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Tour of the Alps – 5. und letzte Etappe: Trento – Bozen/Bolzano – 129 Km

1 PELLIZZARI Giulio ITA RED BULL – BORA – Hansgrohe 03:20:36
2 BERNAL GOMEZ Egan Arley COL INEOS Grenadiers 00:30
3 STORER Michael AUS Tudor Pro Cycling Team 00:30
4 ARENSMAN Thymen NED INEOS Grenadiers 00:30
5 OMRZEL Jakob SLO Bahrain Victorious 01:10
6 HARPER Christopher AUS Pinarello-Q36.5 Pro Cycling Team 01:10
7 O’CONNOR Ben AUS Team Jayco Alula 01:10
8 RONDEL Mathys FRA Tudor Pro Cycling Team 01:10
9 ALEOTTI Giovanni ITA RED BULL – BORA – Hansgrohe 02:20

10 CEPEDA Alexander Jefferson ECU EF Education – Easypost 02:22
11 VLASOV Aleksandr RED BULL – BORA – Hansgrohe 02:29
12 GEE-WEST DEREK CAN LIDL-TREK 02:29
13 SVESTAD-BÄRDSENG Embret NOR INEOS Grenadiers 03:55
14 POZZOVIVO Domenico ITA Solution Tech Nippo Rali 04:42
15 LEEMREIZE Gijs NED Team Picnic Postnl 05:22

Enstand nach der 5. Etappe


Plomi Foto

1 PELLIZZARI Giulio ITA RED BULL – BORA – Hansgrohe 19:01:52
2 BERNAL GOMEZ Egan Arley COL INEOS Grenadiers 00:40
3 ARENSMAN Thymen NED INEOS Grenadiers 00:50

4 STORER Michael AUS Tudor Pro Cycling Team 01:09
5 RONDEL Mathys FRA Tudor Pro Cycling Team 01:45
6 OMRZEL Jakob SLO Bahrain Victorious 01:55
7 HARPER Christopher AUS Pinarello-Q36.5 Pro Cycling Team 01:55
8 O’CONNOR Ben AUS Team Jayco Alula 01:59
9 VLASOV Aleksandr RED BULL – BORA – Hansgrohe 02:51
10 ALEOTTI Giovanne ITA RED BULL – BORA – Hansgrohe 03:11

11 CEPEDA Alexander Jefferson ECU EF Education – Easypost 03:34
12 GEE-WEST Derek CAN LIDL-TREK 03:59
13 SVESTAD-BÄRDSENG Embret NOR INEOS Grenadiers 04:56
14 POZZOVIVO Domenico ITA Solution Tech Nippo Rali 05:27
15 TOLIO Alex ITA Bardiani CSF 7 Saber 06:07

Souveräner Gesamtsieg bei der Tour of the Alps: Pellizzari krönt starke Teamleistung

Giulio Pellizzari hat nicht nur die Schlussetappe, sondern auch die Gesamtwertung der Tour of the Alps für sich entschieden. Kurz vor dem Start des Giro d’Italia lieferte der 22-jährige Italiener aus den Reihen von Red Bull – BORA – hansgrohe damit einen starken Formnachweis.

Mit einer mutigen Attacke rund 28 Kilometer vor dem Ziel hat Giulio Pellizzari die Schlussetappe der Tour of the Alps (2.Pro) gewonnen. Pellizzari hatte sich auf dem 128,6 Kilometer langen Teilstück von Trient nach Bozen am letzten Anstieg von seinen schärfsten Konkurrenten abgesetzt und fuhr als Solist zum Sieg. Die Ziellinie überquerte er mit 30 Sekunden Vorsprung auf Egan Bernal (Kolumbien, Ineos Grenadiers) und Michael Storer (Australien, Tudor Pro Cycling Team). Auch in der Gesamtwertung triumphierte Pellizzari und gewann mit 40 Sekunden Vorsprung vor Bernal und mit 50 Sekunden Vorsprung vor dessen Teamkollegen Thymen Arensman (Niederlande).

Die Weichen auf den Gesamtsieg hatten Pellizzari und Red Bull – BORA – hansgrohe bereits auf der zweiten Etappe gestellt, als der Italiener mit einem Etappensieg die Führung übernommen hatte. Grundlage für die erfolgreiche Verteidigung bis zum Finale war dabei eine geschlossene Teamleistung der Red Bull – BORA – hansgrohe Mannschaft, die das Rennen über weite Strecken kontrollierte. Auch auf der entscheidenden Schlussetappe wurde dieser Zusammenhalt eindrucksvoll sichtbar, als sich unter anderem Giovanni Aleotti im Finale vor seinen Kapitän spannte und die entscheidende Attacke vorbereitete.

Für Pellizzari, der auch die Nachwuchswertung des Etappenrennens gewann, ist es der erste Gesamtsieg seiner Profikarriere – ein bedeutender Meilenstein für den 22-Jährigen aus San Severino Marche. Für Red Bull – BORA – hansgrohe – Sieger der Mannschaftswertung – markiert der Erfolg bereits den 14. Saisonsieg. Die Tour of the Alps gilt zudem als eines der wichtigsten Vorbereitungsrennen auf den Giro d’Italia. Pellizzaris Erfolg ist damit auch ein vielversprechendes Signal für die am 8. Mai beginnende Italienrundfahrt.

„Die Tour of the Alps habe nicht ich gewonnen, sondern es ist ein Sieg von Red Bull – BORA – hansgrohe. Die Jungs haben in den letzten Tagen einfach einen unglaublichen Job gemacht, dementsprechend wollte ich dieses Vertrauen zurückgeben. Unser Plan war klar: das Rennen hart machen und den Unterschied in den Bergen setzen. Als ich meine Chance gesehen habe, bin ich gegangen. Dass ich die Attacke bis ins Ziel durchziehen und solo gewinnen konnte, macht diesen Tag einfach perfekt.“
— Giulio Pellizzari

„Die Woche ist für uns wirklich sehr gut gelaufen. Die Teamleistung war mehr als souverän – und die zwei Etappensiege von Giulio sowie der Gesamtsieg waren am Ende die Kirsche auf der Torte. Damit können wir sagen: Die Vorbereitung auf den Giro d’Italia ist sehr erfreulich abgeschlossen. Jetzt freuen wir uns auf die Grande Partenza in Bulgarien.“
— Christian Pömer, Sportlicher Leiter

Pellizzari holt sich alles: Solo-Sieg in Bozen und Italien feiert bei der Tour of the Alps

Dreizehn Jahre nach dem Sieg von Nibali (beim Giro del Trentino) steht wieder ein Italiener ganz oben auf dem Podium des von Sport Alto Garda organisierten Rennens: Der Fahrer aus den Marken von Red Bull-BORA-hansgrohe zerlegt den Anstieg nach Jenesien und sichert sich das Grüne Trikot von Melinda vor dem INEOS-Duo Bernal-Arensman

Giulio Pellizzari hatte es wenige Wochen vor dem Start der 49. Tour of the Alps in Innsbruck angekündigt: „Es ist das Rennen, das mir gezeigt hat, dass ich auf hohem Niveau fahren kann. Die Tour of the Alps ist das Bergrennen schlechthin – und ich will zurückkommen, um sie zu gewinnen.“ Er hat Wort gehalten: Am Freitag, 24. April, holte sich der 22-Jährige aus den Marken in Bozen seinen zweiten Etappensieg bei dieser TotA-Ausgabe und verteidigte bis zuletzt das Grüne Trikot von Melinda, das er mit seinem ersten Erfolg im Martelltal erobert hatte.Ausgerechnet er, der vor dieser Woche nur einen einzigen Sieg als Profi vorzuweisen hatte – und noch nie eine Rundfahrt in irgendeiner Kategorie gewonnen hatte: Doch bei der Tour of the Alps hat sich etwas verändert. Oder vielleicht hat sich alles verändert – das wird die Zeit zeigen.

Sicher ist: Italien darf bei der Tour of the Alps 13 Jahre nach Vincenzo Nibali wieder jubeln (als das Rennen noch Giro del Trentino hieß) – und erstmals, seit die Rundfahrt ihr neues euroregionales Gewand trägt. Und das ausgerechnet in jener Ausgabe, die den ersten Zehnjahreszyklus der Zusammenarbeit zwischen Tirol, Südtirol und Trentino abschließt. 2013 stürmte der Hai direkt weiter zum Gewinn des Rosa Trikots; der Herzog von Camerino blickt nun mit einigen zusätzlichen Gewissheiten dem Start in Bulgarien entgegen.

In fünf Tagen zeigte der Fahrer aus den Marken Brillanz und Selbstvertrauen, kontrollierte das Rennen gemeinsam mit seinem starken Team Red Bull-BORA-hansgrohe und setzte jedes Mal deutliche Ausrufezeichen, wenn die Straße unter den Rädern der Fahrer anstieg.

Ob sich in Bozen tatsächlich eine Staffelübergabe vollzogen hat, wird die Zeit zeigen, doch der 22-Jährige aus Camerino verlässt diese Woche die Euregio Tirol-Südtirol-Trentino mit neuem Selbstbewusstsein. Er verstand es, dem Druck der Favoritenrolle standzuhalten, und bewies auf der Straße, der Beste zu sein – auch gegen Gegner vom Kaliber eines Egan Bernal, früherer Sieger der Tour de France und des Giro d’Italia, oder gegen etablierte Tour-of-the-Alps-Protagonisten wie Michael Storer und Thymen Arensman.

Nach dem Erfolg im Martelltal legte Pellizzari auf der Etappe Trient-Bozen (128,6 km) nach. Beim Start war sein Vorsprung in der Gesamtwertung minimal – lediglich 4 Sekunden auf das INEOS-Grenadiers-Duo –, doch der Fahrer aus den Marken kontrollierte das Rennen souverän. Am Anstieg nach Jenesien selektierte er zunächst das Feld, ehe er bei der zweiten Passage den entscheidenden Angriff setzte und dem Sieg entgegenfuhr. Arensman und Bernal versuchten, sein Tempo mitzugehen, doch sein Rhythmus erwies sich als unhaltbar.

Im Ziel in Bozen belegte ein wiedererstarkter Bernal mit 30 Sekunden Rückstand Rang zwei und setzte sich im Sprint gegen Storer und seinen Teamkollegen Arensman durch. Dahinter folgten Jakob Omrzel (Bahrain Victorious), Ben O’Connor (Jayco AlUla), der Routinier Chris Harper (Q36.5) und der junge Mathys Rondel (Tudor Pro Cycling), allesamt mit 1:20 Minuten Rückstand. Noch weiter zurück lagen Aleksandr Vlasov und Derek Gee mit 2:29 Minuten.

In der Gesamtwertung setzte sich der Fahrer aus den Marken – zugleich Gewinner des weißen FORST-Trikots für den besten Nachwuchsfahrer – mit 40 Sekunden Vorsprung auf Bernal und 50 Sekunden auf Arensman durch. Neben dem Podium klassierte sich Titelverteidiger Storer mit 1:09 Minuten Rückstand, gefolgt von den jungen Fahrern Rondel (1:45) und Omrzel (1:55).

Das rote Trikot von Caffè della Bocca della Verità ging an den Überraschungsmann Tommaso Dati (Team UKYO), Sieger der ersten Etappe in Innsbruck. Das blaue Trikot der Gruppo Cassa Centrale für die Bergwertung sowie das Sondertrikot e-VISO Giro für den kämpferischsten Fahrer sicherte sich hingegen der ehemalige deutsche Eisschnellläufer Lennart Jasch (Tudor Pro Cycling), der auch mit dem Etappensieg am Donnerstag in Trient glänzte.

PELLIZZARI: „UNGLAUBLICH, DIE #TOTA ZU GEWINNEN – NÄCHSTES JAHR KOMME ICH ZURÜCK, UM DEN TITEL ZU VERTEIDIGEN“

„Ich bin zur Tour of the Alps gekommen, um mich an den Anstiegen zu testen: Zu Beginn waren die Gefühle nicht ideal, aber sie wurden von Tag zu Tag besser. Dieses Rennen hat uns im Hinblick auf die Zukunft viel Selbstvertrauen gegeben: Wir haben gezeigt, dass wir ein starkes Team sind, bereit, um etwas Großes zu kämpfen. Ich habe die Verantwortung gespürt, als Leader zu fahren – angesichts der großartigen Arbeit meiner Teamkollegen. Ich wollte auch für sie gewinnen, für alles, was sie für mich getan haben.“

„Heute bin ich mit der Überzeugung gestartet, anzugreifen und allein ins Ziel zu kommen. INEOS hat an der ersten Auffahrt nach Nobls ein hohes Tempo angeschlagen; bei der zweiten hat mich Aleotti perfekt lanciert, danach bin ich in der Abfahrt etwas Risiko gegangen, um den Vorsprung zu vergrößern. Die letzten zwei Kilometer habe ich in vollen Zügen genossen.“

„Die Tour of the Alps 13 Jahre nach Nibali zu gewinnen, ist für mich etwas Unglaubliches. Für mich bleibt er ein großer Bezugspunkt, und ich hoffe, mich mit der Zeit dem annähern zu können, was er erreicht hat.“

„Ich glaube, dass ich meine Form mit Blick auf den Giro noch weiter verbessern kann: In den kommenden Tagen werde ich in Südtirol, im Schnalstal, bleiben und dort gemeinsam mit Gianni Moscon einige Trainingstage absolvieren, bevor ich nach Bulgarien reise.“

„Diese Tour of the Alps hat mir viel gegeben – im Rennen und im Umfeld. Ich habe die Zuneigung des Publikums stark gespürt, vor allem im Trentino, wo meine Freundin lebt und mich viele kennen. Das ist ein Rennen, das ich immer fahren will und dem ich mich auch in Zukunft immer stellen möchte: Nächstes Jahr hoffe ich, mit der Nummer 1 auf dem Rücken am Start zu stehen.“

PIDCOCK VERSUCHT ES AUS DER DISTANZ, PELLIZZARI DIKTIERT DAS GESCHEHEN IN BOZEN

Schon in den ersten Kilometern war die fünfte Etappe der Tour of the Alps von Attacken und Kontern geprägt, während das Feld auf den ersten Rampen hinauf zur Sprintwertung von Palù di Giovo reagierte, die dem Andenken an Sara Piffer gewidmet war, an die auch heute Morgen beim Start in Trient erinnert wurde.

Nach der Sprintwertung setzte sich eine Gruppe von zwölf Fahrern ab: der Etappensieger von Trient Lennart Jasch (Tudor Pro Cycling), Sam Oomen (Lidl-Trek), Rainer Kepplinger (Bahrain Victorious), Reuben Mackellar und Jesús Rodríguez Contreras (EF Education-EasyPost), Koen Bouwman (Team Jayco AlUla), Alejandro Rojas Naranjo (Bardiani CSF Faizanè), Márton Dina (MBH Bank), Mattia Bais (Team Polti VisitMalta), Tom Pidcock und Mark Donovan (Q36.5) sowie Nicolò Garibbo (Team Ukyo).

Die Spitzengruppe erreichte rund um Kilometer 50 am Anstieg nach Altenburg bei Kaltern einen Maximalvorsprung von 2:40 Minuten, wo Jasch die entscheidenden Punkte für das blaue Trikot der Gruppo Cassa Centrale in der Bergwertung holte. Im Tal Richtung Bozen übernahm Red Bull-BORA-hansgrohe die Kontrolle über das Rennen und arbeitete daran, Giulio Pellizzari vor der ersten Passage des Anstiegs nach Jenesien in beste Position zu bringen.

In dieser Phase leistete Donovan den Großteil der Führungsarbeit in der Fluchtgruppe, doch das hohe Tempo von Jayco AlUla ließ den Vorsprung der Ausreißer kontinuierlich schrumpfen. Beim ersten Anstieg zur Bergwertung von Nobls übernahm INEOS Grenadiers die Nachführarbeit und erhöhte das Tempo deutlich.

An der Spitze konnten sich Tom Pidcock, Márton Dina und Rodríguez Contreras absetzen, wobei der Brite und der Kolumbianer rund zwei Kilometer vor der Bergwertung allein vorne blieben. Gleichzeitig reduzierte das gemeinsame Forcing von INEOS Grenadiers und Jayco AlUla den Rückstand des Feldes um mehr als zwei Minuten.

