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Seitenwind wirbelt Gesamtwertung der Tour de France durcheinander: Emanuel Buchmann rückt auf Rang fünf vor


Foto: Gerhard Plomitzer – www.plomi.smugmug.com
Auch die 10. Tour de France Etappe hatte ein Profil, das durchaus erwarten ließ, dass eine Fluchtgruppe eine gute Chance auf eine Überraschung hatte. Besonders nachdem es die letzte Etappe vor dem ersten Ruhetag war, konnte man davon ausgehen, dass viele Fahrer noch einmal offensiv agieren wollten. Nach dem Start in Saint-Flour war die Strecke auf den ersten 80 Kilometern sehr wellig mit drei Bergwertungen, bevor es zum Sprint bei Kilometer 128,5 tendenziell bergab ging. Auf den letzten 50 km folgte eine weitere Bergwertung der 3. Kategorie und es wurde Seitenwind erwartet, bevor nach 217,5 km das Ziel in Albi erreicht war. In einer hektischen Startphase versuchte Team Sunweb mit M. Matthews Peter Sagan zu überraschen, doch Sagan war aufmerksam und konterte augenblicklich, während sich sechs Fahrer vom Feld absetzen konnten. Danach kehrte Ruhe ein, und die Ausreißer konnten schnell drei Minuten Vorsprung herausfahren, bevor die Sprinterteams im Feld die Kontrolle übernahmen. Bis zum Zwischensprint des Tages passierte nun wenig im Rennen, dort holte Peter Sagan einmal mehr Rang zwei aus dem Feld hinter S. Colbrelli. Der Vorsprung der Spitzengruppe lag 80 Kilometer vor dem Ziel noch bei 1:30 Minuten. In einer Seitenwindsituation versuchte dann BORA – hansgrohe gemeinsam mit Team Ineos das Feld zu teilen. Für kurze Zeit gelang dies auch, wenig später lief allerdings alles wieder zusammen. Rund 30 km vor dem Ziel teilte sich das Feld abermals, und dieses Mal waren einige Favoriten auf den Gesamtsieg in der zweiten Gruppe. Als die Ausreißer eingeholt wurden, war BORA – hansgrohe an der Spitze gleich mit sechs Fahrern in der ersten Gruppe vertreten – Sagan, Burghardt, Oss, Mühlberger, Konrad und Buchmann. Auf den letzten Kilometern entbrannte ein echtes Verfolgungsrennen, und langsam aber stetig ging die Lücke zur ersten Verfolgergruppe Sekunde um Sekunde auf. Drei Kilometer vor dem Ende begann Team Sunweb mit dem Sprint Lead-out. Sagan war auf den letzten 500 m am Hinterrad von M. Matthews, wartete aber einen Augenblick zu lange mit seinem Antritt und war dann etwas eingebaut. Am Ende holte W. Van Aert den Etappensieg, Sagan erreichte auf Platz fünf das Ziel. Emanuel Buchmann und Patrick Konrad gewannen heute mehr als eine Minute auf viele der Konkurrenten im Gesamtklassement, die beiden rückten auf die Ränge fünf und 12 vor.
Reaktionen im Ziel
„Ein riesen Dank gilt heute dem Team. Die Jungs hatten immer ein Auge auf Patrick und mich, und haben uns nach vorne gefahren, bevor kritische Situationen waren. Alles hat perfekt geklappt und wir konnten auf viele Fahrer Zeit herausfahren. Aber die Tour beginnt erst so richtig am Ende dieser Woche, es ist noch nichts gewonnen. Es ist jedoch natürlich ein Vorteil, mit einem Polster in die ersten echten Bergetappen zu gehen.“ – Emanuel Buchmann

„Es war ein nervöser Tag mit viel Wind und einigen Attacken. Man musste jeden einzelnen Kilometer konzentriert bleiben. Wir hatten einen guten Tag und Emu und Patrick konnten Zeit in der Gesamtwertung gutmachen. Am Ende gab es wie erwartet einen Sprint. Mit Rang fünf und den Punkten beim Zwischensprint habe ich mein Grünes Trikot weiter verteidigen können.“ – Peter Sagan

„Wir wussten, dass der Wind heute eine Rolle spielen würde. Aber das wussten die anderen Teams auch. Unsere Jungs haben unseren Plan perfekt umgesetzt. Wir waren immer vorne, wenn kritische Situationen entstanden sind, und haben das Rennen auch aktiv mitbestimmt. Am Ende hatten wir nicht weniger als sechs Fahrer vorne dabei, dadurch konnten wir auch sowohl für Peter, als auch unsere Kletterer im Team arbeiten. Auf der Zielgeraden war Peter dann leider etwas eingebaut. Aber mit Rang fünf hat er immer noch wichtige Punkte geholt. Unsere Klassementfahrer Emu und Patrick haben wichtige Zeit auf viele Mitfavoriten gutmachen können, es war also ein sehr guter Tag für uns.“ – Enrico Poitschke, sportlicher Leiter
© BORA – hansgrohe

Starke Flucht von Lukas Pöstlberger bleibt auf der neunten Tour de France Etappe unbelohnt


Foto: Gerhard Plomitzer – www.plomi.smugmug.com

Nach den Anstrengungen des gestrigen Tages wartete heute abermals ein anspruchsvoller Beginn zur 9. Tour de France Etappe auf die Fahrer. Bereits sieben Kilometer nach dem Start in Saint-Etienne führte die Strecke das erste Mal bergan, wenig später, bei Rennkilometer 33 wartete mit der Mur d’Aurec-sur-Loire ein Berg der ersten Kategorie auf das Feld. Danach war die Strecke durchwegs wellig, mit zwei weiteren Anstiegen der dritten Kategorie, bis nach 170,5 Kilometern das Ziel in Brioude erreicht war. Nachdem einige Teams in den letzten Tagen viele Kräfte investiert hatten, war davon auszugehen, dass das Rennen heute schwer zu kontrollieren sein würde. Zwar hatte BORA – hansgrohe mit dem Mann in Grün – Peter Sagan – einen der Favoriten auf den Tagessieg in den Reihen, doch auch das Team aus Raubling wollte heute nicht um jeden Preis alle Ausreißversuche unterbinden. Wie erwartet folgte direkt nach dem Start Attacke auf Attacke, und nach etwa 15 km konnten sich 14 Fahrer vom Feld absetzen. Mit dabei an der Spitze für BORA – hansgrohe war Lukas Pöstlberger, der gemeinsam mit seinen Fluchtgefährten den Vorsprung bis zur ersten Bergwertung bereits auf über fünf Minuten ausbauen konnte. Dort schloss noch M. Soler zur Spitze auf, das Feld hatte währenddessen über acht Minuten Rückstand. Der Zwischensprint spielte heute keine Rolle, da alle Punkte in der Spitzengruppe vergeben wurden. Und auch die zweite Bergwertung wurde mit moderatem Tempo absolviert. Der Vorsprung der Ausreißer kletterte kontinuierlich an die 13 Minuten, im Feld arbeitete ausschließlich die Mannschaft des Gesamtführenden J. Alaphilippe. Bereits 40 km vor dem Ende setzten dann die ersten Fahrer Attacken an der Spitze, und es war Lukas Pöstlberger der sich alleine auf und davon machte. Pöstlberger fuhr über 20 Kilometer an der Spitze des Rennens, und konnte dabei seinen Vorsprung auf bis zu 40 Sekunden ausbauen. Im letzten Anstieg, 2,5 km vor dem Gipfel, wurde er allerdings wieder von den Verfolgern eingeholt. Ein Trio setzte sich nun an die Spitze, während Lukas weiter zurückfiel. Am Ende machten D. Impey und T. Bennot den Sieg unter sich aus, und Impey erwies sich als der Schnellere der beiden. Pöstlberger erreichte das Ziel fünf Minuten nach dem Etappensieger, während die restlichen BORA – hansgrohe Fahrer mit dem Peloton etwa 16 Minuten später über die Ziellinie rollten. In der Punktewertung veränderte sich nichts, und somit konnte Peter Sagan sein Grünes Trikot verteidigen, während Emanuel Buchmann seinen 10. Platz in der Gesamtwertung beibehält.
Reaktionen im Ziel
„Nach der Abfahrt hatte ich einen kleinen Vorsprung, ich habe zwar kurz überlegt, da es noch weit war, aber dann dachte ich, ich versuche es einfach. Am Anfang bin ich im roten Bereich gefahren. Dann, vor dem Anstieg, als die Gruppe wieder näher kam, habe ich versucht ein paar Körner zu sparen. Aber als ein eingeholt wurde, konnte ich den Attacken nichts mehr entgegensetzen. So ist das eben, wer nichts wagt, kann auch nicht gewinnen.“ – Lukas Pöstlberger

