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Giro d’Italia Criterium 2021 – Dubai

1. Peter Sagan (Svk) Bora-Hansgrohe, in 1-26-00
2. Egan Bernal (Col) Ineos Grenadiers, at same time
3. Marc Hirschi (Sui) UAE Team Emirates, at five seconds
4. Geoffrey Bouchard (Fra), Ag2r Citroën, at same time
5. Elia Viviani (Ita) Cofidis, at 12s
6. Grega Bole (Slo)
7. Filippo Fiorelli (Ita) Bardiani-CSF-Faizanè
8. Leonardo Marchiori (Ita) Androni Giocattoli – Sidermec
9. Yousis Mirza (UAE) UAE Team Emirates
10. Mattia Bevilacqua (Ita) Vini Zabù, all at same time

Peter Sagan claimed victory in the first-ever Giro d’Italia Criterium, with Egan Bernal finishing second.


Photo by Plomi

The Slovakian crossed the line first in the exhibition event in Dubai, following a two-up sprint with Ineos Grenadiers‘ Egan Bernal.
Behind them came Marc Hirschi (UAE Team Emirates) in third ahead of Ag2r Citroën’s Geoffrey Bouchard.
Seven seconds later, Elia Viviani led the bunch home ahead of Grega Bole.

The criterium race, which also featured Bernal’s Ineos team-mate Filippo Ganna, consisted of 30 laps of a 2.1km circuit, and took place as part of the Expo 2020 Dubai, the first World Expo ever hosted in the specified Middle East, Africa and South Asia region, where the ‘Made in Italy’ campaign has been created to showcase Italian excellence.

While this was Bernal’s first time in Dubai, the Colombian saying he was looking forward to once again wearing the maglia rosa he won in Italy in May earlier this year, Peter Sagan returned to the country having competed in the first-ever Abu Dhabi Tour, with this outing in the Middle East one of his last in a Bora-Hansgrohe jersey before his switch to Total Energies in the new year.

„This was a very special race, it is incredible to be here and have the opportunity to ride the Giro d’Italia Criterium at Expo 2020 Dubai. I am very happy I could take the win in this unique place,“ Sagan said afterwards. „I want to thank my teammates that kept the race under control. In the first part of the Criterium, I tried to be in the front and contest the sprints to win the Points Classification but I soon realised Elia Viviani was faster than me today. I decided to change my tactic. I tried to recover for 10-15 laps, it was a very fast race. Then in the last few laps Bernal, Hirschi and Bouchard attacked and I decided to follow them – it was the right move. After Bernal attacked again, I managed to stay with him and beat him on the line. I am very happy with this success!“
In other end-of-season criterium news, the Tour de France’s Saitama Criterium in Japan has been cancelled for the second year in a row due to Covid-19, the exhibition event showcasing the summer race’s top talents in east Asia.
@cyclingweekly

BORA – hansgrohe beginnt ein neues Kapitel in der Teamgeschichte: Mit Ben Zwiehoff und Lennard Kämna tritt man bei der 17. Auflage des Cape Epic an

Zum ersten Mal ist BORA – hansgrohe abseits der Straße im Einsatz. Beim berühmten MTB-Mehretappenrennen, das von 17.-24. Oktober in Südafrika ausgetragen wird, geht es für Zwiehoff und Kämna allerdings nicht um Top-Platzierungen. Vielmehr soll das Erlebnis im Vordergrund stehen und Fans eine neue Seite des Teams gezeigt werden.
„Zuerst muss man sagen, dass unsere Teilnahme am Cape Epic eigentlich nur durch die Verschiebung in den Oktober möglich geworden ist. Ich kenne das Rennen aus der Zeit, in der ich noch einen MTB Rennstall hatte. Bei losen Gesprächen habe ich gemerkt, dass es da bei uns im Team viel Interesse gibt. Wichtig ist, es geht uns überhaupt nicht um Ergebnisse. Der Spaß und das Erlebnis sollen im Vordergrund stehen. Wir möchten das Rennen aber auch medial begleiten und so unseren Fans eine neue Seite von BORA – hansgrohe zeigen. Für uns wird das ein kleiner Adventure Trip. Wir möchten auch in Zukunft das eine oder andere Projekt abseits der Straße angehen. Konkrete Pläne haben wir zwar noch nicht, aber ich denke, es ist wichtig, den Fahrern einmal die Möglichkeit zu geben, auch abseits des Profi-Alltags auf der Straße etwas zu erleben. Unser Sport wird immer noch professioneller, und man muss immer härter und akribischer arbeiten. Da tut es auch einmal gut, etwas anderes zu sehen, um den Kopf freizubekommen. Das möchten wir unterstützen.
Besonders freut es mich, dass Lennard mit diesem Rennen quasi seinen Wiedereinstieg gibt. Er war von Beginn an von der Idee begeistert und ich denke, dass auch der Zeitpunkt für ihn sehr gut passt, denn im Anschluss möchten wir mit der Vorbereitung auf die kommende Saison beginnen. Mit Ben hat er da den richtigen Mann zur Seite, denn Ben kommt ja aus dem Mountainbike-Sport und kann Lennard daher sicher mit dem einen oder anderen Tipp und Trick unterstützen.“ – Ralph Denk, Team Manager

„Für mich wird das in gewisser Hinsicht eine Reise zurück zu meinen Wurzeln. Ich bin vor ziemlich genau einem Jahr das letzte Mal auf dem MTB gesessen, und nun kann ich zu einer Art Jubiläum zurück ins Gelände. Ich freue mich auch sehr, das mit Lennard zu erleben. Ich möchte ihn mit ein paar Tipps unterstützen und damit auch ein Stück weit etwas zurückgeben von der Hilfe, die ich Anfang des Jahres von ihm bekommen habe. Es wird sicher auch cool, alte Kollegen wieder zu sehen und gemeinsam eine gute Zeit zu haben. Die Strecken sind technisch in den letzten Jahren ziemlich anspruchsvoll geworden. Das wird sicher ein Spaß, mit Specialized-Bikes über die Trails zu fetzen.“ – Ben Zwiehoff

