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Int. Österreich-Rundfahrt – Tour of Austria Etappe 4 – Andre Drege (NOR) tödlich verunglückt

Auf der heutigen vierten Etappen der Tour of Austria ist der junge Norweger Andre Drege vom Team Coop-Repsol tödlich verunglückt. Er kam in der Abfahrt vom Großglockner zu Sturz.
Sämtliche Reanimierungsversuche blieben erfolglos. Die Radsportwelt ist zutiefst getroffen. Wir vom Team Vorarlberg kannten Andre recht gut, er war ein aufgestellter und überaus fairer, toller Sportler.

Unsere Gedanken sind bei seiner Familie und dem Team Coop-Repsol.
Die Etappe wurde heute zu Ende gefahren, da die Information erst nach Zieleinlauf bekannt wurde. Das Ergebnis ist ob diesem traurigen Ereignis nur noch Nebensache.

Thomas Kofler – Team Manager und das gesamte Team Vorarlberg

Presseservice Team Vorarlberg
www.team-vorarlberg.at

Die Organisatoren teilten später mit, dass Drege in Richtung Heiligenblut schwer gestürzt sei. Die Behörden hätten “routinemäßig“ Ermittlungen aufgenommen. Wie es weiter hieß, werde am Sonntagvormittag bei einem Treffen mit allen Verantwortlichen – Rennleitung, Organisation und Teamchefs – sowie in Absprache mit Dreges Familie und Team entschieden, ob die Schlussetappe ausgetragen wird.

4. Etappe: St. Johann Alpendorf – Kals – 152 Km


Plomi Foto

1 GANNA Filippo ITA INEOS Grenadiers 04:09:11
2 ULISSI Diego ITA UAE Team Emirates 00:00
3 RIVERA VARGAS Brandon Smith COL INEOS Grenadiers 00:02
4 ENGELHARDT Felix GER Team Jayco AlUla 00:02
5 SHEFFIELD Magnus USA INEOS Grenadiers 00:02

6 MAIRE Adrien FRA TDT – Unibet Cycling Team 00:02
7 MEURISSE Xandro BEL Alpecin – Deceuninck 00:02
8 PEÑA JIMENEZ Jesus David COL Team Jayco AlUla 00:02
9 GROßSCHARTNER Felix AUT UAE Team Emirates 00:02
10 PELLIZZARI Giulio ITA VF Group – Bardiani CSF – Faizanè 00:02

11 DINA Márton HUN ATT Investments 00:02
12 MAJKA Rafal POL UAE Team Emirates 00:02
13 ZOIDL Riccardo AUT Team Felt Felbermayr 00:02
14 BERHE Hagos Welay ETH Team Jayco AlUla 00:02
15 PERNSTEINER Hermann AUT Team Felt Felbermayr 00:02
16 OTRUBA Jakub CZE ATT Investments 00:02
17 STÜSSI Colin Chris SUI Team Vorarlberg 00:02
18 PETER Jannis GER Team Vorarlberg 00:02
19 AUGUST Andrew USA INEOS Grenadiers 00:02

20 TOLIO Alex ITA VF Group – Bardiani CSF – Faizanè 00:21

Gesamt:

1 ULISSI Diego ITA UAE Team Emirates 15:43:13
2 RIVERA VARGAS Brandon Smith COL INEOS Grenadiers 00:06
3 SHEFFIELD Magnus USA INEOS Grenadiers 00:09
4 GROßSCHARTNER Felix AUT UAE Team Emirates 00:11

5 MEURISSE Xandro BEL Alpecin – Deceuninck 00:23
6 MAIRE Adrien FRA TDT – Unibet Cycling Team 00:23
7 PELLIZZARI Giulio ITA VF Group – Bardiani CSF – Faizanè 00:27
8 MAJKA Rafal POL UAE Team Emirates 00:30
9 DINA Márton HUN ATT Investments 00:31
10 ZOIDL Riccardo AUT Team Felt Felbermayr 00:31
11 BERHE Hagos Welay ETH Team Jayco AlUla 00:32
12 OTRUBA Jakub CZE ATT Investments 00:33
13 STÜSSI Colin Chris SUI Team Vorarlberg 00:34
14 PERNSTEINER Hermann AUT Team Felt Felbermayr 00:34

15 PEÑA JIMENEZ Jesus David COL Team Jayco AlUla 00:37

Int. Österreich-Rundfahrt – Tour of Austria Etappe 2

2. Etappe: Maria Taferl – Steyr – 185 Km

1 RIVERA VARGAS Brandon Smith COL INEOS Grenadiers 04:06:36
2 MARCELLUSI Martin ITA VF Group – Bardiani CSF – Faizanè 00:00
3 MEURISSE Xandro BEL Alpecin – Deceuninck 00:00
4 MICHELS Jente BEL Alpecin – Deceuninck 00:00
5 DE PRETTO Davide ITA Team Jayco AlUla 00:00
6 PELLIZZARI Giulio ITA VF Group – Bardiani CSF – Faizanè 00:00
7 ULISSI Diego ITA UAE Team Emirates 00:00
8 MAJKA Rafal POL UAE Team Emirates 00:00
9 STÜSSI Colin Chris SUI Team Vorarlberg 00:00
10 CHRISTEN Jan SUI UAE Team Emirates 00:00

11 PEÑA JIMENEZ Jesus David COL Team Jayco AlUla 00:00
12 DINA Márton HUN ATT Investments 00:00
13 GROßSCHARTNER Felix AUT UAE Team Emirates 00:00
14 SCHÖNBERGER Sebastian AUT Team Felt Felbermayr 00:00

15 MAIRE Adrien FRA TDT – Unibet Cycling Team 00:00

Gesamt:

1 RIVERA VARGAS Brandon Smith COL INEOS Grenadiers 07:49:00
2 DE PRETTO Davide ITA Team Jayco AlUla 00:07
3 GROßSCHARTNER Felix AUT UAE Team Emirates 00:08
4 MEURISSE Xandro BEL Alpecin – Deceuninck 00:08
5 SHEFFIELD Magnus USA INEOS Grenadiers 00:08
6 MARCELLUSI Martin ITA VF Group – Bardiani CSF – Faizanè 00:10
7 CHRISTEN Jan SUI UAE Team Emirates 00:12
8 MICHELS Jente BEL Alpecin – Deceuninck 00:13
9 ULISSI Diego ITA UAE Team Emirates 00:14
10 OTRUBA Jakub CZE ATT Investments 00:15
11 MAIRE Adrien FRA TDT – Unibet Cycling Team 00:16
12 DUNBAR Edward IRL Team Jayco AlUla 00:17
13 PELLIZZARI Giulio ITA VF Group – Bardiani CSF – Faizanè 00:17
14 STÜSSI Colin Chris SUI Team Vorarlberg 00:19
15 TOLIO Alex ITA VF Group – Bardiani CSF – Faizanè 00:20

Großschartner sprintet in Steyr aufs Podest der Gesamtwertung!
Die Österreicher präsentierten sich heute auf der 2. Etappe der Tour of Austria in toller Form: Felix Großschartner schaffte es beim Etappensieg des Kolumbianers Brandon Rivera, dem neuen Gesamtführenden, auf den dritten Platz in der Gesamtwertung. Mannschaftlich stark zeigten sich Zoidl, Pernsteiner und Schönberger von Felt-Felbermayr, aktivster Fahrer vor einer tollen Zuschauerkulisse in Steyr wurde Hrinkow-Profi Maximilian Kabas.

137 Fahrer aus 23 Nationen nahmen heute die 2. Etappe der Tour of Austria von Nieder- nach Oberösterreich in Angriff. Über 184,5 Kilometer und schwere 2.257 Höhenmeter wurde bei der Wallfahrtsbasilika Maria Taferl im Nibelungengau gestartet. Die Route führte bei Melk über die Donaubrücke, dann weiter durch das Mostviertel nach Waidhofen/Ybbs. Über Weyer dann ins Ennstal in Oberösterreich. Nach Losenstein näherten sich die Radprofis der Sportstadt Steyr, wo zum fünften Mal eine Etappe der Österreich Rundfahrt endete. Danach kam es zum Showdown auf der finalen, 25 Kilometer langen Schlussrunde mit dem steilen Porscheberg, von wo es rund fünf Kilometer ins Ziel der 1.000-jährigen Stadt ging.

Massensturz gleich nach dem Start
Unmittelbar nach dem offiziellen Start nach vier Kilometern ereignete sich entlang der Donau ein Massensturz, in den auch der Gesamtführende Max Walscheid (Jayco AlUla) verwickelt war. Der Deutsche wurde wie der 23-jährige Joran Wyseure von Alpecin-Deceuninck und der Deutsche Joshua Huppertz (Lotto Kern-Haus) für Untersuchungen ins Krankenhaus gebracht. Besonders bitter für die Heimmannschaft Hrinkow Advarics: Nur ein Profi des Teams war nicht betroffen, gleich zwei Räder hatten Totalschaden. Jonas Rapp, der Glocknerkönig des Vorjahres, erlitt eine Handverletzung, konnte aber wie alle anderen weiterfahren. Sofort neutralisierte die Rennleitung das Rennen und alle betroffenen Fahrer wurden medizinisch versorgt. Nach rund einer Stunde wurde das Rennen nach einer 5km-Neutralisation in Melk neu gestartet. „Die Rettungskette hat sehr gut funktioniert. Zu Beginn der Etappe herrschte starker Rückenwind, der für zusätzliche Hektik im Feld sorgte. Rund 30 Fahrer waren in den Sturz involviert“, beschreibt Tour Direktor Thomas Pupp die Vorgänge. Der neue virtuelle Gesamtführende hieß zu diesem Zeitpunkt Filippo Ganna.

