Vuelta a España – 2026 9.Etappe

9. Etappe Villajoyosa – Alto de Aitana – 183 Km

Mas verteidigt Rotes Trikot mit Tagessieg


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Enric Mas (Movistar) gewann am Alto de Aitana die 9. Etappe der Vuelta a España 2026 im Roten Trikot des Gesamtführenden. Der 31-jährige Spanier hängte an dem Schlussanstieg weit oberhalb der Costa Blanca alle Konkurrenten außer Oscar Onley (Netcompany) ab. Das Schlussstück zog Mas in derart hohem Tempo von vorne durch, dass Onley nicht einmal mehr zum Überholmanöver ansetzen konnte. Auf den 3. Platz kam Primoz Roglic (Red Bull) mit 12 Sekunden Rückstand.

An Tag 1 nach dem Sturzaus des Top-Favoriten Pogacar (UAE) entwickelte sich ein wildes bis taktisches Rennen. Im Hauptfeld kontrollierte zunächst das Team von Mas die zahlreichen Ausreißer dieser 9. Etappe. Dann aber übernahm das stärkere Team von Felix Gall (Decathlon). Das ermöglichte erst die Einholung der frühen Ausreißer. Doch der Schuss ging nach hinten los. Galls Attacken fruchteten nicht. Dann konnte er der entscheidenden Mas-Attacke kurz vor der 3-Kilometer-Marke nicht mehr folgen. Er erreichte als Vierter das Ziel und verlor 18 Sekunden plus die Bonussekunden, die stattdessen Mas, Onley und Roglic einstrichen.

Nachdem Galls letzter Helfer Mühlberger über 7 Kilometer vorm Ziel ausscherte und Galls erste Attacken nicht fruchteten, begann teilweise ein taktisches Geplänkel. In deren Zuge schien Richard Carapaz (EF) zwischenzeitlich eine günstig getimte Attacke gesetzt zu haben. Doch Onley, Mas, Roglic und Gall kamen wieder heran. Sogar die schon vorher abgehängten Skjelmose (Lidl), Rodriguez, Tejada (beide XDS) und Widar (Lotto) kehrten noch einmal an die Spitze zurück. Der bisherige Gesamtvierte Kuss (Visma) blieb jedoch abgehängt und verlor 1:44 Minuten.

Mas vorentscheidender Attacke sprang nur noch Onley hinterher. Er erreichte diesen rund 200 Meter später. Roglic tankte sich erst einen Kilometer später zum Duo, ehe ihn Mas mit einer weiteren Attacke innerhalb der letzten 2 Kilometer wieder abhängte. Gall konnte noch seine Mitfahrer distanzieren und den Rückstand nach vorne zum Ende hin wenigstens noch begrenzen.

Ergebnis
1. Enric Mas (ESP) – Movistar 5:10:40
2. Oscar Onley (GBR) – Netcompany-Ineos gl.Zeit
3. Primoz Roglic (SLO) – Red Bull-Bora +0:12
4. Felix Gall (AUT) – Decathlon-CMA CGM +0:18

5. Cristian Rodriguez (ESP) – XDS-Astana +0:20
6. Mattias Skjelmose (DEN) – Lidl-Trek gl.Zeit
7. Jarno Widar (BEL) – Lotto-Intermarché +0:25
8. Harold Tejada (COL) – XDS-Astana +0:33
9. Richard Carapaz (ECU) – EF Education-Easypost +0:54
10. Santiago Buitrago (COL) – Bahrain Victorious +1:41
11. Sepp Kuss (USA) – Visma-Lease a Bike +1:44
12. Gregor Mühlberger (AUT) – Decathlon-CMA CGM gl.Zeit

Mas baute die Gesamtführung vor Roglic um 18 Sekunden auf 1:18 Minuten aus. Gall blieb klar auf dem 3. Platz mit nun 1:39 Minuten Rückstand. Onley, Carapaz und Skjelmose gingen an Kuss vorbei. Onley verkürzte den Rückstand zum Podest auf 41 Sekunden.