„Für mich ist das eine völlig neue Herausforderung. Ich komme ja aus dem Norden Deutschlands und bin erst in diesem Jahr zum ersten Mal auf einem Mountainbike gesessen. Natürlich habe ich daher einen riesen Respekt vor Cape Epic, aber es ist auch Vorfreude dabei. Es gibt ja generell die Tendenz, dass einige Fahrer immer öfter in unterschiedlichen Disziplinen unterwegs sind, dieses Ziel habe ich im Moment nicht, das wird erst mal eine einmalige Sache bleiben. Aber mal was anderes zu sehen und zu erleben, diesen Reiz kann ich schon verstehen. Meine Vorbereitung war ganz ok, aber ich habe da definitiv technisch viele Defizite, was am Ende aber auch egal ist, denn es geht ja mehr um den Spaß an der Sache.“ – Lennard Kämna


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Paris – Bourges – 198 Km

1 MEEUS Jordi BEL BORA-HANSGROHE 04:20:58
2 DÉMARE Arnaud FRA GROUPAMA-FDJ 00:00
3 BONIFAZIO Niccolo ITA TEAM TOTALENERGIES 00:00
4 ALLEGAERT Piet BEL COFIDIS 00:00
5 COQUARD Bryan FRA B&B HOTELS P/B KTM 00:00
6 MCLAY Daniel GBR TEAM ARKÉA-SAMSIC 00:00
7 VAN POPPEL Danny NED INTERMARCHÉ-WANTY-GOBERT 00:00
8 TESSON Jason FRA ST MICHEL-AUBER 93 00:00
9 MENTEN Milan BEL BINGOAL PAUWELS SAUCES WB 00:00
10 JENSEN August NOR DELKO 00:00
11 RICKAERT Jonas BEL ALPECIN-FENIX 00:00
12 MARIT Arne BEL SPORT VLAANDEREN-BALOISE 00:00
13 RUSSO Clément FRA TEAM ARKÉA-SAMSIC 00:00
14 LEROUX Samuel FRA XELLISS-ROUBAIX LILLE MÉTROPOLE 00:00
15 FUENTES Angel ESP BURGOS-BH 00:00

Saisonsieg Nummer 30 für BORA – hansgrohe: Jordi Meeus gewinnt Paris-Bourges

Nachdem eine 5-Mann-Gruppe die erste Hälfte des Rennens bestimmt hatte, erhöhte man im Feld heute früh das Tempo und die Gruppe wurde etwa 40 Kilometer vor dem Ziel gestellt. Danach versuchten immer wieder Fahrer dem Feld zu entwischen und das Tempo blieb hoch bis zum Finale. Dort lieferte BORA – hansgrohe Jordi Meeus zum richtigen Zeitpunkt in perfekter Position ab. Jordi eröffnete seinen Sprint vom Hinterrad von A. Demare rund 150 m vor dem Ziel und holte am Ende einen souveränen Sieg.

Von der Ziellinie
„Es war ein sehr schnelles Rennen, besonders im Finale mit den ganzen Attacken. Wir haben uns heute voll auf den Sprint konzentriert und am Ende waren wir vorne, als es darauf ankam. Ich war in der letzten Kurve am Hinterrad von Demare und auf der Zielgeraden war die Reihe lang gezogen, es war also ein organisierter Sprint ohne Chaos. Als Demare anzog, hatte ich freie Fahrt und habe bei 150 m von seinem Hinterrad aus angetreten. Der Moment war perfekt und dieser Sieg ist ein besonderer Moment für das gesamte Team. Wir werden diesen Abend gemeinsam genießen.“ – Jordi Meeus

„Wir haben uns heute nur auf den Sprint konzentriert und wollten am Beginn nur große Gruppen abdecken. Ich kenne das Finale ja sehr gut, denn ich war auch schon bei den Siegen von Sam Bennett damals dabei. Von da her hatten wir einen genauen Plan, wann Jordi wo zu sein hatte. Wir hatten zwar kein Lead-out am Schluss, aber Bodi und Patrick haben ihn vor der Ortseinfahrt perfekt abgeliefert. Von dort weg musste man in Position sein. Das hat Jordi heute perfekt gemacht und am Ende souverän gewonnen. Er war in letzter Zeit oft am Podium, dieser Sieg ist absolut verdient.“ – Steffen Radochla, sportlicher Leiter

Gran Piemonte – 168 Km

1 WALLS Matthew GBR BORA-HANSGROHE 03:34:47
2 NIZZOLO Giacomo ITA TEAM QHUBEKA NEXTHASH 00:00
3 KOOIJ Olav NED JUMBO-VISMA 00:00
4 TRENTIN Matteo ITA UAE TEAM EMIRATES 00:00
5 GIRMAY Biniam ERI INTERMARCHÉ-WANTY-GOBERT 00:00
6 MARECZKO Jakub ITA VINI ZABÙ 00:00
7 MINALI Riccardo ITA INTERMARCHÉ-WANTY-GOBERT 00:00
8 DE KLEIJN Arvid NED RALLY CYCLING 00:00
9 CAPIOT Amaury BEL TEAM ARKÉA-SAMSIC 00:00
10 OLDANI Stefano ITA LOTTO SOUDAL 00:00
11 HAYTER Ethan GBR INEOS GRENADIERS 00:00
12 CONSONNI Simone ITA COFIDIS 00:00
13 MOSCHETTI Matteo ITA TREK-SEGAFREDO 00:00
14 ARANBURU Alex ESP ASTANA-PREMIER TECH 00:00
15 RICHEZE Maximiliano ARG UAE TEAM EMIRATES 00:00

Matt Walls triumphiert bei Gran Piemonte

Der italienische Herbstklassiker, Gran Piemonte, kehrte mit einer anderen Strecke als im letzten Jahr zurück. Die 168 km von Rocca Canavese nach Borgosesia wiesen keine besonderen Schwierigkeiten auf und begünstigten die schnellen Männer, sodass es am Ende zu einem Sprint kam. Schon früh versuchte eine kleine Ausreißergruppe ihr Glück in der Flucht, aber das Feld hielt sie an der kurzen Leine und ihre Bemühungen blieben am Ende unbelohnt. Auf den letzten Kilometern gelang es BORA – hansgrohe Matt Walls in eine gute Ausgangsposition für den Sprint zu bringen. Auf der Zielgerade klemmte sich der Brite geschickt an das Hinterrad von M. Trentin und konnte letztlich noch kurz vor der Ziellinie an seinen Konkurrenten vorbeiziehen und seinen zweiten Saisonsieg einfahren.