Hrinkow-Profi Kabas lange in der Spitze
Nach dem Re-Start verabschiedeten sich bei starkem Seitenwind sieben Fahrer, die bei der ersten Sprintwertung in Wieselburg nach rund 46 Kilometern bereits 2:30 Minuten Vorsprung hatten. Mit dabei waren auch die Österreicher Maximilian Kabas von Hrinkow Advarics und erneut Tim Wafler (Tirol KTM Cycling), der bereits gestern lange in der Spitze fuhr. Hinauf zur Bergwertung St. Leonhard verloren zwei Fahrer, darunter auch Tim Wafler, den Anschluss an die Spitze. Rund 90 Kilometer vor dem Ziel zur Halbzeit beim Übergang nach Oberösterreich reduzierte das Feld, wo die Fahrer von UAE Emirates vor allem für Tempo sorgten, den Rückstand auf unter zwei Minuten. Nach der Laussa Richtung Steyr entwickelte sich ein richtiges Verfolgungsrennen und der Vorsprung der Spitze schmolz kontinuierlich. Durch die harte Tempoarbeit wurde das Peloton auch immer kleiner.

Kolumbianischer Tagessieger schlüpft ins Führungstrikot
Bei der Zieldurchfahrt in Steyr, Kabas – der zum aktivsten Fahrer des Tages gewählt wurde – verlor bei der vorletzten Bergwertung Saaß leider den Anschluss, reduzierte sich der Vorsprung aufs immer kleiner werdende Feld auf unter eine Minute. Die Entscheidung sollte beim maximal 16,9 Prozent steilen Porscheberg kurz vor dem Ziel fallen. Das Team Vorarlberg holte die letzten Fluchtgefährten ein und das Rennen ging ins Finale. Giro-Held Giulio Pellizzari attackierte als Erster, kam aber nicht weg. Dann nahm Felix Großschartner das Heft in die Hand. Er gewann zwar die letzte Bergwertung am Porscheberg, doch auch er kam nicht weg. So sprintete eine 22 Mann starke Spitzengruppe um den Tagessieg, wo sich Ineos-Grenadiers-Profi Brandon Rivera seinen ersten Saisonsieg holte: „Ich war schon im letzten Jahr bei der Tour of Austria, die Stimmung und das Rennen sind einzigartig. Ich freue mich über diesen tollen Sieg und über mein erstes Führungstrikot überhaupt!“ Auf den zweiten Platz sprintete Bardiani-Profi Martin Marcellusi vor Bergptrikotträger Xandro Meurisse. Als bester Österreicher kam Felix Großschartner unmittelbar vor Sebastian Schönberger ins Ziel. Apropos, dessen Team Felt-Felbermayr bot eine starke mannschaftliche Leistung: Denn neben Schönberger erreichten auch Riccardo Zoidl und Hermann Pernsteiner mit der Spitze das Ziel.

Felix Großschartner neuer Gesamtdritter
In der Gesamtwertung schaffte UAE-Profi Felix Großschartner dann als Dritter den Sprung aufs Podest. Er liegt acht Sekunden hinter Rivera und nur eine Sekunde hinter dem Zweiten, dem gestrigen Etappensieger Davide De Pretto. „Mit der Attacke am Porscheberg hab ich es probiert, aber ich kam nicht weg. Die Stimmung war genial heute, so viele Leute haben meinen Namen geschrien. Morgen geht die Tour so richtig los. Aber super ist, das Team fährt in der Gesamtwertung für mich!“

Morgen erste Bergankunft in St. Johann in Salzburg / Promiauflauf
Die morgige dritte Etappe der Tour of Austria startet um 11:20 Uhr im Ski-Mekka Schladming in der Steiermark. Über Ramsau wird eine Eröffnungsrunde wieder zurück nach Schladming gefahren. Dort werden am Streckenrand auch Langlaufstar Mika Vermeulen und Radprofi Carina Schrempf erwartet. Die 153,1 Kilometer lange, mit 2.855 Höhenmetern gespickte Strecke verläuft dann über Filzmoos in den Salzburger Pongau, wo es nach rund 60 Kilometern in Altenmarkt die erste Sprintwertung gibt. Über Wagrain geht es zum ersten Mal nach St. Johann in Salzburg, wo nach der Bergwertung Buchberg – mit Blick auf die Paul Ausserleitner Schanze – die Sprintwertung in der Fußgängerzone in Bischofshofen folgt. Danach kommt es zu einer heftigen 70 Kilometer langen Schlussrunde: der gefürchtete Dientner Sattel und der steile Anstieg in Schwarzach mit einer Sprintwertung, ehe die Schlusssteigung nach Alpendorf, zum 14. Mal Etappenort der Ö-Tour, die Entscheidung um den Tagessieg bringt. Das Ziel am Fuße des Geisterberges liegt heuer auf Höhe der Oberforsthofalm, rund 200 Meter weiter oben als bei den vergangenen Ankünften. Der Zieleinlauf wird ab 15:00 Uhr erwartet.

In St. Johann in Salzburg werden morgen wieder zahlreiche Promis erwartet, wie die Skistars Mirjam und Joachim Puchner, Snowboarder Andreas Prommegger, Skicrosser Adam Kappacher, die Fußball-Legende Andreas Herzog und Ex-Radprofi Paco Wrolich.

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Pressekontakt:
MR PR – Martin Roseneder
eMail: martin@mr-pr.at
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Colin Stüssi bringt sich mit Rang neun auf zweiter Etappe der Tour of Austria UCI 2.1 in Position – Alexander Konychev und Dominik Amann im Sturzpech

Nach dem heutigen Tag müssen viele Fahrer ihre Wunden pflegen. Darunter betroffen leider auch Alexander Konychev, welcher gleich zweimal zu Boden musste, und Dominik Amann. Colin Stüssi wird heute auf der zweiten Etappe von Maria Taferl nach Steyr über 184,5 Kilometer als bester Continental Fahrer super starker Neunter. Er bringt sich somit in Position um die Gesamtwertung, da im hektischen Finale viele Konkurrenten Zeit verloren.

Massensturz und Rennunterbruch nach nur wenigen Kilometern
Vorbei war es mit der niederösterreichischen Idylle bereits nach zehn Kilometer. Ein folgenschwerer Massensturz hinderte das Peloton an der Weiterfahrt, da sämtliche Rettungsdienste die Verletzten versorgen musste. Betroffen auch die beiden Team Vorarlberg Profis Alexander Konychev und Dominik Amann. Zu Bruch ging zum deren Glück nur Material. Sie konnten das Rennen nach einer längeren neutralen Phase fortsetzen.

Stüssi sprintet auf Rang neun in Steyr nach starker Teamvorstellung– Konychev muss wieder zu Boden
Auf der Finalrunde über den Porscheberg behauptet sich der Colin Stüssi bei den Besten und wird im Sprint von zwanzig Spitzenfahrer Neunter. Er wurde perfekt von seinen Team Kollegen in den Berg gefahren. Der Sieger heute vom Team INEOS-Grenadiers Brandon Smith Oliveira. Zweiter Martin Marcellusi (ITA / Bardiani CSF), Dritter der Belgier Xandro Meurisse (Alpecin-Deceuninck). Jannis Peter und Lukas Rüegg folgen in der zweiten kleineren Gruppe.
Alexander Konychev musste heute viel einstecken. Der smarte Italiener musste im Finale nochmals zu Boden und muss behandelt werden. Wird aber das Rennen fortsetzen können.
Colin Stüssi ist nun gesamt 13. Nur wenige Sekunden hinter dem heutigen Etappensieger.

Freitag, ein intensiver Arbeitstag!
Morgen die erste schwere Etappe mit vielen Höhenmeter von WM Ort Schladming über 153 Kilometer nach St. Johann Alpendorf. Erwartet wird ein erstes Kräftemessen der Gesamtklassement Fahrer!

Etappen 73. Tour of Austria:
02.07. Prolog St. Pölten (3 km)
03.07. Bad Tatzmannsdorf – Bad Tatzmannsdorf (177,9 km)
04.07. Maria Taferl – Steyr (184,5 Km)

05.07. Schladming – St. Johann / Alpendorf (153,1 Km)
06.07. St. Johann / Alpendorf – Kals (151,7 Km)
07.07. Kufstein – Kühtai (143,8 Km)

Line-up Team Vorarlberg: Moran Vermeulen, Dominik Amann, Colin Stüssi, Jannis Peter, Lukas Meiler, Alexander Konychev, Lukas Rüegg;

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Superstar Ganna auf Entry List der Österreich Rundfahrt!

Er ist eine der schillerndsten Figuren im internationalen Radsport und kommt erstmals zur Österreich Rundfahrt, die am 2. Juli startet: der zweifache Zeitfahr-Weltmeister, Olympiasieger und Stundenweltrekordhalter Filippo Ganna von Ineos Grenadiers. Auf der Entry List stehen auch Ex-Weltmeister Tobias Foss und der amtierenden Zeitfahr-Europameister Joshua Tarling.

Der Prolog der 73. Tour of Austria in St. Pölten am Dienstag, den 2. Juli, könnte fest in der Hand der britischen WorldTour-Mannschaft Ineos Grenadiers sein. Denn die Top-Zeitfahrer Filippo Ganna, Tobias Foss und Joshua Tarling stehen im Aufgebot. Im Vorjahr dominierte die Equipe die Tour of Austria fast nach Belieben, Jhonatan Narváez war der Etappenhamster und sicherte sich auch überlegen den Gesamtsieg. In diesem Jahr kommt Ineos mit einer Mischung aus arrivierten Profis und Nachwuchsfahrern. Der 20-jährige Brite Joshua Tarling ist dabei ein Paradebeispiel. Im Vorjahr holte er sensationell den Europameistertitel im Zeitfahren und wurde auch bei den Weltmeisterschaften hinter Remco Evenepoel und Filippo Ganna Dritter im Kampf gegen die Uhr. Der Mann fürs Gesamtklassement könnte der 27-jährige Norweger Tobias Foss sein. 2019 gewann er die Tour de L’Avenir und vor zwei Jahren wurde er ebenso Zeitfahr-Weltmeister. Dass er auch ein starker Bergfahrer ist, bewies er heuer mit seinem Etappensieg bei der schweren Tour of the Alps.

