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Die Jubiläumsausgabe der TotA macht in allen drei Hauptstädten der Euregio Station

Am Donnerstag, 13. November wurde in Mailand die Streckenführung der Tour of the Alps 2026 (20. bis 24. April) vorgestellt. Im kommenden Jahr geht die Rundfahrt zum zehnten Mal als grenzüberschreitendes Etappenrennen in den drei Euregio-Gebieten Tirol, Südtirol und Trentino über die Bühne. Die insgesamt 49. Ausgabe der TotA führt vom 20. bis 24. April über fünf Etappen von der Nordtiroler Landeshauptstadt Innsbruck über Trient bis nach Bozen in Südtirol. Auf den fünf Teilstücken warten nicht weniger als 760 Kilometer und 14.620 Höhenmeter – als besonderes Highlight gibt es erstmals auch bei den „Bonus Sprints“ Zeitgutschriften zu holen.

Zehn Jahre ist es her, seit in den drei Euregio-Gebieten Tirol, Südtirol und Trentino beschlossen wurde, aus der verbindenden alpinen Identität Profit zu schlagen und einen gemeinsamen Weg einzuschlagen: So wurde 2016 aus einem Euregio-Abkommen, das den Sport als einendes Element zwischen Menschen und Kulturen verstand, Wirklichkeit – und die Tour of the Alps als moderne Fortsetzung der über 40-jährigen Geschichte des Giro del Trentino aus der Taufe gehoben.

Am Donnerstag, 13. November wurden in Mailand die fünf Etappen der 49. TotA-Ausgabe der breiten Öffentlichkeit präsentiert. Das grenzüberschreitende Etappenrennen wird vom 20. bis 24. April 2026 unter der Schirmherrschaft von Trentino Marketing, IDM Südtirol und Tirol Werbung ausgetragen. Die drei territorialen Körperschaften verfolgen dabei in Zusammenarbeit mit dem Sportmarketing-Unternehmen Infront Sports & Media, das für die Produktion, den TV-Vertrieb sowie die Vermarktung der Veranstaltung verantwortlich ist, ein zentrales Ziel: Die Rundfahrt auch künftig als Symbol für grenzüberschreitende Zusammenarbeit weiterzuentwickeln und dessen internationale Sichtbarkeit laufend zu stärken.

Im vergangenen Jahr generierte die Tour of the Alps einen Medienwert von über 17 Millionen Euro – diese Zahlen belegen einmal mehr, dass sich die Rundfahrt als Radsport-Großveranstaltung auf weltweiter Bühne längst etabliert hat. Ein weiterer Beleg für die wachsende Bedeutung der TotA lieferte die AIOCC-Generalversammlung von 2024, die in Riva del Garda stattfand und damit zum ersten Mal überhaupt in der Geschichte des Radsports auf italienischem Boden veranstaltet wurde.

Ein Jahrzehnt nach seiner Entstehung verkörpert die Tour of the Alps nach wie vor jene Werte, die sie groß gemacht haben. Dazu gehören nicht nur der sportliche Wettkampf auf höchstem Niveau: Leidenschaft, Einsatz, Respekt vor der Natur oder grenzüberschreitende Zusammenarbeit sind nur vier von vielen Werten, die weit über die Welt des Sports hinausgehen und bei allen Beteiligten der Rundfahrt großgeschrieben werden. Für die Macher des Sport Alto Garda ist die TotA mehr als „nur“ ein einfaches Radrennen, das sowohl bei Teilnehmern als auch bei Fans Jahr für Jahr aufs Neue zu überzeugen weiß: Sie ist eine Großveranstaltung, die als Paradebeispiel für die enge Partnerschaft zwischen Tirol, Südtirol und dem Trentino fungiert und gleichzeitig als Labor für Innovation und Zukunftsgeist verstanden werden kann.

Fünf Etappen, 760 Kilometer und 14.620 Höhenmeter, die von der offiziellen Präsentation und dem Start in Innsbruck über Trient bis nach Bozen führen: Das sind die wichtigsten Zahlen der Tour of the Alps 2026, die Behörden, Medien und Vertretern der Branche in Mailand präsentiert wurden. Die TotA-Jubiläumsausgabe macht in allen drei Hauptstädten der Euregio-Gebiete Tirol, Südtirol und Trentino Halt und folgt damit der Logik der ersten Ausgabe von 2017, die der Waliser Geraint Thomas für sich entscheiden konnte. Damals war der unvergessene Michele Scarponi bei der Auftaktetappe in Innsbruck nicht zu schlagen – ein Moment, der bis heute in Erinnerung geblieben ist.

Die kommende Ausgabe des grenzüberschreitenden Etappenrennens beginnt in Nordtirol, genauer gesagt in Innsbruck. Die Tiroler Landeshauptstadt fungiert als Start- und Zielort der ersten Etappe. Das zweite Teilstück startet in Telfs und führt ins Martell nach Südtirol. Am dritten Tag geht’s von Latsch im Vinschgau zum Sitz des TotA-Organisationskomitees nach Arco (Trentino). Nach der Königsetappe von Arco nach Trient an Tag vier, wird die Rundfahrt mit einer kurzen, aber anspruchsvollen Etappe mit Start in Trient und Ziel in Bozen abgeschlossen.

ZWISCHEN TRADITION UND INNOVATION: DIE #TOTA FÜHRT DEN BONUS SPRINT EIN
Bei der Tour of the Alps warten einmal mehr zahlreiche Anstiege auf das Fahrerfeld, von denen sich jedoch keiner über 2.000 Meter Meereshöhe befindet. Auch die beliebte Streckenführung mit kurzen, selektiven Etappen und knappen Transfers zwischen den fünf Teilstücken kommt im kommenden Jahr wieder zum Einsatz. Diese „TotA-Siegesformel“ begeistert schon seit vielen Ausgaben – es verwundert daher wenig, dass an dieser Logik festgehalten wird.

Um die Spannung bei den Etappenfinals weiter zu erhöhen, gibt es im kommenden Jahr erstmals Zwischensprints im letzten Streckenabschnitt, die sogenannten „Bonus Sprints“. Bei diesen Sprints gibt’s Zeitgutschriften für die Gesamtwertung zu holen (6 Sekunden für den Ersten, 4 für den Zweiten und 2 für den Dritten). Punkte für die Punktewertung können hier jedoch nicht gesammelt werden – diese werden weiterhin über die beiden traditionellen Zwischensprints und die Etappenplatzierungen vergeben. Für die Bergwertung bleiben ebenfalls zwei Tageswertungen pro Etappe vorgesehen.

Dass die Tour of the Alps jedes Jahr aufs Neue für reichlich Spektakel sorgt, zeigen die mitreißenden Bilder der letzten Ausgabe, die auch Monate später noch nachhallen: So schnappte 2025 der Australier Michael Storer dem bis dato führenden Thymen Arensman erst in letzter Sekunde das Grüne Trikot noch vor der Nase weg. Ebenso unvergessen sind der grandiose Etappensieg des Italieners Giulio Ciccone in San Lorenzo Dorsino sowie die bärenstarken Auftritte des 18-jährigen Paul Seixas, der in der Alpenregion erstmals ins internationale Rampenlicht rückte. Der französische Jungspund reihte sich damit in die lange Liste von Ausnahmetalenten ein, die bei der TotA ihren großen Durchbruch feierten.

NORDTIROL MACHT DEN AUFTAKT: IN INNSBRUCK UND TELFS GEHT’S GLEICH ZUR SACHE
2026 fällt der Startschuss zum vierten Mal in der Geschichte der Tour of the Alps in Tirol. Nachdem die Rundfahrt zweimal in Kufstein (2017 und 2019) sowie einmal in Rattenberg (2023) gestartet wurde, geht der Auftakt im kommenden Jahr in der Nordtiroler Landeshauptstadt über die Bühne. Bevor die Teilnehmer am Montag, 20. April die erste Etappe in Angriff nehmen, steht in Innsbruck am Sonntag, 19. April die traditionelle Eröffnung des grenzüberschreitenden Etappenrennens auf dem Programm. Die zweite Etappe beginnt ebenfalls in Nordtirol, nämlich in Telfs. Von dort gelangt das Fahrerfeld nach Südtirol.

Die erste Etappe mit Start und Ziel in Innsbruck beginnt mit einem flachen Abschnitt durch das Inntal, gefolgt von einem 24 Kilometer langen Rundkurs, der zweimal zurückgelegt werden muss und den sanften Anstieg zum Mieminger Hochplateau beinhaltet. Nach dem Rundkurs kehrt das Fahrerfeld in Richtung Innsbruck zurück, wo ein zweiter, 18 Kilometer langer Rundkurs mit den Rampen nach Götzens und Axams wartet – letztere Rampe ist Schauplatz eines Zwischensprints mit Zeitgutschriften. Die finalen 20 Kilometer führen zurück ins Stadtzentrum von Innsbruck, wo die Etappe auf dem Rennweg endet – jenem Ort, der bereits bei den Weltmeisterschaften 2018 im Blickpunkt stand.

IN SÜDTIROL RÜCKEN DAS MARTELL UND LATSCH INS RAMPENLICHT
Die zweite Etappe am Dienstag, 21. April beginnt in Telfs in Nordtirol und geht 147,5 Kilometer später in der Südtiroler Gemeinde Martell zu Ende. Nach rund 20 flachen Startkilometern wartet mit der Piller Höhe (9,2 km bei 6 %) die erste Bergwertung der ersten Kategorie. In der Folge führt die Strecke über den Reschenpass (15,8 km bei 3,4 %; dritte Kategorie) hinunter in den Vinschgau, wo der abschließende Anstieg nach Martell (6 km bei 8 %) auf die Fahrer wartet. Die Etappe ist sehr anspruchsvoll – ideal für Kletterer und erste Antritte der Favoriten um den Gesamtsieg.

ARCO UND TRIENT VERSPRECHEN IM TRENTINO JEDE MENGE SPANNUNG
Die dritte Etappe am Mittwoch, 22. April startet in der Vinschger Talsohle und führt von Latsch über 175,1 Kilometer nach Arco ins Trentino. Nach rund 25 flachen Kilometern wartet der Anstieg zum Hofmahdjoch (22,2 km bei 5,7 %), dem höchsten Punkt der TotA 2026. Nach der langen Abfahrt ins Nonstal folgt die zweite Bergwertung des Tages in Andalo (14,4 km bei 5,4 %), ehe es hinunter nach Ponte Arche geht. Das technisch anspruchsvolle Finale führt zuerst über den Passo del Ballino, dann hinunter zum Tennosee und zu einem Rundkurs mit Zwischensprint und Zeitgutschriften in Tenno. Nach dem letzten Anstieg geht es über Riva del Garda flach ins Ziel nach Arco.

Die vierte Etappe am Donnerstag, 23. April über 167,8 Kilometer und 3.900 Höhenmeter von Arco nach Trient gilt völlig zurecht als Königsetappe und führt ausschließlich durch das Trentino. Nach den beiden Anstiegen der ersten Kategorie über den Passo Bordala (14,8 km bei 6,9 %) und den Passo Redebus (12,9 km bei 6,8 %) wartet ein 37 Kilometer langer Rundkurs mit der Rampe nach Brusago, deren erste drei Kilometer zweistellige Steigungswerte aufweisen. Nach dem Rundkurs geht es weiter Richtung Trient, wo ein technisch anspruchsvolles Finish ansteht. Dieses führt zuerst berghoch auf Trients Hausberg Povo (bekannt von der Straßenrad-EM 2021), ehe eine finale Abfahrt ins Stadtzentrum von Trient.


DAS GROßE FINALE STEIGT IN BOZEN

Die fünfte und letzte Etappe am Freitag, 24. April über 128,6 Kilometer mit Start in Trient und Ziel in Bozen verspricht Spannung bis zum Schluss. Das Teilstück beginnt mit dem Anstieg nach Palù di Giovo und verläuft anschließend über die Südtiroler Weinstraße bis nach Kaltern. Dort wartet die Rampe hoch zur „Kalterer Höhe“ (4,4 km bei 6,6 %), ehe das Fahrerfeld rund 50 Kilometer vor dem Ziel erstmals die Ziellinie in Bozen überquert. Im Finale geht es hinauf nach Jenesien, wo ein 19 Kilometer langer Rundkurs mit dem Anstieg nach Nobls (9,2 km bei 6,2 %) zweimal absolviert wird. Abschließend erreicht das Fahrerfeld über eine finale Abfahrt die Landeshauptstadt Bozen, wo schließlich der Sieger der Tour of the Alps 2026 gekürt wird.

Tour of the Alps Etappe 5 + Endstand:

5. Etappe: Lienz – Lienz – 112 Km

1 Prodhomme Nicolas Decathlon AG2R La Mondiale Team 20 02:58:54
2 Seixas Paul Decathlon AG2R La Mondiale Team 15 + 00
3 Herzog Emil Red Bull-BORA-hansgrohe 10 + 29
4 Bouwman Koen Team Jayco-AlUla 5 + 01:08
5 Bais Mattia Team Polti VisitMalta 3 + 01:08
6 Fuglsang Jakob Israel-Premier Tech + 01:08
7 Tarozzi Manuele VF Group-Bardiani CSF-Faizanè + 01:08
8 Storer Michael Tudor Pro Cycling Team + 01:20
9 Arensman Thymen INEOS Grenadiers + 03:04
10 Poole Max Team Picnic PostNL + 03:23
11 Ciccone Giulio Lidl-Trek + 03:23
12 Hindley Jai Red Bull-BORA-hansgrohe + 03:23
13 Caruso Damiano Bahrain Victorious + 03:23
14 Zwiehoff Ben Red Bull-BORA-hansgrohe + 03:23
15 Riccitello Matthew Israel-Premier Tech + 03:23
16 Gee Derek Israel-Premier Tech + 03:23
17 Gall Felix Decathlon AG2R La Mondiale Team + 03:23

Endstand:

1 1 Storer Michael Tudor Pro Cycling Team 19:48:08
2 1 Arensman Thymen INEOS Grenadiers + 01:33
3 Gee Derek Israel-Premier Tech + 04:07

4 Ciccone Giulio Lidl-Trek + 05:09
5 Gall Felix Decathlon AG2R La Mondiale Team + 05:13
6 Caruso Damiano Bahrain Victorious + 05:33
7 1 Poole Max Team Picnic PostNL + 06:06
8 1 Hindley Jai Red Bull-BORA-hansgrohe + 06:09
9 3 Riccitello Matthew Israel-Premier Tech + 06:33
10 3 Bardet Romain Team Picnic PostNL + 06:46
11 Piganzoli Davide Team Polti VisitMalta + 06:59
12 2 Seixas Paul Decathlon AG2R La Mondiale Team + 08:12
13 Double Paul Team Jayco-AlUla + 08:17
14 4 Cepeda Alexander EF Education-EasyPost + 08:20
15 Lopez Juan Pedro Lidl-Trek + 13:03