An den ersten Rampen der zweiten Auffahrt nach Jenesien blieb Rodríguez Contreras allein an der Spitze zurück und brach den Widerstand von Tom Pidcock. Der Brite, obwohl noch nicht in Bestform, ehrte die Tour of the Alps mit einem fast gelungenen Sieg auf der Auftaktetappe in Innsbruck und dem Tagessieg in Arco. Hinter Rodríguez Contreras schlug Red Bull-BORA-hansgrohe ein extrem hohes Tempo an und zog die Favoritengruppe in die Länge. Der Erste, der reißen lassen musste, war Derek Gee, kurz darauf gefolgt von Aleksandr Vlasov – beide außerstande, dem von Giovanni Aleotti vorgegebenen Rhythmus zu folgen.

Nach einem kurzen Flachstück zögerte Pellizzari nicht länger und setzte eine entschlossene Attacke, der zunächst das INEOS-Duo Thymen Arensman und Egan Bernal folgen konnte. Nach rund 500 Metern Vorstoß verloren die beiden jedoch an Boden, auch wenn sie versuchten, den Rückstand zu begrenzen.

Bernal fuhr sein eigenes Tempo weiter, während Arensman für seine Anstrengung bezahlen musste und von Michael Storer eingeholt wurde. Das Trio schloss kurz nach der Bonus-Sprintwertung in Oberkollern wieder zum Kolumbianer auf, wo Pellizzari 2 Sekunden auf Bernal und 6 Sekunden auf Arensman gutmachte.

Im Schlussabschnitt des Anstiegs nach Nobls baute der Fahrer aus den Marken seinen Vorsprung auf bis zu 19 Sekunden gegenüber den drei Verfolgern aus, die vergeblich versuchten, die Jagd zu organisieren. Pellizzari meisterte anschließend auch die Abfahrt perfekt, beschleunigte aus jeder Kurve heraus neu und erreichte das Ziel als Solist, empfangen vom Jubel des Bozner Publikums.

Zu den Gratulanten für Pellizzari zählten auch Größen des Südtiroler Sports: die Olympiasieger im Rennrodeln von Mailand-Cortina Emanuel Rieder und Simon Kainzwaldner sowie Nationaltrainer Armin Zöggeler, eine Legende des italienischen Wintersports.

Ein würdiges Finale einer Tour of the Alps, bei der sich aufstrebende Gesichter mit Champions abwechselten, die sich ganz sicher nicht schonten: vom großartigen Sieg von Tommaso Dati in Innsbruck bis zum ersten Ausrufezeichen Pellizzaris im Martelltal. Zur Rennhalbzeit trat Tom Pidcock in Arco ins Rampenlicht, ehe er in Trient Platz machte für die wunderbare sportliche Geschichte von Lennart Jasch, einst Eisschnellläufer und heute mutiger Radprofi. Und dann die Apotheose von Bozen, mit Giulio Pellizzari, der einer Etappe, die noch lange in Erinnerung bleiben wird, seinen Stempel aufdrückte.

Eine intensive, umkämpfte und facettenreiche Ausgabe, die die Berufung der Tour of the Alps bestätigt, Talenteschmiede und Bühne für große Protagonisten zugleich zu sein. Eine Veranstaltung, die nach vorne blickt, ohne ihre Identität zu vergessen, und die sich bereits auf einen neuen historischen Meilenstein zubewegt: das fünfzigjährige Jubiläum, wenn diese Tradition aus Spektakel und Leidenschaft verspricht, die Messlatte erneut höher zu legen.

Bozen (Südtirol), 24. April 2026

Tour of the Alps Press Office
E-mail | tourofthealps@vitesseonline.it
Website | www.vitesseonline.it

Tour of the Alps – 4. Etappe: Arco – Trento – 168 Km

1 JASCH Lennart GER Tudor Pro Cycling Team 04:28:06
2 SOBRERO Matteo ITA LIDL-TREK 00:10
3 IACOMONI Federico ITA Team UKYO 00:11
4 STORK Florian GER Tudor Pro Cycling Team 00:20
5 ARENSMAN Thymen NED INEOS Grenadiers 00:20
6 VLASOV Aleksandr RED BULL – BORA – Hansgroh 00:20

7 PIDCOCK Tom GBR Pinarello-Q36.5 Pro Cycling Te 00:20
8 OMRZEL Jakob SLO Bahrain Victorious 00:20
9 SVESTAD-BÄRDSENG Embret NOR INEOS Grenadiers 00:20
10 BERNAL GOMEZ Egan Arley COL INEOS Grenadiers 00:20

11 PALETTT Luca ITA Bardiani CSF 7 Saber 00:20
12 PELLIZZARI Giulio ITA RED BULL – BORA – Hansgroh 00:20
13 LEEMREIZE Gijs NED Team Picnic Postnl 00:20
14 PORTER Rudy AUS Team Jayco Alula 00:20
15 GEE Derek CAN LIDL-TREK 00:20

Gesamtwertung nach der 4. Etappe

1 PELLIZZARI Giulio ITA RED BULL – BORA – Hansgrohe 15:41:32
2 ARENSMAN Thymen NED INEOS Grenadiers 00:04
3 BERNAL GOMEZ Egan Arley COL INEOS Grenadiers 00:04
4 VLASOV Aleksandr RED BULL – BORA – Hansgrohe 00:06

5 GAFFURI Mattia ITA Team Picnic Postnl 00:15
6 RONDEL Mathys FRA Tudor Pro Cycling Team 00:19
7 OMRZEL Jakob SLO Bahrain Victorious 00:29
8 HARPER Christopher AUS Pinarello-Q36.5 Pro Cycling Team 00:29
9 TOLIO Alex ITA Bardiani CSF 7 Saber 00:29
10 STORER Michael AUS Tudor Pro Cycling Team 00:29
11 POZZOVIVO Domenico ITA Solution Tech Nippo Rali 00:29
12 O’CONNOR Ben AUS Team Jayco Alula 00:33
13 ALE0TT1 Giovanni ITA RED BULL – BORA – Hansgrohe 00:35
14 SVESTAD-BÄRDSENG Embret NOR INEOS Grenadiers 00:45
15 STÜSSI Colin Chris SUI Team Vorarlberg 00:54

Jasch, Flucht zum Sieg in Trient. Pellizzari bleibt in Grün, doch die Tour of the Alps wird erst in Bozen entschieden

Der Deutsche vom Team Tudor, ehemaliger Eisschnellläufer, feiert bei der Tour of the Alps den ersten Sieg seiner Karriere. Hinter ihm folgen Sobrero und Lokalmatador Iacomoni. Die Entscheidungen werden auf die Etappe Trient–Bozen vertagt: Das INEOS-Duo Bernal–Arensman liegt in der Gesamtwertung nur 4 Sekunden hinter dem Athleten aus den Marken im Grünen Melinda-Trikot

Am Tag, an dem die Tour of the Alps in Trient die Olympischen Eisschnellläufer Arianna Sighel und Andrea Giovannini empfängt und ehrt, rückte auch ein ehemaliger Eisschnellläufer mitten im Renngeschehen ins Rampenlicht und bescherte sich mit Blick auf den Dom der Trentiner Hauptstadt den schönsten Tag seiner Karriere. Lennart Jasch, Fahrer von Tudor Pro Cycling, begann nach einer Verletzung im Jahr 2023 mit dem Radsport und hat seitdem nicht mehr aufgehört zu fahren – bis er sich heute, Donnerstag, 23. April, seinen ersten Profisieg sicherte.

Auf der vierten Etappe der Tour of the Alps von Arco nach Trient (167,8 km mit 3.900 Höhenmetern) war alles geboten: die langen Anfangsanstiege zum Passo Bordala und Passo Redebus sowie die ständigen Wellen eines klassikerähnlichen Finales, geprägt von einer ununterbrochenen Folge kurzer, steiler Anstiege, die das Rennen bis zuletzt offenhielten.

Jasch legte den Grundstein für seinen Erfolg mit dem Sprung in die Fluchtgruppe am Anstieg zum Bordala gemeinsam mit vier weiteren Fahrern. Im Finale hielt er dann dem Aufholversuch von Matteo Sobrero (Lidl-Trek) und Federico Iacomoni (Team UKYO) stand, die im Schatten des Doms von Trient als Zweiter beziehungsweise Dritter ins Ziel kamen. Die beiden Italiener hatten in der Abfahrt von Povo aus der Gruppe des Grünen Trikots heraus versucht aufzuschließen, jedoch ohne den erhofften Erfolg.

Italien bestätigt sich damit als gutes Pflaster für den 25-jährigen Deutschen, der bereits im vergangenen Jahr zwei Siege in der U23-Kategorie beim Giro della Regione Friuli Venezia-Giulia gefeiert hatte – mit einem Etappensieg sowie dem Gewinn der Gesamtwertung.

Knapp neben dem Tagespodium belegten Florian Stork (Tudor Pro Cycling) und Thymen Arensman (INEOS Grenadiers) die Plätze vier und fünf. Der Niederländer ist damit bereit, morgen in Bozen seine Chancen auf den Gesamtsieg auszuspielen. Giulio Pellizzari (Red Bull-BORA-Hansgrohe) verteidigte seine Führung bei der #TotA 2026 und trug zum dritten Mal in Folge das Grüne Melinda-Trikot. Direkt hinter ihm lauern Arensman und der Kolumbianer Egan Bernal, beide nur vier Sekunden zurück.

Bernal gewann zudem weitere zwei Sekunden auf Pellizzari, der morgen auch auf die Unterstützung seines Teamkollegen Aleksandr Vlasov zählen kann, der mit sechs Sekunden Rückstand Vierter der Gesamtwertung ist. Dennoch scheint der Kampf um den Gesamtsieg keineswegs auf diese vier Fahrer beschränkt. Die Gesamtwertung bleibt extrem eng: Die ersten zehn Fahrer liegen innerhalb von weniger als 30 Sekunden – und es kann noch alles passieren, wie so oft im letzten Akt auf den Straßen der Euregio zwischen Tirol, Südtirol und Trentino.

DIE FREUDE VON JASCH: „ICH KANN ES IMMER NOCH NICHT GLAUBEN“

„Ich kann es immer noch nicht glauben: Es war einfach ein unglaublicher Tag, extrem hart, und ich bin wirklich sehr glücklich. Ich habe sofort gemerkt, dass ich sehr gute Beine habe, und deshalb habe ich versucht, daran zu glauben. Es war bis zum Schluss unglaublich schwierig: Erst als ich auf die letzte Zielgerade rechts eingebogen bin, wurde mir klar, dass ich gerade mein erstes Rennen als Profi gewonnen habe.“

„Ich war bis Ende 2023 Eisschnellläufer, dann hatte ich eine Verletzung, die mich zu einer Reha zwang. In dieser Zeit habe ich gemerkt, dass ich auf dem Rad ziemlich stark bin, zumindest wenn man auf die Wattwerte schaut. Danach hatte ich Kontakt mit dem Entwicklungsteam von Bora, und sie haben mich zum Radsport gebracht. Es hat mir sofort gefallen, es hat großen Spaß gemacht, auch wenn ich unglaublich viel lernen musste. Ich glaube aber, dass ich in den letzten zweieinhalb Jahren eine sehr schnelle Entwicklung gemacht habe. In dieser Saison bin ich vom Red Bull Devo Team zum Tudor Devo Team gewechselt, und sie haben mich hierhergebracht, um Michael Storer beim Gewinn der Gesamtwertung zu unterstützen.“

„Ich erinnere mich, dass ich vergangenes Jahr im Flugzeug auf dem Rückweg aus Mallorca mit Giulio Pellizzari genau über dieses Rennen gesprochen habe, und er mir sagte, wie unglaublich anspruchsvoll es sei. Dann bin ich es zum ersten Mal gefahren, und das Wetter war nicht auf meiner Seite: Bei der vierten Etappe bin ich komplett eingebrochen und musste aufgeben. Und jetzt bin ich wieder hier, erneut bei der vierten Etappe, aber diesmal habe ich sie gewonnen. Das zeigt, wie sehr sich in einem Jahr alles verändert hat. Für morgen kann ich nicht alle unsere Taktiken verraten, da der Führende direkt neben mir sitzt, aber natürlich hoffe ich, dass jemand aus unserem Team gewinnt. Auch wenn du mir sympathisch bist, Giulio, glaube ich nicht, dass du es sein wirst.“

PELLIZZARI: „MORGEN ERWARTE ICH ABSTÄNDE – ICH HOFFE, DASS ICH FÜR DIESE SORGE“

„Es war ein wirklich anspruchsvoller Tag, weil es zu Beginn sehr viele Attacken gab. Wir haben das Rennen am Bordala-Berg geschlossen, und ich bin stolz auf meine Teamkollegen. Als Pidcock es im Finale versucht hat, fühlte ich mich gut und entschied mich zum Gegenangriff.“

„Morgen wird es mit Sicherheit vom Start weg ein Kampf werden, weil alle versuchen werden, die letzten Kräfte einzusetzen. Wenn die Fluchtgruppe durchkommt, bin ich natürlich zufrieden, aber ich glaube nicht, dass das Rennen über Bonussekunden entschieden wird, denn am Schlussanstieg erwarte ich Unterschiede. Ich hoffe, dass ich es bin, der die Selektion herbeiführt.“

IN TRIENT WURDE DER MUT VON JASCH BELOHNT

Die komplett im Trentino ausgetragene Etappe der Tour of the Alps nahm bereits früh Fahrt auf, als sich am Anstieg zum Passo Bordala eine Spitzengruppe mit Jasch (Tudor Pro Cycling), Kepplinger (Bahrain Victorious), Quinn (EF Education-EasyPost), Jensen (Jayco-AlUla) und Raccani (Team UKYO) bildete. Die Ausreißer erarbeiteten sich am Passo Redebus einen Vorsprung von bis zu 3:40 Minuten, wobei Sean Quinn lange Zeit virtueller Gesamtführender war. Der US-Amerikaner konnte sich immerhin damit trösten, beide Bergwertungen der ersten Kategorie als Erster zu passieren und sich das Blaue Trikot der Gruppo Cassa Centrale als Führender der Bergwertung zu sichern.

An den Rampen des Redebus übernahm Red Bull-BORA-hansgrohe die Kontrolle und verkleinerte den Rückstand auf die Spitzengruppe nach und nach. Jasch versuchte bereits in Richtung Brusago den Unterschied zu machen, doch auf dem flachen Abschnitt vor der Abfahrt konnten Jensen, Kepplinger und Raccani wieder zum Deutschen aufschließen. Nur Quinn musste abreißen lassen.

In der Abfahrt nach Baselga di Piné setzte sich Pinarello Q36.5 neben Red Bull an die Spitze des Feldes und reduzierte den Abstand auf rund eineinhalb Minuten. In dieser Phase zeigte sich Jasch erneut als stärkster Kletterer und setzte sich an den Rampen des Anstiegs nach Sant’Agnese ab.

Hinter ihm versuchten Raccani und Kepplinger zu reagieren, wurden in der Abfahrt jedoch von Rodríguez (EF Education-EasyPost) und Jensen eingeholt. Das Quartett zerfiel am Anstieg nach Povo, als in der Verfolgung der Spitze nur noch Rodríguez und Jensen übrigblieben.

An den Rampen von Povo versuchte Tom Pidcock (Pinarello Q36.5 Pro Cycling) im Feld die Entscheidung zu erzwingen. Seine Beschleunigung löste zehn Kilometer vor dem Ziel den Angriff von Giulio Pellizzari aus, auf den Bernal, Arensman und Omrzel sofort reagierten. Auf Pellizzaris Attacke folgte der Konter seines Teamkollegen Vlasov, der beim Bonus Sprint vier Sekunden gewann, während Bernal weitere zwei Sekunden sammelte.

In der anschließenden Abfahrt versuchten O’Connor, Porter (Jayco-AlUla), Sobrero (Lidl-Trek) und Iacomoni (Team UKYO), sich abzusetzen. Genau diese Fahrer nahmen die Verfolgung von Jasch auf, doch der technische Abschnitt in der Stadt kam dem Spitzenreiter entgegen, der im Schatten des Doms von Trient jubelnd ins Ziel kam – wie ein Eisschnellläufer.

