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Tour de France – Etappe 13

Puy Mary Cantal, Friday, September 11th – Dani Martinez (EF Pro Cycling) sealed the first Colombian stage victory of the 107th Tour de France as he managed to beat the Bora-Hansgrohe duo formed of Maximilian Schachmann and Lennard Kämna atop the unprecedented and spectacular finish of Puy Mary. He’s the 13th Colombian to win a Tour de France stage, the 21st for the country. Primoz Roglic extended his overall lead and Tadej Pogacar took over from Egan Bernal as runner up. The deficit of the defending champion is now 57 seconds.

Foto: Gerhard Plomitzer

Châtel-Guyon – Puy Mary/Pas de Peyrol (191,5 km)
1 Daniel Martinez (Col) EF Pro Cycling 5:01:47
2 Lennard Kämna (GER) Bora – Hansgrohe 0:00:04
3 Maximilian Schachmann (GER) Bora – Hansgrohe 0:00:51

4 Valentin Madouas (Fra) Groupama – FDJ 0:01:33
5 Pierre Rolland (Fra) B&B Hotels – Vital Concept 0:01:42
6 Nicolas Edet (Fra) Cofidis 0:01:53
7 Simon Geschke (GER) CCC Team 0:02:35
8 Marc Soler (Esp) Movistar Team 0:02:43
9 Hugh Carthy (GBr) EF Pro Cycling 0:03:18
10 David De La Cruz (Esp) UAE Team Emirates 0:03:52

Gesamtwertung
1 Primož Roglic (Slo) Team Jumbo – Visma 56:34:35
2 Tadej Pogacar (Slo) UAE Team Emirates 0:00:44
3 Egan Bernal (Col) Ineos Grenadiers 0:00:59
4 Rigoberto Uran (Col) EF Pro Cycling 0:01:10
5 Nairo Quintana (Col) Team Arkéa – Samsic 0:01:12
6 Miguel Angel Lopez (Col) Astana Pro Team 0:01:31
7 Adam Yates (GBr) Mitchelton – Scott 0:01:42
8 Mikel Landa (Esp) Bahrain – McLaren 0:01:55
9 Richie Porte (Aus) Trek – Segafredo 0:02:06
10 Enric Mas (Esp) Movistar Team 0:02:54
11 Romain Bardet (Fra) AG2R La Mondiale 0:03:00
12 Guillaume Martin (Fra) Cofidis 0:03:14
13 Tom Dumoulin (Ned) Team Jumbo – Visma 0:04:32
14 Richard Carapaz (Ecu) Ineos Grenadiers 0:05:11
15 Alejandro Valverde (Esp) Movistar Team 0:06:22

BORA – hansgrohe dominiert 13. Tour Etappe: Martinez siegt vor Kämna und Schachmann

Auch die 13. Etappe der Tour de France war vom Profil prädestiniert für eine Ausreißergruppe. Auf den 191,5 km von Chatel-Guyon nach Puy Mary Pas de Peyrol warteten nicht weniger als sieben Bergwertungen auf die Fahrer. Direkt nach dem Start gab es zahlreiche Attacken und fünf Fahrer konnten sich vom Feld absetzen. Dahinter blieb das Tempo aber hoch und einige Teams versuchten ihre Fahrer gut im Rennen zu positionieren. Teilweise war diese Startphase sehr unübersichtlich, da das Feld in unzählige Gruppen zerteilt war. Nach rund 50 km beruhigte sich die Situation etwas und hinter den fünf Spitzenreitern etablierte sich eine große Verfolgergruppe, in der sich auch Lennard Kämna und Max Schachmann von BORA – hansgrohe befanden. Etwa 10 km später liefen diese Gruppen zusammen und 16 Fahrer waren an der Spitze des Rennens. 40 km vor dem Ende attackierte zuerst N. Powless aus der Spitze, wenig später setzte Max Schachmann nach und konnte den Amerikaner sogar abhängen. Dahinter lösten sich D. Martinez und Lennard Kämna von den übrigen Verfolgern. BORA – hansgrohe dominierte nun das Rennen und Max lag 35 km alleine an der Spitze, bevor 1,5 Kilometer vor dem Ende Lennard und Martinez aufschließen konnten. Am Ende erwies sich der Kolumbianer als der beste Finisher und holte den Sieg, vor Kämna und Schachmann. Ein nahezu perfektes Rennen der beiden, das leider nicht mit einem Sieg gekrönt wurde.
Reaktionen im Ziel
„Ich wusste schon, dass mir der letzte Berg nicht so liegt, darum habe ich früh attackiert, um meinen Rhythmus fahren zu können. Zwischendrin dachte ich mal, dass es reichen könnte. Aber Martinez war am Ende zu stark. Wir hatten besprochen, dass Lennard es von hinten versucht, aber er konnte Martinez nicht abschütteln. Ich fühle mich langsam immer besser, die Form kommt zurück. Jetzt muss ich aber erst einmal zwei oder drei Tage rausnehmen, um dann in der dritten Woche wieder angreifen zu können.“ – Max Schachmann

„Ich wollte Martinez abschütteln, weil ich wusste, dass er im Sprint schnell ist. Aber er war heute einfach sehr stark und am Ende der Bessere. Im Tal vor dem Schlussanstieg konnte ich Kräfte sparen. Ich habe mich gut gefühlt und am letzten Berg einige Male attackiert, aber er blieb immer dran. Ich hätte diese tolle Leistung von uns gerne mit einem Sieg belohnt, aber es hat nicht gereicht. Da kann ich nichts mehr dran ändern, es ist, was es ist. Aber ich werde es sicherlich wieder versuchen.“ – Lennard Kämna