Gesamtwertung
1. Enric Mas (ESP) – Movistar 28:34:03
2. Primoz Roglic (SLO) – Red Bull-Bora +1:18
3. Felix Gall (AUT) – Decathlon-CMA CGM +1:39
4. Oscar Onley (GBR) – Netcompany-Ineos +2:20

5. Richard Carapaz (ECU) – EF Education-Easypost +3:26
6. Mattias Skjelmose (DEN) – Lidl-Trek +3:55
7. Sepp Kuss (USA) – Visma-Lease a Bike +4:09
8. Harold Tejada (COL) – XDS-Astana +4:39
9. Gregor Mühlberger (AUT) – Decathlon-CMA CGM +7:33
10. Jakob Omrzel (SLO) – Bahrain Victorious +8:05

Vuelta a España 2026 8. Etappe

8. Etappe Puçol – Xeraco – 172 Km

Coquard siegt, viele Stürze, Pogacar raus

Bryan Coquard (Cofidis) gewann in Xeraco eine von zahlreichen Stürzen durchzogene 8. Etappe der Vuelta a España knapp im Massensprint. Das geriet jedoch in den Hintergrund. Denn der Riesen-Favorit und Überfahrer Tadej Pogacar (UAE) stürzte 32 Kilometer vorm Ziel schwer. Der 27-jährige Slowene musste im Roten Trikot des Gesamtführenden in den Krankenwagen einsteigen und das Rennen verlassen.
Den Zielsprint eröffnete dann Mads Pedersen (Lidl) mit Jordi Meeus (Red Bull) am Hinterrad. Während Meeus nicht an Pedersen vorbeikam, gelang dies hinter ihm stattdessen Coquard im letzten Moment mit dem Tigersprung. Für Coquard war es schon der 56. Profisieg, aber dennoch der größte. Der inzwischen 34-jährige Franzose hatte bisher weder einen Sieg bei einer Grand-Tour-Etappe noch bei einem Klassikersieg zu Buche stehen.
Der Sprint wurde eigentlich von van Aert und Laporte für den 2-maligen Etappensieger Brennan (alle Visma) angefahren. Doch Brennan befand sich ungefähr 10 Positionen dahinter und konnte, teilweise eingebaut, auch keinen Boden mehr gutmachen. Ben Turner (Netcompany), der vor Sprinteröffnung zwischen Laporte und Pedersen saß, belegte den 4. Platz mit über einer Radlänge Rückstand. Coquard und Pedersen trennte auf der Linie nur ein halbes Vorderrad. Und Meeus war auch nur eine halbe Radlänge zurück.

Ergebnis
1. Bryan Coquard (FRA) – Cofidis 3:47:06

2. Mads Pedersen (DEN) – Lidl-Trek
3. Jordi Meeus (BEL) – Red Bull-Bora
4. Ben Turner (GBR) – Netcompany-Ineos alle

5. Jordan Labrosse (FRA) – Decathlon-CMA CGM
6. Alessandro Romele (ITA) – XDS-Astana
7. Bastien Tronchon (FRA) – Gorupama-FDJ gleiche
8. Hugo Hofstetter (FRA) – NSN
9. Orluis Aular (VEN) – Movistar
10. Matthew Brennan (GBR) – Visma-Lease a Bike Zeit
– 173 Fahrer klassiert.
DNF Tadej Pogacar (SLO) – UAE-XRG
DNF Floris van Tricht (BEL) – NSN
DNF Mattia Gaffuri (ITA) – Picnic-PostNL
DNF Diego Uriarte (ESP) – Kern Pharma
DNS Luca van Boven (BEL) – Lotto-Intermarché

Auf der bisher vom Profil her am harmlosesten aussehenden Vuelta-Etappe erlebte der große Radsport-Dominator der letzten Jahre die bisher schwärzeste Stunde seiner Karriere. 32 Kilometer vor dem Ziel löste Pogacar selbst einen Massensturz aus, fiel dabei heftig auf die linke Seite, verletzte sich offensichtlich an der Schulter und schlug sich unter anderem auch die linke Gesichtshälfte auf.
Am linken Straßenrand erwischte Pogacar mutmaßlich einen größeren Stein. Er geriet daraufhin ins Straucheln, kollidierte mit anderen Fahrern und überschlug sich. Zunächst lag der Weltmeister einige Zeit mit Schmerzen auf der Straße. Einen Versuch, noch einmal aufs Rad zu steigen, brach Pogacar sofort ab und ging stattdessen Richtung Krankenwagen. Schon davor hatte es auf der ansonsten völlig ereignisarmen 8. Etappe mehrere Stürze und Aufgaben gegeben. Auch auf der Zielgeraden knallte es noch einmal.