Tour of the Alps Etappe 4

4. Etappe: Sillian – Obertilliach – 163Km – 3370 HM

1 Arensman Thymen INEOS Grenadiers 20 04:17:04
2 Gee Derek Israel-Premier Tech 15 + 01:18
3 Storer Michael Tudor Pro Cycling Team 10 + 01:23
4 Gall Felix Decathlon AG2R La Mondiale Team 5 + 03:44
5 Ciccone Giulio Lidl-Trek 3 + 03:44
6 Caruso Damiano Bahrain Victorious + 03:44
7 Poole Max Team Picnic PostNL + 04:29
8 Piganzoli Davide Team Polti VisitMalta + 04:35
9 Bardet Romain Team Picnic PostNL + 04:35
10 Cepeda Alexander EF Education-EasyPost + 04:35
11 Riccitello Matthew Israel-Premier Tech + 04:35
12 Hindley Jai Red Bull-BORA-hansgrohe + 04:40
13 Double Paul Team Jayco-AlUla + 04:45
14 Bouwman Koen Team Jayco-AlUla + 05:03
15 Seixas Paul Decathlon AG2R La Mondiale Team + 10:16
16 Covili Luca VF Group-Bardiani CSF-Faizanè + 10:16
17 Lopez Juan Pedro Lidl-Trek + 10:16
18 Dunbar Edward Team Jayco-AlUla + 10:16
19 Bais Mattia Team Polti VisitMalta + 16:04
20 Engelhardt Felix Team Jayco-AlUla + 16:16

Gesamt:

1 11 Arensman Thymen INEOS Grenadiers 16:47:43
2 1 Storer Michael Tudor Pro Cycling Team + 11
3 12 Gee Derek Israel-Premier Tech + 02:15
4 2 Ciccone Giulio Lidl-Trek + 03:17
5 Gall Felix Decathlon AG2R La Mondiale Team + 03:21
6 4 Caruso Damiano Bahrain Victorious + 03:41
7 1 Bardet Romain Team Picnic PostNL + 04:14
8 1 Poole Max Team Picnic PostNL + 04:14
9 5 Hindley Jai Red Bull-BORA-hansgrohe + 04:17
10 2 Cepeda Alexander EF Education-EasyPost + 04:23
11 2 Piganzoli Davide Team Polti VisitMalta + 04:27
12 1 Riccitello Matthew Israel-Premier Tech + 04:41
13 1 Double Paul Team Jayco-AlUla + 05:45
14 11 Seixas Paul Decathlon AG2R La Mondiale Team + 09:49
15 2 Lopez Juan Pedro Lidl-Trek + 10:31
16 3 Dunbar Edward Team Jayco-AlUla + 11:53
17 4 Covili Luca VF Group-Bardiani CSF-Faizanè + 12:25
18 6 Frigo Marco Israel-Premier Tech + 20:44
19 7 Bais Mattia Team Polti VisitMalta + 20:59
20 Prodhomme Nicolas Decathlon AG2R La Mondiale Team + 23:06
21 24 Bouwman Koen Team Jayco-AlUla + 23:40
22 6 Stork Florian Tudor Pro Cycling Team + 25:31

Arensman, was für ein Coup! Etappensieg und Grünes Trikot in Obertilliach

Ein großer Tag für den Radsport auf den Straßen Osttirols: 80 Kilometer Soloflucht des Niederländers von INEOS Grenadiers, der sich sowohl den Etappensieg als auch das Grüne Melinda-Trikot sichert. Hinter ihm: Derek Gee auf Rang zwei. Michael Storer wird nach einer unermüdlichen Solo-Verfolgung Dritter. Nur elf Sekunden trennen den Niederländer und den Australier vor dem großen Showdown in Lienz: 112,2 Kilometer, die wie im Flug vergehen werden, mit dem doppelten Bannberg und dem Anstieg nach Stronach. Das große Finale gibt es live auf Eurosport, ORF und Rai 2.

Radsport in seiner schönsten, authentischsten Form. Am Donnerstag, 24. April, zeigte die Tour of the Alps der Welt ihr bestes, aber auch erbarmungslosestes Gesicht mit einem unvergesslichen Spektakel auf den Straßen zwischen Sillian und Obertilliach. Zahlreiche Anstiege, klug über die Strecke verteilt, prägten den Tag; vor allem aber war es ein Rennen im Zeichen der Härte, des direkten Duells. Ohne Zögern, ohne Taktieren.
Als Sieger ging der Mutigste und zugleich Stärkste des gesamten Feldes hervor: Thymen Arensman (INEOS Grenadiers), der eine atemberaubende Aktion startete – an einem kalten Tag, gezeichnet von Regen auf den letzten Kilometern. Sein Angriff begann 80 Kilometer vor dem Ziel und wurde mit der Entschlossenheit und Stärke eines wahren Champions vollendet. Es ist der erste Etappensieg eines Niederländers in der fast fünfzigjährigen Geschichte der Tour of the Alps (ehemals Giro del Trentino) und zugleich Arensmans erster Erfolg im Trikot von INEOS Grenadiers.

Ein Tag zum Einrahmen für den Niederländer, gekrönt vom Grünen Melinda-Trikot des Gesamtführenden, das er dem kämpferischen Michael Storer entreißen konnte. Der Australier hat es zwar verloren, aber keineswegs kapituliert.
Auch Storers Verteidigung war heroisch: Im Wissen, alles verlieren zu können, warf sich der Fahrer aus Perth am Anstieg nach Anras – 35 Kilometer vor dem Ziel – in die Solo-Verfolgung und ließ die weiteren Klassementfahrer hinter sich. Rang drei in der Etappe und 1:23 Minuten Rückstand auf Arensman reichten nicht, um das Führungstrikot zu verteidigen, aber halten ihn mit Blick auf das große Finale morgen in Lienz voll im Rennen um den Gesamtsieg. Elf Sekunden trennen die beiden in der Gesamtwertung. Mit etwas Glück kann sich Storer in Lienz holen, was ihm bei der #TotA 2022 entglitt, als er auf dem Podium hinter Romain Bardet Zweiter wurde und Arensman Dritter.
Zwischen Arensman und Storer holte sich der Kanadier Derek Gee (Israel Premier-Tech) den zweiten Etappenrang auf 1.446 Metern in Obertilliach und gleichzeitig Rang drei im Gesamtklassement mit 2’15” Rückstand auf Arensman.
Hinter dem dominierenden Trio erreichten Gall, Ciccone und Caruso das Ziel mit 3’44” Rückstand, Poole mit 4’29”, der junge Seixas verlor über zehn Minuten, bezeichnende Abstände, die einen der schönsten, spannendsten und unberechenbarsten Renntage dieses Frühjahrs 2025 illustrieren.

Arensman: „Ein unglaublicher Sieg. Morgen entscheidet der Anstieg nach Stronach.“

„Heute Morgen hatten wir eigentlich geplant, Heiduk in die Fluchtgruppe zu schicken, um einen möglichen Angriff von mir zu unterstützen, aber mit so einem Rennverlauf konnte natürlich niemand rechnen“, erklärte der neue Gesamtführende der Tour of the Alps. „Als die Spitze des Feldes zur Ausreißergruppe aufschloss, bat ich meinen Teamkollegen, weiter das Tempo hochzuhalten, um Druck auf die Konkurrenz auszuüben. Als ich merkte, dass ich noch genug Kraft in den Beinen hatte, entschied ich mich, das Risiko einzugehen und früh zu attackieren. Zwischendurch dachte ich, dass ich zu viel gewagt hatte, dass ich mich zu weit wegbewegt hatte, aber am Ende hat es geklappt. Es war ein unglaublicher Tag.“

„Schon im Winter hatten wir angekündigt, einen aggressiveren Rennstil fahren zu wollen – der ist risikoreicher, aber kann zu großen Ergebnissen führen, wie wir heute gesehen haben. Es ist definitiv anders als in der Vergangenheit, aber es macht mehr Spaß und ist mit Sicherheit spannender für die Zuschauer.“

„Mit dem hohen Tempo, der Kälte und den vielen Anstiegen war das heute ein harter Tag für alle, auch für mich. Und ich erwarte, dass es morgen nicht anders wird. Ich erinnere mich gut an die Etappe 2022, als ich gemeinsam mit Bardet und Storer attackierte.
Michael ist derzeit in Topform, es wird nicht leicht, ihn hinter mir zu halten. Aber es ist Regen angesagt, es wird kalt. Das sind Bedingungen, unter denen ich mich meist recht wohlfühle. Ich glaube, dass beim Anstieg nach Stronach das letzte Wort gesprochen wird.“

„Ich bin stolz, der erste Niederländer zu sein, der eine Etappe der #TotA gewinnen konnte. Morgen werde ich alles daransetzen, unsere Flagge in die Liste der Gesamtsieger zu bringen.“

Felix Gall: „Es war ein unglaublich harter Tag, vor allem wegen der eisigen Kälte. Beim San-Antonio-Pass ist das Rennen komplett auseinandergebrochen. Rückblickend war ich fast froh darüber, denn ich habe so sehr gefroren, dass die höhere Intensität wenigstens ein bisschen Wärme gebracht hat. Jeder hatte heute zu kämpfen. Ich habe zweimal versucht, an Michael Storer dranzubleiben, er war wieder unglaublich stark. Leider konnte ich sein Hinterrad nicht halten. Am Ende ging’s ins Ziel nach Obertilliach, ich habe wirklich alles gegeben und habe mir nichts vorzuwerfen.“

DAS RENNEN

Um 10:50 Uhr erfolgte in Sillian der Start für die Karawane der Tour of the Alps: Zu vermerken ist der Ausstieg des Briten Hugh Carthy. Kaum war die italienisch-österreichische Grenze überquert, setzten sich bei Kilometer 7 sechs Fahrer ab: Jasch (RedBull-BORA-Hansgrohe), Engelhardt (Jayco-AlUla), Heiduk (INEOS Grenadiers), Bouchard (Decathlon-Ag2r), Pietrobon (Polti-VisitMalta) und Zangerle (Team Vorarlberg).

Nach einigen Kilometern des Widerstands ließ das Feld die Ausreißer gewähren, die ihren Vorsprung rasch auf beinahe vier Minuten ausbauen konnten. Doch am Anstieg zum Passo di Sant’Antonio übernahmen zunächst Lidl-Trek und anschließend Bahrain-Victorious das Kommando im Feld und sorgten für ein hohes Tempo, das den Vorsprung der Spitzengruppe dahinschmelzen ließ. In der darauffolgenden Abfahrt fiel Bouchard aus der Gruppe zurück – geplagt von einer Kältekrise, die ihn wenige Kilometer später zum Aufgeben zwang.

Das Rennen begann so richtig am Anstieg zum Kreuzbergpass, ausgelöst durch eine Attacke von Arensman (INEOS Grenadiers), Dunbar (Jayco-AlUla) und Prodhomme (Decathlon-Ag2r). Das Trio übernahm schnell die Führung des Rennens, doch nur wenige Kilometer später reagierten auch Caruso (Bahrain Victorious), Poole (Picnic PostNL), Hindley (RedBull-BORA), Gee (Israel) und Storer (Tudor Pro Cycling).

In der Abfahrt vom Kreuzbergpass fuhr Arensman alleine weiter und gewann auf dem leicht abschüssigen Terrain des Pustertals deutlich an Boden, während sich dahinter das Feld in mehrere Gruppen aufsplitterte. Bouwman, Prodhomme und Gee bildeten mit 1’20“ Rückstand die erste Verfolgergruppe, gefolgt von Herzog, Poole und Zangerle. Das Feld mit dem Träger des Grünen Trikots lag über zwei Minuten zurück.

Am Anstieg nach Anras ließ Gee Bouwman hinter sich und machte einige Sekunden auf Arensman gut. Dahinter reagierte Storer – bereits über drei Minuten zurück – gemeinsam mit Gall und Ciccone, bevor er sich in einem Solo-Versuch daran machte, das Führungstrikot zu verteidigen.

Arensman, Gee und Storer setzten ihren Vorstoß auch am Anstieg nach Tessenbach ungehindert fort, während die anderen Klassementfahrer nicht kontern konnten. Am Fuße des Kartitscher Sattels führte Arensman mit 23 Sekunden Vorsprung auf Gee, 1’58” auf Storer und 3’23” auf die weiteren Klassementfahrer. Die letzte Bergwertung bestätigte die Kräfteverhältnisse: Der Niederländer fuhr solo dem Ziel in Obertilliach entgegen, während Gee, im Finale leicht angeschlagen, es dennoch schaffte, seinen zweiten Platz vor dem heranstürmenden Storer zu verteidigen.

In der Gesamtwertung führt Arensman mit 11 Sekunden Vorsprung auf Storer, 2’15” auf Gee, 3’17” auf Ciccone, 3’21” auf Gall, 3’41” auf Caruso, 4’14” auf Bardet und Poole, 4’17” auf Hindley und 4’23” auf Cepeda. Der Franzose Seixas, die große Überraschung der ersten Renntage, brach dagegen ein: für ihn betrug der Rückstand in Obertilliach mehr als 10 Minuten.

