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Giro d’Italia Next Gen 2026

Lorenzo Finn führt die Rookies beim Giro Next Gen an

Vom 14. bis 21. Juni duellieren sich die besten Nachwuchsfahrer des Radsports beim Giro Next Gen. Mit Lorenzo Finn zählt ein Fahrer der Red Bull – BORA – hansgrohe Rookies zu den Favoriten auf einen Podestplatz.

Gemeinsam mit der Tour de l’Avenir ist der Giro Next Gen das größte Rennen im U23-Kalender. Das achttägige Etappenrennen – lange als „Baby Giro“ bekannt – ist eine echte Talentschmiede für die Champions von morgen und wird im Windschatten des Giro d’Italia der Profis ausgetragen. Für die Red Bull – BORA – hansgrohe Rookies ist das Rennen damit einer der Höhepunkte der Saison – und das Development-Team reist guter Dinge nach Italien, mit dem amtierenden U23-Weltmeister Lorenzo Finn als einem der Favoriten auf das Podium.

Die diesjährige Strecke verzeiht dabei keine Schwächen. Die acht Etappen umfassen 1.093 Kilometer mit 15.150 Höhenmetern und führen quer durch Süd- und Mittelitalien bis zum Ziel in den Abruzzen. Die ersten Tage kommen den schnellen Männern entgegen, doch die Gesamtwertung fällt in einer brutalen zweiten Hälfte mit zahlreichen Bergetappen und einem abschließenden Zeitfahren. Die Rookies wissen, wie knapp die Abstände sein können: Vor zwölf Monaten trug Rookie Luke Tuckwell, der inzwischen für das WorldTeam von Red Bull – BORA – hansgrohe fährt, mehrere Tage lang die Maglia Rosa und verpasste den Gesamtsieg um nur 12 Sekunden.

In diesem Jahr geht der Lokalmatador Lorenzo Finn als einer der Fahrer an den Start, die es zu schlagen gilt. Nach seinem Sturz bei der Tour of the Alps erholte sich das italienische Talent schnell. Finn, amtierender U23-Weltmeister, bringt zudem das Regenbogentrikot ins Rennen. An seiner Seite fahren Gustave Blanc (Frankreich), Max Bock (Deutschland), Davide Donati (Italien), Paul Fietzke (Deutschland) und Gijs Schoonvelde (Niederlande) – ein vielseitiges Sechser-Aufgebot mit Optionen für die Sprints, die Ausreißergruppen und die Berge gleichermaßen.
„Der Giro Next Gen ist ein besonderes Rennen. Hier im Regenbogentrikot zu starten, bedeutet mir sehr viel. Nach meinem Sturz bei der Tour of the Alps ist die Genesung sehr gut verlaufen – die Ärzte und das Team haben einen wirklich großartigen Job gemacht, um mich wieder aufs Rad zu bringen. Die Beine fühlen sich wieder gut an, und ich kann es kaum erwarten, zu fahren. Wir haben ein starkes Team und ein klares Ziel.“
— Lorenzo Finn


Lorenzo Finn (Plomi Foto)

„Der Giro Next Gen ist eines der wichtigsten Etappenrennen im U23-Kalender, deshalb kommen wir natürlich mit Ambitionen hierher. Wir müssen aber auch zugeben, dass Lorenzos Vorbereitung wegen seines Sturzes nicht ideal war. Er gehört trotzdem zu den Podiumskandidaten, und nach seiner schnellen Genesung sind wir froh, ihn am Start zu haben. Aber das hier ist über acht Tage eine Teamleistung – Davide, Paul, Max, Gijs und Gustave haben alle eine Rolle zu spielen. Wir haben im vergangenen Jahr mit Luke gesehen, wie nah wir an den Sieg kommen können. Die ganze Mannschaft ist motiviert, und wir reisen guter Dinge nach Italien.“
— Tim Meeusen, Director of Development
Das Rennen beginnt am Sonntag, den 14. Juni, in Reggio Calabria und endet am 21. Juni in L’Aquila.

Red Bull – BORA – hansgrohe Rookies Aufgebot für den Giro Next Gen:
• Gustave Blanc (19 Jahre, Frankreich)
• Max Bock (21 Jahre, Deutschland)
• Davide Donati (21 Jahre, Italien)
• Paul Fietzke (20 Jahre, Deutschland)
• Lorenzo Finn (19 Jahre, Italien)
• Gijs Schoonvelde (19 Jahre, Niederlande)

1. Etappe: Reggio Calabria – Vibo Valentia – 168 Km

1 Haugland Kasper NOR Decathlon CMA CGM Dev Team 03:42:50
2 Fabbro Riccardo ITA UC Trevigiani Energiapura Marchiol 00:01
3 Donati Davide ITA Red Bull-BORA-hansgrohe Rookies 00:01
4 Delle Vedove Alessio ITA XDS Astana Development Team 00:01
5 Rogers Cameron AUS INEOS Grenadiers Racing Academy 00:01
6 Menghini Alessio ITA Team Technipes #inEmiliaRomagna Caffè Borbone 00:01
7 Sparfel Aubin FRA Decathlon CMA CGM Dev Team 00:01
8 Mauss Moritz GER UAE Team Emirates Gen-Z 00:01
9 Arrighetti Nicoló ITA General Store-Essegibi-F.Ili Curia 00:01
10 Lorello Riccardo ITA SC Padovani Polo Cherry Bank 00:01

2. Etappe: Tropea – Crotone – 154 Km


Plomi Foto

1 DONATI Davide ITA Red Bull-BORA-hansgrohe Rookies 03:10:08
2 TAILLIEU Aldo BEL Team Visma | Lease a Bike Dev 00:00
3 SPARFEL Aubin FRA Decathlon CMA CGM Dev Team 00:00
4 DELLE VEDOVE Alessio ITA XDS Astana Development Team 00:00
5 DUNWOODY Seth IRL Bahrain Victorious Development Team 00:00
6 FANTINI Christian ITA Solme Olmo Arvedi 00:00
7 FIORIN Matteo ITA Solme Olmo Arvedi 00:00
8 SMITHSON Jed GBR Hagens Berman Jayco 00:00
9 FABBRO Riccardo ITA UC Trevigiani Energiapura Marchiol 00:00
10 ARRIGHETTI Nicolò ITA General Store-Essegibi-F.Ili Curia 00:00

Giro Next Gen: Davide Donati holt Etappensieg und das Rosa Trikot

Der 21-jährige Italiener von den Red Bull – BORA – hansgrohe Rookies sprintete auf der zweiten Etappe des Giro Next Gen zum Sieg. Außerdem übernahm er als neuer Gesamtführender das Rosa Trikot.

Davide Donati hat die zweite Etappe des Giro Next Gen gewonnen und mit einem perfekt getimten Sprint in Crotone sowohl den Etappensieg als auch die Gesamtführung geholt. Der 21-jährige Italiener von den Red Bull – BORA – hansgrohe Rookies trägt nun das begehrte Rosa Trikot und führt zudem die Punkte- und die italienische Wertung an.
Der Giro Next Gen ist die U23-Version des großen Giro d’Italia und eines der prestigeträchtigsten Etappenrennen im Nachwuchskalender. Die heutige Etappe führte das Peloton über 154 Kilometer von Tropea nach Crotone, durch die Hitze Kalabriens – Bedingungen, die Beine und Taktik gleichermaßen auf die Probe stellen.

Da ein Massensprint immer das wahrscheinlichste Ergebnis war, gestalteten die Rookies das Finale genau nach Plan. Donati setzte sich vom Rad seines Lead-outs ab und hielt Aldo Taillieu (Belgien, Team Visma | Lease a Bike Development) und Aubin Sparfel (Frankreich, Decathlon CMA CGM Development Team) in Schach, die den zweiten und dritten Platz belegten.
„Das Maglia Rosa zu tragen, bedeutet mir sehr viel – besonders als italienischer Fahrer. Das ist ein wirklich großer Moment für mich und ich muss mich bei allen bedanken – meiner Familie und meiner Freundin. Jetzt genieße ich einfach den Moment. Ich bin einfach nur total glücklich.“
— Davide Donati

Das Ergebnis basierte auf einer starken Mannschaftsleistung der Red Bull – BORA – hansgrohe Rookies. Nach einer perfekten taktischen Leistung während der Etappe leisteten Paul Fietzke (Deutschland) und Gijs Schoonvelde (Niederlande) auf den letzten Kilometern die entscheidende Arbeit und brachten ihren Sprinter in Position. Es war bereits Donatis vierter Saisonsieg und der neunte Sieg für das Nachwuchsteam.
„Ich finde, wir haben das heute richtig gut gemacht. Gijs und Paul haben einen tollen Job erledigt und Davide im Finale in Position gebracht. Wir wussten, dass er einer der Stärksten ist, und er hat den Sprint stilvoll zu Ende gebracht. Ich bin sehr glücklich und auch sehr stolz auf das, was wir heute als Team erreicht haben.“
— Pello Olaberria, Sports Director

3. Etappe: Sibari – Villa d’Agri di Marsicovetere – 166 Km

1 SCHOOFS Jasper BEL Soudal Quick-Step DT 04:10:47
2 ZANINI Simone ITA XDS Astana Development Team 00:00
3 VANHUFFEL Matteo BEL Development Team Picnic PostNL 00:00
4 DIJKMAN Daan NED UAE Team Emirates Gen-Z 00:00
5 MELLANO Ludovico Maria ITA XDS Astana Development Team 00:00
6 BASSET Pierre-Henry FRA XDS Astana Development Team 00:00
7 ANASTASIA Tommaso ITA Team Technipes #inEmiliaRomagna Caffè Borbone 00:00
8 VALJAVEC Erazem SLO Soudal Quick-Step DT 00:00
9 BORREMANS Kasper FIN Bahrain Victorious Development Team 00:00
10 NEGRENTE Mattia ITA XDS Astana Development Team 00:00

4. Etappe: Matera – Corato (Molino Casillo) – 152 Km

1 FIORIN Matteo ITA Solme Olmo Arvedi 03:14:07
2 PIZZI Nicolò ITA Team Technipes #inEmiliaRomagna Caffè Borbone 00:00
3 DONATI Davide ITA Red Bull-BORA-hansgrohe Rookies 00:00
4 DUNWOODY Seth IRL Bahrain Victorious Development Team 00:00
5 ARRIGHETTI Nicolò ITA General Store-Essegibi-F.Ili Curia 00:00
6 MICHIELSEN Thor BEL Lidl-Trek Future Racing 00:00
7 NAKKEN Tobias Risan NOR Team Drali-Repsol 00:00
8 PARETA Roger ESP Movistar Team Academy 00:00
9 MÄTIK Oliver EST Tudor Pro Cycling Team U23 00:00
10 SMITHSON Jed GBR Hagens Berman Jayco 00:00

5. Etappe: Bacoli – Bacoli – 134 Km

1 VAN KERCKHOVE Matisse BEL Team Visma | Lease a Bike Dev 03:27:25
2 ARRIGHETTI Nicolò ITA General Store-Essegibi-F.Ili Curia 00:00
3 MICHIELSEN Thor BEL Lidl-Trek Future Racing 00:11
4 SPARFEL Aubin FRA Decathlon CMA CGM Dev Team 00:11
5 SCALCO Matteo ITA XDS Astana Development Team 00:11
6 ROWE Elliot GBR Team Visma | Lease a Bike Dev 00:11
7 BORREMANS Kasper FIN Bahrain Victorious Development Team 00:11
8 EEMAN Kamiel BEL Lotto-Groupe Wanty 00:11
9 NEGRENTE Mattia ITA XDS Astana Development Team 00:11
10 GIALLI Matteo ITA Italy 00:11

