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Tour de France – Etappe 21

Paris Champs-Élysées, Sunday, September 20th – Sam Bennett claimed a well-deserved stage win in front of world champion Mads Pedersen and mega-star Peter Sagan on the Champs-Elysées in Paris, after he imposed himself in prestigious cities like Rome, Dubai and Istanbul at the end of other national Tours. The last winner of the conclusive stage with the green jersey was Mark Cavendish in 2011. Tadej Pogacar won his first Tour de France as well as the King of the Mountains competition and the best young rider prize.
Photo by Herbert Moos
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Photo by Herbert Moos
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Mantes-la-Jolie – Paris/Champs-Élysées (122,0 km)
1 Sam Bennett (Irl) Deceuninck – Quick Step 2:53:32
2 Mads Pedersen (Den) Trek – Segafredo 0:00:00
3 Peter Sagan (Svk) Bora – Hansgrohe 0:00:00
4 Alexander Kristoff (Nor) UAE Team Emirates 0:00:00
5 Elia Viviani (Ita) Cofidis 0:00:00
6 Wout Van Aert (Bel) Team Jumbo – Visma 0:00:00
7 Caleb Ewan (Aus) Lotto Soudal 0:00:00
8 Hugo Hofstetter (Fra) Israel Start-Up Nation 0:00:00
9 Bryan Coquard (Fra) B&B Hotels – Vital Concept 0:00:00
10 Maximilian Walscheid (GER) NTT Pro Cycling 0:00:00

Gesamtwertung
1 Tadej Pogacar (Slo) UAE Team Emirates 87:20:05
2 Primož Roglic (Slo) Team Jumbo – Visma 0:00:59
3 Richie Porte (Aus) Trek – Segafredo 0:03:30
4 Mikel Landa (Esp) Bahrain – McLaren 0:05:58
5 Enric Mas (Esp) Movistar Team 0:06:07
6 Miguel Angel Lopez (Col) Astana Pro Team 0:06:47
7 Tom Dumoulin (Ned) Team Jumbo – Visma 0:07:48
8 Rigoberto Uran (Col) EF Pro Cycling 0:08:02
9 Adam Yates (GBr) Mitchelton – Scott 0:09:25
10 Damiano Caruso (Ita) Bahrain – McLaren 0:14:03
11 Guillaume Martin (Fra) Cofidis 0:16:58
12 Alejandro Valverde (Esp) Movistar Team 0:17:41
13 Richard Carapaz (Ecu) Ineos Grenadiers 0:25:53
14 Warren Barguil (Fra) Team Arkéa – Samsic 0:31:04
15 Sepp Kuss (USA) Team Jumbo – Visma 0:42:20

Punktewertung
1 Sam Bennett (Irl) Deceuninck – Quick Step 380 Punkte
2 Peter Sagan (Svk) Bora – Hansgrohe 284
3 Matteo Trentin (Ita) CCC Team 260

Bergwertung
1 Tadej Pogacar (Slo) UAE Team Emirates 82 Punkte
2 Richard Carapaz (Ecu) Ineos Grenadiers 74
3 Primož Roglic (Slo) Team Jumbo – Visma 67
4 Marc Hirschi (SUI) Team Sunweb 62

Nachwuchswertung
1 Tadej Pogacar (Slo) UAE Team Emirates 87:20:05
2 Enric Mas (Esp) Movistar Team 0:06:07
3 Valentin Madouas (Fra) Groupama – FDJ 1:42:43
4 Daniel Martinez (Col) EF Pro Cycling 1:55:12
5 Lennard Kämna (GER) Bora – Hansgrohe 2:15:39

Kämpferischster Fahrer der Tour
Marc Hirschi (SUI) Team Sunweb

BORA – hansgrohe blickt auf offensive Tour zurück: Peter Sagan zum Abschluss auf Rang drei

