Archiv der Kategorie: Tour de France

Tour de France Femmes 2026 Etappen 6-9

6. Etappe: Montbrison – Tournon-sur-Rhône – 153 Km

1 LE COURT PIENAAR Kim MRI AG INSURANCE – SOUDAL TEAM 04:01:48
2 KERBAOL Cedrine FRA EF EDUCATION – OATLY 00:00
3 PIETERSE Puck NED FENIX-PREMIER TECH 00:00
4 VAN DAM Sarah CAN TEAM VISMA | LEASE A BIKE 00:00
5 GERY CÉlia FRA FDJ UNITED-SUEZ 00:00
6 LIPPERT Liane GER MOVISTAR TEAM 00:00
7 LONGO BORGHINI Elisa ITA UAE Team L’IMAD 00:02
8 MARKUS Riejanne NED LIDL – TREK 00:05
9 WLODARCZYK Dominika POL UAE Team L’IMAD 00:28
10 RUEGG Noemi SUI EF EDUCATION – OATLY 00:28

7. Etappe: La Voulte-sur-Rhône – Mont Ventoux – 144 Km

1 NIEWIADOMA-PHINNEY Katarzyna POL CANYON//SRAM 04:22:53
2 VOLLERING Demi NED FDJ UNITED-SUEZ 01:16
3 LONGO BORGHINI Elisa ITA UAE Team L’IMAD 01:42
4 REUSSER Marlen SUI MOVISTAR TEAM 01:46
5 BLASI CAIROL Paula ESP UAE Team L’IMAD 01:48
6 NIEDERMAIER Antonia GER CANYON//SRAM 01:48
7 KERBAOL Cedrine FRA EF EDUCATION – OATLY 02:01
8 WLODARCZYK Dominika POL UAE Team L’IMAD 03:26
9 LE COURT PIENAAR Kim MRI AG INSURANCE – SOUDAL TEAM 03:58
10 HOLMGREN Isabella CAN LIDL – TREK 04:11

8. Etappe: Sisteron – Nice – 175 Km

1 VOLLERING Demi NED FDJ UNITED-SUEZ 04:02:39
2 LONGO BORGHINI Elisa ITA UAE Team L’IMAD 00:17
3 NIEWIADOMA-PHINNEY Katarzyna POL CANYON//SRAM 00:17
4 LE COURT PIENAAR Kim MRI AG INSURANCE – SOUDAL TEAM 00:38
5 KOPECKY Lotte BEL TEAM SD WORX – PROTIME 00:38
6 WLODARCZYK Dominika POL UAE Team L’IMAD 00:38
7 VAN DAM Sarah CAN TEAM VISMA | LEASE A BIKE 00:38
8 RUEGG Noemi SUI EF EDUCATION – OATLY 00:38
9 BLASI CAIROL Paula ESP UAE Team L’IMAD 00:38
10 KERBAOL Cedrine FRA EF EDUCATION – OATLY 00:38

9. Etappe: Nice – Nice – 99 Km

1 VOLLERING Demi NED LIV-ALULA-JAYCO 02:44:43
2 BLASI CAIROL Paula ESP ST MICHEL – PREFERENCE HOME – AUBER93 01:04
3 NIEWIADOMA-PHINNEY Katarzyna POL VOLKERWESSELS CYCLING TEAM 01:04
4 FISHER-BLACK Niamh NZL CANYON//SRAM 01:04
5 NIEDERMAIER Antonia GER EF EDUCATION – OATLY 01:06
6 HOLMGREN Isabella CAN TEAM SD WORX – PROTIME 01:08
7 LONGO BORGHINI Elisa ITA TEAM VISMA | LEASE A BIKE 01:04
8 DE VRIES Femke NED LOTTO INTERMARCHE LADIES 01:57
9 WLODARCZYK Dominika POL COFIDIS WOMEN TEAM 01:57
10 KERBAOL Cedrine FRA EF EDUCATION – OATLY 01:57

Endstand:

1 VOLLERING Demi NED FDJ UNITED-SUEZ 30:54:51
2 NIEWIADOMA-PHINNEY Katarzyna POL CANYON//SRAM 01:18
3 LONGO BORGHINI Elisa ITA UAE Team L’IMAD 04:19
4 NIEDERMAIER Antonia GER CANYON//SRAM 05:10
5 BLASI CAIROL Paula ESP UAE Team L’IMAD 06:13
6 KERBAOL Cedrine FRA EF EDUCATION – OATLY 06:41
7 WLODARCZYK Dominika POL UAE Team L’IMAD 07:53
8 HOLMGREN Isabella CAN LIDL – TREK 09:12
9 LE COURT PIENAAR Kim MRI AG INSURANCE – SOUDAL TEAM 14:04
10 FISHER-BLACK Niamh NZL LIDL – TREK 15:14
11 VINKE Nienke NED TEAM SD WORX – PROTIME 22:56
12 DE VRIES Femke NED TEAM VISMA | LEASE A BIKE 24:08
13 DE JONG Thalita NED HUMAN POWERED HEALTH 24:41
14 REUSSER Marlen SUI MOVISTAR TEAM 25:57
15 BERTHET Juliette FRA FDJ UNITED-SUEZ 28:12

Demi Vollering gewinnt die Tour de France zum zweiten Mal – Marlen Reusser verliert am letzten Tag ihren Podestplatz

Eine packende fünfte Ausgabe der Tour de France Femmes geht am Sonntag mit einem Triumph der Nummer 1 der Welt zu Ende. Die Niederländerin gewinnt in Nizza solo mit ihrem dritten Etappensieg.

Demi Vollering gewinnt zum zweiten Mal nach 2023 die Tour de France. Es ist ihr 14. Sieg in diesem Jahr.

Am Ende waren alle Rechenspiele, alle Eventualitäten mit Bonussekunden oder Diskussionen um Hundertstelsekunden Makulatur. Demi Vollering liess ihrer letzten verbliebenen Konkurrentin Kasia Niewiadoma-Phinney am Sonntag keine Chance, distanzierte sie am letzten Anstieg über Nizza und fuhr solo ins Ziel, ihrem zweiten Gesamtsieg an der Tour de France Femmes entgegen. Bloss acht Sekunden hatte die Profi-Radfahrerin vor der Etappe vor der Polin gelegen, am Ende waren es deutliche 1:18 Minuten.

Damit gewinnt die Nummer 1 der Welt, die das nächste Kapitel einer überragenden Saison schreibt: Der Etappen- und Gesamtsieg in Nizza waren ihre Erfolge 13 und 14 in diesem Jahr. Das Palmarès ist vor allem Ausdruck ihrer Vielseitigkeit; neben dem Giro d’Italia gewann sie auch die Classiques Flandernrundfahrt oder Lüttich–Bastogne–Lüttich.

Die härteste und längste Tour de France Femmes seit Beginn der Neuauflage 2022 bot Spektakel von der ersten Etappe in Lausanne bis zur letzten in Nizza. Und am Ende auch einiges an Dramatik: Niewiadoma, die am Freitag am Mont Ventoux mit einer überragenden Fahrt die Führung übernommen hatte, fühlte sich am Samstag von einer Teamkollegin Vollerings nach einer Kurve eingeklemmt – sie verlor an dem Tag Zeit und das gelbe Trikot.
Die Tour soll weiter wachsen, aber langsam

Das Duell zwischen den beiden hat eine Vorgeschichte. Schon 2024 entschieden Sekunden über den Gesamtsieg an der Tour; damals gewann Vollering die Königsetappe auf der Alpe d’Huez, es fehlten ihr am Ende aber vier Sekunden für den Gesamtsieg.

Diesmal aber zeigte Vollering mit ihrem Antritt auf der letzten Etappe, dass über die ganzen neun Tage gesehen die stärkste und aktivste Fahrerin gewonnen hat. Sie attackierte von der ersten Etappe an bei jeder Gelegenheit, fuhr ein sehr gutes Zeitfahren, holte drei Etappensiege; einzig beim Teilstück zum Mont Ventoux ärgerte sie sich darüber, das Loch nicht sofort zugefahren zu haben, als Niewiadoma angriff.

Es wird interessant sein zu sehen, wie sich die drei Grands Tours der Frauen künftig weiterentwickeln. Die Organisatoren der Tour de France überlegen sich, das Rennen weiter auszubauen. Es soll aber langsam wachsen – nicht nur, weil die Tour zuerst am Fernsehen und bei Sponsoren ihren Platz finden muss, ihr Publikum, was innerhalb der ersten fünf Ausgaben ausgezeichnet funktioniert hat.

Sondern auch, weil es nicht nur eine Spitze braucht, die Weltklasseleistungen garantiert, sondern auch ein genug grosses Feld von Fahrerinnen, die das Niveau für ein solches Rennen haben, nachdem die Entwicklung des Frauen-Radsports jahrelang nur schleichend vorangeschritten is. Die rasanten Verbesserungen rissen das Feld auseinander; noch bei den ersten Austragungen gab es Teams und Fahrerinnen, die schon zu Beginn überfordert waren. Nun aber, wo die besten Fahrerinnen Stars sind und grosse Summen verdienen, verlangen die Teams und ihre Sponsoren nach mehr Renntagen und damit nach mehr Sichtbarkeit.

Für die Tour de France war die diesjährige packende Ausgabe beste Werbung. Vielleicht mit Ausnahme davon, dass die einheimische Vorjahressiegerin Pauline Ferrand-Prévot keine Chance hatte und nach sieben Etappen aus gesundheitlichen Gründen aufgab.

Auf bittere Weise erlebte auch Marlen Reusser, dass eine Streckenführung und eine Konkurrenz wie an dieser Tour nichts verzeihen. Die Schweizerin visierte erstmals den Gesamtsieg an.

Und lange lief dieses Jahr vieles für sie: Sie dominierte das Zeitfahren am Dienstag und schuf sich so ein Polster, trug drei Tage lang das gelbe Trikot der Gesamtführenden. In der Mittwochsetappe im Stil einer Classique lieferte sie sich einen Schlagabtausch mit Vollering und Niewiadoma. Und auf der Königsetappe am Freitag auf den Mont Ventoux bewies sie, dass sie mittlerweile zu den weltbesten Kletterinnen gehört, auch wenn sie sich am Ende über die Fahrweise von sich und Vollering ärgerte und das Leadertrikot abgeben musste.