DIE FÜHRUNGSTRIKOTS

Grünes Trikot Melinda – Gesamtwertung: Thymen Arensman (INEOS Grenadiers)
Blaues Trikot Cassa Centrale Banca – Bergwertung: Xavier Pickering (Bahrain Victorious)
Rotes Trikot Würth – Punktewertung: Giulio Ciccone (LIDL-Trek)
Weißes Trikot Forst – Bester Jungprofi: Max Poole (Team Picnic PostNL)
Schwarzes Trikot BAZR – Ausreißer-König: Koen Bouwman (Team Jayco Alula)

Tour of the Alps Etappe 3

3. Etappe: Sterzing – Innichen – 146 Km – 3034 HM

1 Frigo Marco Israel-Premier Tech 20 03:47:10
2 Hindley Jai Red Bull-BORA-hansgrohe 15 + 19
3 Gee Derek Israel-Premier Tech 10 + 19
4 Ciccone Giulio Lidl-Trek 5 + 19
5 Poole Max Team Picnic PostNL 3 + 19
6 Seixas Paul Decathlon AG2R La Mondiale Team + 19
7 Caruso Damiano Bahrain Victorious + 19
8 Storer Michael Tudor Pro Cycling Team + 19
9 Prodhomme Nicolas Decathlon AG2R La Mondiale Team + 19
10 Bardet Romain Team Picnic PostNL + 19
11 Cepeda Alexander EF Education-EasyPost + 19
12 Eulalio Afonso Bahrain Victorious + 19
13 Piganzoli Davide Team Polti VisitMalta + 19
14 Arensman Thymen INEOS Grenadiers + 19
15 Riccitello Matthew Israel-Premier Tech + 19
16 Gall Felix Decathlon AG2R La Mondiale Team + 19
17 Lopez Juan Pedro Lidl-Trek + 19
18 August AJ INEOS Grenadiers + 19
19 Wandahl Frederik Red Bull-BORA-hansgrohe + 29

20 Double Paul Team Jayco-AlUla + 01:09

Gesamtwertung:

1 Storer Michael Tudor Pro Cycling Team 12:29:31
2 1 Ciccone Giulio Lidl-Trek + 41
3 1 Seixas Paul Decathlon AG2R La Mondiale Team + 41
4 2 Hindley Jai Red Bull-BORA-hansgrohe + 45
5 1 Gall Felix Decathlon AG2R La Mondiale Team + 45
6 1 Bardet Romain Team Picnic PostNL + 47
7 Poole Max Team Picnic PostNL + 53
8 Cepeda Alexander EF Education-EasyPost + 56
9 Piganzoli Davide Team Polti VisitMalta + 01:00
10 Caruso Damiano Bahrain Victorious + 01:05
11 1 Riccitello Matthew Israel-Premier Tech + 01:14
12 4 Arensman Thymen INEOS Grenadiers + 01:18
13 4 Lopez Juan Pedro Lidl-Trek + 01:23
14 1 Double Paul Team Jayco-AlUla + 02:08
15 6 Gee Derek Israel-Premier Tech + 02:11
16 5 Stork Florian Tudor Pro Cycling Team + 02:25

Frigo bricht in Innichen das Eis. Storer weiter im Grünen Trikot

Der 25-Jährige aus Bassano del Grappa setzt sich von der Fluchtgruppe ab, zieht bei den Bergwertungen am Furkelpass und am Vierschachberg solo weg und feiert bei der dritten Etappe der Tour of the Alps seinen ersten Profisieg. In der Gesamtwertung ändert sich wenig; Hindley gewinnt den Sprint der Verfolger. Morgen führt die Strecke nach Obertilliach über Sexten, dem Heimatort von Jannik Sinner. Liveübertragung ab 13:30 Uhr auf Eurosport, Raisport und ORF
Die Tour of the Alps bleibt ein Garant für Spannung, Überraschungen und Fahrer, die sich nie mit einem vorhersehbaren Ausgang zufriedengeben. So wie Marco Frigo, der 25-Jährige aus Bassano del Grappa, der am Mittwoch, 23. April, die dritte Etappe – komplett auf Südtiroler Boden – über 145,5 Kilometer von Sterzing-Ratschings nach Innichen für sich entschied.

Bereits ab Kilometer 18 im Angriff, zunächst als Teil einer größeren Ausreißergruppe, setzte sich Frigo spätestens ab dem Anstieg nach Untermoi solo ab. Sowohl auf den Rampen des Furkelpasses als auch auf dem ansteigenden Toblacher Feld baute er seinen Vorsprung aus. Der Fahrer des Teams Israel–Premier Tech konnte dem herannahenden Feld sowohl am Gipfel des Vierschachbergs als auch in der anschließenden Abfahrt standhalten und rettete 19 Sekunden Vorsprung ins Ziel von Innichen. Für den Venetier ist es der erste Sieg in der Profilaufbahn.

Unter den Favoriten der Gesamtwertung herrschte hingegen Gleichstand: Der Australier Michael Storer (Tudor Pro Cycling Team) verteidigte das Grüne Melinda-Trikot souverän – nicht zuletzt dank der Unterstützung seines Teamkollegen Florian Stork, der Teil der Fluchtgruppe war. Am Anstieg zum Vierschachberg versuchte sich der junge US-Amerikaner Riccitello (Israel–Premier Tech) mit einer Attacke, doch diese wurde rasch vom Feld im Grünen Trikot neutralisiert. Den Sprint dieser Gruppe gewann Jay Hindley (Red Bull–BORA–Hansgrohe) vor dem Kanadier Derek Gee (Israel–Premier Tech) und Giulio Ciccone (Lidl–Trek).

FRIGO – EIN LEBEN AUF DER FLUCHT
„Wir wussten, dass sich die heutige Etappe gut für eine frühe Attacke eignen würde. Es war wichtig, aufmerksam zu sein und in die richtige Gruppe zu kommen“, erzählte Marco Frigo im Ziel. „Die Ausreißergruppe war sehr groß, aber ich war fest entschlossen, es alleine zu versuchen, sobald sich eine Gelegenheit bieten würde. Letztes Jahr habe ich bei der Vuelta eine Etappe verloren, weil ich gezögert habe, und in den vergangenen Tagen hatte ich etwas mit den Tempowechseln zu kämpfen. Meine beste Option war, allein anzugreifen und mein eigenes Tempo zu fahren – das entspricht am ehesten meinen Stärken und gibt mir die größte Chance auf den Sieg.“

„Vielleicht habe ich nicht den Körperbau eines klassischen Kletterers, aber ich habe die Mentalität eines Kämpfers, der niemals aufgibt. Deshalb bin ich am Berg stark: Auf längeren Anstiegen kann ich meinen eigenen Rhythmus finden. Ich hoffe, künftig auch in kurzen Rundfahrten einmal um den Sieg in der Gesamtwertung fahren zu können. Ich muss mich noch verbessern, aber ich bin auf dem richtigen Weg.“
„Der Vergleich mit Alessandro De Marchi? Ich hoffe, eine ähnliche Karriere wie er zu haben – in seine Fußstapfen zu treten, wäre eine Ehre. Wir sind eine Saison lang gemeinsam im Team gefahren. Er hat mir viel beigebracht, ist ein großartiger Fahrer und ein wunderbarer Mensch.“

STORER: „BEI DER #TOTA IN DER BESTEN FORM MEINER KARRIERE“
„Die heutige Etappe verlief genauso, wie wir es geplant und mit unseren Sportlichen Leitern abgestimmt hatten“, kommentierte Michael Storer, der nach drei Etappen die Gesamtführung der Tour of the Alps innehat. „Es war wichtig, Kräfte zu sparen – besonders für die nächsten beiden Etappen, die taktisch sehr offen sind. Wir befinden uns in einer guten Ausgangslage, der Vorsprung ist intakt. Jetzt gilt es, dieses kleine Polster zu verteidigen. Für mich persönlich kann ich sagen: Ich bin in der besten Form meiner Karriere. Diese möchte ich nun auch nutzen.“

Felix Gall: „Es war heute im Finale oder generell ein sehr kontrollierter Tag. Es war ein großer Kampf für die Fluchtgruppe. Es war dann im Finale eigentlich für alle Teams dann gleich, es hat niemand wirklich was probiert. Es war dann für alle okay. Der Etappensieg ist dann aus der Fluchtgruppe gekommen und von dem her war es dann hinten etwas ruhiger. Ich habe dann kurz probiert, dann zum Schluss vom Anstieg. Es war dann aber doch sehr stressig in der Abfahrt. Es war extrem technisch und sehr herausfordernd, dann das Hinterrad zu halten. Aber ja, wäre natürlich von Vorteil gewesen, wenn ich dann im Sprint noch eine Bonussekunde holen hätte können, aber ich bin in der gleichen Zeit ins Ziel gekommen. Für mich war es heute wichtig, nachdem ich mich gestern nicht zu 100% super gefühlt habe, dass ich heute wieder ein gutes Gefühl habe, dass ich keine Zeit verliere und voller Fokus jetzt auf die nächsten zwei Etappen, vor allem morgen. Obertilliach ist, glaube ich, eine sehr schöne Zielankunft, eine schwere Etappe und ich freue mich jetzt auf meine zwei Heimatetappen“.

DAS RENNEN
Der Startschuss fiel um 10:30 Uhr in Sterzing/Ratschings. Schon auf den ersten Kilometern wurde ein hohes Tempo angeschlagen – viele Teams suchten ihre Chance in der Flucht, denn das Profil des Tages lud zu mutigen Attacken ein.

Nach 18 Kilometern mit zahlreichen Attacken und Gegenangriffen eröffnete Zoccarato (Polti–VisitMalta) die entscheidende Fluchtbewegung. Binnen weniger Kilometer formierte sich eine 21-köpfige Spitzengruppe mit namhaften Fahrern wie Kämna (Lidl–Trek), dem GPM-Führenden Pickering (Bahrain Victorious), Hamilton (Picnic–PostNL), Wandahl, Zwiehoff und Jasch (Red Bull–BORA–hansgrohe), De Marchi (Jayco AlUla), August (Ineos Grenadiers), Prodhomme (Decathlon–AG2R La Mondiale), Valgren (EF Education–EasyPost), Frigo (Israel–Premier Tech), Stork (Tudor), Pinarello, Tarozzi (VF Group–Bardiani CSF–Faizanè), sowie Zoccarato, Davide Bais, Muñoz (Polti–VisitMalta), Stehli (Team Vorarlberg), Garibbo, Raccani (JCL Team Ukyo) und Paumann (Österreich).

Wegen der Präsenz von Florian Stork – Teamkollege des Führenden Michael Storer und nur 1:09 Minuten hinter ihm – sah sich Lidl–Trek gezwungen, die Verfolgung zu organisieren. Über viele Kilometer hielten sie den Rückstand auf etwa 1:20 Minuten konstant.

Auf dem Anstieg nach Untermoi fielen Stehli und Paumann früh zurück, während Hugh Carthy (EF Education–EasyPost) aus dem Hauptfeld heraus attackierte und zur Spitze aufschloss. Doch auf den letzten Rampen hinauf nach Untermoi wagte Marco Frigo seine Solo-Attacke – und die sollte sich auszahlen. Auch den gefürchteten Furkelpass bewältigte er souverän und konnte seinen Vorsprung weiter ausbauen. Auf der Passhöhe lag Frigo 44 Sekunden vor Pickering, 1:30 Minuten vor einer Gruppe mit Hamilton, Wandahl, Jasch, August, Prodhomme, Carthy, Stork, Tarozzi und Raccani sowie 2:30 Minuten vor dem Feld um das Grüne Trikot von Storer.

Nach dem ersten Durchfahren des Zielortes Innichen begann das Hauptfeld mit der systematischen Verfolgung. Es gelang ihnen, alle Ausreißer bis auf Frigo einzuholen. Der Solist konnte im Zentrum von Innichen bereits mit erhobenen Armen jubeln – sein erster Profisieg war perfekt. Den einzigen nennenswerten Versuch, ihn noch einzuholen, unternahm sein Teamkollege Riccitello, jedoch erfolglos, er wurde am Vierschachberg wieder gestellt. Im Sprint der Verfolger setzte sich Jay Hindley vor dem Kanadier Derek Gee, dem Italiener Giulio Ciccone und dem Briten Max Poole durch. Michael Storer erreichte als Achter das Ziel.

Der Osttiroler Felix Gall belegte Rang 16, ebenfalls in der Gruppe des Gesamtführenden. Vor dem morgigen Finale auf heimischem Terrain liegt er in der Gesamtwertung auf Platz fünf, mit einem Rückstand von 45 Sekunden auf Storer.

Die heutige Etappe zählte zudem für die „Coppa Italia delle Regioni“.

DIE FÜHRUNGSTRIKOTS

Grünes Trikot Melinda – Gesamtwertung: Michael Storer (Tudor Cycling Team)
Blaues Trikot Cassa Centrale Banca – Bergwertung: Xavier Pickering (Bahrain Victorious)
Rotes Trikot Würth – Punktewertung: Giulio Ciccone (LIDL-Trek)
Weißes Trikot Forst – Bester Jungprofi: Paul Seixas (Decathlon-AG2R)
Schwarzes Trikot BAZR – Ausreißer-König: Koen Bouwman (Team Jayco Alula)

Tour of the Alps Etappe 2

2. Etappe: Mezzolombardo – Sterzing – 178 Km – 4337 Hm

1 Storer Michael Tudor Pro Cycling Team 20 05:00:02
2 Seixas Paul Decathlon AG2R La Mondiale Team 15 + 41
3 Bardet Romain Team Picnic PostNL 10 + 41
4 Piganzoli Davide Team Polti VisitMalta 5 + 41
5 Ciccone Giulio Lidl-Trek 3 + 41
6 Hindley Jai Red Bull-BORA-hansgrohe + 41
7 Gall Felix Decathlon AG2R La Mondiale Team + 41

8 Caruso Damiano Bahrain Victorious + 41
9 Cepeda Alexander EF Education-EasyPost + 41
10 Poole Max Team Picnic PostNL + 43
11 Stork Florian Tudor Pro Cycling Team + 59
12 Double Paul Team Jayco-AlUla + 59
13 Riccitello Matthew Israel-Premier Tech + 59
14 Prodhomme Nicolas Decathlon AG2R La Mondiale Team + 59
15 Covili Luca VF Group-Bardiani CSF-Faizanè + 59
16 Martinelli Alessio VF Group-Bardiani CSF-Faizanè + 59
17 Lopez Juan Pedro Lidl-Trek + 59
18 Tolio Alex VF Group-Bardiani CSF-Faizanè + 59
19 Zeray Nahom JCL Team Ukyo + 59
20 Arensman Thymen INEOS Grenadiers + 59
21 Dunbar Edward Team Jayco-AlUla + 59
22 Gee Derek Israel-Premier Tech + 01:30
23 Jasch Lennart Red Bull-BORA-hansgrohe + 01:30
24 Stüssi Colin Team Vorarlberg +01:39

Gesamt:

1 6 Storer Michael Tudor Pro Cycling Team 08:42:02
2 1 Seixas Paul Decathlon AG2R La Mondiale Team + 41
3 2 Ciccone Giulio Lidl-Trek + 41
4 2 Gall Felix Decathlon AG2R La Mondiale Team + 45
5 1 Bardet Romain Team Picnic PostNL + 47
6 Hindley Jai Red Bull-BORA-hansgrohe + 51
7 1 Poole Max Team Picnic PostNL + 53
8 1 Cepeda Alexander EF Education-EasyPost + 56
9 3 Piganzoli Davide Team Polti VisitMalta + 01:00
10 8 Caruso Damiano Bahrain Victorious + 01:05
11 6 Stork Florian Tudor Pro Cycling Team + 01:09
12 2 Riccitello Matthew Israel-Premier Tech + 01:14
13 2 Double Paul Team Jayco-AlUla + 01:18
14 Covili Luca VF Group-Bardiani CSF-Faizanè + 01:18
15 2 Martinelli Alessio VF Group-Bardiani CSF-Faizanè + 01:18
16 1 Arensman Thymen INEOS Grenadiers + 01:18
17 Lopez Juan Pedro Lidl-Trek + 01:23
18 2 Tolio Alex VF Group-Bardiani CSF-Faizanè + 01:23
19 3 Dunbar Edward Team Jayco-AlUla + 01:29
20 Stüssi Colin Team Vorarlberg + 01:57

Starker Team Vorarlberg Auftritt an Königsetappe der Tour of the Alps UCI 2.PRO – Colin Stüssi behauptet sich in den Top 20

Achtung fertig los: Lukas Meiler in der Spitze! Zwei Kilometer nach dem Start attackiert Lukas Meiler mit dem Niederländer Koen Bouwman vom Team Jayco-AlUla. Der Kroate Fran Miholjevic vom Team Bahrain-Victorious stößt dazu. Dieses Trio bestimmte dann diese Königsetappe der Tour of the Alps von Mezzolombardo nach Sterzing. Ein mutiges Unterfangen, denn es lagen 178 Kilometer und fast 4000 Höhenmeter mit sechs Anstiegen vor ihnen.