Nach drei anstrengenden und fordernden Wochen ging die 107. Austragung der Tour de France heute mit der seit 1975 traditionellen Ehrenetappe auf den Champs-Élysées zu Ende. Der Start erfolgte am frühen Nachmittag in Montes-La-Jolie, und nach 56 gefahrenen Kilometern wurde die französische Hauptstadt erreicht. Dort mussten die Fahrer die erste von insgesamt neun Zielpassagen absolvieren, bevor es zum letzten großen Sprint-Showdown auf dem Kopfsteinpflaster der Champs-Élysées kam. Die letzte Etappe bot somit den Sprintern nochmal eine Chance um den für sie prestigeträchtigsten aller Etappensiege bei der Tour zu kämpfen.
Wie erwartet, waren die ersten Kilometer ruhig und das Fahrerfeld rollte nur langsam durch die Vororte von Paris. In der französischen Hauptstadt angekommen, war das klassische Schaulaufen zu Ende und mehrere Fahrer versuchten, sich vom Feld abzusetzen, unter ihnen auch Maximilian Schachmann, der 40 km vor dem Ziel mit drei anderen Fahrern eine kleine Lücke von ungefähr 20 Sekunden reißen konnte. Das Hauptfeld hielt diese kleine Gruppe jedoch an der kurzen Leine und stellte sie einige Kilometer vor dem Ziel. Danach reihten sich die Sprinterteams für ihre schnellen Männer ein, die um den Prestige-Sieg auf dem berühmten Prachtboulevard kämpfen würden. In einem spannenden Finale rasten die Sprinter in Richtung Ziellinie und nach 122 km im Sattel sprintete S. Bennett zum Etappensieg, während Peter Sagan auf Rang 3 über die Ziellinie rollte.
Das Team hatte gehofft, dass Peter ein achtes Mal das Grüne Trikot gewinnen könnte, aber nach einem beherzten Kampf um das Trikot musste der Slowake letztendlich S. Bennett das Trikot in Paris überlassen. Das Team aus Raubling war bei der diesjährigen Ausgabe allerdings vom Pech verfolgt. Emanuel Buchmann, der noch immer unter schweren Verletzungen litt, die er sich bei der Dauphiné zugezogen hatte, konnte sich nach den schweren Pyrenäen-Etappen letztlich keine Hoffnungen mehr im Gesamtklassement machen. Zudem mussten auch zwei Fahrer die Rundfahrt frühzeitig verlassen. Gregor Mühlberger, der sich einen Infekt eingefangen hatte, musste auf der 11. Etappe aussteigen, während sein Teamkollege Lukas Pöstlberger zwei Tage vor dem Schluss in Folge eines Wespenstiches die Tour aufgeben musste. Der Höhepunkt für BORA – hansgrohe war sicherlich der Sieg auf der 16. Etappe durch Lennard Kämna, der erste deutsche Etappensieg für das Team bei der Tour de France.
Reaktionen im Ziel
„Wie erwartet, wurde die Schlussetappe in einem rasanten Massensprint entschieden. Ich hatte eine gute Position im Finale, und ich klemmte mich an Sams Hinterrad, aber er war einfach schneller und am Ende holte ich den dritten Platz. Alles ist ok, die Tour de France ist zu Ende und ich bin froh, hier in Paris zu sein.“ – Peter Sagan
„Wir hatten hier drei Ziele, zwei davon haben wir nicht erreicht, das muss man klar festhalten. Die Vorbereitung von Peter auf Tour und Giro war eine Gratwanderung. Zu Emanuels Sturz wurde schon genug berichtet. Ich denke, jeder konnte an der Dauphiné sehen, dass er auf Kurs ist. Danach lief leider nichts mehr zusammen. Generell hatten wir bei der Tour dieses Jahr viel Pech. Defekte in den dümmsten Situationen, Sagan, dem nach einer Berührung die Kette runterfällt, oder der Bienenstich bei Lukas. Dennoch ziehe ich ein positives Resümee, denn wie sich unsere Jungs hier präsentiert haben, war großartig. Die offensive Fahrweise hat die Radsportwelt begeistert. Da hat man die Leidenschaft, den Kampfgeist, aber auch die Form gesehen, die eigentlich da gewesen wäre. Wir sind hier als Team aufgetreten. Der Sieg von Lennard war dann der Lohn der harten Arbeit und eine riesige Erlösung für alle. Besonders stolz bin ich, da dies der erste deutsche Etappensieg bei der Tour für unsere Mannschaft war. Wir werden im nächsten Jahr sicher wieder mit hochgesteckten Zielen anreisen, das Potenzial, diese auch zu erreichen, ist in unserem Team definitiv vorhanden.“ – Ralph Denk, Teammanager

Tour de France – Etappe 20

La Planche des Belles Filles, Saturday, September 19th – Tadej Pogacar (UAE Team Emirates) rode to Tour de France overall victory at the age of 21 as he smashed all his rivals for winning the individual time trial to La Planche des belles filles, including Primoz Roglic (Team Jumbo – Visma) who was touted as the eventual winner of the 107th edition. Tom Dumoulin (team Jumbo Visma) and Richie Porte (Trek-Segafredo) rounded out the stage podium, meaning a move to the final podium as well for the latter.

Lure – La Planche des Belles Filles (36,2 km / EZF)

1 Tadej Pogacar (Slo) UAE Team Emirates 0:55:55
2 Tom Dumoulin (Ned) Team Jumbo – Visma 0:01:21,09
3 Richie Porte (Aus) Trek – Segafredo 0:01:21,67
4 Wout Van Aert (Bel) Team Jumbo – Visma 0:01:31
5 Primož Roglic (Slo) Team Jumbo – Visma 0:01:56
6 Rémi Cavagna (Fra) Deceuninck – Quick Step 0:01:59
7 Damiano Caruso (Ita) Bahrain – McLaren 0:02:29
8 David De La Cruz (Esp) UAE Team Emirates 0:02:40
9 Enric Mas (Esp) Movistar Team 0:02:45
10 Rigoberto Uran (Col) EF Pro Cycling 0:02:54
11 Daniel Martinez (Col) EF Pro Cycling 0:03:19
12 Pello Bilbao (Esp) Bahrain – McLaren 0:03:20
13 Marc Soler (Esp) Movistar Team 0:03:26
14 Mikel Landa (Esp) Bahrain – McLaren 0:03:27
15 Warren Barguil (Fra) Team Arkéa – Samsic 0:03:58

Gesamtwertung
1 Tadej Pogacar (Slo) UAE Team Emirates 84:26:33
2 Primož Roglic (Slo) Team Jumbo – Visma 0:00:59
3 Richie Porte (Aus) Trek – Segafredo 0:03:30
4 Mikel Landa (Esp) Bahrain – McLaren 0:05:58
5 Enric Mas (Esp) Movistar Team 0:06:07
6 Miguel Angel Lopez (Col) Astana Pro Team 0:06:47
7 Tom Dumoulin (Ned) Team Jumbo – Visma 0:07:48
8 Rigoberto Uran (Col) EF Pro Cycling 0:08:02
9 Adam Yates (GBr) Mitchelton – Scott 0:09:25
10 Damiano Caruso (Ita) Bahrain – McLaren 0:14:03

Letzte Chance in Paris: BORA – hansgrohe spart Kräfte im Zeitfahren der Tour de France