Doch von den Strapazen am berüchtigten Berg erholte sie sich nicht schnell genug. In der Etappe vom Samstag, als Vollering nochmals Zeit herausholte, hatte sie «die schlechtesten Beine meines Lebens», wie sie nach der Etappe sagte. «Ich habe schon früh gemerkt, dass sie sehr leer sind und sehr weh tun.»

Das sah am Sonntag nicht anders aus. Bereits bei der zweiten von vier Befahrungen des Col d’Èze bei Nizza verlor sie den Anschluss – und stürzte in der Abfahrt auch noch. Sie fuhr das Rennen zwar fertig, verlor aber ihren Podestplatz an die Italienerin Elisa Longo Borghini, auf die sie vor der Etappe noch knapp zwei Minuten Vorsprung gehabt hatte.

Ein herber Schlag für die 34-Jährige, die vom ersten Tour-Podium träumte. Es hätte der Höhepunkt einer schwierigen Saison werden sollen, in der sie mehrmals wegen Stürzen und Verletzungen zurückgeworfen wurde. Nach ihrem dritten Sieg an der Tour de Suisse fühlte sie sich auf gutem Weg. Noch kann sie die Saison aber mit einem grossen Sieg abschliessen. Ende September an den Weltmeisterschaften in Montreal tritt sie im Zeitfahren als Titelhalterin an – und will im Strassenrennen um Gold kämpfen.

Und die Tour-Siegerin Demi Vollering? Sie hat bereits am Samstag den nächsten Renntermin – in ihrer Wahlheimat Schweiz, am Zuricrit.

Tour de France Femmes 2026 Etappen 1-5

1. Etappe: Lausanne – Lausanne – 137 Km

1 WIEBES Lorena NED TEAM SD WORX – PROTIME 03:29:11
2 LE COURT PIENAAR Kim MRI AG INSURANCE – SOUDAL TEAM 00:00
3 VOLLERING Demi NED FDJ UNITED-SUEZ 00:00
4 PIETERSE Puck NED FENIX-PREMIER TECH 00:00
5 RUEGG Noemi SUI EF EDUCATION – OATLY 00:00
6 LONGO BORGHINI Elisa ITA UAE Team L’IMAD 00:00
7 NIEWIADOMA-PHINNEY Katarzyna POL CANYON//SRAM 00:00
8 FERRAND PREVOT Pauline FRA TEAM VISMA | LEASE A BIKE 00:00
9 KERBAOL Cedrine FRA EF EDUCATION – OATLY 00:00
10 REUSSER Marlen SUI MOVISTAR TEAM 00:00

2. Etappe: Aigle – Genève – 149 Km

1 WIEBES Lorena NED TEAM SD WORX – PROTIME 03:42:08
2 BALSAMO Elisa ITA LIDL – TREK 00:00
3 VOS Marianne NED TEAM VISMA | LEASE A BIKE 00:00
4 BOSSUYT Shari BEL AG INSURANCE – SOUDAL TEAM 00:00
5 PATERNOSTER Letizia ITA LIV-ALULA-JAYCO 00:00
6 NELSON Josie GBR Team Picnic PostNL 00:00
7 BACKSTEDT Zoe Jane GBR CANYON//SRAM 00:00
8 RUEGG Noemi SUI EF EDUCATION – OATLY 00:00
9 MUL Malwina POL COFIDIS WOMEN TEAM 00:00
10 RIEDMANN Linda GER LOTTO INTERMARCHE LADIES 00:00

3. Etappe: Genève – Poligny – 157 Km

1 Haugset Sigrid Ytterhus Uno-X Mobility 210 04:05:59
2 Kopecky Lotte Team SD Worx-Protime 150 + 01:24
3 Vos Marianne Team Visma | Lease a Bike 110 + 02:48
4 Ostolaza Usoa Laboral Kutxa-Fundacion Euskadi 90 + 02:48
5 Le Court Kim AG Insurance-Soudal Team 70 + 02:48
6 Rüegg Noemi EF Education-Oatly 55 + 02:48
7 Gery Célia FDJ United-SUEZ 45 + 02:48
8 Kerbaol Cédrine EF Education-Oatly 40 + 02:48
9 Mul Malwina Cofidis Women Team 35 + 02:48
10 Trinca Colonel Monica Liv AlUla Jayco + 02:48

4. Etappe: Gevrey-Chambertin – Dijon – ITT – 21 Km


Plomi Foto

1 REUSSER Marlen SUI MOVISTAR TEAM 00:27:31
2 NOOIJEN Lieke NED TEAM VISMA | LEASE A BIKE 00:03
3 VOLLERING Demi NED FDJ UNITED-SUEZ 00:17
4 BACKSTEDT Zoe Jane GBR CANYON//SRAM 00:19
5 BREDEWOLD Mischa NED TEAM SD WORX – PROTIME 00:45
6 FAULKNER Kristen USA EF EDUCATION – OATLY 00:54
7 KERBAOL Cedrine FRA EF EDUCATION – OATLY 00:54
8 MARKUS Riejanne NED LIDL – TREK 00:54
9 CLAES Lotte BEL FENIX-PREMIER TECH 01:00
10 LONGO BORGHINI Elisa ITA UAE Team L’IMAD 01:02
11 BLASI CAIROL Paula ESP UAE Team L’IMAD 01:04
12 COUZENS Millie GBR FENIX-PREMIER TECH 01:08
13 NIEWIADOMA-PHINNEY Katarzyna POL CANYON//SRAM 01:08
14 VAN DER BREGGEN Anna NED TEAM SD WORX – PROTIME 01:09
15 DE VRIES Femke NED TEAM VISMA | LEASE A BIKE 01:16

5. Etappe: Mâcon – Belleville-en-Beaujolais – 140 Km

1 Vollering Demi FDJ United-SUEZ 03:53:54
2 Reusser Marlen Movistar Team + 00
3 Niewiadoma-Phinney Katarzyna CANYON//SRAM + 00
4 Wlodarczyk Dominika UAE Team L’IMAD + 45
5 Holmgren Isabella Lidl-Trek + 45
6 Niedermaier Antonia CANYON//SRAM + 45
7 Vinke Nienke Team SD Worx-Protime + 01:12
8 de Vries Femke Team Visma | Lease a Bike + 01:12
9 de Jong Thalita Human Powered Health + 01:12
10 Fisher-Black Niamh Lidl-Trek + 01:15

Gesamt:

1 Reusser Marlen Movistar Team 15:41:18
2 Vollering Demi FDJ United-SUEZ + 12
3 Niewiadoma-Phinney Katarzyna CANYON//SRAM + 01:17
4 Niedermaier Antonia CANYON//SRAM + 02:40
5 Wlodarczyk Dominika UAE Team L’IMAD + 02:54
6 Longo Borghini Elisa UAE Team L’IMAD + 02:58
7 Holmgren Isabella Lidl-Trek + 03:05
8 de Vries Femke Team Visma | Lease a Bike + 03:11
9 Kerbaol Cédrine EF Education-Oatly + 03:41
10 Blasi Paula UAE Team L’IMAD + 03:51

Bewerbung für den Grand Départ 2029 in Deutschland an die A.S.O. übergeben

Berlin, 29. Juli 2026. German Cycling e.V. hat die deutsche Bewerbung für den Grand Départ der Tour de France 2029 offiziell an die Amaury Sport Organisation (A.S.O.) übergeben. Mit Unterstützung des Bundes sowie der Länder Berlin, Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen soll der Auftakt der Tour de France im Jubiläumsjahr 2029 – 40 Jahre nach der Friedlichen Revolution und dem Fall der Berliner Mauer – nach Berlin und Mitteldeutschland geholt werden.

Anlässlich der offiziellen Übergabe des Bid Books kamen im Jakob-Kaiser-Haus des Deutschen Bundestages hochrangige Vertreterinnen und Vertreter aus Politik, Sport, Wirtschaft und Diplomatie aus Deutschland und Frankreich mit A.S.O.-Generaldirektor Yann Le Moënner und Tour-de-France-Direktor Christian Prudhomme zusammen.

Die Bewerbung steht im Zeichen des 40. Jahrestags der Friedlichen Revolution und des Falls der Berliner Mauer. Sie verbindet die Geschichte der deutschen Einheit mit der deutsch-französischen Freundschaft und bietet die Möglichkeit, diese historische Verbindung international erlebbar zu machen sowie nachhaltige Impulse für Tourismus, Wirtschaft, Gesellschaft und den Radsport in den beteiligten Regionen zu setzen.

Initiiert und erarbeitet wurde die Bewerbung von Grand Départ Allemagne e.V. unter Mitwirkung der Länder Berlin, Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen. Als offizieller Träger hat German Cycling e.V. sie bei der Amaury Sport Organisation (A.S.O.) eingereicht.