6. Etappe: Velletri – Subiaco-Monte Livata – 157 Km

1 FINN Lorenzo Mark ITA Red Bull-BORA-hansgrohe Rookies 04:00:48
2 RAMÍREZ Mateo ECU UAE Team Emirates Gen-Z 00:52
3 BRAVO Henrique BRA Soudal Quick-Step DT 00:52
4 BLANC Gustave FRA Red Bull-BORA-hansgrohe Rookies 01:42
5 ARSAC Rémi FRA Decathlon CMA CGM Dev Team 01:43
6 VANHUFFEL Matteo BEL Development Team Picnic PostNL 02:09
7 SPARFEL Aubin FRA Decathlon CMA CGM Dev Team 02:38
8 CUBILLAS Javier ESP Movistar Team Academy 02:38
9 ROWE Elliot GBR Team Visma | Lease a Bike Dev 02:38
10 RAFFERTY Adam IRL Hagens Berman Jayco 02:38

7. Etappe: Sulmona – Piana delle Mele (Guardiagrele) – 135 Km

1 SPARFEL Aubin FRA Decathlon CMA CGM Dev Team 03:38:32
2 ROWE Elliot GBR Team Visma | Lease a Bike Dev 00:03
3 FINN Lorenzo Mark ITA Red Bull-BORA-hansgrohe Rookies 00:05
4 RAMÍREZ Mateo ECU UAE Team Emirates Gen-Z 00:21
5 BRAVO Henrique BRA Soudal Quick-Step DT 00:21
6 SCALCO Matteo ITA XDS Astana Development Team 00:26
7 ARSAC Rémi FRA Decathlon CMA CGM Dev Team 00:31
8 BOCK Max GER Red Bull-BORA-hansgrohe Rookies 00:33
9 BIEHL Kevin DEN General Store-Essegibi-F.Ili Curia 00:40
10 VANHUFFEL Matteo BEL Development Team Picnic PostNL 00:45

Lorenzo Finn gewinnt den Giro Next Gen

Der U23-Weltmeister verteidigte mit einem Sieg im abschließenden Zeitfahren das Maglia Rosa. Teamkollege Davide Donati gewann die Punktewertung und die Rookies entschieden die Teamwertung für sich.
Lorenzo Finn hat den Giro Next Gen gewonnen und das begehrte „Maglia Rosa“ mit einer souveränen Leistung im abschließenden 22,2 Kilometer langen Einzelzeitfahren von Villa Sant’Angelo nach L’Aquila verteidigt. Nach einer schwierigen, von zahlreichen Bergetappen geprägten Woche ließ Finn keine Zweifel aufkommen und gewann die Schlussetappe mit 15 Sekunden Vorsprung vor dem irischen Landesmeister Adam Rafferty (Hagens Berman Jayco) und mit 32 Sekunden vor dem belgischen Landesmeister Matisse Van Kerckhove (Team Visma | Lease a Bike Development).

In der Gesamtwertung lag Finn, der am sechsten Tag mit einem beeindruckenden Etappensieg bei der Bergankunft in Monte Livata die Führung übernommen hatte, am Ende 2:10 Minuten vor Mateo Ramirez (Ecuador, UAE Team Emirates Gen Z) und 2:35 Minuten vor Henrique Bravo Ribeiro (Brasilien, Soudal Quick-Step Devo Team). Mit seinem Sieg beim Giro U23 holte Finn den Gesamtsieg zum ersten Mal seit Mattia Cattaneos Sieg vor 15 Jahren wieder nach Italien und gewann damit auch das Maglia Tricolore für den besten italienischen Fahrer.#

„Es war ein perfekter Tag. Ich hatte mir den Giro Next Gen schon im Winter als Ziel gesetzt und dieses Ziel haben wir nun erreicht. Heute wollte ich kein Risiko eingehen, aber gleichzeitig war es ein guter Test im Kampf gegen die Uhr. Ich freue mich aber auch über den Giro-Sieg, weil wir als Team eine außergewöhnliche Woche hatten, und zu sehen, dass auch meine Teamkollegen belohnt wurden, macht mich wirklich glücklich. Ich wusste, dass es in den ersten Tagen vor allem darauf ankam, im Sattel zu bleiben und Stürze zu vermeiden – besonders nach meiner Verletzung bei der Tour of the Alps. Die letzten drei Etappen lagen mir aber perfekt, und ich habe gezeigt, dass ich in den Bergen super Beine hatte. Das Maglia Rosa mit nach Hause zu nehmen, erfüllt mich mit großem Stolz.“
— Lorenzo Finn

Tatsächlich war der diesjährige Giro Next Gen auch durch eine starke Mannschaftsleistung der Rookies geprägt. Davide Donati gewann das Maglia Rossa als Punktbester – ein Trikot, das er bis nach L’Aquila behielt, selbst nach einem Sturz auf der dritten Etappe. Der 21-Jährige hatte dem Team bereits am zweiten Tag in Crotone den ersten Etappensieg des Rennens beschert. Am Ende beendete das Team den Giro Next Gen mit drei Etappensiegen, dem Maglia Rosa, dem Maglia Tricolore und dem Gewinn der Mannschaftswertung. Gustave Blanc (Frankreich), Paul Fietzke und Max Bock (beide Deutschland) sowie Gijs Schoonvelde (Niederlande) haben alle entscheidend dazu beigetragen, diese Erfolge möglich zu machen.
„Ich bin wirklich happy, wie die Woche gelaufen ist. Der Gewinn des Maglia Rossa war ein persönliches Ziel, und es auf diese Art zu erreichen, war einfach großartig. Drei Etappensiege, das Maglia Rosa, das Maglia Rossa und die Mannschaftswertung – es war wirklich eine perfekte Woche für die Red Bull – BORA – hansgrohe Rookies.“
— Davide Donati
„Den Giro Next Gen mit dem Maglia Rosa, dem Maglia Rossa, dem Maglia Tricolore und der Mannschaftswertung abzuschließen, ist mehr, als wir uns hätten wünschen können. Lorenzo und Davide waren hervorragend, aber das war die Leistung aller sechs Fahrer und des gesamten Teams. Tage wie diese sind der Grund, warum wir dieses Team aufgebaut haben.“
— Tim Meeusen, Director of Development

8.Etappe | 22.2 km ITT Villa Sant’Angelo -> L’Aquila

1 Finn Lorenzo Red Bull-BORA-hansgrohe Rookies 5 00:29:03
2 Rafferty Adam Hagens Berman Jayco 1 + 16
3 Van Kerckhove Matisse Team Visma | Lease a Bike Development + 32
4 Sparfel Aubin Decathlon CMA CGM Development Team + 46
5 Ramírez Mateo UAE Team Emirates Gen-Z + 54
6 Haugland Kasper Decathlon CMA CGM Development Team + 57
7 Milesi Nicolas INEOS Grenadiers Racing Academy + 58
8 Schoofs Jasper Soudal Quick-Step Devo Team + 01:02
9 Viezzi Stefano Italy + 01:09
10 Cubillas Javier Movistar Team Academy +01:11

Endstand:

1 Finn Lorenzo Red Bull-BORA-hansgrohe Rookies 25:53:43
2 Ramírez Mateo UAE Team Emirates Gen-Z + 02:10
3 Bravo Henrique Soudal Quick-Step Devo Team + 02:35
4 1 Sparfel Aubin Decathlon CMA CGM Development Team + 03:16
5 1 Arsac Rémi Decathlon CMA CGM Development Team + 03:43
6 Rowe Elliot Team Visma | Lease a Bike Development + 03:55
7 3 Rafferty Adam Hagens Berman Jayco + 04:31
8 1 Vanhuffel Matteo Development Team Picnic PostNL + 04:35
9 1 Bock Max Red Bull-BORA-hansgrohe Rookies + 04:43
10 1 Cubillas Javier Movistar Team Academy + 04:48

109. Giro d’Italia – 21. Etappe: Rome – Rome – 131 Km

Jonathan Milan gewinnt in Rom


Plomi Foto

Jonathan Milan (Lidl) gewann in Rom die abschließende 21. Etappe des Giro d’Italia 2026 im Massensprint. So kam der 25-jährige Italiener doch noch zu seinem Tagessieg, nachdem er als Favorit für die Massensprints galt und bisher sieglos blieb. Auf dem 2. und 3. Platz traten 2 Sprinter in Erscheinung, die soweit völlig unter dem Radar blieben: Giovanni Lonard (Polti) rund 2 Radlängen hinter Milan und Paul Penhoët (Groupama) mit dem Tigersprung hauchdünn vor Dylan Groenewegen (Unibet).

Den Sprint hatte Groenewegen eröffnet, nachdem Paul Magnier (Soudal) hinter seinem Anfahrer noch zögerte. Milan wuchtete sich deutlich vorbei. Auf der Innen- und Außenbahn kamen noch Penhoët und Lonardi vorbei. Der 3-fache Etappensieger Magnier, auch Gewinner der Punktewertung, trudelte auf dem 11. Platz aus.

Ergebnis
1. Jonathan Milan (ITA) – Lidl-Trek 3:05:50

2. Giovanni Lonardi (ITA) – Polti-Vistimalta
3. Paul Penhoët (FRA) – Groupama-FDJ
4. Dylan Groenewegen (NED) – Unibet-Rose
5. Madis Mihkels (EST) – EF Education-Easypost alle
6. Jensen Plowright (AUS) – Alpecin-Premier Tech
7. Tobias Lund Andresen (DEN) – Decathlon-CMA CGM
8. Corbin Strong (NZL) – NSN gleiche
9. Toon Aerts (BEL) – Lotto-Intermarché
10. Luca Mozzato (ITA) – Tudor
11. Paul Magnier (FRA) – Soudal-Quick Step Zeit
– 151 Fahrer klassiert.
DNS Sean Flynn (GBR) – Picnic-PostNL

Gall und Hindley auf Podest neben Vingegaard

Jonas Vingegaard (Visma) fuhr das Rosa Trikot zum Gesamtsieg. Damit wurde der 29-jährige Däne der 8. Fahrer, der alle 3 Grand Tours in seine Palmarès einschreiben konnte. Vingegaards Dauerrivalen bei der Tour de France, Tadej Pogacar (UAE) gelang das übrigens noch nicht. Felix Gall (Decathlon) erreichte sein erstes Grand-Tour-Podium mit 5:22 Minuten hinter Vingegaard. Gut eine Minute dahinter landete der Ex-Giro-Sieger Hindley zum 3. Mal nach 2020 und 2022 auf dem Podest.

Endklassement des Giro d’Italia 2026
1. Jonas Vingegaard (DEN) – Visma-Lease a Bike 83:22:51
2. Felix Gall (AUT) – Decathlon-CMA CGM +5:22
3. Jai Hindley (AUS) – Red Bull-Bora +6:25
4. Thymen Arensman (NED) – Netcompany-Ineos +7:02

5. Derek Gee-West (CAN) – Lidl-Trek +7:56
6. Afonso Eulalio (POR) – Bahrain Victorious +9:39
7. Michael Storer (AUS) – Tudor +10:13
8. Davide Piganzoli (ITA) – Visma-Lease a Bike +10:52
9. Damiano Caruso (ITA) – Bahrain Victorious +11:24
10. Egan Bernal (COL) – Netcompany-Ineos +12:54
11. Mathys Rondel (FRA) – Tudor +15:12

12. Jan Hirt (CZE) – NSN +22:06
13. Sepp Kuss (USA) – Visma-Lease a Bike +22:12
14. David de la Cruz (ESP) – Pinarello-Q36.5 +23:14
15. Gregor Mühlberger (AUT) – Decathlon-CMA CGM +23:53
16. Ben O’Connor (AUS) – Jayco-Alula +24:12
17. Chris Harper (AUS) – Pinarello-Q36.5 +30:43
18. Johannes Kulset (NOR) – Uno-X +34:26
19. Igor Arrieta (ESP) – UAE-XRG +55:50

20. Giulio Ciccone (ITA) – Lidl-Trek +56:40
21. Giulio Pellizzari (ITA) – Red Bull-Bora +58:16
22. Wout Poels (NED) – Unibet-Rose +1:02:10
23. Einer Rubio (COL) – Movistar +1:04:26

24. E. Svestad-Bårdseng (NOR) – Netcompany-Ineos +1:13:39
25. Alexander Wlasow (RUS) – Red Bull-Bora +1:15:21

Wechselnde kleine Spitzengruppen kamen nicht weit weg, zumal sie im Finale von Milans und Magniers Helfern markiert wurden. Sinnbildlich war eine Attacke von Ganna (Netcompany) 18 Kilometer vorm Ziel. Sobrero (Lidl) und Stuyven (Soudal) klemmten sich dahinter, und Ganna fuhr alles von vorne, bis das Trio 3 Kilometer vorm Ziel gestellt war.