Alle Blicke auf Filippo Ganna

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Der 27-jährige Filippo Ganna aus Verbania ist einer der Superstars im internationalen Radsport. Er zählt zu den weltbesten Zeitfahrern auf der Straße und auf der Bahn ist er über die 4.000 Meter und in der Mannschaftsverfolgung fast unschlagbar. 2022 stellte er bei der 4.000m WM-Einzelverfolgung mit 3:59,636 Minuten einen historischen Weltrekord auf. Insgesamt hat er bisher sieben Etappensiege beim Giro d’Italia und einen bei der Vuelta zu Buche stehen. Im Vorjahr verpasste er bei Mailand-San Remo als Zweiter den Triumph nur knapp. Dass er auch ein starker Bergfahrer ist, bewies er beim diesjährigen Giro, wo er als Tempomacher für seinen Kapitän unermüdlich über die hohen Pässe für Tempo sorgte. „Es ist ein Jackpot, dass wir so einen klingenden Namen am Start haben. Ganna wird sich in Österreich auf die Olympischen Spiele vorbereiten, wo er wieder Olympiasieger werden will. Ich bin mir sicher, dass er es auf den Prolog in St. Pölten abgesehen hat“, freut sich Tour Direktor Thomas Pupp auf das Aufgebot von Ineos Grenadiers. Ein starkes Ausrufezeichen setzte auch der erst 20-jährige Giulio Pellizzari von Bardiani CSF bei der Slowenien-Rundfahrt letzte Woche: Der Giro-Aufsteiger holte sich den starken dritten Gesamtplatz!

Bis 72 Stunden vor dem Start der Tour of Austria müssen alle Teams die finalen Fahrer nominieren.

Jayco AlUla mit starken Rookies bei der Tour of Austria
Luke Plapp, dreifacher australischer Meister, und der U23-Europameister von 2022 Felix Engelhardt stehen im vorläufigen Aufgebot des WorldTour-Teams Jayco AlUla für die 73. Tour of Austria, die am kommenden Dienstag in St. Pölten beginnt. Die beiden 23-Jährigen gelten als Offensivkünstler im Peloton.

Wenn Luke Plapp ein Rennen bestreitet, sieht man ihn meist im Angriffsmodus. Wie zuletzt beim Giro d’Italia, wo er einen dritten Etappenplatz, zwei fünfte und einen siebenten verbuchte. Erst vor zwei Jahren wurde er festes Mitglied bei Ineos Grenadiers und holte in seinem ersten Profijahr Top-Ergebnisse bei großen Rundfahrten, wie Rang drei bei der Norwegen-Rundfahrt oder Platz neun bei der Tour de Romandie. Seit heuer ist er bei seiner Heimmannschaft Jayco AlUla unter Vertrag und überzeugte neben tollen Ergebnissen beim Giro auch mit Rang sechs bei Paris-Nizza. „Luke Plapp verkörpert den offensiven Typen eines Radprofis und ich traue dem starken Bergfahrer bei der Tour of Austria viel zu“, sagt Tour Direktor Thomas Pupp.

Ex-Tirol-Profi und Vorjahresdritte am Start
Noch mehr dürfte sich Pupp über den Start seines ehemaligen Schützlings Felix Engelhardt aus Deutschland freuen. Von 2009 bis 2023 fuhr Felix bei Pupps Mannschaft KTM Cycling Team und holte in der Zeit auch seinen größten Erfolg, als er 2022 U23-Europameister auf der Straße wurde. Bereits im Vorjahr bestritt der 23-Jährige die Tour of Austria und holte in Steyr einen starken zweiten Etappenplatz hinter seinem Ex-Teamkollegen Matteo Sobrero. Weiters im Jayco-Aufgebot stehen der 27-jährige Ire Eddie Dunbar, vor zwei Jahren Gesamtsieger der Ungarn-Rundfahrt, und der Vorjahresdritte Jesus David Pena aus Kolumbien!

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Critérium du Dauphiné – 7. und 8. Etappe:

7. Etappe: Albertville – Samoëns 1600 – 145 Km

1 ROGLIC Primoz SLO BORA-hansgrohe 04:29:16
2 JORGENSON Matteo USA Team Visma | Lease a Bike 00:00
3 CICCONE Giulio ITA Lidl-Trek 00:02
4 LAZKANO Oier ESP Movistar Team 00:02
5 GEE Derek CAN Israel-Premier Tech 00:02
6 RODRIGUEZ Carlos ESP INEOS Grenadiers 00:08
7 BUITRAGO Santiago COL Bahrain Victorious 00:14
8 DE PLUS Laurens BEL INEOS Grenadiers 00:14
9 VLASOV Aleksandr RUS BORA-hansgrohe 00:14
10 LANDA Mikel ESP Soudal Quick-Step 00:33
11 ROMO Javier ESP Movistar Team 00:33
12 MEINTJES Louis RSA Intermarché-Wanty 01:43
13 EVENEPOEL Remco BEL Soudal Quick-Step 01:46
14 GAUDU David FRA Groupama-FDJ 02:18
15 SCOTSON Callum AUS Team Jayco-AlUla 02:23

Zwei von zwei: Primož Roglič gewinnt zweite Bergankunft und baut Führung in der Dauphiné aus

Ein déjà-vu beim Critérium du Dauphiné: Wie bereits gestern, gewinnt Primož Roglič auch die heutige Bergankunft – und erneut nach einer starken Teamvorstellung. Er setzte sich im Skiort Samoëns 1600 im Sprint gegen Matteo Jorgenson durch. In der Gesamtwertung baute Roglič seinen Vorsprung aus und führt nach sieben Etappen mit 1:02 Minuten. Aleks Vlasov liegt vor dem Schlusstag auf dem 4. Platz.
Mit dem Gewinn der Königsetappe führt Roglič weiterhin in der Punktewertung und übernahm zusätzlich auch das Trikot des besten Kletterers. Auch die Mannschaftswertung führt BORA – hansgrohe an.

Primož Roglič: „Heute ging es uns eigentlich gar nicht darum, die Etappe zu gewinnen. Aber wir wollten vom ersten Kilometer an die Kontrolle übernehmen, und das haben alle meine Teamkollegen getan. Jeder Einzelne von ihnen! Die Jungs haben alle einen tollen Job gemacht. Ich habe mich darauf konzentriert, sicher zu bleiben, und das war bei den Bedingungen nicht einfach. Aber am Ende hatte ich die Beine, um den Job zu beenden. Morgen ist wieder ein sehr harter Tag.“

BORA – hansgrohe übernahm in kompletter Mannschaftsstärke die Kontrolle im Feld und hielt den Abstand zu einer großen Führungsgruppe konstant. 45 Kilometer vor dem Ziel begann Marc Soler von der Spitze des Rennens eine Solofahrt. An der Einfahrt zum 10-Kilometer-langen Schlussanstieg betrug sein Vorsprung immer noch mehr als vier Minuten auf die Verfolger um Primož Roglič.
Nachdem Nico Denz, Marco Haller und Bob Jungels mehr als 140 Kilometer gearbeitet haben, erhöhten zunächst Matteo Sobrero und später Jai Hindley in der ersten Hälfte des Anstiegs das Tempo. Fünf Kilometer vor dem Ziel war der Vorsprung halbiert und nur noch ein Dutzend Fahrer in der Favoritengruppe. Aleks Vlasov erhöhte dann die Schlagzahl noch einmal, stellte Soler und drückte bis 600 Meter vor dem Ziel dem Rennen erneut seinen Stempel auf. Dann begann der Kampf um den Tagessieg. Am 250-Meter-Schild begann Roglič seinen Sprint und holte sich im Gelben Trikot den Tagessieg.

8. Etappe: Thônes – Plateau des Glières – 152 Km

1 RODRIGUEZ Carlos ESP INEOS Grenadiers 04:18:02
2 JORGENSON Matteo USA Team Visma | Lease a Bike 00:00
3 GEE Derek CAN Israel-Premier Tech 00:15
4 DE PLUS Laurens BEL INEOS Grenadiers 00:35
5 BUITRAGO Santiago COL Bahrain Victorious 00:35
6 ROGLIC Primoz SLO BORA-hansgrohe 00:48
7 CICCONE Giulio ITA Lidl-Trek 00:48
8 EVENEPOEL Remco BEL Soudal Quick-Step 00:58
9 VLASOV Aleksandr RUS BORA-hansgrohe 00:58
10 LANDA Mikel ESP Soudal Quick-Step 01:10
11 LAZKANO Oier ESP Movistar Team 01:22
12 ROMO Javier ESP Movistar Team 02:04
13 HAIG Jack AUS Bahrain Victorious 02:04
14 SCOTSON Callum AUS Team Jayco-AlUla 02:04
15 MEINTJES Louis RSA Intermarché-Wanty 02:06

Endstand:

1 ROGLIC Primoz SLO BORA-hansgrohe 25:35:40
2 JORGENSON Matteo USA Team Visma | Lease a Bike 00:08
3 GEE Derek CAN Israel-Premier Tech 00:36
4 RODRIGUEZ Carlos ESP INEOS Grenadiers 01:00
5 DE PLUS Laurens BEL INEOS Grenadiers 02:04

6 VLASOV Aleksandr RUS BORA-hansgrohe 02:06
7 EVENEPOEL Remco BEL Soudal Quick-Step 02:25
8 CICCONE Giulio ITA Lidl-Trek 02:54
9 LAZKANO Oier ESP Movistar Team 02:54
10 LANDA Mikel ESP Soudal Quick-Step 04:13
11 BUITRAGO Santiago COL Bahrain Victorious 04:28
12 ROMO Javier ESP Movistar Team 05:53
13 SCOTSON Callum AUS Team Jayco-AlUla 06:04
14 MEINTJES Louis RSA Intermarché-Wanty 06:57
15 GAUDU David FRA Groupama-FDJ 11:10
16 HAIG Jack AUS Bahrain Victorious 12:12
17 SOLER Marc ESP UAE Team Emirates 12:47
18 SEPULVEDA Eduardo ARG Lotto Dstny 13:36
19 MARTIN Guillaume FRA Cofidis 14:32
20 HINDLEY Jai AUS BORA-hansgrohe 16:29

Primož Roglič gewinnt das Critérium du Dauphiné 2024

Das Critérium du Dauphiné war als Generalprobe für die Tour de France gedacht und dieser Probelauf ist gelungen. Primož Roglič hat das Etappenrennen gewonnen. Für Roglič ist es der erste Rundfahrtsieg des Jahres. Für BORA – hansgrohe ist es der erste Sieg bei der Dauphiné.
Als zweifacher Etappensieger legte er in den letzten beiden Tagen den Grundstein, um das Gelbe Trikot des Gesamtsiegers und das Grüne Trikot des Punktbesten heimzubringen. Darüber hinaus gewinnt BORA – hansgrohe auch die Mannschaftswertung und unterstreicht damit die Geschlossenheit im Team vor dem Saisonhöhepunkt.