Elisabeth Kaiser, Staatsministerin und Beauftragte der Bundesregierung für Ostdeutschland, erklärte: „Das Jahr 2029 markiert den 40. Jahrestag der Friedlichen Revolution, ein bedeutendes Jubiläum für ganz Deutschland. Die Aufbauleistung der Menschen in Ostdeutschland seit 1989 ist beeindruckend und verdient Aufmerksamkeit und Anerkennung. Es ist an der Zeit, selbstbewusst über diese Erfolgsgeschichte zu sprechen. Der Grand Départ der Tour de France würde diese Botschaft auf die große internationale Bühne tragen und die Leistungen der Ostdeutschen einem Milliardenpublikum eines der weltweit bedeutendsten Sportereignisse sichtbar machen. Als Ostbeauftragte der Bundesregierung unterstütze ich die Bewerbung ausdrücklich.“

Bernd Dankowski, Präsident von German Cycling, sagte: „Die heutige Übergabe zeigt, was die enge Zusammenarbeit von Politik, Regionen und organisiertem Radsport bewirken kann. Ein Grand Départ 2029 bietet die Chance, den Radsport in Deutschland nachhaltig zu stärken – durch internationale Sichtbarkeit, neue Impulse für unsere Vereine und die langfristige Förderung kommender Generationen.“

Rudolf Scharping, Ehrenpräsident von German Cycling und Vorstand des Grand Départ Allemagne e.V., erläuterte: „Ein Grand Départ 2029 wäre weit mehr als ein Sportereignis. Er bietet die Chance, den Menschen zu danken, die den Weg zu Freiheit und deutscher Einheit geebnet haben, und zugleich die große Radsporttradition insbesondere in Ostdeutschland zu würdigen. Diese Verbindung aus Geschichte, Begeisterung und Zukunft macht unsere Bewerbung besonders.“

Christian Prudhomme, Direktor der Tour de France, erklärte:

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„Die Tour de France ist weit mehr als ein Sportereignis. Sie macht Landschaften, Kultur und Geschichte sichtbar, verbindet Menschen und gibt Regionen die Möglichkeit, sich der Welt zu präsentieren. Vierzig Jahre nach dem Fall der Berliner Mauer hätte ein Grand Départ in Berlin und Mitteldeutschland eine außergewöhnliche historische und symbolische Bedeutung – für Deutschland, für Europa und für die deutsch-französische Freundschaft.“

Tour de France: Näher an Gelb als je zuvor

Die Tour de France 2026 geht als bisher erfolgreichste in die Geschichte von Red Bull – BORA – hansgrohe ein. Sie hat gezeigt, dass der Weg an die Spitze kein Traum mehr ist.
Von: RBH

Mutig denken, große Ziele haben: Das ist seit jeher das Credo von Ralph Denk, Teamgründer und CEO von Red Bull – BORA – hansgrohe. Die Tour de France 2026 hat das einmal mehr unter Beweis gestellt. Zwei Etappensiege, vor allem aber auch Platz zwei in der Gesamtwertung mit Remco Evenepoel sind das Resultat dieser Tour.
Ralph Denk


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„Wir haben uns in den letzten Jahren vom siebten auf den fünften, vierten, dritten und nun zweiten Platz vorgearbeitet. Letztendlich war es eine großartige Tour für uns und ein weiterer wichtiger Schritt nach vorne“, sagte Ralph. „Meinen Traum habe ich mir aber noch nicht verwirklicht.“
Diesen Traum, der schon existierte, als er 2010 mit Team NetApp den Grundstein für das heutige Red Bull – BORA – hansgrohe legte. „Mein Traum ist es, in Paris in Gelb anzukommen. Wir kommen dem näher, aber wir sind noch nicht ganz da. Das ist es, was mir Energie gibt und das gesamte Projekt weiter vorantreibt.“
Veränderungen aus dem vergangenen Herbst greifen
Allen ist klar: Solange der beste Fahrer der vergangenen 50 Jahre – vielleicht sogar aller Zeiten – auf seinem Höhepunkt ist, bleibt der letzte Schritt eine Mammutaufgabe. „Im Moment ist es mit Tadej Pogačar noch ein weiter Weg. Er spielt in einer anderen Liga“, weiß auch Ralph. „Aber wir müssen auf den Moment vorbereitet sein, in dem er nicht in Bestform ist. Wir können uns nur bestmöglich vorbereiten, dann das Rennen fahren und sehen, was passiert.“

Es war eine großartige Tour für uns und ein weiterer wichtiger Schritt nach vorne.
Ralph Denk

Wie schnell auch ein Sturz alle Pläne durchkreuzen kann, mussten dieses Mal gleich zwei Tour-Podiumsfahrer aus dem Vorjahr erleben, neben Jonas Vingegaard auch einer aus dem eigenen Stall. „Ich bin immer noch traurig wegen Florian, denn ich bin fest davon überzeugt, dass er eine große Bereicherung gewesen wäre, besonders am letzten Wochenende.“
Davon unberührt bleibt dennoch ein ausschlaggebender Punkt, den auch Ralph sieht: „Seit den Veränderungen, die wir im letzten Herbst vorgenommen haben, haben wir uns in einigen Bereichen nochmal verbessert.“

Alle Herausforderungen gemeistert
Selbst Teil dieser Veränderungen war Zak Dempster. Vor vielen Jahren bereits als Profi im Team, ist er mittlerweile als Chief of Sports Teil des Managements. Und auch er sagt: „Ich denke, es war eine Tour, in der wir echte Fortschritte gemacht und im Laufe des Rennens an Schwung gewonnen haben. Jetzt kann jeder sehen, dass wir von mehr träumen können. Es ist nicht mehr nur eine Idee oder etwas, das in weiter Ferne liegt – es ist etwas, das wir wirklich anstreben können.“
Zak Dempster

Mehr meint in diesem Fall das, was auch der große Traum von Ralph vorsieht. „Diese Tour hat gezeigt, dass wir ernsthaft davon träumen können, dieses Rennen eines Tages zu gewinnen. Wir alle glauben, dass wir das Know-how, die Fahrer und die Ressourcen haben, um echte Anwärter zu sein“, sagt Zak.

Eine der großen Lehren aus dieser Tour, die künftige Grand Tours beeinflussen kann: der Umgang mit den Herausforderungen, die das Team zu meistern hatte – „und wir hatten unterwegs jede Menge Challenges. Nicht nur im Rennen selbst, sondern auch als Team. Was mich am meisten beeindruckt hat, war, wie schnell wir wieder zusammenfinden, uns abstimmen und gemeinsam vorankommen konnten. Das hat diese Tour für uns wirklich geprägt. Wir haben ein echtes Team gesehen, und darauf werden wir aufbauen.“

Red Bull – BORA – hansgrohe beendet erfolgreichste Tour de France der Teamgeschichte

Die 13. Teilnahme an der Tour de France wird in die Geschichte von Red Bull – BORA – hansgrohe eingehen. Mit zwei Tagessiegen und Platz zwei in der Gesamtwertung steht nach 21 Etappen in Paris für die Mannschaft die bis dato erfolgreichste Frankreichrundfahrt überhaupt zu Buche. Erfolgsgarant war dabei Remco Evenepoel, der unterstützt von einer starken Gruppe um sich herum sowohl Bestmarken für sich selbst als auch das Team aufstellte.

Erstmals in seiner Karriere beendete Remco die Tour als Zweiter, wobei er sich als äußerst konstant erwies. Neben seinen beiden Siegen auf den Etappen 15 und 16 rund um den zweiten Ruhetag, zunächst bei der Bergankunft am Plateau de Solaison und danach im Zeitfahren, fuhr der Belgier auf drei weiteren Teilstücken unter die Top 3. An 14 von 21 Renntagen rangierte er in der Gesamtwertung auf dem Podium.

Und auch für Red Bull – BORA – hansgrohe ist Platz zwei in der Endabrechnung ein Novum. Damit toppte Remco noch einmal das Ergebnis aus dem Vorjahr, als Florian Lipowitz neben dem Weißen Trikot des besten Nachwuchsfahrers auch Rang drei in der Gesamtwertung mit nach Hause nahm. Umso bemerkenswerter ist dieses Resultat, weil das Team den Schlussakt der Rundfahrt ohne seinen zweiten Gesamtklassementfahrer bestreiten musste.


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Die Entwicklung der jüngeren Tour-Vergangenheit zeigt dabei eine klare Tendenz. Nach Platz vier 2019 durch Emanuel Buchmann, den beiden Fünften Wilco Keldermann und Aleksandr Vlasov 2021 und 2022 sowie dem ersten Podium im Vorjahr ist das Ergebnis der Tour de France 2026 nun der nächste Meilenstein in der Entwicklung des Teams. Es unterstreicht, dass Red Bull – BORA – hansgrohe auf dem richtigen Weg ist und sich im Kreis der erfolgreichsten Grand-Tour-Mannschaften etabliert hat.
„Ich kam mit einem klaren Ziel zur Tour: eine Etappe gewinnen und die Gesamtwertung auf dem Podium beenden. Das hat funktioniert, es sind sogar zwei Etappen geworden. Ich bin sehr glücklich mit dem, was wir als Team erreicht haben. Und es zeigt, dass ich meine Karriereziel, alle drei Grand Tours zu gewinnen, noch nicht beerdigen muss.“
— Remco Evenepoel

„Die Gesamtwertung ist das, was die Tour ausmacht. Da sind wir Zweiter geworden und das ist ein Riesenerfolg. Vielleicht lässt sich das in den nächsten Jahren noch steigern – es bleibt mein Traum, in Paris auch mal in Gelb einzufahren. Die Grand Tours sind auf jeden Fall die Rennen, auf die wir uns weiter konzentrieren wollen.
Davon abgesehen hat das Team gerade auf der vorletzten Etappe nochmal gezeigt, dass wir uns nicht mit dem zufrieden geben, was wir schon haben, sondern den Drang haben zu gewinnen. Das ist das, was ich unter attraktivem Radsport verstehe.“
— Ralph Denk, CEO

113. Tour de France – 21. Etappe: Paris Champs-Élysées – Paris Champs-Élysées – 89 Km

Mathieu van der Poel rettet sich vor Sprintern


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Mathieu van der Poel (Alpecin) gewann auf der Champs-Élysées die abschließende 21. Etappe der Tour de France 2026. Der 31-jährige Niederländer setzte sich mit Tadej Pogacar (UAE) an der letzten von 3 Montmartre-Passagen 11 Kilometer vorm Ziel ab. Als sich das Verfolgerfeld von hinten näherte, fand van der Poel einen halben Kilometer vor der Linie irgendwo noch einen Raketenschub. Die Sprinter zogen an Pogacar vorbei – mit van der Poels Teamkollegen Jasper Philipsen an der Spitze.

Philipsen überholte Mads Pedersen (Lidl) und kam noch unter eine Radlänge an van der Poel heran. Da hob Philipsen den Zeigefinger in der Höhe, um den Doppelerfolg zu zelebrieren. Van der Poel war für jeden Jubel zu erschöpft, es ist unglaublich, wie sehr er über sein Limit gehen kann. Hinter Pedersen kamen Kanter (XDS) und Kooij (Decathlon) auf den 4. und 5. Platz. Damit entwickelte sich ein Krimi auf den letzten Metern der Tour de France 2026 um Etappensieg in Paris.