Der Team Vorarlberg Profi trägt sich in die Wertungslisten bei den Berg- und Sprintwertungen ein. Nach 110 Kilometer ist seine „Flucht nach vorne“ beendet und wird vom Feld gestellt. In der Konterattacke war es dann Emanuel Zangerle, welcher sich aktiv zeigte. Die komplette Mannschaft rund um Alexander Konychev stellt sich dann in den Dienst, um Colin Stüssi in die letzten Anstiege zu bringen.

Schweres Finale bringt Etappenrang 24 für Colin Stüssi und weiter auf Rang 20 im GC
Im superschweren Finale dann das erwartete Ausscheidungsrennen. Colin Stüssi kann bis in den letzten Berg in der Spitze mitfahren, muss aber leicht reißen lassen und wird auch heute als bester Fahrer eines Continental Teams starker 24 (+1:30). In der Gesamtwertung kann der Schweizer Rang 20 behaupten.
Etappensieger der Tudor Profi Michael Storer aus Australien. Er übernimmt auch die Führung in der Gesamtwertung. Der Kampf in den Bergen ist voll entfacht und noch alles offen für die nächsten Tage.

O-Ton Paul Renger Sportdirektor: „Die Jungs haben heute einen super Job gemacht. Lukas Meiler war lange in der Spitze. Im Finale haben alle versucht Colin zu positionieren. Colin hat auch heute wieder abgeliefert gegen die besten Kletterer. Das zeigt auch seine Klasse. Ein starker TAG!“

Offene dritte Etappe nach Innichen
Mittwoch geht es von Sterzing über 145 Kilometer nach Innichen. Zahlreiche knackige Anstiege mit knapp 3000 Höhenmeter in der zweiten Rennhälfte, lassen auf ein Feuerwerk der Gesamtwertungsaspiranten zielen.

Facts zur TOTA 2025 / Etappenübersicht:
21.04. Etappe 1 San Lorenzo Dorsino – San Lorenzo Dorsino 148.5 km (3093 hm)
22.04. Etappe 2 Mezzolombardo – Sterzing 178 km (3750 hm)

23.04. Etappe 3 Sterzing – Innichen 145,5 km (2917 hm)
24.04. Etappe 4 Sillian – Obertilliach 162,7 km (3292 hm)
24.04. Etappe 5 Lienz – Lienz 112,2 Km (2462 m)

Roster Team Vorarlberg: Emanuel Zangerle, Daniel Geismayr, Colin Stüssi, Felix Stehli, Lukas Meiler, Jannis Peter, Alexander Konychev;

Tour of the Alps Etappe 1

Jai Hindley führt Red Bull – BORA – hansgrohe zur Tour of the Alps
Mit der Tour of the Alps beginnt für Jai Hindley die heiße Phase der Vorbereitung auf den Giro d’Italia. Der Australier will beim Rennen durch Italien und Österreich ein Wörtchen mitreden.

Fünf kurze und knackige Etappen, die allesamt relevant für das Gesamtklassement sind. 14.700 Höhenmeter und Anstiege mit knapp 20 Kilometern Länge oder zweistelligen Steigungsprozenten im Schnitt. Das ist die Tour of the Alps (2.Pro) 2025. „Für jemanden wie mich perfekt.“ Sagt Jai Hindley, der Red Bull – BORA – hansgrohe bei der Rundfahrt als Kapitän anführt.
„Die Tour of the Alps ist für mich ein zentraler Bestandteil in meiner Vorbereitung auf den Giro d’Italia“, so Jai. Es ist der einzige Wettkampf, den der 28-Jährige im Vorfeld der Italien-Rundfahrt bestreiten wird. Dafür reist er frisch aus dem Höhentrainingslager an, seit Anfang April arbeitete er auf Teneriffa mit dem erweiterten Giro-Kader an seiner Form.
„Es wird ein ziemlich hartes Rennen“, blickt Jai voraus. „Jeden Tag klettern auf einem hohen Level. Am schwersten wird wahrscheinlich die 2. Etappe. Aber man muss jeden Tag fokussiert sein. Die Vorbereitung war gut, ich hoffe, die Beine sind es jetzt auch.“

Jai Hindley will will ums Podium mitfahren
2021 war Jai Hindley schon einmal bei der Tour of the Alps am Start. Nach einem Sturz am vierten Tag konnte er das Rennen damals aber nicht beenden. Vier Jahre später soll es besser laufen. „Das Profil liegt mir gut. Es gibt reichlich Möglichkeiten um anzugreifen und offensiv zu fahren. Aber es gibt auch viele Fahrer mit Chancen aufs Podium. Zu denen will ich auch gehören.“
In Antonio Tiberi, Thymen Arensman, Romain Bardet, Giulio Ciccone, Michael Storer oder auch Derek Gee sind reichlich Profis mit Klassement-Ambitionen am Start, die Jai auch beim Giro wiedersehen wird. „Die Tour of the Alps ist immer ein Gradmesser. Wer hier stark ist, kann auch um Rosa mitreden“, ist er überzeugt.
Mit Jai Hindley gehen Ben Zwiehoff, Emil Herzog, Anton Palzer, Frederik Wandahl sowie die beiden Rookies Lennart Jasch und Nate Pringle, der erstmals mit dem WorldTeam am Start steht, für Red Bull – BORA – hansgrohe ins Rennen.

1. Etappe: San Lorenzo Dorsino – San Lorenzo Dorsino – 149 Km – 3129 Hm


Plomi Foto

1 Ciccone Giulio Lidl-Trek -15 03:42:10
2 Gall Felix Decathlon AG2R La Mondiale Team 15 + 00
3 Seixas Paul Decathlon AG2R La Mondiale Team 10 + 00
4 Bardet Romain Team Picnic PostNL 5 + 00
5 Stork Florian Tudor Pro Cycling Team 3 + 00
6 Hindley Jai Red Bull-BORA-hansgrohe + 00
7 Storer Michael Tudor Pro Cycling Team + 00
8 Poole Max Team Picnic PostNL + 00
9 Cepeda Alexander EF Education-EasyPost + 05
10 Riccitello Matthew Israel-Premier Tech + 05
11 Double Paul Team Jayco-AlUla + 09
12 Piganzoli Davide Team Polti VisitMalta + 09
13 Martinelli Alessio VF Group-Bardiani CSF-Faizanè + 09
14 Covili Luca VF Group-Bardiani CSF-Faizanè + 09
15 Arensman Thymen INEOS Grenadiers + 09
16 Tolio Alex VF Group-Bardiani CSF-Faizanè + 14
17 Lopez Juan Pedro Lidl-Trek + 14
18 Caruso Damiano Bahrain Victorious + 14
19 Tiberi Antonio Bahrain Victorious + 14
20 Stüssi Colin Team Vorarlberg + 17

Erste Etappe der Tour of the Alps UCI 2. PRO – Colin Stüssi etabliert sich im Spitzenfeld der Kletterer

Gleich zur Sache ging es am Montag an der Startetappe mit Start und Ziel in San Lorenzo Dorsino über 148 Kilometer und 3100 Höhemeter. Standesgemäß sofort nach dem Start die erste Steigung.

Team Vorarlberg zum Start sehr aktiv
Daniel Geismayr setzte die erste Attacke, wurde aber wieder gestellt. Geismayrs Kollege Emanuel Zangerle machte sich dann auf die Verfolgung von drei Ausreißern. Musste dieses Unterfangen wieder aufgeben. Konstant hohes Tempo bereits auf den 1700 Meter hohen Pass Campo Carlo Magno. Beim Aufstieg auf den Passo Durone 20 Kilometer vor dem Ziel drücken die World Tour Profis dann voll auf das Tempo. Colin Stüssi kann sich in der Spitze halten.

Starker Colin Stüssi fightet sich auf Rang 20
25 Fahrer machen sich zum letzten Anstieg hinauf zum Ziel nach San Lorenzo Dorsino. Etappensieger und erster Gesamtführender der Rundfahrt ist der Italiener Giulio Ciccone vom Team Lidl-Trek. Zweiter der Österreicher Felix Gall (Decathlon-AG2R). Colin Stüssi kämpft sich heute als starker 20. gemeinsam mit Antonio Tiberi (ITA / Bahrain-Victorious) und Hugh Carthy (GBR / EF Education Easy Post) mit 17 Sekunden Rückstand über die Ziellinie. Er zeigt sich zufrieden, dass er mit den Gesamtbesten mitfahren konnte.

Etappe Nummer zwei mit der Fahrt in den Himmel
Am Dienstag geht es von Mezzolombardo nach Sterzing. Eine vorentscheidende Etappe über 178 Kilometer und 3750 Höhenmeter. Nach wenigen Kilometern ein 20 Kilometer langer Anstieg von Neumarkt auf den Petersberg. Kräfte sammeln und auf geht’s Team Vorarlberg!

Facts zur TOTA 2025 / Etappenübersicht:
21.04. Etappe 1 San Lorenzo Dorsino – San Lorenzo Dorsino 148.5 km (3093 hm)

22.04. Etappe 2 Mezzolombardo – Sterzing 178 km (3750 hm)
23.04. Etappe 3 Sterzing – Innichen 145,5 km (2917 hm)
24.04. Etappe 4 Sillian – Obertilliach 162,7 km (3292 hm)
24.04. Etappe 5 Lienz – Lienz 112,2 Km (2462 m)

Roster Team Vorarlberg: Emanuel Zangerle, Daniel Geismayr, Colin Stüssi, Felix Stehli, Lukas Meiler, Jannis Peter, Alexander Konychev;

#TotA gleich zum Auftakt ein Spektakel in San Lorenzo Dorsino: Giulio Ciccone bezwingt Felix Gall

Etappensieg und das Grüne Melinda-Trikot für den Abruzzen vom Team LIDL-Trek, der sich in San Lorenzo Dorsino seinen ersten Saisonsieg sichert und damit auch auf seinem Freund Jannik Sinner antwortet. Dahinter die Decathlon-AG2R mit dem Tiroler Gall und dem jungen französischen Talent Seixas. Positive Eindrücke hinterließen auch Bardet und Hindley. Weiter zurück: Tiberi, Dunbar, Gee und Titelverteidiger Lopez. Geoghegan Hart verliert 1:08 Minuten. Vor dem Start wurde eine Schweigeminute zum Gedenken an den verstorbenen Papst Franziskus eingelegt.

Dass das Ende der Etappe in San Lorenzo Dorsino dem Stil von Giulio Ciccone entgegenkommt, war kein Geheimnis. Ein Blick auf das Höhenprofil und den letzten Kilometer mit konstant 7 % Steigung genügte, um zu erkennen: Hier kann Ciccone seine Stärken ausspielen. Doch als Favorit zu gewinnen, ist nie einfach. Am Montag, 21. April, ist dem LIDL-Trek-Profi aus den Abruzzen dies aber gelungen.

Ciccone triumphierte auf der ersten Etappe der Euregio-Rundfahrt – komplett auf Trentiner Boden mit Start und Ziel in San Lorenzo Dorsino – und beendete damit eine Durststrecke, die seit dem 11. Juni 2023 andauerte (letzte Etappe des Critérium du Dauphiné). Und er tat es auf seine Art: mit einem kraftvollen Antritt auf den letzten harten Anstiegen, der ihn bekannt gemacht hat. Hinter ihm reihten sich die beiden Fahrer der Decathlon AG2R La Mondiale ein: der Österreicher Felix Gall aus Lienz, der seine Ambitionen auf das Gesamtklassement eindrucksvoll untermauerte, und der junge Franzose Paul Seixas – ein hochgehandeltes Talent, das in diesem Etappenrennen, wie kaum in einem anderen, den Sprung ins Rampenlicht des großen Radsports schaffen kann.

Auch Romain Bardet (Team Picnic PostNL), der bereits über reichlich Tour-of-the-Alps-Erfahrung verfügt, zeigte sich in starker Verfassung und belegte Rang vier. Die Top Ten komplettierten einige der meistgenannten Favoriten: Fünfter wurde Florian Stork (Tudor Pro Cycling Team), gefolgt von Jai Hindley (Red Bull-Bora-Hansgrohe), Michael Storer (ebenfalls Tudor), Max Poole (Team Picnic PostNL), Jefferson Cepeda (EF Education – Easypost) und Matthew Riccitello (Israel – Premier Tech).

Titelverteidiger Juan Pedro Lopez (LIDL-Trek) und Italiens Hoffnung Antonio Tiberi (Bahrain Victorious) büßten jeweils 14 Sekunden ein. Derek Gee (Israel Cycling Academy) verlor 35 Sekunden. Tao Geoghegan Hart kam mit einem Rückstand von 1:08 Minuten ins Ziel, dürfte sich aber angesichts des Erfolgs seines Teamkollegen dennoch freuen.