Das Zeitfahren auf der 20. Etappe der Tour de France sollte heute die Entscheidung in der Gesamtwertung bringen. Die 36,2 km von Lure führten dabei auf die Planche des belles Filles, einem Anstieg der 1. Kategorie. Für BORA – hansgrohe hatten heute Felix Großschartner und Lennard Kämna die Freiheit, auf Ergebnis zu fahren, wobei auf den ersten Kilometern im Rennen entschieden werden sollte, ob es Sinn macht, bis zum Ende voll durchzuziehen, oder besser ist, für morgen Kräfte zu sparen. Die erste echte Richtzeit setzte R. Cavagna in 57:55. Während Peter Sagan das Ziel mit einer Zeit von 1:04:56 erreichte, entschied sich Felix Großschartner nach wenigen Kilometern dazu, heute Kräfte zu sparen, er überquerte die Ziellinie nach 1:01:26. Max Schachmann ging das Zeitfahren locker an, steigert sich aber am Schlussanstieg und erreichte letztlich eine Zeit von 59:55. Auch Lennard zeigte ein ansprechendes Zeitfahren und war besonders am Anstieg einer der Schnellsten. Er erreichte heute das Ziel nach 1:00:07. Im Kampf um den Gesamtsieg ereignete sich ein wahres Drama á la Tour, denn T. Pogacar holte sich nach einer unfassbaren Leistung nicht nur den Tagessieg, sondern überholte auch noch P. Roglic in der Gesamtwertung.

Jannik Steimle gewinnt Slowakei-Rundfahrt

BORA – hansgrohe beendet Slowakei-Rundfahrt mit dem grünen Trikot sowie Top-10-Platzierung in der Gesamtwertung

Nach dem Startschuss machte sich das Peloton auf die 171,7 km lange hügelige Strecke zwischen Topoľčianky und der historischen Stadt Skalica. Auf dem Weg mussten die Fahrer drei Anstiege bewältigen, ehe es auf den letzten 60 km auf relativ flachem Terrain bis ins Ziel ging. Erst nach rund 70 km konnte eine kleine Gruppe eine Lücke zum Feld reißen, die sich während des Tages auf fünf Minuten ausdehnte. Unter dem Tempodiktat des Feldes war die Spitzengruppe aber in der Schlussphase wieder gestellt und die Etappe endete wie erwartet in einem Massensprint, den R. Barbier für sich entschied. Mit noch 150m behinderte leider ein Zuschauer den Sprint von Martin Laas und in Folge musste er sich mit dem 3. Platz begnügen. BORA – hansgrohe beendete die Slowakei-Rundfahrt mit zwei Etappensiegen, einem dritten Rang und dem Grünen Trikot durch Martin. Zudem beendet Jempy Drucker das Rennen mit einer Top-10 Platzierung in der Gesamtwertung.
Ergebnis: 4. Etappe
01 R. Barbier 3:56:37
02 A. Hodeg +0:00
03 M. Laas +0:00

Ergebnis: Gesamtklassement
01 J. Steimle 15:49:04
02. N. Denz +00:00
03. S. Archbold +00:18
07 J. Drucker +00:26

Reaktionen im Ziel
„Der Plan war, heute noch eine Etappe zu gewinnen, und wir hatten eine gute Chance im Sprint. Wir wollten Jempy auch helfen, einige Bonifikationspunkte zu holen. Die Jungs haben mich heute sehr gut unterstützt und obwohl das Finale wiederum sehr hektisch war, konnte ich mich an Jempys Hinterrad klemmen und er hat mich in eine gute Position gebracht. Mit 200m bis zur Ziellinie lancierte ich meinen Sprint zur gleichen Zeit als Barbier, aber ich stieß mit meiner Schulter an einen Zuschauer. Das hat mich aus meinem Rhythmus gebracht und so war es am Ende nur möglich, den dritten Platz einzufahren. Ich bin ziemlich enttäuscht, dass so was im Finale passiert ist, und ich bin erleichtert, dass ich nicht gestürzt bin. Aber das ist Radsport und man muss es nehmen wie es kommt. Im Großen und Ganzen war die Slowakei-Rundfahrt mit zwei Etappensiegen und dem Punktetrikot ein erfolgreiches Rennen für uns. Ich bin besonders froh, dass ich die harte Arbeit meiner Teamkollegen mit dem grünen Trikot belohnen konnte.“ – Martin Laas
„Wir haben versucht, für Martin zu fahren, um vielleicht noch einen Etappensieg herauszuholen. Ich habe den Lead-Out für ihn gemacht und da mein Bestes gegeben, aber es hat heute nicht zum Sieg gereicht. Ich fühle mich von Tag zu Tag besser, und bin zuversichtlich, dass ich mich noch in den nächsten Wochen verbessern kann. Ich hatte nicht erwartet, dass ich hier um eine gute GC Position kämpfen würde, und so bin ich mit meinem 7. Platz zufrieden.“ – Jempy Drucker
„Wir wollten Martin heute an der Spitze halten, und die Jungs haben einen erstaunlichen Job gemacht. Wir haben auch um einige Sekunden für Jempy gekämpft, aber das hat nicht ganz geklappt. Am Ende fuhr Jempy den Lead-Out für Martin, aber als er seinen Sprint eröffnete, hing ein Zuschauer zu weit über den Absperrungen, und Martin wurde dadurch behindert und verlor damit 150 m vor dem Ziel etwas an Geschwindigkeit, sonst hätte er vielleicht gewonnen. Alles in allem sind wir mit den Ergebnissen hier zufrieden. Zwei Etappensiege, eine Top-10 Platzierung im Gesamtklassement und das grüne Trikot sind gar nicht schlecht.“ – Jean-Pierre Heynderickx, Sportlicher Leiter

Tour de France – Etappe 19

Champagnole, Friday, September 18th – Soren Kragh Andersen became the fourth rider with two stage wins at the 107th Tour de France after Wout van Aert, Caleb Ewan and Tadej Pogacar. Boosted by his win in Lyon, the Dane went for another solo ride but a longer one this time as he escaped a 12-man leading group including the three green jersey contenders Sam Bennett, Peter Sagan and Matteo Trentin with 16km to go.