Ergebnis
1. Mathieu van der Poel (NED) – Alpecin-Premier Tech 1:58:49

2. Jasper Philipsen (BEL) – Alpecin-Premier Tech
3. Mads Pedersen (DEN) – Lidl-Trek
4. Max Kanter (GER) – XDS-Astana
5. Olav Kooij (NED) – Decathlon-CMA CGM
6. Matej Mohoric (SLO) – Bahrain Victorious
7. Rick Pluimers (NED) – Tudor
8. Anthony Turgis (FRA) – Totalenergies
9. Milan Fretin (BEL) – Cofidis alle
10. Clément Russo (FRA) – Groupama-FDJ
11. Biniam Girmay (ERI) – NSN
12. Jasper Stuyven (BEL) – Soudal-Quick Step gleiche
13. Michael Matthews (AUS) – Jayco-Alula
14. Filippo Ganna (ITA) – Netcompany-Ineos
15. Huub Artz (NED) – Lotto-Intermarché Zeit
– 158 Fahrer klassiert.

Die Zeit wurde jedoch schon vor den 3 Montmartre-Runden genommen. Damit stand der 5. Gesamtsieg durch Tadej Pogacar fest, und der 27-jährige Slowene zu den Rekordsiegern Anquetil, Merckx, Hinault und Indurain auf. Armstrong hatte danach sogar auf 7 erhöht, bekam wegen Dopings aber alle Gesamtsiege gestrichen. So jung wie Pogacar war beim 5. Gesamtsieg noch niemand. Der finale Vorsprung vor Evenepoel (Red Bull) betrug 6:26 Minuten.


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Endklassement der Tour de France 2026
1. Tadej Pogacar (SLO) – UAE-XRG 73:56:26
2. Remco Evenepoel (BEL) – Red Bull-Bora +6:26

3. Isaac del Toro (MEX) – UAE-XRG +9:42
4. Paul Seixas (FRA) – Decathlon-CMA CGM +11:56
5. Lenny Martinez (FRA) – Bahrain Victorious +13:02
6. Mattias Skjelmose (DEN) – Lidl-Trek +14:59
7. Juan Ayuso (ESP) – Lidl-Trek +17:48
8. Richard Carapaz (ECU) – EF Education-Easypost +20:00
9. Tom Pidcock (GBR) – Q36.5 Pinarello +29:28
10. Jordan Jegat (FRA) – Totalenergies +33:21
11. Yannis Voisard (SUI) – Tudor +38:02
12. Tobias Johannessen (NOR) – Uno-X +56:37
13. Sepp Kuss (USA) – Visma-Lease a Bike +1:02:23
14. Davide Piganzoli (ITA) – Visma-Lease a Bike +1:03:43
15. Jai Hindley (AUS) – Red Bull-Bora +1:23:28
16. Nicolas Prodhomme (FRA) – Decathlon-CMA CGM +1:25:01
17. Tiesj Benoot (BEL) – Decathlon-CMA CGM +1:32:56
18. Quinn Simmons (USA) – Lidl-Trek +1:35:38
19. Sean Quinn (USA) – EF Education-Easypost +1:47:05
20. Egan Bernal (COL) – Netcompany-Ineos +1:47:58
21. Adam Yates (GBR) – UAE-XRG +1:51:59
22. Thymen Arensman (NED) – Netcompany-Ineos +2:02:42
23. Carlos Verona (ESP) – Lidl-Trek +2:05:22
24. Matthew Riccitello (USA) – Decathlon-CMA CGM +2:11:09
25. Derek Gee-West (CAN) – Lidl-Trek +2:12:59
…
158. Cees Bol (NED) – Decathlon-CMA CGM +6:22:08
– 184 Teilnehmer, davon 158 klassiert.

Grünes Trikot
1. Mads Pedersen (DEN) – Lidl-Trek 559 p.

2. Jasper Philipsen (BEL) – Alpecin-Deceuninck 475
3. Biniam Girmay (ERI) – NSN 367
4. Max Kanter (GER) – XDS-Astana 289
5. Olav Kooij (NED) – Decathlon-CMA CGM 246
6. Tadej Pogacar (SLO) – UAE-XRG 198
7. Søren Wærenskjold (NOR) – Uno-X 159
8. Remco Evenepoel (BEL) – Red Bull-Bora 157
9. Isaac del Toro (MEX) – UAE-XRG 143
10. Anthony Turgis (FRA) – Totalenergies 139

Bergtrikot (weiß mit roten Punkten)
1. Richard Carapaz (ECU) – EF Education-Easypost 156 p.

2. Tadej Pogacar (SLO) – UAE-XRG 100
3. Valen. Paret-Peintre (FRA) – Soudal-Quick Step 99
4. Sepp Kuss (USA) – Visma-Lease a Bike 55
5. Remco Evenepoel (BEL) – Red-Bull Bora 50
6. Lenny Martinez (FRA) – Bahrain Victorious 41
7. Isaac del Toro (MEX) – UAE-XRG 40
8. Paul Seixas (FRA) – Decathlon-CMA CGM 36
9. Tobias Johannessen (NOR) – Uno-X 29
10. Jai Hindley (AUS) – Red Bull-Bora 28

Jungprofi-Wertung (weißes Trikot)
1. Isaac del Toro (MEX) – UAE-XRG 74:06:08

2. Paul Seixas (FRA) – Decathlon-CMA CGM +2:14
3. Lenny Martinez (FRA) – Bahrain Victorious +3:20
4. Juan Ayuso (ESP) – Lidl-Trek +8:06
5. Davide Piganzoli (ITA) – Visma-Lease a Bike +54:01
6. Quinn Simmons (USA) – Lidl-Trek +1:25:46
7. Matthew Riccitello (USA) – Decathlon-CMA CGM +2:01:27
8. Pablo Castrillo (ESP) – Movistar +2:22:01
9. Raul Garcia Pierna (ESP) – Movistar +2:42:50
10. Kévin Vauquelin (FRA) – Netcompany-Ineos +2:51:35

Teamwertung
1. Lidl-Trek 224:57:43
2. UAE-XRG +36:57
3. Red Bull-Bora-Hansgrohe +1:06:22

4. Decathlon-CMA CGM +1:47:44
5. Visma Lease a Bike +2:18:03

Als kämpferischster Fahrer der gesamten Tour de France 2026 wurde per Jury-Entscheid Richard Carapaz (EF) ausgezeichnet, als bester Teamfahrer mehr als verdient Quinn Simmons.

#5: Pogacar wie gewohnt unfassbar überlegen

Tadej Pogacar (UAE) stieg bei der Tour de France 2026 in den Club der 5-fach-Rekordsieger auf. Der 27-jährige Slowene präsentierte sich wie gewohnt unfassbar überlegen. Auf einer frühen Pyrenäen-Etappe versenkte er mit einem 43-Kilometer Solo bereits die Konkurrenz und setzte unter anderem in Alpe d’Huez mit einem Triumph in Rekordzeit noch einen drauf. Remco Evenepoel (Red Bull) fuhr auf den 2. Gesamtplatz 6:26 Minuten hinter Pogacar. Aufs Podest kam außerdem Pogacars Teamkollege Isaac del Toro.

Die meisten Etappensiege gingen natürlich auch an Pogacar, der 5-mal zuerst über die Ziellinie fuhr. Dabei verschenkte er sogar noch weitere Siegchancen zugunsten von del Toro. Unter den Sprinter war Tim Merlier (Soudal) 3-mal erfolgreich. Das Grüne Trikot ging aber an Mads Pedersen (Lidl), der nicht in den Massenankünften, sondern vor allem bei den Zwischensprints viel investierte und groß abräumte.

Das 2. Mal das Bergtrikot holte sich Richard Carapaz (EF), der wie Mathieu van der Poel (Alpecin) und Evenepoel 2 Tagessiege einfuhr. Das weiße Trikot des besten Jungprofis nahm del Toro mit – wie beim 3. Platz in der Gesamtwertung 2:14 Minuten vor den französischen Jungstar Paul Seixas (Decathlon).

Jonas Vingegaard (Visma) schied auf Platz 2 liegend, aber da schon mit großem Rückstand auf Pogacar, mit einem Schlüsselbeinbruch aus. Er hatte die 5 Jahre zuvor immer den 2. oder 1. Platz hinter oder vor Pogacar belegt. Auch der Vorjahresdritte Florian Lipowitz (Red Bull) schied sturzbedingt mit der gleichen Verletzung aus.

113. Tour de France – 20. Etappe: Le Bourg d’Oisans – Alpe d’Huez – 171 Km

Carapaz triumphiert nach 2 Kuss-Stürzen


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Richard Carapaz (EF) triumphierte auf der 20. Etappe der Tour de France 2026, die mit Alpe d’Huez, dem 2. Teil, endete, diesmal via Col de Sarenne. Der Ecuadorianer erklomm den Sarenne im Dreikampf der Ex-Grand-Tour-Gesamtsieger 20 Sekunden langsamer als Sepp Kuss (Visma). Deutlicher abgehängt war Jai Hindley (Red Bull). In der Abfahrt stürzte Kuss jedoch 2-mal, so dass der Weg für Carapaz‘ zweiten Tour-Etappensieg in diesem Jahr frei war.

Kuss wurde auf der Zielgeraden noch von Remco Evenepoel (Red Bull) abgefangen, der mit 26 Sekunden Rückstand das Ziel erreichte. Der Gesamtführende Tadej Pogacar (UAE) stellte sich auf Ansage in den Dienst seines Teamkollegen Isaac del Toro, um dessen 3. Platz in der Gesamtwertung plus weißes Trikot für den besten Jungprofi abzusichern. Dadurch konnte Evenpoel den beiden zum Schluss noch wegfahren, weil Pogacar auf del Toro wartete. Beide überquerten Arm in Arm mit 1:05 Minuten Rückstand das Ziel.