„Wir dachten schon, dass heute eine große Gruppe eine Chance hat. Wir haben ein paar Fahrer vorgesehen, um bei Attacken mitzugehen, und Lukas war derjenige, der es in die Gruppe geschafft hat. Als klar war, dass die Gruppe durchkommen würde, und einige starke Fahrer dabei waren, wussten wir, dass wir etwas versuchen müssen. Nach der Abfahrt hatte er eine kleine Lücke, und wir haben entschieden es zu versuchen. Lukas ist ein tempofester Fahrer, und er hat alles gegeben. An einem Punkt sah es ganz gut aus, aber gegen Leute wie Benoot ist es sehr hart zu bestehen. Es war eine gute Attacke, eine starke Leistung, und daher gibt es nichts zu bereuen.“ – Enrico Poitschke, sportlicher Leiter
© BORA – hansgrohe

Sagan holt Rang fünf, Buchmann rückt in die Top Ten der Gesamtwertung der Tour de France vor


Foto: Gerhard Plomitzer – www.plomi.smugmug.com
Mit insgesamt sieben Bergwertungen (5x 2. Kat und 2x 3. Kat) wartete eine ausgesprochen schwere 8. Tour de France Etappe heute auf das Fahrerfeld. Von Mâcon führte die Strecke großteils über enge Straßen, fast den ganzen Tag über bergauf und bergab. Rückenwind erschwerte die Etappe zusätzlich, es wurde also ein äußerst schnelles Rennen erwartet. Aufgrund des Profils war es auch schwer vorherzusehen, ob es ein Rennen zwischen den Klassementfahrern werden würde, oder ob am Ende ein Sprint aus einem kleinen Feld die Entscheidung bringen sollte. BORA – hansgrohe war für beide Eventualitäten vorbereitet. Überraschenderweise, denn es wurde ein harter Kampf um die Gruppe erwartet, führte eine der ersten Attacken zum Erfolg und drei Fahrer enteilten dem Feld. Wenig später konnte noch ein weiter Fahrer aufschließen und die Gruppe fuhr schnell einen Vorsprung von mehr als fünf Minuten heraus. Zu diesem Zeitpunkt begann BORA – hansgrohe mit der Nachführarbeit im Feld, und vor allem Marcus Burghardt drückte den Abstand zwischen Spitze und Feld langsam, aber kontinuierlich nach unten. Bei noch 100 zu fahrenden Kilometern war der Vorsprung der Ausreißer auf rund drei Minuten gesunken. Am vorletzten Anstieg forcierte Astana das Tempo im Feld, wodurch viele Fahrer, darunter auch Peter Sagan, in Schwierigkeiten gerieten. An der Spitze hielten sich noch zwei Ausreißer, deren Vorsprung immer noch 3:30 betrug. Mit letzter Kraft schaffte Sagan es, an der Hauptgruppe dran zu bleiben, während Buchmann, Konrad, Schachmann und Mühlberger ebenfalls noch in dieser Gruppe vertreten waren. Ein spannendes Finale wurde auf den letzten 15 Kilometern eingeläutet, als G. Thomas in einer Abfahrt in einen Sturz verwickelt wurde. Am letzten Anstieg hatten die Spitzenreiten immer noch eine Minute Vorsprung, doch im Feld begann nun ein offener Schlagabtausch, während sich an der Spitze T. De Gendt absetzen konnte. Alaphilippe attackierte zusammen mit T. Pinot, dahinter hielten sich Sagan, Konrad und Buchmann in der ersten Gruppe der Favoriten, zu der auch G. Thomas wieder aufschließen konnte. Am Ende rettete T. De Gendt sechs Sekunden Vorsprung zum Etappensieg vor Pinot und Alaphilippe. Weitere 20 Sekunden dahinter erreichte die erste Gruppe das Ziel, in der sich M. Matthews im Sprint vor Peter Sagan durchsetzen konnte. Emanuel Buchmann verbesserte sich heute in der Gesamtwertung auf Rang zehn, Patrick Konrad rückte auf den 20. Gesamtrang vor.
Reaktionen im Ziel
„Das war heute eine sehr harte Etappe und ich musste wirklich viel leiden. Ich habe die Zähne zusammengebissen, bin drangeblieben und habe am Ende Rang fünf geholt. Das waren weitere wichtige Punkte, aber Paris ist noch weit. Wir werden von Tag zu Tag weitersehen.“ – Peter Sagan

„Ich habe mich heute den ganzen Tag über sehr gut gefühlt, und hatte nie Probleme in der Gruppe. Das Team hat sehr gut gearbeitet, besonders Gregor war eine wichtige Unterstützung am letzten Anstieg. Es ist schön, in die Top Ten vorgefahren zu sein, aber die Tour wird in der letzten Woche entschieden, da ist das nicht mehr als eine Momentaufnahme.“ – Emanuel Buchmann

„Es war die erwartet harte Etappe. Wir wussten, dass heute am Ende auch zwischen den GC Fahrern die Entscheidung würde fallen können. Dennoch haben wir zuerst versucht, für Peter zu arbeiten. Als das Rennen dann immer schwerer wurde, und Peter nicht mehr die besten Beine hatte, haben wir rausgenommen. Es war eine starke Leistung von ihm, bis zum Schluss dran zu bleiben und dann noch Rang fünf zu holen. Emu und Patrick waren am Ende auch vorne dabei, das war wichtig, denn einige Fahrer haben heute Zeit in der Gesamtwertung verloren. Wir können mit dem Tag zufrieden sein, alle haben wirklich einen tollen Job gemacht.“ – Enrico Poitschke, sportlicher Leiter
© BORA – hansgrohe

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Dritter Platz für Peter Sagan in Chalon-Sur-Saône auf der 7. Etappe der Tour de France


