ewan trat nach idealer Vorbereitung bei der 200 Meter Marke an, aber der Deutsche Meister erwies sich als der Schnellere und setzte sich am Ende vor E. Viviani durch. Damit holte Ackermann bei seinem ersten Antreten bei einer Grand Tour auch gleich den ersten Etappensieg. Gleichzeitig führt Pascal damit auch die Punktewertung des Giro an. In der Gesamtwertung gab es keine Veränderungen und Rafal Majka liegt weiter auf Rang sechs.
Reaktionen im Ziel
„Ich bin überglücklich hier gewonnen zu haben. Obwohl ich meine Konkurrenten wie Caleb Ewan oder Elia Viviani auch bei anderen Rennen antreffe, ist es etwas Besonderes sie beim Giro zu besiegen. Es gibt natürlich viel mehr Druck bei einer Grand Tour zu gewinnen, und deshalb bin ich so froh. Es war meine erste Chance auf einen Sieg und wir haben es geschafft. Es ist auch etwas Besonderes für mich im deutschen Meister-Trikot diesen Sieg zu holen.“ – Pascal Ackermann
„Das ist ein guter Start in den Giro für uns. Nach Lukas Pöstlberger vor zwei Jahren und letztes Jahr Sam Bennett, haben wir dieses Jahr den Sieg mit unserem Grand Tour Debütanten Pascal geholt. Es ist ein sehr verdienter Sieg. Das Team ist die ganze Zeit vorne gefahren, hat die Ausreißergruppe kontrolliert sowie ein gutes Lead Out gemacht. Wir sind alle superhappy mit diesem fantastischen Ergebnis.“ – Jens Zemke, sportlicher Leiter
@BORA-hansgrohe

Pascal Ackermann gewinnt Etappe 2 beim 102. Giro d’Italia

Obwohl ihn Eurosport Experte Alberto Contador bei der Nennung der Favoriten im Falle einer Sprintentscheidung nicht erwähnte, lies sich der Deutsche Meister bei seinem Debut bei einer 3-wöchigen Rundfahrt nicht beirren und gewann überlegen den Sprint Royale am Ende der 2. Etappe des GIRO!
Im Finale wurde er gut durch sein Team BORA-hansgrohe unterstützt und in eine optimale Ausgangslage gebracht. 500 Meter vor dem Ziel war sein Anfahrer Rüdiger Selig im Pulk der Favoriten ziemlich eingesperrt und es tat sich auf der rechten Seite keine Lücke auf. Aber Pascal Ackermann erkannte die Lage, löste sich rechtzeitig vom Hinterrad Seligs und lancierte seinen Sprint von der 250 Meter Marke, den er dann stark und souverän bis zur Ziellinie durchhielt und die Weltklassesprinter Elia Viviani und Caleb Ewan auf die Plätze verwies.
Photo by Herbert Moos!!
Foto: Herbert Moos bei Eschborn-Frankfurt 2019

1 Pascal Ackermann (Ger) Bora-Hansgrohe 4:44:43
2 Elia Viviani (Ita) Deceuninck-QuickStep
3 Caleb Ewan (Aus) Lotto Soudal
4 Fernando Gaviria (Col) UAE Team Emirates
5 Arnaud Demare (Fra) Groupama-FDJ
6 Davide Cimolai (Ita) Israel Cycling Academy
7 Viacheslav Kuznetsov (Rus) Katusha-Alpecin
8 Jasper De Buyst (Bel) Lotto Soudal
9 Kristian Sbaragli (Ita) Israel Cycling Academy
10 Rudiger Selig (Ger) Bora-Hansgrohe

GC:
1 Primoz Roglic (Slo) Team Jumbo-Visma 4:57:42
2 Simon Yates (GBr) Mitchelton-Scott 0:00:19
3 Vincenzo Nibali (Ita) Bahrain-Merida 0:00:23
4 Miguel Angel Lopez (Col) Astana Pro Team 0:00:28
5 Tom Dumoulin (Ned) Team Sunweb
6 Rafal Majka (Pol) Bora-Hansgrohe 0:00:33
7 Tao Geoghegan Hart (GBr) Team Ineos 0:00:35
8 Bauke Mollema (Ned) Trek-Segafredo 0:00:39
9 Damiano Caruso (Ita) Bahrain-Merida 0:00:40
10 Pello Bilbao (Spa) Astana Pro Team 0:00:42