CICCONE: „SINNER HAT MICH GENECKT – UND JETZT…”

„Ich bin wirklich glücklich, nach einer langen Höhen-Trainingsphase wieder ins Renngeschehen einzusteigen. Und das gleich mit einem Sieg, noch dazu hier in Italien“, sagte ein sichtlich gelöster Giulio Ciccone. „Dieser Erfolg war für mich mental sehr wichtig nach einem komplizierten Jahr. 2024 war ich oft nah dran, aber es hat nie ganz gereicht.“

„Erst gestern habe ich mit meinem Freund Jannik Sinner telefoniert, mit dem ich in den letzten Wochen einige Trainingsausfahrten absolviert habe. Er meinte, nach dem Sieg von Antonio Giovinazzi bei den 6 Stunden von Imola sei ich der Einzige von uns dreien ohne Erfolg in diesem Jahr. Heute habe ich das korrigiert, jetzt sind wir alle gleichauf. Ich weiß, dass er meine Rennen verfolgt und das sicher auch in den nächsten Tagen machen wird, wenn wir durch seine Heimat Sexten fahren.“

„Im Profisport – egal in welcher Disziplin – ist es schwer, dauerhaft bei 100 % zu bleiben. Besonders während der Höhentrainingslager, wenn man weit weg von Familie und Freunden ist. Umso schöner ist es, wenn man echte Freunde wie Jannik hat, die einen aufbauen.“
„Ich habe dieses Jahr das Gefühl, mit dem richtigen Schwung gestartet zu sein. Ich habe viel gearbeitet, auch am Zeitfahren, meiner ewigen Schwachstelle. Die Anzeichen sind positiv. Nach dem schweren Jahr 2024 bedeutet mir dieser Sieg ganz besonders viel. Jetzt brauche ich Ruhe und Gelassenheit, um mit voller Überzeugung zum Giro zu reisen.“

„Aber vorher wartet noch die Tour of the Alps. Wir haben gerade erst begonnen. Die heutige Etappe hat gezeigt, wie stark und breit das Feld aufgestellt ist. Ich glaube, noch längst nicht alle haben ihre Karten aufgedeckt.“

Gall: „Ich bin auf jeden Fall sehr zufrieden mit der ersten Etappe, mit dem Start in die Tour of the Alps. Ich habe mich sehr gut gefühlt. Das Finale war dann ein bisschen speziell, da niemand wirklich die Kontrolle übernehmen wollte.Wir waren dann auch noch mal mit dem Paul und mir vertreten und von dem her wäre es ein bisschen zu riskant gewesen. Ein hohes Tempo zu gehen hätte mir aber dann wohl in die Karten für den Sprint gespielt. Aber ich habe dann das Beste draus gemacht und es ist eine gute wichtige Bestätigung, so in das Rennen zu starten.“

DIE ETAPPEN-ANALYSE

Die 48. Ausgabe der Tour of the Alps begann mit einer Schweigeminute im Gedenken an Papst Franziskus, dessen Tod wenige Minuten vor dem Start bekannt wurde. 100 Fahrer gingen in San Lorenzo Dorsino an den Start. Sie bestreiten fünf Etappen quer durch die Euregio Tirol – Südtirol – Trentino.
Der Auftakt war gleich ein dynamischer: Nach drei Kilometern setzten sich der Trentiner Davide Bais (Polti-VisitMalta), AJ August (INEOS Grenadiers) und Xavier Pickering (Bahrain Victorious) vom Feld ab und erreichten am ersten Zwischensprint in Andalo 50 Sekunden Vorsprung.

Ihr Maximum lag bei viereinhalb Minuten, kurz vor dem Anstieg zum Passo Campo Carlo Magno, wo Pickering das Trio über die erste Bergwertung führte. Im langen Abschnitt nach Pinzolo holte das Feld – zunächst von Red Bull-Bora Hansgrohe, dann von LIDL-Trek angeführt – zügig auf. Kurz vor dem Durone-Pass war die Fluchtgruppe eingeholt.
Nach einem weiteren Angriff von Pickering und Dunbar versuchte sich Jefferson Cepeda (EF Education), der sich als Erster den Bergpreis der zweiten Kategorie sicherte. Doch auch dieser Vorstoß wurde vor dem Finale neutralisiert.
Auf dem Schlussanstieg versuchte Mattia Bais auf heimischem Boden den Alleingang mit bis zu 15 Sekunden Vorsprung. Doch zwei km vor dem Ziel war Schluss, das Feld holte ihn ein.
Im letzten Kilometer zahlte sich die Teamarbeit der LIDL-Trek-Mannschaft aus: Ciccone bewies Beine und Instinkt, setzte bergauf zum Sprint an und sicherte sich nicht nur seinen ersten Sieg der Saison, sondern auch erstmals das Grüne Melinda-Trikot. Aber der Kampf um die Gesamtwertung hat gerade erst begonnen. Bereits am morgigen Dienstag geht es mit neuen Angriffsmöglichkeiten weiter.

DIE FÜHRUNGSTRIKOTS

Grünes Trikot Melinda – Gesamtwertung: Giulio Ciccone (LIDL-Trek)
Blaues Trikot Cassa Centrale Banca – Bergwertung: Xavier Pickering (Bahrain Victorious)
Rotes Trikot Würth – Punktewertung: Giulio Ciccone (LIDL-Trek)
Weißes Trikot Forst – Bester Jungprofi: Paul Seixas (Decathlon-AG2R)
Schwarzes Trikot BAZR – Ausreißer-König: Davide Bais (Polti-VisitMalta)

Tour of the Alps – Die Favoriten sind sich einig: „Es wird ein Rennen ohne klaren Chef“

San Lorenzo Dorsino erlebte ein etwas anderes Osterfest: Das kleine Dorf am Fuße der Brenta-Dolomiten im Paganella-Gebiet war am Sonntag von geschäftigem Treiben erfüllt – in Vorfreude auf den Start der 48. Auflage des Tour of the Alps, die am Montag, 21. April, mit einer Etappe rund um den Trentino-Ort beginnt.

Die Spannung ist spürbar; in den Vorbereitungen entlang der Strecke, in den Gesichtern der Menschen und besonders in den Worten jener Athleten, die ab morgen in fünf Etappen durch Trentino, Südtirol und Tirol um den Sieg kämpfen werden.
Bevor am Abend die offizielle Teampräsentation mit den 16 teilnehmenden Mannschaften (davon acht aus der WorldTour) auf der Bühne des Teatro Comunale in San Lorenzo Dorsino stattfand, teilten vier der bekanntesten Fahrer bei der ersten Pressekonferenz ihre Erwartungen an das vom GS Alto Garda organisierte Rennen.

DIE STIMMEN DER FAVORITEN

In San Lorenzo Dorsino kamen Antonio Tiberi (Bahrain Victorious) und Felix Gall (Decathlon-AG2R) zusammen – Italiens und Österreichs große Hoffnungen auf den Gesamtsieg –, ebenso wie Juan Pedro Lopez (LIDL-Trek), Titelträger der Tour of the Alps 2024, und Jai Hindley (Red Bull-Bora-hansgrohe), Sieger des Giro d’Italia 2022. Unterschiedliche Wege, unterschiedliche Geschichten – aber alle sind sich einig: Dieses Tour of the Alps wird spektakulär und völlig offen.

„Die Tour of the Alps war immer ein intensives Rennen mit einem hochklassigen Starterfeld und einer sehr offenen taktischen Ausgangslage“, erklärte Jai Hindley, der nach seiner verletzungsbedingten Aufgabe 2021 in die Euregio zurückkehrt. „Dieses Rennen liegt mir vom Profil her sehr. Es gibt viele Möglichkeiten für Angriffe – und viele Fahrer mit Podestchancen. Ich will auf jeden Fall mitmischen. Die Tour of the Alps ist Teil meiner Vorbereitung auf den Giro, sie gibt immer wichtige Hinweise. Wer hier stark ist, kann auch um Rosa mitreden.“

Antonio Tiberi, der im vergangenen Jahr bereits auf dem Podium stand, will diesmal mehr. Und er macht keinen Hehl daraus: „Die Tour of the Alps ist ein bedeutender Schritt in Richtung Giro, aber nicht nur das. Ich bin hier, um eine Etappe zu gewinnen – und die Gesamtwertung. Das ist mein persönliches Ziel, aber auch das meines gesamten Teams.“

„Letztes Jahr war ich noch auf der Suche nach mir selbst, mein erstes Jahr als Kapitän mit Verantwortung. Jetzt habe ich mehr Ambitionen, mehr Vertrauen in mein Potenzial. Der letzte Italiener, der die Tour of the Alps – damals noch Giro del Trentino – gewonnen hat, war Vincenzo Nibali. In seine Fußstapfen zu treten, wäre eine große Ehre“, fügte Tiberi hinzu.

Die Hoffnungen auf ein Ende der mehr als zehnjährigen italienischen Durststrecke ruhen auf ihm – und auf Giulio Ciccone, einem der vielen Trümpfe im starken Aufgebot von LIDL-Trek. Neben Ciccone und den starken Fahrern Geoghegan Hart und Kämna ist natürlich auch der Titelverteidiger wieder dabei: Juan Pedro Lopez.

„Die Tour of the Alps hat mir meinen ersten Profisieg beschert – dieses Rennen wird für mich immer etwas Besonderes bleiben. Dieses Jahr haben wir ein noch stärkeres Team, und wir werden von Anfang an die Verantwortung tragen. In der Gesamtwertung setzen wir auf Ciccone, aber es wird alles andere als einfach. Dieses Rennen ist unberechenbar: San Lorenzo Dorsino ist die einzige echte Bergankunft – und ich denke, sie wird gleich sehr entscheidend. Aber hier kann an jedem Tag alles passieren.“

Von den vier Hauptakteuren der Pressekonferenz ist Felix Gall der einzige ohne Giro-Start im Saisonplan. Sein großes Ziel in der ersten Saisonhälfte heißt Tour of the Alps – mit dem Etappenfinale in seiner Heimatstadt Lienz ist die Motivation besonders hoch.

„Dieses Rennen ist für mich mit besonderen Erinnerungen verbunden. Als ich erfuhr, dass die diesjährige Ausgabe in Lienz endet, wollte ich unbedingt dabei sein. Es ist ein fantastisches Rennen, das perfekt zu meinen Stärken passt, vor allem in den letzten beiden Etappen. Ich will voll angreifen – es ist ein zentrales Ziel dieser Saisonphase. Kurze Etappen, anspruchsvolle Strecken: Fünf Tage ohne Pause, ohne Dominator. Genau das macht es so spannend. Ich werde alles geben für Etappensiege und die Gesamtwertung. Und zu Hause zählt natürlich auch der Heimvorteil.“

MORGEN, MONTAG, DIE ERSTE ETAPPE: SAN LORENZO DORSINO – SAN LORENZO DORSINO

Ab morgen wird es ernst: 148,5 Kilometer warten auf die Fahrer beim Auftakt der diesjährigen Ausgabe. Es handelt sich um eine komplett im Trentino verlaufende Etappe mit Start und Ziel in San Lorenzo Dorsino (Start um 11:30 Uhr). 2.750 Höhenmeter gilt es zu überwinden auf einer Route, die dem klassischen „Giro del Brenta“ folgt. Nach dem Anstieg nach Andalo geht es hinunter ins Nonstal und ins Val di Sole – dann wartet die erste Berwertung (GPM) der Rundfahrt: der Passo Campo Carlo Magno.

Das Finale der Etappe wird am Durone-Pass zum Spektakel: 6,3 Kilometer bei durchschnittlich 8 % Steigung gilt es zu bewältigen, die Passhöhe liegt 20 Kilometer vor dem Ziel. Auf den letzten 10 Kilometern steigt die Straße erneut an, erst sanft, dann deutlich, bis kurz vor dem Ziel, wo der erste Träger des Führungstrikots der Tour of the Alps 2025 gekürt wird.

Auch rund um das Rennen ist einiges geboten: Vom Promi-Ride mit Daniel Oss über Show-Auftritte der Basketballspieler und Coaches von Aquila Basket Trento, die sich bei der Tour of the Alps für den Besuch vor einigen Wochen in der „Il T Quotidiano Arena“ anlässlich der Initiative Ride&Dunk revanchieren werden.

Die erste Etappe der Tour of the Alps wird weltweit in über 100 Ländern live übertragen und zwar von 13:30 bis 15:30 Uhr (MESZ).

DIE FÜNF ETAPPEN IM ÜBERBLICK

Montag, 21. April 2025
1. Etappe: San Lorenzo Dorsino – San Lorenzo Dorsino (148,5 km, 2.750 Höhenmeter) Schwierigkeitsgrad: **

Dienstag, 22. April 2025
2. Etappe: Mezzolombardo – Sterzing-Ratschings (178 km, 3.750 Höhenmeter)
Schwierigkeitsgrad: ***

Mittwoch, 23. April 2025
3. Etappe: Sterzing-Ratschings – Innichen (145,5 km, 2.750 Höhenmeter)
Schwierigkeitsgrad: **

Donnerstag, 24. April 2025
4. Etappe: Sillian – Obertilliach (162,7 km, 3.200 Höhenmeter)
Schwierigkeitsgrad: ****

Freitag, 25. April 2025
5. Etappe: Lienz – Lienz (112,2 km, 2.400 Höhenmeter)
Schwierigkeitsgrad: ***

MANNSCHAFTEN UND TOP-FAHRER

Lidl-Trek (Lopez, Geoghegan Hart, Ciccone, Kämna)
Bahrain-Victorious (Tiberi, Caruso)
Team Picnic PostNL (Bardet, Poole)
Red Bull-Bora-Hansgrohe (Hindley, Palzer)
Team Jayco-AlUla (Dunbar)
INEOS Grenadiers (Arensman)
Decathlon AG2R La Mondiale (Gall)
EF Education EasyPost (Carthy, Cepeda)
Israel-Premier Tech (Gee, Riccitello, Fuglsang, Froome)
Tudor Pro Cycling (Storer)
VF Group-Bardiani CSF-Faizané (Covili, Pinarello)
Team Polti VisitMalta (Piganzoli, Davide Bais, Mattia Bais)
Solution Tech Vini Fantini (Arashiro)
Team Vorarlberg (Geismayr)
JCL Team UKYO (Fancellu)
Austria (Offbauer)

Felix Gall vor Osttiroler Heimspiel bei Tour of the Alps


Plomi Foto

Genau 40 Jahre nach dem bislang einzigen österreichischen Triumph bei der Trentino-Rundfahrt macht der Osttiroler Felix Gall bei der Tour of the Alps 2025 Jagd auf das begehrte Grüne Melinda-Führungstrikot. Im Rahmen seines Heimrennens, das vom 21. bis 25. April auf den Straßen der Europaregion Tirol über die Bühne geht, wird wohl ganz Tirol den Lokalmatador im Kampf um den Gesamtsieg nach vorne peitschen. Die letzten beiden Etappen am Donnerstag und Freitag führen über Osttirols Straßen.

Vor zwei Jahren galt er noch als vielversprechender Außenseiter – 2025 zählt Felix Gall offiziell zu den Top-Favoriten der Tour of the Alps (21. bis 25. April). In nur zwei Jahren ist der Österreicher vom hoffnungsvollen Nachwuchsfahrer zu einer festen Größe im internationalen Radsport gereift – und ist bei seinem Team Decathlon-AG2R der Mann für die schweren Bergetappen. Während Gall beim grenzüberschreitenden Etappenrennen 2023 der endgültige Durchbruch gelang, hat die TotA in diesem Jahr für ihn aus mehrerlei Sicht eine besondere Bedeutung: Vor 40 Jahren gab es nämlich den bislang einzigen österreichischen Gesamtsieg bei der Giro del Trentino. Beim Vorgänger der heutigen Tour of the Alps im fernen Jahr 1985 war Galls Landsmann Harald Maier nicht zu schlagen.

Seither wartet Österreich vergeblich auf einen weiteren Gesamtsieg. Auch nach der Umbenennung der Rundfahrt 2017 ist es keinem Fahrer aus der Alpenrepublik gelungen, aufs oberste Treppchen des Podests zu klettern. Nun will Gall diese Durststrecke beenden. Die Entscheidung um das Grüne Trikot fällt dabei am 25. April in der Osttiroler Hauptstadt Lienz – also nur wenige Kilometer von Galls Heimatort Nußdorf-Debant entfernt, wo das Kletter-Ass am 27. Februar 1998 das Licht der Welt erblickte. „Ich freue mich riesig auf die Tour of the Alps. Es ist etwas ganz Besonderes, ein Rennen genau dort fahren zu dürfen, wo man aufgewachsen ist. Und wenn dann auch noch die Chance auf ein Top-Ergebnis da ist, ist die Motivation natürlich umso größer“, sagte Gall.