Foto: Gerhard Plomitzer – www.plomi.smugmug.com

Nach der ersten Bergetappe der Tour de France, waren heute wieder die Sprinter im Feld am Zug. Von Belfort führte die Strecke über 230 Kilometer nach Chalon-Sur-Saône, wobei nur drei Bergwertungen (1x 3. Kat. und 2x 4. Kat.) zu verzeichnen waren. Nach einem leicht welligen Start war besonders der zweite Streckenteil total flach. Zudem herrschte heute den ganzen Tag über Gegenwind, weshalb im Feld auch keinerlei Reaktion auf die erste Attacke folgte. Zwei Fahrer setzten sich direkt bei Kilometer null vom Feld ab, und diese, für die Sprinterteams leicht zu kontrollierende Rennsituation, blieb über weite Strecken unverändert. Erst beim Zwischensprint des Tages, 34 Kilometer vor dem Ende, nahm das Rennen wieder Fahrt auf, da noch einige Punkte zu vergeben waren. Bahrain-Merida investierte viel für S. Colbrelli, der sich den dritten Platz vor Peter Sagan sicherte. Nach dem Sprint attackierten einige Fahrer in einer Seitenwindpassage, das Feld teilte sich, und D. Martin und N. Quintana waren in einer Gruppe hinter dem Feld, konnten aber nach wenigen Kilometern wieder aufschließen. Kurze Zeit später wurden auch die Ausreißer eingeholt. 15 km vor dem Ziel formierten sich die Sprintzüge, und der Kampf um die besten Positionen im Feld war eröffnet. BORA – hansgrohe zeigte sich nun ebenfalls in voller Mannstärke an der Spitze. Probleme in den Engstellen im Finale konnte das Team damit gut aus dem Weg gehen, bevor die letzten 1500 m gerade in Richtung Ziel führten. Daniel Oss brachte Sagan an das Hinterrad von Viviani, dessen Mannschaft den Sprint eröffnete. Am Ende sicherte sich D. Groenewegen den Tagessieg, Peter Sagan überquerte die Ziellinie als Dritter und baute damit seine Führung in der Punktewertung auf 56 Punkte aus.
Reaktionen im Ziel
„Ich bin zufrieden mit meiner Leistung. Es war ein langer Tag mit Gegenwind und wenig Tempo. Am Ende gab es den erwarteten Sprint, und der schnellste Fahrer hat gewonnen. Mein Team hat wieder gut gearbeitet, ich habe Punkte beim Zwischensprint geholt, und mit Rang drei im Ziel meinen Vorsprung in der Punktewertung weiter ausbauen können. Ich bin mit meiner Form zufrieden, und morgen wartet eine harte Etappe.“ – Peter Sagan

„Wir sind mit dem Ergebnis zufrieden. In einem flachen, schnellen Sprint sind einige Fahrer hier schneller, das wissen wir. Mit Rang drei hat Peter wichtige Punkte geholt, und das, ohne viel Aufwand betreiben zu müssen. Die ganze Mannschaft konnte heute etwas Körner sparen, und das war auch wichtig mit Blickrichtung morgen. Denn die Etappe könnte uns liegen, und wir werden morgen alle Kräfte brauchen.“ – Enrico Poitschke, sportlicher Leiter
© BORA – hansgrohe

Emanuel Buchmann klettert auf Rang acht bei der ersten Bergetappe der Tour de France in Planche Des Belle Filles


Foto: Gerhard Plomitzer – www.plomi.smugmug.com
Nach dem gestrigen Etappensieg durch Peter Sagan in Colmar, konnte BORA – hansgrohe heute ohne Druck in die erste Bergetappe der Tour 2019 gehen. Über 4000 Höhenmeter hatten die Fahrer auf den 160,5 km zwischen Mulhouse und der Bergankunft auf dem La Planche des Belles Filles zu absolvieren, wobei die letzten, bis zu 24 % steilen 1000 Meter des Anstiegs, über eine Schotterstraße führten. Nach einem ersten Flachstück und dem Zwischensprint des Tages bei Rennkilometer 29, ging es weiter über den Le Markstein, Grand Ballon, Col du Hundruck, Ballon d’Alsace, Col des Croix und Col des Chevrères in Richtung Ziel. Es standen also heute insgesamt sieben Bergwertungen auf dem Programm. Mit Emanuel Buchmann und Patrick Konrad hatte BORA – hansgrohe gleich zwei ausgewiesene Kletterspezialisten in den Reihen, die auch beide noch aussichtsreich im Rennen um die Gesamtwertung liegen. Direkt nach dem Start setzte sich eine 14 Mann starke Gruppe schnell vom Peloton ab. BORA – hansgrohe war nicht in der Gruppe vertreten, überließ die Arbeit im Feld heute aber anderen Teams. Nach den ersten beiden Bergwertungen des Tages hatte die Gruppe knapp acht Minuten Vorsprung, während Deceuninck-Quickstep und Ineos das Tempo im Peloton bestimmten. Die Rennsituation änderte sich nun über die ersten Pässe des Tages kaum. Erst am drittletzten Anstieg setzte sich Thomas De Gendt an der Spitze des Rennens ab, gleichzeitig erhöhte Team Movistar nun das Tempo im Feld, das am vorletzten Anstieg nur mehr rund 35 Fahrer umfasste. Von BORA – hansgrohe waren in dieser Hauptgruppe mit Buchmann, Konrad, Mühlberger und Schachmann noch vier Fahrer vertreten. Noch vor dem Schlussanstieg wurde De Gendt wieder gestellt und G. Ciccone und D. Teuns waren die neuen Spitzenreiter im Rennen. Rund drei Kilometer vor dem Ziel attackierte M. Landa aus der Gruppe der Favoriten, in der Buchmann und Konrad sich immer noch halten konnten. Doch als T. Pinot das Tempo verschärfte geriet Patrick Konrad in Schwierigkeiten. Auf den letzten 500 Metern setzte sich an der Spitze D. Teuns im Kampf um den Tagessieg durch, dahinter überholten J. Alaphilippe und G. Thomas M. Landa und distanzierten die anderen Favoriten. Emanuel Buchmann hielt sich tapfer an der Seite von N. Quintana und E. Bernal und erreichte als starker Achter das Ziel. In der Gesamtwertung liegt Buchmann damit nun auf Rang 12. Patrick Konrad konnte seinen Rückstand ebenfalls begrenzen und liegt auf Rang 23 der Gesamtwertung.
Reaktionen im Ziel
„Ich habe mich den ganzen Tag über sehr gut gefühlt. Am letzten Berg war ich vorne dabei und konnte das Tempo ohne Probleme mitgehen. Auf dem ersten Steilstück hatte ich das erste Mal etwas zu kämpfen, und habe dann am Beginn des Schotterabschnitts etwas rausgenommen. Dafür war mein Finale wieder richtig stark. Ich bin bei den Besten dabei und meine Chancen auf die Top Ten sind in Takt. Ich kann also mit viel Selbstvertrauen in die nächsten Bergetappen gehen.“ – Emanuel Buchmann

„Ich hatte heute nicht den besten Tag, auch mein Rücken hat mir in den Anstiegen mehr Probleme bereitet als gestern. Am Ende hätte ich vielleicht etwas länger an der Gruppe dran bleiben sollen, um in das letzte Flachstück zu kommen, so musste ich von dort alleine fahren. Aber es ist noch eine lange Tour. Beim Giro habe ich bei den ersten Bergetappen schon mehr Zeit verloren und war am Ende vorne dabei. Entschieden wird die Tour in der dritten Woche.“- Patrick Konrad

„Wir können mit dem Tag heute zufrieden sein. Emanuel ist ein sehr starkes Rennen gefahren, besonders wenn man sich den Zeitabstand zu Thomas ansieht. Er ist da ganz vorne bei den Besten dabei. Aber auch Patrick ist gut gefahren, er hatte einfach nicht den besten Tag, konnte seinen Rückstand aber in Grenzen halten. Vielleicht gibt uns seine Position sogar ein paar taktische Möglichkeiten in der zweiten Woche. In jedem Fall hat das Team wieder einen super Job gemacht, um Emu und Patrick immer vorne in die Berge zu fahren. Es war also ein guter Tag für uns.“ – Enrico Poitschke, sportlicher Leiter
© BORA – hansgrohe