Vingegaard holt Sieg ab, Gall Bester des Rests

Jonas Vingegaard (Visma) gewann überlegen den Giro d’Italia 2026, wie es eigentlich schon vor dem Rennen so gut wie festgestanden hatte. Bei seinem Giro-Debüt fehlten dem 29-jährigen Dänen ebenbürtige Gegner. So komplettierte Vingegaard als 8. Fahrer die Sammlung aus Gesamtsiegen bei allen 3 Grand Tours. Mit über 5 Minuten Rückstand holte Felix Gall (Decathlon) sein erstes Grand-Tour-Podium. Dieses komplettierte Jai Hindley (Red Bull), der 6 und 4 Jahre zuvor schon eine und 2 Stufen höher gestanden hatte.

So kam es an allen Bergankünften im Hochgebirge, bei denen die besten Klassementfahrer um den Tagessieg fuhren, zu ungefährdeten Siegen von Vingegaard. Gall belegte auch jedes Mal den 2. Platz. Insofern war es ein Giro wie er nicht langweiliger sein konnte nach dem spektakulären Finale des Vorjahres.
So angelte sich Vingegaard mit 4 auch die meisten Etappensiege. Einen weniger holte der Sprinter Paul Magnier (Soudal), der damit auch das viollette Trikot für die Punktewertung gewann. In der Bergwertung ums Blaue Trikot landete Giulio Ciccone (Lidl) durch Fluchten knapp vor Vingegaard. Bester Jungprofi im weißen Trikot wurde überraschend Afonso Eulalio (Bahrain), der nach einem Fluchtversuch sogar länger im Rosa Trikot unterwegs war als Vingegaard.

Punktewertung (Maglia Ciclamino)
1. Paul Magnier (FRA) – Soudal-Quick Step 200 p.

2. Jonathan Milan (ITA) – Lidl-Trek 153
3. Guillermo Silva (URU) – XDS-Astana 99
4. Andreas Leknessund (NOR) – Uno-X 87
5. Jonas Vingegaard (DEN) – Visma-Lease a Bike 81
6. Jasper Stuyven (BEL) – Soudal-Quick Step 75
7. Mattia Bais (ITA) – Polti-Visitmalta 74
8. Giulio Ciccone (ITA) – Lidl-Trek 69
9. Felix Gall (AUT) – Decathlon-CMA CGM 67
10. Manuele Tarozzi (ITA) – Bardiani-CSF 66

Bergwertung (Maglia Azzurra)
1. Giulio Ciccone (ITA) – Lidl-Trek 277 p.

2. Jonas Vingegaard (DEN) – Visma-Lease a Bike 266
3. Einer Rubio (COL) – Movistar 164
4. Felix Gall (AUT) – Decathlon-CMA CGM 124

5. Jardi van der Lee (NED) – EF Education-Easypost 108
6. Jai Hindley (AUS) – Red Bull-Bora 65
7. Diego Sevilla (ESP) – Polti-Visitmalta 63
8. Igor Arrieta (ESP) – UAE-XRG 55
9. Derek Gee-West (CAN) – Lidl-Trek 54
10. Jack Haig (AUS) – Netcompany-Ineos 40

Jungprofi-Wertung (Maglia Bianca)
1. Afonso Eulalio (POR) – Bahrain Victorious 83:32:30

2. Davide Piganzoli (ITA) – Visma-Lease a Bike +1:13
3. Mathys Rondel (FRA) – Tudor +5:33
4. Johannes Kulset (NOR) – Uno-X +24:47
5. Igor Arrieta (ESP) – UAE-XRG +46:11

Zwischensprintwertung
1. Manuele Tarozzi (ITA) – Bardiani-CSF 66 p.

2. Mattia Bais (ITA) – Polti-Visitmalta 56
3. Diego Sevilla (ESP) – Polti-Visitmalta 48

Red-Bull-KM-Wertung
1. Igor Arrieta (ESP) – UAE-XRG 53 p.

2. Einer Rubio (COL) – Movistar 39
3. Manuele Tarozzi (ITA) – Bardiani-CSF 31

Fluchtwertung (Kilometer in der Spitzengruppe)
1. Diego Sevilla (ESP) – Polti-Visitmalta 753 p.

2. Mattia Bais (ITA) – Polti-Visitmalta 628
3. Manuele Tarozzi (ITA) – Bardiani-CSF 554
4. Jonas Geens (ITA) – Alpecin-Premier Tech 404
5. Martin Marcellusi (ITA) – Bardiani-CSF 403
6. Jardi van der Lee (NED) – EF Education-Easypost 350
7. Mirco Maestri (ITA) – Polti-Visitmalta 347
8. Andreas Leknessund (NOR) – Uno-X 329
9. Tim Naberman (NED) – Picnic-PostNL 310
10. Einer Rubio (COL) – Movistar 276

Teamwertung
1. Visma-Lease a Bike 250:42:41
2. Netcompany-Ineos +40:07
3. Bahrain Victorious +48:27
4. Tudor +1:04:27
5. Deacthlon-CMA CGM +1:24:59

Jai Hindley fährt Red Bull – BORA – hansgrohe erneut auf das Podium der Italien-Rundfahrt

Red Bull – BORA – hansgrohe und der Giro d’Italia – kaum eine Grand Tour hat die Geschichte des Teams stärker geprägt als die Italien-Rundfahrt. Mit Jai Hindleys drittem Platz in Rom kommt nun ein weiteres Kapitel hinzu.

2022 gewann der Australier die Trofeo Senza Fine und bescherte der Mannschaft den ersten Grand-Tour-Sieg ihrer Geschichte. 2024 fuhr Dani Martínez auf Rang zwei. Nun steht Hindley erneut auf dem Podium. Damit hat das Team innerhalb von fünf Jahren jede Stufe des Giro-Podiums erreicht.

Der Giro d’Italia 2026 war ein Rennen der Beständigkeit. Bereits am Blockhaus, der ersten großen Bergankunft, zeichnete sich ab, wer die Gesamtwertung prägen wird. Jai Hindley gehörte von Beginn an zu den stärksten Kletterern des Rennens. Ein Bild, das sich in den folgenden Wochen immer wieder bestätigte. Ob in Pila, Cari oder Piancavallo – die großen Bergankünfte brachten immer wieder dasselbe Ergebnis hervor. Jai Hindley gehörte vom ersten bis zum letzten Bergtag zu den konstantesten Fahrern dieser Italien-Rundfahrt. Vier Jahre nach seinem Giro-Sieg kehrt er auf das Podium zurück.

Vor dem Hintergrund der Herausforderungen der vergangenen Wochen ist dieses Ergebnis etwas Besonderes. Eine Krankheitswelle zwang das Team immer wieder dazu, Pläne anzupassen. Besonders Giulio Pellizzari musste Rückschläge einstecken. Dennoch blieb der junge Italiener im Rennen und stellte die Mannschaft über persönliche Ambitionen. Sein Einsatz auf der Königsetappe wurde zu einem jener Momente, die selten in den Ergebnislisten auftauchen, aber oft über den Ausgang einer Grand Tour entscheiden.

So steht am Ende dieses Giro d’Italia nicht nur ein weiterer Podiumsplatz. Das Rennen unterstrich die Eigenschaften, die die Mannschaft seit Jahren auszeichnen: Geduld, Widerstandsfähigkeit und das Mindset, über drei Wochen hinweg als Team für ein gemeinsames Ziel zu kämpfen.

Mit Rang drei in Rom setzt Red Bull – BORA – hansgrohe zudem seine Serie bei den großen Landesrundfahrten fort. In den vergangenen drei Saisons stand die Mannschaft in jedem Jahr mindestens einmal auf dem Gesamtpodium einer Grand Tour – eine Leistung, die nur zwei weitere Teams schafften.

„Es ist super schwer, im heutigen Rennsport überhaupt ein Ergebnis zu erzielen. Es ist schon eine Weile her, seit ich bei einer Grand Tour auf dem Podium stand, seit ich den Giro gewonnen habe. Deswegen ist es etwas ganz besonderes, hier wieder aufs Podium gefahren zu sein. Meine Beziehung zum Giro ist auch speziell. Es ist wahrscheinlich mein Lieblingsrennen. “
— Jai Hindley
„Das ganze Team kann wirklich stolz auf das sein, was es erreicht hat, vor allem angesichts der Rückschläge und Herausforderungen, denen sich alle vor Ort und zu Hause stellen mussten. Die Tatsache, dass Jai es geschafft hat, die Krise zu überstehen, seine ganze Erfahrung einzusetzen, um sich einfach durchzukämpfen ist etwas, worauf man stolz sein kann.
Sicher war es ein Giro, bei dem wir uns in manchen Aspekten mehr gewünscht hätten, besonders was die Etappensiege angeht. Gleichzeitig ist es angesichts des Gesundheitszustands der Jungs die Lektion, die wir gelernt haben: Egal wie aussichtslos die Situation ist, es gibt immer irgendwie einen Ausweg, wenn das Team sich so sehr unterstützt und das Schiff damit über Wasser hält.“

— Zak Dempster, Chief of Sports

Giro d’Italia Women 2026

1. Etappe: Cesenatico – Ravenna – 139 Km

1 Balsamo Elisa Lidl-Trek 180 03:18:22
2 Gillespie Lara UAE Team ADQ 130 + 00
3 Consonni Chiara CANYON//SRAM 95 + 00
4 Baker Georgia Liv AlUla Jayco 80 + 00
5 Kool Charlotte Fenix-Premier Tech 60 + 00
6 Zanetti Linda Uno-X Mobility 45 + 00
7 Verhulst-Wild Gladys AG Insurance-Soudal Team 40 + 00
8 Gery Célia FDJ United-SUEZ 35 + 00
9 Williams Lily Human Powered Health 30 + 00
10 Zambelli Alessia Top Girls Fassa Bortolo 25 + 00

Siegerin Lorena Wiebes wegen zu leichtem Rad (6,78kg statt 6,8kg) disqualifiziert und vom GIRO ausgeschlossen.