Bourg-en-Bresse – Champagnole (166,5 km)
1 Søren Kragh Andersen (Den) Team Sunweb 3:36:33
2 Luka Mezgec (Slo) Mitchelton – Scott 0:00:53
3 Jasper Stuyven (Bel) Trek – Segafredo 0:00:53
4 Greg Van Avermaet (Bel) CCC Team 0:00:53
5 Oliver Naesen (Bel) AG2R La Mondiale 0:00:53
6 Nikias Arndt (GER) Team Sunweb 0:00:53
7 Luke Rowe (GBr) Ineos Grenadiers 0:00:59
8 Sam Bennett (Irl) Deceuninck – Quick Step 0:01:02
9 Peter Sagan (Svk) Bora – Hansgrohe 0:01:02
10 Matteo Trentin (Ita) CCC Team 0:01:02

Gesamtwertung
1 Primož Roglic (Slo) Team Jumbo – Visma 83:29:41
2 Tadej Pogacar (Slo) UAE Team Emirates 0:00:57
3 Miguel Angel Lopez (Col) Astana Pro Team 0:01:27
4 Richie Porte (Aus) Trek – Segafredo 0:03:06
5 Mikel Landa (Esp) Bahrain – McLaren 0:03:28
6 Enric Mas (Esp) Movistar Team 0:04:19
7 Adam Yates (GBr) Mitchelton – Scott 0:05:55
8 Rigoberto Uran (Col) EF Pro Cycling 0:06:05
9 Tom Dumoulin (Ned) Team Jumbo – Visma 0:07:24
10 Alejandro Valverde (Esp) Movistar Team 0:12:12

Sprinter überraschen in Ausreißergruppe: Peter Sagan auf Rang neun in Champagnole

Nachdem die Berge der Tour hinter den Fahrern liegen, wartete heute auf der 19. Etappe eine Chance für die Sprinter auf den 166,5 km von Bourg-en-Bresse nach Champagnole. In der durchaus hektischen Startphase, in der hart um die Gruppe gekämpft wurde, setzte sich zuerst R. Cavagna vom Feld ab. Zu diesem Zeitpunkt stach Lukas Pöstlberger eine Biene in den Mund. Der Österreicher konnte das Rennen leider nicht fortsetzen und wurde ins Krankenhaus gebracht. Zum Glück besserte sich sein Zustand aber schnell. Im Rennen versuchte eine Verfolgergruppe zum Spitzenreiter aufzuschließen, allerdings erfolglos, denn im Feld hatten die Teams BORA – hansgrohe und Sunweb die Kontrolle übernommen. Emanuel Buchmann und Felix Großschartner hielten den Abstand konstant bei Rund zwei Minuten, bevor an der Sprintwertung noch einmal Unruhe in das Feld kam. Zuerst attackierte drei Fahrer, die schnell zur Spitze aufschlossen. Nach dem Sprint, in dem Peter Sagan Rang sechs holte, wurde zunächst die Spitze eingeholt, dann löste sich abermals eine 12-Mann-Gruppe, diesmal mit Peter Sagan und S. Bennett. Allerdings war Sagan alleine in der Gruppe und hatte wenig taktische Möglichkeiten, um am Ende um den Sieg zu kämpfen. Nach mehreren Attacken setzte S. Kragh Andersen den entscheidenden Angriff und feierte seinen zweiten Etappensieg. Peter Sagan erreichte am Ende Rang neun.

Reaktionen im Ziel
„Ich habe alles versucht, um heute zu gewinnen, und auch das Team hat alles gegeben. Als wir 30 km vor dem Ende weggefahren sind, hatten vier Teams zwei Fahrer vorne. Es war unmöglich für mich, die Gruppe zu kontrollieren. Jetzt bleibt noch eine Chance in Paris, und wir werden alles daran setzen, dort zu gewinnen.“ – Peter Sagan

„Es war einmal mehr eine schnelle Etappe. Wir haben versucht, das Rennen zu kontrollieren und es war dann nur ein Fahrer vorne. Der wurde vor der Sprintwertung aber immer langsamer, darum wurde im Feld wieder attackiert. Wir haben dann versucht, die Kontrolle noch einmal zu übernehmen, das hat aber nicht mehr funktioniert und wir sind einige Attacken mitgegangen. Die Jungs waren heute einfach müde, außerdem haben wir Lukas schon auf den ersten 10 km wegen eines Bienenstichs verloren. Ihn hätten wir heute im Finale gebraucht. Peter war dann am Ende alleine in der Gruppe. Er konnte einfach nicht jede Attacke kontern, so waren wir am Ende chancenlos. Nicht das, was wir erhofft hatten, aber alle haben ihr Bestes gegeben, wir können uns also nichts vorwerfen.“ – Enrico Poitschke, sportlicher Leiter