Peter Sagan krönt perfekte BORA – hansgrohe Teamleistung mit einem Sieg in Colmar auf der 5. Etappe der TdF

Colmar, Wednesday, July 10th 2019 – Peter Sagan (Bora – Hansgrohe) claimed his 12th Tour de France stage win and mimicked The Incredible Hulk like on his first victory in 2012. In a sprint deprived of the pure sprinters after a few climbs in the Alsace region, the Slovakian beat Wout van Aert (Jumbo – Visma) and Matteo Trentin (Mitchelton – Scott) in Colmar. Julian Alaphilippe (Deceuninck – Quick-Step) retained the yellow jersey.
Thanks to Peter Sagan’s flair, since last season Bora – Hansgrohe have gone from not even knowing what it felt like to get their hands on the green jersey to being the 4th team with the most days in green (23), only behind much older outfits: Lotto–Soudal (66), Deceuninck–Quick-Step (43) and Jumbo–Visma (39).
12
Peter Sagan’s 12th triumph makes him the most prolific stage winner in the peloton of the 2019 edition, inching ahead of André Greipel, the only other rider who started the Tour with 11 stage wins under his belt.
15
Although still far behind Eddy Merckx (34) and even Mark Cavendish (30), his 12th Tour stage win makes Peter Sagan the 15th most successful stage hunter in the history of the Grande Boucle, tied with six giants of cycling: Gino Bartali, Mario Cipollini, Miguel Indurain, Robbie McEwen, Louis Trousselier and Erik Zabel.
44
Peter Sagan has now finished 44 times in the top 3 of Tour stages, with 22 second places (50%) and 10 third places to go along with his 12 victories

Foto: Gerhard Plomitzer – www.plomi.smugmug.com

1 Peter Sagan (Svk) Bora-Hansgrohe 4:02:33
2 Wout Van Aert (Bel) Team Jumbo-Visma
3 Matteo Trentin (Ita) Mitchelton-Scott
4 Sonny Colbrelli (Ita) Bahrain-Merida
5 Greg Van Avermaet (Bel) CCC Team
6 Julien Simon (Fra) Cofidis Solutions Credits
7 Michael Matthews (Aus) Team Sunweb
8 Nils Politt (Ger) Katusha-Alpecin
9 Jasper Stuyven (Bel) Trek-Segafredo
10 Julian Alaphilippe (Fra) Deceuninck-QuickStep
11 Xandro Meurisse (Bel) Wanty-Gobert
12 Edvald Boasson Hagen (Nor) Dimension Data
GC:
1 Julian Alaphilippe (Fra) Deceuninck-QuickStep 18:44:12
2 Wout Van Aert (Bel) Team Jumbo-Visma 0:00:14
3 Steven Kruijswijk (Ned) Team Jumbo-Visma 0:00:25
4 George Bennett (NZl) Team Jumbo-Visma
5 Michael Matthews (Aus) Team Sunweb 0:00:40
6 Egan Bernal (Col) Team Ineos
7 Geraint Thomas (GBr) Team Ineos 0:00:45
8 Enric Mas (Spa) Deceuninck-QuickStep 0:00:46
9 Peter Sagan (Svk) Bora-Hansgrohe 0:00:50
10 Greg Van Avermaet (Bel) CCC Team 0:00:51
11 Michael Woods (Can) EF Education First
12 Wilco Kelderman (Ned) Team Sunweb
13 Thibaut Pinot (Fra) Groupama-FDJ 0:00:52
14 Rigoberto Uran (Col) EF Education First 0:00:53
15 Tejay Van Garderen (USA) EF Education First
16 Sonny Colbrelli (Ita) Bahrain-Merida 0:00:56
@ASO
Photo by Herbert Moos
Foto: Herbert Moos

Eine durchaus anspruchsvolle Etappe in den Vogesen wartete heute auf das Fahrerfeld der Tour de France. Von Saint-Dié-Des-Vosges führte die Strecke über vier Bergwertungen (jeweils zwei der dritten und zweiten Kategorie) und 175,5 Kilometer nach Colmar, nah an die Grenze zu Deutschland. Das Terrain ließ ein offenes Rennen erwarten, in dem durchaus damit zu rechnen war, dass heute auch eine Fluchtgruppe eine Chance auf den Sieg haben könnte. Entsprechend aggressiv wurde die Anfangsphase gefahren. Attacke folgte auf Attacke, und im Gegensatz zu den letzten Tagen, dauerte es mehr als 25 km bis sich eine 4-Mann-Gruppe an der Spitze des Rennens gefunden hatte. Doch BORA – hansgrohe reagierte sofort, um den Ausreißern gar nicht erst die Möglichkeit auf einen großen Vorsprung zu geben. Lukas Pöstlberger und Marcus Burghardt führten das Feld an, während der Abstand zwischen Spitzengruppe und Peloton um zwei Minuten pendelte. Beim Zwischensprint des Tages holte Peter Sagan Rang zwei aus dem Feld, nur geschlagen von E. Viviani. Auch danach blieb die Rennsituation unverändert, und BORA – hansgrohe bestimmte das Tempo hinter der Spitzengruppe. Rund 40 km vor dem Ziel wurde das Finale auf den letzten beiden Anstiegen eingeläutet. Während an der Spitze ein Fahrer sein Glück alleine versuchte, erhöhte Lukas Pöstlberger das Tempo im Feld weiter, und viele Fahrer fielen nun zurück. Der letzte Ausreißer wurde etwa 22 km vor dem Ende gestellt. In dieser Phase war es das Team Sunweb, das weiter das Tempo für M. Matthews hochhielt. Dadurch gab es auch keine Möglichkeit mehr für einen Angriff, und ein klein gewordenes erstes Feld begab sich auf die rasante Abfahrt Richtung Colmar. Auch auf den letzten, flachen 10 km bereiteten sowohl BORA – hansgrohe als auch Sunweb für ihre Sprinter das Terrain. Eine letzte Attacke von Rui Costa blieb erfolglos, und Gregor Mühlberger sowie Max Schachmann starteten das BORA – hansgrohe Lead-out für Peter Sagan. Sagan hatte heute auf der Zielgeraden die meisten Kraftreserven und das perfekte Timing, und feierte am Ende einen souveränen Tagessieg. Damit baute der Slowake natürlich auch seine Führung im Kampf um Grün weiter aus.
Reaktionen im Ziel
„Wie ich schon die ersten Tage gesagt habe, man muss geduldig sein, dann kommt der Erfolg. Für einen Sieg bei der Tour braucht man eine starke Form, gute Taktik und das nötige Glück. Es ist wirklich nicht einfach. Ein besonderer Dank gilt heute meinem Team, denn wir mussten sehr, sehr viel investieren für diesen Sieg. Alle haben für mich gearbeitet, am Beginn, über die Berge und im Finale. Dieser Sieg ist das Ergebnis eines unglaublichen Teamworks.“ – Peter Sagan

„Wir haben es jeden Tag versucht, hatten aber nicht das nötige Glück, besonders am ersten Tag als Peter schon sehr nahe dran war. Wir hatten einen klaren Plan für heute, dieser erforderte aber sehr, sehr viel Einsatz von den Jungs. Wir mussten viel investieren, aber jeder hat einen super Job abgeliefert. Peter ist heute sehr gut über die Berge gekommen, ich denke, er war im Finale frischer als die anderen Sprinter. Am Ende hat er eine unglaubliche Teamleistung mit seinem Sieg perfekt abgeschlossen.“ – Enrico Poitschke, sportlicher Leiter
© BORA – hansgrohe