2. Etappe: Roncade – Caorle – 156 Km

1 BALSAMO Elisa ITA Lidl-Trek 03:57:49
2 GILLESPIE Lara IRL UAE Team ADQ 00:00
3 CONSONNI Chiara ITA CANYON//SRAM 00:00
4 KOOL Charlotte NED Fenix-Premier Tech 00:00
5 GUARISCHI Barbara ITA Team SD Worx-Protime 00:00
6 SIERRA Arlenis CUB Movistar Team 00:00
7 COLES-LYSTER Maggie CAN Human Powered Health 00:00
8 ZAMBELLI Alessia ITA Top Girls Fassa Bortolo 00:00
9 VEENHOVEN Nienke NED Team Visma | Lease a Bike 00:00
10 ZANETTI Linda SUI Uno-X Mobility 00:00

3. Etappe: Bibione – Buja – 156 Km

1 BALSAMO Elisa ITA Lidl-Trek 03:43:43
2 WILLIAMS Lily USA Human Powered Health 00:00
3 GERRITSE Femke NED Team SD Worx-Protime 00:00
4 LONGO BORGHINI Elisa ITA UAE Team ADQ 00:00
5 PERSICO Silvia ITA UAE Team ADQ 00:00
6 GEORGI Pfeiffer GBR Team Picnic PostNL 00:00
7 REUSSER Marlen SUI Movistar Team 00:00
8 GERY Célia FRA FDJ United-SUEZ 00:00
9 LUDWIG Cecilie Uttrup DEN CANYON//SRAM 00:00
10 MORIER Emilie FRA St Michel-Preference Home-Auber 93 00:00

4. Etappe: Belluno – Nevegal – ITT – 12,7 Km

1 VAN DER BREGGEN Anna NED Team SD Worx-Protime 00:31:38
2 REUSSER Marlen SUI Movistar Team 01:04
3 VOLLERING Demi NED FDJ United-SUEZ 01:10
4 NIEDERMAIER Antonia GER CANYON//SRAM 01:26
5 TRINCA COLONEL Monica ITA Liv AlUla Jayco 01:31
6 DICKSON Lauren GBR FDJ United-SUEZ 01:38
7 DE VRIES Femke NED Team Visma | Lease a Bike 01:39
8 ZIGART Urska SLO AG Insurance-Soudal Team 01:51
9 LONGO BORGHINI Elisa ITA UAE Team ADQ 01:54
10 HOLMGREN Isabella CAN Lidl-Trek 01:55
11 FISHER-BLACK Niamh NZL Lidl-Trek 02:12

5. Etappe: Longarone – Sante Stefano di Cadore – 146 Km

1 VOLLERING Demi NED FDJ United-SUEZ 04:23:47
2 VAN DER BREGGEN Anna NED Team SD Worx-Protime 00:00
3 NIEDERMAIER Antonia GER CANYON//SRAM 00:00
4 HOLMGREN Isabella CAN Lidl-Trek 00:02
5 LONGO BORGHINI Elisa ITA UAE Team ADQ 00:15
6 FISHER-BLACK Niamh NZL Lidl-Trek 00:15
7 REUSSER Marlen SUI Movistar Team 00:53
8 VALLIERES Magdeleine CAN EF Education-Oatly 00:53
9 DE VRIES Femke NED Team Visma | Lease a Bike 00:53
10 DE SCHEPPER Lore BEL AG Insurance-Soudal Team 00:56

6. Etappe: Ala – Brescello – 160 Km

1 BALSAMO Elisa ITA Lidl-Trek 03:54:02
2 COLES-LYSTER Maggie CAN Human Powered Health 00:00
3 BAKER Georgia AUS Liv AlUla Jayco 00:00
4 GERY Célia FRA FDJ United-SUEZ 00:00
5 CONSONNI Chiara ITA CANYON//SRAM 00:00
6 VERHULST-WILD Gladys FRA AG Insurance-Soudal Team 00:00
7 GILLESPIE Lara IRL UAE Team ADQ 00:00
8 WILLIAMS Lily USA Human Powered Health 00:00
9 ZAMBELLI Alessia ITA Top Girls Fassa Bortolo 00:00
10 VOLSTAD Alexandra CAN EF Education-Oatly 00:00

7. Etappe: Sorbolo Mezzani – Salice Terme – 159 Km

1 GERY Célia FRA FDJ United-SUEZ 03:51:13
2 BRAND Lucinda NED Lidl-Trek 00:00
3 PEGOLO Chantal ITA Isolmant-Premac-Vittoria 00:00
4 JACKSON Alison CAN St Michel-Preference Home-Auber 93 00:00
5 LONGO BORGHINI Elisa ITA UAE Team ADQ 00:03
6 SEGATO Gaia ITA Vini Fantini-BePink 00:03
7 GILLESPIE Lara IRL UAE Team ADQ 00:08
8 CONSONNI Chiara ITA CANYON//SRAM 00:08
9 NELSON Josie GBR Team Picnic PostNL 00:08
10 COUZENS Millie GBR Fenix-Premier Tech 00:08

8. Etappe: Rivoli – Sestriere – 106 Km (verkürzt auf 77 Km)

1 VOLLERING Demi NED FDJ United-SUEZ 02:27:47
2 HOLMGREN Isabella CAN Lidl-Trek 00:01
3 NIEDERMAIER Antonia GER CANYON//SRAM 00:01
4 VAN DER BREGGEN Anna NED Team SD Worx-Protime 00:01
5 DE VRIES Femke NED Team Visma | Lease a Bike 00:53
6 REUSSER Marlen SUI Movistar Team 00:56
7 DICKSON Lauren GBR FDJ United-SUEZ 01:09
8 LONGO BORGHINI Elisa ITA UAE Team ADQ 01:38
9 FISHER-BLACK Niamh NZL Lidl-Trek 01:46
10 CAVALLAR Valentina AUT Team SD Worx-Protime 02:17
11 ZIGART Urska SLO AG Insurance-Soudal Team 02:23
12 DE SCHEPPER Lore BEL AG Insurance-Soudal Team 03:27
13 HAUGSET Sigrid Ytterhus NOR Uno-X Mobility 03:55
14 GONTOVA Nadia CAN Liv AlUla Jayco 03:57
15 VALLIERES Magdeleine CAN EF Education-Oatly 04:15

9. Etappe: Saluzzo – Saluzzo – 145 Km

1 LONGO BORGHINI Elisa ITA UAE Team ADQ 03:45:09
2 FISHER-BLACK Niamh NZL Lidl-Trek 00:00
3 NIEDERMAIER Antonia GER CANYON//SRAM 00:02
4 VOLLERING Demi NED FDJ United-SUEZ 00:03
5 DE VRIES Femke NED Team Visma | Lease a Bike 02:23
6 VAN DER BREGGEN Anna NED Team SD Worx-Protime 02:23
7 HAUGSET Sigrid Ytterhus NOR Uno-X Mobility 05:59
8 DICKSON Lauren GBR FDJ United-SUEZ 05:59
9 HOLMGREN Isabella CAN Lidl-Trek 06:01
10 VALLIERES Magdeleine CAN EF Education-Oatly 06:01

Gesamtendendwertung nach der 9. Etappe

1 VOLLERING Demi NED FDJ United-SUEZ 29:54:19
2 NIEDERMAIER Antonia GER CANYON//SRAM 00:30

3 VAN DER BREGGEN Anna NED Team SD Worx-Protime 01:37
4 LONGO BORGHINI Elisa ITA UAE Team ADQ 02:44
5 FISHER-BLACK Niamh NZL Lidl-Trek 03:26
6 DE VRIES Femke NED Team Visma | Lease a Bike 05:07
7 HOLMGREN Isabella CAN Lidl-Trek 07:10
8 ZIGART Urska SLO AG Insurance-Soudal Team 12:39
9 CAVALLAR Valentina AUT Team SD Worx-Protime 13:12
10 DE SCHEPPER Lore BEL AG Insurance-Soudal Team 13:29

109. Giro d’Italia – 20. Etappe: Gemona del Friuli 1976-2026 – Piancavallo – 200 Km

Vingegaard siegt nochmal überlegen

Auf der 20. und vorletzten Etappe demonstrierte Jonas Vingegaard (Visma) nochmals, dass er 3 oder 4 Ligen stärker ist als alle anderen Teilnehmer des Giro d’Italia 2026. Der Däne ließ die Mitfahrer einmal wie Sparringspartner aussehen, fuhr an der Bergankunft von Piancavallo einfach lässig davon. Wie schon bei den anderen 3 Vingegaard-Siegen am Berg belegte den 2. Platz Felix Gall (Decathlon), der damit auch eben diesen Platz in der Gesamtwertung behauptete.

Gall begnügte sich diesmal damit, keinen Vorsprung zu den Nächstbesten herauszuholen. Nach Vingegaards Beschleunigung rund 11 Kilometer vorm Ziel probierte Gall – wie jetzt schon mehrfach gesehen – noch kurz am Hinterrad zu bleiben, ehe er wieder sein eigenes Tempo ging und so 75 Sekunden hinter Vingegaard ankam. Zeitgleich mit Gall sprintete Jai Hindley (Red Bull) auf den 3. Platz.
Status quo der Besten am Finalberg
Die Top-5 des Tages rekrutierten sich auch aus den Top-5 in der Gesamtwertung, wobei nur Gee-West (Lidl) und Arensman (Netcompany) umgedreht ankamen. Sie waren im Ziel zeitgleich und 4 Sekunden langsamer als Gall. Und auch die Plätze 6 bis 10 aus der Gesamtwertung kamen im Tagesergebnis genau dort an, wenn auch etwas durchmischter als die Top-Ten.

Ergebnis
1. Jonas Vingegaard (DEN) – Visma-Lease a Bike 5:03:55
2. Felix Gall (AUT) – Decathlon-CMA CGM +1:15
3. Jai Hindley (AUS) – Red Bull-Bora gl.Zeit

4. Derek Gee-West (CAN) – Lidl-Trek gl.Zeit
5. Thymen Arensman (NED) – Netcompany-Ineos +1:19
6. Egan Bernal (COL) – Netcompany-Ineos +1:25

7. Afonso Eulalio (POR) – Bahrain Victorious +2:03
8. Damiano Caruso (ITA) – Bahrain Victorious +2:13
9. Michael Storer (AUS) – Tudor gl.Zeit
10. Davide Piganzoli (ITA) – Visma-Lease a Bike gl.Zeit
11. Wout Poels (NED) – Unibet-Rose +3:21
12. Ludovico Crescioli (ITA) – Polti-Visitmalta
13. Jan Hirt (CZE) – NSN alle
14. Mathys Rondel (FRA) – Tudor gleiche
15. Gregor Mühlberger (AUT) – Decathlon-CMA CGM Zeit
16. Einer Rubio (COL) – Movistar +4:00
17. Florian Stork (GER) – Tudor +4:43
18. David de la Cruz (ESP) – Pinarello-Q36.5 +4:44
19. Andreas Leknessund (NOR) – Uno-X gl.Zeit
20. Sepp Kuss (USA) – Visma-Lease a Bike gl.Zeit
21. Ben O’Connor (AUS) – Jayco-Alula +5:45

23. Johannes Kulset (NOR) – Uno-X +6:58
26. Igor Arrieta (ESP) – UAE-XRG +8:06

34. Giulio Ciccone (ITA) – Lidl-Trek +12:24
36. Chris Harper (AUS) – Pinarello-Q36.5 +13:55
41. Giulio Pellizzari (ITA) – Red Bull-Bora +18:02

Gall und Hindley behaupten Podium

An der Reihung in der Gesamtwertung ändert sich in den Top-Ten nichts mehr. Insofern war schon vor dieser 20. Etappe eigentlich alles gesagt. Vingegaard baute seinen Vorsprung vor Gall auf 5:22 Minuten aus. Es hätte auch noch mehr werden können. Doch Vingegaard ließ auf den letzten Metern merklich austrudeln.

Jai Hindley konnte Felix Gall nicht mehr angreifen und wurde seinerseits nicht mehr von Thymen Arensman unter Druck gesetzt. Afonso Eulalio (Bahrain) behielt ums weiße Trikot des besten Jungprofis die Oberhand gegen Piganzoli (Visma), was gleichbedeutend mit einem überraschenden 6. Platz in der Gesamtwertung war – hinter Gee-West und vor Storer (Tudor), eben Piganzoli sowie Caruso (Bahrain) und Bernal (Netcompany).

Gesamtwertung
1. Jonas Vingegaard (DEN) – Visma-Lease a Bike 80:17:01
2. Felix Gall (AUT) – Decathlon-CMA CGM +5:22
3. Jai Hindley (AUS) – Red Bull-Bora +6:25
4. Thymen Arensman (NED) – Netcompany-Ineos +7:02

5. Derek Gee-West (CAN) – Lidl-Trek +7:56
6. Afonso Eulalio (POR) – Bahrain Victorious +9:39
7. Michael Storer (AUS) – Tudor +10:13
8. Davide Piganzoli (ITA) – Visma-Lease a Bike +10:52
9. Damiano Caruso (ITA) – Bahrain Victorious +11:24
10. Egan Bernal (COL) – Netcompany-Ineos +12:54
11. Mathys Rondel (FRA) – Tudor +15:12
12. Jan Hirt (CZE) – NSN +22:06
13. Sepp Kuss (USA) – Visma-Lease a Bike +22:12
14. David de la Cruz (ESP) – Pinarello-Q36.5 +23:14
15. Gregor Mühlberger (AUT) – Decathlon-CMA CGM +22:53
16. Ben O’Connor (AUS) – Jayco-Alula +24:12
17. Chris Harper (AUS) – Pinarello-Q36.5 +30:43
18. Johannes Kulset (NOR) – Uno-X +34:26
19. Igor Arrieta (ESP) – UAE-XRG +55:56

20. Giulio Ciccone (ITA) – Lidl-Trek +56:40
21. Giulio Pellizzari (ITA) – Red Bull-Bora +56:53
22. Wout Poels (NED) – Unibet-Rose +1:02:10

Die Spitzengruppe des Tages setzte sich auf der Vorschlussetappe zusammen aus Geens (Alpecin), Huens (Groupama), Haig (Netcompany), Leknessund (Uno-X), Silva (XDS) sowie als Nachzügler Tarozzi (Bardiani) und Warbasse (Tudor). Der Schlussanstieg wurde 2-mal gefahren. Bei der ersten Passage des Ziels 52,7 Kilometer vorm Ziel waren noch Haig, Warbasse und Leknessund in Front, allerdings nur unter anderhalb Minuten vorm Hauptfeld.
Als Solisten schafften es vor dem Feld noch Huens und Geens über die Kuppe. Ciccone (Lidl) sprintete auf den 6. Platz machte sich damit in der Bergwertung uneinholbar für Vingegaard. Arrieta (UAE) und Crescioli (Polti) setzten sich über die Kuppe hinweg aus dem Feld ab, überholten Geens, sammelten Huens ein und schlossen mit diesem 37 Kilometer vorm Ziel zu Spitzentrio auf.