Primož Roglič: „Es ist verrückt, die Dauphiné zu gewinnen. Ich bin mit einem Vorsprung in den Tag gestartet und konnte ein bisschen spielen, aber am Ende musste ich alles geben, um zu gewinnen. Ich habe unter den Anstrengungen der letzten drei Tage gelitten. Es war knapp, aber es hat zu meinen Gunsten geklappt. Ich möchte diesen Moment genießen, denn so ein Rennen gewinnt man nicht jeden Tag.“

Zur Schlussetappe war noch einmal eine Bergankunft vorgesehen. Nach 160 Kilometern bildete das Finale auf dem Plateau des Glières den Schlusspunkt. Ausgestattet mit dem Gelben Trikot übernahm BORA – hansgrohe erneut die Verantwortung im Feld und kontrollierte den ganzen Tag über eine große Ausreißergruppe. 5 Kilometer vor dem Ziel wurde es spannend: Carlos Rodriguez attackierte und konnte sich mit dem Zweitplatzierten Matteo Jorgenson und dem Drittplatzierten Derek Gee von Primož Roglič absetzen. Während Rodriguez um den Tagessieg kämpfte, entbrannte zwischen Jorgenson und Roglič ein Sekundenkampf um das Gelbe Trikot. Jorgenson wurde Tageszweiter – Roglič erreichte das Ziel auf Rang 6 und gewinnt das Critérium du Dauphiné mit einem Vorsprung von 8 Sekunden.

Interview Rolf Aldag
Kurz nach dem Gewinn des Critérium du Dauphiné haben wir mit Rolf Aldag, Head of Sports bei BORA – hansgrohe, gesprochen. Er hat nicht nur die Rundfahrt als Sportdirektor begleitet, sondern ist auch mit dem Dauphiné-Team gleich in das nächste Höhentrainingslager weitergereist.

Welche Atmosphäre spürst Du im Team nach der Dauphiné?

“Die Stimmung ist gut. Direkt nach der Rundfahrt merkte man schon, wie physisch anspruchsvoll die Woche war. Gefühlt sind alle Fahrer etwas müde und erst einmal mit Mittagsschlaf beschäftigt. Dieser Tag danach diente der Regeneration und die nutzt jeder Fahrer unterschiedlich: Primož und Bob sind zum Beispiel mit dem Rad hoch in unsere Basis gefahren – andere haben sich entschieden, locker auf der Rolle zu fahren. Und jetzt geht es hier oben im Höhentrainingslager weiter.”

Acht Tage Dauphiné waren eine Achterbahn und am Ende wurde es noch einmal spannend. Wie hast Du die letzten 5 Kilometer des Rennens erlebt?

“Die letzten 5 Rennkilometer waren natürlich sehr interessant. Im Auto hinter dem Feld sind unsere Informationen häufig auf die Durchsagen von Radio Tour begrenzt. Wir können noch Details an die Fahrer weitergeben, versuchen zu motivieren und zu animieren. Aber im eigentlichen Finale sind wir nur Zeuge dessen, was passiert. In dem Fall war es nicht notwendig, große Streckeninformationen an Primoz zu geben. Wir wussten, dass die letzten 2,5 Kilometer leichter werden: eine kurze Abfahrt, den Schwung mitnehmen. Also drücken wir Rodriguez ein bisschen die Daumen, dass er den Sprint gegen Jorgensen gewinnt und so 4 Sekunden Zeitbonifikation Unterschied zu unseren Gunsten macht. Und wenn man mal in aller Ruhe bis acht zählt, dann können 8 Sekunden lang sein.”

Kam dieser Erfolg genau zum richtigen Zeitpunkt?

„Jeder Erfolg ist immer gut. Es ist eine Bestätigung für die Prozesse bei uns im Team. Die Dauphiné gewinnt man nicht jeden Tag. Sie ist, wie die Tour de Suisse oder auch Tirreno-Adriatico und Paris-Nizza, ein sehr bedeutsames Rennen. Insofern ist ein Sieg immer gut für die Motivation, für die Moral im Team. Für uns überwiegt aber fast, dass dieser schöne Erfolg unseren Weg Richtung Tour de France bestätigt. Es ist wichtig, dass wir kurz vor der Tour nicht alles infrage stellen müssen. Wir wissen jetzt sehr genau, wo wir stehen.“

Oft hat die Teamwertung nicht den größten Wert. Wie schätzt Du es mit Blick auf das Team-Building ein, dass alle 7 Fahrer bei der Dauphiné auf dem Podium standen?

„Die Teamwertung zu gewinnen und mit 7 Fahrern auf dem Podium zu sein, ist etwas Schönes. Es ist mehr oder weniger eine Begleiterscheinung, aber als Team braucht es eben auch jedes Mal drei Fahrer für die Zeitnahme, die in die Mannschaftswertung einfließen. Der Gewinn dieser Wertung zeigt, dass wir in der Spitze drei Fahrer haben, die weit vorne mitfahren können. Bei der Dauphiné wurde die Zeit nicht über Ausreißergruppen gemacht, die 20 Minuten nehmen. Hier waren es immer die Besten gegen die Besten. Dann mit sieben Minuten das Mannschaftsklassement zu gewinnen und gemeinsam auf dem Podium zu stehen, war schon sehr schön. Auch weil einige Fahrer selten die Möglichkeit haben, auf dem Podium bei einem WorldTour-Rennen zu stehen.“

In knapp zwei Wochen startet die Tour. Woran kann in dieser Schlussphase noch gearbeitet werden?

„Von der Grundaufstellung sind wir da und müssen uns keine großen Gedanken machen. Gesund bleiben, ist superwichtig. Heile bleiben, ist superwichtig. Wir arbeiten weiter fokussiert an Details. Details verbessern, das geht immer und das darf man nie zu leichtnehmen. Als allererstes geht es nach der Dauphiné darum, sich zu erholen. Auch wenn wir noch weiter einen Aufwärtstrend machen wollen, müssen wir jetzt ersteinmal Luft holen und ein paar Tage vorbeiziehen lassen, um alle Fahrer wieder mental und körperlich frisch werden zu lassen.“

Giro d’Italia – 14. Etappe

Castiglione delle Stiviere – Desenzano del Garda – ITT – 31 Km


Plomi Foto

1 GANNA Filippo ITA INEOS Grenadiers 00:35:02
2 POGACAR Tadej SLO UAE Team Emirates 00:29
3 ARENSMAN Thymen NED INEOS Grenadiers 01:07
4 THOMAS Geraint GBR INEOS Grenadiers 01:14

5 PLAPP Lucas AUS Team Jayco-AlUla 01:18
6 TIBERI Antonio ITA Bahrain Victorious 01:19
7 O’CONNOR Ben AUS Decathlon AG2R La Mondiale 01:25
8 FOSS Tobias NOR INEOS Grenadiers 01:26
9 BJERG Mikkel DEN UAE Team Emirates 01:28
10 AFFINI Edoardo ITA Team Visma | Lease a Bike 01:30
11 MILESI Lorenzo ITA Movistar Team 01:32
12 SHEFFIELD Magnus USA INEOS Grenadiers 01:35
13 HOOLE Daan NED Lidl-Trek 01:39
14 MARTINEZ Daniel COL BORA-hansgrohe 01:45
15 WALSCHEID Max GER Team Jayco-AlUla 01:48

16 CERNÝ Josef CZE Soudal Quick-Step 01:56
17 TRATNIK Jan SLO Team Visma | Lease a Bike 02:00
18 VAN DIJKE Tim NED Team Visma | Lease a Bike 02:04
19 SCHACHMANN Max GER BORA-hansgrohe 02:05
20 HEPBURN Michael AUS Team Jayco-AlUla 02:06
21 STEINHAUSER Georg GER EF Education-EasyPost 02:07
22 TRENTIN Matteo ITA Tudor Pro Cycling Team 02:09
23 SÜTTERLIN Jasha GER Bahrain Victorious 02:17
24 ZANA Filippo ITA Team Jayco-AlUla 02:32
25 PARET-PEINTRE Aurélien FRA Decathlon AG2R La Mondiale 02:33
26 CARUSO Damiano ITA Bahrain Victorious 02:33
27 MULLEN Ryan IRL BORA-hansgrohe 02:34
28 DE BOD Stefan RSA EF Education-EasyPost 02:36
29 COSTIOU Ewen FRA ARKEA-B&B HOTELS 02:41
30 WARBASSE Lawrence USA Decathlon AG2R La Mondiale 02:45

Gesamt:

1 POGACAR Tadej SLO UAE Team Emirates 50:00:09
2 THOMAS Geraint GBR INEOS Grenadiers 03:41
3 MARTINEZ Daniel COL BORA-hansgrohe 03:56