Text und Fotos:
Gerhard Plomitzer – www.plomi.smugmug.com

Pascal Ackermann triumphiert bei Eschborn-Frankfurt


Die 187,5 km lange Strecke der 58. Ausgabe des Radklassikers Eschborn-Frankfurt wurde in diesem Jahr leicht geändert. Zusätzlich zum Feldberg führte das Rennen diesmal wieder viermal über den Mammolshainer Stich, sowie zweimal über den Ruppertshainer Anstieg und einmal über die Billtalhöhe. Mehr als 3222 Höhenmeter hatten die Fahrer bereits in den Beinen, bevor es zur neuen 6,5 km langen Mainschleife ging, die zweieinhalbmal befahren werden musste. Gleich zu Beginn des Rennens konnte sich eine 7-Mann-Gruppe vom Feld absetzen und fuhr schnell eine Lücke von mehreren Minuten heraus. Während des Tages hielt das Peloton die Ausreißer aber immer auf Schlagdistanz und der Vorsprung der Spitzengruppe pendelte sich bei etwa vier Minuten ein. Mit noch 80 km bis zum Ziel hatte sich die Ausreißergruppe bis auf ein Duo reduziert. Einige Kilometer später gelang es weiteren Fahrern zur Spitze aufzuschließen, aber BORA – hansgrohe zeigte sich sehr aktiv im Feld und übernahm zu diesem Zeitpunkt die Führungsarbeit. Auf der letzten Runde holte das Peloton, immer noch angeführt von BORA – hansgrohe, die Spitzengruppe wieder ein und die rennentscheidende Phase wurde eingeläutet. Auf den letzten Kilometern versuchten die BORA – hansgrohe Fahrer Pascal Ackermann in eine optimale Position für den Sprint zu bringen. Pascal war zwar bei 200 m etwas eingeklemmt, konnte sich aber gerade noch rechtzeitig freifahren, um einen unwiderstehlichen Antritt zu zeigen. Nach ausgezeichneter Teamarbeit holte der Deutsche Meister einen souveränen Sieg in der Frankfurter Innenstadt. Er ist damit der erste Fahrer seit zwanzig Jahren, der dieses Rennen als aktueller Deutscher Meister gewinnen konnte.

Reaktionen im Ziel
“Wir kamen mit einem Ziel nach Frankfurt, und das war hier zu gewinnen. Es ist ein geiles Gefühl, es so zu vollenden. Die Jungs sind den ganzen Tag vorne gefahren und am Ende war es schön, dass ich den Sieg holen konnte. Ich stand zwar heute unter etwas mehr Druck, denn als deutsches Team bei einem deutschen Rennen wollten natürlich alles versuchen zu gewinnen. Das Team ist in Topform und wir freuen uns alle auf den bevorstehenden Giro d’Italia.”
– Pascal Ackermann
„Das Team hat diesen Sieg wirklich verdient. Die Arbeit, die die Jungs während des ganzen Tages gemacht haben, hat sich am Ende gelohnt. Sie fuhren lange Zeit zusammen an der Spitze des Pelotons, um das Rennen zu kontrollieren, und alle haben eine wichtige Rolle gespielt den heutigen Sieg einzufahren. Wir hatten sechs Fahrer im Finale und das Lead-Out funktionierte perfekt. Seit 2011 gab es keinen deutschen Gewinner dieses Rennens, und wir sind sehr glücklich, dass Pascal den Sieg holen konnte. Heute hat er gezeigt, dass er gut in Form ist, und wir sehen mit Zuversicht auf den bevorstehenden Giro d’Italia.“
– Jens Zemke, sportlicher Leiter