Gall wieder fit nach Katalonien
Gall machte in der Saison 2023 erstmals auf höchstem Radsport-Niveau von sich reden: Zuerst schrammte er bei der TotA nur knapp an einem Etappenerfolg vorbei, ehe er sich mit dem Sieg bei der Königsetappe der Tour de Suisse sowie einem weiteren Triumph bei einer Tour de France-Etappe endgültig ins internationale Rampenlicht fuhr. Das wichtigste Etappenrennen der Welt schloss der Österreicher damals auf dem sensationellen achten Gesamtrang ab. „Die Tour of the Alps 2023 war ein Schlüsselmoment für mich. Das Gefühl, vor heimischem Publikum mit Freunden und Familie an der Strecke zu fahren, werde ich nie vergessen. Klar, wächst der Druck – aber genau das spornt mich an“, erklärt Gall. Nach seinem letzten Renneinsatz bei der Katalonien-Rundfahrt, wo er erkrankte, hat sich Felix Gall gut erholt: „Ich bin wieder fit und mir geht’s sehr gut! In den letzten Tagen habe ich die Strecken der letzten Etappen der Tour of the Alps gut inspiziert. Ich freue mich riesig und werde mein Bestes geben!“

Touristischer Jackpot für Osttirol
Auf einen touristischen Jackpot freut sich auch Franz Theurl: „Die Tour of the Alps wird europaweit und in Asien über die RAI und Eurosport live ausgestrahlt, im ORF sind die beiden Osttirol-Etappen ebenso live zu sehen. Wir werden tolle Bilder aus Osttirol in die Welt bringen.“ Osttirol und internationale Radsportevents, das ist eine seit vielen Jahren harmonische Symbiose: „Osttirol ist seit 1949 fixer Bestandteil der Österreich Rundfahrt/Tour of Austria, der Giro del Trentino debütierte 1997 bei uns. Bei der Tour of the Alps sind wir heuer zum vierten Mal in der Auslage, beim Giro d’Italia waren wir zwischen 1971 und 2011 fünf Mal Etappenpartner. Dieses Engagement im Radsport gibt uns auch im touristischen Sinne Recht!“

Während sich das Ziel der vierten Etappe in Obertilliach befindet, beginnt und endet die Schlussetappe in der Osttiroler Hauptstadt Lienz. Das letzte Teilstück führt unter anderem über eine neue Route zweimal hoch nach Bannberg sowie über einen extrem steilen Anstieg nach Stronach. Gut möglich, dass dieser Anstieg – ebenso wie 2022 – zum entscheidenden Zünglein an der Waage im Kampf um den Gesamtsieg wird! Alle Etappen der Tour of the Alps …

DIE FÜNF ETAPPEN IM ÜBERBLICK

Montag, 21. April 2025
1. Etappe: San Lorenzo Dorsino – San Lorenzo Dorsino (148,5 km, 2.750 Höhenmeter)
Schwierigkeitsgrad: **

Dienstag, 22. April 2025
2. Etappe: Mezzolombardo – Sterzing-Ratschings (178 km, 3.750 Höhenmeter)
Schwierigkeitsgrad: ***

Mittwoch, 23. April 2025
3. Etappe: Sterzing-Ratschings – Innichen (145,5 km, 2.750 Höhenmeter)
Schwierigkeitsgrad: **

Donnerstag, 24. April 2025
4. Etappe: Sillian – Obertilliach (162,7 km, 3.200 Höhenmeter)
Schwierigkeitsgrad: ****

Freitag, 25. April 2025
5. Etappe: Lienz – Lienz (112,2 km, 2.400 Höhenmeter)
Schwierigkeitsgrad: ***

Daniel Oss stellt die Etappen der Tour of the Alps 2025 vor

Bei der 48. Ausgabe der Tour of the Alps ist der Trentiner Daniel Oss zum zweiten Mal nach 2024 als Botschafter mit dabei. Der langjährige Radprofi nimmt in fünf kurzweiligen Videos die Etappen der grenzüberschreitenden Rundfahrt (21. bis 25. April 2025) genauer unter die Lupe. Die Analyse der ersten Etappe mit Start und Ziel in San Lorenzo Dorsino ist ab Donnerstag, 6. Februar zu sehen.

Ein Jahr nach seinem „Debüt“ arbeitet Oss erneut mit den Veranstaltern der Tour of the Alps zusammen und nimmt die Zuschauer im Rahmen der Video-Serie „Discover Tour of the Alps presented by SPORTLER Bike” mit auf eine detaillierte Streckenanalyse.

Das erste der fünf Kurzvideos erscheint am Donnerstag, 6. Februar und widmet sich der ersten Etappe mit Start und Ziel in San Lorenzo Dorsino (Trentino). Alle Videos werden im Wochenrhythmus veröffentlicht und sind auf dem YouTube-Kanal der Rundfahrt, allen Social-Media-Accounts (Instagram, Facebook und X) sowie auf der offiziellen TotA-Website www.tourofthealps.eu mit Untertiteln in italienischer, englischer und deutscher Sprache zu sehen.

Oss hat die fünf Etappen der Tour of the Alps zur Gänze zurückgelegt und zeigt in seinen Kurzvideos, worauf es ankommen wird, wenn vom 21. bis 25. April die 48. Ausgabe der Rundfahrt ausgetragen wird. Der Auftakt zum grenzüberschreitenden Etappenrennen fällt in diesem Jahr im Trentino. Von dort aus führt die TotA das Fahrerfeld nach Südtirol, ehe sie schließlich in Lienz (Osttirol) zu Ende geht.
„Wir können uns auf eine großartige Tour of the Alps freuen – und das sage ich nicht nur wegen der tollen Streckenführung. Das Rennen bleibt seinem Charakter auch heuer treu und wartet mit kurzen, intensiven Etappen voller Überraschungen auf. Wer ganz vorn dabei sein will, muss eine gehörige Portion Mut mitbringen. Deshalb ist es vorab schwer vorherzusagen, wo die Rundfahrt entschieden wird. Den Zuschauern wird in jedem Fall eine große Show geboten“, ist Oss überzeugt.

Der langjährige Profi blickt gerne auf seine Testfahrten zurück: „Ich hatte das Privileg, die Etappen im gemütlichen Tempo zurückzulegen und dabei die atemberaubende Landschaft der drei Euregio-Gebiete, Südtirol und Tirol zu genießen. Dafür bleibt den Teilnehmern keine Zeit – für sie geht es im Rennen ja um jede Sekunde. Genau diese Kombination aus spektakulärem Panorama am Rande der Strecke und packender Action im Fahrerfeld macht die Tour of the Alps zu dem, was sie ist: ein einzigartiges Spektakel für Radsportfans aus aller Welt.“

DIE FÜNF ETAPPEN IM ÜBERBLICK

Montag, 21. April 2025
1. Etappe: San Lorenzo Dorsino – San Lorenzo Dorsino (143 km, 2.600 Höhenmeter)
Schwierigkeitsgrad: **

Dienstag, 22. April 2025
2. Etappe: Mezzolombardo – Sterzing-Ratschings (178 km, 3.750 Höhenmeter)
Schwierigkeitsgrad: ***

Mittwoch, 23. April 2025
3. Etappe: Sterzing-Ratschings – Innichen (145 km, 2.750 Höhenmeter)
Schwierigkeitsgrad: **

Donnerstag, 24. April 2025
4. Etappe: Sillian – Obertilliach (160 km, 3.200 Höhenmeter)
Schwierigkeitsgrad: ****

Freitag, 25. April 2025
5. Etappe: Lienz – Lienz (113 km, 2.400 Höhenmeter)
Schwierigkeitsgrad: ***

Die Teams der Tour of the Alps 2025 stehen fest

Auf der Startliste der TotA 2025 finden sich Talente und Superstars aus aller Welt – darunter das Beste, was der italienische und österreichische Radsport zu bieten haben – wieder. Nun sind die ersten 16 Mannschaften bekannt, die das grenzüberschreitende Etappenrennen vom 21. bis 25. April 2025 auf den Straßen der Euregio Tirol-Südtirol-Trentino in Angriff nehmen werden.

An der Veranstaltung im Hotel Sailer in Innsbruck nahmen unter anderem Mario Gerber (Tiroler Tourismuslandesrat), Christian Wührer (Geschäftsführer von Tirol Werbung), Harald Mayer (Präsident des Österreichischen Radsportverbandes), Franz Theurl (Präsident von Osttirol Werbung), Franz Schneider (Bürgermeister von Sillian) sowie Matthias Fink (Euregio-Generalsekretär) teil.

In einem randvollen Rennkalender mit zahlreichen Highlights bewährt sich die Tour of the Alps auch in diesem Jahr als Veranstaltung mit riesiger Tradition und internationaler Anziehungskraft. Bereits bei der offiziellen Vorstellung des Streckenprofils im November in Riva del Garda hatte UCI-Präsident David Lappartient den großen Stellenwert der Rundfahrt hervorgehoben – mit dem äußerst namhaften Teilnehmerfeld unterstreicht die TotA diesen Stellenwert erneut auf eindrucksvolle Art und Weise.

Als die Tour of the Alps vor wenigen Wochen als eine der ersten großen Rundfahrten des Jahres 2025 der breiten Öffentlichkeit präsentiert wurde, war sofort klar, dass die Veranstaltung sowohl aus organisatorischer als auch aus technischer Sicht in der internationalen Radsportszene Pionierstatus genießt: Einerseits prägen kurze, spektakuläre Etappen die DNA der TotA und bringen die besten Radprofis der Welt immer wieder aufs Neue an ihre Grenzen. Andererseits stellt das grenzüberschreitende Etappenrennen die schönsten Orte der Euregio Tirol-Südtirol-Trentino in ein internationales Schaufenster und liefert spektakuläre Aufnahmen, die dank der Zusammenarbeit mit dem Sportmarketing-Unternehmen Infront Sports & Media täglich zwei Stunden lang rund um den Globus verfolgt werden können.

In diesem Jahr rückt bei der Tour of the Alps das Duell zwischen Österreich und Italien in den Vordergrund. Während bei den „Azzurri“ Antonio Tiberi und Giulio Ciccone den ersten italienischen Gesamtsieg seit Vincenzo Nibali im Jahr 2013 (damals noch als Giro del Trentino ausgetragen) im Visier haben, macht auf österreichischer Seite der Osttiroler Felix Gall Jagd nach dem ersten rot-weiß-roten Triumph seit dem fernen Jahr 1985.

Ausnahmekönner Gall blickt mit enormer Vorfreude auf die Tour of the Alps: „Die Rundfahrt schaut auf dem Papier äußerst vielversprechend aus. Die Etappen verfügen über anspruchsvolle Anstiege, die oft kurz vor dem Ziel liegen. Ich durfte bei der TotA in meiner Tiroler Heimat schon einmal in den Sattel steigen – daran erinnere ich mich sehr gerne zurück. In diesem Jahr kreuzen sich zwei Etappen genau mit meinen Heim- bzw. Trainingsstrecken. Wenn ich mir das Höhenprofil des Rennens genauer anschaue, freue ich mich umso mehr auf den Startschuss. In der ersten Saisonhälfte gehört das grenzüberschreitende Etappenrennen sicherlich zu meinen persönlichen Highlights.“

ÖSTERREICHER UND ITALIENER WOLLEN ÜBERRASCHEN
Obwohl Mitte Januar längst nicht alle Teams ihre Planung für die anstehende Saison bekanntgegeben haben, ist schon jetzt klar, dass sich im Starterfeld der Tour of the Alps 2025 eine Vielzahl von absoluten Ausnahmekönnern tummeln wird. Nicht weniger als acht Mannschaften, die am 21. April in San Lorenzo Dorsino anlässlich der ersten TotA-Etappe an den Start gehen, zählen zur besten UCI-Kategorie „World Tour“. Dazu gehören die Teams Decathlon AG2R-La Mondiale, Bahrain Victorious, RedBull-Bora Hansgrohe, EF Education Easy-Post, Team Jayco-AlUla, INEOS Grenadiers, Team Picnic-PostNL sowie Lidl-Trek.

Nach dem Gesamtsieg im Jahr 2024 ist Lidl-Trek in diesem Jahr erneut einiges zuzutrauen. Die US-amerikanische Formation schickt eine schlagkräftige Truppe in die Alpenregion, der neben Titelverteidiger Juan Pedro López aus Spanien auch der Italiener Giulio Ciccone angehört. Letzterer nutzt das grenzüberschreitende Etappenrennen dazu, um sich für den Klassiker Lüttich-Bastogne-Lüttich sowie den Giro d’Italia in Form zu bringen.

Bei Bahrain Victorious darf man auf den Auftritt von Kapitän Antonio Tiberi gespannt sein. Der Italiener überzeugte im Vorjahr mit Platz drei bei der Tour of the Alps sowie Rang vier beim Giro d’Italia und möchte nun noch eine Schippe drauflegen. Das Team Picnic-PostNL hat mit Romain Bardet einen Fahrer in der Mannschaft, der genau weiß, worauf es ankommt, wenn man auf den Straßen Tirols, Südtirols und des Trentino schnell sein will: Der Franzose krallte sich schon 2022 in einem packenden Finish in Lienz den Gesamtsieg – heuer möchte mit einem weiteren Triumph sein persönliches Double perfekt machen. Für Bardet, der im Juni bei der Dauphiné-Rundfahrt seinen letzten Auftritt als Profi geplant hat, stellt die diesjährige TotA-Ausgabe einen der letzten Höhepunkte seiner beeindruckenden Karriere dar.

Zu den heißesten Eisen im Kampf um den Gesamtsieg gehört auch das Team Jayco-AlUla. Mit Chris Harper, Alessandro De Marchi (Gewinner der zweiten Tour of the Alps-Etappe von 2024 mit Ziel in Stans), dem niederländischen Kletter-Ass Koen Bouwman sowie dem Iren Eddie Dunbar (Siebter des Giro d’Italia 2023) hat die australische Formation gleich mehrere Kapazunder in den eigenen Reihen. Die Mannschaft Decathlon AG2R setzt hingegen auf Lokalmatador Felix Gall, der alles dafür tun wird, um bei seinem Heimrennen in eine Hauptrolle zu schlüpfen. Beim Team Education-EasyPost ruhen die Hoffnungen hingegen auf den Briten Hugh Carthy und den Ecuadorianer Jefferson Cepeda. Während Carthy beim Giro d’Italia 2023 als Zweiter der Gesamtwertung zu überzeugen wusste, trumpfte Cepeda bei der TotA 2021 als bester Youngster auf.