Knapp dahinter belegte Lenny Martinez (Bahrain) den 6. Platz und verteidigte so den 5. Platz in der Gesamtwertung gegen Skjelmose und Ayuso (beide Lidl). Diese kamen gemeinsam mit Paul Seixas (Decathlon), dem Gegner von del Toro, mit fast 3 Minuten Rückstand ins Ziel. Von den frühen Ausreißern konnte sich noch Hindley davor platzieren. Ayuso gehörte allerdings auch zur frühen Spitzengruppe des Tages, war jedoch am Col de Sarenne den Attacken von Carapaz und Kuss nicht gewachsen.
Bereits hoch zum Col du Galbier und dann die gesamte Abfahrt plus Flachstück danach spannte sich Pogacar höchstpersönlich vor die kleine Gruppe der allerbesten Klassementfahrer. Außerdem hielt er sich danach sichtlich zurück in Richtung Sarenne und Alpe d’Huez. Das Bergtrikot hatte Carapaz allerdings schon oben am Galibier gegen Pogacar final abgesichert. Und Richtung Tagessieg profitierte Carapaz außerdem von den 2 Stürzen seinen Konkurrenten Kuss, der bergab zunächst in einem Tunnel stürzte und dann noch einmal in ein Fangnetz ausgangs einer Kurve, die ihm den Fall in die Schlucht ersparte.

Ergebnis
1. Richard Carapaz (ECU) – EF Education-Easypost 4:59:39
2. Remco Evenepoel (BEL) – Red Bull-Bora +0:26

3. Sepp Kuss (USA) – Visma-Lease a Bike +0:31
4. Tadej Pogacar (SLO) – UAE-XRG +1:05
5. Isaac del Toro (MEX) – UAE-XRG gl.Zeit
6. Lenny Martinez (FRA) – Bahrain Victorious +1:07
7. Jai Hindley (AUS) – Red Bull-Bora +2:15
8. Mattias Skjelmose (DEN) – Lidl-Trek +2:55
9. Juan Ayuso (ESP) – Lidl-Trek gl.Zeit
10. Paul Seixas (FRA) – Decathlon-CMA CGM gl.Zeit
11. Tobias Johannessen (NOR) – Uno-X +6:44
12. Matthew Riccitello (USA) – Decathlon-CMA CGM +6:57
13. Nicolas Prodhomme (FRA) – Decathlon-CMA CGM +8:11
14. Tiesj Benoot (BEL) – Decathlon-CMA CGM +8:49
15. Davide Piganzoli (ITA) – Visma-Lease a Bike +8:51
16. Tom Pidcock (GBR) – Q36.5 Pinarello +9:03
17. Michael Storer (AUS) – Tudor gl.Zeit
18. Yannis Voisard (SUI) – Tudor +9:07
19. Quinn Simmons (USA) – Lidl-Trek +10:02
20. Jordan Jegat (FRA) – Totalenergies +11:05
…
26. Sean Quinn (USA) – EF Education-Easypost +17:28
37. Adam Yates (GBR) – UAE-XRG +31:06
39. Egan Bernal (COL) – Netcompany-Ineos +31:28
– 158 Fahrer klassiert.
DNF Ilan van Wilder (BEL) – Soudal-Quick Step
DNF Pascal Ackermann (GER) – Jayco-Alula

In der Gesamtwertung schrumpfte Pogacars Vorsprung einen Tag vor Schluss kalkuliert auf 6:26 Minuten gegenüber Evenepoel. Pogacar war wichtiger, dass sein Teamkollege del Toro den engen Vorsprung vor Seixas ausbauen konnte. In den Top-11 kam es zu keinem Platzwechsel mehr. Der Gesamtzwölfte van Wilder (Soudal) schied früh währende der 20. Etappe nach einem Sturz aus.

Gesamtwertung
1. Tadej Pogacar (SLO) – UAE-XRG 72:53:44
2. Remco Evenepoel (BEL) – Red Bull-Bora +6:26

3. Isaac del Toro (MEX) – UAE-XRG +9:42
4. Paul Seixas (FRA) – Decathlon-CMA CGM +11:56
5. Lenny Martinez (FRA) – Bahrain Victorious +13:02
6. Mattias Skjelmose (DEN) – Lidl-Trek +14:59
7. Juan Ayuso (ESP) – Lidl-Trek +17:48
8. Richard Carapaz (ECU) – EF Education-Easypost +20:00
9. Tom Pidcock (GBR) – Q36.5 Pinarello +29:29
10. Jordan Jegat (FRA) – Totalenergies +33:21
11. Yannis Voisard (SUI) – Tudor +38:02
12. Tobias Johannessen (NOR) – Uno-X +56:37
13. Sepp Kuss (USA) – Visma-Lease a Bike +1:01:23
14. Davide Piganzoli (ITA) – Visma-Lease a Bike +1:03:43
15. Jai Hindley (AUS) – Red Bull-Bora +1:23:28
16. Nicolas Prodhomme (FRA) – Decathlon-CMA CGM +1:25:01
17. Tiesj Benoot (BEL) – Decathlon-CMA CGM +1:32:56
18. Quinn Simmons (USA) – Lidl-Trek +1:35:38
19. Sean Quinn (USA) – EF Education-Easypost +1:47:95
20. Egan Bernal (COL) – Netcompany-Ineos +1:47:58
21. Adam Yates (GBR) – UAE-XRG +1:51:59

Am ersten der 3 HC-Bergen des Tages, dem Col de la Croix de Fer konnte sich eine Gruppe mit Armirail, Jorgenson, Kuss, Piganzoli (alle Visma), Hindley, Ayuso, Carapaz, Healy (auch EF), Riccitello (Decathlon), Arensman, Foss (beide Netcompany), Valentin Paret-Peintre (Soudal), Tobias Johanessen (Uno-X) und Braz Afonso (Groupama) absetzen. Für die 20 Punkte oben attackierte Carapaz rechtzeitig und hielt Paret-Peintre auf Abstand.
Aus dem Hauptfeld machten sich hoch zum Gipfel Pedersen (Lidl) und Benoot (Decathlon) auf die Verfolgung. Mads Pedersen schaffte es tatsächlich, in der Abfahrt aufzuschließen und im Tal der Maurienne den Zwischensprint zu gewinnen, womit ihm Philipsen in Paris nur noch theoretisch das Grüne Trikot streitig machen könnte. Benoot stürzte in der Abfahrt, konnte aber weiterfahren.

Grünes Trikot
1. Mads Pedersen (DEN) – Lidl-Trek 527 p.

2. Jasper Philipsen (BEL) – Alpecin-Deceuninck 445
3. Biniam Girmay (ERI) – NSN 361
4. Max Kanter (GER) – XDS-Astana 271
5. Olav Kooij (NED) – Decathlon-CMA CGM 230
6. Tadej Pogacar (SLO) – UAE-XRG 198

Eingangs des Doppels aus Col du Télégraphe und Col du Galibier hatte die Spitzengruppe über 3 Minuten Vorsprung vorm dem Hauptfeld – und fiel auch schon bald auseinander. Am Télégraphe holte Carapaz erneut die Maximalpunkte. Kuss, Piganzoli, Hindley, Ayuso, Healy, Riccitello, Arensman, Foss und Johannessen waren da noch vorne dabei.
Zum höchsten Pass der Tour hin attackierte Carapaz. Hindley führte zwar Kuss und Riccitello hin, aber der Bergpreis samt Souvenier Henri Desgrange gehörte Carapaz – und damit auch endgültig das Bergtrikot. Ayuso hing nur um wenige Sekunden zurück und holte diese wieder in der Abfahrt auf, in der Riccitello hingegen abgehängt wurde.

Bergtrikot
1. Richard Carapaz (ECU) – EF Education-Easypost 156 p.

2. Tadej Pogacar (SLO) – UAE-XRG 100
3. Valen. Paret-Peintre (FRA) – Soudal-Quick Step 99
4. Sepp Kuss (USA) – Visma-Lease a Bike 55
5. Remco Evenepoel (BEL) – Red Bull Bora 50
6. Lenny Martinez (FRA) – Bahrain Victorious 41
7. Isaac del Toro (MEX) – UAE-XRG 40

Pogacar hatte derweil die Top-Gruppe mit seinem Tempo filetiert, allerdings darum bedacht, nicht del Toro abzuhängen. So überquerten die beiden mit Evenepoel und Martinez den Col du Galibier 4:40 Minuten hinter der Spitze. Skjelmose folgte mit 20 Sekunden Rückstand, die er in der Abfahrt schnell zufuhr.
Bis zum Sarenne-Anstieg reduzierte Pogacar mit seiner Tempoarbeit den Rückstand zum Spitzenquartett auf unter 3:30 Minuten. Im Anstieg zeigten Carapaz und Kuss mehrere Attacken, was Ayuso sehr schnell und Hindley erst recht spät den Anschluss kostete.
Die Helfer von Seixas – Benoot, Prodhomme und der von vorne kommende Riccitello – lösten Pogacar in der Nachführarbeit ab. Doch der junge Kapitän konnte dann nichts daraus machen. Stattdessen beschleunigten del Toro und Pogacar – und wieder nur Evenepoel und Martinez blieben dran.
Gut 14 Kilometer vorm Ziel ging Kuss 20 Sekunden vor Carapaz und 2 Minuten vor Pogacar, Evenepoel, del Toro und Martinez über den Sarenne. Seixas, Skjelmose und Ayuso hingegen hier eine weitere halbe Minute zurück. Die beste Nachricht danach war, dass Kuss der Katastrophe entging, weil die Veranstalter an exakt der richtigen Stelle das Fangnetz vor dem Abgrund aufgestellt hatten.
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113. Tour de France – 19. Etappe: Gap – Alpe d’Huez – 128 Km

Pogacar gewinnt seine 26. TdF Etappe in Alpe d’Huez


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Das war klar: Tadej Pogacar (UAE) wollte seinen ersten Sieg in Alpe d’Huez und triumphierte dort selbstverständlich im Gelben Trikot am Ende der 19. Tour-Etappe 2026. Im 13,8 Kilometer langen Schlussanstieg holte er dreieinhalb Minuten auf die Besten der Spitzengruppe des Tages auf und fuhr zweieinhalb Minuten auf die nächstbesten Klassementfahrer heraus, die mit ihm gemeinsam in Le Bourg d’Oisans die 21-Kehren-Kraxelei gestartet hatten.

Aus der Spitzengruppe des Tages waren Lenny Martinez (Decathlon), Richard Carapaz (EF) und Sepp Kuss (Visma) die Stärksten. Pogacar erreichte diese 3 Fahrer, als sie gerade nach der x-ten Carapaz-Attack getrennt unterwegs waren. 1,7 Kilometer vorm Ziel fuhr Pogacar mit Martinez auf dem Gepäckträger zu Carapaz auf, kurz hinter der Kilometermarke sprang er den beiden davon. Hinter Kuss und dem weiteren frühen Ausreißer Tobias Johannessen (Uno-X) erreichte Remco Evenepoel 2:29 Minuten hinter Pogacar auf dem 6. Platz das Ziel.