4 O’CONNOR Ben AUS Decathlon AG2R La Mondiale 04:35
5 TIBERI Antonio ITA Bahrain Victorious 05:17
6 ARENSMAN Thymen NED INEOS Grenadiers 06:30
7 ZANA Filippo ITA Team Jayco-AlUla 07:26
8 BARDET Romain FRA Team dsm-firmenich PostNL 07:52
9 FORTUNATO Lorenzo ITA Astana Qazaqstan Team 08:40
10 BAUDIN Alex FRA Decathlon AG2R La Mondiale 08:56
11 RUBIO Einer COL Movistar Team 09:05
12 STORER Michael AUS Tudor Pro Cycling Team 09:11
13 HIRT Jan CZE Soudal Quick-Step 09:41
14 POZZOVIVO Domenico ITA VF Group-Bardiani CSF-Faizanè 12:11
15 CHAVES Esteban COL EF Education-EasyPost 14:04
16 PIGANZOLI Davide ITA Team Polti Kometa 14:11
17 GESCHKE Simon GER Cofidis 17:35
18 PARET-PEINTRE Aurélien FRA Decathlon AG2R La Mondiale 18:15
19 ALEOTTI Giovanni ITA BORA-hansgrohe 19:07
20 LOPEZ Juan Pedro ESP Lidl-Trek 20:01

Giro d’Italia – 1. Etappe:

Venaria Reale – Torino – 136 Km

1 NARVAEZ Jhonnatan ECU INEOS Grenadiers 03:14:23
2 SCHACHMANN Max GER BORA-hansgrohe 00:00

3 POGACAR Tadej SLO UAE Team Emirates 00:00
4 BAUDIN Alex FRA Decathlon AG2R La Mondiale 00:06
5 CONCI Nicola ITA Alpecin-Deceuninck 00:10
6 HERMANS Quinten BEL Alpecin-Deceuninck 00:10
7 VANSEVENANT Mauri BEL Soudal Quick-Step 00:10
8 TIBERI Antonio ITA Bahrain Victorious 00:10
9 VALTER Attila HUN Team Visma | Lease a Bike 00:10
10 THOMAS Geraint GBR INEOS Grenadiers 00:10
11 GANNA Filippo ITA INEOS Grenadiers 00:10

12 CARUSO Damiano ITA Bahrain Victorious 00:10
13 MARTINEZ Daniel COL BORA-hansgrohe 00:10
14 UIJTDEBROEKS Cian BEL Team Visma | Lease a Bike 00:10
15 DUNBAR Edward IRL Team Jayco-AlUla 00:10
16 HONORE Mikkel DEN EF Education-EasyPost 00:10
17 ALAPHILIPPE Julian FRA Soudal Quick-Step 00:10
18 CHAVES Esteban COL EF Education-EasyPost 00:10
19 O’CONNOR Ben AUS Decathlon AG2R La Mondiale 00:10
20 PELLIZZARI Giulio ITA VF Group-Bardiani CSF-Faizanè 00:10
21 RUBIO Einer COL Movistar Team 00:10
22 LUTSENKO Alexey KAZ Astana Qazaqstan Team 00:10
23 LOPEZ Juan Pedro ESP Lidl-Trek 00:20
24 PARET-PEINTRE Aurélien FRA Decathlon AG2R La Mondiale 00:20
25 HIRT Jan CZE Soudal Quick-Step 00:20
26 FORTUNATO Lorenzo ITA Astana Qazaqstan Team 00:24
27 TRATNIK Jan SLO Team Visma | Lease a Bike 00:27
28 ZANA Filippo ITA Team Jayco-AlUla 00:27
29 ALEOTTI Giovanni ITA BORA-hansgrohe 00:47
30 STORER Michael AUS Tudor Pro Cycling Team 00:47

Gelungener Start beim Giro: Maximilian Schachmann wird Zweiter in einem packenden Finale

Die Italien-Rundfahrt begann mit einer 140 km langen Etappe von Venaria Reale nach Turin. Auf der relativ kurzen Strecke waren zwei längere Berge zu bezwingen, bevor im Finale dann noch eine kurze, aber sehr steile Rampe wartete.

Maximilian Schachmann zeigte heute seine Stärke und sein taktisches Geschick, um in den entscheidenden Momenten des Rennens präsent zu sein.

Im letzten Anstieg startete Tadej Pogačar eine entschlossene Attacke und wurde nur von Jhonathan Narváez begleitet. Maximilian, der zuvor eine Attacke gestartet hatte und damit etwas Vorsprung gewonnen hatte, konnte dem Duo folgen. Er erreichte die Spitze nur einige Sekunden hinter Pogacar und Narvaez, der nun zögerte, das Tempo vorzugeben. Maximilian nutzte die Abfahrt geschickt, um erneut aufzuschließen, und es kam zu einem packenden Dreiersprint, bei dem er den zweiten Platz knapp hinter dem kolumbianischen Tagessieger belegte.

Maximilian Schachmann:
„Das Finale begann auf dem ersten Abschnitt des San-Vito-Anstiegs, wo das Rennen unglaublich schnell war. Zu diesem Zeitpunkt dachte ich, dass ich den längeren Anstieg nicht überleben würde, aber ich sah, dass alle anderen bereits an ihrer Grenze waren. Eigentlich hatte ich erwartet, dass das Tempo auf dem langen Anstieg höher sein würde, aber das war nicht der Fall. Ich fühlte mich nicht großartig, aber doch ziemlich gut. Nach dem Anstieg sah ich, dass nur noch Majka vor Pogačar in Führung lag. Also dachte ich, vielleicht sollte ich einfach loslegen! Pogačar schoss wie eine Rakete den Anstieg nach San Vito hinauf, und ich war froh, dass ich kurz darauf wieder zu ihnen aufschließen konnte. Ich weiß, dass er und Narváez beide schnell sind und wirklich explosiv sein können, also wusste ich, dass es nicht unbedingt einfach werden würde. Ich bin mit dem zweiten Platz zufrieden und freue mich, wieder im Rennen zu sein.“

Enrico Gasparotto, Sportlicher Leiter:
„Für uns war die heutige erste Etappe des Giro ein guter Tag. Die Fahrer konnten den Plan umsetzen, den wir für den Tag gemacht hatten. Wir wollten Max, Dani und möglicherweise auch Florian in einer reduzierten Spitzengruppe haben. Florian hatte jedoch keinen sehr guten Tag, aber wir wissen, dass das am ersten Tag einer Grand Tour zu erwarten ist. Max spielte seine Karten wirklich gut aus, als er versuchte, den Angriffen zuvorzukommen und kurz vor dem letzten Anstieg angriff. Er ging dann bis zum Finale mit Pogačar und Narvaez. Wir waren wirklich nah dran, das rosa Trikot zu holen, aber Hut ab vor Narvaez. Trotzdem ist es ein solider Start für uns.“

Tour de Romandie – Etappen 4 und 5

4. Etappe: Saillon – Leysin – 159 Km


Richard Carapaz (Plomi Foto)

1 CARAPAZ Richard ECU EF Education-EasyPost 04:06:03
2 LIPOWITZ Florian GER BORA-hansgrohe 00:00
3 RODRIGUEZ Carlos ESP INEOS Grenadiers 00:10

4 MAS Enric ESP Movistar Team 00:14
5 VLASOV Aleksandr RUS BORA-hansgrohe 00:14
6 BERNAL Egan COL INEOS Grenadiers 00:27

7 VAN WILDER Ilan BEL Soudal Quick-Step 00:31
8 GEOGHEGAN HART Tao GBR Lidl-Trek 00:40
9 GAUDU David FRA Groupama-FDJ 00:41
10 RODRIGUEZ Cristian ESP ARKEA-B&B HOTELS 00:44
11 AYUSO Juan ESP UAE Team Emirates 00:44
12 MARTINEZ Lenny FRA Groupama-FDJ 00:46
13 YATES Simon GBR Team Jayco-AlUla 00:49
14 VANHOUCKE Harm BEL Lotto Dstny 01:04
15 YATES Adam GBR UAE Team Emirates 01:06

5. Etappe: Vernier – Vernier – 151 Km

1 GODON Dorian FRA Decathlon AG2R La Mondiale 03:22:00
2 CONSONNI Simone ITA Lidl-Trek 00:00
3 SMITH Dion NZL Intermarché-Wanty 00:00
4 VAN DIJKE Tim NED Team Visma | Lease a Bike 00:00
5 ARANBURU Alex ESP Movistar Team 00:00
6 NYS Thibau BEL Lidl-Trek 00:00
7 VENTURINI Clément FRA ARKEA-B&B HOTELS 00:00
8 MENTEN Milan BEL Lotto Dstny 00:00
9 GRUEL Thibaud FRA Groupama-FDJ 00:00
10 VERMEERSCH Gianni BEL Alpecin-Deceuninck 00:00
11 VENDRAME Andrea ITA Decathlon AG2R La Mondiale 00:00
12 EDDY Patrick AUS Team dsm-firmenich PostNL 00:00
13 CHRISTEN Jan SUI UAE Team Emirates 00:00
14 GOVEKAR Matevz SLO Bahrain Victorious 00:00
15 ADRIÀ Roger ESP BORA-hansgrohe 00:00

Endstand:

1 RODRIGUEZ Carlos ESP INEOS Grenadiers 15:44:46
2 VLASOV Aleksandr RUS BORA-hansgrohe 00:07
3 LIPOWITZ Florian GER BORA-hansgrohe 00:09

4 VAN WILDER Ilan BEL Soudal Quick-Step 00:21
5 AYUSO Juan ESP UAE Team Emirates 00:27
6 MAS Enric ESP Movistar Team 00:38
7 CARAPAZ Richard ECU EF Education-EasyPost 00:49
8 MARTINEZ Lenny FRA Groupama-FDJ 00:52
9 GEOGHEGAN HART Tao GBR Lidl-Trek 01:02
10 BERNAL Egan COL INEOS Grenadiers 01:23
11 YATES Simon GBR Team Jayco-AlUla 01:35
12 RODRIGUEZ Cristian ESP ARKEA-B&B HOTELS 01:39
13 YATES Adam GBR UAE Team Emirates 01:40
14 GAUDU David FRA Groupama-FDJ 01:48
15 DE LA CRUZ David ESP Q36.5 Pro Cycling Team 02:19
16 VANHOUCKE Harm BEL Lotto Dstny 02:45
17 MARTIN Guillaume FRA Cofidis 02:46
18 SIVAKOV Pavel FRA UAE Team Emirates 02:51
19 HOWSON Damien AUS Q36.5 Pro Cycling Team 03:28
20 STAUNE-MITTET Johannes NOR Team Visma | Lease a Bike 03:43

Mit den Plätzen 2 und 3 der Gesamtwertung schließt BORA – hansgrohe die Tour de Romandie ab. Aleksandr Vlasov (2. mit 7 Sekunden Rückstand) und Florian Lipowitz (3. mit 9 Sekunden Rückstand) rahmen auf dem Schlusspodium den Gewinner Carlos Rodriguez ein.