Vor der letzten Etappe der Tour of the Alps, mit Start in Trient und Ziel in Bozen, trägt Giulio Pellizzari weiterhin das Grüne Melinda-Trikot des Gesamtführenden sowie das Weiße FORST-Trikot des besten Nachwuchsfahrers. Tom Pidcock behält das Rote Trikot von Caffè Bocca della Verità für die Punktewertung, während Emanuel Zangerle (Team Vorarlberg) die Sonderwertung der Ausreißer anführt und das Schwarze eViso Giro-Trikot trägt.

DIE FÜHRUNGSTRIKOTS

Grünes Melinda-Trikot – Gesamtwertung: Giulio Pellizzari (Red Bull-BORA-hansgrohe)
Blaues Gruppo Cassa Centrale-Trikot – Bergwertung: Sean Quinn (EF Education-EasyPost)
Rotes Caffè Bocca della Verità-Trikot – Punktewertung: Tom Pidcock (Pinarello Q36.5)
Weißes FORST-Trikot – Nachwuchswertung: Giulio Pellizzari (Red Bull-BORA-hansgrohe)
Schwarzes eViso Giro-Trikot – Breakaway-Wertung: Emanuel Zangerle (Team Vorarlberg)

Trient, 24. April 2026
Tour of the Alps Press Office
E-mail | tourofthealps@vitesseonline.it
Website | www.vitesseonline.it

Tour of the Alps – 3. Etappe: Latsch/Laces – Arco – 175 Km

1 PIDCOCK Tom GBR Pinarello-Q36.5 Pro Cycling Team 04:23:24
2 DATT Tommaso ITA Team UKYO 00:00
3 BERNAL GOMEZ Egan Arley COL INEOS Grenadiers 00:00
4 PALETTI Luca ITA Bardiani CSF 7 Saber 00:00
5 VLASOV Aleksandr RED BULL – BORA – Hansgrohe 00:00
6 QUINN Sean USA EF Education – Easypost 00:00
7 HAMILTON Chris AUS Team Picnic Postnl 00:00
8 OMRZEL Jakob SLO Bahrain Victorious 00:00
9 STORK Florian GER Tudor Pro Cycling Team 00:00
10 O’CONNOR Ben AUS Team Jayco Alula 00:00
11 STÜSSI Colin Chris SUI Team Vorarlberg 00:00
12 PORTER Rudy AUS Team Jayco Alula 00:00
13 CATTANI Alessandro ITA ITALIA 00:00
14 LEEMREIZE Gijs NED Team Picnic Postnl 00:00
15 DINA Märton HUN MBH Bank CSB Telecom Fort 00:00

Gesamt:

1 PELLIZZARI Giulio ITA RED BULL – BORA – Hansgrohe 11:13:06
2 ARENSMAN Thymen NED INEOS Grenadiers 00:04
3 BERNAL GOMEZ Egan Arley COL INEOS Grenadiers 00:06
4 GAFFURI Mattia ITA Team Picnic Postnl 00:06
5 VLASOV Aleksandr RED BULL – BORA – Hansgrohe 00:10
6 RONDEL Mathys FRA Tudor Pro Cycling Team 00:19

7 OMRZEL Jakob SLO Bahrain Victorious 00:29
8 HARPER Christopher AUS Pinarello-Q36.5 Pro Cycling Team 00:29
9 TOLIO Alex ITA Bardiani CSF 7 Saber 00:29
10 STORER Michael AUS Tudor Pro Cycling Team 00:29
11 POZZOVIVO Domenico ITA Solution Tech Nippo Rali 00:29
12 O’CONNOR Ben AUS Team Jayco Alula 00:33
13 ALEOTTI Giovanni ITA RED BULL – BORA – Hansgrohe 00:35
14 STÜSSI Colin Chris SUI Team Vorarlberg 00:45

15 SVESTAD-BÄRDSENG Embret NOR INEOS Grenadiers 00:45

In Arco platzt bei Tom Pidcock der Knoten. Pellizzari weiterhin im Grünen Melinda-Trikot

Nach dem zweiten Platz in Innsbruck sichert sich der Engländer den Sieg auf der dritten Etappe der Tour of the Alps, die heute Morgen in Latsch gestartet wurde, mit einem langen Sprint, der der Konkurrenz keine Chance lässt. Hinter ihm bestätigen sich Tommaso Dati und ein starker Egan Bernal. Giulio Pellizzari bleibt im Grünen Melinda-Trikot, verliert jedoch Lorenzo Finn, der nach einem Sturz in den Anfangskilometern aufgeben musste. Morgen steht eine reine Trentiner Etappe von Arco nach Trient auf dem Programm

Vor einigen Tagen war er in Innsbruck noch knapp gescheitert, doch Champions machen selten zweimal denselben Fehler. Diesmal holte sich Tom Pidcock den Sieg bei der Tour of the Alps 2026 und feierte damit einen besonders bedeutenden Erfolg auch für Sport Alto Garda, den Veranstalter des grenzüberschreitenden Rennens mit Sitz genau in Arco.

Im Ziel in Arco am Mittwoch, 22. April, dominierte der zweimalige Olympiasieger im Mountainbike den Sprint und revanchierte sich damit dafür, dass ihm der Sieg in Tirol im letzten Moment entglitten war. Hinter ihm belegte der junge Tommaso Dati (Team UKYO) einen starken zweiten Platz, während ein überzeugender Egan Bernal (INEOS Grenadiers) das Tagespodium komplettierte. Für den kolumbianischen Kletterer richten sich nun alle Blicke auf die Königsetappe von morgen, die das Rennen von Arco nach Trient führen wird.

Der Erfolg des Briten war intelligent und entschlossen herausgefahren und krönte die Arbeit seiner Teamkollegen von Team Pinarello Q36.5 im Finale. In der Abfahrt vom Tennosee schlossen zunächst Mark Donovan und danach Chris Harper die Lücke zu den beiden Ausreißern des Tages, Darren Rafferty (EF Education–Easypost) und Sam Oomen (Lidl-Trek).

Auf der Zielgeraden ließ Pidcock seinen Rivalen keine Chance: Zunächst neutralisierte er den Angriff des schnellen Ben O’Connor (Jayco-AlUla) drei Kilometer vor dem Ziel, dann ging er als Erster durch die letzte Kurve und setzte sich souverän gegen die gesamte Konkurrenz durch. Ein Italiener verpasste das Podium diesmal knapp: Der 21-jährige Luca Paletti (Bardiani CSF Faizanè) wurde Vierter vor dem Russen Aleksandr Vlasov (Red Bull–BORA–hansgrohe).

Es war ein kontrolliertes Rennen für den Gesamtführenden Giulio Pellizzari (Red Bull–BORA–hansgrohe), der trotz eines vorsichtigen Sprints im Grünen Melinda-Trikot bleibt. Auch der Kletterspezialist aus den Marken dürfte auf dem morgigen Abschnitt, dem schwersten der gesamten Tour of the Alps, passendes Terrain vorfinden.

Hinter Pellizzari bestätigt sich Thymen Arensman (INEOS Grenadiers) mit sechs Sekunden Rückstand auf Rang zwei der Gesamtwertung, während sein Teamkollege Bernal dank der vier Bonussekunden im Ziel auf Platz drei vorrückt. Den beiden „Grenadieren“ kommt nun die Aufgabe zu, ihre Kräfte zu bündeln, um das Grüne Trikot von RedBull–BORA–hansgrohe unter Druck zu setzen – das Team verlor heute den jungen Teamkollegen Lorenzo Finn, der nach dem Massensturz bei Kilometer 2 aufgeben musste.

PIDCOCK: „SIEGEN IST IMMER EIN FANTASTISCHES GEFÜHL“

„Im letzten Rennen vor meinem Sturz war ich in großartiger Form, heute dagegen fand ich mich leidend am Ende des Feldes wieder, sogar schon am ersten Anstieg abgehängt: Ich musste meine Einstellung ändern. Als ich wieder zurückkam und merkte, dass die Beine am zweiten Anstieg besser reagierten, sagte ich dem Team, wir sollten versuchen, die Etappe zu gewinnen: Dass es geklappt hat, ist ein fantastisches Gefühl. Im Vergleich zu den ersten beiden Tagen spüre ich bereits Verbesserungen: Die erste Etappe war ein echter Kampf, einer der härtesten Tage, die ich je im Sattel erlebt habe. Ich wurde Zweiter, aber das ist nur ein Teil der Geschichte.“

„Ich habe den Sprint ziemlich weit vor dem Ziel eröffnet, weil ich nicht eingeklemmt werden wollte, da ich wusste, dass das meine beste Chance auf den Sieg war. Im Nachhinein habe ich den Sprint vielleicht zu früh angezogen, aber am Ende ist es gut gegangen.“

„Morgen wird der härteste Tag dieser Tour of the Alps sein, zumindest was die Höhenmeter betrifft. Auf diesem Niveau sind zehn Tage ohne Rad sehr viel: Man braucht Zeit, um die Beine wiederzufinden, aber jetzt, da der Druck geringer geworden ist, kann ich Spaß haben.“

PELLIZZARI: „ICH DANKE DER MANNSCHAFT, MORGEN KOMMT EINE SCHWIERIGE ETAPPE“

„Es wird bis Freitag ein hartes Rennen bleiben. Wir sind eine Mannschaft von Kletterern, und ich muss meinen Teamkollegen danken, die heute auf einer schnellen und nicht einfachen Etappe stark gefahren sind. Schade wegen des Sturzes von Lorenzo Finn: Ich hoffe, dass es ihm gut geht und dass er so schnell wie möglich wieder aufs Rad zurückkehren kann. Morgen erwartet uns eine ziemlich schwere Etappe, mit vielen Fahrern, die in der Gesamtwertung nur durch wenige Sekunden getrennt sind. Ich glaube nicht, dass es leichter wird als heute.“

OOMEN UND RAFFERTY LANGE IN DER OFFENSIVE

Unmittelbar nach dem Start in Latsch zwang ein schwerer Massensturz bei Kilometer 2 Howson (Pinarello Q36.5), Federspiel (Österreich), Nespoli (MBH Bank), Langellotti (INEOS Grenadiers), Engelhardt (Jayco-AlUla) und Lorenzo Finn (Red Bull–BORA–hansgrohe) zur Aufgabe. Das Rennen wurde für etwa zwanzig Minuten neutralisiert, um die Erstversorgung der betroffenen Fahrer zu ermöglichen: Ihre Zustände geben jedoch keinen Anlass zur Sorge. Der U23-Weltmeister erlitt einen Bruch am rechten Speichenknochen; bei Howson besteht Verdacht auf einen Schlüsselbeinbruch. Engelhardt zog sich, nach einer negativen Gehirn-CT, einen Bruch des Olecranons zu. Nespoli erlitt lediglich Prellungen und Schürfwunden. Alle Fahrer wurden aus dem Krankenhaus entlassen.

Nach dem Neustart wurden mehrere Ausreißversuche umgehend vom Feld gestellt, das sowohl im Vinschger Talboden als auch am Passo Castrin von den Fahrern von Red Bull–BORA–hansgrohe kontrolliert wurde. An den letzten Rampen setzten sich dann Darren Rafferty (EF Education–Easypost) und Sam Oomen (Lidl-Trek) ab, die in der folgenden Abfahrt vom Feld ziehen gelassen wurden.

Das Spitzenduo erreichte bei Kilometer 96 einen maximalen Vorsprung von 2:28 Minuten, während dahinter Red Bull–BORA–hansgrohe und INEOS Grenadiers die Lage ohne Mühe kontrollierten. Auch Juul Jensen (Jayco-AlUla) versuchte, zu den Führenden aufzuschließen, gab das Unterfangen jedoch nach wenigen Kilometern auf und wurde vom Feld wieder eingeholt.

Überraschend aus taktischer Sicht war der Angriff von Rodriguez (EF Education–Easypost) am Anstieg nach Tenno, obwohl Teamkollege Rafferty bereits vorne vertreten war. Pinarello Q36.5 übernahm jedoch in der anschließenden Abfahrt Richtung Gardasee das Kommando, dank der starken Arbeit von Donovan und Harper, die entscheidend waren, um Pidcock bis in die letzten Kilometer zu führen.

Vier Kilometer vor dem Ziel schloss das Feld wieder auf, allerdings nur für wenige Hundert Meter: Der Angriff des Australiers O’Connor zerriss sofort wieder das Gleichgewicht, fand aber in Pidcock eine umgehende Antwort.

Zwei Kilometer vor dem Ziel war das Peloton wieder geschlossen und bereit für den Sprint in Arco, wo der zweimalige Olympiasieger der Konkurrenz keine Chance ließ, souverän gewann und seiner Tour of the Alps seinen Stempel aufdrückte. Zudem übernahm er auch das Rote Caffè Bocca della Verità-Trikot der Punktewertung.

Pellizzari bestätigt sich auch im Weißen FORST-Trikot, während Emanuel Zangerle (Vorarlberg) sowohl das Blaue Gruppo Cassa Centrale-Bergtrikot als auch das Sondertrikot e-VISO Giro des kämpferischsten Fahrers problemlos verteidigte.

DIE LEADERTRIKOTS

Grünes Melinda-Trikot – Gesamtwertung: Giulio Pellizzari (Red Bull-BORA-hansgrohe)
Blaues Trikot der Gruppo Cassa Centrale – Bergwertung: Emanuel Zangerle (Team Vorarlberg)
Rotes Trikot Caffè Bocca della Verità – Punktewertung: Tom Pidcock (Pinarello Q36.5)
Weißes FORST-Trikot – Nachwuchswertung: Giulio Pellizzari (Red Bull-BORA-hansgrohe)
Schwarzes eViso Giro-Trikot – Ausreißerwertung: Emanuel Zangerle (Team Vorarlberg)

Tour of the Alps – 2. Etappe: Telfs – Martell/Val Martello – 148 Km


Plomi Foto

1 PELLIZZARI Giulio ITA RED BULL – BORA – Hansgroh 03:28:17
2 ARENSMAN Thymen NED INEOS Grenadiers 00:00
3 GAFFURI Mattia ITA Team Picnic Postnl 00:00
4 BERNAL GOMEZ Egan Arley COL INEOS Grenadiers 00:00
5 VLASOV Aleksandr RED BULL – BORA – Hansgroh 00:00
6 FINN Lorenzo Mark ITA RED BULL – BORA – Hansgroh 00:03
7 RONDEL Mathys FRA Tudor Pro Cycling Team 00:09

8 HARPER Christopher AUS Pinarello-Q36.5 Pro Cycling Te 00:19
9 TOLIO Alex ITA Bardiani CSF 7 Saber 00:19
10 STORER Michael AUS Tudor Pro Cycling Team 00:19
11 OMRZEL Jakob SLO Bahrain Victorious 00:19
12 POZZOVIVO Domenico ITA Solution Tech Nippo Rali 00:19
13 ALEOTT1 Giovanni ITA RED BULL – BORA – Hansgroh 00:25
14 O’CONNOR Ben AUS Team Jayco Alula 00:25
15 RODRIGUEZ CONTRERAS Ju COL EF Education – Easypost 00:25

Gesamtwertung nach der 2. Etappe

1 PELLIZZARI Giulio ITA RED BULL – BORA – Hansgrohe 06:49:42
2 ARENSMAN Thymen NED INEOS Grenadiers 00:04

3 GAFFURI Mattia ITA Team Picnic Postnl 00:06
4 VLASOV Aleksandr RED BULL – BORA – Hansgrohe 00:10
5 BERNAL GOMEZ Egan Arley COL INEOS Grenadiers 00:10
6 FINN Lorenzo Mark ITA RED BULL – BORA – Hansgrohe 00:13
7 RONDEL Mathys FRA Tudor Pro Cycling Team 00:19

8 OMRZEL Jakob SLO Bahrain Victorious 00:29
9 HARPER Christopher AUS Pinarello-Q36.5 Pro Cycling Team 00:29
10 TOLIO Alex ITA Bardiani CSF 7 Saber 00:29
11 POZZOVIVO Domenico ITA Solution Tech Nippo Rali 00:29
12 STORER Michael AUS Tudor Pro Cycling Team 00:29
13 O’CONNOR Ben AUS Team Jayco Alula 00:33
14 ZWIEHOFF Ben GER RED BULL – BORA – Hansgrohe 00:35
15 ALE0TT1 Giovanni ITA RED BULL – BORA – Hansgrohe 00:35

Perfekter Teamauftritt bei der Tour of the Alps: Giulio Pellizzari siegt und übernimmt Gesamtführung

Mit einer beeindruckenden Teamleistung hat Red Bull – BORA – hansgrohe auf der zweiten Etappe der Tour of the Alps ein Ausrufezeichen gesetzt. Giulio Pellizzari sicherte sich den Tagessieg und übernahm zugleich die Gesamtführung.