1 Pascal Ackermann (Ger) Bora-Hansgrohe 4:23:36
2 John Degenkolb (Ger) Trek-Segafredo
3 Alexander Kristoff (Nor) UAE Team Emirates
4 Davide Cimolai (Ita) Israel Cycling Academy
5 Hugo Hofstetter (Fra) Cofidis, Solutions Credits
6 Baptiste Planckaert (Bel) Wallonie Bruxelles
7 Davide Gabburo (Ita) Neri Sottoli–Selle Italia–KTM
8 Lawrence Naesen (Bel) Lotto Soudal
9 Marco Haller (Aut) Katusha-Alpecin
10 Grega Bole (Slo) Bahrain-Merida
11 Matej Mohoric (Slo) Bahrain-Merida
12 Simone Velasco (Ita) Neri Sottoli–Selle Italia–KTM
13 Josef Cerny (Cze) CCC Team
14 Edvald Boasson Hagen (Nor) Dimension Data
15 Kevin Ledanois (Fra) Arkéa Samsic
16 Oliver Naesen (Bel) AG2R La Mondiale
17 Quentin Jauregui (Fra) AG2R La Mondiale
18 Magnus Cort Nielsen (Den) Astana Pro Team
19 Sergei Shilov (Rus) Gazprom–Rusvelo
© BORA – hansgrohe
Fotos: Gerhard Plomitzer – www.plomi.smugmug.com

Galerie wird in den nächsten Tagen noch aktualisiert…

Pascal Ackermann triumphiert beim Bredene-Koksijde Classic

1 Pascal Ackermann (Ger) Bora-Hansgrohe 4:35:47
2 Kristoffer Halvorsen (Nor) Team Sky
3 Alvaro Hodeg (Col) Deceuninck-QuickStep
4 Szymon Sajnok (Pol) CCC Team
5 Timothy Dupont (Bel) Wanty-Gobert
6 Sasha Weemaes (Bel) Sport Vlaanderen-Baloise
7 Lawrence Naesen (Bel) Lotto Soudal
8 Simone Consonni (Ita) UAE Team Emirates
9 Thomas Boudat (Fra) Direct Energie
10 Rudy Barbier (Fra) Israel Cycling Academy
11 Aksel Nõmmela (Est) Wallonie Bruxelles
12 Jakub Mareczko (Ita) CCC Team
13 Enzo Wouters (Bel) Lotto Soudal
14 Kenny Dehaes (Bel) Wallonie Bruxelles
15 Marco Benfatto (Ita) Androni Giocattoli-Sidermec

Das bisher unter dem Namen Handzame Classic bekannte belgische Eintagesrennen, wurde in diesem Jahr als Bredene-Koksijde Classic ausgetragen. Nach dem Startschuss in Bredene in Ostflandern machten sich die Fahrer auf den 199,5 km langen Kurs in Richtung Koksijde. Abgesehen von dem Kemmelberg (600 m, 7,3%) und dem Rodeberg (1 km, 3,9%) wies die Strecke keine besonderen topographischen Schwierigkeiten auf. Am Ende gab es drei Schlussrunden zu je 13 km um den Zielort Koksijde zu absolvieren, die ebenfalls flach waren. Schon früh im Rennverlauf konnten sich sechs Fahrer vom Feld absetzen und einen Vorsprung von maximal sieben Minuten herausfahren. Im letzten Renndrittel zeigte sich BORA – hansgrohe sehr aktiv an der Spitze des Hauptfeldes, und die Lücke zur Ausreißergruppe schmolz kontinuierlich. Mit 15 km bis zum Ziel ereignete sich ein Sturz im Feld, in den auch Rudi Selig und Michael Schwarzmann verwickelt wurden, glücklicherweise konnten beide wieder auf das Rad steigen und zum Peloton aufschließen. Trotz eines chaotischen Finales, in dem mehrere Fahrer im Peloton zu Boden gingen, gelang es BORA – hansgrohe Pascal Ackermann in einer optimalen Ausgangsposition auf die Zielgerade zu bringen. Im erwarteten Massensprint in Koksijde setzte sich der deutsche Meister deutlich, mit einer Radlänge Vorsprung, durch. Damit holte der 25-jährige Ackermann seinen zweiten Saisonsieg.