Reaktionen im Ziel
„Wir wussten, dass es eine gute Chance gab, dass das Rennen in einem Sprint enden würde. Die Jungs haben mich den ganzen Tag sehr gut unterstützt und mich in eine gute Ausgangsposition fürs Finale gebracht. Ich hatte dann auch noch gute Beine, um den Sieg einzufahren. Es war tückisch nach dem letzten Kreisel, denn jeder versuchte sich gut zu positionieren. Ich konnte mich an einige Hinterräder klemmen und so gut durch die Kurven kommen und war damit dann in einer guten Ausgangslage für den Sprint. Dieser Sieg erhöht mein Selbstvertrauen und zeigt, dass ich nicht nur im Bahnradsport Ergebnisse erzielen kann, sondern auch auf der Straße.“ – Matt Walls
„Wir hatten heute kein richtiges Lead-Out, weil Patrick Konrad nicht am Start war und auch weil Ben Zwiehoff krankheitsbedingt ausfallen musste. Wir waren also nur zu fünft. Die anderen vier Jungs haben einen super Job gemacht und Matthew gut am Ende abgeliefert. Matt hat dank seiner Bahn-Skills eine gute Position gefunden. Er ist im Feld richtig von Rad zu Rad gesurft und hat sich dann ans Rad von Trentin gehängt, der eigentlich ein super Lead-Out für uns gefahren ist. Matt hatte dann einfach noch gute Beine gehabt, um noch mal richtig einen draufzusetzen und einen schönen Sprint zu fahren. In einem Feld von richtig guten Fahrern war dies ein erstklassiger Sieg für ihn.“ – Jens Zemke, Sportlicher Leiter

Nach positiven Covid-Testergebnissen muss BORA – hansgrohe die Line-ups für Paris-Bourges und Paris-Tour umstellen

Aufgrund leichter Erkältungssymptome bei Pascal Ackermann und Michael Schwarzmann wurde kurzfristig vor der Anreise nach Frankreich bei beiden ein PCR-Test durchgeführt, der positiv ausgefallen ist. Ein zweiter Test bestätigte das positive Ergebnis bei beiden Fahrern. Ackermann und Schwarzmann haben ihre Reise daher nicht angetreten und verhalten sich nun zuhause entsprechend der Vorgaben der zuständigen Gesundheitsbehörden.
Maciej Bodnar wird als Ersatz die beiden Rennen bestreiten, das Team wird allerdings nur mit sechs Fahrern an den Start gehen.

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BORA – hansgrohe und Enrico Poitschke gehen getrennte Wege: Rolf Aldag wird neuer Sportdirektor

Nach über 10 Jahren erfolgreicher Zusammenarbeit, in denen unzählige Erfolge gefeiert und das Team zusammen aufgebaut wurde, möchte BORA – hansgrohe neue Impulse in der sportlichen Leitung des Teams setzen. Der 53-jährige Aldag bringt eine breit gefächerte Erfahrung mit und leitet ab 2022 die sportlichen Agenden beim Raublinger WorldTeam.

„Das war die wahrscheinlich schwierigste Entscheidung der letzten 10 Jahre für mich, denn ich bin Enrico zu großem Dank verpflichtet. Wir haben uns gemeinsam von der 3. Liga bis in die WorldTour hochgearbeitet, dabei so ziemlich alle Hochs und Tiefs durchlebt, die man sich vorstellen kann, und ich werde diese gemeinsamen Momente immer in bester Erinnerung behalten. In den letzten Monaten ist mir aber mehr und mehr bewusst geworden, dass wir, wenn wir uns als Team weiter entwickeln möchten, wohl auch in der sportlichen Leitung eine Veränderung brauchen. Es ist nicht so, dass ich mit den Ergebnissen unzufrieden wäre – wir alle haben da gemeinsam in den letzten Jahren einen guten Job gemacht -, aber der Radsport hat sich verändert und wir müssen uns dieser Veränderung anpassen, um Schritt zu halten. In der sportlichen Leitung haben sich in der langen gemeinsamen Zeit viele Routinen eingeschlichen, die wahnsinnig schwer zu verändern sind. Darum habe ich entschieden, hier neue Wege zu gehen. Wir haben viele junge Fahrer in unseren Reihen und möchte diese strategisch und in aller Ruhe aufbauen. Dafür haben wir in den letzten Wochen klare Ziele definiert und intern Aufgaben neu verteilt. Was die sportliche Leitung betrifft, sind wir in den letzten Zügen unserer Planungen.
Rolf bringt einen großen Erfahrungsschatz mit in unser Team und ich freue mich sehr, dass ich ihn für unser Projekt begeistern konnte. Ich hatte ja schon angedeutet, dass wir den Umbruch, der in diesem Jahr eingeleitet wurde, auch nutzen wollen, um uns in unterschiedlichen Bereichen weiterzuentwickeln. Strategisch war für uns die sportliche Leitung nach dem Abgang von Enrico Poitschke ein zentraler Bereich und ich denke, die Lösung, die wir gefunden haben, ist für uns optimal. Rolf war maßgeblich am Erfolg von HTC-Highroad beteiligt, war technischer Direktor bei Omega Pharma-Quickstep, hat sich im Frauenradsport engagiert und hat Dimension Data geholfen, in die WorldTour aufzusteigen und so Radsport in Afrika populär gemacht. Ich denke, man sieht, dass Radsport seine Leidenschaft ist, und das verbindet uns. Von den ersten Gesprächen an hatten wir die gleiche Vision, in welche Richtung wir BORA – hansgrohe in Zukunft entwickeln wollen. Rolf hat in der Vergangenheit auch intensiv mit Specialized zusammengearbeitet und das ist für uns ebenfalls ein wichtiger Punkt. Er wird die sportliche Leitung des Teams übernehmen und soll uns mit seiner Erfahrung auch in der Materialentwicklung helfen. Rolf ist für mich aufgrund seiner umfassenden Erfahrung, seines technischen Know-hows und seines Commitments ein absoluter Gewinn für BORA – hansgrohe.“ – Ralph Denk, Team Manager