Auf der selektiven Schlusssteigung des 147,5 Kilometer langen Tagesabschnitts von Telfs nach Martell/Val Martello gehörten die Fahrer von Red Bull – BORA – hansgrohe zu den aktivsten Akteuren im Rennen. Nach einer Attacke von Thymen Arensman (Ineos Grenadiers) war es der italienische U23-Weltmeister Lorenzo Finn, der dem Niederländer folgte und damit den späteren Etappensieg von Pellizzari vorbereitete. Pellizzari selbst schloss rund drei Kilometer vor dem Ziel zur Spitze auf.

Im Finale zeigte das Team dann eine perfekte Abstimmung: Der inzwischen ebenfalls zur Spitze aufgefahrene Aleksandr Vlasov eröffnete den Sprint und zwang die Konkurrenz zur Reaktion. Pellizzari nutzte diese Vorlage perfekt aus und setzte sich auf den letzten Metern gegen Arensman durch. Hinter ihm komplettierten Mattia Gaffuri (Italien, Picnic PostNL), Egan Bernal (Kolumbien, Ineos Grenadiers) und Vlasov die Top Fünf. Finn überquerte die Ziellinie knapp dahinter auf Rang sechs. Mit Giovanni Aleotti (13.) und Ben Zwiehoff (16.) beendeten zwei weitere Red Bull – BORA – hansgrohe Fahrer das Rennen im Spitzenfeld.

Giulio Pellizzari startet die morgige dritte Etappe der Tour of the Alps als Gesamtführender. Außerdem führt der 22-Jährige die Punkte- und Nachwuchswertung an. Red Bull – BORA – hansgrohe liegt nach zwei Renntagen an der Spitze des Mannschaftsklassements.

„Es ist ein unglaublicher Tag. Ich bin dieses Rennen schon zweimal gefahren und war schon Etappen-Dritter und Etappen-Zweiter. Umso schöner ist der heutige Sieg. Ich muss mich bei meinem Team bedanken – alle haben einen unglaublichen Job gemacht“
— Giulio Pellizzari

„Das war ein richtig guter Tag für uns. Mit dem Sieg von Giulio und mehreren Fahrern an der Spitze des Rennens haben wir gezeigt, wie stark wir als Team sind. Für mich persönlich war es ebenfalls eine sehr gute Etappe. Mit so großen Namen mithalten zu können, bedeutet mir viel.“
— Lorenzo Finn

„Ein großes Kompliment an die Jungs, die unseren Plan auf der Straße perfekt umgesetzt haben. Lorenzo war überragend, als er bei Arensman mitgehen konnte. Und als Aleks zurückkam und im Sprint als Erster beschleunigt hat, war das ein Gamechanger. Großer Respekt an das ganze Team – und Glückwunsch an Giulio. Ein perfekter Tag.“
— Christian Pömer, Sportlicher Leiter

Im Martell triumphiert Pellizzari: Etappensieg und Grünes Melinda-Trikot

Spektakuläres Finale bei der zweiten Etappe der Tour of the Alps mit Bergankunft in Martell: Der Kletterspezialist aus den Marken setzte sich im Sprint einer kleinen Spitzengruppe gegen Arensman, Gaffuri und den Kolumbianer Bernal durch. Sechster wird U23-Weltmeister Finn, Storer verliert 19 Sekunden, Gee und Pidcock müssen abreißen lassen. Morgen endet die Etappe in Arco, dem Sitz von Sport Alto Garda.

Ein Antritt eines echten Champions, im rauen und zugleich prachtvollen Herzen des Martell: Das Talent von Giulio Pellizzari hat die Tour of the Alps mit einem Klasseakt entfacht, der ihm den Sieg auf der zweiten Etappe des euroregionalen Radrennens, das in Telfs in Tirol begann, sowie das Symbol der Gesamtführung, das Grüne Melinda-Trikot, einbrachte.

Im Ziel in Südtirol in Martell setzte sich der Fahrer aus den Marken am Dienstag, den 21. April, nach 147,5 Kilometern und einem Rennen mit vielen Anstiegen – mit den Bergwertungen Piller Höhe und Reschenpass als Vorspiel zum Schlussanstieg – im Sprint gegen die weiteren Protagonisten eines intensiven und spektakulären Finales durch, in dem wie erwartet niemand seine Karten verdeckt halten konnte.

Der Erfolg von Pellizzari ist das Signal eines Talents, das nicht auf die Zukunft wartet: Er nimmt sie sich mit kräftigen Pedaltritten auf jenen Straßen, auf denen die wahren Werte zum Vorschein kommen – ein Zeichen, das Gewicht hat, mit Blick auf die Tour of the Alps und darüber hinaus. Hinter ihm klassierten sich der Niederländer Thymen Arensman (INEOS Grenadiers), der sich auf euroregionalen Straßen stets wohlfühlt, und Mattia Gaffuri (Team Picnic PostNL), der vom ersten Moment an ein Protagonist war. Der 26-jährige Lombarde, bereits bei Kilometer 8 gemeinsam mit acht weiteren Fahrern in der Offensive, hielt bis zum Schlussanstieg stark dagegen und kämpfte bis auf die letzten Meter um den Sieg. Dafür wurde er mit einem wertvollen dritten Platz vor dem Kolumbianer Egan Bernal (INEOS Grenadiers) und dem Russen Alexandr Vlasov (Red Bull-BORA-hansgrohe) belohnt.

Platz sechs und weitere Glanzlichter setzte auch das andere italienische Nachwuchsversprechen, U23-Weltmeister Lorenzo Finn, heute wertvoller Helfer für Pellizzari, aber mit einer bereits vorgezeichneten Zukunft bei den Großen. Zeit verloren hingegen Michael Storer (Tudor Pro Cycling) und Ben O’Connor (Jayco-AlUla), beide mit 19 Sekunden Rückstand; 1:04 Minuten verlor der Kanadier Derek Gee (Lidl-Trek), während der Brite Tom Pidcock (Pinarello Q36.5) nicht den nötigen Tritt fand, um bei den Besten zu bleiben.

In der Gesamtwertung liegt Pellizzari nun 4 Sekunden vor Arensman und 6 Sekunden vor Gaffuri, während Vlasov und Bernal 10 Sekunden zurückliegen. Storer und O’Connor haben nun 29 beziehungsweise 33 Sekunden Rückstand auf den Gesamtführenden, Gee sogar 1:14 Minuten. Die Bergankunft im Martelltal hat die Gesamtwertung geändert, doch die Entscheidungen bei der Tour of the Alps sind noch lange nicht gefallen.

PELLIZZARI: „EIN SIEG MIT BESONDERER BEDEUTUNG, ICH WIDME IHN STEFANO CASAGRANDA“

„Der heutige Sieg ist etwas Besonderes: Die Tour of the Alps hat mir vor drei Jahren den Weg in den Profisport eröffnet, und in Martell zu gewinnen, hat für mich eine einzigartige Bedeutung. Heute habe ich mehr gegeben, als ich in den Beinen hatte, auch um die Arbeit meiner Teamkollegen zu vollenden, die außergewöhnlich waren.“

„Auf Teneriffa habe ich in den vergangenen Wochen gemeinsam mit Jay Hindley an meiner Explosivität gearbeitet, und die Ergebnisse sind sichtbar. Lange Anstiege sind mein ideales Terrain: Ich habe mich wohlgefühlt, auch wenn ich noch nicht in Bestform bin. Als ich zu Arensman, Finn und Storer aufgeschlossen hatte, versuchte ich den Gegenangriff, weil Finn stark unterwegs war und eine gute Alternative hätte sein können, falls sie mich wieder eingeholt hätten. Es war ein harter Tag, aber ich bin glücklich, dass alles bestmöglich gelaufen ist.“

„Das ist für mich auch eine wichtige Bewährungsprobe im Hinblick auf die Führungsrolle innerhalb des Teams: Ich spüre, dass ich in dieser Rolle wachse, ebenso wie in der Entwicklung einer Siegermentalität. Heute wollte ich gewinnen und ich habe es geschafft.“

„Ich widme diesen Sieg dem Vater meiner Freundin, Stefano Casagranda (lange Präsident des Veloce Club Borgo, eines der traditionsreichsten und bedeutendsten Nachwuchsteams im Trentino, Anm. d. Red.), der im vergangenen Oktober verstorben ist. Ganz in der Nähe, in Meran, gewann er 1998 eine Etappe des Giro del Trentino. Damals war ich noch nicht geboren. Dieser Sieg ist für ihn.“

RED BULL-BORA HERRSCHT IN MARTELL

Nach dem Start in Telfs entwickelte sich der erste Teil des Rennens entlang des Inntals, wo die ersten Attacken zur Bildung der Tagesfluchtgruppe begannen. Die entscheidende Aktion entstand bei Kilometer 8, als sich eine neunköpfige Gruppe – Stockwell (Bahrain Victorious), Gaffuri (Picnic-PostNL), Verrando (Solution Tech), Davide Bais (Polti-Visit Malta), Röber und Zangerle (Vorarlberg), Eckerstorfer, Paumann und Poschacher (Österreich) – vom Feld absetzen konnte. Ihr Vorsprung wuchs bis Kilometer 63 auf maximal fünf Minuten an.

Dahinter ließ die Reaktion des Feldes nicht lange auf sich warten: Red Bull-BORA-hansgrohe und Tudor, das Team des Tour-of-the-Alps-Siegers 2025 Michael Storer, erhöhten das Tempo und reduzierten den Rückstand nach und nach am Anstieg zur Piller Höhe. Auf den gut fahrbaren Rampen des Reschenpasses und im anschließenden Flachstück des Vinschgaus sank der Vorsprung der Ausreißer auf unter zwei Minuten.

Das Rennen explodierte endgültig am Schlussanstieg nach Martell. Einer nach dem anderen wurden die Ausreißer durch das Forcing von INEOS Grenadiers und Tudor gestellt – außer Gaffuri, der sich entschlossen wehrte und allein an der Spitze blieb, während dahinter der Kampf der Klassementfahrer entbrannte.

Der Erste, der angriff, war Thymen Arensman, gefolgt von Storer und dem jungen Lorenzo Finn. Pellizzari, zunächst noch abwartend, zeigte auf dem härtesten Abschnitt des Anstiegs seine starke Form, schloss zu den drei Kontrahenten auf und setzte sofort nach. Zwei Kilometer vor dem Ziel forcierte der Fahrer aus den Marken erneut und erreichte Gaffuri an der Spitze des Rennens.

Dahinter führte Arensman die Verfolgung an, mit Finn direkt an seinem Hinterrad und der Unterstützung eines starken Egan Bernal, während Storer für seine Anfangsbemühungen bezahlte und zunehmend zurückfiel. Unter dem roten Dreieck des letzten Kilometers schloss sich die Gruppe der Besten wieder zusammen: Neben Pellizzari und Gaffuri kamen auch Finn, Arensman, Bernal und Alexandr Vlasov zurück.

An diesem Punkt opferte sich Finn für seinen Teamkollegen auf, erhöhte das Tempo und bereitete den Sprint vor. Im Finale fand Pellizzari den entscheidenden Antritt: ein kraftvoller Sprint, mit dem er den zurückkommenden Arensman abwehrte und die Arbeit seiner Mannschaft vollendete, während Gaffuri nach einem Tag als Hauptdarsteller Dritter wurde.

#TOTA 2026 TRIKOTS

Melinda Grünes Trikot – Gesamtwertung: Giulio Pellizzari (Red Bull–BORA–hansgrohe)
Gruppo Cassa Centrale Blaues Trikot – Bergwertung: Emanuel Zangerle (Team Vorarlberg)
Caffè Bocca della Verità Rotes Trikot – Punktewertung: Giulio Pellizzari (Red Bull–BORA–hansgrohe)
FORST Weißes Trikot – Bester Nachwuchsfahrer: Giulio Pellizzari (Red Bull–BORA–hansgrohe)
eVISO Giro Trikot – Ausreißerkönig: Emanuel Zangerle (Team Vorarlberg)

Tommaso Dati gewinnt die erste Etappe der Tour of the Alps 2026

Tommaso Dati (Team UKYO) hat die erste Etappe der Tour of the Alps 2026 über 144,3 km von Innsbruck nach Innsbruck gewonnen. Hinter ihm folgen Tom Pidcock (Pinarello-Q36.5) und Florian Stork (Tudor Pro Cycling). Tommaso Dati ist damit auch der Melinda Führende in der Gesamtwertung.

1. ETAPPE – (Innsbruck – Innsbruck 144 Km) – ERGEBNISSE

1. Tommaso Dati (Team UKYO)
2. Tom Pidcock (Pinarello-Q36.5)
3. Florian Stork (Tudor Pro Team)
4. Gabriele Bessega (Team Polti Visitmalta)
5. Federico Iacomoni (Team UKYO)

GESAMTWERTUNG

1. Tommaso Dati (Team Ukyo)
2. Tom Pidcock (Pinarello-Q36.5) +0:04
3. Florian Stork (Tudor Pro Team) +0:06

Die #TotA beginnt mit einer Überraschung: Tommaso Dati und sein Märchen von Innsbruck

Sprintentscheidung auf der ersten Etappe der Tour of the Alps mit Start und Ziel in der Tiroler Landeshauptstadt: Der Fahrer des Team UKYO setzt sich auf dem Rennweg gegen Tom Pidcock und Florian Stork durch und erlebt den schönsten Tag seiner Karriere. Morgen wartet die erste echte Bewährungsprobe für die Klassementfahrer: Bergankunft im Martelltal.

Unter dem noch unbeständigen Aprilhimmel, zwischen den Tiroler Bergen, die Innsbruck wie ein natürliches Amphitheater umgeben, begann die Tour of the Alps im Zeichen einer Eigenschaft, die das euroregionale Rennen seit Jahren auszeichnet: neue Namen ins Rampenlicht des großen Radsports zu bringen.

Diesmal war ein Italiener an der Reihe: Tommaso Dati aus Camaiore, der seinen 24. Geburtstag noch vor sich hat. Als schneller Fahrer in einem Rennen, das traditionell eher den Kletterern liegt, zeigte der Profi des Team UKYO die Hartnäckigkeit, in einer Etappe mit fast 43 km/h Durchschnittsgeschwindigkeit standzuhalten und anschließend das Gespür, den perfekten Moment zu wählen, um alle zu überraschen.

Neben ihm – genauer gesagt in seinem Windschatten – Fahrer, die das Rampenlicht gewohnt sind, wie der Brite Tom Pidcock (Pinarello Q36.5), der Zweiter wurde. Doch auf dem Rennweg, jener Zielgeraden, auf der 2018 Alejandro Valverde zum Weltmeister gekrönt wurde, gehörte die Bühne Dati: Er sicherte sich das erste Grüne Melinda-Trikot der Tour of the Alps an einem jener Tage, die eine Karriere verändern können.

Das Podium komplettierte der Deutsche Florian Stork (Tudor Pro Cycling), vor zwei weiteren Italienern: dem Lombarden Gabriele Bessega (Team Polti Visit Malta), erster Träger des weißen FORST-Trikots für den besten Nachwuchsfahrer, und dem Trentiner Federico Iacomoni, Teamkollege von Dati im Rennstall des ehemaligen Formel-1-Piloten Ukyo Katayama.

Doch trotz des nicht allzu schwierigen Streckenprofils hielten sich auch die Favoriten nicht zurück im Hinblick auf das direkte Duell bei der morgigen Bergankunft im Martelltal in Südtirol. Der Australier Ben O’Connor (Team Jayco AlUla) sicherte sich geschickt zwei Bonussekunden beim Sprint in Axams, während der Niederländer Thymen Arensman (INEOS Grenadiers), Zweiter des Vorjahres, mit einer Attacke das Rennen aufbrechen wollte – ähnlich jener Aktion, mit der Gianni Moscon 2021 in Innsbruck gewann. Sein Vorstoß endete jedoch wenige hundert Meter vor dem Ziel.