Foto: Gerhard Plomitzer
Reaktionen im Ziel
„Nach meinen zweiten Platz am Mittwoch bei Nokere Koerse wollte ich heute unbedingt gewinnen. Diese Woche haben wir gezeigt, dass wir ein sehr starkes Team haben und ich wollte meine Teamkollegen mit einem Sieg belohnen, heute ist mir das auch gelungen. Wir hatten etwas Gegenwind auf der Zielgeraden und es war sehr hektisch. Ich verlor mehrmals das Hinterrad von meinem Anfahrer, aber es gelang mir glücklicherweise immer wieder zurückzukommen. Vor zwei Jahren habe ich bei diesem Rennen meine erste Top-5-Platzierung erreicht, darum wollte ich heute unbedingt gewinnen. Nach ein paar Tagen Pause gehe ich nächste Woche an den Start bei Driedaagse Brugge-De Panne, und ich hoffe auch dort um den Sieg mitzufahren.“ – Pascal Ackermann

„Das Rennen verlief heute so wie wir es geplant hatten. Es gab eine Spitzengruppe von sechs Fahrern, aber wir konnten das Rennen zusammen mit einigen anderen Teams gut kontrollieren. Wir haben uns besonders auf das Finale konzentriert. Es gab allerdings auf der hektischen Schlussrunde mehrere Stürze und wir hatten etwas Pech. Ungefähr 15 km vor dem Ziel gingen Rudi Selig und Michael Schwarzmann zu Boden, aber zum Glück konnten sie wieder zum Feld aufschließen. Die Jungs haben heute einen tollen Job gemacht und Rudi hat den Sprint für Pascal perfekt vorbereitet. Wir sind sehr glücklich mit dem Sieg, und hoffen auch weiterhin gute Leistungen zu erzielen.“ – André Schulze, sportlicher Leiter
© BORA – hansgrohe

Nokere Koerse

1 Cees Bol (Ned) Team Sunweb 4:32:37
2 Pascal Ackermann (Ger) Bora-Hansgrohe
3 Jasper Philipsen (Bel) UAE Team Emirates
4 Boy van Poppel (Ned) Roompot-Charles
5 Hugo Hofstetter (Fra) Cofidis, Solutions Credits
6 Jonas Van Genechten (Bel) Vital Concept-B&B Hotel
7 Justin Jules (Fra) Wallonie Bruxelles
8 Bram Welten (Ned) Arkéa Samsic
9 Jens Debusschere (Bel) Katusha-Alpecin
10 Lawrence Naesen (Bel) Lotto Soudal
11 Szymon Sajnok (Pol) CCC Team
12 Thomas Boudat (Fra) Direct Energie
13 Stan Dewulf (Bel) Lotto Soudal
14 Baptiste Planckaert (Bel) Wallonie Bruxelles 0:00:05
15 André Rodrigues Carvalho (Por) Hagens Berman Axeon
16 Rüdiger Selig (Ger) Bora-Hansgrohe 0:00:06

Pascal Ackermann erringt zweiten Platz bei Nokere Koerse

Heute stand das flämischen Eintagesrennen Nokere Koerse für BORA – hansgrohe in Belgien auf dem Programm, wobei die Strecke über 195,6 km von Deinze nach Nokere führte. Mehrere Kopfsteinpflasterpassagen und die siebenmalige Überquerung des 350 m langen und bis zu 7 Prozent steilen Nokerebergs, machten das Rennen alles andere als einfach. Auf den ersten 100 km ließ das Peloton eine Ausreißergruppe gewähren, der es gelang, nahezu 8 Minuten Vorsprung herauszufahren. In der zweiten Rennhälfte, unter dem Tempodiktat von BORA – hansgrohe und UAE Team Emirates, begann sich der Abstand zur Spitzengruppe langsam zu verringern. Auf den letzten 30 km folgten dann mehrere Attacken, BORA – hansgrohe behielt aber immer die Kontrolle und vor allem Jay McCarthy und Lukas Pöstlberger zeigten sich in dieser Phase sehr aktiv. Das Rennen endete letztlich in einem Sprint einer relativ großen Gruppe. Dieser wurde allerdings von einem Sturz auf der ansteigenden Zielgerade beeinflusst. Nach einem starken Lead-out von Rudi Selig eröffnete Pascal Ackermann seinen Sprint, allerdings zog der deutsche Meister etwas zu früh an und es gelang C. Bol sich in letzter Minute noch an dem BORA – hansgrohe Fahrer vorbeizuschieben. Nach einem harten Rennen belegte Pascal am Ende den zweiten Platz.
Reaktionen im Ziel
„Es war heute ein super schweres Rennen. Ich habe meinen Sprint etwas zu früh angezogen und hatte deshalb am Ende nicht mehr genug Power. Aber ich bin trotzdem mit meiner Leistung zufrieden. Glückwunsch an Cees Bol, er war heute einfach der Schnellste. Wir hatten ein sehr starkes Team und sind fast den ganzen Tag vorne gefahren. Ich wusste eigentlich nicht, dass sich da einige Stürze im Feld ereigneten und ich glaube, wir hatten heute ein bisschen Glück diese vermeiden zu können.“ – Pascal Ackermann