Aleks Vlasov (Plomi Fotos)

Vlasov unterstreicht seine zuverlässig gute Form bei den WorldTour-Rundfahrten dieser Saison. Nach Platz 5 bei Paris-Nizza und Platz 4 in Katalonien gelang nun der Sprung auf das Podium. Mit dem Selbstbewusstsein einer erfolgreichen ersten Saisonhälfte geht Vlasov jetzt in eine mehrwöchige Rennpause – der Aufbau für die Tour de France beginnt.

Während ein Podiumsresultat für Vlasov das erklärte Ziel für die Tour de Romandie war, stand bei Florian Lipowitz die Vorbereitung auf sein Grand Tour-Debüt im Fokus. Für den Youngster war die Rundfahrt erst das dritte Etappenrennen auf WorldTour-Niveau überhaupt. Entsprechend defensiv war die Zielsetzung: Es galt vor dem Giro d’Italia in Rennrhythmus zu kommen. Sein starker Auftritt bei der gestrigen Königsetappe, bei der er den Tagessieg nur um wenige Meter verpasste, zeigt, dass er zum richtigen Zeitpunkt in Bestform ist. Erstmals steht Lipowitz in der WorldTour auf dem Klassement-Podium – Turin kann kommen.

Florian Lipowitz
„Ich bin superglücklich über das Ergebnis. Vor der Romandie habe ich niemals damit gerechnet, dass ich hier vorne mitfahren kann. Eigentlich bin ich mit gemischten Gefühlen hergekommen, denn ich hatte noch nicht so viele Renntage in dieser Saison und komme direkt aus dem Höhentrainingslager. Da war ich unsicher, wie die Form ist. Dass ich vorne mitfahren kann, gibt mir richtig Selbstbewusstsein.“

Aleks Vlasov
„Ich denke, es war eine gute Woche für das Team mit Platz 2 und 3 in der Gesamtwertung. Auch gestern bei der Königsetappe war es eine wirklich gute Teamleistung. Für mich Rennen gut verlaufen und ich bin zufrieden mit meiner Form. Lipo hat gezeigt, dass er superstark ist, und ich wünsche ihm viel Glück für seinen ersten Giro.“

Thomas leads Grenadiers’ charge at the Giro

Former Tour de France winner Geraint Thomas will once again lead the INEOS Grenadiers’ challenge at the 2024 Giro d’Italia.


Plomi Foto

Supported by an experienced, exciting team, the Welshman, who dramatically finished as runner-up in 2023, returns to the Italian Grand Tour looking to ‘take the race on’ when it gets underway in the first week of May.
Thomas, 37, will headline a squad packed with Grand Tour experience for the 21-stage event that spans 3400 km of racing. It starts in Turin on Saturday, 4 May and finishes in Rome on Sunday, 26 May.

Dutchman Thymen Arensman, who was sixth overall in 2023 and second in the youth classification, returns to play a crucial support role once again for Thomas in the high mountains.
Highly experienced Ben Swift assumes the crucial role of ‘road captain’, charged with executing the Team’s ambitions to race aggressively and seize any opportunities.
Italian fans favourite, Filippo Ganna, will be firmly eyeing up the individual time trials on stages seven and 14 as he looks to add to his running tally of six Giro stage wins – all for the INEOS Grenadiers.
Jhonatan Narváez, who was a stage-winner in 2020 and has shown excellent early season form, makes his fifth Giro d’Italia start.
Newcomer to the Team, Tobias Foss, a recent winner of the opening stage of the Tour of the Alps and a former top-10 finisher at the Giro, will make his first Grand Tour start as a Grenadier.
There’s also a debut Grand Tour for 22-year-old Magnus Sheffield. The American has impressed in one-week stage races, as well as on the time trial bike, and now takes the next important step in his career in Turin.

The INEOS Grenadiers line-up is completed by Connor Swift who rides his first Giro d’Italia having completed the Tour de France three times.

We have a strong line-up and there is a good bond with this group.
Geraint Thomas

Steve Cummings, Director of Racing:
“We’ve selected a strong, versatile line-up for this year’s Giro d’Italia which will enable us to race the way we love. It will be three long weeks of full gas, hard racing and we know where we need to put the pressure on, and where we will be able to fight for opportunities.
“In Geraint, we have one of the most experienced riders in the peloton to lead the charge to Rome. He is a proven winner, a brilliant bike rider and a great leader.
“In the general classification, we have three riders who have all finished in the top 10 at this race so we go into it feeling confident in the depth and experience within the group. There will be the battle for GC with six summit finishes but there will also be plenty of chances of stage wins especially with two time trials.
“We love racing in Italy. The fans, as well as our Italian technical partners, most notably Pinarello, are fantastic supporters of our Team, and we can’t wait for the Grande Partenza.”

Geraint Thomas:
“My preparation has gone well and I’m feeling in a great place ahead of the start. We have a strong line-up and there is a good bond with this group. The core is the same as last year’s Giro team, with some great additions for this year. We have spent a lot of time together at training camp; we know what we need to do and are all feeling super motivated to get the job done and deliver.
“Obviously Tadej Pogačar is the pre-race favourite and has a strong team around him, and that changes the dynamic of the race a bit. But that also means all eyes will be on him over three long weeks of hard racing. Our plan is to be aggressive, take the race on and look for every opportunity to add pressure and take time.”

Commenting on his plan to ride both the Giro and the Tour de France this year, he added:
“With the plan to race the Giro and then go straight into the Tour, there has been a different approach and slower build-up this season. But I am feeling good and not thinking beyond the coming weeks in Italy. My only focus now is the Giro and arriving there in my best shape possible.”

Giro d’Italia 4 – 26 May

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Tour of the Alps Etappe 2

Ausreißer De Marchi jubelt in Stans. Foss weiterhin Gesamtführender der Tour of the Alps


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Der 37-jährige Friauler vom Team Jayco-AlUla durchbricht die seit drei Jahren andauernde Durststrecke für Italiens Radsportler: „Die Flucht ist eine Frage des Mutes und ich fahre, um zu begeistern“. Tobias Foss behält das Grüne Trikot. Morgige Tiroletappe mit Start und Ziel in Schwaz im Stile eines Ardennenklassikers.

Gesamt:

Drei Jahre nach dem Erfolg von Gianni Moscon in Naturns bei der Ausgabe 2021 jubelt wieder ein Italiener. Die Ehre gebührt dem 37-jährigen Alessandro De Marchi vom Team Jayco AlUla, der am Dienstag, 16. April, die zweite Etappe, die längste der Tour of the Alps 2024, über 190,7 Kilometer von Salurn in Südtirol nach Stans in Tirol, gewann.

Es war eine lange Etappe, aber eine, die sich durch einen geringen Höhenunterschied auszeichnete, weshalb sie bei den Spezialisten für lange Ausreißversuche besondere Beachtung fand. Ein solcher Spezialist ist De Marchi, der sich zunächst bei Kilometer 33 mit fünf weiteren Ausreißern absetzte und dann am Anstieg nach Gnadenwald mit einem Solosprint das Kommando übernahm. Hinter ihm befanden sich zwei weitere Ausreißer des Tages, Lokalmatador Patrick Gamper (Bora Hansgrohe) und der Schweizer Simon Pellaud (Tudor Pro Cycling). Den Sprint der Favoritengruppe entschied der österreichische Meister Gregor Mühlberger (Movistar) für sich und belegte damit den vierten Platz vor dem Spanier Joan Bou (Euskaltel Euskadi).

Keine Probleme hatte Tobias Foss. Er konnte das Grüne Melinda-Trikot des Gesamtführenden, das er gestern in Kurtinig erobert hatte, behalten.

DE MARCHI: „ICH FAHRE, UM ZU BEGEISTERN“

Alessandro De Marchi zeigte sich in der Pressekonferenz nach dem Rennen sehr zufrieden. „Ich hatte ein sehr gutes Gefühl. Ich hatte das Gefühl, dass es der richtige Tag sein könnte, um es zu versuchen, und dieses Mal hat es endlich geklappt. Für mich ist eine Ausreißergruppe eine Notwendigkeit, das ist meine Art, den Radsport zu interpretieren, was heutzutage vielleicht selten ist“, sagte er.

„Die Flucht ist eine Frage des Mutes, des Charakters und der Risikobereitschaft, Eigenschaften, die den neuen Generationen vielleicht fehlen. Es gibt nur noch wenige von uns, die den Radsport auf diese Weise interpretieren: Ein Sprint reicht nicht mehr aus, um den richtigen Ausreißer zu erwischen, man muss es immer wieder versuchen“.

„Ich bin fast 38 Jahre, wenn dies mein letzter Sieg wäre, wäre das in Ordnung, aber ich werde es sicher weiter versuchen. Ich fahre Rennen, um zu begeistern: Wenn sie mich heute eingeholt hätten, wäre ich trotzdem stolz und glücklich ins Bett gegangen“.