Erwähnenswert war auch die Aktion des Innsbruckers Emanuel Zangerle (Team Vorarlberg): Bereits bei Kilometer 1 attackierte der Tiroler und durfte vom Sieg vor heimischem Publikum träumen, ehe er sich fünf Kilometer vor dem Ziel dem heranrasenden Feld geschlagen geben musste. Für ihn blieb die Genugtuung, das blaue Gruppo-Cassa-Centrale-Bergtrikot sowie das eVISO-Giro-Trikot des kämpferischsten Fahrers zu tragen.

DATI: „DER SCHÖNSTE TAG MEINER KARRIERE“

„Ich bin überglücklich, ich empfinde in diesem Moment unglaublich viele Emotionen. Ich bin stolz auf die Arbeit, die das Team geleistet hat, und auf das, was wir im Training erarbeitet haben. Ich war zuversichtlich, weil ich gespürt habe, dass ich Beine wie an meinen besten Tagen habe, aber ich habe mir nicht zu viel Druck gemacht: Ich hoffte auf ein gutes Resultat und am Ende wurde es der Sieg. Es ist der schönste Tag meiner Karriere.“

„Dass ich im vergangenen Jahr bei Cofidis nicht Profi geworden bin, hat mich dazu gebracht, im Winter noch härter zu arbeiten und am Ende haben sich die Ergebnisse gezeigt. Und natürlich gibt es zusätzliche Motivation und Antrieb, wenn man vor einem Champion wie Tom Pidcock gewinnt: Das hat mir das Bewusstsein gegeben, dass ich auch auf einem höheren Niveau konkurrenzfähig sein kann.“

„Mein Traum? Natürlich die World Tour zu erreichen – und ich glaube jeden Tag weiter daran. Jeder Sieg ist ein Grund zur Freude, aber er ändert nichts: Morgen ist ein neuer Tag, und ich werde wieder alles geben. Vielleicht hatten heute Pidcock und Arensman die besten Beine. Ich werde versuchen, meinen beiden Teamkapitänen im Gesamtklassement zu helfen und dieses Trikot so lange wie möglich zu genießen, auch wenn mir bewusst ist, dass die nächsten Etappen eher für andere Fahrertypen geeignet sind.“

ZANGERLE VERPASST DEN TRAUM IN „SEINEM“ INNSBRUCK KNAPP

Nach dem offiziellen Start in Innsbruck erfolgte bereits beim ersten Rennkilometer die erste Attacke der Tour of the Alps 2026. Die Initiative ergriff Emanuel Zangerle (Team Vorarlberg), zunächst allein, später gemeinsam mit Josef Dirnbauer (Team Austria) und seinem Teamkollegen Tobias Nolde. Das Trio gewann rasch an Vorsprung und erreichte bei Kilometer 17 maximal 4:40 Minuten, ehe das Feld – angeführt von den Fahrern der INEOS Grenadiers – reagierte.

In den letzten 50 Kilometern nahm das Rennen Fahrt auf, beim ersten Anstieg nach Götzens: Unter den Ausreißern verlor Nolde den Anschluss, während Zangerle die Bergwertung gewann. In der Abfahrt schlossen die Spitzenreiter wieder zusammen, doch dahinter wurde das Tempo deutlich verschärft – vor allem durch INEOS, unterstützt vom Team Jayco AlUla.

Beim zweiten Pass über Götzens fiel Nolde erneut zurück, diesmal endgültig. Das Feld kam den Ausreißern jedoch entschlossen näher und erreichte die Kuppe mit nur noch rund 30 Sekunden Rückstand. Am folgenden Anstieg nach Axams musste auch Dirnbauer abreißen lassen, während sich dahinter Ben O’Connor zwei Bonussekunden sicherte.

Zangerle hielt dem heranstürmenden Feld – gezogen von Jayco AlUla und INEOS Grenadiers – noch einige Kilometer stand, musste sich aber fünf Kilometer vor dem Ziel geschlagen geben. Im Finale versuchte das britische Team auf der letzten Rampe das Tempo nochmals zu erhöhen und bereitete damit die Finisseur-Aktion des Niederländers Thymen Arensman vor, der jedoch wenige hundert Meter vor dem Ziel eingeholt wurde.

Im Sprint auf dem Rennweg setzte sich Tommaso Dati vor Tom Pidcock und Florian Stork durch. Für den Fahrer des Team UKYO gab es neben dem Grünen Trikot auch das erste Rote Caffè-Bocca-della-Verità-Trikot.

Dienstag ERSTE PRÜFUNG FÜR DIE FAVORITEN: BERGANKUNFT IM MARTELLTAL

Am morgigen Dienstag, 21. April, verlässt die Tour of the Alps Nordtirol und erreicht Südtirol mit dem Ziel im Martelltal, die erste echte Prüfung für Kletterer und Klassementfahrer. Nach einem schnellen Start in Telfs in Tirol warten auf den 147,5 Kilometern der zweiten Etappe zunächst der Erstkategorie-Anstieg Piller Höhe (9,2 km bei 6 %), gefolgt vom Reschenpass (15,8 km bei 3,4 %), einer Bergwertung der dritten Kategorie.

Anschließend führt die Strecke durch den Vinschgau, bevor der Schlussanstieg ins Martelltal wartet: ein äußerst selektives Finale, das bereits 2014 beim Giro d’Italia entscheidend war, als der Kolumbianer Nairo Quintana solo gewann, sich im Martelltal erstmals das Rosa Trikot holte und damit den Grundstein für seinen Gesamtsieg beim Giro legte.

Innsbruck (Tirol), 20.April, 2026
Tour of the Alps Press Office
E-mail | tourofthealps@vitesseonline.it
Website | www.vitesseonline.it

Red Bull setzt bei der Tour of the Alps auf Pellizzari – und Itailen träumt vom nächsten Heimsieg

Bei der Jubiläumsausgabe der Tour of the Alps (20. bis 24. April) rückt der Italiener Giulio Pellizzari besonders in den Mittelpunkt. Während das Team Red Bull-BORA-hansgrohe klar auf den 22-Jährigen baut, fiebert eine ganze Radsport-Nation mit dem jungen Hoffnungsträger mit

Der Kletterspezialist spricht nur ungern über konkrete Ziele – zu groß ist sein Aberglaube. Dennoch wird schnell deutlich, dass die Tour of the Alps für ihn weit mehr ist als eine gewöhnliche Rundfahrt. Wenige Wochen vor dem Start bereitete er sich am Teide vor – einem Trainingsort, der als Gradmesser für Fahrer gilt, die später bei den großen Bergetappen der Saison bestehen wollen. Giulio Pellizzari kennt die Bedeutung der TotA genau: Das grenzüberschreitende Etappenrennen liefert eine wichtige Standortbestimmung im Hinblick auf den Giro d’Italia. Wer hier überzeugt, gehört auch bei der Italien-Rundfahrt zum erweiterten Favoritenkreis.

Nach dem starken dritten Platz beim Etappenrennen Tirreno-Adriatico reist Pellizzari mit breiter Brust zur Tour of the Alps. Der „Azzurro“ führt sein Team Red Bull-BORA-hansgrohe nicht nur in der Alpenregion, sondern auch beim Giro d’Italia als Kapitän durch das Rennen. In der italienischen Radsportszene ruhen große Hoffnungen auf den Berg-Spezialisten: Nicht wenige sehen in ihm den möglichen Nachfolger von Vincenzo Nibali, dem als letztem Italiener ein Gesamtsieg bei einer der drei großen Rundfahrten gelang.
Auch bei der TotA liegt der letzte italienische Gesamtsieg lange zurück. Vor 13 Jahren, als die Rundfahrt noch in Form des Giro del Trentino ausgetragen wurde, ging das Grüne Trikot letztmals in den Stiefelstaat. Damals setzte sich eben jener Vincenzo Nibali durch und gewann kurze Zeit später auch den Giro d’Italia.


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„Ich habe hohe Erwartungen an mich selbst und möchte mit Blick auf das Gesamtklassement auch ein starkes Ergebnis einfahren. Da ich abergläubisch bin, verrate ich mein konkretes Ziel aber nicht“, gibt Pellizzari mit einem Lächeln zu Protokoll und fügt schelmisch die rhetorische Frage hinzu: „Wer war noch einmal der letzte italienische Gesamtsieger in der Alpenregion?“

Zwischen den Zeilen ist Pellizzaris Botschaft klar: Er will im Kampf um das Grüne Melinda-Trikot ein Wörtchen mitreden. Das zeigt auch seine Vorbereitung, bei der er das Streckenprofil bis ins letzte Detail studiert hat: „Ich habe mir die zweite Etappe mit Ziel im Martell ganz genau angesehen und bin die letzten 70 bis 80 Kilometer der Königsetappe nach Trient schon gefahren. Diese Etappe ist äußerst anspruchsvoll, vor allem die zwei langen Anstiege im ersten Teil kosten jede Menge Kraft. Gut möglich, dass die kurzen, explosiven Steigungen im Etappenfinish entscheidend für die Gesamtwertung sein werden“, analysiert Pellizzari.

„Die Tour of the Alps ist eine Rundfahrt auf sehr hohem Niveau. Sie zeigt dir, wo du vor dem Giro d’Italia stehst. 2023 habe ich hier meine ersten Profi-Erfahrungen gesammelt und bei der Etappe nach Predazzo gezeigt, dass ich mit den besten Kletter-Assen der Welt mithalten kann. Auch wenn ich damals die Chance auf den Tagessieg liegen gelassen habe, war es dennoch ein Schlüsselmoment für meine Karriere“, so Pellizzari.

Der „Azzurro“ kann in der Alpenregion auf starke Unterstützung zählen. Neben den erfahrenen Giovanni Aleotti und Aleksandr Vlasov ist auch U23-Weltmeister Lorenzo Finn mit dabei. Seinem Landsmann traut Pellizzari viel zu: „Lorenzo ist unglaublich talentiert und hat großes Potenzial. Ich wünsche ihm, dass er bei seiner ersten Tour of the Alps das erreicht, was ich geschafft habe – im besten Fall sogar noch mehr.“

Mit Blick auf die Gesamtwertung zählt Pellizzari Vorjahressieger Michael Storer, Ben O’Connor und Derek Gee zu den größten Konkurrenten. „Ich erwarte eine sehr offene Rundfahrt, die bis zum Schluss spannend bleibt“, betont er.

Zusätzlich zu dem oben genanntem Trio könnte die Liste der Top-Favoriten weiter anwachsen: So hat sich unter anderem der Kolumbianer Egan Bernal angekündigt. Dem 29-Jährigen gelang einst bei der Tour of the Alps der Durchbruch – später triumphierte er sowohl bei der Tour de France als auch beim Giro d’Italia. Ob Bernal das grenzüberschreitende Etappenrennen tatsächlich in Angriff nimmt, wird sich in den nächsten Tagen zeigen.

Egal ob mit oder ohne Bernal im Starterfeld – Pellizzari will sich bei der TotA auf keinen Fall verstecken: „Ich habe im Winter hart trainiert und bin jetzt noch explosiver geworden. Im modernen Radsport sind schnelle Tempowechsel von entscheidender Bedeutung. Das Training mit meinen Teamkollegen Primoz Roglič, Florian Lipowitz und Remco Evenepoel hilft mir dabei enorm weiter. Mittlerweile weiß ich, dass mir nur ganz wenig, bis zur absoluten Weltspitze fehlt. Diese Lücke gilt es, zu schließen.“

Pellizzari bleibt trotz allem zurückhaltend in seinen Aussagen. Doch eines ist klar: Bei der Tour of the Alps will der 22-Jährige hoch hinaus. Was dabei herauskommt, ist nicht nur für seine Karriere von Bedeutung – sondern auch für eine ganze Radsportnation.

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Auftakt vor Alpenkulisse: Die Fahnen der Tour of the Alps wehen in Innsbruck

Innsbruck und Telfs sind für den Auftakt der Tour of the Alps 2026 gerüstet: Vom 19. bis 21. April macht das grenzüberschreitende Etappenrennen in Tirol Station. Mit der Präsentation der teilnehmenden Mannschaften stellte das Organisationskomitee auch das Programm der drei Renntage im nördlichsten Gebiet der Euregio Tirol-Südtirol-Trentino vor. In diesem Jahr stehen dabei zum ersten Mal die Nationalteams aus Italien und Österreich gemeinsam am Start. Sie würdigen damit das zehnjährige Bestehen des Euregio-Vorzeigeprojekts

Die länderübergreifende Zusammenarbeit ist ein wesentliches Merkmal der Tour of the Alps: Seit mittlerweile einem Jahrzehnt tragen Italien und Österreich die Rundfahrt gemeinsam aus. 2026 erhält dieses Konzept eine zusätzliche Bedeutung, wenn die Nationalmannschaften beider Nationen an den fünf Renntagen in der Alpenregion in den Sattel steigen. Die Teilnahme der beiden Teams steht im Zeichen von zehn Jahren grenzüberschreitender Kooperation zwischen Tirol, Südtirol und dem Trentino. Die Unterzeichnung, die dieser Kooperation zugrunde liegt, datiert aus dem Jahr 2016.

Die Teilnahme der zwei Nationalmannschaften war die zentrale Nachricht der Pressekonferenz in Innsbruck, auf der das Organisationskomitee der Tour of the Alps alle Mannschaften offiziell vorstellte. Der Präsentation wohnten zahlreiche Vertreter aus Politik, Tourismus und Sport bei.

DIE TOTA LÄSST DIE WM-ATMOSPHÄRE VON 2018 NEU AUFLEBEN
Die Tour of the Alps geht in diesem Jahr vom 20. bis 24. April über die Bühne. Die Rundfahrt steht dabei mehr denn je im Zeichen von Italien und Österreich. Die beiden Länder haben über das grenzüberschreitende Projekt eine gemeinsame Identität entwickelt und stehen voll hinter der Euregio Tirol-Südtirol-Trentino. Im Rahmen der TotA werden die Landschaft, organisatorische Erfahrung, Gastfreundschaft und die hohe Lebensqualität der drei Gebiete in den Fokus gerückt.

Bereits zum vierten Mal wird die Tour of the Alps in Tirol gestartet. Nach Kufstein (2017 und 2019) und Alpbach (2023) fällt der Startschuss heuer in Innsbruck. In der Tiroler Landeshauptstadt fand 2018 die Straßenrad-WM statt – die erste TotA-Etappe endet heuer genau dort, wo sich Alejandro Valverde vor acht Jahren zum Weltmeister kürte.

In den vergangenen Jahren hat Tirol seinen Namen als Radsportregion international konsequent gestärkt. Neben der Austragung der Straßenrad-WM 2018 gehörte die Auszeichnung mit dem Label „Bike Region“, die der Internationale Radsportverband (UCI) im Jahr 2019 vergab, zu den größten Highlights der jüngeren Vergangenheit. Das Bundesland gilt heute als etablierter Standort für Leistungs- und Breitensport sowie für den Rad-Tourismus.

2026 ist die Tour of the Alps drei Tage lang in Tirol zu Gast. Los geht es am Sonntagabend, 19. April, wenn in Innsbruck die offizielle Eröffnungsfeier inklusive Teampräsentation auf dem Programm steht. Am Montag, 20. April beginnt die erste Etappe mit Start und Ziel in der Nordtiroler Landeshauptstadt. Am Dienstag, 21. April geht es für die Teilnehmer im Zuge der zweiten Etappe von Telfs bis ins Martell nach Südtirol. Es folgen schließlich Etappenziele in Arco am Gardasee sowie in Trient, ehe die TotA am Freitag, 24. April in Bozen zu Ende geht.

STORER PEILT DAS DOUBLE AN, DOCH DIE KONKURRENZ LAUERT
In einem randvollen Rennkalender mit zahlreichen Highlights bewährt sich die Tour of the Alps auch in diesem Jahr als Rundfahrt mit riesiger Tradition und internationaler Anziehungskraft. In der Startliste finden sich Talente und Superstars aus aller Welt wieder – darunter das Beste, was der italienische und österreichische Radsport zu bieten haben. Neben Titelverteidiger Michael Storer haben mit Bahrain Victorious, EF Education-EasyPost, INEOS Grenadiers, Lidl-Trek, Red Bull-Bora-Hansgrohe, Team Jayco AlUla und Team Picnic PostNL nicht weniger als sieben WorldTour-Teams gemeldet.