Führung ausgebaut: mit Rang vier in Nancy fährt Peter Sagan weiter in Grün bei der Tour de France


Foto: Gerhard Plomitzer – www.plomi.smugmug.com

Zwischen Reims und Nancy stand heute die zweite Sprintetappe der Tour de France auf dem Programm. Die 213,5 Kilometer waren durchwegs flach, mit nur zwei Bergen der 4. Kategorie. Zudem war die Strecke aber mit 58 (!) Ortsdurchfahrten gespickt, und es wurde an einigen Stellen Seitenwind erwartet. Es galt also abermals von Beginn an aufmerksam zu sein. Direkt nach dem Start setzten sich drei Fahrer ab, die schnell drei Minuten Vorsprung herausfahren konnten. Allerdings kontrollierten die Sprinterteams unmittelbar die Rennsituation, und der Abstand zwischen Spitze und Feld blieb über weite Strecken des Tages unverändert. BORA – hansgrohe versteckte sich in dieser Phase kraftsparend im Peloton, allerdings immer weit genug vorne, um bei wechselnden Windsituationen rasch reagieren zu können. Etwa zur Mitte des Rennens gab es einen Massensturz, in den leider auch Patrick Konrad verwickelt war. Zum Glück blieb der österreichische Staatsmeister unverletzt und konnte das Rennen schnell wieder aufnehmen. Mit 80 Kilometer bis zum Ziel lag der Vorsprung der Spitze immer noch bei 2:30, auch im Feld war die Situation unverändert und die Sprinterteams arbeiteten weiter zusammen. Beim Zwischensprint des Tages holte Peter Sagan mit Rang drei aus dem Feld weitere Punkte für das Grüne Trikot. Etwa 20 km vor dem Ziel begannen sich im Feld die Teams langsam zu sortieren und auch BORA – hansgrohe rückte auf, da der letzte Anstieg des Tages in Angriff genommen wurde. Dort forcierte Lukas Pöstlberger das Tempo und wenig später war es um die Ausreißer geschehen, während das Feld nun lang gezogen Richtung Nancy raste. Obwohl einige Sprinter in Schwierigkeiten waren, formierten sich die Sprintzüge rechtzeitig. Auf den letzten, extrem schnellen 10 km war es enorm schwierig, an der Spitze des Feldes zu bleiben. Marcus Burghardt und Daniel Oss positionierten Peter Sagan am Hinterrad von C. Ewan. In einem knappen Zieleinlauf setzte sich am Ende E. Viviani durch, Peter Sagan überquerte die Ziellinie als Vierter. Damit behält der BORA – hansgrohe Kapitän auch weiterhin das Grüne Trikot des Punktbesten.
Reaktionen im Ziel
„Wie erwartet, war das heute ein sehr schnelles Finale mit einem Massensprint. Obwohl viele Sprinter um den Sieg gekämpft haben, war es ein sauberes Finale. Es war sehr knapp, und ich wurde am Ende Vierter. Wir haben Grün verteidigt, aber wie ich schon vor der Tour gesagt habe, wir werden jeden Tag bis Paris kämpfen müssen.“ – Peter Sagan

„Vor mir gab es plötzlich einen Sturz. Ich konnte noch rechtzeitig stehen bleiben, die Fahrer hinter mir aber leider nicht mehr. Ich habe einen heftigen Schlag auf die Rippen bekommen, das hat auf den letzten 100 km ganz schön wehgetan. Aber ich denke, es ist nichts Schlimmes und ich bin soweit ok.“ – Patrick Konrad

„Das Team hat einen guten Job gemacht. Wir haben versucht, das Rennen im Finale hart zu machen, aber der Kurs war nicht schwierig genug, um die anderen Sprinter in Probleme zu bringen. Die letzten Kilometer waren extrem schnell, Peter war in einer guten Position, und am Ende knapp dran. Wir haben das Grüne Trikot verteidigt, das ist das Wichtigste. Leider war Patrick heute zur Hälfte des Rennens in einen Sturz verwickelt. Zum Glück scheint er aber glimpflich davon gekommen zu sein. Unser Doktor überprüft das noch, aber er sollte ok sein, das ist natürlich sehr wichtig für uns.“ – Enrico Poitschke, sportlicher Leiter
© BORA – hansgrohe

Mit Rang fünf auf der dritten Etappe der Tour de France erobert Peter Sagan die Führung in der Punktewertung

Épernay, Monday, July 8th 2019 – World’s number 1 Julian Alaphilippe powered to victory with a strong attack with 16km to go behind breakaway rider Tim Wellens in the hills of the Champagne area. A solo winner in Epernay, he took over from Mike Teunissen to become the first Frenchman in the lead of the Tour de France since Tony Gallopin in 2014.
Photo by Herbert Moos

1 Julian Alaphilippe (Fra) Deceuninck-QuickStep 4:40:29
2 Michael Matthews (Aus) Team Sunweb 0:00:26
3 Jasper Stuyven (Bel) Trek-Segafredo
4 Greg Van Avermaet (Bel) CCC Team
5 Peter Sagan (Svk) Bora-Hansgrohe
6 Matteo Trentin (Ita) Mitchelton-Scott
7 Sonny Colbrelli (Ita) Bahrain-Merida
8 Xandro Meurisse (Bel) Wanty-Gobert
9 Wout Van Aert (Bel) Team Jumbo-Visma
10 Thibaut Pinot (Fra) Groupama-FDJ
11 Tiesj Benoot (Bel) Lotto Soudal
12 Egan Bernal (Col) Team Ineos
13 Geraint Thomas (GBr) Team Ineos 0:00:31
14 Jakob Fuglsang (Den) Astana Pro Team
15 Guillaume Martin (Fra) Wanty-Gobert
16 Romain Bardet (Fra) AG2R La Mondiale
17 Steven Kruijswijk (Ned) Team Jumbo-Visma
18 Alexey Lutsenko (Kaz) Astana Pro Team
19 Rudy Molard (Fra) Groupama-FDJ
20 Michael Woods (Can) EF Education First
21 Rigoberto Uran (Col) EF Education First
Photo by Herbert Moos
GC:
1 Julian Alaphilippe (Fra) Deceuninck-QuickStep 9:32:19
2 Wout Van Aert (Bel) Team Jumbo-Visma 0:00:20
3 Steven Kruijswijk (Ned) Team Jumbo-Visma 0:00:25
4 George Bennett (NZl) Team Jumbo-Visma
5 Michael Matthews (Aus) Team Sunweb 0:00:40
6 Egan Bernal (Col) Team Ineos
7 Geraint Thomas (GBr) Team Ineos 0:00:45
8 Enric Mas (Spa) Deceuninck-QuickStep 0:00:46
9 Greg Van Avermaet (Bel) CCC Team 0:00:51
10 Wilco Kelderman (Ned) Team Sunweb
11 Michael Woods (Can) EF Education First
12 Thibaut Pinot (Fra) Groupama-FDJ 0:00:52
13 Rigoberto Uran (Col) EF Education First 0:00:53
14 Tejay Van Garderen (USA) EF Education First
15 Sonny Colbrelli (Ita) Bahrain-Merida 0:00:56