FOSS: „MORAL IST HOCH: MORGEN ANSPRUCHSVOLLES FINALE“
„Heute wollten wir mit Filippo Ganna um den Etappensieg fahren“, sagte Tobias Foss. „Wir wussten, dass De Marchi ein gefährlicher Fahrer in der Ausreißergruppe ist. Wir haben versucht, ihn einzuholen, aber der Versuch hat zu viel Vorsprung gekostet, und dann haben wir überlegt, ob wir ihn kontrollieren sollen.“
„Filippo war ein bisschen enttäuscht, weil wir viel gearbeitet und wenig erreicht haben, aber so ist das im Radsport: der Gegenwind hätte uns eigentlich begünstigen müssen, aber es hat nicht geklappt.“

„Morgen in Schwaz steht eine weitere anspruchsvolle Etappe auf dem Programm, in gewisser Weise am Ende ähnlich wie die erste Etappe. Ich denke, die beste Verteidigung ist der Angriff, nach diesem Motto wollen wir das Rennen angehen. Es stehen drei harte Tage auf dem Programm und noch ist nichts.“

DIE CHRONIK
Die zweite Etappe der Tour of the Alps begann geradlinig, aber sehr schnell. Sechs Fahrer griffen nach 33 km an: Gamper (Bora), De Marchi (Jayco-AlUla), Pellaud (Tudor), Pöstlberger (Österreich), Koishi und Oka (Team UKYO). Die Ausreißergruppe hatte vor dem Anstieg zum Brennerpass einen Vorsprung von fast fünf Minuten herausgefahren, ein Vorsprung, den das von INEOS Grenadiers angeführte Feld trotz des starken Gegenwinds, der die Etappe prägte, nur schwer wieder aufholen konnte.
Kurz vor dem Brenner-Anstieg verlor der Japaner Oka den Anschluss. Das gleiche Schicksal ereilte seinen Landsmann Koishi kurz darauf und am Anstieg von Rinn traf es Pöstlberger. In dieser Phase versuchte Gamper, der seine Heimetappe gewinnen wollte, zu überholen, doch De Marchi und Pellaud konnten sich am Fuße des Gnadenwald-Anstiegs wieder an die Spitze setzen. An dieser Stelle spielte der Fahrer aus dem Friaul auf den härtesten Rampen seine Stärken aus. Dies machte den Unterschied aus. De Marchi konnte sich somit nach mehr als zwei Jahren wieder über den Sieg freuen.

DIE #TOTA2024-FÜHRENDEN NACH ETAPPE 2
• Gesamtwertung – Grünes Trikot Melinda: Tobias Foss (INEOS Grenadiers)
• Punktewertung – Rotes Trikot DAO Conad: Alessandro De Marchi (Team Jayco-AlUla)
• Bergwertung – Azurblaues Trikot Gruppo Cassa Centrale: Mattia Bais (Polti-Kometa)
• Bester Nachwuchsfahrer – Weißes Trikot Würth: Antonio Tiberi (Bahrain-Victorious)
• Bester Ausreißer – Ockerfarbenes Trikot Subito: Simon Pellaud (Tudor Cycling Team)

Tour of the Alps Etappe 1

Bei der TotA jubelt schon zum Auftakt INEOS: Tobias Foss gibt in Kurtinig den Ton an

Das britische Team machte da weiter, wo es im letzten Jahr mit Tao Geoghegan Hart aufgehört hat: Der Zeitfahrweltmeister von 2022 gewann die Eröffnungsetappe der Tour of the Alps vor Harper und Chaves. Der Norweger darf sich damit auch über das Grüne Trikot von Melinda freuen.

Das Gefühl, zum ersten Mal als Profi beim Zieleinlauf jubelnd die Arme zu heben, ist etwas, was man nicht vergisst, auch wenn man in seiner Karriere schon eine Weltmeisterschaft und eine Tour de l’Avenir gewonnen hat: Für Tobias Foss werden die Tour of the Alps und Kurtinig an der Weinstraße immer eine schöne Erinnerung darstellen.

Am Montag, 15. April, gewann der Norweger vom INEOS-Grenadiers Team die Eröffnungsetappe des euregionalen Etappenrennens von Neumarkt nach Kurtinig (133,3 km), und zwar auf eine für ihn neue Art und Weise: Er ließ die kleine Gruppe starker Fahrer, die sich auf dem anspruchsvollen Anstieg – und der Abfahrt – von Penon herausgebildet hatte, im Sprint hinter sich.

„Ich wusste, dass ich gut und schnell sprinten kann, nicht in einem Massensprint, aber in einer ausgewählten Gruppe mit Bergspezialisten,“ erklärte Foss. „Heute war unser Ziel, den letzten Anstieg mit Thomas und mir in der Spitzengruppe zu erreichen, und das haben wir geschafft. Im Finale riet mir Geraint, es mit einem schnellen Antritt zu versuchen, aber O‘ Connor reagierte sofort, dann lag es an mir, auf Chaves‘ Beschleunigung zu reagieren. Es blieb bei der Sprintlösung, und es lief gut.“

Im Ziel in Kurtinig setzte sich Foss im Sprint gegen Chris Harper (Jayco-Alula) und Esteban Chaves (EF Education-EasyPost) durch, in einer Gruppe, zu der auch einige der am meisten erwarteten Protagonisten des euroregionalen Rennens gehörten: Ben O’Connor (Decathlon-AG2R-La Mondiale), Vierter, Geraint Thomas (INEOS-Grenadiers), Sechster, Antonio Tiberi (Bahrain Victorious), Siebter und bester Nachwuchsfahrer, Romain Bardet, (DSM-Firmenich PostNL), Neunter und stark in der Abfahrt sowie Wout Poels (Bahrain Victorious), Elfter. Mit 34 Sekunden Abstand folgte eine weitere hochkarätige Gruppe, angeführt von einem hervorragenden Filippo Ganna (INEOS Grenadiers).

Dass Tobias Foss die Fähigkeiten für einen starken Etappenfahrer hat, wurde 2019 deutlich, als er als erster Norweger die Tour de l’Avenir gewinnen konnte. Doch in seinen ersten Jahren als Profi überzeugte der 26-jährige INEOS-Grenadiers-Fahrer vor allem im Zeitfahren, wo er sogar das Weltmeistertrikot trug.

„Ich bin glücklich, dass ich bereits eines der ersten Rennen im neuen Trikot gewinnen konnte“, sagte der Norweger, der 2023 noch das Jumbo-Visma-Trikot trug. „Hier spüre ich das Vertrauen, um mich als Etappenfahrer weiterzuentwickeln, und ich finde die Unterstützung, die ich brauche. Ich weiß, dass in diesem Etappenrennen viele aufstrebende Fahrer den Sprung geschafft haben: Wenn ich nun an der Reihe wäre, wäre ich mehr als glücklich.“

Der Norweger darf sich damit auch über das erste Grüne Melinda-Trikot für den Gesamtführenden freuen, ein weiterer Erfolg für das Team INEOS Grenadiers bei diesem Etappenrennen. Das britische Team stellt mit Tao Geoghegan Hart den Titelverteidiger und hat fünf der letzten acht Ausgaben gewonnen.

Sieger Tobias Foss wurde von der Autonomen Provinz Bozen und dem Präsidenten der Euregio Tirol-Südtirol-Trentino, Arno Kompatscher, geehrt: „Die Tour of the Alps ist ein sehr erfolgreiches grenzüberschreitendes Projekt, das der Euregio Tirol-Südtirol-Trentino sehr am Herzen liegt. Hier in Kurtinig an der Weinstraße zu sein, um dem ersten Gesamtführenden des Rennens, aber auch allen Teilnehmern und Organisatoren zu applaudieren, ist für den Präsidenten der Euregio eine Pflicht und für mich eine Freude, auch im Namen von Sportlandesrat Peter Brunner“, so Kompatscher.

Der Präsident des Italienischen Radsportverbandes, Cordiano Dagnoni, war ebenfalls mit dabei: „Die Tour of the Alps ist ein schönes, spektakuläres und anspruchsvolles Rennen, bei dem es jungen Leuten oft gelingt, sich in Szene zu setzen. Das Besondere daran ist, dass sie grenzüberschreitend zwischen Österreich und Italien ist. Die GS Alto Garda ist eine wichtige Organisation, die sich auch durch ihr Engagement für die Sicherheit auszeichnet.“

DIE CHRONIK

Thomas und Tiberi hatten es bei der Pressekonferenz am Vorabend des Rennens vorweggenommen: Die erste Etappe mit Start und Ziel an der Südtiroler Weinstraße hatte mit 133,3 Kilometern und knapp über 2000 Höhenmetern alles, um bereits erstmals die Spreu vom Weizen zu trennen.

Von den ersten Kilometern an interpretierten die Teams diese 47. Tour of the Alps offensiv mit zahlreichen Vorstoßversuchen. Nach der Passage in Roverè della Luna/Eichholz, bei Kilometer 14, löste sich eine kleine Gruppe von sechs Fahrern: Asier Zafra Etxeberria (Euskaltel-Euskadi), Mattia Bais (Polti-Kometa), Simon Pellaud (Tudor Cycling), Masaki Yamamoto (Team UKYO), Nicklas Pedersen (TDT Unibet) und Lukas Pöstlberger (Österreich), zu denen sich nach wenigen Kilometern auch Andrea Garosio (Polti-Kometa) und Kyrylo Tsarenko (Corratec) gesellten, während Pöstlberger seinen Versuch sofort aufgab.

Die Gruppe ließ sie gewähren und der Vorsprung der Sieben, die auf den ersten Rampen der Andalo-Bergwertung (GPM) nur mehr zu sechst waren, da Pedersen schnell den Kontakt verlor, wuchs Kilometer für Kilometer auf drei Minuten an. Im Hinblick auf die Bergwertung wurde die Ausreißergruppe dank des Einsatzes des Duos Polti-Kometa, Bais-Garosio und des Schweizers Pellaud, den drei Stärksten bei den Anstiegen, weiter selektiert.

In der Nähe der ersten Passage bei der Ziellinie in Kurtinig an der Weinstraße, wo das Peloton mit einem Rückstand von 3:30 Minuten vorbeizog, fanden sich die sechs wieder zusammen. Auf der ersten Passage des anspruchsvollen Penon-Anstiegs legten Bais und Garosio ein Tempo vor, das für die anderen Ausreißer zu hoch war.