Zweiter Sieg für Martin Laas auf der vorletzten Etappe der Slowakei-Rundfahrt

Heute mussten 181,3 km zwischen Banská Bystrica und Žiar nad Hronom abgespult werden. Außerdem warteten drei lange Anstiege auf der Strecke, bevor es leicht bergab ins Ziel ging. Nach den ersten erfolglosen Versuchen konnte sich letztlich eine 18-Mann Gruppe vom Feld lösen. BORA – hansgrohe teilte sich die Führungsarbeit mit Sunweb und Israel Start-Up Nation, wodurch sich der Abstand der Spitzengruppe langsam verringerte. In den Anstiegen zerfiel das Feld in zwei Gruppen. Ein reduziertes Peloton von rund 70 Fahrern fing die verbleibenden Ausreißer in der entscheidenden Rennphase ein und am Ende kam es zu einem Sprint, den Martin Laas für sich entschied. Der estnische BORA – hansgrohe Fahrer holte damit seinen zweiten Sieg bei der diesjährigen Rundfahrt und führt jetzt auch die Punktewertung an.
Reaktionen im Ziel
„Den ganzen Tag ging es rauf und runter und das Finale war auch ziemlich hektisch. Wir wollten heute etwas mit entweder mir, Jempy oder Jay probieren. Im letzten Anstieg teilte sich das Peloton, aber ich konnte in die erste Gruppe gelangen und befand mich vor der letzten Kurve in einer guten Ausgangslage. Jetzt kam alles auf den Sprint an, und ich klemmte mich an Schillis Hinterrad. Er machte einen echt guten Lead-Out für mich, und dann musste ich nur noch Vollgas bis über die Ziellinie geben. Am Ende hat alles gut geklappt und ich holte meinen zweiten Sieg hier. Vielen Dank an das ganze Team für die starke Zusammenarbeit heute.“ – Martin Laas
„Heute konnte Martin seinen zweiten Etappensieg erlangen und das war ein wohlverdienter Erfolg. Das Team fuhr den ganzen Tag an der Spitze des Feldes, um das Rennen zu kontrollieren. Wir mussten drei Anstiege der 1. Kategorie bewältigen und Martin zeigte seine Stärke, denn er konnte gut über diese Steigungen kommen. Auf den letzten Kilometern gab es noch einige Attacken und Jempy war mit dabei, aber dann kam das Feld wieder zusammen. Wir hatten einen guten Lead-Out und als Martin seinen Sprint anzog, konnte niemand mehr an ihm vorbeiziehen.“ – Jean-Pierre Heynderickx, Sportlicher Leiter

1 LAAS Martin EST BORA – HANSGROHE 04:12:24 43,1
2 DE BIE Sean BEL BINGOAL WB 00:00
3 VAN DER POEL David NED ALPECIN – FENIX 00:00
4 MORIN Emmanuel FRA COFIDIS 00:00
5 STEIMLE Jannik GER DECEUNINCK – QUICK – STEP 00:00
6 MEISEN Marcel GER ALPECIN – FENIX 00:00
7 BOIVIN Guillaume CAN ISRAEL START – UP NATION 00:00
8 KUZNETSOV Viacheslav RUS GAZPROM – RUSVELO 00:00
9 STACCHIOTTI Riccardo ITA VINI ZABU KTM 00:00
10 DRUCKER Jean-Pierre LUX BORA – HANSGROHE 00:00

1 STEIMLE Jannik GER DECEUNINCK – QUICK – STEP 11:52:31
2 DENZ Nico GER TEAM SUNWEB 00:00
3 ARCHBOLD Shane NZL DECEUNINCK – QUICK – STEP 00:14
4 LEKNESSUND Andreas NOR UNO – X PRO CYCLING TEAM 00:17
5 SÜTTERLIN Jasha GER TEAM SUNWEB 00:19
6 HAGA Chad USA TEAM SUNWEB 00:22
7 DRUCKER Jean-Pierre LUX BORA – HANSGROHE 00:22
8 LAMPAERT Yves BEL DECEUNINCK – QUICK – STEP 00:22
9 BIERMANS Jenthe BEL ISRAEL START – UP NATION 00:25
10 HULGAARD Morten DEN UNO – X PRO CYCLING TEAM 00:27

Tour de France – Etappe 18

La Roche-sur-Foron Thursday, September 17th – First and second at La Roche-sur-Foron, the first European town to have installed public electricity lights back in 1885, Michal Kwiatkowski and Richard Carapaz crossed the line in that order but celebrated the triumph together. It’s the first Tour de France stage victory for Ineos, coming after the last one under the colours of Team Sky by Geraint Thomas at L’Alpe d’Huez in 2018. Kwiatkowski’s last victory was the 2018 Tour de Pologne. This is the first Tour de France stage win for the 2014 world champion turned a domestique until the withdrawal of defending champion Egan Bernal.

Méribel – La Roche-sur-Foron (175,0 km)
1 Michal Kwiatkowski (Pol) Ineos Grenadiers 4:47:33
2 Richard Carapaz (Ecu) Ineos Grenadiers 0:00:00
3 Wout Van Aert (Bel) Team Jumbo – Visma 0:01:51
4 Primož Roglic (Slo) Team Jumbo – Visma 0:01:53
5 Tadej Pogacar (Slo) UAE Team Emirates 0:01:53
6 Richie Porte (Aus) Trek – Segafredo 0:01:54
7 Enric Mas (Esp) Movistar Team 0:01:54
8 Mikel Landa (Esp) Bahrain – McLaren 0:01:54
9 Damiano Caruso (Ita) Bahrain – McLaren 0:01:54
10 Tom Dumoulin (Ned) Team Jumbo – Visma 0:01:54
11 Sepp Kuss (USA) Team Jumbo – Visma 0:01:54
12 Miguel Angel Lopez (Col) Astana Pro Team 0:01:54
13 Marc Hirschi (SUI) Team Sunweb 0:02:04
14 Pello Bilbao (Esp) Bahrain – McLaren 0:02:04
15 Simon Geschke (GER) CCC Team 0:04:32