„Natürlich bin ich enttäuscht und die Entscheidung kam auch für mich überraschend. Ich habe das Team über die letzten zehn Jahre gemeinsam mit Ralph Denk aufgebaut und bin der Meinung, dass wir gemeinsam sehr gute Arbeit geleistet haben. Ralph will allerdings künftig neue Impulse setzen und diese Entscheidung ist zu akzeptieren. Dennoch werde ich die vergangenen Jahre in guter Erinnerung behalten, denn es waren zweifellos trotz des hohen Engagements, das erwartet wurde, wunderbare Momente dabei – unser erster “Tour de France“ Auftritt mit Leopold König, die Etappen Siege im „Giro d‘Italia“ und der „Vuelta“ oder die Erfolge bei der Tour mit Peter, Lennard, Nils, Patrick und Emu. Herausragend war natürlich der Sieg bei Paris-Roubaix 2018. Ich bin stolz, dass all diese Erfolge auch meine Handschrift tragen. Der Radsport ist meine Leidenschaft und man wird sehen, in welcher Form ich ihm auch weiterhin verbunden bleiben werde.“ – Enrico Poitschke

„Ich freue mich sehr auf meine neue Aufgabe bei BORA – hansgrohe und über das Vertrauen, das mir Ralph Denk entgegenbringt. Das Team ist seit mehr als einem Jahrzehnt ein fester Bestandteil des internationalen Radsports und wächst ständig. Die Verlässlichkeit der Partner und das langfristige Denken des Teammanagements waren sehr wichtig für meine Entscheidung, in Zukunft ein Teil von BORA – hansgrohe zu werden. Ralph hat es geschafft, für 2022 eine sehr talentierte Gruppe von Fahrern zusammenzubringen. Nun geht es darum, aus diesen Jungs, der sportlichen Leitung und den Coaches ein erfolgreiches Team zu formen, das die Radsportfans durch eine offensive Fahrweise begeistert. Ich möchte die Gelegenheit aber auch nutzen, mich bei Enrico zu bedanken, denn dank seiner guten und kontinuierlichen Arbeit der Vergangenheit ist es uns möglich, auf einem absoluten Weltklasseniveau neue Ziele anzugehen.“ – Rolf Aldag

Paris-Roubaix 2021


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1 COLBRELLI Sonny ITA BAHRAIN VICTORIOUS 06:01:57
2 VERMEERSCH Florian BEL LOTTO SOUDAL 00:00
3 VAN DER POEL Mathieu NED ALPECIN – FENIX 00:00
4 MOSCON Gianni ITA INEOS GRENADIERS 00:44
5 LAMPAERT Yves BEL DECEUNINCK – QUICK – STEP 01:16
6 LAPORTE Christophe FRA COFIDIS 01:16
7 VAN AERT Wout BEL JUMBO – VISMA 01:16
8 VAN ASBROECK Tom BEL ISRAEL START-UP NATION 01:16
9 BOIVIN Guillaume CAN ISRAEL START-UP NATION 01:16
10 HAUSSLER Heinrich AUS BAHRAIN VICTORIOUS 01:16
11 RUTSCH Jonas GER EF EDUCATION – NIPPO 01:16

12 WALSCHEID Maximilian Richard GER TEAM QHUBEKA NEXTHASH 03:17
13 TURGIS Anthony FRA TEAM TOTALENERGIES 03:17
14 KRISTOFF Alexander NOR UAE TEAM EMIRATES 04:40
15 VERMEERSCH Gianni BEL ALPECIN – FENIX 04:40
16 LANGEVELD Sebastian NED EF EDUCATION – NIPPO 04:45
17 HALLER Marco AUT BAHRAIN VICTORIOUS 06:21
18 CAPIOT Amaury BEL TEAM ARKEA – SAMSIC 06:21
19 PLANCKAERT Baptiste BEL INTERMARCHE – WANTY – GOBERT MATERIAUX 06:21
20 MOZZATO Luca ITA B&B HOTELS P/B KTM 06:21

Sonny Colbrelli to Paradise

Riding his first Paris-Roubaix at the age of 31, European champion Sonny Colbrelli of Bahrain Victorious rode to glory on the André-Pétrieux velodrome as he outsprinted his two breakaway companions, Florian Vermeersch and Mathieu van der Poel, two other debutants in the Hell of the North. The race was marked by wet and muddy conditions and the solo breakaway of another Italian, Gianni Moscon, who looked like having his grip on the race but was victim of a puncture and a crash in the money time.

31 riders at the front
174 riders took the start of the 118th Paris-Roubaix at 11.14. Riding his last race ever, Australia’s Mitch Docker (EF Education-Nippo) was involved in the first crash in the first kilometre along with Jonas Van Genechten (B&B-KTM). Edward Theuns (Trek-Segafredo), Matteo Trentin (UAE Team Emirates) and Max Kanter (DSM) managed to form a leading trio after 10km of racing but Trentin sat up while the peloton was very active. It was all together again at km 29. A group of 31 riders was formed at km 47: Florian Vermeersch, Harry Sweeny, Tosh Van der Sande (Lotto-Soudal), Daniel Oss (Bora-Hansgrohe), Davide Ballerini, Tim De Clercq (Deceuninck-Quick Step), Edoardo Affini, Timo Roosen, Nathan Van Hooydonck (Jumbo-Visma), Tom van Asbroek (Israel-Start Up-Nation), Jasper Philipsen (Alpecin-Fenix), Tom Skujins (Trek-Segafredo), Marco Haller, Fred Wright (Bahrain Victorious), Greg Van Avermaet (AG2R-Citroën), Stefan Küng (Groupama-FDJ), Stefan Bisseger (EF Education-Nippo), André Carvalho (Cofidis), Vegard Stake Laengen (UAE Team Emirates), Owain Doull, Gianni Moscon, Luke Rowe (Ineos Grenadiers), Florian Maître (Totalenergies), Luke Durbridge, Robert Stannard (BikeExchange), Edvaldas Siskevicius (Delko), Nils Eekhoff (DSM), Max Walscheid (Qhubeka-NextHash), Imanol Erviti, Matteo Jorgenson (Movistar) and Luca Mozzato (B&B Hotels-KTM). Successively, Doull and Küng were swallowed by the pack after a flat tyre and a crash respectively.