Die nun 6-köpfige Spitzengruppe ging mit aussichtslosen 2 Minuten Guthaben in den rund 16 Kilometern langen Schlussanstieg. Crescioli ging als Solist in Front. Derweil folgte Vingegaards Beschleunigung wieder mal einzig Gall, wenn auch nur für wenige Augenblicke. Ruck zuck hatte Vingegaard einen beträchtlichen Vorsprung herausgefahren.

Exakt an der 10-Kilometer-Marke übernahm Vingegaard die Spitze, als er Crescioli und den soeben erst zu diesem aufgeschlossenen Leknessund überholte. Hinter Gall waren Arensman, der für ihn ziehende Bernal sowie Hindley, Gee-West und Eulalio die nächsten Fahrern hinter Gall. Diese Gruppe löste sich auch bald auf, als Gee mit Hindley ging.
Eulalio fiel zu Piganzoli, Caruso und Storer zurück. Doch das Blatt wendete sich in der Jungprofiwertung nicht mehr zugunsten von Piganzoli, weil Eulalio nochmal zur Schlussattacke blies. Arensman und Bernal kamen noch einmal zu den inzwischen zusammengeschlossenen Gall, Hindley und Gee-West zurück. Für den 2. Platz zog Hindley einen langen Sprint an. Gall zog an der Außenbahn um mehr als eine Radlänge vorbei.

109. Giro d’Italia – 19. Etappe: Feltre – Alleghe (Piani di Pezzè) – 151 Km

Sepp Kuss siegt auf Ansage seines Kapitäns


Plomi Foto

Sepp Kuss (Visma) gewann in Alleghe die Königsetappe des Giro d’Italia 2026. Der 31-jährige US-Amerikaner gehörte zu den vielen frühen Ausreißern und war am kurzen Schlussanstieg der Stärkste von den verbliebenen 8 Fahrern an der Spitze. Von denen belegte Gee-West (Lidl) mit 13 Sekunden Rückstand den 2. Platz. Dessen Teamkollege Ciccone hatte in der letzten Abfahrt eine Minute auf die 7 Mitausreißer herausgeholt, wurde aber rund 2 Kilometer vorm Ziel von Kuss und dann auch noch Derek Gee-West gestellt.

Nur 39 Sekunden hinter Kuss und und 3 hinter Ciccone landete Felix Gall (Decathlon) erstmals bei einer Bergetappe dieses Giros vor Jonas Vingegaard (Visma). Der jedoch hatte sowieso inzwischen andere Vorstellungen als selbst noch mehr Zeit herauszuholen. Er hatte den Tagessieg durch seinen Edelhelfer Kuss schon vor der 18. Etappe angesagt. 4 Sekunden hinter Gall und Vingegaard erreichte Jai Hindley (Red Bull) das Ziel. Er verdrängte damit Thymen Arensman (Netcompany) vom 3. Platz der Gesamtwertung. Denn Arensman verlor in Alleghe überraschend viel, und zwar 62 Sekunden, auf Hindley.

Ergebnis
1. Sepp Kuss (USA) – Visma-Lease a Bike 4:28:33

2. Derek Gee-West (CAN) – Lidl-Trek +0:13
3. Giulio Ciccone (ITA) – Lidl-Trek +0:36
4. Felix Gall (AUT) – Decathlon-CMA CGM +0:39
5. Jonas Vingegaard (DEN) – Visma-Lease a Bike gl:Zeit
6. Jai Hindley (AUS) – Red Bull-Bora +0:43
7. Damiano Caruso (ITA) – Bahrain Victorious +1:06
8. Davide Piganzoli (ITA) – Visma-Lease a Bike +1:11
9. Einer Rubio (COL) – Movistar +1:19
10. Michael Storer (AUS) – Tudor gl.Zeit
11. Jan Hirt (CZE) – NSN +1:28
12. Thymen Arensman (NED) – Netcompany-Ineos +1:45
13. Egan Bernal (COL) – Netcompany-Ineos +2:14

14. Mathys Rondel (FRA) – Tudor +2:17
15. Giulio Pellizzari (ITA) – Red Bull-Bora +2:21

16. Afonso Eulalio (POR) – Bahrain Victorious +2:25
17. Gregor Mühlberger (AUT) – Decathlon-CMA CGM +4:07
18. Chris Harper (AUS) – Pinarello-Q36.5 +4:18
19. Ludovico Crescioli (ITA) – Polti-Visitmalta +4:33
20. Bart Lemmen (NED) – Visma-Lease a Bike +6:38
21. David de la Cruz (ESP) – Pinarello-Q36.5 +8:09
22. Johannes Kulset (NOR) – Uno-X +8:34
23. E. Svestad-Bårdseng (NOR) – Netcompany-Ineos +9:06
24. Ben O’Connor (AUS) – Jayco-Alula +9:36
25. Alexander Wlasow (RUS) – Red Bull-Bora +10:54

Hindley verdrängt Arensman vom Podest

Nach der vorletzten schwierigen Alpen-Etappe blieb es bei 4:03 Minuten Abstand zwischen dem Gesamtführenden Vingegaard sowie Gall. Dessen Vorsprung zum auf den 3. Platz aufgerückten Hindley vergrößerte sich auf 61 Sekunden. Hindley ging um 29 Sekunden an Arensman vorbei.
Gee-West verbesserte sich auf den 5. Platz – einer seits durch seine Flucht, andererseits durch den Zeitverlust von Eulalio (Bahrain), der in der Gruppe um die Top-4 der Gesamtwertung in den letzten Anstieg gegangen war. Aus den Top-21 der Gesamtwertung befanden sich 9 Fahrer unter den Ausreißern des Tages. 7 davon, Gee-West, Ciccone, Caruso (Bahrain), Storer (Tudor), Hirt (NSN), Pellizzari (Red Bull) und Harper (Pinarello), waren über Passo Giau und Passo Falzarego hinweg in Front, zuzüglich Rubio (Movistar).

Gesamtwertung
1. Jonas Vingegaard (DEN) – Visma-Lease a Bike 75:13:16
2. Felix Gall (AUT) – Decathlon-CMA CGM +4:03
3. Jai Hindley (AUS) – Red Bull-Bora +5:04
4. Thymen Arensman (NED) – Netcompany-Ineos +5:33

5. Derek Gee-West (CAN) – Lidl-Trek +6:31
6. Afonso Eulalio (POR) – Bahrain Victorious +7:26
7. Michael Storer (AUS) – Tudor +7:50
8. Davide Piganzoli (ITA) – Visma-Lease a Bike +8:29
9. Damiano Caruso (ITA) – Bahrain Victorious +9:01
10. Egan Bernal (COL) – Netcompany-Ineos +11:19
11. Mathys Rondel (FRA) – Tudor +11:41

109. Giro d’Italia – 18. Etappe: Fai della Paganella – Pieve di Soligo – 171 Km

Paul Magnier schnappt sich 3. Sieg und Trikot

Paul Magnier (Soudal) gewann in Pieve di Soligo die 18. Etappe des Giro d’Italia 2026 im Sprint eines stark reduzierten ersten Feldes. Innerhalb der letzten 10 Kilometer hatten sich an der Muro di Ca‘ del Poggio 16 Fahrer, darunter die besten Klassementfahrer, etwas abgesetzt. Die meisten Sprinter ekelten sich aber im ersten Verfolgerfeld drüber und dockten wieder rechtzeitig an. Magnier holte seinen 3. Tagessieg bei diesem Giro und eroberte das Maglia Ciclamino zurück. In Pieve die Soligo wurde der 22-jährige Franzose erneut optimal von seinem Teamkollegen Stuyven lanciert. Im kurvigen Finale konnten Zanoncello (Bahrain) und Milan (Lidl) nur noch die Positionen hinter Magnier halten.

Ergebnis
1. Paul Magnier (FRA) – Soudal-Quick Step 3:46:50

2. Edoardo Zambanini (ITA) – Bahrain Victorious
3. Jonathan Milan (ITA) – Lidl-Trek
4. Francesco Busatto (ITA) – Alpecin-Premier Tech alle
5. Corbin Strong (NZL) – NSN
6. Guillermo Silva (URU) – XDS-Astana
7. Madis Mihkels (EST) – EF Education-Easypost gleiche
8. Filippo Magli (ITA) – Bardiani-CSF
9. Sakarias Løland (NOR) – Uno-X
10. Lukas Kubis (SVK) – Unibet-Rose Zeit
– 156 Fahrer klassiert.

Vor den beiden entscheidenden Alpen-Etappen behielt Jonas Vingegaard (Visma) das Rosa Trikot und seinen komfortablen 4-Minuten-Vorsprung. Auf den ersten 18 Plätzen blieben alle Abstände identisch. Deutlich enger geht es demnach weiterhin zwischen den Plätzen 2 bis 4 mit Gall (Decathlon), Arensman (Netcomany) und Hindley (Red Bull) zu.

Gesamtwertung
1. Jonas Vingegaard (DEN) – Visma-Lease a Bike 70:44:04
2. Felix Gall (AUT) – Decathlon-CMA CGM +4:03
3. Thymen Arensman (NED) – Netcompany-Ineos +4:27
4. Jai Hindley (AUS) – Red Bull-Bora +5:00

5. Afonso Eulalio (POR) – Bahrain Victorious +5:40
6. Derek Gee-West (CAN) – Lidl-Trek +7:09
7. Michael Storer (AUS) – Tudor +7:14
8. Davide Piganzoli (ITA) – Visma-Lease a Bike +7:57
9. Damiano Caruso (ITA) – Bahrain Victorious +8:34
10. Ben O’Connor (AUS) – Jayco-Alula +9:20
11. Egan Bernal (COL) – Netcompany-Ineos +9:44
12. Mathys Rondel (FRA) – Tudor +10:03

13. David de la Cruz (ESP) – Pinarello-Q36.5 +10:50
14. Chris Harper (AUS) – Pinarello-Q36.5 +11:19
15. Gregor Mühlberger (AUT) – Decathlon-CMA CGM +16:54
16. Jan Hirt (CZE) – NSN +17:46
17. Sepp Kuss (USA) – Visma-Lease a Bike +18:07
18. Johannes Kulset (NOR) – Uno-X +19:23
19. Igor Arrieta (ESP) – UAE-XRG +31:26
20. Giulio Pellizzari (ITA) – Red Bull-Bora +35:59
21. Alexander Wlasow (RUS) – Red Bull-Bora +39:51
22. Wout Poels (NED) – Unibet-Rose +43:12

In der Anfangsphase der 18. Etappe waren die Interessen so gelagert, dass nur eine ungefährliche 4-köpfige Spitzengruppe wegkam – Geens (Alpecin), Shaw (EF), Bais und Mifsud (beide Polti) –, und das auch nicht weit. Erstaunlicherweise legten sich in der Nachführarbeit Teams ins Zeug, die mit völlig unterschiedlichen Ausgängen der Etappe kalkulierten. Bei Jhonatan Narvaez (UAE) hoffte man anscheinend, dass die Sprinter inklusive Magnier am späten, steilen Berg abgehängt würden, um die Führung in der Punktewertung vor Magnier auszubauen. Bei Jonathan Milan (Lidl) peilte man hingegen das Gegenteil an, eine Entscheidung im Massensprint.