Ebenfalls nicht zu unterschätzen ist die Mannschaft RedBull-Bora Hansgrohe. Die deutsche Formation sieht die Tour of the Alps als eine Art Generalprobe im Hinblick auf den Giro d’Italia, bei dem Hochkaräter wie Primoz Roglic, Jay Hindley und Daniel Martinez mit von der Partie sein werden. Dasselbe gilt für das Team INEOS Grenadiers, das in der Alpenregion traditionell auf eine bärenstarke Truppe zählen kann.
Auf der Liste der UCI Pro Teams stechen die beiden Mannschaften Tudor Pro Cycling und Israel Premier Tech besonders ins Auge.

Während das Schweizer Team bei großen Rundfahrten auf die Dienste von Julian Alaphilippe, Marc Hirschi, Michael Storer und Matteo Trentin zählen kann, gehören der israelischen Formation die Routiniers Chris Froome und Jakob Fuglsang sowie mehrere Spezialisten für kurze Etappenrennen wie Alexey Lutsenko, George Bennett, Jan Hirt oder der Italiener Marco Frigo an.

Vervollständigt wird die Liste der fünf Profi-Mannschaften von den drei italienischen VF Group–Bardiani CSF-Faizané, Team Polti VisitMalta und Team Solution Tech-Vini Fantini.

In der Startliste der Tour of the Alps 2025 finden sich auch zwei Teams aus Österreich wieder. Neben der österreichischen Nationalmannschaft, die beim grenzüberschreitenden Etappenrennen zum dritten Mal in Folge mit dabei ist, ist die zweite Formation das junge Team Vorarlberg. Dieses setzt sich in erster Linie aus aufstrebenden Nachwuchstalenten aus der Alpenrepublik zusammen. Zum zweiten Mal nach 2024 reist unterdessen eine japanische Mannschaft zur TotA: Das Mitsubishi Motors Team UKYO wurde vom ehemaligen Formel-1-Piloten Ukyō Katayama gegründet und kann auf die Expertise des ehemaligen italienischen Radrennfahrers Alberto Volpi vertrauen.

DIE MANNSCHAFTEN DER TOUR OF THE ALPS 2025

UCI World Teams
Bahrain – Victorious (Bahrain)
Decathlon AG2R La Mondiale (Frankreich)
EF Education – EasyPost (USA)
INEOS Grenadiers (Großbritannien)
Lidl-Trek (USA)
RedBull-BORA-Hansgrohe (Deutschland)
Team Jayco AlUla (Australien)
Team Picnic PostNL (Niederlande)

UCI Pro Teams
Israel – Premier Tech (Israel)
Team Polti VisitMalta (Italien)
Team Solution Tech – Vini Fantini (Italien)
Tudor Pro Cycling Team (Schweiz)
VF-Group – Bardiani CSF – Faizanè (Italien)

Continental Teams
Mitsubishi Motors Team UKYO (Japan)
Team Vorarlberg (Österreich)

Nationalmannschaften
Österreich

SILLIAN, OBERTILLIACH UND LIENZ: DAS GROẞE FINALE STEIGT IN OSTTIROL

Während die ersten drei Etappen der 48. Tour of the Alps-Ausgabe ausschließlich auf Trentiner und Südtiroler Terrain verlaufen, gehen die beiden Schlussetappen in Tirol über die Bühne. Die vierte Etappe am Donnerstag, 24. April beginnt nur wenige Kilometer von der italienischen Grenze entfernt in der österreichischen Ortschaft Sillian. Das Teilstück mit einer Länge von 160 Kilometern und Ziel in Obertilliach hat durchaus das Potenzial, das Gesamtklassement einen Tag vor Ende der Rundfahrt komplett auf den Kopf zu stellen. Nach dem Start in Osttirol kehrt das Fahrerfeld nach Italien zurück und visiert über einen ersten Anstieg den malerischen Misurina-See in der Provinz Belluno in Venetien an.

Im Anschluss folgen eine lange Abfahrt sowie zwei weitere Anstiege: Während die erste dieser Rampen hoch zum Passo Sant’Antonio recht anspruchsvoll ist, sollte die zweite Rampe hoch zum Kreuzbergpass den Fahrern weitaus weniger Kopfzerbrechen bereiten. Danach geht’s zurück nach Südtirol, wobei mit Sexten auch die Heimatgemeinde des Weltranglisten-Ersten Jannik Sinner durchfahren wird.

Über Innichen gelangt das Fahrerfeld zurück nach Osttirol, wo ein selektives Etappenfinale wartet: Zuerst steht die Bergwertung von Anras an, ehe der Anstieg nach Tessenberg und die vor allem im Mittelteil tückische Rampe hoch zum Kartitscher Sattel – dort werden die zweiten Bergpunkte des Tages vergeben – bezwungen werden müssen. Rund sieben Kilometer nach diesem Anstieg beginnt die finale Abfahrt in Richtung Obertilliach. Die letzten drei Kilometer verlaufen auf einer breiten, leicht abfallenden Straße, die kurz nach dem Biathlonzentrum von Obertilliach Marschrichtung ändert und auf dem Schlusskilometer mit einer Steigung von 4 bis 5 Prozent noch einmal alles aus den Fahrern herauskitzelt.

Die fünfte Etappe am Freitag, 25. April mit Start und Ziel in Lienz verspricht auf 113 Kilometern Spannung bis zum Schluss. Die Schlussetappe könnte das Klassement noch einmal ordentlich durcheinanderwirbeln – wir erinnern uns hier gerne an das Jahr 2022 zurück, als Romain Bardet nach einer dramatischen Etappe mit Triumph seines Landsmanns Thibaut Pinot doch noch auf den ersten Platz der Gesamtwertung vorpreschte. Nach einem flachen Startabschnitt wartet nach 37 Kilometern ein erster selektiver Anstieg über 15 Kehren hoch nach Bannberg (4,5 Kilometer lang, durchschnittlich 10 Prozent steil). Im Anschluss geht es wechselweise bergab und bergauf, ehe Bannberg ein zweites Mal hinter sich gelassen werden muss.

Im Anschluss an eine Talabfahrt beginnt der berüchtigte Anstieg nach Stronach. Diese drei Kilometer lange, extrem steile Rampe führt über eine äußerst schmale Straße und beinhaltet eine durchschnittliche Steigung von 13 Prozent. Gut möglich, dass der Anstieg – ebenso wie 2022 – zum entscheidenden Zünglein an der Waage im Kampf um den Gesamtsieg verkommt. In Stronach angekommen, trennen die Fahrer noch zehn Kilometer von der allerletzten Ziellinie der Rundfahrt, die sich auf dem Hauptplatz von Lienz befindet. Die Hauptstadt Osttirols ist bekannt für ihre Liebe zum Radsport und bildet die perfekte Kulisse für die Krönung des Siegers der Tour of the Alps 2025.

DIE FÜNF ETAPPEN IM ÜBERBLICK

Montag, 21. April 2025
1. Etappe: San Lorenzo Dorsino – San Lorenzo Dorsino (143 km, 2.600 Höhenmeter)
Schwierigkeitsgrad: **

Dienstag, 22. April 2025
2. Etappe: Mezzolombardo – Sterzing-Ratschings (178 km, 3.750 Höhenmeter)
Schwierigkeitsgrad: ***

Mittwoch, 23. April 2025
3. Etappe: Sterzing-Ratschings – Innichen (145 km, 2.750 Höhenmeter)
Schwierigkeitsgrad: **

Donnerstag, 24. April 2025
4. Etappe: Sillian – Obertilliach (160 km, 3.200 Höhenmeter)
Schwierigkeitsgrad: ****

Freitag, 25. April 2025
5. Etappe: Lienz – Lienz (113 km, 2.400 Höhenmeter)
Schwierigkeitsgrad: ***

Tour of the Alps 2025: Auftakt auf internationalem Parkett

Im Vorfeld der Generalversammlung der Vereinigung von Veranstaltern internationaler Straßenradrennen (AIOCC) wurde in Riva del Garda vor zahlreichen Persönlichkeiten die Streckenführung der Tour of the Alps 2025 vorgestellt.
Die 48. Ausgabe der grenzüberschreitenden Rundfahrt führt vom 21. bis 25. April 2025 über fünf Etappen von San Lorenzo Dorsino im Trentino bis nach Lienz in Osttirol. Auf den fünf Teilstücken stattet die TotA unter anderem der Heimat von Tennis-Superstar Jannik Sinner einen Besuch ab.

Rund sieben Monate nach dem Gesamtsieg von Juan Pedro Lopez wirft die Tour of the Alps 2025 bereits ihre Schatten voraus: Am Donnerstag, 21. November 2024 wurden im PalaCongressi in Riva del Garda die fünf Etappen der 48. TotA-Ausgabe der breiten Öffentlichkeit präsentiert. Das grenzüberschreitende Etappenrennen geht vom 21. bis 25. April 2025 auf den Straßen der Euregio-Gebiete Tirol, Südtirol und Trentino über die Bühne.

Der Streckenpräsentation wohnte ein hochkarätiges Publikum bei: So befanden sich unter den Gästen viele hochrangige Vertreter und Veranstalter der internationalen Radsport-Szene, die am Freitag (22. November) an der AIOCC-Generalversammlung teilnehmen. Diese findet ebenfalls in Riva del Garda statt und wird von den TotA-Organisatoren koordiniert. Es ist dies das erste Mal in der Geschichte des Radsports, dass ein AIOCC-Kongress auf italienischem Boden ausgetragen wird.

Neben David Lappartient (UCI-Präsident), Enrico Della Casa (UEC-Präsident), Christian Prudhomme (AIOCC-Präsident und Direktor der Tour de France), Cordiano Dagnoni (Präsident des Italienischen Radsportverbandes) und Harald Mayer (Präsident des Österreichischen Radsportverbandes) waren zahlreiche weitere Persönlichkeiten aus den Organisationskomitees der bedeutendsten Radrennen der Welt bei der TotA-Streckenpräsentation vor Ort.

Fünf Etappen, 739 Kilometer und 14.700 Höhenmeter: Das sind die wichtigsten Zahlen der Tour of the Alps 2025, die Behörden, Medien und Vertretern der Branche in Riva del Garda präsentiert wurden. Die kommende Ausgabe des grenzüberschreitenden Etappenrennens beginnt im Trentino, genauer gesagt in San Lorenzo Dorsino. Die italienische Gemeinde bildet am Ostersonntag (20. April) den offiziellen Auftakt und fungiert am Montag, 21. April 2025 als Start- und Zielort der ersten Etappe. Das zweite Teilstück beginnt in Mezzolombardo und führt nach Südtirol, wo zuerst Sterzing-Ratschings und einen Tag später Innichen erstmals als TotA-Etappenziel in Erscheinung treten. Innichen liegt am Fuße der Drei Zinnen und nur einen Steinwurf von Sexten, der Heimatgemeinde von Tennis-Superstar Jannik Sinner, entfernt.

Die letzten beiden Tage der Rundfahrt gehen auf Osttiroler Terrain über die Bühne. Nach der Königsetappe von Sillian nach Obertilliach an Tag vier, wird das Etappenrennen – ebenso wie 2022, als der Franzose Romain Bardet zum Triumph radelte – in Lienz abgeschlossen.

Bei der Tour of the Alps warten einmal mehr zahlreiche Anstiege auf das Fahrerfeld, von denen sich jedoch keiner über 2.000 Meter Meereshöhe befindet. Auch die beliebte Streckenführung mit kurzen, selektiven Etappen und knappen Transfers zwischen den fünf Teilstücken kommt im kommenden Jahr wieder zum Einsatz. Ebenso wird es wieder eine Kombination aus spannenden Etappen, einer festlichen Atmosphäre und einer aktiven Einbindung der Etappenorte geben, die der Veranstaltung schon seit vielen Jahren eine besondere Strahlkraft verleiht. Diese „TotA-Siegesformel“ begeistert sowohl Zuschauer als auch teilnehmende Mannschaften, sodass für Kenner der Szene ein Aufstieg der Rundfahrt in die „World Tour“-Kategorie längst überfällig ist.

LOS GEHT’S IM TRENTINO: DIE TOUR OF THE ALPS FEIERT IN SAN LORENZO DORSINO PREMIERE

Nicht nur aus sportlicher Sicht ist die Tour of the Alps ein Highlight. Radsport-Begeisterte aus aller Welt entdecken dank des grenzüberschreitenden Etappenrennens Jahr für Jahr aufs Neue verborgene Schätze der Euregio-Gebiete Tirol, Südtirol und Trentino. Die drei Gebiete inmitten der Alpen sind es auch, die der einzigartigen Veranstaltung ihren Namen gehen.

2025 fällt der Startschuss zur Tour of the Alps in San Lorenzo Dorsino. Bevor die Teilnehmer die erste Etappe in Angriff nehmen, steht einen Tag zuvor in der Trentiner Ortschaft die traditionelle Eröffnung der Rundfahrt auf dem Programm. Versteckt an den suböstlichen Hängen der Brenta-Dolomiten im Herzen der Paganella-Region, begeistert San Lorenzo Dorsino mit einer einmaligen natürlichen Schönheit und gilt als echtes Juwel. Die 1.500-Seelen-Gemeinde ist vor allem Naturliebhabern und Anhängern des „sanften Tourismus“ bekannt. Dass Naturliebhaber hier auf ihre Kosten kommen, verwundert wenig: San Lorenzo Dorsino gehört nämlich zu den schönsten Dörfern Italiens und wurde von der UNESCO als Erbe der biologischen Vielfalt ausgezeichnet.

Zuletzt stand San Lorenzo Dorsino vor zwei Jahren im Rahmen des Giro Donne im Rampenlicht des internationalen Spitzensports. Damals war mit Olympiasiegerin Kristen Faulkner ein Rad-Ass aus den USA nicht zu schlagen. Neben der Liebe zum Radsport steht die Ortschaft vor allem für Wohlbefinden und den Erhalt von Traditionen, aber auch für kulinarischen Genuss. Besonders bekannt ist die regionale Spezialität aus Schweinefleisch und weißen Rüben mit dem Namen „Ciuiga del Banale“. Jedes Jahr im November wird ein großes Fest zu Ehren dieser Spezialität gefeiert, zu dem tausende Besucher aus dem gesamten Alpenraum nach San Lorenzo Dorsino pilgern.