Pogacar hatte die Vuelta 2026 von Beginn weg angeführt und sich bereits einen praktisch uneinholbaren Vorsprung von 3:50 Minuten herausgefahren. Nur ein Ausscheiden konnte den Gesamtsieg noch verhindern. So kam es dann auch. Damit winkt plötzlich und unverhofft Mas (Movistar), Gall (Decathlon) und Onley (Netcompany) die Chance auf einen ersten Grand-Tour-Gesamtsieg, Roglic (Red Bull) auf den alleinigen Rekordsieg oder Kuss (Visma) und Carapaz (EF) auf einen weiteren Gesamtsieg bei einer 3-Wochen-Rundfahrt.

Das Rote Trikot übernahm Enric Mas exakt eine Minute vor Primoz Roglic und 1:11 vor Felix Gall. Etwas mehr als eine weitere Minute dahinter folgen Kuss, Onley und Carapaz untereinander nur durch wenige Sekunden getrennt. Mas beendete die Vuelta schon 4-mal auf dem Podium, davon 3-mal auf dem 2. Platz. Das Rote Trikot trug er jedoch noch nie. Bei der Siegerehrung zog es Mas auch nicht über, sondern nahm es nur entgegen.

Gesamtwertung
1. Enric Mas (ESP) – Movistar 23:23:33
2. Primoz Roglic (SLO) – Red Bull-Bora +1:00
3. Felix Gall (AUT) – Decathlon-CMA CGM +1:11

4. Sepp Kuss (USA) – Visma-Lease a Bike +2:15
5. Oscar Onley (GBR) – Netcompany-Ineos +2:16
6. Richard Carapaz (ECU) – EF Education-Easypost +2:22
7. Mattias Skjelmose (DEN) – Lidl-Trek +3:25
8. Harold Tejada (COL) – XDS-Astana +3:56
9. Gregor Mühlberger (AUT) – Decathlon-CMA CGM +5:39
10. Jakob Omrzel (SLO) – Bahrain Victorious +6:04
11. Clément Berthet (FRA) – Groupama-FDJ +7:31
12. Guillaume Martin (FRA) – Groupama-FDJ +8:11
13. Léo Bisiaux (FRA) – Decathlon-CMA CGM +8:23
14. Jarno Widar (BEL) – Lotto-Intermarché +8:59
15. Cristian Rodriguez (ESP) – XDS-Astana +9:12
16. Finlay Pickering (GBR) – Jayco-Alula +11:04
17. Ramses Debruyne (BEL) – Alpecin-Premier Tech +11:34
18. Matthew Riccitello (USA) – Decathlon-CMA CGM +13:14
19. Juan F. Rodriguez (COL) – EF Education-Easypost +13:22
20. Tobias Johannessen (NOR) – Uno-X +13:31

Einsamer früher Ausreißer der 8. Etappe war Sinuhé Fernandez (Burgos). Er wurde 38 Kilometer vorm Ziel eingeholt. 5 Kilometer später gewann Wout van Aert den Zwischensprint. Kurz danach ereignete sich der Sturz mit dem namhaftest möglichen Fahrer. Nach dem Sturz des Gesamtführenden nahm man im Feld dem ungeschriebenen Gesetz folgend erst einmal das Tempo heraus.
Dadurch wurde der einzige bezeichnete Anstieg des Tages nicht im Renntempo gefahren, und die Chance auf Attacken und Tempoverschärfungen verstrich. Hinter dem Anstieg attackierte dann Azparren (Pinarello). Sein Solo war nach 25 Kilometern ungefähr 2 Kilometer vor Schluss beendet.
Obwohl van Aert im Ziel keine Punkte holte, baute er wegen des Zwischensprints und des Ausscheidends von Pogacar seine Führung in der Wertung ums Grüne Trikot deutlich aus. Auf den 2. Platz rückte sein Teamkollege Brennan aus, obwohl er fast leer ausging.

Grünes Trikot
1. Wout van Aert (BEL) – Visma-Lease a Bike 124 p.