„Der Start der Etappe war brutal. Es war ein extrem schnelles Rennen und alle haben einen guten Job gemacht, damit wir nach 50 km Max und Lennard in der Gruppe hatten. Wir wollten dann mit Max früh attackieren und es hat alles perfekt geklappt. Max war vorne und Lennard mit Martinez auf der Verfolgung. Die Jungs sind ein großartiges Rennen gefahren und haben alles richtig gemacht. Das war eine tolle Show auf den letzten 35 km. Am Ende war Martinez einfach besser, dazu kann man nur gratulieren. Aber wir werden weiter um einen Etappensieg kämpfen, alles geben, und versuchen den Zuschauern auch weiterhin eine tolle Show zu liefern.“ – Enrico Poitschke, sportlicher Leiter

Megève, Sunday, August 16th 2020 – The 5th and last stage of the Critérium du Dauphiné turned the race upside down with aggressive racing from the start and major gaps on the line. The race leader Primoz Roglic (Team Jumbo-Visma) abandoned after a crash on Saturday. And his runner-up Thibaut Pinot (Groupama-FDJ) couldn’t maintain his advantage on Daniel Martinez (EF Pro Cycling), who attacked on the Côte de Domancy to claim the overall victory, his biggest win to date. With Roglic on his way home, Sepp Kuss (Team Jumbo-Visma) enjoyed some freedom and made the most of it to claim a prestigious victory after an impressive day at the front.

Megève – Megève (153,5 km)
1 Kuss (Jumbo) 3:58:39
2 Martinez (EF) +0:27
3 Pogacar (UAE) +0:30
4 Sivakov (Ineos) +0:45
5 Dumoulin (Jumbo) +0:51
6 Kämna (Bora) +0:51
7 Pinot (Groupama) +1:02
8 Martin (Cofidis) +1:04
9 Bardet (AG2R) +1:06
10 Barguil (Arkéa) +1:06

Endstand Gesamtwertung
1 Martinez (EF) 21:44:58
2 Pinot (Groupama) +0:29
3 Martin (Cofidis) +0:41
4 Pogacar (UAE) +0:56
5 Lopez (Astana) +1:38
6 Bardet (AG2R) +1:43
7 Dumoulin (Jumbo) +2:07
8 Kämna (Bora) +2:14
9 Barguil (Arkéa) +2:49
10 Kuss (Jumbo) +2:55

Verrückte letzte Bergetappe: Lennard Kämna auf Rang sechs und damit in den Top Ten der Gesamtwertung beim Critérium du Dauphiné

Ein echtes Spektakel war die letzte Etappe der Dauphiné heute rund um Megève. Schon an der ersten von neun Bergwertungen attackierten einige der Favoriten, und von da an kam das Rennen nicht mehr zur Ruhe. Lennard Kämna schaffte am Col du Romme den Sprung aus dem Feld in die Verfolgergruppe und zeigte erneut ein sehr starkes Rennen. Während sich an der Spitze unterschiedliche Fahrer sprichwörtlich die Klinke in die Hand gaben, blieb Kämna immer ruhig und nie weiter als 1:30 von der Spitze entfernt. Am Fuße des letzten Anstiegs waren fünf Fahrer vorne, unter ihnen der spätere Etappensieger S. Kuss und Daniel Martinez, der sich am Ende die Gesamtwertung sichern konnte. Lennard attackierte rund fünf Kilometer vor dem Ende und erreichte heute als Sechster das Ziel. Damit beendet der junge Deutsche die Rundfahrt auf einem sehr guten achten Platz nach einer beeindruckend starken Woche.
P. Roglic konnte das Rennen heute nach seinem Sturz gestern nicht mehr aufnehmen.
Reaktionen im Ziel
„Das war heute von Beginn an ein brutaler Kampf. Vor dem zweiten Berg hat Peter einen tollen Job gemacht und mich so positioniert, dass ich noch in die Verfolgergruppe springen konnte. Von da an war der ganze Tag nur Vollgas. Ich konnte mit meinen Kräften gut haushalten, auch wenn ich am Limit war, habe ich es am Ende noch versucht. Das ist wieder ein sehr gutes Ergebnis geworden und ich kann sehr zufrieden sein mit dieser Woche sein.“ – Lennard Kämna

„Nach dem Pech gestern, hatten wir heute nur noch vier Fahrer im Rennen. Wir wollten Lennard so gut als möglich unterstützen, wussten aber auch, dass wir ruhig bleiben müssen. Obwohl das Rennen extrem hart war, wussten wir, dass es erst am Ende entschieden werden würde. Lennard hat das wieder sehr gut gemacht. Er kam am zweiten Anstieg nach vorne in die Verfolgergruppe und hat sich seine Kräfte gut eingeteilt. Er war bei den Favoriten dabei, war aber schon etwas müde nach der langen Flucht gestern. Aber er hat super gekämpft, das wurde mit Rang sechs belohnt. In der Gesamtwertung ist er nun Achter geworden, das ist beeindruckend für einen so jungen Fahrer.“ – Enrico Poitschke, sportlicher Leiter
© BORA – hansgrohe