Die Auftaktetappe der Tour of the Alps 2025 verspricht ebenfalls Hochgenuss – und das nicht nur für den Gaumen von Liebhaber traditioneller Gerichte, sondern in erster Linie für die Augen von begeisterten Radsport-Anhänger. Die Etappe mit Start und Ziel in San Lorenzo ist 143 Kilometer lang und führt entlang der Route des Giro del Brenta, die auch bei passionierten Amateur-Radsportlern äußerst beliebt ist. Nach dem ersten Anstieg in Richtung Andalo warten die Bergwertungen am Passo Campo Carlo Magno sowie am Passo del Durone, ehe es weiter zur finalen Rampe hoch nach San Lorenzo Dorsino geht. Die letzten neun Kilometer vor der Ziellinie sind zwar nicht sonderlich steil, verlaufen aber ausschließlich bergauf und werden von Kilometer zu Kilometer anspruchsvoller. Besonders selektiv ist der Abschnitt zwei Kilometer vor dem Ziel, bei dem Steigungen von 7 bis 8 Prozent erreicht werden.

AUF DEM WEG VON MEZZOLOMBARDO BIS NACH STERZING-RATSCHINGS IST KONDITION GEFRAGT

Die zweite Etappe beginnt ebenfalls im Trentino, genauer gesagt inmitten der Weinberge der Piana Rotaliana in Mezzolombardo. Von dort aus führt das Teilstück nach Südtirol, wo es nach 178 Kilometern in Sterzing-Ratschings zu Ende geht. Das Südtiroler Städtchen Sterzing zählt ebenso wie San Lorenzo Dorsino zu den schönsten Ortschaften Italiens. Mit knapp 180 Kilometern und einem Höhenunterschied von 3.750 Metern ist es die längste und höhenmeterreichste Etappe der Tour of the Alps 2025.

Nach dem Start in Mezzolombardo beginnt die Strecke zunächst flach, ehe der Anstieg mit Bergwertung am Petersberg sowie ein anschließender Abschnitt mit schnellen Wechseln zwischen Anstiegen und Abfahrten den Fahrern konditionell alles abverlangen. Der entscheidende Teil dieser Etappe beginnt jedoch erst nachdem das Fahrerfeld das Trentino hinter sich gelassen hat: In der zweiten Etappenhälfte geht’s über einen langen, leicht ansteigenden Abschnitt in das Südtiroler Städtchen Sterzing. Dort beginnt ein 16 Kilometer langer Rundkurs zwischen Sterzing und Ratschings, der zweimal absolviert werden muss. Der Kurs enthält gleich zu Beginn den Anstieg nach Obertelfes, der rund vier Kilometer lang ist und eine durchschnittliche Steigung von 7 Prozent sowie einige Abschnitte mit zweistelligen Steigungswerten aufweist. Nach dem Anstieg folgt eine kurvenreiche Abfahrt mit rasanten Schlusskilometern bis zur Ziellinie im Zentrum von Sterzing.

ÜBER DEN FURKELPASS GEHT’S ZU DEN DREI ZINNEN NACH INNICHEN

Auf der dritten Etappe, die ausschließlich auf Südtiroler Terrain verläuft, sind verschiedenste Szenarien denkbar: Von einem Sieg einer Ausreißergruppe bis hin zu einer Machtdemonstration eines Top-Favoriten ist alles möglich. Für diejenigen, die sich Chancen auf den Gesamtsieg ausrechnen, gilt es, jederzeit wachsam zu sein und sich nicht von der Schönheit der Dolomitenlandschaft ablenken zu lassen, welche die Fahrer auf dem Weg vom Wipptal ins Pustertal begleiten wird.

Als erster Aufreger steht der Anstieg nach Untermoi auf dem Programm – eine Rampe, die erstmals überhaupt im Rahmen der TotA anvisiert wird und dem Fahrerfeld einiges abverlangen dürfte. Danach wartet der Anstieg hoch zum Furkelpass, der mit 1.748 Metern den höchsten Gipfel der Tour of the Alps 2025 darstellt. Im Etappenfinale gilt es einen 21 Kilometer langen Rundkurs inmitten der unverwechselbaren Kulisse der Drei Zinnen rund um Innichen zu bewältigen, bei dem der Anstieg hoch zum Vierschachberg besonders ins Auge sticht. Die Rampe ist fünf Kilometer lang, beinhaltet äußerst steile Abschnitte und endet knapp elf Kilometer vor der Ziellinie.

Am Gipfel angekommen, geht’s über eine kurvenreiche Passage und eine technisch anspruchsvolle Abfahrt zurück nach Innichen. Die Abfahrt endet 2,6 Kilometer vor dem Ziel und leitet einen flachen Schlussabschnitt ins Zentrum von Innichen ein. Auf den finalen eineinhalb Kilometern sorgen mehrere Kurven für eine letzte Bewährungsprobe, ehe eine letzte Doppelkurve auf die Zielgerade führt.

SILLIAN, OBERTILLIACH UND LIENZ: DAS GROSSE FINALE STEIGT IN OSTTIROL

Die vierte Etappe am Donnerstag, 24. April beginnt nur wenige Kilometer von der italienischen Grenze entfernt in der österreichischen Ortschaft Sillian. Das Teilstück mit einer Länge von 160 Kilometern und Ziel in Obertilliach hat durchaus das Potenzial, das Gesamtklassement einen Tag vor Ende der Rundfahrt komplett auf den Kopf zu stellen.

Nach dem Start in Osttirol kehrt das Fahrerfeld nach Italien zurück und visiert über einen ersten Anstieg den malerischen Misurina-See in der Provinz Belluno in Venetien an. Im Anschluss folgen eine lange Abfahrt sowie zwei weitere Anstiege: Während die erste dieser Rampen hoch zum Passo Sant’Antonio recht anspruchsvoll ist, sollte die zweite Rampe hoch zum Kreuzbergpass den Fahrern weitaus weniger Kopfzerbrechen bereiten. Danach geht’s zurück nach Südtirol, wobei mit Sexten auch die Heimatgemeinde des Weltranglisten-Ersten Jannik Sinner durchfahren wird.

Über Innichen gelangt das Fahrerfeld zurück nach Osttirol, wo ein selektives Etappenfinale wartet: Zuerst steht die Bergwertung von Anras an, ehe der Anstieg nach Tessenberg und die vor allem im Mittelteil tückische Rampe hoch zum Kartitscher Sattel – dort werden die zweiten Bergpunkte des Tages vergeben – bezwungen werden müssen. Rund sieben Kilometer nach diesem Anstieg beginnt die finale Abfahrt in Richtung Obertilliach. Die letzten drei Kilometer verlaufen auf einer breiten, leicht abfallenden Straße, die kurz nach dem Biathlonzentrum von Obertilliach Marschrichtung ändert und auf dem Schlusskilometer mit einer Steigung von 4 bis 5 Prozent noch einmal alles aus den Fahrern herauskitzelt.

Die fünfte Etappe am Freitag, 25. April mit Start und Ziel in Lienz verspricht auf 113 Kilometern Spannung bis zum Schluss. Die Schlussetappe könnte das Klassement noch einmal komplett auf den Kopf stellen – wir erinnern uns hier gerne an das Jahr 2022, als Romain Bardet nach einer dramatischen Etappe mit Triumph seines Landsmanns Thibaut Pinot doch noch auf den ersten Platz der Gesamtwertung vorpreschte. Nach einem flachen Startabschnitt wartet nach 37 Kilometern ein erster selektiver Anstieg über 15 Kehren hoch nach Bannberg (4,5 Kilometer lang, durchschnittlich 10 Prozent steil). Im Anschluss geht es wechselweise bergab und bergauf, ehe Bannberg ein zweites Mal hinter sich gelassen werden muss.

Im Anschluss an eine Talabfahrt beginnt der berüchtigte Anstieg nach Stronach. Diese drei Kilometer lange, extrem steile Rampe führt über eine äußerst schmale Straße und beinhaltet eine durchschnittliche Steigung von 13 Prozent. Gut möglich, dass der Anstieg – ebenso wie 2022 – zum entscheidenden Zünglein an der Waage im Kampf um den Gesamtsieg verkommt. In Stronach angekommen, trennen die Fahrer noch zehn Kilometer von der allerletzten Ziellinie der Tour of the Alps, die sich auf dem Hauptplatz von Lienz befindet. Die Hauptstadt Osttirols ist bekannt für ihre Liebe zum Radsport und bildet die perfekte Kulisse für die Krönung des Siegers der Tour of the Alps 2025.

DAS „PRODUKT“ TOUR OF THE ALPS WÄCHST IMMER WEITER

Das Projekt Tour of the Alps 2025 befindet sich bereits in der intensiven Planungsphase für den kommenden April. Unterstützt wird die Rundfahrt von einer hochmodernen Organisation, die gemeinsam mit einem engagierten technischen Team unermüdlich daran arbeitet, die Veranstaltung noch attraktiver zu gestalten. Dabei spielt die Zusammenarbeit mit dem Sportmarketing-Unternehmen Infront Sports & Media eine zentrale Rolle. Seit dem vergangenen Jahr ist das Unternehmen für die Produktion, den TV-Vertrieb sowie die Vermarktung der Veranstaltung verantwortlich.

Diese Partnerschaft hat bereits erste wichtige Erfolge hervorgebracht: Der Ausbau der Sponsorennetzwerke und eine weiter optimierte TV-Berichterstattung trugen dazu bei, dass die Tour of the Alps 2024 einen relativen Medienwert von beeindruckenden 17 Millionen Euro erreichte.

Diese perfekte Teamarbeit, die unmittelbar nach Abschluss der letzten TotA-Ausgabe im April wieder aufgenommen wurde, verfolgt das Ziel, den Gesamtwert des grenzüberschreitenden Etappenrennens konsequent zu steigern. Dabei wird der Beitrag aus dem Medien- und Digitalbereich ebenso wenig vernachlässigt wie innovative Projekte zur Inhaltserstellung. Hierzu gehört auch das fortlaufende Projekt der virtuellen Tour of the Alps, das 2025 erneut in Zusammenarbeit mit Rouvy und ENDU umgesetzt wird.

Ebenfalls 2025 wird das Projekt „Infront Bike Experience“ wiederbelebt. Es bietet Sponsoren und Stakeholdern die exklusive Gelegenheit, im Zuge der Rundfahrt sowohl auf als auch abseits des Fahrrads ein einzigartiges Erlebnis in den drei Gebieten der Alpenregion zu genießen.

DIE FÜNF ETAPPEN IM ÜBERBLICK

Montag, 21. April 2025
1. Etappe: San Lorenzo Dorsino – San Lorenzo Dorsino (143 km, 2.600 Höhenmeter)
Schwierigkeitsgrad: **

Dienstag, 22. April 2025
2. Etappe: Mezzolombardo – Sterzing-Ratschings (178 km, 3.750 HöhenmeteSchwierigkeitsgrad: ***

Mittwoch, 23. April 2025
3. Etappe: Sterzing-Ratschings – Innichen (145 km, 2.750 Höhenmeter)
Schwierigkeitsgrad: **

Donnerstag, 24. April 2025
4. Etappe: Sillian – Obertilliach (160 km, 3.200 Höhenmeter)
Schwierigkeitsgrad: ****

Freitag, 25. April 2025
5. Etappe: Lienz – Lienz (113 km, 2.400 Höhenmeter)
Schwierigkeitsgrad: ***

STATEMENTS

Karin Seiler (CEO Tirol Werbung): „Die Tour of the Alps zeigt eindrucksvoll, welches Potenzial in der regionsübergreifenden Zusammenarbeit steckt. Durch Partnerschaften wie diese wird die Euregio für die Menschen spürbar und erlebbar, während unsere Europaregion ihre Stärken über mehrere Tage in die internationale Auslage stellen kann. Für Einheimische und Gäste setzt dieses sportliche Highlight jedes Jahr einen kräftigen Impuls, unsere vielfältigen Rad- und Bike-Angebote selbst zu entdecken.“

Andreas Tschurtschenthaler (Head PR & Events IDM Südtirol/Alto Adige): „Südtirol freut sich, die Tour of the Alps zum siebten Mal gemeinsam mit seinen Partnern in Tirol und im Trentino auszutragen. Die Veranstaltung ist inzwischen weit mehr als ‚nur‘ eine Radrundfahrt auf höchstem sportlichem Niveau: Die TotA ist der Beweis dafür, dass heutzutage große Dinge mehr denn je nur durch Zusammenarbeit und einen Blick über die eigenen Grenzen erreicht werden können. Die Aufnahmen unserer einzigartigen Landschaft lenken die Aufmerksamkeit der Zuschauer aus aller Welt auf einen Lebens- und Wirtschaftsraum, der gleichermaßen kostbar und schützenswert ist. Auch aus dieser Perspektive leistet die Tour of the Alps einen kleinen, aber bedeutenden Beitrag zur Förderung und Bewahrung unseres besonderen Gebiets bei.“

Giacomo Santini (Präsident GS Alto Garda): „Heute dürfen wir am Trentiner Ufer des Gardasees – sozusagen dem Geburtsort der Tour of the Alps – die 48. Ausgabe der Rundfahrt präsentieren. Schon seit mehreren Jahren verbindet das grenzüberschreitende Etappenrennen die Regionen Tirol, Südtirol und Trentino – drei Gebiete, die sich seit jeher durch Gemeinsamkeiten in Sachen Kultur, Tradition und Geschichte auszeichnen. Seit Gründung der TotA gehört auch der Sport zu diesen verbindenden Elementen. Es erfüllt uns mit großem Stolz, unsere Veranstaltung vor solch namhaften Persönlichkeiten aus der internationalen Radsport-Szene sowie unseren Kollegen der AIOCC-Gemeinschaft vorstellen zu dürfen. Dass dieser Tage mit der AIOCC-Generalversammlung zum ersten Mal überhaupt eine Versammlung von diesem Kaliber auf italienischem Boden stattfindet, freut uns umso mehr. Die stetig wachsende internationale Anerkennung der Tour of the Alps ist das Ergebnis einer kontinuierlichen Weiterentwicklung aller, die an der Rundfahrt in irgendeiner Weise aktiv beteiligt sind. Diese Erfolgsgeschichte wird Jahr für Jahr um neue, spannende Kapitel ergänzt.“

Maurizio Evangelista (General Manager Tour of the Alps): „Die Tour of the Alps bleibt auch in diesem Jahr ihrer eigenen Linie treu und wartet mit kurzen, aber anspruchsvollen Etappen auf. Diese siegreiche Formel gehört von Beginn an zu unserer DNA und spiegelt ein modern ausgerichtetes Etappenrennen wider. Besonders wichtig sind uns geringe Transfers zwischen den einzelnen Etappen. Damit schaffen wir es, Abläufe zu optimieren und die Belastungen für Fahrer und Mannschaften zu minimieren. Einen großen Wert legen wir zudem auf die Sicherheit der Teilnehmer – diesen Bereich entwickeln wir stetig weiter. Die Zusammenarbeit mit Infront trägt bereits erste Früchte und zeigt eindrucksvoll, welch hochklassiges Sportevent die TotA ist. Diese Partnerschaft motiviert uns, das Organisationskonzept rund um die Rundfahrt zu verfeinern und die Planung der strategischen Ziele weiter zu verbessern.“