Vermeersch and Eekhoff at the front in Arenberg
After Haller sustained a flat tyre, 28 leaders entered the first cobbled sector with an advantage of 1’50’’ over the peloton. At the exit of the sector 27, Walscheid, Rowe, Vermeersch and Eekhoff took the lead with 143km to go. After Rowe got dropped and Walscheid crashed on the sector 24, Vermeersch and Eekhoff formed a leading duo with 127km to go. The Belgian and the Dutchman entered the Trouée d’Arenberg with an advantage of 40’’ over their former breakaway companions 1’40’’ over the favourites’ group. At the exit, van der Poel was accompanied by Guillaume Boivin, Sonny Colbrelli and Jorgenson while van Aert was timed 20’’ behind them. The Belgian national champion came across before the Pont Gibus. 83km before the end, Vermeersch and Eekhoff were reeled in by the 11 first chasers.

Moscon goes solo with 52km to go
Vermeersch, Sweeny, Van der Sande, Roosen, Van Hooydonck, Van Asbroek, Philipsen, Van Avermaet, Bisseger, Moscon, Siskevicius, Eekhoff, and Walscheid formed a front group that split with 75km to go. Van der Poel attacked on the cobbled sector 15 with 70km yet to be covered. Vermeersch, Van Asbroek and Moscon rode away 63km before the end. Moscon went solo on the sector 12 with 52km to go. He had 1’ lead over van der Poel, Boivin and Colbrelli at the 50km to go mark. Moscon was flying on the 5-stars iconic sector of Mons-en-Pévèle despite the mud remaining after the weather conditions became sunny. He had 1’20’’ lead over van der Poel, Vermeersch, Boivin, Van Asbroek and Colbrelli when he sustained a flat tyre with 29km to go. The Italian crashed on the cobbled sector 7. His advantage got reduced to 9’’ but went up again. Moscon got reeled in on the Carrefour de l’Arbre by a trio of neophytes: van der Poel, Colbrelli and Vermeersch who kept going without him. Moscon got caught by the van Aert group within 5km to go while the leading trio was out of reach. Van der Poel entered the velodrome in first position. Vermeersch launched the sprint after the first passage on the line. Colbrelli sprinted in the middle of the road to beat his two companions by a very little margin.

BORA – hansgrohe glücklos bei epischem Paris-Roubaix

Bei strömenden Regen wurde heute zum 118. Mal Paris-Roubaix im Norden Frankreichs ausgetragen. Es dauerte lange, bevor sich auf dem ersten Teil der Strecke ohne Kopfsteinpflasterpassagen eine 31-Mann-Gruppe vom Feld lösen konnte. Mit Daniel Oss hatte BORA – hansgrohe einen Fahrer in der Spitzengruppe, allerdings musste Daniel leider relativ früh abreißen lassen. Dahinter im Feld arbeitete der Rest des Teams für Peter Sagan. Schon auf den ersten Pavé Sektoren flog das Feld völlig auseinander und es ereigneten sich auf feuchtem Untergrund unzählige Stürze. In dieser Phase musste Nils Politt insgesamt drei Mal das Rad wechseln und verlor damit früh im Rennen alle Chancen. Nachdem Peter Sagan leider in einen Sturz verwickelt war und ebenfalls weit zurückfiel, blieb Max Schachmann der einzige Vertreter von BORA – hansgrohe in der Gruppe der Favoriten. Doch auch Max ging vor dem Wald von Arenberg zu Boden und musste leider auch alle Chance begraben. Am Ende holte sich S. Colbrelli den Sieg aus einer 3-Mann-Spitzengruppe. Für BORA – hansgrohe blieb am Ende nur der Eindruck eines der härtesten Rennen der letzten 20 Jahre.

Von der Ziellinie
„Ich hatte heute eigentlich gute Beine, aber die Verhältnisse waren extrem schwierig. Ich musste früh im Rennen insgesamt drei Mal das Rad wechseln, da war ich einfach zu weit zurück. Das ist sehr bitter, aber ich werde im nächsten Jahr wieder heiß am Start stehen, und vielleicht habe ich dann mehr Glück.“ – Nils Politt

„Paris-Roubaix ist immer ein hartes Rennen, aber heute, unter diesen Bedingungen war es wirklich extrem. Man musste irgendwie heil in Roubaix ankommen und immer versuchen, ganz vorne im Feld zu sein, um Stürzen aus dem Weg zu gehen. Wir haben das auch versucht, aber leider wurden wir immer wieder durch Stürze aufgehalten. Auch ich ging heute einmal hart zu Boden. Ich wollte dennoch das Rennen unbedingt beenden und habe mich durchgekämpft. Das war mein letztes Rennen für BORA – hansgrohe und ich wollte unbedingt ein gutes Ergebnis einfahren, aber heute war nicht unser Tag.“ – Peter Sagan

„Das war ein schwerer Tag für uns. Wir hatten heute einfach kein Glück, waren in vielen Stürzen verwickelt und hatten viele Defekte. Schon bevor das Rennen so richtig losging, waren wir eigentlich in einer aussichtslosen Position. Peter, Max und Juraj haben noch gekämpft, aber heute war für uns nichts mehr zu holen. Das ist hart, aber eigentlich können wir uns nichts vorwerfen.“ – Enrico Poitschke, sportlicher Leiter