„Wir sind das Rennen so gefahren, wie wir uns das vorgestellt haben. Die Jungs haben super zusammengearbeitet und konnten zu jeder Zeit das Rennen mitbestimmen. Wir haben das Rennen zuerst mit Juraj Sagan gut kontrolliert, und dann mit Deceunick Quick-Step und UAE Team Emirates das Tempo bestimmt. Im Finale haben wir den Sprint für Pascal vorbereitet. Das hat auch gut geklappt, aber er lancierte seinen Sprint etwas zu früh und verpasste leider knapp den Sieg. Natürlich wollten wir heute gewinnen, aber wir werden es bei den nächsten Rennen weiter versuchen.“ – André Schulze, sportlicher Leiter
© BORA – hansgrohe

Im strömendem Regen gewinnt Pascal Ackermann die zweite Etappe der Tour of Guangxi in Qinzhou.

Es dauerte mehr als 15 Kilometer, bevor sich eine 5-Mann-Spitzengruppe gebildet hatte. Allerdings ließen die Sprinter-Teams auch heute keinerlei Zweifel daran aufkommen, dass sie das Rennen abermals kontrollieren würden. Zur Hälfte der Etappe setzte starker Regen ein und als die Fahrer den Rundkurs in Qinzhou erreichten, fiel die Spitzengruppe auseinander. Auch BORA – hansgrohe beteiligte sich an der Führungsarbeit im Feld und übernahm so Verantwortung für Pascal Ackermann. Vier Kilometer vor dem Ziel wurde auch der letzte Ausreißer gestellt und die Lead-outs waren voll im Gange. BORA – hansgrohe positionierte Pascal früh an der Spitze, heute konnte er so einen ungefährdeten Sieg vor Fabio Jacobsen und Dylan Groenewegen einfahren.

2. Etappe:
1. Pascal Ackermann (Bora-hansgrohe)
2. Fabio Jakobsen (Quick-Step Floors) s.t.
3. Dylan Groenewegen (LottoNL-Jumbo) s.t.
4. Lawrence Naesen (Lotto Soudal) s.t.
5. Clement Venturini (Ag2r La Mondiale) s.t.
6. Max Walscheid (Sunweb) s.t.
7. Matteo Trentin (Mitchelton-Scott) s.t.
8. Jenthe Biermans (Katusha-Alpecin) s.t.
9. Enzo Wouters (Lotto Soudal) s.t.
10. Daniel McLay (EF-Drapac) s.t.

Gesamtstand:
1. Dylan Groenewegen (LottoNL-Jumbo)
2. Pascal Ackermann (Bora-Hansgrohe) + 0:04 Minuten
3. Fabio Jakobsen (Quick-Step Floors) + 0:04
4. Silvan Dillier (Ag2r La Mondiale) + 0:06
5. Andrey Grivko (Astana) + 0:06

Reaktionen im Ziel
„Das war heute wirklich nicht einfach. Durch den Regen war das Finale hektisch und mit der zwei Kilometer langen Zielgeraden war es schwierig, das richtige Timing zu treffen. Gestern haben wir das etwas vermasselt, heute hat alles perfekt geklappt. Es sind wirklich eine Menge sehr guter Sprinter hier, da braucht man auch etwas Glück. Aber heute hatte ich die Position und die Beine. Es war eine starke Teamleistung und am Ende ein verdienter Sieg.“ – Pascal Ackermann

„Wir haben die kleinen Fehler, die gestern passiert sind, heute Früh besprochen. Heute hat alles perfekt geklappt. Die Spitzengruppe war sehr stark besetzt und ich war etwas beunruhigt, da Quick-Step einen Mann vorne hatte. Aber wir haben zum richtigen Zeitpunkt mit Erik zu arbeiten begonnen und auf den letzten zwei Kilometern war jeder richtig platziert. Am Ende war das ein beeindruckender Sieg von Pascal. Ich denke, er hat nun nach den ganzen Reisestrapazen der letzten Tage seinen Rhythmus gefunden.“ – Christian Pömer, sportlicher Leiter
© BORA – hansgrohe / Bettinphoto

Pascal Ackermann stürmt zum Sieg beim Grand Prix de Fourmies.