Gesamtwertung
1 Primož Roglic (Slo) Team Jumbo – Visma 79:45:30
2 Tadej Pogacar (Slo) UAE Team Emirates 0:00:57
3 Miguel Angel Lopez (Col) Astana Pro Team 0:01:27
4 Richie Porte (Aus) Trek – Segafredo 0:03:06
5 Mikel Landa (Esp) Bahrain – McLaren 0:03:28
6 Enric Mas (Esp) Movistar Team 0:04:19
7 Adam Yates (GBr) Mitchelton – Scott 0:05:55
8 Rigoberto Uran (Col) EF Pro Cycling 0:06:05
9 Tom Dumoulin (Ned) Team Jumbo – Visma 0:07:24
10 Alejandro Valverde (Esp) Movistar Team 0:12:12

BORA – hansgrohe verpasst Fluchtgruppe bei letzter Alpenetappe

Die letzte der drei Alpenetappen führte heute über 175 km von Meribel nach La Roche-sur-Foron wobei insgesamt fünf Berge zu überqueren waren. Nach einem schnellen Etappenbeginn setzten sich zuerst 32 Fahrer vom Feld ab. Von BORA – hansgrohe war nur Peter Sagan der Spitze vertreten, weshalb Lennard Kämna und Max Schachmann auch versuchten der Gruppe nachzusetzen. Dieses Unterfangen blieb leider erfolglos, während sich Sagan Rang drei beim Zwischensprint sichern konnte. Kämna versuchte dann im ersten Anstieg noch einmal nach vorne zu springen, doch auch dieser Versuch blieb erfolglos. Während die Spitzengruppe auf fünf Fahrer schrumpfte, wurde auch das Hauptfeld kleiner, doch BORA – hansgrohe hatte alle sieben Fahrer noch in dieser Gruppe dabei. Im Aufstieg zum Montée du plateau des Glières setzten sich an der Spitze Carapaz und Kwiatkowski entscheidend ab, während dahinter der Kampf der Favoriten begann und alle BORA – hansgrohe Fahrer abreißen lassen mussten. Am Ende holte Kwiatkowski den Sieg und P. Roglic verteidigte einmal mehr sein Gelbes Trikot des Gesamtführenden.

Reaktionen im Ziel
„Die Etappe war wieder extrem hart und ich bin froh, dass die Berge nun hinter uns liegen. Die Gruppe vorne war stark besetzt. Ich hatte eigentlich ganz gute Beine, darum habe ich auch noch versucht, nach vorne zu kommen. Im ersten Berg war ich in einer guten Gruppe, aber das Loch nach vorne war noch eine Minute und auch hinten wurde Tempo gefahren, da war mir klar, dass das heute nichts mehr wird. Wir haben immer noch Ziele, denn mit Peter können wir morgen oder Sonntag noch gewinnen. Darauf wird nun unsere ganze Konzentration liegen.“ – Lennard Kämna

„Der Start heute war wie erwartet. Es war extrem schnell und ging leicht berghoch, da musste man die Beine haben, um vorne zu sein. Wir hatten Peter drin, auch Emu war kurz dabei, ist dann aber abgeplatzt. Die Gruppe war sehr stark besetzt und da war schnell klar, dass der Sieger wohl aus der Gruppe kommt. Wir haben alles versucht, um noch nach vorne zu kommen, aber heute hat die Energie einfach nicht mehr gereicht. Wir haben hier zweieinhalb Wochen viel investiert, und die Stürze am Anfang oder vor der Tour kosten noch extra, da ist irgendwann einfach der Ofen aus. Wir sind bisher eine gute Tour gefahren und auch heute hat jeder alles versucht. Mehr war einfach nicht drin, heute waren andere besser.“ – Enrico Poitschke, sportlicher Leiter

Skoda-Tour de Luxembourg 3. Etappe:

Rosport – Schifflange – 164,30 Km
17. September 2020
1 DEGENKOLB John GER LOTTO SOUDAL 03:35:43 44,45
2 GROSU Eduard-Michael ROU NIPPO DELKO PROVENCE 00:00
3 VANSPEYBROUCK Pieter BEL CIRCUS – WANTY GOBERT 00:00
4 JANSE VAN RENSBURG Reinardt RSA NTT PRO CYCLING 00:00
5 GIDICH Yevgeniy KAZ ASTANA PRO TEAM 00:00
6 JENSEN August NOR RIWAL SECURITAS CYCLING TEAM 00:00
7 CAPIOT Amaury BEL SPORT VLAANDEREN – BALOISE 00:00
8 WARLOP Jordi BEL SPORT VLAANDEREN – BALOISE 00:00
9 NAESEN Lawrence BEL AG2R LA MONDIALE 00:00
10 KRIEGER Alexander GER ALPECIN – FENIX 00:00

Gesamtwertung:
1 GROSU Eduard-Michael ROU NIPPO DELKO PROVENCE 07:38:49
2 ULISSI Diego ITA UAE TEAM EMIRATES 00:05
3 CAPIOT Amaury BEL SPORT VLAANDEREN – BALOISE 00:09
4 PHILIPSEN Jasper BEL UAE TEAM EMIRATES 00:09
5 KRIEGER Alexander GER ALPECIN – FENIX 00:11
6 ALBANESE Vincenzo ITA BARDIANI CSF FAIZANE‘ 00:12
7 OLIVEIRA Rui POR UAE TEAM EMIRATES 00:12
8 WARLOP Jordi BEL SPORT VLAANDEREN – BALOISE 00:15
9 JANSE VAN RENSBURG Reinardt RSA NTT PRO CYCLING 00:15
10 WELLENS Tim BEL LOTTO SOUDAL 00:16