Martinez sprintete 6 Sekunden hinter Pogacar auf den 2. Platz und schlug mit der Hand auf den Lenker. So viel Guthaben am Schlussanstieg reichen auch normalerweise für einen Martinez oder auch den am Ende drittplatzierten Carapaz gegen jeden Klassementfahrer, nicht jedoch gegen den größten Radprofi des Jahrhunderts. Kuss, außer Carapaz immer ein ehemaliger Grand-Tour-Gesamtsieger, trudelte 1:14 hinter Pogacar ins Ziel.

Bereits 12 Kilometer vorm Ziel fuhr Pogacar im Sitzen Evenepoel, Seixas (Decathlon), und Skjelmose (Lidl) davon. Pogacars Edelhelfer del Toro beobachtete das Geschehen, wohingegen der Gesamtfünfte Ayuso (Lidl) bereits abgehängt war. Evenpoel attackierte mehr als 4 Kilometer vorm Ziel im Chaos aus Zuschauerspalier und Begleitmotorrädern, als die Straße noch nicht breit abgegittert war, und holte 12 Sekunden auf del Toro heraus, dieser wiederum 4 auf Skjelmose und Seixas. Damit baute del Toro seinen kleinen Vorsprung in der Gesamtwertung um Podestplatz 3 minimal gegenüber Seixas aus.

Ergebnis
1. Tadej Pogacar (SLO) – UAE-XRG 3:17:57

2. Lenny Martinez (FRA) – Bahrain Victorious +0:06
3. Richard Carapaz (ECU) – EF Education-Easypost +0:09
4. Sepp Kuss (USA) – Visma-Lease a Bike +1:14
5. Tobias Johannessen (NOR) – Uno-X +2:07
6. Remco Evenepoel (BEL) – Red Bull-Bora +2:29
7. Isaac del Toro (MEX) – UAE-XRG +2:41
8. Mattias Skjelmose (DEN) – Lidl-Trek +2:45
9. Paul Seixas (FRA) – Decathlon-CMA CGM gl.Zeit
10. Harold Tejada (COL) – XDS-Astana +3:22
11. Matthew Riccitello (USA) – Decathlon-CMA CGM +3:25
12. Thymen Arensman (NED) – Netcompany-Ineos +4:07
13. Yannis Voisard (SUI) – Tudor +5:32
14. Javier Romo (ESP) – Movistar +6:01
15. Clément Braz Afonso (FRA) – Groupama-FDJ +6:10
16. Quinn Simmons (USA) – Lidl-Trek +6:26
17. Juan Ayuso (ESP) – Lidl-Trek gl.Zeit

Pogacar schraubte seine Führung in der Gesamtwertung vor Evenepoel hoch auf 7:11 Minuten. Dieser wiederum sicherte den 2. Platz gegen del Toro. Dessen neuer Rückstand auf seinen Kapitän Pogacar wuchs auf 9:42. Seixas blieb mit 24 Sekunden Rückstand auf Schlagweite zum Podest und zum weißen Trikot von del Toro.
Martinez und Ayuso tauschten die Plätze 5 und 7, wobei Martinez von seiner Präsenz in der Spitzengruppe des Tages profitierte. Skjelmose schob sich an seinem eigentlichen Kapitän Ayuso vorbei, blieb aber auf dem 6. Platz, weil Martinez um 9 Sekunden vorbeizog. Wie Martinez konnte Carapaz 2 Plätze gutmachen, vorbei an Pidcock (Pinarello) und Jegat (Totalenergies).

Gesamtwertung
1. Tadej Pogacar (SLO) – UAE-XRG 67:53:00
2. Remco Evenepoel (BEL) – Red Bull-Bora +7:11

3. Isaac del Toro (MEX) – UAE-XRG +9:42
4. Paul Seixas (FRA) – Decathlon-CMA CGM +10:06
5. Lenny Martinez (FRA) – Bahrain Victorious +13:00
6. Mattias Skjelmose (DEN) – Lidl-Trek +13:09
7. Juan Ayuso (ESP) – Lidl-Trek +15:58
8. Richard Carapaz (ECU) – EF Education-Easypost +21:15
9. Tom Pidcock (GBR) – Q36.5 Pinarello +21:30
10. Jordan Jegat (FRA) – Totalenergies +23:21
11. Yannis Voisard (SUI) – Tudor +30:00
12. Ilan van Wilder (BEL) – Soudal-Quick Step +35:47
13. Tobias Johannessen (NOR) – Uno-X +50:58
14. Davide Piganzoli (ITA) – Visma-Lease a Bike +55:57
15. Sepp Kuss (USA) – Visma-Lease a Bike +1:02:01

Immerhin einer konnte Pogacar an diesem Tag etwas abluchsen: Carapaz zog dem 27-jährigen Slowenen das Bergtrikot aus, aber nicht nur stellvertretend, so wie bisher Paret-Peintre (Soudal) unterwegs war – nein, einen Punkt kam Carapaz vor Pogacar aus. Beide konnten das Bergtrikot bei der Tour de France schon am Ende gewinnen. Diesmal entscheidet es sich auf der Königsetappe mit 3 HC-Bergen, die ebenfalls in Alpe d’Huez endet, allerdings von hinten über den Col de Sarenne.

Etappensieg:
Tadej Pogacar (SLO)

Gelbes Trikot:
Tadej Pogacar (SLO)

Grünes Trikot:
Mads Pedersen (DEN)

Bergtrikot:
Richard Carapaz (ECU)

Jungprofi-Trikot:
Isaac del Toro (MEX)

Teamwertung:
Lidl-Trek

113. Tour de France – 18. Etappe: Voiron – Orcières-Merlette – 185 Km

Richard Carapaz holt endlich seinen Ausreißer-Sieg


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Seit einigen Etappen setzten Richard Carapaz (EF) und sein Team die Brechstange an – und nun klappte es endlich mit dem Tagessieg. Auf der 18. Etappe der Tour 2026 mit Bergankunft in Orcières-Merlette bezwang der 33-jährige Ecuadorianer 5 Mitausreißer, mit denen er den gut 7 Kilometer langen Schlussanstieg mehrere Minuten vor den ersten Verfolgern anging. 3,5 Kilometer vorm Ziel saß seine zweite Attacke. Im Sprintduell um den 2. Platz holte Mauro Schmid (Jayco) lässig sein nächstes Top-Ergebnis vor Matteo Jorgenson (Visma).

Die besten Klassementfahrer taten sich vor den noch 2 folgenden, schwierigeren Alpen-Etappen nicht weh. Sie erreichten 4:35 Minuten hinter Carapaz das Ziel. Valentin Paret-Peintre (Soudal) fuhr auf den 4. Platz und um nur einen Punkt am Bergtrikot vorbei. Tobias Johannessen (Uno-X) und Raul Garcia Pierna (Movistar) fielen im Schlussanstieg noch früher zurück. Aus der Favoriten Verfolgergruppe erreichte nur Castrillo (Movistar) kurz vor der Gruppe ums Gelbe Trikot das Ziel.

Ergebnis
1. Richard Carapaz (ECU) – EF Education-Easypost 4:26:21

2. Mauro Schmid (SUI) – Jayco-Alula +0:45
3. Matteo Jorgenson (USA) – Visma-Lease a Bike gl.Zeit
4. Valen. Paret-Peintre (FRA) – Soudal-Quick Step +1:14
5. Tobias Johannessen (NOR) – Uno-X +1:57
6. Raul Garcia Pierna (ESP) – Movistar +2:12
7. Pablo Castrillo (ESP) – Movistar +4:30
8. Lenny Martinez (FRA) – Bahrain Victorious +4:35
9. Remco Evenepoel (BEL) – Red Bull-Bora
10. Tom Pidcock (GBR) – Q36.5 Pinarello
11. Jordan Jegat (FRA) – Totalenergies
12. Juan Ayuso (ESP) – Lidl-Trek
13. Tadej Pogacar (SLO) – UAE-XRG
14. Mattias Skjelmose (DEN) – Lidl-Trek
15. Nicolas Prodhomme (FRA) – Decathlon-CMA CGM alle
16. Paul Seixas (FRA) – Decathlon-CMA CGM
17. Isaac del Toro (MEX) – UAE-XRG gleiche
18. Matthew Riccitello (USA) – Decathlon-CMA CGM
19. Yannis Voisard (SUI) – Tudor Zeit
20. Jai Hindley (AUS) – Red Bull-Bora +4:39
…
22. Felix Engelhardt (GER) – Jayco-Alula +5:16
26. Ilan van Wilder (BEL) – Soudal-Quick Step +6:03
DNF Brandon McNulty (USA) – UAE-XRG
DNS José Felix Parra (ESP) – Caja Rural-Seguros RGA

Auf den ersten 9 Plätzen der Gesamtwertung gab es keinerlei Veränderungen. Tadej Pogacar (UAE) behielt das Gelbe Trikot 4:32 Minuten vor Evenepoel, verlor aber seinen Helfer McNulty, der mit Magenproblemen aufgab. Carapaz verdrängte Voisard (Tudor) vom 10. Platz. Dessen Teamkollegen sowie die von Pidcock (Pinarello, 8. Platz) und Jegat (Totalenergies, 9. Platz) kontrollierten genau aus diesem Grund lange Zeit die Nachführarbeit in der Gruppe der Klassementbesten.

Gesamtwertung
1. Tadej Pogacar (SLO) – UAE-XRG 64:35:13
2. Remco Evenepoel (BEL) – Red Bull-Bora +4:32

3. Isaac del Toro (MEX) – UAE-XRG +6:51
4. Paul Seixas (FRA) – Decathlon-CMA CGM +7:11
5. Juan Ayuso (ESP) – Lidl-Trek +9:22
6. Mattias Skjelmose (DEN) – Lidl-Trek +10:14
7. Lenny Martinez (FRA) – Bahrain Victorious +12:50
8. Tom Pidcock (GBR) – Q36.5 Pinarello +12:58
9. Jordan Jegat (FRA) – Totalenergies +14:04
10. Richard Carapaz (ECU) – EF Education-Easypost +21:00
11. Yannis Voisard (SUI) – Tudor +24:18
12. Ilan van Wilder (BEL) – Soudal-Quick Step +26:30

Alle 4 Bergpreise unterwegs gewann Paret-Peintre vor Carapaz. Im Ziel holte hingegen Carapaz deutlich mehr Punkte. Pogacar behielt das Bergtrikot einen Punkt vor Paret-Peintre, der es weiterhin stellvertretend trägt, und 7 vor Carapaz.