Wie auch gestern bei der Brussels Cycling Classic waren heute bei der 86. Austragung des Grand Prix de Fourmies die Sprinter wieder gefragt. Während des Rennens zeigte sich BORA – hansgrohe sehr aktiv und leistete ein Großteil der Nachführarbeit. Die letzten Kilometer waren von zahlreichen Attacken geprägt, aber am Ende des Tages kam es zum erwarteten Massensprint. Nach starker Vorarbeit seines Teams erkämpfte sich Pascal Ackermann den Tagessieg vor A. Démare und A. Hodeg.
Die Strecke
Dieses Jahr blieb die Streckenführung gegenüber dem Vorjahr beinahe unverändert. Die 205km lange Strecke, die auch einige Kopfsteinpflasterstücke aufwies, führte rund um Fourmies im Norden von Frankreich. Der Parcours war nur leicht wellig und kam deshalb den Sprintern zugute. Nachdem die Ziellinie mit 55km bis zum Schluss zum ersten Mal überquert wurde, mussten noch fünf Runden von je 11km Länge absolviert werden. Kurz vor der Flamme Rouge fiel das Gelände leicht ab und mit 500m bis zum Ziel gab es eine Linkskurve, aber sonst war das Finale technisch nicht besonders kompliziert.
Die Teamtaktik
Dieses Rennen wurde in den vergangenen Jahren oft in einem Massensprint entschieden und es war anzunehmen, dass die Sprinter auch dieses Jahr zum Zuge kommen würden. Unsere Taktik war heute auf Pascal Ackermann ausgerichtet. Nach seinem Erfolg beim gestrigen Herbstklassiker in Brüssel würde der Pfälzer heute versuchen, in Fourmies seinen zweiten Sieg an diesem Wochenende einzufahren. Wie auch am Vortage wollte das Team den deutschen Meister beschützen und ihn in eine gute Ausgangsposition für den finalen Sprint bringen.
Das Rennen
Der Beginn des Renngeschehens wurde von mehreren Attacken geprägt. Die ersten vier Ausreißversuche wurden schnell vom Feld unterbunden aber nach 25km gelang es einer 5-Mann Gruppe sich vom Feld zu distanzieren. Wenige Kilometer später gesellten sich noch zwei weitere Fahrer zu der Spitzengruppe. Lange Zeit dominierte die Spitzengruppe das Rennen, aber die Sprinterteams wollten den Vorsprung nicht zu groß werden lassen. Während des Tages zeigte sich BORA – hansgrohe sehr aktiv und zusammen mit Groupama – FDJ führte das Feld auf der Jagd nach der Fluchtgruppe an. Schon auf der ersten Schlussrunde begann die Spitzengruppe zu zerbröckeln und einige Ausreißer ließen sich zurück ins Peloton fallen. Letztendlich wurde der starke Einsatz der Fluchtgruppe aber nicht belohnt und die letzten verbleibenden Ausreißer wurden 20km vor dem Ziel gestellt. Kurz danach lancierten drei Fahrer eine Attacke aus dem Hauptfeld und fuhren einen kleinen Vorsprung heraus, aber ihr Versuch wurde wenige Kilometer später vereitelt. Auf der letzten Runde bereiteten sich die Sprinterteams auf ein schnelles Finale vor und wie erwartet kam es letztendlich zu einem Massensprint. Nach einer hervorragenden Leistung von dem ganzen BORA – hansgrohe Team siegte Pascal Ackermann überzeugend in Fourmies.
1. Pascal Ackermann (Bora-hansgrohe)
2. Arnaud Demare (Groupama-FDJ) s.t.
3. Alvaro Hodeg (Quick-Step Floors)
4. Leonardo Bonifazio (Nippo-Vini Fantini)
5. Christophe Laporte (Cofidis)
6. Alexander Kristoff (UAE Team Emirates)
7. Boy van Poppel (Trek-Segafredo)
8. Hugo Hofstetter (Cofidis)
9. Riccardo Minali (Astana)
10. Kristian Sbaragli (Israel Cycling Academy)
Reaktionen im Ziel
„Ich kann es noch gar nicht glauben. Ich bin einfach ganz sprachlos. Ich wusste, dass ich gut in Form bin, aber ich habe nicht erwartet, dass ich mir zwei Siege an einem Wochenende holen würde. Die Jungs haben einen super Job gemacht und sind den ganzen Tag an der Spitze des Pelotons gefahren. Am Ende des Tages haben wir unseren Plan perfekt ausgeführt und ich muss mich bei meinen Teamkollegen für ihre fantastische Unterstützung herzlich bedanken.“ – Pascal Ackermann