Eurométropole Tour 178km

1. Fabio Jakobsen (NED, Deceuninck-QuickStep) 4:08:32
2. Jordi Meeus (BEL, Bora-Hansgrohe) 0:00

3. Mads Pedersen (DEN, Trek-Segafredo) 0:00
4. Danny van Poppel (NED, Intermarché-Wanty-Gobert Matériaux) 0:00
5. Hugo Hofstetter (FRA, Israel Start-up Nation) 0:00
6. Nacer Bouhanni (FRA, Team Arkea-Samsic) 0:00
7. Kenneth Van Rooy (BEL, Sport Vlaanderen-Baloise) 0:00
8. Luca Mozzato (ITA, B&B Hotels p/b KTM) 0:00
9. Reinardt Janse Van Rensburg (RSA, Qhubeka NextHash) 0:00
10. Samuel Leroux (FRA, Xelliss-Roubaix Lille Metropole) 0:00

Jordi Meeus sprintet auf starken zweiten Platz bei der Eurométropole Tour

Das Eintagesrennen Eurométropole Tour, führte über 177km von La Louvière nach Tournai im wallonischen Teil Belgiens. Die Zielgeraden auf den fünf Runden wiesen zwar jeweils einen scharfen Anstieg auf, aber ein Sprint war am Ende zu erwarten. Eine siebenköpfige Ausreißergruppe konnte sich schon früh absetzen, aber das Feld ließ die Gruppe nicht aus den Augen und mit 60 km bis zu Ziel war die Spitzengruppe wieder eingefangen. Danach fiel das Feld etwas auseinander und eine Gruppe von 29 Fahrern, unter ihnen auch Jordi Meeus, konnte sich lösen. Auf den letzten Kilometern allerdings gesellten sich mehrere Fahrer zu dieser Gruppe und das Rennen wurde in einem Sprint-Showdown entschieden. Nach einer starken Leistung auf der Zielgeraden belegte Jordi den zweiten Platz hinter F. Jakobsen.

Reaktionen im Ziel
„Das Team hat mich die ganze Zeit gut unterstützt, und als das Rennen explodierte, gelang es mir in die erste Gruppe zu kommen. Auf der letzten Runde konnten einige Fahrer die Lücke zu uns schließen, darunter auch einige sehr gute Sprinter. Max hat es auch geschafft und hat mich in eine gute Position für den Sprint gebracht. Am Ende wurde ich Zweiter. Nicht schlecht, aber auch kein super Ergebnis. Ich hatte das Gefühl, dass heute mehr möglich gewesen wäre. Aber jetzt geht es zum nächsten Rennen.“ – Jordi Meeus
„Das war ein ziemlich gutes Rennen für uns. Der Sieg wäre möglich gewesen, denn das war ein sehr knapper Zielsprint. Wir wollten von Anfang an für Jordi fahren und mit ihm dann zum Sprint zu kommen. Aber wir wollten auch in allen wichtigen Gruppen vertreten sein. Dann war Jordi selber in der Führungsgruppe und am Ende gelang es auch Max in diese Gruppe zu kommen und ihm dort zu helfen. Die anderen haben auch eine starke Leistung geliefert, aber wir hatten ein bisschen Pech mit Rudi, der nach 12km gestürzt war und das Rennen leider aufgeben musste. Aber im Großen und Ganzen ist der zweite Platz ein sehr starkes Resultat für Jordi und das Team, und der Sieg kommt sicherlich noch.“ – Steffen Radochla, Sportlicher Leiter

Neuer Bekleidungspartner für BORA – hansgrohe: Raublinger Rennstall geht ab 2022 mit Le Col an den Start

Mit Le Col holt sich BORA – hansgrohe einen Partner an Bord, der vor allem im Bereich Performance seine Stärken hat. Durch Erfahrungen auch abseits des Radsports, wie z.B. mit McLaren, erhofft man sich gemeinsam besonders im Bereich Aerodynamik eine neue Benchmark zu setzen. Designs und weitere Details werden zu einem späteren Zeitpunkt vorgestellt.

„Ich bin sehr glücklich, mit Le Col einen kompetenten Partner gefunden zu haben, der die Leidenschaft für unseren Sport teilt. Yanto Barker war selbst Rennfahrer und vom ersten Gespräch an waren wir auf derselben Wellenlänge. Er versteht genau, was notwendig ist, um im modernen Radsport erfolgreich zu sein und kann mit seinem Team das Feedback der Rennfahrer sehr gut umsetzen. Wir erhoffen uns vor allem in Sachen Aerodynamik und Performance gemeinsam eine neue Benchmark zu setzen, denn besonders dieser Bereich hat in den vergangenen Jahren immer mehr an Bedeutung gewonnen. Ressourcen, Know-how und Erfahrung von Le Col sind hier absolut vielversprechend und wir freuen uns sehr auf die Zusammenarbeit.“ – Ralph Denk, Team Manager

„Im letzten Jahr haben das Le Col Team und ich viele Stunden damit verbracht, für BORA – hansgrohe ein maßgeschneidertes und frisches Design zu entwickeln. Wir sind unheimlich froh, wieder in der WorldTour vertreten zu sein und BORA – hansgrohe ist ein Team, das wir schon länger beobachten. Dass es nun mit einer Partnerschaft geklappt hat, ist großartig und wir fühlen uns geehrt, mit einigen der besten Rennfahrer im Peloton arbeiten zu dürfen. Wir freuen uns auf die Aufgabe und werden mit unseren Produkten eines der besten Performance Kits zur Verfügung stellen.“ – Yanto Barker, Gründer Le Col