Der Mannschaft Lidl-Trek darf in diesem Jahr erneut einiges zugetraut werden. Während die US-amerikanische Formation 2024 mit Juan Pedro López den Gesamtsieger stellte, sorgte im Vorjahr Giulio Ciccone mit dem Etappensieg in San Lorenzo Dorsino für Schlagzeilen. Der „Azzurro“ belegte später beim Klassiker Lüttich-Bastogne-Lüttich Rang zwei und gewann außerdem die Clásica San Sebastián. 2026 setzt das Team auf Neuzugang Derek Gee. Der Kanadier schloss die Tour of the Alps auf Platz drei ab und wurde kurz danach Vierter beim Giro d’Italia.

Auch Red Bull-Bora-Hansgrohe schickt eine starke Truppe ins Rennen. Angeführt wird die Mannschaft vom Italiener Giulio Pelizzari, der zuletzt beim Giro d’Italia und bei der Vuelta a España jeweils auf Rang sechs landete. Mit Pelizzaris Landsmann Lorenzo Finn gehört zudem der amtierende U23-Weltmeister zum deutschen Aufgebot. Ebenso in der Alpenregion mit dabei ist Jakob Omrzel von Bahrain Victorious. Der Slowene triumphierte 2025 beim Giro d’Italia Next Gen und möchte denselben Weg einschlagen wie der Franzose Paul Seixas (Jahrgang 2006), dem im Vorjahr bei der TotA der internationale Durchbruch gelang.

Im Kampf um den Gesamtsieg darf man auch auf den Auftritt des Australiers Ben O’Connor gespannt sein. Der Kapitän des Team Jayco AlUla schnappte sich 2018 bei der Tour of the Alps seinen ersten Sieg bei einer namhaften Profi-Rundfahrt und legte 2024 mit dem zweiten Gesamtrang nach. Die Mannschaft INEOS Grenadiers kann bei der Tour of the Alps hingegen auf eine traditionell starke Truppe zählen und nutzt das Etappenrennen erneut als Generalprobe für den Giro d’Italia. Dasselbe gilt für die beiden Formationen EasyPost und Picnic PostNL, die ihre Saisonplanung konsequent auf die Italien-Rundfahrt ausgerichtet haben.

Auf der Liste der UCI ProTeams sticht das Team Tudor Pro Cycling besonders ins Auge. Die Mannschaft aus der Schweiz stellte 2025 mit Michael Storer den Gesamtsieger der Tour of the Alps und hat in Sachen Organisation, Kaderbreite und Professionalität längst WorldTour-Niveau. Es verwundert daher wenig, dass sich die Eidgenossen beim grenzüberschreitenden Etappenrennen nichts weniger als die Titelverteidigung zum Ziel gesetzt haben.

Mit dem Pinarello-Q36.5 Pro Cycling Team reist eine weitere Schweizer Formation mit hohen Erwartungen in die Alpenregion. Aus Italien gehen unterdessen vier Mannschaften auf UCI ProTeams-Level bei der TotA an den Start: Diese sind Bardiani-CSF 7 Saber, Solution Tech NIPPO Rali, Team Polti VisitMalta sowie MBH Bank CSB Telecom Fort (mit ungarischer Lizenz). Während das japanische Team Ukyo, das vom ehemaligen Formel-1-Piloten Ukyō Katayama gegründet wurde, zum dritten Mal in der Startliste aufscheint, hat auch das Team Vorarlberg aus Österreich wieder gemeldet.

Details zu den prominentesten Fahrern im Feld werden in den nächsten Wochen bekanntgegeben. Wie in den vergangenen Jahren sind auch diesmal Last-Minute-Zusagen von Teilnehmern, die erst kurzfristig über einen Start entscheiden, möglich.

INNSBRUCK UND TELFS RÜSTEN SICH FÜR DEN GROSSEN AUFTAKT
Die erste Etappe der Tour of the Alps 2026 über 144,3 Kilometer mit Start und Ziel in Innsbruck beginnt mit einem flachen Abschnitt durch das Inntal. Es folgt ein 24 Kilometer langer Rundkurs, der zweimal zu absolvieren ist und den moderaten Anstieg auf das Mieminger Hochplateau beinhaltet. Nach diesem Rundkurs kehrt das Feld in Richtung Innsbruck zurück. Dort wartet ein weiterer Rundkurs über 18 Kilometer mit den Anstiegen nach Götzens und Axams. Letztere Rampe ist Schauplatz eines Zwischensprints mit Zeitgutschriften. Die letzten 20 Kilometer führen zurück ins Stadtzentrum von Innsbruck. Das Ziel befindet sich am Rennweg – jenem Ort, der bereits bei den Weltmeisterschaften 2018 im Mittelpunkt stand.

Die zweite Etappe am Dienstag, 21. April, startet in Telfs in Tirol und endet nach 147,5 Kilometern in der Südtiroler Gemeinde Martell. Nach rund 20 flachen Kilometern folgt mit der Piller Höhe (9,2 km bei 6 %) die erste Bergwertung der ersten Kategorie. Bevor es für das Fahrerfeld über die Landesgrenzen geht, führt die Strecke über eine Bergwertung der dritten Kategorie hoch zum Reschenpass (15,8 km bei 3,4 %). Die Fahrt über die Grenze folgt schließlich im Anschluss an die Ortschaft Nauders – danach setzt die Rundfahrt ihren Weg quer durch die Alpenregion in Südtirol fort.

Im Zuge der Tour of the Alps 2026 stehen der Stadt Innsbruck zwei intensive Tage bevor. Im Start- und Zielbereich der Auftaktetappe, die sich an gleicher Stelle befinden, sind zahlreiche Rahmenveranstaltungen zur Unterhaltung für die Zuschauer geplant. Auch im historischen Zentrum von Telfs wird ein umfangreiches Programm geboten. Am Rathausplatz entsteht eine stimmungsvolle Kulisse, die allen Beteiligten der Rundfahrt die Begeisterung für den Radsport in Tirol vermittelt.

DIE FÜNF ETAPPEN IM ÜBERBLICK

Montag, 20. April, 2026
1. Etappe: Innsbruck – Innsbruck, 144,3 Km
1.700 Höhenmeter. Schwierigkeitsgrad: **

Dienstag, 21. April, 2026
2. Etappe: Telfs – Martell, 147,5 Km
2.550 Höhenmeter. Schwierigkeitsgrad: ***

Mittwoch, 22. April, 2026
3. Etappe: Latsch – Arco, 174,5 Km
3.620 Höhenmeter. Schwierigkeitsgrad: ***

Donnerstag, 23. April, 2026
4. Etappe: Arco – Trento, 167,8 Km
3.900 Höhenmeter. Schwierigkeitsgrad: ****

Freitag, 24. April, 2026
5. Etappe: Trento – Bozen, 128,6 Km
2.850 Höhenmeter. Schwierigkeitsgrad: ***

DIE STIMMEN:

Philipp Wohlgemuth, Landeshauptmann-Stellvertreter: „Die Tour of the Alps zeigt jedes Jahr aufs Neue, was die Euregio Tirol-Südtirol-Trentino ausmacht: ein gemeinsamer Lebensraum im Herzen der Alpen, der durch Sport sichtbar und erlebbar wird. Dieses Rennen verbindet Menschen über Grenzen hinweg – nicht nur sportlich, sondern auch kulturell und gesellschaftlich. Dass die Jubiläumsausgabe 2026 erneut durch alle drei Landesteile führt, ist ein starkes Zeichen für unsere gewachsene Partnerschaft. Die Tour of the Alps steht für Zusammenhalt, für Bewegung und für eine nachhaltige Zukunft in den Alpen.“

Christian Härting, Bürgermeister, Telfs: „Die Friedensglocke des Alpenraumes in Telfs-Mösern läutet als Symbol der Einheit der Alpenregionen täglich für die gute Nachbarschaft und den Frieden in den Ländern des Alpenbogens. Die Tour of the Alps sehe ich als sportliche Entsprechung dieses Euregio-Gedankens. In dieser Hinsicht sind wir stolz, als stimmiger Etappenort dieses Radsport-Highlights ausgewählt worden zu sein. Wir wünschen dem gesamten Tross einen grenzüberschreitenden Tour-Erfolg!“

Peter Paul Mölk, Obmann, Innsbruck Tourismus: „Die Region Innsbruck freut sich auf die Tour of the Alps – ein Event, das sportlichen Wettkampf und den länderverbindenden Gedanken eindrucksvoll vereint. Der Startschuss in Innsbruck sowie die zweite Etappe ab Telfs rücken unsere alpin-urbane Vielfalt ins Rampenlicht – nicht nur als Bühne für dieses Radrennen mit internationalen Top-Teams, sondern auch als attraktive Urlaubsdestination. Gerade in einer auslastungsschwächeren Zeit schafft die Veranstaltung zusätzliche Wertschöpfung für unsere Betriebe.“

Karin Seiler, Geschäftsführerin, Tirol Werbung: „Die Tour of the Alps bildet in gleich dreifacher Hinsicht einen Startpunkt für unser Land. Denn rechtzeitig zum Beginn der Sommersaison bietet das Rennen die Möglichkeit, unsere vielfältige Landschaft sowie das umfangreiche Rad- und Freizeitangebot einem internationalen Publikum näherzubringen. Darüber hinaus beginnt die Veranstaltung diesmal in Tirol – mit einem Rundkurs in und um Innsbruck sowie einer Etappe von Telfs in Richtung Martell. Und zu guter Letzt war die Tour of the Alps auch der Ausgangspunkt für die Zusammenarbeit der Tourismusorganisationen von Tirol, Südtirol und Trentino im Rahmen des gemeinsamen Verbundes Euregio Connect.“

Harald Mayer, Präsident, Cycling Austria: „Die Tour of the Alps ist das höchstkategorisierte Rennen auf österreichischem Boden und deshalb ein absolutes Highlight im heimischen Radsportkalender, Jahr für Jahr. Das Rennen verbindet dazu die drei Veranstalterregionen, die zum Jubiläum durch ihre Landeshauptstädte vertreten werden. Ich freue mich besonders auf den Start in Innsbruck, weil diese Stadt für immer verbunden ist mit der Austragung der Straßen-Weltmeisterschaften 2018 und ein Herzstück für den Radsport in Österreich ist.“

Lukas Pöstlberger, Ambassador, Tour of the Alps: „Für Österreich und besonders für Tirol ist die Tour of the Alps weit mehr als ein gewöhnliches Etappenrennen. Die Rundfahrt bietet unseren atemberaubenden Landschaften ein internationales Schaufenster. Die wunderschönen TV-Bilder sprechen für sich und erfüllen uns mit großem Stolz. Auch sportlich setzt die TotA Maßstäbe und zählt zu den wichtigsten Vorbereitungsrennen im Hinblick auf den Giro d’Italia. Für den österreichischen Radsport ist das enorm wertvoll: Junge Talente und Radsportfans treffen ihre Idole persönlich und können Weltklasse-Fahrer hautnah erleben.“

Giacomo Santini, Ehrenpräsident der Tour of the Alps: „Die Teams, die wir heute präsentiert haben, versprechen großen Sport. Sie garantieren Qualität und Spannung. Am Rande der Rundfahrt organisieren wir zudem viele Rahmenveranstaltungen. Damit schaffen wir Begeisterung: Sowohl bei der Bevölkerung vor Ort, als auch bei den Menschen, die unsere Veranstaltung weltweit im Fernsehen verfolgen. Besonders wichtig ist in diesem Jahr die Teilnahme der Nationalmannschaften aus Österreich und Italien. Das ist ein starkes Zeichen. Denn wir feiern zehn Jahre grenzüberschreitende Zusammenarbeit der Tour of the Alps. Dieses Jubiläum macht die Teilnahme dieser zwei Teams noch bedeutender.“

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Tirol macht den Auftakt: Innsbruck und Telfs rüsten sich für den Start der #TotA 2026

Bei der kommenden Ausgabe der Tour of the Alps kommt es zu einem Novum: Erstmals überhaupt in der zehnjährigen Geschichte des grenzüberschreitenden Etappenrennens gehen die ersten beiden offiziellen Renntage in Innsbruck über die Bühne. Während ein feierlicher Abend am Sonntag, 19. April den Auftakt zur Rundfahrt bildet, startet und endet die erste Etappe einen Tag später ebenfalls in der Nordtiroler Landeshauptstadt. Am Dienstag, 21. April geht es hingegen von Telfs weiter in Richtung Südtirol, genauer gesagt ins Martell

2026 fällt der Startschuss zum vierten Mal in der Geschichte der Tour of the Alps in Tirol. Nachdem die Rundfahrt bereits zweimal in Kufstein (2017 und 2019) sowie einmal in Rattenberg (2023) begann, wird das sportliche Großereignis heuer zum ersten Mal in Innsbruck gestartet.

Die 49. Ausgabe der TotA, die vom Sport Alto Garda veranstaltet wird, findet in diesem Jahr vom 20. bis 24. April statt. Los geht es schon am Sonntagabend, 19. April, wenn in Innsbruck die offizielle Eröffnungsfeier inklusive Teampräsentation auf dem Programm steht. Am Montag, 20. April beginnt hier schließlich die erste Etappe, die nach 144,3 Kilometern erneut in der nördlichsten Hauptstadt der Europaregion Tirol-Südtirol-Trentino zu Ende geht. Anlässlich ihres zehnten Jubiläums macht die Rundfahrt in allen drei Hauptstädten der Euregio-Gebiete Halt und führt im Laufe der fünf Renntage somit nicht nur durch Innsbruck, sondern auch durch Bozen und Trient.

Tirol macht den Auftakt: Innsbruck und Telfs rüsten sich für den Start der #TotA 2026

Bei der kommenden Ausgabe der Tour of the Alps kommt es zu einem Novum: Erstmals überhaupt in der zehnjährigen Geschichte des grenzüberschreitenden Etappenrennens gehen die ersten beiden offiziellen Renntage in Innsbruck über die Bühne. Während ein feierlicher Abend am Sonntag, 19. April den Auftakt zur Rundfahrt bildet, startet und endet die erste Etappe einen Tag später ebenfalls in der Nordtiroler Landeshauptstadt. Am Dienstag, 21. April geht es hingegen von Telfs weiter in Richtung Südtirol, genauer gesagt ins Martell

2026 fällt der Startschuss zum vierten Mal in der Geschichte der Tour of the Alps in Tirol. Nachdem die Rundfahrt bereits zweimal in Kufstein (2017 und 2019) sowie einmal in Rattenberg (2023) begann, wird das sportliche Großereignis heuer zum ersten Mal in Innsbruck gestartet.

Die 49. Ausgabe der TotA, die vom Sport Alto Garda veranstaltet wird, findet in diesem Jahr vom 20. bis 24. April statt. Los geht es schon am Sonntagabend, 19. April, wenn in Innsbruck die offizielle Eröffnungsfeier inklusive Teampräsentation auf dem Programm steht. Am Montag, 20. April beginnt hier schließlich die erste Etappe, die nach 144,3 Kilometern erneut in der nördlichsten Hauptstadt der Europaregion Tirol-Südtirol-Trentino zu Ende geht. Anlässlich ihres zehnten Jubiläums macht die Rundfahrt in allen drei Hauptstädten der Euregio-Gebiete Halt und führt im Laufe der fünf Renntage somit nicht nur durch Innsbruck, sondern auch durch Bozen und Trient.

Am Dienstag, 21. April geht es für die Teilnehmer im Zuge der zweiten Etappe von Telfs am Fuße des Wettersteingebirges über 147,5 Kilometer bis ins Martell nach Südtirol.
Innsbruck zeichnet sich seit jeher durch das Zusammenspiel von Geschichte und alpiner Dynamik aus. Der kaiserliche Charme des Goldenen Daches und der Maria-Theresien-Straße trifft hier auf die sportliche Energie der umliegenden Berge – damit bietet die Stadt beste Voraussetzungen für einen spannenden TotA-Start. Am Inn, dem wichtigsten Fluss Tirols, verläuft mit dem „Innradweg“ zudem einer der längsten Radwege Europas, der sich über insgesamt 520 Kilometer erstreckt.