In Magniers Team wollte man sich anscheinend nicht festlegen. Es gab immerhin sehr viele Punkte gegen Narvaez zu gewinnen oder zu verlieren. Und man konnte sich ja auch bis ins Finale hinein zurücklehnen. Beim Zwischensprint auf ansteigendem Terrain gab es noch einen Punkt hinter dem Spitzenquartett, den sich Narvaez ohne Gegenwehr holte.

20 Kilometer vorm Ziel waren alle Ausreißer gestellt außer Geens, und der fast auch. Er hielt sich aber noch 9 weitere Kilomter vorne bis kurz vor die Muro di Ca‘ del Poggio, aber auch bis hinter dem Bonussprint. Naesen schnappte im Dienste von Gall den anderen Klassementfahrern die 4 Sekunden für Platz 2 weg – und Swift seinem eigenen Kapitän vor der Nase aus Versehen 2 Sekunden für Platz 3.

In die Muro di Ca‘ del Poggio attackierte ausgerechnet Eulalio (Bahrain) hinein, der 50 Kilomter vorm Ziel beim erfolglosen Griff nach einem Verpflegugnsbeutel gestürzt war. Vingegaard ließ seine Helfer hinter dem Gesamtfünften nachfahren. Das diente allerdings wohl weniger der Verteidigung des Rosa Trikots, sondern eher dem Zweck, Davide Piganzoli die Chance aufs weiße Trikot des besten Jungprofis von Eulalio angesichts nur gut 2 Minuten Abstand offen zu halten.

Vingegaard höchstpersönlich beschleunigte an Eulalio vorbei und passierte zuerst die Kuppe. Hinter dem Gipfel hatten 16 Fahrer eine Lücke. Aus den Top-Ten der Gesamtwertung ware die Top-6 vertreten, die Plätze 7 bis 10 jedoch nicht. Pinarello (NSN) spannte sich für Strong ein, dem mutmaßlich endschnellsten Mann aus der 16-köpfigen Gruppe.

Hindley attackierte 6,5 Kilometer vorm Ziel an einem kleinen Gegenhang, verschleppte dadurch unterm Strich aber eher das Tempo. So ging 500 Meter später Kulset (Uno-X) mit Eulalio. 4 Kilometer vorm Ziel hatte das Verfolgerfeld mit den Sprintern zu den ersten 14 Verfolgern aufgeschlossen. Sofort spannten sich Gee-West und Sobrero, die zuvor vorne waren, für Milan ein.

Eine Phalanx mit Anfahrern hatte dann aber nur noch Magnier, als Kulset und Eulalio kurz vorm Kilometerbogen gestellt waren. Nachdem den Sprintern bisher 4 von 6 möglichen Chancen aus verschiedenen Gründen durch die Lappen gingen, war es auf der 18. Etappe nun also wieder soweit. Und es gewann in Venetien derselbe Fahrer wie auf der 1. und 3. Etappe in Bulgarien.

109. Giro d’Italia – 17. Etappe: Cassano d’Adda – Andalo – 202 Km

Valgren siegt als Finisseur aus Sextett heraus


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Michael Valgren (EF) gewann in Andalo-Lever die 17. Etappe des Giro d’Italia 2026, die in einem unterhaltsamen Schlagabtausch der Flucht des Tages entschieden wurde. An der Spitze waren gerade wieder 6 Fahrer zusammengelaufen, als das Tempo herunterfiel und Valgren kurz vor der Kilometermarke antrat. Die anderen schauten dem 34-jährigen Dänen nur noch hinterher. Andreas Leknessund (Uno-X) sprang dann ebenso noch davon und belegte ein 3. Mal bei diesem Giro einen bittersüßen 2. Platz.

Die beiden trennten im Ziel 3 Sekunden. Weitere 3 Sekunden dahinter sprintete Caruso (Bahrain) auf den 3. Platz vor Wlasow (Red Bull) und Rubio (Movistar), gefolgt vom austrudelnden Arrieta (UAE). Unter den insgesamt 29 Ausreißern des Tages waren auch die unvermeidlichen Narvaez (UAE) und Ciccone (Lidl). Beide verpassten die Auslese hinter dem Zwischensprint, den Narvaez noch gewann. Damit eroberte er immerhin das Maglia Ciclamino. Das Feld der besten Klassementfahrer kam auf dieser hügligen Etappe mit 5 Minuten Rückstand ins Ziel.

Ergebnis
1. Michael Valgren (DEN) – EF Education-Easypost 4:41:33

2. Andreas Leknessund (NOR) – Uno-X +0:03
3. Damiano Caruso (ITA) – Bahrain Victorious +0:06
4. Alexander Wlasow (RUS) – Red Bull-Bora gl.Zeit
5. Einer Rubio (ESP) – Movistar gl.Zeit
6. Igor Arrieta (ESP) – UAE-XRG +0:14
7. Gianmarco Garofoli (ITA) – Soudal-Quick Step +0:52
8. David de la Cruz (ESP) – Pinarello-Q36.5 +1:08
9. Jhonatan Narvaez (ECU) – UAE-XRG +1:44
10. Mark Donovan (GBR) – Pinarello-Q36.5 alle
11. Florian Stork (GER) – Tudor gleiche
12. Jan Hirt (CZE) – NSN Zeit
13. Giulio Ciccone (ITA) – Lidl-Trek +1:47
14. Jardi van der Lee (NED) – EF Education-Easypost +2:00
– 156 Fahrer klassiert.
DNF Nickolas Zukowsky (CAN) – Pinarello-Q36.5

Wie auch der Tagessieger kommt der weiterhin Gesamtführende aus Dänemark. Jonas Vingegaard (Visma) behielt die Gesamtführung gut 4 Minuten vor Felix Gall (Decathlon). In den Top-8 änderte sich gar nichts. Caruso allerdings enterte allerdings die Top-Ten, schob sich auf den 9. Platz vor O’Connor (Jayco). Dessen Team sah sich daher auch genötigt, zeitweise im Hauptfeld Tempoarbeit zu verrichten.

Gesamtwertung
1. Jonas Vingegaard (DEN) – Visma-Lease a Bike 66:57:14
2. Felix Gall (AUT) – Decathlon-CMA CGM +4:03
3. Thymen Arensman (NED) – Netcompany-Ineos +4:27
4. Jai Hindley (AUS) – Red Bull-Bora +5:00

5. Afonso Eulalio (POR) – Bahrain Victorious +5:40
6. Derek Gee-West (CAN) – Lidl-Trek +7:09
7. Michael Storer (AUS) – Tudor +7:14
8. Davide Piganzoli (ITA) – Visma-Lease a Bike +7:57
9. Damiano Caruso (ITA) – Bahrain Victorious +8:34
10. Ben O’Connor (AUS) – Jayco-Alula +9:20
11. Egan Bernal (COL) – Netcompany-Ineos +9:44
12. Mathys Rondel (FRA) – Tudor +10:03

13. David de la Cruz (ESP) – Pinarello-Q36.5 +10:50
14. Chris Harper (AUS) – Pinarello-Q36.5 +11:19
15. Gregor Mühlberger (AUT) – Decathlon-CMA CGM +16:54
16. Jan Hirt (CZE) – NSN +17:46
17. Sepp Kuss (USA) – Visma-Lease a Bike +18:07
18. Johannes Kulset (NOR) – Uno-X +19:23
19. Igor Arrieta (ESP) – UAE-XRG +27:26
20. Giulio Pellizzari (ITA) – Red Bull-Bora +30:52

21. Giulio Ciccone (ITA) – Lidl-Trek +38:59
22. Alexander Wlasow (RUS) – Red Bull-Bora +39:51

Auf der 17. Etappe schlossen zunächst eine 6- und 5-köpfige Gruppe zu einer Spitzengruppe zusammen, in der schon Valgren und Leknessund unterwegs waren. Dahinter fuhr eine riesige Verfolgergruppe. 117 Kilometer vorm Ziel, nur ein Kilometer vorm Zusammenschluss, begann Cavagna (Groupama) ein langes Solo, das erst knapp 59 Kilometer vorm Ziel kurz vorm Zwischensprint beendet war. Derweil prasselte ein heftiger Regenschauer herunter, der aber angesichts erneut heißer Temperaturen eher eine Erfrischung war.

Narvaez zurück im Punktetrikot, mehr aber auch nicht
Für Narvaez geschah die Einholung von Cavagna gerade rechtzeitig, um die vollen 12 Punkte zu holen. Im Ziel sprangen für Platz 9 nur noch deren 2 heraus. Trotzdem reichte es, um das violette Trikot des Führenden in der Punktewertung erneut dem Sprinter Magnier (Soudal) abzunehmen.

Punktewertung
1. Jhonatan Narvaez (ECU) – UAE-XRG 157 p.

2. Paul Magnier (FRA) – Soudal-Quick Step 145
3. Andreas Leknessund (NOR) – Uno-X 79
4. Jonathan Milan (ITA) – Lidl-Trek 78
5. Jasper Stuyven (BEL) – Soudal-Quick Step 71
6. Guillermo Silva (URU) – XDS-Astana 70

Hinter dem Zwischensprint begann die Springerei aus der sich eine Spitzengruppe mit Caruso, Valgren, Lopez (Movistar) und Garofoli (Soudal) ergab, wenig später ergänzt durch Leknessund. Im weiteren Verlauf konnten noch Arrieta, Rubio und Wlasow als Trio sowie de la Cruz (Pinarello) und van Dijke (Red Bull) als Duo aufschließen. Ein Narvaez, Ciccone oder auch Stork (Tudor) waren in der nächsten Verfolgergruppe über eine halbe Minute zurück und kamen nicht mehr hin.
Rubio und Valgren von 4 Verfolgern gestellt
Im vorletzten Anstieg lösten sich nach mehreren Attacken schließlich Rubio und Valgren. Diese gingen mit 10 Sekunden Vorsprung vor Caruso, Wlasow, Arrieta und Leknessund in den letzten Anstieg. Arrieta attackierte das Verfolgerquartett und schloss 2,3 Kilometer vorm Ziel zu Rubio und Valgren auf. Einen halben Kilometer später kamen auch Caruso, Wlasow und Leknessund noch einmal zurück.

Es folgten noch ein paar Attacken von Fahrern, die anscheinend auf dem Zahnfleisch krochen – bis das Tempo einschlief und Valgren den entscheidenden Moment erwischte. Er fügte seinen kleinen, aber feinen Palmarès den ersten Etappensieg bei einer Grand Tour zu.

109. Giro d’Italia – 16. Etappe: Bellinzona – Carì – 113 Km

Bergankunft: Wie immer Vingegaard, dann Gall

Gähn! 4. Bergankunft beim Giro 2026, das 4. Mal Jonas Vingegaard (Visma) und Felix Gall (Decathlon) auf den Plätzen 1 und 2. Beim Schweiz-Abstecher im Tessin gewann Vingegaard auch die 16. Etappe hoch überlegen und scheinbar mühelos. Diesmal konnte er bei der Zieldurchfahrt seinen Siegesjubel mit vorhergehendem Kuss auf den Lenker endlich im Rosa Trikot gekleidet zelebrieren.