Das Ausreißer-Duo ging mit einem Vorsprung von 1:10 Minuten auf die letzte Runde der Zielgeraden, in der alle anderen Angreifer wieder eingeholt wurden. Die Aktion von Bais und Garosio endete an den ersten Rampen von Penon, als noch 20 Kilometer zu fahren waren. Das sehr hohe Tempo, das Valentin Paret Peintre für Ben O‘ Connor vorgab, hielt die Klassementfahrer davon ab anzugreifen, während der andere Franzose Romain Bardet in der Abfahrt attackierte.

Zu dem französischen Sieger der TotA 2022 gesellten sich zunächst Thomas, Tiberi, Harper und der überraschend starke Ghebreigzabhier und dann sieben weitere Fahrer, Harper, Chaves, O’Connor, Lopez, Paret-Peintre und Poels.

Die elfköpfige Gruppe kam zum großen Finale auf der Weinstraße zusammen: Harper versuchte 3 Kilometer vor Schluss zu antizipieren, aber die entscheidende Aktion wurde von Chaves vorangetrieben, als er sich dem letzten Kilometer näherte. Foss, O’Connor und Harper witterten die Gefahr und holten den Kolumbianer ein, und der Norweger nutzte seine Kraft auf der Zielgeraden.

Foss übernahm damit das erste grüne Melinda-Trikot als Führender der Gesamtwertung sowie das rote DAO Conad-Trikot der Punktewertung. Das weiße Trikot von Würth ging an Antonio Tiberi, während Mattia Bais sowohl das blaue Trikot der Gruppo Cassa Centrale als bester Bergfahrer als auch das ockerfarbene Trikot von Subito als „kämpferischster Fahrer“ übernahm.

58. Auflage Amstel Gold Race 254km


Plomi Foto
AMSTEL GOLD RACE MEN
Foto über HERBERT MOOS

1. Tom Pidcock (GBR) – Ineos Grenadiers 5:58:17
2. Marc Hirschi (SUI) – UAE-Emirates
3. Tiesj Benoot (BEL) – Visma-Lease a Bike
4. Mauri Vansevenant (BEL) – Soudal-Quick Step
5. Paul Lapeira (FRA) – Decathlon-AG2R
6. Valentin Madouas (FRA) – Groupama-FDJ
7. Bauke Mollema (NED) – Ldl-Trek
8. Quentin Pacher (FRA) – Groupama-FDJ
9. Pello Bilbao (ESP) – Bahrain Victorious
10. Michael Matthews (AUS) – Jayco-Alula +0:11
11. Marijn van den Berg (NED) – EF Education-Easypost
12. Romain Grégoire (FRA) – Groupama-FDJ
13. Vito Braet (BEL) – Intermarché-Wanty
14. Roger Adria (ESP) – Bora-Hansgrohe
15. Dylan Teuns (BEL) – Israel-Premier Tech
16. Benoît Cosnefroy (FRA) – Decathlon-AG2R
17. Mattias Skjelmose (DEN) – Lidl-Trek
18. Simone Velasco (ITA) – Astana-Kasachstan
19. Lorenzo Rota (ITA) – Intermarché-Wanty
20. Maxim van Gils (BEL) – Lotto-Dstny
21. Juan Ayuso (ESP) – UAE-Emirates
22. Mathieu van der Poel (NED) – Alpecin-Deceuninck
23. Gianluca Brambilla (ITA) – Q36.5
24. Kevin Vermaerke (USA) – DSM-PostNL
25. Odd Christian Eiking (NOR) – Uno-X

Tom Pidcock (Ineos) gewann das Amstel Gold Race 2024 im 4er-Sprint.
Der Brite wehrte die aufkommenden Marc Hirschi (UAE) und Tiesj Benoot (Visma) erfolgreich ab. Mauri Vansevenant (Soudal), der den Sprint eröffnet hatte, schloss auf dem 4. Platz ab. Die nächsten Verfolger führte nur knapp dahinter Paul Lapeira (Decathlon) ins Ziel. Die Vorentscheidung fiel zwischen 35 und 29 Kilometer vorm Ziel, als sich 12 Fahrer entscheidend absetzten. Das Quartett um den Sieg bildete sich dann gut 13 Kilometer vor Schluss am vorletzten Anstieg, dem Geulhemmerberg.

Für Pidcock war es der heiß ersehnte Sieg beim Amstel Gold Race, bei dem er schon auf dem beiden anderen Stufen des Podests stand – 2021 nach umstrittenen Foto-Finish. Insgesamt war es für Pidock erst der 5. Profisieg auf der Straße. Top-Favorit Mathieu van der Poel (Alpecin) verpasste bei seinem Heimrennen den Sprung in die entscheidende Gruppe und konnte am Ende auch kein Feuerwerk mehr abbrennen wie bei seinem Sieg hier 5 Jahre zuvor. Nach den Triumphen in Flandern und Roubaix an den beiden Wochenenden zuvor war der Rückstand zur Spitze auch in der Schlussphase etwas zu weit, auch für einen van der Poel in Top-Form, in der er sich anscheinend nicht mehr befand.

Vorjahressieger Tadej Pogacar (UAE) verzichtete aufgrund seiner Ambitionen beim Giro d’Italia, wäre aber beinah von Hirschi als Nachfolger vertreten worden. Von den weiteren beiden Siegern der letzten Jahre stellte sich Kwiatkowski in Vorbereitung des Angriffs in den Dienst seines Teamkollegen Pidock. Und van Aert, dem Pidcock 3 Jahre zuvor um Haaresbreite unterlag, ist mit gebrochenen Knochen außer Gefecht.

Bei heiter bis wolkigem Wetter und knapp unter Raumtemperatur ging das Amstel Gold Race 2024 über die Bühne. Das frühe Ausreißerquartett – darin van der Sande (Visma), Leijnse (DSM), Hajek (Bora) und Kyffin (TDT) – war schon 74 Kilometer vorm Ziel Geschichte. Einige Kilometer später bildete sich ein neues Spitzentrio aus Honoré (EF), Vervaeke (Soudal) und Lapeira. Diese Trio führte das Rennen knapp an, bis Hirschi rund 35 Kilometer vorm Ziel am unvermeidlichen Eyserbosweg die Vorentscheidung einleitete.

Während Honoré und Lapeira noch vorn verblieben, wurde Vervaeke gestellt. Roger Adria (Bora), Valentin Madouas (Groupama) und Bauke Mollema (Lidl) stiegen Hirschi hinterher. Über die nächsten beiden Anstiege hinweg, Fromberg und Keutenberg, schafften in verschiedenen Gruppen noch Vansevenant, Quentin Pacher (Groupama), Kévin Vauquelin (Arkéa), Pidcock, Benoot und Bilbao den Anschluss – auch an das Spitzenduo mit Lapeira und Honoré.

So fuhr das Dutzend an der Spitze – Pidcock, Hirschi, Benoot, Vansevenant, Lapeira, Mollema, Bilbao, Honoré, Adria, Vauquélin sowie die Teamkollegen Madouas und Pacher – dem Cauberg entgegen, der innerhalb der finalen 19 Kilometer als drittletzter Anstieg wartete. Angesichts der Zusammensetzung an der Spitzengruppe und 45 Sekunden Vorsprung roch es hier schon danach, dass der Sieger aus dieser Gruppe kommen würde. Hirschi knallte in den Cauberg rein. Honoré konnte dieses Tempo nicht mehr mitgehen.

Im Hauptfeld gab es letzte verzweifelte Versuche beispielsweise durch Skjelmose (Lidl) und Matthews (Jayco) – letztlich ohne Effekt. Bei der letzten Zieldurchfahrt 16 Kilometer vor Schluss betrug der Abstand von der Spitze zum ersten Verfolgerfeld um Matthews und van der Poel 32 Sekunden. Vorne löste sich in der nachfolgenden Abfahrt Bilbao. Pidcock und Hirschi schlossen im Geulhemmerberg auf. Dann wuchtete sich auch Vansevenant vor. Mollema führte zunächst den Rest zurück an die Spitze.

Dann attackierte aber kurz vor der Kuppe Hirschi erneut und führte die finale Auslese mit Benoot, Pidcock und Vansevenant herbei. Solo-Versuche durch Bilbao und dann Lapeira, die entstandene Lücke noch zu schließen, scheiterten in der Folgezeit ebenso wie eine organisierte Nachführarbeit.

Im Bemelerberg, dem letzten Anstieg, attackierte Pidcock. Hirschi und Benoot stopften das Loch gemeinsam recht schnell. Vansevenant brauchte dafür etwa 1,5 Kilometer, bis er gut 4 vorm Ziel auch wieder dran war. Auf dem Schlusskilometer begann vorne die Taktiererei, wodurch die inzwischen dezimierte Verfolgergruppe, angeführt von Pacher für Madouas, noch einmal deutlich näher kam.

Da eröffnete Vansevenant extrem früh den Sprint. Benoot ging aus letzter Position rechts, Pidcock aus 2. Postion links an ihm vorbei. Hirschi blieb zunächst hinter Pidcock, der zur Bande fuhr, dann wieder Richtung Mitte. Durch den sich öffnenden Spalt stach Hirschi und kam noch auf ein Vorderrad an Pidcock heran. Benoot fehlte eine Radlänge zum Sieg. Später bei der Siegerehrung schlugen Hirschi und Benoot zurück, als sie das überreichte Bierglas in einem Zug leerten, während Pidcock nur daran nippte.

Von den ehemaligen Begleitern der Top-4 kamen noch Lapeira, Madouas, Mollema, Pacher und Bilbao vor dem Hauptfeld ins Ziel. Matthews sprintete so in die Top-Ten vor Marijn van den Berg (EF) und Romain Grégoire (Groupama). Adria landete auf dem 14. Platz. Vauquélin wurde noch auf den 41. Platz durchgereicht. Van der Poel begnügte sich mit dem 22. Platz.
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