Grand Prix de Denain – 200 Km


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1 PHILIPSEN Jasper BEL ALPECIN-FENIX 04:40:44
2 MEEUS Jordi BEL BORA – HANSGROHE 00:00
3 SWIFT Ben GBR INEOS GRENADIERS 00:00
4 HOFSTETTER Hugo FRA ISRAEL START-UP NATION 00:00
5 VAN ASBROECK Tom BEL ISRAEL START-UP NATION 00:00
6 DÉMARE Arnaud FRA GROUPAMA – FDJ 00:00
7 VAN ROOY Kenneth BEL SPORT VLAANDEREN – BALOISE 00:00
8 PLANCKAERT Baptiste BEL INTERMARCHÉ – WANTY – GOBERT MATÉRIAUX 00:00
9 ALLEGAERT Piet BEL COFIDIS, SOLUTIONS CRÉDITS 00:00
10 DEBUSSCHERE Jens BEL B&B HOTELS P/B KTM 00:00

Platz zwei für Jordi Meeus bei GP Denain

Im Norden Frankreichs wurde heute der GP Denain ausgetragen. Nach einer Attacke von Ineos Grenadiers rund 65 km vor dem Ziel flog das Feld völlig auseinander und eine frühe Fluchtgruppe wurde gestellt. 12 Fahrer waren an der Spitze des Rennens und die erste große Gruppe etwa eine Minute dahinter. Während an der Spitze Fahrer um Fahrer zurückfiel, gelang es dem Feld immer auf Tuchfühlung zu bleiben. Auf dem letzten Kilometer wurden die letzten drei Ausreißer eingeholt und Rudi Selig bereitete den Sprint für Jordi Meeus perfekt vor. Auch das Timing des jungen Belgiers war heute sehr gut, am Ende musste er sich aber knapp J. Philipsen geschlagen geben.

Von der Ziellinie
„Es war ein harter Kampf über das Kopfsteinpflaster heute und ich musste wirklich leiden. Am Ende haben wir die letzten Ausreißer gerade noch eingeholt und Rudi war noch bei mir in der Gruppe. Er ist ein perfektes Lead-out gefahren und ich konnte meinen Sprint von vorne antreten. Eigentlich dachte ich schon, dass ich gewonnen habe, aber Philipsen war extrem schnell auf den letzten 20 m und kam gerade noch so an mir vorbei. Dennoch bin ich heute sehr zufrieden mit dem Ergebnis.“ – Jordi Meeus

„Es war ein hartes Rennen und die Pavé-Passagen haben ihren Tribut gefordert. Wir waren hier mit einer sehr unerfahrenen Mannschaft für diese Art von Rennen und hatten auch noch Pech, denn Ide haben wir früh durch einen Defekt in der absolut falschen Situation verloren. Als Ineos angriff, waren wir nicht in der Position mitzugehen. Das war schade, denn die Gruppe vorne war groß und gefährlich. Auch Rudi hatte dann noch Schaden, kam aber wieder zurück. Im Sprint wurde die Gruppe gerade noch gestellt, Rudi hat da einen tollen Job gemacht. Auch Jordi kann ich nur gratulieren, Philipsen ist aktuell in Überform, da kann man fast nichts machen. Rang zwei können wir heute absolut als Erfolg verbuchen.“ – André Schulze, sportlicher Leiter

Eschborn-Frankfurt 2021 – 188 Km


Photo by Plomi

Photo by HERBERT MOOS
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1 PHILIPSEN Jasper BEL ALPECIN-FENIX 04:28:03
2 DEGENKOLB John GER LOTTO SOUDAL 00:00
3 KRISTOFF Alexander NOR UAE-TEAM EMIRATES 00:00
4 PASQUALON Andrea ITA INTERMARCHÉ – WANTY – GOBERT MATÉRIAUX 00:00
5 ACKERMANN Pascal GER BORA – HANSGROHE 00:00
6 GARCIA CORTINA Ivan ESP MOVISTAR TEAM 00:00
7 LAPORTE Christophe FRA COFIDIS, SOLUTIONS CRÉDITS 00:00
8 TEUNISSEN Mike NED TEAM JUMBO-VISMA 00:00
9 MATTHEWS Michael AUS TEAM BIKEEXCHANGE 00:00
10 WRIGHT Fred GBR BAHRAIN – VICTORIOUS 00:00
11 SKAARSETH Anders NOR UNO-X PRO CYCLING TEAM 00:00
12 BEULLENS Cedric BEL SPORT VLAANDEREN – BALOISE 00:00
13 SWIFT Connor GBR TEAM ARKÉA SAMSIC 00:00
14 VAN POUCKE Aaron BEL SPORT VLAANDEREN – BALOISE 00:00
15 CHEVALIER Maxime FRA B&B HOTELS P/B KTM 00:00

Premiere zum 60. – Jasper Philipsen gewinnt Jubiläumsausgabe von Eschborn-Frankfurt

Jasper Philipsen (Alpecin-Fenix) hat die 60. Austragung des Radklassikers Eschborn-Frankfurt gewonnen. Der 23-jährige Belgier verwies bei seinem Debüt in der Mainmetropole nach 187,4 Kilometern im Sprint Lokalmatador und Sieger von 2011, John Degenkolb (Lotto Soudal), sowie Rekordsieger Alexander Kristoff (UAE Team Emirates) auf die Plätze.


Alexander Kristoff (UAE) gibt wie immer alles im Taunus um dranzubleiben.
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Der Youngster sicherte sich seinen ersten Profisieg bei einem WorldTour-Klassiker und setzte das nächste Ausrufezeichen in seiner herausragenden Saison. Pascal Ackermann (Bora-hansgrohe), letzter Gewinner vor der Alten Oper, sprintete auf den 5. Rang.
Jasper Philipsen nach seinem Sieg: „Es war ein wirklich hartes Rennen. Vor ein paar Wochen habe ich beschlossen, dieses Rennen zu fahren, weil es normalerweise ein Sprint-Finish ist. Dann habe ich mir das Profil angesehen und dachte, es könnte vielleicht doch schwieriger sein als erwartet. Jetzt bin ich richtig stolz auf diesen Sieg.“
„Die Teamunterstützung war heute entscheidend, weil ich im Mittelteil wirklich zu kämpfen hatte. In den Anstiegen ist das Team einfach bei mir geblieben und das war wichtig. Ich habe weiter gepusht, weil ich wusste, dass die letzten 40 km flach waren. Da konnte ich mich erholen und meinen Sprint fahren“, so der 23-jährige Youngster weiter.