2. Matthew Brennan (GBR) – Visma-Lease a Bike 67
3. Mads Pedersen (DEN) – Lidl-Trek 58
4. Ethan Hayter (GBR) – Soudal-Quick Step 57
5. Christophe Laporte (FRA) – Visma-Lease a Bike 52
6. Bryan Coquard (FRA) – Cofidis 47
7. Jordi Meeus (BEL) – Red Bull-Bora 47
8. Tobias Johannessen (NOR) – Uno-X 45

Vuelta a España 2026 7. Etappe

7. Etappe Vall d’Alba – Aramón Valdelinares – 150 Km

Leknessund siegt am Tag der Norweger

An der Bergamkunft der 7. Etappe kamen erstmals bei dieser Vuelta 2026 einige frühe Ausreißer vorne durch. Andreas Leknessund (Uno-X) hängte am 9,8 Kilometer langen Schlussanstieg ins Skigebiet Valdelinares 4 Mitausreißer ab, darunter sein norwegischer Landsmann und Teamkollege Tobias Johannessen. Dieser wiederum distanzierte Wout van Aert (Visma) kurz vorm Ziel. Damit feierten 2 Leknessund und Johannessen einen Doppelerfolg mit Trauerflor am Todestag des Königs von Norwegen.
Mehrere Minuten hinter den Ausreißern zog unter den Klassementfahrern Felix Gall (Decathlon) mit seinem Team am Schlussanstieg das Tempo ordentlich an, so dass mit ihm nur noch die beiden Klassementbesten Tadej Pogacar (UAE) und Enric Mas (Movistar) übrig blieben. Innerhalb der letzten 2 Kilometer fuhr Pogacar noch um 6 Sekunden Gall davon, der wiederum 10 Sekunden auf Mas herausholte.
Zuvor ließen Roglic (Red Bull) und Onley (Netcompany) als letzte Fahrer hinter dem Trio der 3 augenscheinlich Besten abreißen. Gemeinsam mit dem aufschließenden Kuss (Visma) erreichten sie 29 Sekunden hinter Pogacar das Ziel. Der Gesamtvierte Carapaz (EF) verlor noch eine Minute mehr.

Ergebnis
1. Andreas Leknessund (NOR) – Uno-X 3:49:47

2. Tobias Johannessen (NOR) – Uno-X +0:34
3. Wout van Aert (BEL) – Visma-Lease a Bike +0:47
4. Jakob Omrzel (SLO) – Bahrain Victorious +0:58
5. Juan Rodriguez (COL) – EF Education-Easypost +1:13
6. Ivan Sosa (COL) – Kern Pharma +1:16
7. Alexej Luzenko (KAZ) – NSN +1:44
8. Eddie Dunbar (IRL) – Pinarello-Q36.5 +1:51
9. Léo Bisiaux (FRA) – Decathlon-CMA CGM +1:53
10. Raul Garcia Pierna (ESP) – Movistar +2:14

14. Guillaume Martin (FRA) – Groupama-FDJ +2:57
16. Finlay Pickering (GBR) – Jayco-Alula +3:24

19. Tadej Pogacar (SLO) – UAE-XRG +4:23
20. Felix Gall (AUT) – Decathlon-CMA CGM +4:29
21. Enric Mas (ESP) – Movistar +4:39
22. Sepp Kuss (USA) – Visma-Lease a Bike +4:52
23. Primoz Roglic (SLO) – Red Bull-Bora gl.Zeit
24. Oscar Onley (GBR) – Netcompany-Ineos gl.Zeit
25. Gregor Mühlberger (AUT) – Decathlon-CMA CGM +5:16
26. Matthew Riccitello (USA) – Decathlon-CMA CGM gl.Zeit
27. Harold Tejada (COL) – XDS-Astana +5:39
28. Mattias Skjelmose (DEN) – Lidl-Trek +5:42
29. Cristian Rodriguez (ESP) – XDS-Astana gl.Zeit
30. Richard Carapaz (ECU) – EF Education-Easypost +5:45

33. Clément Berthet (FRA) – Groupama-FDJ +6:20
39. Jarno Widar (BEL) – Lotto-Intermarché +9:04
74. Ramses Debruyne (BEL) – Alpecin-Premier Tech +14:07
– 178 Fahrer klassiert.