Bei der Auftaktetappe führen die ersten 25 Kilometer zunächst flach durch das Inntal bis nach Telfs. Dort beginnt ein 24 Kilometer langer Rundkurs, der zweimal zurückgelegt werden muss. Mit dem recht gleichmäßig verlaufenden Anstieg zum Mieminger Plateau wartet hier auch die erste Bergwertung des grenzüberschreitenden Etappenrennens. Das Hochplateau ist rund 30 Autominuten von Innsbruck entfernt und gilt mit seinen zahlreichen flachen Verbindungswegen als Paradies für naturbegeisterte Sportliebhaber.

Nach der Bergwertung geht es für das Fahrerfeld zurück nach Innsbruck, wo eine weitere doppelt zu fahrende Schleife ansteht. Auf dem 18 Kilometer langen Abschnitt sticht die Rampe nach Götzens besonders ins Auge: Diese ist vier Kilometer lang, im Schnitt sieben Prozent steil und beinhaltet im Mittelteil sogar Passagen mit zweistelligen Steigungswerten. Während dieser Abschnitt den Fahrern sportlich alles abverlangen dürfte, bietet sich den Zuschauern mit der Wallfahrtskirche St. Peter und Paul eine der schönsten Rokoko-Kirchen Österreichs als eindrucksvolle Kulisse. Im Anschluss an diese selektive Rampe folgt eine schnelle Abfahrt nach Kematen, die von einem kurzen Gegenanstieg nach Axams inklusive Zwischensprint und Zeitgutschriften unterbrochen wird.

Die finalen 20 Kilometer führen erneut zurück nach Innsbruck, wo die Etappe im Stadtzentrum auf dem Rennweg endet – jenem Ort, der bereits bei den Weltmeisterschaften 2018 im Blickpunkt stand, als sich Ausnahmekönner Alejandro Valverde erstmals zum Straßenrad-Weltmeister krönte. Entlang der Zielpassage liegen mit der Hofburg, dem Landestheater und dem Leopoldbrunnen mit der Reiterstatue Leopolds V. zentrale Wahrzeichen der Nordtiroler Landeshauptstadt.

Die zweite Etappe am Dienstag, 21. April beginnt wenige Kilometer von Innsbruck entfernt in Telfs. Die pittoreske Ortschaft verbindet auf harmonische Weise alpine Tradition mit modernem Lebensgefühl. Der Ortsteil Mösern ist dabei besonders bekannt für die „Friedensglocke des Alpenraums“, die als Symbol der Einheit der Alpenregionen sowie als Geburtsort der Arbeitsgemeinschaft Alpenländer im Jahr 1972 gilt.

Auf dem Weg ins Martell wartet nach rund 20 flachen Startkilometern ein längerer Anstieg durch das Pitztal hinauf zur Piller Höhe. Diese Bergwertung der ersten Kategorie, die in Panoramalage oberhalb des Inntals verläuft, ist 9,2 Kilometer lang und durchschnittlich 6 Prozent steil. Nach dem Gipfel bleibt das Streckenprofil zunächst leicht ansteigend, ehe das Fahrerfeld über eine lange Abfahrt zurück ins Tal gelangt. Dort beginnt ein 25 Kilometer langer Abschnitt, der leicht bergauf verläuft und als Vorbote für die äußerst lange Rampe hoch zum Reschenpass (15,8 Kilometer lang und im Schnitt etwa 3,4 Prozent steil) verstanden werden kann.

Kurz vor dem Anstieg auf die Piller Höhe führt die Strecke durch Nauders, eine bereits in römischer Zeit bedeutende Zoll-Ortschaft, die vom gleichnamigen Schloss im Ortszentrum geprägt wird. Im Anschluss geht es für das Fahrerfeld weiter nach Südtirol, wo die Reise quer durch die schönsten Ortschaften der drei Euregio-Gebiete fortgesetzt wird.

„Die Tour of the Alps bringt internationale Aufmerksamkeit in die Region Innsbruck. Der Start mit zwei Etappen bei uns – darunter ein Start und Ziel in Innsbruck – zeigt unsere Stärke als Austragungsort für große Sportevents und stärkt zugleich die touristische Sichtbarkeit und Wertschöpfung der Region“, Peter Paul Mölk, Obmann von Innsbruck Tourismus.

Arco (Italien), 27. Januar, 2026

Die Jubiläumsausgabe der TotA macht in allen drei Hauptstädten der Euregio Station

Am Donnerstag, 13. November wurde in Mailand die Streckenführung der Tour of the Alps 2026 (20. bis 24. April) vorgestellt. Im kommenden Jahr geht die Rundfahrt zum zehnten Mal als grenzüberschreitendes Etappenrennen in den drei Euregio-Gebieten Tirol, Südtirol und Trentino über die Bühne. Die insgesamt 49. Ausgabe der TotA führt vom 20. bis 24. April über fünf Etappen von der Nordtiroler Landeshauptstadt Innsbruck über Trient bis nach Bozen in Südtirol. Auf den fünf Teilstücken warten nicht weniger als 760 Kilometer und 14.620 Höhenmeter – als besonderes Highlight gibt es erstmals auch bei den „Bonus Sprints“ Zeitgutschriften zu holen.

Zehn Jahre ist es her, seit in den drei Euregio-Gebieten Tirol, Südtirol und Trentino beschlossen wurde, aus der verbindenden alpinen Identität Profit zu schlagen und einen gemeinsamen Weg einzuschlagen: So wurde 2016 aus einem Euregio-Abkommen, das den Sport als einendes Element zwischen Menschen und Kulturen verstand, Wirklichkeit – und die Tour of the Alps als moderne Fortsetzung der über 40-jährigen Geschichte des Giro del Trentino aus der Taufe gehoben.

Am Donnerstag, 13. November wurden in Mailand die fünf Etappen der 49. TotA-Ausgabe der breiten Öffentlichkeit präsentiert. Das grenzüberschreitende Etappenrennen wird vom 20. bis 24. April 2026 unter der Schirmherrschaft von Trentino Marketing, IDM Südtirol und Tirol Werbung ausgetragen. Die drei territorialen Körperschaften verfolgen dabei in Zusammenarbeit mit dem Sportmarketing-Unternehmen Infront Sports & Media, das für die Produktion, den TV-Vertrieb sowie die Vermarktung der Veranstaltung verantwortlich ist, ein zentrales Ziel: Die Rundfahrt auch künftig als Symbol für grenzüberschreitende Zusammenarbeit weiterzuentwickeln und dessen internationale Sichtbarkeit laufend zu stärken.

Im vergangenen Jahr generierte die Tour of the Alps einen Medienwert von über 17 Millionen Euro – diese Zahlen belegen einmal mehr, dass sich die Rundfahrt als Radsport-Großveranstaltung auf weltweiter Bühne längst etabliert hat. Ein weiterer Beleg für die wachsende Bedeutung der TotA lieferte die AIOCC-Generalversammlung von 2024, die in Riva del Garda stattfand und damit zum ersten Mal überhaupt in der Geschichte des Radsports auf italienischem Boden veranstaltet wurde.

Ein Jahrzehnt nach seiner Entstehung verkörpert die Tour of the Alps nach wie vor jene Werte, die sie groß gemacht haben. Dazu gehören nicht nur der sportliche Wettkampf auf höchstem Niveau: Leidenschaft, Einsatz, Respekt vor der Natur oder grenzüberschreitende Zusammenarbeit sind nur vier von vielen Werten, die weit über die Welt des Sports hinausgehen und bei allen Beteiligten der Rundfahrt großgeschrieben werden. Für die Macher des Sport Alto Garda ist die TotA mehr als „nur“ ein einfaches Radrennen, das sowohl bei Teilnehmern als auch bei Fans Jahr für Jahr aufs Neue zu überzeugen weiß: Sie ist eine Großveranstaltung, die als Paradebeispiel für die enge Partnerschaft zwischen Tirol, Südtirol und dem Trentino fungiert und gleichzeitig als Labor für Innovation und Zukunftsgeist verstanden werden kann.

Fünf Etappen, 760 Kilometer und 14.620 Höhenmeter, die von der offiziellen Präsentation und dem Start in Innsbruck über Trient bis nach Bozen führen: Das sind die wichtigsten Zahlen der Tour of the Alps 2026, die Behörden, Medien und Vertretern der Branche in Mailand präsentiert wurden. Die TotA-Jubiläumsausgabe macht in allen drei Hauptstädten der Euregio-Gebiete Tirol, Südtirol und Trentino Halt und folgt damit der Logik der ersten Ausgabe von 2017, die der Waliser Geraint Thomas für sich entscheiden konnte. Damals war der unvergessene Michele Scarponi bei der Auftaktetappe in Innsbruck nicht zu schlagen – ein Moment, der bis heute in Erinnerung geblieben ist.

Die kommende Ausgabe des grenzüberschreitenden Etappenrennens beginnt in Nordtirol, genauer gesagt in Innsbruck. Die Tiroler Landeshauptstadt fungiert als Start- und Zielort der ersten Etappe. Das zweite Teilstück startet in Telfs und führt ins Martell nach Südtirol. Am dritten Tag geht’s von Latsch im Vinschgau zum Sitz des TotA-Organisationskomitees nach Arco (Trentino). Nach der Königsetappe von Arco nach Trient an Tag vier, wird die Rundfahrt mit einer kurzen, aber anspruchsvollen Etappe mit Start in Trient und Ziel in Bozen abgeschlossen.

ZWISCHEN TRADITION UND INNOVATION: DIE #TOTA FÜHRT DEN BONUS SPRINT EIN
Bei der Tour of the Alps warten einmal mehr zahlreiche Anstiege auf das Fahrerfeld, von denen sich jedoch keiner über 2.000 Meter Meereshöhe befindet. Auch die beliebte Streckenführung mit kurzen, selektiven Etappen und knappen Transfers zwischen den fünf Teilstücken kommt im kommenden Jahr wieder zum Einsatz. Diese „TotA-Siegesformel“ begeistert schon seit vielen Ausgaben – es verwundert daher wenig, dass an dieser Logik festgehalten wird.

Um die Spannung bei den Etappenfinals weiter zu erhöhen, gibt es im kommenden Jahr erstmals Zwischensprints im letzten Streckenabschnitt, die sogenannten „Bonus Sprints“. Bei diesen Sprints gibt’s Zeitgutschriften für die Gesamtwertung zu holen (6 Sekunden für den Ersten, 4 für den Zweiten und 2 für den Dritten). Punkte für die Punktewertung können hier jedoch nicht gesammelt werden – diese werden weiterhin über die beiden traditionellen Zwischensprints und die Etappenplatzierungen vergeben. Für die Bergwertung bleiben ebenfalls zwei Tageswertungen pro Etappe vorgesehen.

Dass die Tour of the Alps jedes Jahr aufs Neue für reichlich Spektakel sorgt, zeigen die mitreißenden Bilder der letzten Ausgabe, die auch Monate später noch nachhallen: So schnappte 2025 der Australier Michael Storer dem bis dato führenden Thymen Arensman erst in letzter Sekunde das Grüne Trikot noch vor der Nase weg. Ebenso unvergessen sind der grandiose Etappensieg des Italieners Giulio Ciccone in San Lorenzo Dorsino sowie die bärenstarken Auftritte des 18-jährigen Paul Seixas, der in der Alpenregion erstmals ins internationale Rampenlicht rückte. Der französische Jungspund reihte sich damit in die lange Liste von Ausnahmetalenten ein, die bei der TotA ihren großen Durchbruch feierten.

NORDTIROL MACHT DEN AUFTAKT: IN INNSBRUCK UND TELFS GEHT’S GLEICH ZUR SACHE
2026 fällt der Startschuss zum vierten Mal in der Geschichte der Tour of the Alps in Tirol. Nachdem die Rundfahrt zweimal in Kufstein (2017 und 2019) sowie einmal in Rattenberg (2023) gestartet wurde, geht der Auftakt im kommenden Jahr in der Nordtiroler Landeshauptstadt über die Bühne. Bevor die Teilnehmer am Montag, 20. April die erste Etappe in Angriff nehmen, steht in Innsbruck am Sonntag, 19. April die traditionelle Eröffnung des grenzüberschreitenden Etappenrennens auf dem Programm. Die zweite Etappe beginnt ebenfalls in Nordtirol, nämlich in Telfs. Von dort gelangt das Fahrerfeld nach Südtirol.

Die erste Etappe mit Start und Ziel in Innsbruck beginnt mit einem flachen Abschnitt durch das Inntal, gefolgt von einem 24 Kilometer langen Rundkurs, der zweimal zurückgelegt werden muss und den sanften Anstieg zum Mieminger Hochplateau beinhaltet. Nach dem Rundkurs kehrt das Fahrerfeld in Richtung Innsbruck zurück, wo ein zweiter, 18 Kilometer langer Rundkurs mit den Rampen nach Götzens und Axams wartet – letztere Rampe ist Schauplatz eines Zwischensprints mit Zeitgutschriften. Die finalen 20 Kilometer führen zurück ins Stadtzentrum von Innsbruck, wo die Etappe auf dem Rennweg endet – jenem Ort, der bereits bei den Weltmeisterschaften 2018 im Blickpunkt stand.

IN SÜDTIROL RÜCKEN DAS MARTELL UND LATSCH INS RAMPENLICHT
Die zweite Etappe am Dienstag, 21. April beginnt in Telfs in Nordtirol und geht 147,5 Kilometer später in der Südtiroler Gemeinde Martell zu Ende. Nach rund 20 flachen Startkilometern wartet mit der Piller Höhe (9,2 km bei 6 %) die erste Bergwertung der ersten Kategorie. In der Folge führt die Strecke über den Reschenpass (15,8 km bei 3,4 %; dritte Kategorie) hinunter in den Vinschgau, wo der abschließende Anstieg nach Martell (6 km bei 8 %) auf die Fahrer wartet. Die Etappe ist sehr anspruchsvoll – ideal für Kletterer und erste Antritte der Favoriten um den Gesamtsieg.

ARCO UND TRIENT VERSPRECHEN IM TRENTINO JEDE MENGE SPANNUNG
Die dritte Etappe am Mittwoch, 22. April startet in der Vinschger Talsohle und führt von Latsch über 175,1 Kilometer nach Arco ins Trentino. Nach rund 25 flachen Kilometern wartet der Anstieg zum Hofmahdjoch (22,2 km bei 5,7 %), dem höchsten Punkt der TotA 2026. Nach der langen Abfahrt ins Nonstal folgt die zweite Bergwertung des Tages in Andalo (14,4 km bei 5,4 %), ehe es hinunter nach Ponte Arche geht. Das technisch anspruchsvolle Finale führt zuerst über den Passo del Ballino, dann hinunter zum Tennosee und zu einem Rundkurs mit Zwischensprint und Zeitgutschriften in Tenno. Nach dem letzten Anstieg geht es über Riva del Garda flach ins Ziel nach Arco.

Die vierte Etappe am Donnerstag, 23. April über 167,8 Kilometer und 3.900 Höhenmeter von Arco nach Trient gilt völlig zurecht als Königsetappe und führt ausschließlich durch das Trentino. Nach den beiden Anstiegen der ersten Kategorie über den Passo Bordala (14,8 km bei 6,9 %) und den Passo Redebus (12,9 km bei 6,8 %) wartet ein 37 Kilometer langer Rundkurs mit der Rampe nach Brusago, deren erste drei Kilometer zweistellige Steigungswerte aufweisen. Nach dem Rundkurs geht es weiter Richtung Trient, wo ein technisch anspruchsvolles Finish ansteht. Dieses führt zuerst berghoch auf Trients Hausberg Povo (bekannt von der Straßenrad-EM 2021), ehe eine finale Abfahrt ins Stadtzentrum von Trient.


DAS GROßE FINALE STEIGT IN BOZEN

Die fünfte und letzte Etappe am Freitag, 24. April über 128,6 Kilometer mit Start in Trient und Ziel in Bozen verspricht Spannung bis zum Schluss. Das Teilstück beginnt mit dem Anstieg nach Palù di Giovo und verläuft anschließend über die Südtiroler Weinstraße bis nach Kaltern. Dort wartet die Rampe hoch zur „Kalterer Höhe“ (4,4 km bei 6,6 %), ehe das Fahrerfeld rund 50 Kilometer vor dem Ziel erstmals die Ziellinie in Bozen überquert. Im Finale geht es hinauf nach Jenesien, wo ein 19 Kilometer langer Rundkurs mit dem Anstieg nach Nobls (9,2 km bei 6,2 %) zweimal absolviert wird. Abschließend erreicht das Fahrerfeld über eine finale Abfahrt die Landeshauptstadt Bozen, wo schließlich der Sieger der Tour of the Alps 2026 gekürt wird.