Dege, Miss Germany 2019 Nadine Berneis and Andre Greipel
Foto Gerhard Plomitzer

Dritte Etappe der Slowakei-Rundfahrt: Jempy Drucker sprintet aufs Podest

Das Peloton startete heute in Žilina und fuhr 210 km nach Banská Bystrica. Mit vier Anstiegen der 1. Kategorie, zwei Steigungen der 2. Kategorie und vier Anstiegen der 3. Kategorie war dieser Parcours eine echte Berg- und Talfahrt. Die ersten Ausreißversuche wurden vom Feld schnell unterbunden bis sich nach 55 gefahrenen Kilometern eine kleine Gruppe absetzen konnte. Ihr Abstand pendelte sich während des Tages bei drei Minuten ein. Deceuninck – Quickstep kontrollierte die meiste Zeit über das Tempo im Feld, und viele Fahrer, unter ihnen auch Martin Laas, der Sieger der ersten Etappe, mussten sich zurückfallen lassen. Gegen Rennschluss war die Spitzengruppe wieder gestellt und es kam zum Sprint aus einem reduzierten Feld, den N. Denz für sich entscheiden konnte. Jempy Drucker war der bestplatzierte BORA – hansgrohe Fahrer und überquerte die Ziellinie auf dem 3. Rang.
Ergebnis
01 N. Denz 05:01:41
02 J. Steimle +0:00
03 J. Drucker +0:00

Reaktionen im Ziel
„Es war eine hektische Etappe, und es ging ständig hoch und runter. Am Ende blieben nur 50 Fahrer im Feld, aber wir waren mit Schilli, Jay, Patrick und mir dabei. Mit noch 10 km bis zum Ziel gab es einen kleinen Anstieg, aber wir konnten alle vorne im verkleinerten Feld bleiben. Dann haben wir uns auf den Sprint vorbereitet, aber unser Sprintzug fiel leider etwas auseinander. Als Nico und Jannick an mir vorbeizogen, versuchte ich auf die Zwei aufzuschließen aber es war ein bisschen zu spät.“ – Jempy Drucker
„Wir hatten am Ende noch vier Fahrer in der vorderen Gruppe – Jempy, Patrick, Jay und Schilli – und die Jungs haben bis zum letzten Kilometer einen tollen Job gemacht, um Jempy in eine gute Position zu bringen. Er startete seinen Sprint rechtzeitig, wurde aber letztlich von zwei anderen Fahrern überholt. Wir haben den ganzen Tag das getan, was wir uns vorgenommen hatten, und so ist der dritte Platz doch ein gutes Ergebnis für uns.“ – Jean – Pierre Heynderickx, Sportlicher Leiter

Tour de France – Etappe 17

Méribel Col de la Loze, Wednesday, September 16th – Miguel Angel “Superman” Lopez claimed the queen stage of the 107th Tour of France atop the gruelling and spectacular col de la Loze after he overhauled his old arch-rival Richard Carapaz who had tried his luck from a long way away. The battle of the Slovenians for the overall victory confirmed Primoz Roglic in the yellow jersey as he crossed the line in second place with a significant advantage over Tadej Pogacar who is the new King of the Mountains.

Grenoble – Méribel/Col de la Loze (170,0 km)
1 Miguel Angel Lopez (Col) Astana Pro Team 4:49:08
2 Primož Roglic (Slo) Team Jumbo – Visma 0:00:15
3 Tadej Pogacar (Slo) UAE Team Emirates 0:00:30
4 Sepp Kuss (USA) Team Jumbo – Visma 0:00:56
5 Richie Porte (Aus) Trek – Segafredo 0:01:01
6 Enric Mas (Esp) Movistar Team 0:01:12
7 Mikel Landa (Esp) Bahrain – McLaren 0:01:20
8 Adam Yates (GBr) Mitchelton – Scott 0:01:20
9 Rigoberto Uran (Col) EF Pro Cycling 0:01:59
10 Tom Dumoulin (Ned) Team Jumbo – Visma 0:02:13
11 Richard Carapaz (Ecu) Ineos Grenadiers 0:02:41
12 Alejandro Valverde (Esp) Movistar Team 0:02:48
13 Damiano Caruso (Ita) Bahrain – McLaren 0:03:30
14 Guillaume Martin (Fra) Cofidis 0:03:59
15 Valentin Madouas (Fra) Groupama – FDJ 0:04:09

Gesamtwertung
1 Primož Roglic (Slo) Team Jumbo – Visma 74:56:04
2 Tadej Pogacar (Slo) UAE Team Emirates 0:00:57
3 Miguel Angel Lopez (Col) Astana Pro Team 0:01:26
4 Richie Porte (Aus) Trek – Segafredo 0:03:05
5 Adam Yates (GBr) Mitchelton – Scott 0:03:14
6 Rigoberto Uran (Col) EF Pro Cycling 0:03:24
7 Mikel Landa (Esp) Bahrain – McLaren 0:03:27
8 Enric Mas (Esp) Movistar Team 0:04:18
9 Tom Dumoulin (Ned) Team Jumbo – Visma 0:07:23
10 Alejandro Valverde (Esp) Movistar Team 0:09:31