„Wir freuen uns sehr über diesen Sieg. In der Geschichte der Brussels Cycling Classic und des GP de Fourmies gelang es nur einem Fahrer, Robbie McEwen, beide Rennen zu gewinnen. Und jetzt hat Pascal [Ackermann] diese Leistung auch geschafft. Dies ist schon sehr beeindruckend. Von Anfang an übernahm das Team die Verantwortung im Feld und machte das Tempo. Wir wollten den Ausreißern keinen zu großen Vorsprung gewähren. Aleksejs [Saramotins], Erik [Baška], Peter [Kennaugh] und Juraj [Sagan] haben einen fantastischen Job gemacht und das Rennen sehr gut kontrolliert. Unser Lead-Out Duo Andreas [Schillinger] und Rudi [Selig] hat Pascal in eine gute Ausgangsposition gebracht und er konnte dann seinen Sprint rechtzeitig eröffnen. Das Team arbeitete perfekt zusammen und ich wir können mit unserem heutigen Erfolg sehr zufrieden sein.“ – Christian Pömer, Sportlicher Leiter
© BORA – hansgrohe

Pascal Ackermann triumphiert bei der Brussels Cycling Classic.


Bei der 98. Austragung der Brussels Cycling Classic lieferten sich die schnellen Männer einen hektischen Kampf um den Sieg. Typisch für einen belgischen Klassiker wies das Rennen eine Strecke mit einer Anzahl von Hellingen auf, die den Sprintern aber keine besonderen Schwierigkeiten bereiteten. Durch hervorragende Teamarbeit sicherte sich Pascal Ackermann beim Massensprint in überzeugender Manier den Sieg.
Die Strecke
Das Eintagesrennen, eines der ältesten Klassiker im Rennkalender, führte über 201,4km rund um Brüssel. Die Strecke war mit nicht weniger als 13 leichten Steigungen bespickt, der letzte davon 40km vor dem Ziel. Das Rennen begann im Jubelpark in der belgischen Hauptstadt und führte durch leicht hügeliges Gelände zuerst nach Südosten, wo der erste der Hellingen nach 14,3 gefahrenen Kilometer aufwartete. Dann ging es weiter gen Süden in Richtung Nivelles, wonach erneut mehrere Hellingen in Folge auf dem Programm standen. Danach ging es zurück nach Brüssel, aber diesmal nicht ins Stadtzentrum, sondern zum Nordrand der Stadt, wo das Ziel in der Nähe des König-Baudouin-Stadions auf die Fahrer wartete. Die letzten 35km waren nicht besonders anspruchsvoll. Kurz vor der Flamme Rouge gab es eine Linkskurve und dann ging es geradeaus auf die leicht bergaufführende Zielgerade.
Die Teamtaktik
Obwohl heute 13 Steigungen auf dem Programm standen waren diese nicht allzu schwierig und, wie in den vergangen Jahren, war es zu erwarten, dass auch dieses Jahr ein Massensprint in Brüssel zustande kommen würde. Da die letzte kleine Steigung schon 40km vor dem Ziel überquert werden musste, würde es für das Peloton nicht besonders schwierig sein, eine eventuelle Ausreißergruppe rechtzeitig einzuholen. Pascal Ackermann, der dieses Jahr seine Sprintstärke schon mehrmals unter Beweis stellen konnte, zählte heute zu den Favoriten. Das Team wollte den deutschen Meister unterstützen und ihn sicher ins Ziel bringen und auch in eine gute Ausgangsposition für den finalen Sprint bringen. Allerdings war Pascal bei dem heutigen Rennen nicht ganz ohne Konkurrenz und BORA – hansgrohe musste sich deshalb auf ein hartes Finale gefasst machen.