Die heutige dritte Etappe der Tour de France brachte das Rennen endlich in seine Heimat Frankreich. Die 215 Kilometer mit Start in Binche (Belgien) führte zuerst mit Rückenwind über flaches Terrain. Nach 102 km wartete der Sprint des Tages, bevor die Grenze nach Frankreich überquert wurde. Am Ende der Etappe, rund um Épernay, ließen vier giftige Anstiege ein hartes Finale mit Klassikercharakter erwarten. Peter Sagan von BORA – hansgrohe war also einer der Mitfavoriten. In einem von Beginn an schnellen Rennen setzten sich nach wenigen Kilometern fünf Fahrer vom Feld ab. Der Vorsprung der Ausreißer wuchs in der ersten Rennphase bis auf sechs Minuten an, während im Feld Jumbo-Visma das Tempo kontrollierte. Nach 60 gefahrenen Kilometern zeigte sich auch Deceuninck-Quickstep an der Spitze des Pelotons und der Abstand begann langsam, aber stetig zu sinken. Beim Zwischensprint des Tages holte Peter Sagan Rang zwei aus dem Feld, und damit 9 Punkte im Kampf um Grün. Virtuell lag Sagan nun bereits an der Spitze der Punktewertung. Das Finale wurde dann rund 45 km vor dem Ziel eingeläutet. Noch vor der ersten Bergwertung des Tages begannen harte Positionskämpfe, da die nun folgenden engen Straßen jeder vorne in Angriff nehmen wollte. Auch BORA – hansgrohe arbeitete nun, um Sagan, Buchmann und Konrad an der Spitze des Feldes zu halten, während vorne im Rennen T. Wellens seine Fluchtgefährten stehen ließ. In der Folge wurden die vier abgehängten Ausreißer schnell vom Feld eingeholt, doch Wellens verteidigte seine zwei Minuten Vorsprung hartnäckig. Auch das Tempo im Feld war nun in den Weinbergen um Épernay extrem hoch und viele Fahrer mussten abreißen lassen. Am vorletzten Anstieg setzte J. Alaphilippe die entscheidende Attacke. Niemand war in der Lage, dem Franzosen zu folgen, der schnell 50 Sekunden Vorsprung herausgefahren hatte. Max Schachmann zeigte sich in einer Verfolgergruppe, wurde aber 10 km vor dem Ziel wieder gestellt. Während Alaphilippe an der Spitze einem ungefährdeten Sieg entgegenfuhr, sprintete dahinter in der Gruppe Peter Sagan auf Rang fünf, und übernahm damit die Führung in der Punktewertung. Auch Emanuel Buchmann und Patrick Konrad erreichten in der ersten Gruppe das Ziel, und bleiben damit weiter im Rennen um die Gesamtwertung.

Reaktionen im Ziel
„Das Rennen war am Ende sehr hart, aber das wussten wir. Ich habe mich gut gefühlt und hatte auch keinerlei Probleme mit meinem Knie. Es läuft also alles gut. Es war am Ende wichtig, immer vorne zu bleiben, da das Rennen extrem hektisch, aber wir waren in der Gruppe noch gut vertreten, da hat das Team einen super Job gemacht.“ – Emanuel Buchmann

„Das war eine sehr, sehr harte Etappe. Schnell von Beginn an, 215 km lang und mit vier Anstiegen im Finale. Die letzten beiden Anstiege waren sehr hart, und auch die letzten 500 Meter war sehr steil. Ich wurde Vierter im Sprint des Feldes, und mit den Punkten des Zwischensprints habe ich heute Grün geholt. Damit bin ich erst einmal zufrieden und freue mich auf die nächsten Etappen.“ – Peter Sagan

„Das Finale war extrem hart. In den letzten Anstiegen war richtig Zug drin, schon vor den Attacken. Da waren alle schon am Limit, bevor Alaphilippe ging, und dann konnte niemand reagieren. Ich war dann kurz in einer Gruppe, als im Feld Uneinigkeit herrschte. Wir sind aber nicht richtig weggekommen und wollten dann auf einen Sprint mit Peter setzen. Leider hat das am Ende nicht geklappt, aber in der Gesamtwertung sieht es gut aus, und wir sind alle gut drauf.“ – Maximilian Schachmann

„Es war das erwartet harte Finale. Wir wussten, was uns erwartet, und wollten heute für Peter fahren. Als Alaphilippe attackiert hat, konnte niemand folgen, er war heute der Beste und hat verdient gewonnen. Max hatte im Finale die Freiheit mitzugehen, aber Alaphilippe war einfach zu stark. Danach wollten wir auf den Sprint mit Peter setzen, und darum hat er in der Verfolgergruppe nicht gearbeitet. Wir können mit dem Tag trotzdem zufrieden sein, Peter hat das Grüne Trikot geholt, und unsere GC Fahrer sind vorne mit angekommen, das war wichtig und auf den engen Straßen nicht selbstverständlich. Alle haben gezeigt, dass sie gut in Form sind, und das Team hat sehr gut gearbeitet.“ – Enrico Poitschke, sportlicher Leiter
@BORAhansgrohe / @ASO
Fotos: Herbert Moos

Solides Mannschaftszeitfahren bringt Rang zwölf für BORA – hansgrohe auf der zweiten Etappe der Tour de France


Nachdem Peter Sagan gestern zum Auftakt der Tour de France das Gelbe Trikot nur um wenige Zentimeter verpasst hatte, war das BORA – hansgrohe Team heute für das Mannschaftszeitfahren umso mehr motiviert.

Die 27,6 km lange Strecke vom Grand Place zum Atomium in Brüssel führte ausschließlich über breite Straßen, wartete aber mit einigen lang gezogenen Steigungen auf. Ein gleichmäßiges Tempo und die richtige Abstimmung im Team waren heute die Erfolgskriterien. Außerdem galt es so lange wie möglich in voller Mannschaftsstärke agieren zu können. Als erstes Team eröffnete Ineos das Rennen um 14:30. Als Mitfavoriten auf den Tagessieg setzte Ineos alle Referenzzeiten und erreichte das Ziel in 29:17. Katusha-Alpecin setzte bei der Zwischenzeit zwar eine neue Bestzeit in 13:55, konnte das Tempo aber nicht bis zum Ende halten und lag im Ziel auf Rang zwei. BORA – hansgrohe ging um 15:40 auf die Strecke. Bei der ersten Zwischenzeit bei Kilometer 13,2 lag man in 14:14 etwa 19 Sekunden hinter der Bestzeit. Inzwischen setzte sich Team Sunweb im Ziel auf Rang zwei, während BORA – hansgrohe nach 20,1 Kilometern in 21:33 das Tempo steigern konnte, und mit 24 Sekunden Rückstand auf Zwischenrang sieben lag. Auch das Ziel erreichte das Team aus Raubling auf Rang sieben. In 29:43 hatte man 25 Sekunden Rückstand auf die Bestzeit, und damit im zweiten Streckenteil ein sehr gutes Rennen absolviert.

Jumbo-Visma, mit dem Träger des gelben Trikots M. Teunissen, pulverisierte am Ende förmlich alle Bestzeiten, und holte einen souveränen Tagessieg in einer Zeit von 28:57. BORA – hansgrohe erreichte im Mannschaftszeitfahren heute Rang zwölf.