Im Ziel in Carì hatte der erneut siegreiche Däne 69 Sekunden Vorsprung vor Gall. Dieser wiederum fuhr seinen 2. Platz anders heraus als bisher. Als Vingegaard 6,6 Kilometer vorm Zoel loslegte, war Gall zunächst wieder prompt mehrere Radlängen zurück, und hinter ihm klaffte die nächste Lücke. Danach holten jedoch einige Fahrer Gall ein. Schließlich sprintete er aber Jai Hindley (Red Bull) um 2 und Thymen Arensman (Netcompany) um 5 Sekunden davon – zuzüglich Bonussekunden.
Die zwischenzeitlich zu Gall zurückgekehrten Gee-West (Lidl), Piganzoli (Visma) und Bernal (Netcompany) fielen wieder um 9 und 25 Sekunden sowie fast eine Minute zurück. Der lange Zeit im Rosa Trikot fahrende Eulalio (Bahrain) und vor der 16. Etappe Gesamtzweite schlug sich wieder gut mit 3 Minuten Verlust auf Vingegaard. Der hinter Vingegaard vorm Giro am zweithöchsten gewettete Fahrer, Giulio Pellizzari (Red Bull), musste im Schlussanstieg sehr früh abreißen lassen und erreichte erst mit 18 Minuten Rückstand das Ziel.

Ergebnis
1. Jonas Vingegaard (DEN) – Visma-Lease a Bike 2:57:40
2. Felix Gall (AUT) – Decathlon-CMA CGM +1:09
3. Jai Hindley (AUS) – Red Bull-Bora +1:11
4. Thymen Arensman (NED) – Netcompany-Ineos +1:14

5. Derek Gee-West (CAN) – Lidl-Trek +1:18
6. Davide Piganzoli (ITA) – Visma-Lease a Bike +1:34
7. Egan Bernal (COL) – Netcompany-Ineos +2:04
8. Michael Storer (AUS) – Tudor +2:18
9. Mathys Rondel (FRA) – Tudor +2:55
10. Wout Poels (NED) – Unibet-Rose +3:04

11. Afonso Eulalio (POR) – Bahrain Victorious gl.Zeit
12. Chris Harper (AUS) – Pinarello-Q36.5 +3:17
13. Ben O’Connor (AUS) – Jayco-Alula +3:48
14. Gregor Mühlberger (AUT) – Decathlon-CMA CGM gl.Zeit
15. E. Svestad-Bårdseng (NOR) – Netcompany-Ineos +4:07
16. Johannes Kulset (NOR) – Uno-X +4:48

17. Damiano Caruso (ITA) – Bahrain Victorious gl.Zeit
19. David de la Cruz (ESP) – Pinarello-Q36.5 +5:38
19. Sepp Kuss (USA) – Visma-Lease a Bike +6:35
20. Rémy Rochas (FRA) – Groupama-FDJ +6:46

28. Jan Hirt (CZE) – NSN +11:33
49. Giulio Pellizzari (ITA) – Red Bull-Bora +18:05
– 157 Fahrer klassiert.
DNS Pascal Ackermann (GER) – Jayco-Alula (Magenprobleme)

Vingegaard baute seinen Vorsprung in der Gesamtwertung auf komfortable 4:03 Minuten gegenüber Gall aus. Gall zog wie Arensman und Hindley an Eulalio vorbei, wobei Gall, Arensman und Hindley jeweils rund eine halbe Minute trennt. So erwartbar langweilig es um den Gesamtsieg läuft, desto enger gestaltet es sich auf den 3 Plätzen dahinter.

Gesamtwertung
1. Jonas Vingegaard (DEN) – Visma-Lease a Bike 59:12:56
2. Felix Gall (AUT) – Decathlon-CMA CGM +4:03
3. Thymen Arensman (NED) – Netcompany-Ineos +4:27
4. Jai Hindley (AUS) – Red Bull-Bora +5:00

5. Afonso Eulalio (POR) – Bahrain Victorious +5:40
6. Derek Gee-West (CAN) – Lidl-Trek +7:09
7. Michael Storer (AUS) – Tudor +7:14
8. Davide Piganzoli (ITA) – Visma-Lease a Bike +7:57
9. Ben O’Connor (AUS) – Jayco-Alula +9:20
10. Egan Bernal (COL) – Netcompany-Ineos +9:44
11. Mathys Rondel (FRA) – Tudor +10:03

12. Chris Harper (AUS) – Pinarello-Q36.5 +11:19
13. Damiano Caruso (ITA) – Bahrain Victorious +13:47
14. David de la Cruz (ESP) – Pinarello-Q36.5 +14:57
15. Gregor Mühlberger (AUT) – Decathlon-CMA CGM +16:54
16. Sepp Kuss (USA) – Visma-Lease a Bike +18:07
17. Johannes Kulset (NOR) – Uno-X +19:23
18. Jan Hirt (CZE) – NSN +21:17
19. Giulio Pellizzari (ITA) – Red Bull-Bora +22:38
20. Igor Arrieta (ESP) – UAE-XRG +32:33

Die nur 113 Kilometer kurze Etappe war für die Teams von Gall und Vingegaard gut zu kontrollieren, so dass Ausreißer keine Chance auf den Tagessieg hatten. Trotzdem probierte es natürlich einige, bis sich ein Quintett aus Ciccone (Lidl), Rubio (Movistar), Narvaez (UAE), Harper (Pinarello) und Ulissi (Astana) etablierte.

Ciccone und Narvaez hatten gute Gründe – der eine das Bergtrikot, der andere das Punktetrikot. Ciccone gewann unterwegs alle 4 Bergpreise der 2. und 3. Kategorie und erntete dafür insgesamt 54 Punkte. Vingegaard holte jedoch allein für den Etappesieg 50 Punkte, so dass Ciccone vom großen Vorsprung nur unwesentlich etwas abknabbern konnte.

Bergwertung
1. Jonas Vingegaard (DEN) – Visma-Lease a Bike 211 p.

2. Giulio Ciccone (ITA) – Lidl-Trek 129
3. Felix Gall (AUT) – Decathlon-CMA CGM 76
4. Jardi van der Lee (NED) – EF Education-Easypost 83
5. Einer Rubio (COL) – Movistar 77
6. Diego Sevilla (ESP) – Polti-Visitmalta 63

Narvaez griff die 12 Punkte beim Zwischensprint ab und robbte sich in der Punktewertung bis auf 2 Zähler an den führenden Sprinter Magnier (Soudal) heran. Im weiteren Etappenverlauf ließen sich Narvaez kurz vorm dem Schlussanstieg zurückfallen, weil der Tagessieg eh nicht mehr drin war angesichts nur gut einer Minute Vorsprung vor den besten Klassementfahrern. Ulissi fiel schon am letzten der mittleren Berge zurück.
Harper attackierte Rubio eingangs des Schlussanstiegs, wurde aber selbst wiederum wenig später von den besten Klassementfahrern gestellt. Für ihn sprang immerhin noch der 12. Platz im Ziel heraus.
Nachdem die Etappe über größtenteils Galls Helfer Tempoarbeit geleistet hatten, übernahmen im Schlussanstieg die Helfer von Hindley und Pellizzari. Dies mündete in der skurrilen Situation, dass Pellizzari dem Tempo der eigenen Helfer zum Opfer fiel und diese sich sofort wieder von der Spitze verabschiedeten.

Danach übernahmen Vingegaards Edelhelfer. Der Flachlandfahrer Campenaerts schlug ein Tempo an, dem die meisten schon nicht mehr folgen konnten, so auch O’Connor (Jayco) und Eulalio. Als Kuss und schließlich Piganzoli übernahmen, lichteten sich die Reihen erheblich. Bei Vingegaards Beschleunigung waren schon nur noch Gall, Hindley, Arensman und Bernal (Netcompany) dabei – Storer (Tudor) und Gee-West auch schon nicht mehr.
Gee-West teilte sich die Kräfte jedoch einmal mehr korrekt ein und landete schließlich noch vor Piganzoli und Bernal. Nach einer Tempoverschärfung durch Arensman an der 2-Kilometer-Marke hielten nur noch Gall und Hindley mit. Piganzoli und Bernal waren weg und Gee-West war wieder weg. Gall versenkte seine beiden letzten Begleiter mit einem sehr langen Sprint.

109. Giro d’Italia – 15. Etappe: Voghera – Milan – 157 Km

Dversnes siegt auf Flachetappe im 4er-Sprint!


Plomi Foto

Frederik Dversnes (Uno-X) gewann in Mailand die 15. Etappe des Giro d’Italia 2026 im Sprint der frühen 4-köpfigen Spitzengruppe des Tages. Der 29-jährige Norweger setzte sich von vorne mit einer Radlänge vor Mirco Mastri (Polti) durch, der ebenso wie der drittplatzierte Marcellusi (Bardiani) ob der verpassten Chance die Hand auf den Lenker schlug. Der vierte im Bunde war Bais (Polti). Er opferte sich für seinen Teamkollegen Maestri auf und trudelte trotzdem noch kanpp vor den verdutzten Sprintern über die Ziellinie.

Denn diese völlig flache 15. Etappe mit Pracht-Ankunft in Mailand war eigentlich für einen Massensprint gemacht. Das Spitzenquartett hatte auch nie viel Vorsprung, brachte aber noch gerade genug Vorsprung auf den Schlusskilomter mit. So nur auf den 5. Platz sprintete Paul Magnier (Soudal), dem ein dritter Tagessieg verwehrt blieb. Außerdem gingen ihm einige Punkte fürs Maglia ciclamino durch die Lappen. Er holte sich das Trikot zwar von Narvaez (UAE) zurück, konnte aber keinen großen Vorsprung aufbauen.

Ergebnis
1 DVERSNES Fredrik NOR Uno-X Mobility 03:03:18 51,39
2 MAESTRI Mirco ITA Team Polti VisitMalta 00:00
3 MARCELLUSI Martin ITA Bardiani-CSF 7 Saber 00:00
4 BAIS Mattia ITA Team Polti VisitMalta 00:00

5 MAGNIER Paul FRA Soudal Quick-Step 00:57
6 GROENEWEGEN Dylan NED Unibet Rose Rockets 00:57
7 ANDRESEN Tobias Lund DEN Decathlon CMA CGM Team 00:57
8 VERNON Ethan GBR NSN Cycling Team 00:57
9 PENHOËT Paul FRA Groupama-FDJ United 00:57
10 MOZZATO Luca ITA Tudor Pro Cycling Team 00:57

Vor dem letzten Ruhetag verteidigte Jonas Vingegaard (Visma) erstmals das Rosa Trikot des Gesamtführenden. Die Abstände auf den Plätzen dahinter blieben nach dieser 15. Etappe identisch.

1 VINGEGAARD Jonas DEN Team Visma | Lease a Bike 59:12:56
2 EULALIO Afonso POR Bahrain Victorious 02:26
3 GALL Felix AUT Decathlon CMA CGM Team 02:50
4 ARENSMAN Thymen NED Netcompany INEOS Cycling Team 03:03
5 HINDLEY Jai AUS Red Bull-BORA-hansgrohe 03:43
6 PELLIZZARI Giulio ITA Red Bull-BORA-hansgrohe 04:22

7 STORER Michael AUS Tudor Pro Cycling Team 04:46
8 O’CONNOR Ben AUS Team Jayco-AlUla 05:22
9 GEE-WEST Derek CAN Lidl-Trek 05:41
10 PIGANZOLI Davide ITA Team Visma | Lease a Bike 06:13

109. Giro d’Italia – 14. Etappe: Aosta – Pila (Gressan) – 133 Km

Vingegaard mit Sieg endlich ins Rosa Trikot

Status quo beim Giro 2026: Auf dessen erster Alpen-Etappe zementierten Jonas Vingegaard (Visma) und Felix Gall (Decathlon) ihre Stellung aus den Bergankünften im Apennin. An der Bergstation Pila im Aostatal gewann Vingegaard scheinbar völlig mühelos mit 49 Sekunden vor Gall. Vingegaard knüpfte als Nebeneffekt Eulalio (Bahrain) das Rosa Trikot ab, das dieser über eine Woche nach einer Flucht getragen hatte.
Der Abstand von Gall zu den nächsten Verfolgern war diesmal hingegen nicht ganz so groß. 9 Sekunden hinter ihm belegte Jai Hindey (Red Bull) den 3. Platz. Knapp dahinter kamen Vingegaards neuer Edelhelfer Piganzoli sowie der von Krankheit anscheinend genesene und wieder erstarkte Pellizzari an.
Thymen Arensman (Netcompany) und Michael Storer (Tudor) folgten weitere 20 bis 30 Sekunden später. Die nächsten Fahrer im Ziel hatten bereits über 2 Minuten Rückstand auf den dänischen Tagessieger – und stammten im Falle der Plätze 8 und 9 aus der großen Spitzengruppe des Tages. Deren letzte Überreste wurde kurz vor der 5-Kilometer-Marke gestellt.
In dem 16,5-Kilomter-Anstieg löste Vingegaard dann 4,7 Kilometer vorm Ziel Piganzoli ab und hatte prompt mehrere Radlängen Vorsprung vor Gall. Dieser probierte wie alle anderen erst gar nicht, mitzuspringen und hatte seinerseits sogleich eine Lücke nach hinten.