Favoriten machen Etappensieg am Col de la Loze unter sich aus

Nach dem fantastischen Sieg von Lennard Kämna gestern, folgte heute die nächste schwere Bergetappe bei der Tour 2020. Von Grenoble ging es über 170 km hinauf zum Col de la Loze, der zum ersten Mal befahren wurde, wobei davor noch der Col de la Madeleine auf das Fahrerfeld wartete. Nach einer schnellen Startphase setzte sich heute nach rund 35 km eine 5-Mann-Gruppe ab, und auch diesmal war Lennard Kämna an der Spitze mit dabei. Beim Zwischensprint des Tages erreichte Peter Sagan Rang drei aus dem Feld. Doch Jumbo-Visma kontrollierte das Rennen von Beginn an und die Ausreißer hatten nie mehr als 5:30 Vorsprung. Am Col de la Madeleine forcierte das Team Bahrain-Merida das Tempo im Feld, während an der Spitze Lennard Kämna, nach seinem Glanzritt gestern, abreißen lassen musste. Damit war für BORA – hansgrohe der Tag mehr oder weniger gelaufen und die Fahrer versuchten bei dieser harten Etappe so gut als möglich Kräfte zu sparen, um morgen noch einmal angreifen zu können. Der Col de la Loze führte dann zum erwarteten Schlagabtausch der Favoriten. M.A. Lopez holte sich am Ende den Sieg vor P. Roglic, der seine Gesamtführung weiter ausbauen konnte.

Reaktionen im Ziel
„Ich wollte wieder in die Gruppe und habe das eigentlich ganz gut hinbekommen. Es gab einige Attacken zu beginn, aber ich bin da wieder gut mit Auge gefahren. Meine Beine waren aber heute einfach nicht gut genug. Am Col de la Madeleine konnte ich vorne nicht mehr mithalten. Danach habe ich dann locker gemacht, um vielleicht morgen noch einmal eine Chance zu haben.“ – Lennard Kämna

„Wir wollten wieder in die Gruppe, wussten aber, dass es sehr schwer werden würde, am Ende um den Sieg zu kämpfen. Lennard war dann vorne dabei, das war ideal, weil er theoretisch auch eine Chance hatte, auf das Bergtrikot zu fahren. Allerdings hatte er heute einfach nicht die Beine, was bei einem jungen Fahrer völlig normal ist, er hat ja in den letzten zweieinhalb Wochen auch schon sehr viel investiert. Danach wollten wir einfach Kräfte sparen, um morgen noch einmal was zu versuchen.“ – Enrico Poitschke, sportlicher Leiter

Martin Laas holt den Sieg auf der Auftaktetappe der Slowakei-Rundfahrt

Der erste Tag der 64. Ausgabe der Slowakei-Rundfahrt war zweigeteilt. Am Vormittag ging es auf eine 106 km lange Strecke um Žilina, der Heimatstadt von Peter und Juraj Sagan. Der Mittelteil war mit gleich vier Anstiegen ziemlich anspruchsvoll, während die letzten 30 km flach verliefen. Sieben Fahrer lösten sich nach 20 km und bildeten die Fluchtgruppe des Tages. BORA – hansgrohe kontrollierte das Rennen gleich zu Beginn, und rechtzeitig zum Finale waren die verbleibenden Spitzenreiter wieder eingefangen. Auf den letzten Metern setzte sich Martin Laas erfolgreich gegen seine Kontrahenten durch und holte den Etappensieg, der Erste für ihn in dieser Saison. Teamkollege Jay McCarthy belegte noch den 4. Platz, während Jempy Drucker den 7. Platz holte.
Am Nachmittag stand dann ein 7,1 km langes Einzelzeitfahren auf flachem Terrain rund um Žilina auf dem Programm. Andreas Schillinger eröffnete das Rennen gegen die Uhr für BORA – hansgrohe, während Martin Laas als letzter Fahrer des Teams von der Startrampe rollte. Jempy Drucker war heute bester Fahrer der Mannschaft aus Raubling, und erreichte die Ziellinie in 8:13 Minuten und landete damit auf dem 11. Platz. J. Steimle kam mit der Siegerzeit von 7:55 Minuten ins Ziel.
Ergebnisse: Etappe 1A
01 M. Laas 2:30:38
02 S. Archbold +0:00
03 S. De Bie +0:00
04 J. McCarthy +0:00
07 J. Drucker +0:00

Ergebnisse: Etappe 1B
01 J. Steimle 7:55
02 N. Denz +0:06
03 A. Leknessund +0:06
11 J. Drucker +0:17

Reaktionen im Ziel
„Die Etappe war mit den Anstiegen eigentlich ziemlich schwer, aber das Peloton ist ein gutes Tempo gefahren und die Jungs haben mich gut unterstützt. Die letzten Kilometer waren ein bisschen hektisch und es gab mehrere Angriffe, aber Patrick und Jay konterten schnell. Mit 250m bis zum Ziel war ich in ungefähr 5. Position und 100m später lancierte ich meinen Sprint. Ich konnte an den anderen Sprintern vorbeiziehen und den Sieg einfahren. Ich bin wirklich glücklich, hier gewonnen zu haben.“ – Martin Laas
„Das war ein echt schöner Sieg! Das Finale lag Martin sehr und unser Plan war heute für ihn zu fahren. Die Jungs haben ihn den ganzen Tag gut unterstützt. Nach etwa 50 km gingen Juraj und Andreas zu Boden, konnten aber das Rennen schnell wieder fortsetzen. Auf den letzten Kilometer haben Patrick, Jay, Jempy und Oscar einen sehr guten Job gemacht, um Martin in eine gute Position fürs Finale zu bringen, und am Ende konnte er den Sieg einfahren.“ – Jean-Pierre Heynderickx, Sportlicher Leiter