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Lokalmatador John Degenkolb sagte zu seinem zweiten Platz: „300 Meter vor dem Ziel habe ich gedacht alles oder nichts! Ich habe alles in die Waagschale geworfen. Am Ende ist es ein verdienter Sieg für Jasper, denn er hatte einen krassen Speed. Ich bin froh, dass es für den 2. Platz gereicht hat und kann mich jetzt auch darüber freuen. Ich bin stolz, dass ich dem Druck standgehalten habe und zeigen konnte, bei so einem großen Rennen um den Sieg mitzufahren. Jetzt steht noch einiges vor der Tür!“


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Attacken prägten den 60. Radklassiker
Bereits kurz nach dem scharfen Start in Eschborn begannen die Attacken und fünf Fahrer haben sich zu einer Spitzengruppe zusammengeschlossen. Mit Mathias Jorgensen (Movistar Team) und Luke Durbridge (Team BikeExchange) waren zwei WorldTour-Fahrer dabei. Dazu kamen Simone Velasco (Gazprom-RusVelo), Erik Resell (Uno-X Pro Cycling Team) und Boris Vallee (Bingoal Pauwels Sauces WB). Bis zum ersten Anstieg des Tages am Feldberg ließ das Feld mehr als sechs Minuten an Vorsprung zu.
Nach 100 Kilometern blieben nur noch die beiden WorldTour-Fahrer und Velasco als Trio an der Spitze – aber der Vorsprung sank nah an die Minutenmarke. Auch wenn die Favoriten des Rennens dichter kamen, hat sich die Zeit an der Spitze für den Profi der Gazprom-RusVelo-Mannschaft gelohnt: Der Italiener gewann die ersten sieben Bergwertungen des Radklassikers und konnte nach dem Rennen auf dem Podium die Bergpreistrophäe entgegennehmen.
Und es war diese vorletzte Passage des Mammolshainer Stich, die sich als Vorentscheidung des Rennens erwies. Tempoverschärfungen durch das Team BikeExchange haben dazu geführt, dass die Ausreißer gestellt wurden und sich das Peloton teilte. 16 Fahrer gingen zusammen zur letzten Überfahrt des Mammolshainer Berg – 40 Sekunden vor dem Feld.

Auf den letzten Rennkilometern, die in die Frankfurter Innenstadt führten, übernahm vor allem das UAE Team Emirates im Feld für Kristoff die Nachführarbeit. Rund 30 Kilometer vor dem Ziel war es um die Gruppe geschehen. Nur Georg Zimmermann (Intermarche – Wanty Gobert Matériaux), Gewinner des Nachwuchs-Trikots bei der Deutschland Tour und Cristian Scaroni (Gazprom-RusVelo) wehrten sich noch gegen ihre Einholung. Nach der Einfahrt in die Stadt beteiligte sich auch der deutsche Rennstall Bora-hansgrohe um Titelverteidiger Ackermann an der Spitze des Feldes. Das Spitzenduo hielt sich hartnäckig und konnte bei der ersten Zieldurchfahrt an der Alten Oper den Jubel der Zuschauer genießen. Neun Kilometer vor dem Ende wurden sie vom Feld der Sprinter geschluckt. Es war Degenkolb, der sich auf dem letzten Kilometer als Erster ein Herz fasste und den Sprint eröffnete. Doch auf den letzten Metern hatte der Oberurseler dem Sieger Philipsen nichts entgegenzusetzen.

Pascal Ackermann auf Rang fünf im Massensprint bei Eschborn-Frankfurt

Nachdem eine frühe Fluchtgruppe schon 60 km vor dem Ende gestellt wurde, setzte sich im hügeligen Teil des Rennens eine stark besetzte 16-Mann-Gruppe vom Feld ab. Matteo Fabbro kontrollierte das Geschehen an der Spitze, während dahinter im Feld der Rest des Teams für einen Massensprint arbeitete. Als die Zielrunde in Frankfurt erreicht war, war das Feld geschlossen und alles für einen Sprint vorbereitet. Pascal Ackermann hatte im Finale nur Nils Politt an seiner Seite, nachdem das Team bereits davor viel Arbeit hatte leisten müssen. Beim Sieg von J. Philipsen reichte es am Ende für Ackermann heute für Rang fünf.

Von der Ziellinie
„Eigentlich lief das Rennen heute gut für uns. Wir hatten Matteo in der großen Gruppe und das Rennen war hart. Da hatten viele Sprinter schon Probleme und ich habe mich gut gefühlt. Wir mussten dann aber viel investieren, um überhaupt für einen Sprint zu sorgen und diese Kräfte haben am Ende gefehlt. Ich habe versucht, mich vorne zu halten und an einem guten Hinterrad zu positionieren, war aber dann nach der letzten Kurve zu weiten hinten. Ich konnte auch gar nicht richtig losfahren, weil einfach kein Platz für mich war. Ich bin schon etwas enttäuscht, auch wenn wir uns als Team heute nichts vorwerfen können.“ – Pascal Ackermann

„Die Jungs sind heute ein starkes Rennen gefahren. Wir haben von Beginn an mit Emu im Feld gearbeitet, und als Matteo vorne in der Gruppe war, mussten wir viel investieren, um Matthews überhaupt wieder zurückzuholen. Dadurch war am Ende nur noch Nils bei Pascal für die Sprintvorbereitung, der hatte auf den letzten 1,5 km aber auch noch einen Reifenschaden. Pascal war somit auf sich alleine gestellt und war in der letzten Kurve etwas zu weit hinten, zudem war er im Sprint rechts blockiert. Da kann man nichts machen und muss mit dem fünften Platz leben. Wir hatten heute sicherlich ein besseres Ergebnis im Kopf, aber wie gesagt, eigentlich ist jeder stark gefahren.“ – Jens Zemke, sportlicher Leiter


Marco Brenner Team DSM sticky bottle 🙂
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