Bergtrikot
1. Tadej Pogacar (SLO) – UAE-XRG 70

2. Valen. Paret-Peintre (FRA) – Soudal-Quick Step 69
3. Richard Carapaz (ECU) – EF Education-Easypost 63
4. Remco Evenepoel (BEL) – Red Bull Bora 36
5. Paul Seixas (FRA) – Decathlon-CMA CGM 34
6. Isaac del Toro (MEX) – UAE-XRG 30
7. Lenny Martinez (FRA) – Bahrain Victorious 22
8. Mauro Schmid (SUI) – Jayco-Alula 22

Nach dem ersten Bergpreis konnten anstatt der hart kämpfenden Paret-Peintre und Carapaz andere 7 Fahrer eine Spitzengruppe formieren: Jorgenson, Pedersen (Lidl), Arensman (Netcompany), Engelhardt (Jayco), Tobias Johannessen, Castrillo und Breuillard (Totalenergies). Carapaz‘ Helfer gaben sich mit dieser Situation natürlich nicht zufrieden. Doch zunächst war es nur Grégoire (Groupama), der als Solist zur Spitzengruppe sprang.

94 Kilometer vorm Ziel schlossen Paret-Peintre und Carapaz pünktlich kurz vor dem nächsten Bergpreis zur Spitze auf, gemeinsam mit Vacek (Lidl), Bernal (Netcompany), Schmid und Garcia Pierna. Eine 27-köpfige Verfolgergruppe fuhr zeitweise nur 25 Sekunden hinter den nun 14 Spitzenreitern, kam aber nicht mehr nach vorne hin.

Mads Pedersen schnappte sich 56 Kilometer vorm Ziel beim Zwischensprint 25 Punkte, nachdem sein Vorsprung in der Punktewertung ums Grüne Trikot vor Philipsen (Alpecin) einen Tag zuvor auf 7 Punkte geschrumpft war. Auf der 18. Etappe ging Philipsen leer aus.
Die Auslese zum finalen Spitzensextett geschah 48 Kilometer vorm Ziel nach einer Attacke von Jorgenson, Engelhardt und Johannessen. Castrillo und Schmid folgten umgehend. Carapaz führte Paret-Peintre 3 Kilometer später zur Spitze, vorbei am zurückfallenden Engelhardt.

Aus dem Spitzensextett probierte es Jorgenson 25 Kilometer vorm Ziel mit einer überraschenden Attacke in einem Kreisverkehr. Johannessen reagierte sofort und Schmid, Carapaz, Paret-Peintre kamen mit knapper Verzögerung zurück. Garcia Pierna war da schon abgehängt, kehrte aber ebenfalls nochmals zur Spitzengruppe zurück.

Diese enterte den Schlussanstieg 4 Minuten vor den nächsten Verfolgern und knapp 6 Minuten vor dem dezimierten Hauptfeld. 4,5 Kilometer vorm Ziel eröffnete Jorgenson die Attacken, was nur Garcia Pierna endgültig den Anschluss kostete. Carapaz attackierte 4,1 Kilometer vorm Ziel. Paret-Peintre sprang sofort ans Hinterrad und überdreht hier wohl. Mit gleichmäßigerem Tempo holten Schmid und Jorgenson nochmal auf, ehe Carapaz endgültig alle abstellte – für seinen 9. Etappensieg bei einer Grand Tour (4x Giro, 3x Vuelta, 2x Tour). Paret-Peintre musste Schmid und Jorgenson ziehen lassen.

113. Tour de France – 17. Etappe: Chambery – Voiron – 175 Km

Jasper Philipsen aus großer Gruppe siegreich


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Jasper Philipsen (Alpecin) kam doch noch zu einem Tagessieg bei der Tour de France 2026. Die 17. Etappe machten über 40 Ausreißer nach wildem Rennverlauf unter sich aus. Letztlich wurde es in Voiron im Sprint der großen Gruppe entschieden, den Philipsen überlegen gewann. Hinter dem 28-jährigen Belgier belegte überraschend Mauro Schmid (Jayco) den 2. Platz, knapp vorm neben Philipsen anderen großen Sprinter der Gruppe, Olav Kooij (Decathlon), der von zu weit hinten startete.

Optimal lanciert wurde Philipsen auf der Zielgeraden von Mathieu van der Poel (Alpecin). Als dann Philipsen loslegte, konnte Lewis Askey (NSN) das Hinterrad nicht halten und fiel auf den 4. Platz zurück. Im Laufe der 17. Etappe investierten Philipsens Teamkollegen viel, um Gruppen zurückzuholen oder zu markieren. Das Feld ums Gelbe Trikot erreichte mit fast 9 Minuten Rückstand das Ziel.

Ergebnis
1. Jasper Philipsen (BEL) – Alpecin-Premier Tech 3:41:13

2. Mauro Schmid (SUI) – Jayco-Alula
3. Olav Kooij (NED) – Decathlon-CMA CGM
4. Lewis Askey (GBR) – NSN
5. Rick Pluimers (NED) – Tudor
6. Clément Russo (FRA) – Groupama-FDJ
7. Huub Artz (NED) – Lotto-Intermarché alle
8. Mads Pedersen (DEN) – Lidl-Trek
9. Michael Matthews (AUS) – Jayco-Alula
10. Aaron Gate (NZL) – XDS-Astana
11. Mathieu van der Poel (NED) – Alpecin-Premier Tech gleiche
12. Hugo Page (FRA) – Cofidis
13. Matej Mohoric (SLO) – Bahrain Victorious
14. Jordan Jegat (FRA) – Totalenergies
15. Abel Balderstone (ESP) – Caja Rural-Seguros RGA Zeit

Philipsen verkürzte außerdem seinen Rückstand in der Punktewertung aufs Grüne Trikot von Mads Pedersen (Lidl) auf 7 Punkte. So nah war er die gesamte Tour de France 2026 noch nicht dran und ist es nun 4 Tage vor Schluss. Dabei hatte Pedersen noch aus einem Spitzensextett den Zwischensprint 28 Kilometer vorm Ziel gewonnen, erreichte in Voiron aber nur den 8. Platz.

Grünes Trikot
1. Mads Pedersen (DEN) – Lidl-Trek 452 p.
2. Jasper Philipsen (BEL) – Alpecin-Deceuninck 445

3. Biniam Girmay (ERI) – NSN 361
4. Max Kanter (GER) – XDS-Astana 271
5. Olav Kooij (NED) – Decathlon-CMA CGM 230
6. Tadej Pogacar (SLO) – UAE-XRG 161
7. Søren Wærenskjold (NOR) – Uno-X 159

Vor den 3 entscheidenden Alpenetappe behielt Tadej Pogacar (UAE) das Gelbe Trikot mit 4:32 Minuten vor Evenepoel (Red Bull), 6:51 vor del Toro (auch UAE) und 7:11 vor Seixas (Decathlon). Jordan Jegat (Totalenergies) blieb trotz seiner 9 Minuten Vorsprung in der Spitzengruppe auf dem 9. Platz in der Gesamtwertung, sicherte damit allerdings seine Top-Ten-Position ab.

Gesamtwertung
1. Tadej Pogacar (SLO) – UAE-XRG 60:04:17
2. Remco Evenepoel (BEL) – Red Bull-Bora +4:32

3. Isaac del Toro (MEX) – UAE-XRG +6:51
4. Paul Seixas (FRA) – Decathlon-CMA CGM +7:11
5. Juan Ayuso (ESP) – Lidl-Trek +9:22
6. Mattias Skjelmose (DEN) – Lidl-Trek +10:14
7. Lenny Martinez (FRA) – Bahrain Victorious +12:50
8. Tom Pidcock (GBR) – Q36.5 Pinarello +12:58
9. Jordan Jegat (FRA) – Totalenergies +14:04
10. Yannis Voisard (SUI) – Tudor +24:18
11. Ilan van Wilder (BEL) – Soudal-Quick Step +25:02
12. Richard Carapaz (ECU) – EF Education-Easypost +25:45

Während der 17. Etappe wechselten ständig die Konstellationen an der Spitze. Nach dem hügligen Beginn waren etliche Sprinter abgehängt, was die Chancen auf einen Erfolg für die ungeschorenen Philipsen, Kooij und Pedersen gewissermaßen gleichzeitig verbesserte und verschlechterte. Einerseits waren Gegner eliminiert, andererseits Teams mit Interesse an einer Massenankunft ausgeschaltet.
Es blieb also bis zum Ziel rasant. Wenn eine Fluchtgruppe zu stehen schien, sprangen schon wieder die nächsten Fahrer hinterher. Letztlich schafften 43 Fahrer die Auslese, ehe das zurückbleibende Hauptfeld doch die Beine hob. Diese Ausgangssituation war noch nicht lange entstanden, das bildete sich rund 60 Kilometer vorm Ziel ein Spitzensextett aus Pedersen, Healy (EF), Kwiatkowski (Netcompany), Stuyven (Soudal), Engelhardt (Jayco) und Planckaert (Alpecin).

Letztgenannter saß als Aufpasser für Philipsen und van der Poel nur hinten drauf. Trotzdem erarbeitete sich das Sextett mit Stuyven als Motor einen Vorsprung von über einer Minute. Kurz hinter dem Zwischensprint überraschte Jasper Stuyven seine Mitausreißer mit einer Attacke und begann ein vielversprechendes Solo, das erst 3,7 Kilometer vorm Ziel an einem letzten kleine Hügel endete. Denn 15 Kilometer vorm Ziel waren seine ehemaligen Begleiter eingeholt worden von einer riesigen Verfolgergruppe, die entschlossen am Fang von Stuyven arbeitete.