Gall nähert sich Podestplätzen

Pogacar baute seine Gesamtführung vor Mas minimal auf 3:50 Minuten aus. Mas konnte seinen Vorsprung auf den 3. Platz auf exakt einen Minute vergrößern. Diesen 3. Platz behielt Primoz Roglic vor Gall, der wie Kuss und Onley an Carapaz vorbeizog. Mit Debruyne (Alpecin) fiel der letzte Nicht-Klassementfahrer aus den Top-Ten zurück. Von den Ausreißern des Tages konnten sich innerhalb der Top-20 Omrzel (Bahrain) und Bisiaux (Decathlon) um je 4 Plätze auf die 11 und die 14 verbessern.

Gesamtwertung
1. Tadej Pogacar (SLO) – UAE-XRG 19:32:37

2. Enric Mas (ESP) – Movistar +3:50
3. Primoz Roglic (SLO) – Red Bull-Bora +4:50
4. Felix Gall (AUT) – Decathlon-CMA CGM +5:01

5. Sepp Kuss (USA) – Visma-Lease a Bike +6:05
6. Oscar Onley (GBR) – Netcompany-Ineos +6:06
7. Richard Carapaz (ECU) – EF Education-Easypost +6:12
8. Mattias Skjelmose (DEN) – Lidl-Trek +7:17
9. Harold Tejada (COL) – XDS-Astana +7:46
10. Gregor Mühlberger (AUT) – Decathlon-CMA CGM +9:29
11. Jakob Omrzel (SLO) – Bahrain Victorious +9:54
12. Clément Berthet (FRA) – Groupama-FDJ +11:21
13. Guillaume Martin (FRA) – Groupama-FDJ +12:01
14. Léo Bisiaux (FRA) – Decathlon-CMA CGM +12:13
15. Jarno Widar (BEL) – Lotto-Intermarché +12:49
16. Cristian Rodriguez (ESP) – XDS-Astana +11:43
17. Finlay Pickering (GBR) – Jayco-Alula +14:54
18. Ramses Debruyne (BEL) – Alpecin-Premier Tech +15:24
19. Pablo Torres (ESP) – UAE-XRG +15:47
20. Matthew Riccitello (USA) – Decathlon-CMA CGM +17:04

56. Andreas Leknessund (NOR) – Uno-X +42:52

Leknessund und van Aert waren von Etappenbeginn weg an der Spitze. Sie hängten einen Mitausreißer ab und widerstanden einer größeren Verfolgergruppe, die wieder vom Hauptfeld eingeholt wurde. Bei nach wie vor engen Abständen bildete sich eine neue große Verfolgergruppe, aus der Johannessen, Dunbar (Jayco) und Luzenko (XDS) über 100 Kilometer vorm Ziel erreichten.
Das neue Spitzenquintett konservierten dern Vorsprung vor der Verfolgergruppe beharrlich auf rund eine Minute, während man sich im Hauptfeld beruhigte und die Chancen auf den Tagessieg aufgab. Diese Chance war jedoch auch für die Fahrer in der Verfolgergruppe dahin. Noch knapp die Hälfte von ihnen, 10 Mann, waren eingangs des Schlussanstiegs noch in einer ersten Verfolgergruppe übrig.

Aus dieser konnten Jakob Omrzel, Juan Felipe Rodriguez (EF) und Ivan Sosa (Kern Pharma) noch Luzenko und Dunbar überholen, nicht jedoch mehr Leknessund, Johannessen und van Aert. Für Leknessund war es nach 4-mal Platz 2 beim Giro, davon allein 3-mal dieses Jahr, nun endlich der erste Etappensieg bei einer Grand Tour.
Van Aert erobert Grünes Trikot

Van Aert wiederum holte zuzüglich der Punkte für den 3. Platz auch den Sieg beim Zwischensprint und eroberte so das Grüne Trikot, in dem er auf der 7. Etappe bereits stellvertretend unterwegs war. Dessen eigentlicher Inhaber, der in rot fahrende Pogacar, blieb ausnahmsweise mal ohne Punkte – auch in der Bergwertung, die er allerdings weiterhin überlegen 10 Punkte vor seinem neuen Stellvertreter Leknessund anführt.

Grünes Trikot
1. Wout van Aert (BEL) – Visma-Lease a Bike 104 p.