1 Team Jumbo-Visma 0:28:57
2 Team Ineos 0:00:20
3 Deceuninck-QuickStep 0:00:21
4 Team Sunweb 0:00:26
5 Katusha-Alpecin
6 EF Education First 0:00:28
7 CCC Team 0:00:31
8 Groupama-FDJ 0:00:32
9 Bahrain-Merida 0:00:36
10 Astana Pro Team 0:00:41
11 Mitchelton-Scott
12 Bora-Hansgrohe 0:00:46
13 Cofidis Solutions Credits 0:00:53
14 Dimension Data 0:00:54
15 Lotto Soudal 0:00:59
16 UAE Team Emirates 0:01:03
17 Movistar Team 0:01:05
18 Trek-Segafredo 0:01:18
19 AG2R La Mondiale 0:01:19
20 Total Direct Energie 0:01:42
21 Team Arkea-Samsic 0:01:51
22 Wanty-Gobert Cycling Team 0:01:58
GC:
1 Mike Teunissen (Ned) Team Jumbo-Visma 4:51:34
2 Wout Van Aert (Bel) Team Jumbo-Visma 0:00:10
3 Steven Kruijswijk (Ned) Team Jumbo-Visma
4 Tony Martin (Ger) Team Jumbo-Visma
5 George Bennett (NZl) Team Jumbo-Visma
6 Gianni Moscon (Ita) Team Ineos 0:00:30
7 Egan Bernal (Col) Team Ineos
8 Geraint Thomas (GBr) Team Ineos
9 Dylan van Baarle (Ned) Team Ineos
10 Elia Viviani (Ita) Deceuninck-QuickStep 0:00:31
11 Julian Alaphilippe (Fra) Deceuninck-QuickStep
12 Kasper Asgreen (Den) Deceuninck-QuickStep
13 Enric Mas (Spa) Deceuninck-QuickStep
14 Yves Lampaert (Bel) Deceuninck-QuickStep 0:00:33
15 Michael Matthews (Aus) Team Sunweb 0:00:36
16 Rick Zabel (Ger) Katusha-Alpecin
17 Nils Politt (Ger) Katusha-Alpecin

Reaktionen im Ziel
„Zum Glück war mein Knie heute Morgen schon viel besser als gestern Abend. Da hatte ich doch ziemliche Schmerzen. Aber heute war es ok und hat mich im Rennen gar nicht behindert. Unser Zeitfahren war ok, nicht unser bestes, aber eine solide Leistung. Mein Ziel sind weiterhin die Top Ten in der Gesamtwertung. Ich denke, da ist immer noch alles möglich, wenn ich nun ohne weitere Stürze durchkomme. Die 45 Sekunden Rückstand heute sind absolut im Rahmen.“ – Emanuel Buchmann

„Also die Zeit ist durchaus im Rahmen dessen, was wir erwartet hatten. Es war an der Spitze ein sehr enges Rennen, mit Ausnahme von Jumbo-Visma, daher hatten wir von der Platzierung her vielleicht etwas mehr erwartet. Die meiste Zeit haben wir im ersten Teil liegen gelassen, wir wollten aber auch nicht überziehen. Am Ende ist man immer klüger, und vielleicht hätten wir etwas mehr Risiko nehmen sollen, aber im zweiten Teil hat alles gepasst. Es war ein solides Rennen, mit dem wir zufrieden sein können. Auch mit Blick auf die Gesamtwertung sind wir noch gut dabei, 25 Sekunden auf die meisten Klassementfahrer, da ist nichts verloren. Und für Peter ist in den kommenden Tagen einiges möglich.“ – Enrico Poitschke, sportlicher Leiter
@BORAhansgrohe
Fotos: Gerhard Plomitzer

Peter Sagan im Fotofinish zum Tour-Auftakt in Brüssel um Zentimeter geschlagen


Foto: Gerhard Plomitzer

Die 106. Tour de France wurde heute mit dem Grand Départ in Brüssel eröffnet. Die Hauptstadt Belgiens präsentierte sich von seiner besten Seite, und der Grand Place bot eine würdige Kulisse für den Tourstart. Zwischen dem Start und Ziel in Brüssel lagen 194,5 km, die teilweise über Abschnitte der Flandernrundfahrt führten. Auf den winkeligen Straßen, über Hellingen und Kopfsteinpflaster galt es also von Beginn an aufmerksam zu sein. Direkt nach dem offiziellen Start folgten einige Attacken und vier Fahrer, darunter Greg Van Avermaet, setzten sich vom Feld ab. Als der Vorsprung der Ausreißer auf drei Minuten angewachsen war, begannen im Feld die Sprinterteams zu arbeiten, da heute mit einem Massensprint zu rechnen war. BORA – hansgrohe hielt sich in dieser Anfangsphase im Feld etwas zurück. Nach den beiden Bergwertungen des Tages, an denen er sich das erste Bergtrikot der Tour gesichert hatte, ließ sich Van Avermaet ins Feld zurückfallen und nur noch drei Fahrer blieben an der Spitze des Rennens. Zu diesem Zeitpunkt zeigte sich auch BORA – hansgrohe vorne im Feld, um die Leader des Teams aus allen Schwierigkeiten herauszuhalten. Vor dem Zwischensprint des Tages drückte das Team aus Raubling dann richtig aufs Tempo und sorgte auf dem ersten Kopfsteinpflasterabschnitt für eine Selektion im Feld. In der Folge konnte Peter Sagan aus der ersten Gruppe volle Punktzahl holen, denn die Spitzengruppe wurde noch vor dem Sprint gestellt. Danach wurde das Tempo gedrosselt und die unterschiedlichen Gruppen liefen wieder zusammen. Diesen Moment nutzte ein einzelner Fahrer zu einem neuen Ausreißversuch. Doch auch diesmal war klar, dass es am Ende in Brüssel zu einem Massensprint kommen würde. Rund 20 km vor dem Ende begannen sich die Sprintzüge zu formieren und bei Kilometer 185 war das Feld geschlossen. In einer hektischen Schlussphase ereignete sich etwa 1,5 km vor dem Ziel ein Massensturz, in den auch Emanuel Buchmann verwickelt war. Buchmann kam mit leichten Blessuren davon, während BORA – hansgrohe Peter Sagan sehr gut positioniert hatte. Sagan eröffnete seinen Sprint 200 Meter vor dem Ziel, wurde aber auf der ansteigenden Zielgeraden auf den letzten Metern noch von M. Teunissen um wenige Zentimeter abgefangen.
Winner 1st stage Mike Teunissen, 2er Peter Sagan BORA-hansgrohe
Foto:Gerhard Plomitzer

1 Mike Teunissen (Ned) Team Jumbo-Visma 4:22:47
2 Peter Sagan (Svk) Bora-Hansgrohe
3 Caleb Ewan (Aus) Lotto Soudal
4 Giacomo Nizzolo (Ita) Dimension Data
5 Sonny Colbrelli (Ita) Bahrain-Merida
6 Michael Matthews (Aus) Team Sunweb
7 Matteo Trentin (Ita) Mitchelton-Scott
8 Oliver Naesen (Bel) AG2R La Mondiale
9 Elia Viviani (Ita) Deceuninck-QuickStep
10 Jasper Stuyven (Bel) Trek-Segafredo
11 Greg Van Avermaet (Bel) CCC Team
12 Alberto Bettiol (Ita) EF Education First


Foto: Gerhard Plomitzer

Reaktionen im Ziel
„Wie immer war die erste Etappe der Tour sehr hektisch. Wir hatten eine frühe Spitzengruppe, aber das Rennen war immer unter Kontrolle. Vor dem Sprint, auf dem Pavé-Abschnitt, haben wir richtig aufs Tempo gedrückt, das Feld geteilt und die Gruppe eingeholt. Das Team hat perfekt gearbeitet und ich konnte volle Punkte beim Zwischensprint holen. Die letzten Kilometer waren dann sehr hektisch und es gab einen Sturz. Ich hatte eine gute Position und fühlte mich auch gut. Bei 300 Meter wollte dann niemand losfahren, ich habe angetreten, wurde aber in einem Fotofinish knapp geschlagen. So ist das eben, manchmal gewinnt man, manchmal verliert man. Aber die Tour hat gerade erst begonnen, wir haben drei Wochen vor uns, und wir werden es jeden Tag erneut versuchen.“ – Peter Sagan