Tour of the Alps Etappe 5 + Endstand:

5. Etappe: Lienz – Lienz – 112 Km

1 Prodhomme Nicolas Decathlon AG2R La Mondiale Team 20 02:58:54
2 Seixas Paul Decathlon AG2R La Mondiale Team 15 + 00
3 Herzog Emil Red Bull-BORA-hansgrohe 10 + 29
4 Bouwman Koen Team Jayco-AlUla 5 + 01:08
5 Bais Mattia Team Polti VisitMalta 3 + 01:08
6 Fuglsang Jakob Israel-Premier Tech + 01:08
7 Tarozzi Manuele VF Group-Bardiani CSF-Faizanè + 01:08
8 Storer Michael Tudor Pro Cycling Team + 01:20
9 Arensman Thymen INEOS Grenadiers + 03:04
10 Poole Max Team Picnic PostNL + 03:23
11 Ciccone Giulio Lidl-Trek + 03:23
12 Hindley Jai Red Bull-BORA-hansgrohe + 03:23
13 Caruso Damiano Bahrain Victorious + 03:23
14 Zwiehoff Ben Red Bull-BORA-hansgrohe + 03:23
15 Riccitello Matthew Israel-Premier Tech + 03:23
16 Gee Derek Israel-Premier Tech + 03:23
17 Gall Felix Decathlon AG2R La Mondiale Team + 03:23

Endstand:

1 1 Storer Michael Tudor Pro Cycling Team 19:48:08
2 1 Arensman Thymen INEOS Grenadiers + 01:33
3 Gee Derek Israel-Premier Tech + 04:07

4 Ciccone Giulio Lidl-Trek + 05:09
5 Gall Felix Decathlon AG2R La Mondiale Team + 05:13
6 Caruso Damiano Bahrain Victorious + 05:33
7 1 Poole Max Team Picnic PostNL + 06:06
8 1 Hindley Jai Red Bull-BORA-hansgrohe + 06:09
9 3 Riccitello Matthew Israel-Premier Tech + 06:33
10 3 Bardet Romain Team Picnic PostNL + 06:46
11 Piganzoli Davide Team Polti VisitMalta + 06:59
12 2 Seixas Paul Decathlon AG2R La Mondiale Team + 08:12
13 Double Paul Team Jayco-AlUla + 08:17
14 4 Cepeda Alexander EF Education-EasyPost + 08:20
15 Lopez Juan Pedro Lidl-Trek + 13:03

Tour of the Alps Etappe 4

4. Etappe: Sillian – Obertilliach – 163Km – 3370 HM

1 Arensman Thymen INEOS Grenadiers 20 04:17:04
2 Gee Derek Israel-Premier Tech 15 + 01:18
3 Storer Michael Tudor Pro Cycling Team 10 + 01:23
4 Gall Felix Decathlon AG2R La Mondiale Team 5 + 03:44
5 Ciccone Giulio Lidl-Trek 3 + 03:44
6 Caruso Damiano Bahrain Victorious + 03:44
7 Poole Max Team Picnic PostNL + 04:29
8 Piganzoli Davide Team Polti VisitMalta + 04:35
9 Bardet Romain Team Picnic PostNL + 04:35
10 Cepeda Alexander EF Education-EasyPost + 04:35
11 Riccitello Matthew Israel-Premier Tech + 04:35
12 Hindley Jai Red Bull-BORA-hansgrohe + 04:40
13 Double Paul Team Jayco-AlUla + 04:45
14 Bouwman Koen Team Jayco-AlUla + 05:03
15 Seixas Paul Decathlon AG2R La Mondiale Team + 10:16
16 Covili Luca VF Group-Bardiani CSF-Faizanè + 10:16
17 Lopez Juan Pedro Lidl-Trek + 10:16
18 Dunbar Edward Team Jayco-AlUla + 10:16
19 Bais Mattia Team Polti VisitMalta + 16:04
20 Engelhardt Felix Team Jayco-AlUla + 16:16

Gesamt:

1 11 Arensman Thymen INEOS Grenadiers 16:47:43
2 1 Storer Michael Tudor Pro Cycling Team + 11
3 12 Gee Derek Israel-Premier Tech + 02:15
4 2 Ciccone Giulio Lidl-Trek + 03:17
5 Gall Felix Decathlon AG2R La Mondiale Team + 03:21
6 4 Caruso Damiano Bahrain Victorious + 03:41
7 1 Bardet Romain Team Picnic PostNL + 04:14
8 1 Poole Max Team Picnic PostNL + 04:14
9 5 Hindley Jai Red Bull-BORA-hansgrohe + 04:17
10 2 Cepeda Alexander EF Education-EasyPost + 04:23
11 2 Piganzoli Davide Team Polti VisitMalta + 04:27
12 1 Riccitello Matthew Israel-Premier Tech + 04:41
13 1 Double Paul Team Jayco-AlUla + 05:45
14 11 Seixas Paul Decathlon AG2R La Mondiale Team + 09:49
15 2 Lopez Juan Pedro Lidl-Trek + 10:31
16 3 Dunbar Edward Team Jayco-AlUla + 11:53
17 4 Covili Luca VF Group-Bardiani CSF-Faizanè + 12:25
18 6 Frigo Marco Israel-Premier Tech + 20:44
19 7 Bais Mattia Team Polti VisitMalta + 20:59
20 Prodhomme Nicolas Decathlon AG2R La Mondiale Team + 23:06
21 24 Bouwman Koen Team Jayco-AlUla + 23:40
22 6 Stork Florian Tudor Pro Cycling Team + 25:31

Arensman, was für ein Coup! Etappensieg und Grünes Trikot in Obertilliach

Ein großer Tag für den Radsport auf den Straßen Osttirols: 80 Kilometer Soloflucht des Niederländers von INEOS Grenadiers, der sich sowohl den Etappensieg als auch das Grüne Melinda-Trikot sichert. Hinter ihm: Derek Gee auf Rang zwei. Michael Storer wird nach einer unermüdlichen Solo-Verfolgung Dritter. Nur elf Sekunden trennen den Niederländer und den Australier vor dem großen Showdown in Lienz: 112,2 Kilometer, die wie im Flug vergehen werden, mit dem doppelten Bannberg und dem Anstieg nach Stronach. Das große Finale gibt es live auf Eurosport, ORF und Rai 2.

Radsport in seiner schönsten, authentischsten Form. Am Donnerstag, 24. April, zeigte die Tour of the Alps der Welt ihr bestes, aber auch erbarmungslosestes Gesicht mit einem unvergesslichen Spektakel auf den Straßen zwischen Sillian und Obertilliach. Zahlreiche Anstiege, klug über die Strecke verteilt, prägten den Tag; vor allem aber war es ein Rennen im Zeichen der Härte, des direkten Duells. Ohne Zögern, ohne Taktieren.
Als Sieger ging der Mutigste und zugleich Stärkste des gesamten Feldes hervor: Thymen Arensman (INEOS Grenadiers), der eine atemberaubende Aktion startete – an einem kalten Tag, gezeichnet von Regen auf den letzten Kilometern. Sein Angriff begann 80 Kilometer vor dem Ziel und wurde mit der Entschlossenheit und Stärke eines wahren Champions vollendet. Es ist der erste Etappensieg eines Niederländers in der fast fünfzigjährigen Geschichte der Tour of the Alps (ehemals Giro del Trentino) und zugleich Arensmans erster Erfolg im Trikot von INEOS Grenadiers.

Ein Tag zum Einrahmen für den Niederländer, gekrönt vom Grünen Melinda-Trikot des Gesamtführenden, das er dem kämpferischen Michael Storer entreißen konnte. Der Australier hat es zwar verloren, aber keineswegs kapituliert.
Auch Storers Verteidigung war heroisch: Im Wissen, alles verlieren zu können, warf sich der Fahrer aus Perth am Anstieg nach Anras – 35 Kilometer vor dem Ziel – in die Solo-Verfolgung und ließ die weiteren Klassementfahrer hinter sich. Rang drei in der Etappe und 1:23 Minuten Rückstand auf Arensman reichten nicht, um das Führungstrikot zu verteidigen, aber halten ihn mit Blick auf das große Finale morgen in Lienz voll im Rennen um den Gesamtsieg. Elf Sekunden trennen die beiden in der Gesamtwertung. Mit etwas Glück kann sich Storer in Lienz holen, was ihm bei der #TotA 2022 entglitt, als er auf dem Podium hinter Romain Bardet Zweiter wurde und Arensman Dritter.
Zwischen Arensman und Storer holte sich der Kanadier Derek Gee (Israel Premier-Tech) den zweiten Etappenrang auf 1.446 Metern in Obertilliach und gleichzeitig Rang drei im Gesamtklassement mit 2’15” Rückstand auf Arensman.
Hinter dem dominierenden Trio erreichten Gall, Ciccone und Caruso das Ziel mit 3’44” Rückstand, Poole mit 4’29”, der junge Seixas verlor über zehn Minuten, bezeichnende Abstände, die einen der schönsten, spannendsten und unberechenbarsten Renntage dieses Frühjahrs 2025 illustrieren.

Arensman: „Ein unglaublicher Sieg. Morgen entscheidet der Anstieg nach Stronach.“

„Heute Morgen hatten wir eigentlich geplant, Heiduk in die Fluchtgruppe zu schicken, um einen möglichen Angriff von mir zu unterstützen, aber mit so einem Rennverlauf konnte natürlich niemand rechnen“, erklärte der neue Gesamtführende der Tour of the Alps. „Als die Spitze des Feldes zur Ausreißergruppe aufschloss, bat ich meinen Teamkollegen, weiter das Tempo hochzuhalten, um Druck auf die Konkurrenz auszuüben. Als ich merkte, dass ich noch genug Kraft in den Beinen hatte, entschied ich mich, das Risiko einzugehen und früh zu attackieren. Zwischendurch dachte ich, dass ich zu viel gewagt hatte, dass ich mich zu weit wegbewegt hatte, aber am Ende hat es geklappt. Es war ein unglaublicher Tag.“

„Schon im Winter hatten wir angekündigt, einen aggressiveren Rennstil fahren zu wollen – der ist risikoreicher, aber kann zu großen Ergebnissen führen, wie wir heute gesehen haben. Es ist definitiv anders als in der Vergangenheit, aber es macht mehr Spaß und ist mit Sicherheit spannender für die Zuschauer.“

„Mit dem hohen Tempo, der Kälte und den vielen Anstiegen war das heute ein harter Tag für alle, auch für mich. Und ich erwarte, dass es morgen nicht anders wird. Ich erinnere mich gut an die Etappe 2022, als ich gemeinsam mit Bardet und Storer attackierte.
Michael ist derzeit in Topform, es wird nicht leicht, ihn hinter mir zu halten. Aber es ist Regen angesagt, es wird kalt. Das sind Bedingungen, unter denen ich mich meist recht wohlfühle. Ich glaube, dass beim Anstieg nach Stronach das letzte Wort gesprochen wird.“

„Ich bin stolz, der erste Niederländer zu sein, der eine Etappe der #TotA gewinnen konnte. Morgen werde ich alles daransetzen, unsere Flagge in die Liste der Gesamtsieger zu bringen.“

Felix Gall: „Es war ein unglaublich harter Tag, vor allem wegen der eisigen Kälte. Beim San-Antonio-Pass ist das Rennen komplett auseinandergebrochen. Rückblickend war ich fast froh darüber, denn ich habe so sehr gefroren, dass die höhere Intensität wenigstens ein bisschen Wärme gebracht hat. Jeder hatte heute zu kämpfen. Ich habe zweimal versucht, an Michael Storer dranzubleiben, er war wieder unglaublich stark. Leider konnte ich sein Hinterrad nicht halten. Am Ende ging’s ins Ziel nach Obertilliach, ich habe wirklich alles gegeben und habe mir nichts vorzuwerfen.“

DAS RENNEN

Um 10:50 Uhr erfolgte in Sillian der Start für die Karawane der Tour of the Alps: Zu vermerken ist der Ausstieg des Briten Hugh Carthy. Kaum war die italienisch-österreichische Grenze überquert, setzten sich bei Kilometer 7 sechs Fahrer ab: Jasch (RedBull-BORA-Hansgrohe), Engelhardt (Jayco-AlUla), Heiduk (INEOS Grenadiers), Bouchard (Decathlon-Ag2r), Pietrobon (Polti-VisitMalta) und Zangerle (Team Vorarlberg).

Nach einigen Kilometern des Widerstands ließ das Feld die Ausreißer gewähren, die ihren Vorsprung rasch auf beinahe vier Minuten ausbauen konnten. Doch am Anstieg zum Passo di Sant’Antonio übernahmen zunächst Lidl-Trek und anschließend Bahrain-Victorious das Kommando im Feld und sorgten für ein hohes Tempo, das den Vorsprung der Spitzengruppe dahinschmelzen ließ. In der darauffolgenden Abfahrt fiel Bouchard aus der Gruppe zurück – geplagt von einer Kältekrise, die ihn wenige Kilometer später zum Aufgeben zwang.

Das Rennen begann so richtig am Anstieg zum Kreuzbergpass, ausgelöst durch eine Attacke von Arensman (INEOS Grenadiers), Dunbar (Jayco-AlUla) und Prodhomme (Decathlon-Ag2r). Das Trio übernahm schnell die Führung des Rennens, doch nur wenige Kilometer später reagierten auch Caruso (Bahrain Victorious), Poole (Picnic PostNL), Hindley (RedBull-BORA), Gee (Israel) und Storer (Tudor Pro Cycling).

In der Abfahrt vom Kreuzbergpass fuhr Arensman alleine weiter und gewann auf dem leicht abschüssigen Terrain des Pustertals deutlich an Boden, während sich dahinter das Feld in mehrere Gruppen aufsplitterte. Bouwman, Prodhomme und Gee bildeten mit 1’20“ Rückstand die erste Verfolgergruppe, gefolgt von Herzog, Poole und Zangerle. Das Feld mit dem Träger des Grünen Trikots lag über zwei Minuten zurück.

Am Anstieg nach Anras ließ Gee Bouwman hinter sich und machte einige Sekunden auf Arensman gut. Dahinter reagierte Storer – bereits über drei Minuten zurück – gemeinsam mit Gall und Ciccone, bevor er sich in einem Solo-Versuch daran machte, das Führungstrikot zu verteidigen.

Arensman, Gee und Storer setzten ihren Vorstoß auch am Anstieg nach Tessenbach ungehindert fort, während die anderen Klassementfahrer nicht kontern konnten. Am Fuße des Kartitscher Sattels führte Arensman mit 23 Sekunden Vorsprung auf Gee, 1’58” auf Storer und 3’23” auf die weiteren Klassementfahrer. Die letzte Bergwertung bestätigte die Kräfteverhältnisse: Der Niederländer fuhr solo dem Ziel in Obertilliach entgegen, während Gee, im Finale leicht angeschlagen, es dennoch schaffte, seinen zweiten Platz vor dem heranstürmenden Storer zu verteidigen.

In der Gesamtwertung führt Arensman mit 11 Sekunden Vorsprung auf Storer, 2’15” auf Gee, 3’17” auf Ciccone, 3’21” auf Gall, 3’41” auf Caruso, 4’14” auf Bardet und Poole, 4’17” auf Hindley und 4’23” auf Cepeda. Der Franzose Seixas, die große Überraschung der ersten Renntage, brach dagegen ein: für ihn betrug der Rückstand in Obertilliach mehr als 10 Minuten.

DIE FÜHRUNGSTRIKOTS

Grünes Trikot Melinda – Gesamtwertung: Thymen Arensman (INEOS Grenadiers)
Blaues Trikot Cassa Centrale Banca – Bergwertung: Xavier Pickering (Bahrain Victorious)
Rotes Trikot Würth – Punktewertung: Giulio Ciccone (LIDL-Trek)
Weißes Trikot Forst – Bester Jungprofi: Max Poole (Team Picnic PostNL)
Schwarzes Trikot BAZR – Ausreißer-König: Koen Bouwman (Team Jayco Alula)