Das Rennen
Im zweiten Anstieg des Tages gab es mehrere Attacken und letztendlich gelang es einer 6-Mann Gruppe sich vom Feld abzusetzen. Während des Tages konnte sie einen Vorsprung von etwa 3 Minuten herausfahren, und die Rennsituation blieb lange Zeit ziemlich unverändert. Unter dem Tempodiktat von Groupama – FDJ begann sich die Lücke im letzten Renndrittel langsam zu schließen. Allerdings im vorletzten Anstieg lösten sich mehrere Fahrer vom Feld und es gelang ihnen auf die Spitzengruppe aufzuschließen. BORA – hansgrohe setzte sich an die Spitze des Pelotons und machte Jagd auf die Gruppe. Mit 15km bis zum Ziel gingen mehrere Fahrer in der Spitzengruppe zu Boden und wenige Kilometer später kam dann alles wieder zusammen. Kurz danach übernahmen die Sprinterteams verstärkt die Tempoarbeit und die Sprintvorbereitungen begannen im Ernst. BORA – hansgrohe setzte sich erneut an die Spitze und das Team versuchte, Pascal Ackermann in eine gute Position für den Sprint zu bringen. Wie erwartet entfachte sich in Brüssel ein Kampf zwischen den Top-Favoriten um den Sieg. Kurz vor dem Ziel ereignete sich jedoch ein Sturz in dem viele Fahrer verwickelt wurden. Im hektischen Sprintfinale gewann Pascal Ackermann das Rennen in überzeugender Weise und holte sich damit seinen ersten Sieg auf belgischem Boden.
1. Pascal Ackermann (Bora-hansgrohe) 4:35:12
2. Jasper Stuyven (Trek-Segafredo)
3. Thomas Boudat (Direct Energie) +0:00:01
4. Florian Senechal (Quick-Step Floors)
5. Juan Jose Lobato (Nippo-Vini Fantini-Europa Ovini)
6. Lorrenzo Manzin (Vital Concept Club)
7. Kenny Dehaes (Aqua Protect Veranclassic)
8. Bert Van Lerberghe (Cofidis,)
9. Timothy Dupont (Wanty-Groupe Gobert)
10. Jonas Koch (CCC Sprandi Polkowice)
Reaktionen im Ziel
„Das Rennen war heute nicht leicht. Wir mussten 13 Steigungen überqueren und das machte das Rennen ziemlich schwer. Das Team fuhr heute fantastisch und hat den ganzen Tag toll für mich gearbeitet. Ich bin sehr glücklich über meinen Sieg hier in Brüssel, denn es ist mein erster Sieg auf belgischem Boden. Ich hoffe, dass ich hier in Zukunft noch mehr Erfolge erzielen kann.“ – Pascal Ackermann

„Heute ging alles nach Plan. Wir versuchten von Beginn an das Rennen zu kontrollieren und obwohl die Ausreißergruppe ziemlich stark war, gelang es uns am Ende sie rechtzeitig einzuholen. Peter [Kennaugh] und Juraj [Sagan] fuhren lange Zeit an der Spitze des Pelotons und machten das Tempo um eventuelle Attacken abzuwehren. Unser Ziel war es, Pascal [Ackermann] in eine gute Ausgangsposition auf der Zielgerade zu bringen, und das ganze Team hat perfekt zusammengearbeitet und ihn sicher ins Ziel gebracht. Er zog seinen Sprint ziemlich früh an, aber er hatte heute gute Beine und es gelang ihm, den Sprint souverän zu gewinnen. Ich bin mit der Leistung des ganzen Teams äußerst zufrieden.“ – Christian Pömer, Sportlicher Leiter
© BORA – hansgrohe / Bettiniphoto