„Ich muss sagen, das Team hat heute einen perfekten Job gemacht. Wir waren immer, wenn es notwendig war, vorne und haben das Rennen mitbestimmt. Alle waren sehr stark, auch Peter hat einen sehr guten Eindruck gemacht. Am Ende haben wir um ein paar Zentimeter verloren, aber das passiert eben manchmal. Wir sind zuversichtlich für die nächsten Tage nach der Leistung heute. Leider war Emanuel in den Sturz verwickelt, aber er sieht ok aus und wir denken nicht, dass er für die nächsten Tage beeinträchtigt ist.“ – Enrico Poitschke, sportlicher Leiter

Drei Kapitäne führen BORA – hansgrohe in die Tour de France 2019


Foto: Gerhard Plomitzer
Mit Ambitionen im Kampf um das Grüne Trikot, aber auch in der Gesamtwertung, startet ein ausgewogenes BORA – hansgrohe Team in die Tour de France 2019. Für die Sprints ist Peter Sagan gesetzt, in der Gesamtwertung hat man mit Emanuel Buchmann und Patrick Konrad gleich zwei heiße Eisen im Feuer.

„Natürlich ist eines unsere Ziele hier die Punktewertung. Peter ist sehr gut in Form und hat schon sechs Mal bewiesen, dass er in Grün in Paris einfahren kann. Wir werden ihn bei seiner Rekordjagd natürlich tatkräftig unterstützen. Daneben bin ich aber auch stolz, dass wir viele unserer jungen Fahrer in diesem Jahr dabei haben. Emanuel und Patrick haben eine Kapitänsrolle inne, aber auch Max, Lukas und Gregor haben sich zu echten Leistungsträgern entwickelt. Für Max ist es die erste Tour, und er kann ganz ohne Druck an die Sache herangehen. Wenn wir am Ende das Grüne Trikot gewinnen, einen Etappensieg geholt haben, und mit einem Fahrer in den Top Ten der Gesamtwertung platziert sind, dann wäre ich mit meinen Jungs sehr zufrieden.“ – Ralph Denk, Team Manager

„Jeder kennt meine Ziele, sie sind in jedem Jahr dieselben. Es wird aber wie jedes Jahr sehr schwierig werden, diese auch zu erreichen. Natürlich wäre es schön, der Erste zu sein, der das Grüne Trikot siebenmal gewinnt. Aber daran denke ich noch nicht. Es ist ein weiter Weg bis Paris, es kann viel passieren. Wir haben eine starke Mannschaft hier, möchten auch in der Gesamtwertung mitmischen und das traue ich den Jungs durchaus zu. Wir werden sehen, wie es läuft, und wir werden versuchen, um Siege mitzukämpfen.“ – Peter Sagan

Foto: Gerhard Plomitzer

„Ich habe alles dieser Tour untergeordnet, habe meine Lehren aus der Vuelta gezogen und bin bis diese Woche im Höhentraining geblieben. Dafür habe ich sogar auf die deutsche Meisterschaft verzichtet. Meine Form ist sehr gut, das hat man schon an der Dauphiné gesehen. Ich fühle mich bereit. Dass wir hier zwei Leader sind, empfinde ich als Vorteil, vielleicht ergeben sich daraus sogar taktische Möglichkeiten. Aber in jedem Fall nimmt es Druck von uns beiden. Jetzt heißt es erst einmal ohne Zeitverlust in die Berge zu kommen, dort hoffe ich, meine Stärken voll ausspielen zu können. Das Ziel ist ganz klar: die Top Ten der Gesamtwertung. Das ist sicher möglich, aber man braucht natürlich auch das nötige Glück.“ – Emanuel Buchmann

„Es ist schon etwas Besonderes hier bei der Tour de France im Trikot des österreichischen Staatsmeisters zu starten. Der Meistertitel war schon lange ein Ziel von mir, es war ein unglaublich schöner Moment, als das am Sonntag geklappt hat. In diesem Jahr konnte ich mich speziell auf die Tour vorbereiten, und ich denke, bei der Tour de Suisse hat man gesehen, dass es im Moment sehr gut aussieht. Ich kenne die Tour und weiß, dass harte drei Wochen vor mir liegen. Man darf keine Fehler machen, sich keine Schwäche leisten, aber wenn ich gut durchkomme, dann sind die Top Ten sicher möglich. Das habe ich bereits im letzten Jahr beim Giro bewiesen.“ – Patrick Konrad

„Es ist schon alles etwas größer hier bei der Tour, das merkt man sogar schon vor dem Rennen. Das Medieninteresse ist riesig, und durch meinen deutschen Meistertitel vielleicht noch etwas größer, als es ohnehin schon wäre. Für mich geht ein Traum in Erfüllung, wie jeder junge Rennfahrer wollte ich unbedingt einmal die Tour fahren. Dass ich meine erste Tour nun im Trikot des Deutschen Meisters in Angriff nehmen darf, ist ein Bonus, etwas Spezielles. In diesem Jahr lief bis hierher alles wie am Schnürchen, ob das bei der Tour so weitergehen kann weiß ich nicht, denn ich weiß auch gar nicht so recht was mich erwarten wird. Ich nehme es einfach von Tag zu Tag, werde natürlich auch Helferaufgaben übernehmen, und sehen was es bedeutet, die Tour zu fahren. Aber wer mich kennt weiß, dass ich immer bereit bin, sollte sich eine Chance bieten.“ – Maximilian Schachmann
„Irgendwann wird selbst die Tour zur Routine. Etwas Besonderes ist es aber trotzdem mit dabei zu sein. Ich denke, wir haben ein sehr starkes Team hier, dass für alle Terrains gerüstet ist. Auf Max werde ich natürlich ein Auge haben, und ihm so gut als möglich mit meiner Erfahrung zur Seite stehen. Wir haben wieder hochgesteckte Ziele, aber wir haben sicher das Potenzial diese auch zu erreichen.“ – Marcus Burghardt

„Die letzten Rennen sind richtig gut gelaufen, die Form stimmt. Sowohl bei der Dauphiné als auch bei den Meisterschaften hatte ich gute Beine. Ich bin hier um in den Bergen Patrick und Emu zu unterstützen, aber ich hoffe auch darauf vielleicht einmal freie Fahrt zu bekommen. Das wird natürlich vom Rennverlauf abhängen, aber ich denke, ich bin bereit.“ – Gregor Mühlberger

„Es ist wieder Zeit für dieses besondere Rennen. Man fiebert lange darauf hin, bereitet sich vor, bringt sich in Stimmung. Dann kann man es kaum erwarten bis es losgeht. Ich bin stolz, für BORA – hansgrohe hier dabei zu sein. Ich werde wie gewohnt an der Seite von Peter sein, um ihn bei seinem Kampf um das siebente Grüne Trikot zu unterstützen.“ – Daniel Oss

„Die Vorbereitung in diesem Jahr lief sehr gut, darum bin ich auch etwas entspannter vor meinem zweiten Tour Start als im letzten Jahr. Als Allrounder werden meine Aufgaben wieder sehr vielfältig sein, in den ersten Tagen werde ich Peter in den Sprints unterstützen, danach werde ich versuchen auch Aufgaben für unsere beiden Klassementfahrer Emu und Patrick zu übernehmen. Wenn ich in der dritten Woche noch Kraft übrighabe, bekomme ich ja vielleicht sogar in einer Fluchtgruppe eine Chance auf eigene Rechnung zu fahren.“ – Lukas Pöstlberger