Ergebnis
1. Jonas Vingegaard (DEN) – Visma-Lease a Bike 3:53:01
2. Felix Gall (AUT) – Decathlon-CMA CGM +0:49
3. Jai Hindley (AUS) – Red Bull-Bora +0:58

4. Davide Piganzoli (ITA) – Visma-Lease a Bike +1:03
5. Giulio Pellizzari (ITA) – Red Bull-Bora gl.Zeit
6. Thymen Arensman (NED) – Netcompany-Ineos +1:23

7. Michael Storer (AUS) – Tudor +1:35
8. Wout Poels (NED) – Unibet-Rose +2:08
9. Jan Hirt (CZE) – NSN alle
10. Egan Bernal (COL) – Netcompany-Ineos gleiche
11. Einer Rubio (COL) – Movistar Zeit

12. Derek Gee-West (CAN) – Lidl-Trek +2:24
13. Mathys Rondel (FRA) – Tudor +2:30
14. Sepp Kuss (USA) – Visma-Lease a Bike +2:46
15. Afonso Eulalio (POR) – Bahrain Victorious +2:49
16. Ben O’Connor (AUS) – Jayco-Alula +2:55
17. Damiano Caruso (ITA) – Bahrain Victorious
18. Gregor Mühlberger (AUT) – Decathlon-CMA CGM alle
19. David de la Cruz (ESP) – Pinarello-Q36.5 gleiche
20. Alexander Wlasow (RUS) – Red Bull-Bora Zeit
21. Chris Harper (AUS) – Pinarello-Q36.5 +4:06

26. Markel Beloki (ESP) – EF Education-Easypost +7:36
– 159 Fahrer klassiert.
DNF Christian Scaroni (ITA) – XDS-Astana

Eulalio fällt nur auf 2. Gesamtplatz zurück

Vingegaard eroberte das Rosa Trikot 2:26 Minuten vor Eulalio, der damit immerhin vorübergehend nur auf den 2. Platz der Gesamtwertung zurückfiel. Eulalio erreichte 2:49 Minuten hinter Vingegaard das Ziel in Pila und war damit schneller als der ein oder anderer zuvor gehandelte Klassementfahrer.
Gall verdrängte Arensman vom aktuellen Podest, das er wegen des Zeitfahrens zwischenzeitlich verlassen hatte – mit 13 Sekunden Vorsprung und 24 Sekunden hinter Eulalio. Hindley und Pellizzari formierten sich in Lauerposition. Storer hielt den 7. Platz. O’Connor (Jayco) fiel vom 5. auf den 8. Platz zurück.

Gesamtwertung
1. Jonas Vingegaard (DEN) – Visma-Lease a Bike 56:08:41

2. Afonso Eulalio (POR) – Bahrain Victorious +2:26
3. Felix Gall (AUT) – Decathlon-CMA CGM +2:50
4. Thymen Arensman (NED) – Netcompany-Ineos +3:03
5. Jai Hindley (AUS) – Red Bull-Bora +3:43
6. Giulio Pellizzari (ITA) – Red Bull-Bora +4:22

7. Michael Storer (AUS) – Tudor +4:46
8. Ben O’Connor (AUS) – Jayco-Alula +5:22
9. Derek Gee-West (CAN) – Lidl-Trek +5:41
10. Davide Piganzoli (ITA) – Visma-Lease a Bike +6:13
11. Mathys Rondel (FRA) – Tudor +6:58
12. Egan Bernal (COL) – Netcompany-Ineos +7:30

13. Chris Harper (AUS) – Pinarello-Q36.5 +7:58
14. Damiano Caruso (ITA) – Bahrain Victorious +8:49
15. David de la Cruz (ESP) – Pinarello-Q36.5 +9:11
16. Jan Hirt (CZE) – NSN +9:36
17. Sepp Kuss (USA) – Visma-Lease a Bike +11:22
18. Markel Beloki (ESP) – EF Education-Easypost +11:33
19. Gregor Mühlberger (AUT) – Decathlon-CMA CGM +12:56
20. Igor Arrieta (ESP) – UAE-XRG +14:17

Bei erneut sommerlichen Temperaturen war der Etappensieg also auch bei der dritten Bergankunft nicht der frühen Spitzengruppe des Tages beschieden. Stattdessen landeten wie schon gesehen Vingegaard und Gall auf 1 und 2.
Allerdings tat sich während der Flucht etwas für die Punkte- und die Bergwertung. Jhonatan Narvaez (UAE) gewann den Zwischensprint und nahm damit Paul Magnier (Soudal) zumindest für einen Tag das lila Trikot ab – im ungleichen Kampf Ausreißerkönig gegen Sprinter.

Punktewertung
1. Jhonatan Narvaez (ECU) – UAE-XRG 131 p.

2. Paul Magnier (FRA) – Soudal-Quick Step 130
3. Jonathan Milan (ITA) – Lidl-Trek 76
4. Guillermo Silva (URU) – XDS-Astana 70
5. Alec Segaert (BEL) – Bahrain Victorious 62

Außerdem gab es viele Punkte in der Bergwertung zu verdienen für die Position des stellvertrenden Trägers des blauen Trikots. Denn der Führende Vingegaard ist ja den Rest des Giro d’Italia 2026, sofern ihm nichts zustößt, in Rosa unterwegs. Auf die 2. Position kletterte aus der Flucht heraus van der Lee (EF) knapp vor Ciccone (Lidl).

Bergwertung
1. Jonas Vingegaard (DEN) – Visma-Lease a Bike 161 p.
2. Jardi van der Lee (NED) – EF Education-Easypost 77

3. Giulio Ciccone (ITA) – Lidl-Trek 75
4. Felix Gall (AUT) – Decathlon-CMA CGM 72
5. Diego Sevilla (ESP) – Polti-Visitmalta 63
6. Einer Rubio (COL) – Movistar 53
7. Igor Arrieta (ESP) – UAE-XRG 51
8. Jai Hindley (AUS) – Red Bull-Bora 32

109. Giro d’Italia – 13. Etappe: Alessandria – Verbania – 189 Km

Alberto Bettiol stürmt an Leknessund vorbei


Plomi Foto – Alberto Bettiol

Alberto Bettiol (XDS) gewann in Verbania die 13. Etappe des Giro d’Italia 2026 als Solist. Der 32-jährige Italiener stürmte 13,5 Kilometer vorm Ziel vorbei an Andreas Leknessund (Uno-X), der kurz zuvor attackiert hatte und mit 26 Sekunden Rückstand einmal mehr den 2. Platz belegte. Beide stammten aus der 15-köpfigen Spitzengruppe des Tages.

Aus den versprengten Resten dieser Gruppe heraus führte Jasper Stuyven (Soudal) die ersten Verfolger mit 44 Sekunden Rückstand über die Linie. Das erste große Verfolgerfeld mit allen Top-Klassementfahrern kam mit über 13 Minuten Rückstand im Zielort am Lago Maggiore an.

Ergebnis
1. Alberto Bettiol (ITA) – XDS-Astana 3:51:33

2. Andreas Leknessund (NOR) – Uno-X +0:26
3. Jasper Stuyven (BEL) – Soudal-Quick Step +0:44
4. Michael Valgren (DEN) – EF Education-Easypost
5. Mark Donovan (GBR) – Pinarello-Q36.5 alle
6. Josh Kench (NZL) – Groupama-FDJ gleiche
7. Mikkel Bjerg (DEN) – UAE-XRG Zeit
8. Francesco Busatto (ITA) – Alpecin-Premier Tech +1:33
9. Markus Hoelgaard (NOR) – Uno-X gl.Zeit
10. Diego Sevilla (ESP) – Polti-Visitmalta gl.Zeit
– 160 Fahrer klassiert.

So behielt Afonso Eulalio (Bahrain) ein weiteres und wahrscheinlich letztes Mal das Rosa Trikot des Gesamtführenden. Vor der ersten Alpenetappe blieb es bei den 33 Sekunden Vorsprung vor Jonas Vingegaard (Visma).

Gesamtwertung
1. Afonso Eulalio (POR) – Bahrain Victorious 52:15:17

2. Jonas Vingegaard (DEN) – Visma-Lease a Bike +0:33
3. Thymen Arensman (NED) – Netcompany-Ineos +2:03
4. Felix Gall (AUT) – Decathlon-CMA CGM +2:30

5. Ben O’Connor (AUS) – Jayco-Alula +2:50
6. Jai Hindley (AUS) – Red Bull-Bora +3:12
7. Michael Storer (AUS) – Tudor +3:34
8. Derek Gee-West (CAN) – Lidl-Trek +3:40
9. Giulio Pellizzari (ITA) – Red Bull-Bora +3:42
10. Chris Harper (AUS) – Pinarello-Q36.5 +4:15
11. Markel Beloki (ESP) – EF Education-Easypost +4:20
12. Mathys Rondel (FRA) – Tudor +4:51
13. Davide Piganzoli (ITA) – Visma-Lease a Bike +5:33
14. Egan Bernal (COL) – Netcompany-Ineos +5:45
15. Damiano Caruso (ITA) – Bahrain Victorious +6:17
16. David de la Cruz (ESP) – Pinarello-Q36.5 +6:43
17. Jan Hirt (CZE) – NSN +7:53
18. Josh Kench (NZL) – Groupama-FDJ +8:24
19. Sepp Kuss (USA) – Visma-Lease a Bike +8:59
20. Igor Arrieta (ESP) – UAE-XRG +9:14
21. Harold Lopez (ECU) – XDS-Astana +9:49

Bei fast schon sommerlichen Temperaturen dauerte es eine Weile, bis die 15 Ausreißer des Tages feststanden, die später um den Sieg kämpfen sollten: Busatto (Alpecin), Valgren (EF), Huens, Jacobs, Kench (alle Groupama), Aerts (Lotto), Donovan (Pinarello), Stuyven, Maestri, Sevilla (beide Polti), Warbasse (Tudor), Bjerg (UAE), Hoelhaard (Uno-X), dessen Teamkollege Leknessund sowie Bettiol.

Kench war aus der Spitzengruppe der mit Abstand bestplatzierte Fahrer in der Gesamtwertung mit über 20 Minuten Rückstand aufs Rosa Trikot. Dementsprechend viel Luft bekamen die Ausreißer, so dass schon früh ein Ausgang zu ihren Gunsten feststand. Als einzig 3-fach vertrenes Team schraubten die beiden Teamkollegen von Kench nach ansonsten flachem Etappenverlauf am späten Anstieg das Tempo in die Höhe.
Als Huens und Jacobs verschlissen waren – beide trudelten auf dem 14. und 15. Platz ins Ziel –, waren außer Kench nur noch Valgren, Leknessund und Bettiol an der Spitze übrig. Doch anstatt Kench attackierte nun Leknessund. Bettiol hielt als einziger Sichtweite zum Norwegischen Meister und schoss an diesem kurz vor der Bergkuppe im engen Menschenspalier vorbei.

Bettiol und Leknessund konnten in der Abfahrt die jeweils nachfolgenden Fahrer auf Distanz halten. Stuyven, Donovan und Bjerg holten hingegen Valgren und Kench ein. Der Ex-Flandern-Sieger Bettiol – lang ist es her – verbuchte seinen zweiten Etappensieg bei einem Giro d’Italia. Beide bis dato größten Triumphe liegen 7 und 5 Jahre zurück.