113. Tour de France – 16. Etappe: Évian-les-Bains – Thonon-les-Bains – ITT – 26 Km

Nächster Evenepoel-Sieg, Lipowitz stürzt raus

Remco Evenepoel (Red Bull) wurde seiner Favoritenstellung bei 26,1 Kilometer langen Einzelzeitfahren auf der 16. Etappe der Tour 2026 gerecht. Der 26-jährige Belgier verwies wie schon vor dem Ruhetag Tadej Pogacar (UAE) auf den 2. Platz. Zwischen Evian und Thonon am Genfer See war Evenepoel 28 Sekunden schneller als der Mann im Gelben Trikot. Der Vorjahrdritte und aktuelle Fünfte Florian Lipowitz (Red Bull) stürzte 6,5 Kilometer vorm Ziel in einer Rechtskurve und konnte nicht weiterfahren.

Die Top-5 der Tageswertung indes rundeten mit Skjelmose (Lidl), Seixas (Decathlon) und del Toro (UAE) weitere Klassementfahrer ab, jeweils etwas mehr als eine Minute hinter Evenepoel. Erst auf den Plätzen 6 bis 11 tauchten starke Zeitfahrer ohne Ambitionen in der Gesamtwertung auf. Von den Konkurrenten um den Podestplatz hinter Pogacar und Evenepoel verlor Ayuso (Lidl) die meiste Zeit, 2:22 hinter de Tagessieger.

Ergebnis
1. Remco Evenepoel (BEL) – Red Bull-Bora 32:19

2. Tadej Pogacar (SLO) – UAE-XRG +0:28
3. Mattias Skjelmose (DEN) – Lidl-Trek +1:04
4. Paul Seixas (FRA) – Decathlon-CMA CGM +1:16
5. Isaac del Toro (MEX) – UAE-XRG +1:21
6. Mattia Cattaneo (ITA) – Red Bull-Bora +1:42
7. Thymen Arensman (NED) – Netcompany-Ineos +1:47
8. Bruno Armirail (FRA) – Visma-Lease a Bike +1:55
9. Pablo Castrillo (ESP) – Movistar +2:00
10. Joshua Tarling (GBR) – Netcompany-Ineos +2:02
11. Filippo Ganna (ITA) – Netcompany-Ineos +2:06

12. Tom Pidcock (GBR) – Q36.5 Pinarello +2:07
13. Felix Großschartner (AUT) – UAE-XRG +2:07
14. Matteo Jorgenson (USA) – Visma-Lease a Bike +2:17
15. Juan Ayuso (ESP) – Lidl-Trek +2:22
…
20. Lenny Martinez (FRA) – Bahrain Victorious +2:50
22. Brandon McNulty (USA) – UAE-XRG +3:01
23. Yannis Voisard (SUI) – Tudor +3:02
25. Davide Piganzoli (ITA) – Visma-Lease a Bike +3:14
26. Ilan van Wilder (BEL) – Soudal-Quick Step +3:21
36. Jordan Jegat (FRA) – Totalenergies +3:52
41. Richard Carapaz (ECU) – EF Education-Easypost +4:05
50. Egan Bernal (COL) – Netcompany-Ineos +4:30
85. Adam Yates (GBR) – UAE-XRG +5:30
– 164 Fahrer klassiert.
DNF Florian Lipowitz (GER) – Red Bull-Bora
DNS Lars Craps (BEL) – Lotto-Intermarché

Der immer noch komfortable Vorsprung von Pogacar vor Evenepoel schrumpfte auf 4:32 Minuten. Isaac del Toro behauptete den 3. Platz gegen Paul Seixas, der sich um 5 Sekunden dem Podest annäherte. Andererseits ging die Lücke zwischen Evenepoel und del Toro auf über 2 Minuten auf.
Nach Vingegaard eine Etappe zuvor schied mit Lipowitz der nächste Podestfahrer des Vorjahres nach Sturz in einer Rechtskurve mit einer Schulterverletzung aus. Außer Lipowitz verabschiedete sich wahrscheinlich auch Ayuso aus dem Kampf ums Podest, wenn auch aus anderem Grund. Sein Rückstand auf del Toro vergrößerte sich auf zweieinhalb Minuten. Dafür schrumpfte der Vorsprung auf den Teamkollegen Skjelmose auf unter eine Minuten. Durch das Lipowitz-Aus stieg mit Voisard (Tudor) ein Schweizer in die Top-Ten der Gesamtwertung auf.

Gesamtwertung
1. Tadej Pogacar (SLO) – UAE-XRG 56:14:18
2. Remco Evenepoel (BEL) – Red Bull-Bora +4:32

3. Isaac del Toro (MEX) – UAE-XRG +6:51
4. Paul Seixas (FRA) – Decathlon-CMA CGM +7:11
5. Juan Ayuso (ESP) – Lidl-Trek +9:22
6. Mattias Skjelmose (DEN) – Lidl-Trek +10:14
7. Lenny Martinez (FRA) – Bahrain Victorious +12:50
8. Tom Pidcock (GBR) – Q36.5 Pinarello +12:58
9. Jordan Jegat (FRA) – Totalenergies +22:50
10. Yannis Voisard (SUI) – Tudor +24:18
11. Ilan van Wilder (BEL) – Soudal-Quick Step +25:02
12. Richard Carapaz (ECU) – EF Education-Easypost +25:45
13. Davide Piganzoli (ITA) – Visma-Lease a Bike +27:28
14. Adam Yates (GBR) – UAE-XRG +29:14
15. Egan Bernal (COL) – Netcompany-Ineos +45:03
16. Tobias Johannessen (NOR) – Uno-X +51:19
17. Sepp Kuss (USA) – Visma-Lease a Bike +51:29
18. Brandon McNulty (USA) – UAE-XRG +53:04
19. Sean Quinn (USA) – EF Education-Easypost +1:06:47
20. Nicolas Prodhomme (FRA) – Decathlon-CMA CGM +1:07:39
21. Tiesj Benoot (BEL) – Decathlon-CMA CGM +1:15:32

Evenepoel hatte auch bis zu allen 3 Zwischenzeit-Messpunkten die schnellste Zeit hingelegt. Auf den steigenden ersten knapp 10 Kilometern hatte der Zeitfahr-Weltmeister zur Hälfte 9 und 14 Sekunden Vorsprung vor Pogacar. Nach der Abfahrt waren es 16, auf der Fläche bis ins Ziel dann 28. Pogacar wackelte auch in der Lipowitz-Kurve, blieb aber auf dem Rad.

Del Toro ging genauso schnell an wie Skjelmose, hatte aber an der 2. Zwischenzeit 1:06 Minuten Rückstand auf Evenepoel, Skjelmose hingegen 55. Lipowitz und Seixas lagen hier zwischen den beiden.
In der Abfahrt taten sich alle nicht viel. Am letzten Messpunkt, an dem eine Zeit für Lipowitz vorlag, konnte dieser sogar den Rückstand zu seinem Teamkollegen Evenepoel auf unter eine Minute drücken. Von dort ins Ziel verloren Pogacar, Skjelmise, Seixas und del Toro noch einmal fast durch die Bank je ungefähr 10 Sekunden auf Evenepoel.

Remco Evenepoel gewinnt auch das Einzelzeitfahren der Tour de France

Remco Evenepoel hat Red Bull – BORA – hansgrohe den zweiten Etappensieg bei dieser Tour de France beschert. Zum Auftakt in die dritte Woche der Rundfahrt sicherte sich der Belgier den Erfolg auf der 16. Etappe im Einzelzeitfahren von Évian-les-Bains nach Thonon-les-Bains am französischen Ufer des Genfersees. Übermäßige Jubelstimmung wollte dennoch nicht aufkommen: Florian Lipowitz musste die Tour mit einem Schlüsselbein Bruch aufgeben.

Remcos Wingman stürzte in einer Kurve gut sechs Kilometer vor dem Ziel und konnte das Rennen nicht fortsetzen. An der letzten Zwischenzeit hatte er noch auf Podiumskurs gelegen.
Remco benötigte derweil für den 26,1 Kilometer langen Kurs mit 500 Höhenmetern 32:19 Minuten und fuhr damit einen Schnitt von 48,45 km/h. Kein anderer Profi knackte die 48er Marke. Tadej Pogacar als Zweiter war fast 30 Sekunden langsamer, Mattias Skjelmose als Dritter mehr als eine Minute.

Die Weichen für seinen 76. Profisieg und den 26. in einem Einzelzeitfahren stellte Remco am belgischen Nationalfeiertag dabei im ersten und entscheidenden Drittel des Tages, das unmittelbar von der Startrampe weg bergauf führte. Bis zum höchsten Punkt hatte er sich bereits 14 Sekunden Vorsprung auf seinen ärgsten Verfolger herausgefahren.

In Mattia Cattaneo lieferte ein weiterer Profi von Red Bull – BORA – hansgrohe eine starke Vorstellung ab. Der Italiener wurde Tagessechster. Remco festigte derweil Rang zwei in der Gesamtwertung, den er bereits mit seinem Sieg vor dem Ruhetag bei der Bergankunft am Plateau de Solaison untermauerte.
„Es war ein wirklich tolles Zeitfahren mit vielen Fans an der Strecke, Meine gesamte Familie ist hier, meine Eltern sind nur für heute angereist. Dazu ist belgischer Nationalfeiertag, das macht es noch besser. Dennoch ist das alles irgendwie bittersüß durch den Sturz von Lipo. Das müssen wir trotz des Sieges erstmal verdauen. Ich wünsche ihm alles Gute und hoffe, dass es nicht so schlimm ist.“
— Remco Evenepoel

„Wir sind glücklich über den Sieg von Remco, aber der Verlust von Lipo war natürlich ein Riesendämpfer für das ganze Team. Wir hoffen, dass es bei ihm nicht so schlimm ist. Mit Remco konnten wir vom Start bis ins Ziel alles umsetzen, was wir uns vorgenommen haben, hatten über alle Zwischenzeiten hinweg das Rennen unter Kontrolle. Vor allem im Anstieg. Danach ging es darum, eine gute Abfahrt hinzulegen und den Vorsprung sicher nach Hause zu bringen.“
— Klaas Lodewyck, Sportlicher Leiter