2. Tadej Pogacar (SLO) – UAE-XRG 102
3. Matthew Brennan (GBR) – Visma-Lease a Bike 60
4. Ethan Hayter (GBR) – Soudal-Quick Step 57
5. Christophe Laporte (FRA) – Visma-Lease a Bike 52
6. Tobias Johannessen (NOR) – Uno-X 45

Vuelta a España 2026 6. Etappe

6. Etappe Alcossebre – Castellón – 178 Km

Mas holt Pogacar ein, der aber erneut siegt

Tadej Pogacar (UAE) gewann in Castelló auch die 6. Etappe der Spanien-Rundfahrt 2026. Allerdings passierte etwas ganz Seltenes: Im steilen letzten Anstieg inklusive Schotterabschnitt hob Pogacar wieder mal zum Solo ab, aber just an der Kuppe holte ihn sensationell ein Fahrer ein. Dieser Fahrer war Enric Mas (Movistar), der dann aber im Zweiersprint doch chancenlos war. Mit 46 Sekunden Rückstand führte Ramses Debruyne (Alpecin) die ersten Verfolger über die Linie.

Einen Schreckmoment erlebte Pogacar in der grenzwertigen Abfahrt, als er zu weit aus einer Kurve getragen wurde. Statt eines Abgrunds ging die Reise aber kurz durch die Botanik und dann weiter zurück auf das Sträßchen. Die ersten Verfolger verkürzten in der Abfahrt den Rückstand von 35 auf 25 Sekunden. Die Lücke ging jedoch wieder auf, als Roglic (Red Bull), Gall (Decathlon) und Debruyne von Carapaz (EF) und Tejada (XDS) eingeholt wurden. Debruyne stammte aus der Spitzengruppe des Tages und ging mit knapp 2 Minuten Vorsprung in den Puerto El Bartolo.

Als Pogacar dort 24,5 Kilometer vorm Ziel beschleunigte, nachdem der letzte Helfer verbraucht war, machte Onley (Netcompany) nicht als erster Fahrer den Fehler, Pogacars Attacke zunächst mitgehen zu wollen. Das ging nach hinten los. Onley platzte trotzdem wenige Momente später ab, musste dann auch Roglic, Gall und Carapaz ziehen lassen und wurde von Tejada überholt. In einer Gruppe mit Kuss (Visma) und Skjelmose (Lidl) erreichte Onley 1:38 Minuten hinter den Pogacar und Mas das Ziel. Ein heißer Tag mit Temperaturen bis 34 Grad war eventuell nur ein Vorbote für das, was die Fahrer den Rest der Vuelta noch weiter im Süden Spaniens erwarten könnte.

Ergebnis
1. Tadej Pogacar (SLO) – UAE-XRG 4:12:40

2. Enric Mas (ESP) – Movistar gl.Zeit
3. Ramses Debruyne (BEL) – Alpecin-Premier Tech +0:46
4. Richard Carapaz (ECU) – EF Education-Easypost
5. Harold Tejada (COL) – XDS-Astana alle
6. Felix Gall (AUT) – Decathlon-CMA CGM gleiche
7. Primoz Roglic (SLO) – Red Bull-Bora Zeit
8. Cristian Rodriguez (ESP) – XDS-Astana +1:38
9. Clément Berthet (FRA) – Groupama-FDJ
10. Mattias Skjelmose (DEN) – Lidl-Trek alle
11. Sepp Kuss (USA) – Visma-Lease a Bike gleiche
12. Oscar Onley (GBR) – Netcompany-Ineos Zeit
13. Andreas Kron (DEN) – Uno-X +3:46

Pogacar baute seine Gesamtführung auf 3:34 Minuten vorm 2. Platz aus. Auf diesen verbesserte sich der 3-malige Vuelta-Zweite Enric Mas, um 47 Sekunden vorbei an Primoz Roglic. Entsprechend des Tagesresultats rückten Richard Carapaz und Felix Gall auf die Plätze 4 und 5 auf.
Während Kuss, Onley und Skjelomose an Boden verloren, rückten Debruyne und Tejada zu ihnen in die Top-Ten der Gesamtwertung auf. Um 3 Sekunden verpasste Debruyne das weiße Trikot des besten Jungprofis, das Onley behielt. Nicht an seine bisherige Bergleistung konnte der junge Jarno Widar (Lotto) anknüpfen. Er verlor fast 4 Minuten und rutschte knapp heraus aus den Top-Ten, ebenso wie Vine (UAE), der nach getaner Arbeit für Pogacar noch mehr Zeit verlor.

Gesamtwertung
1. Tadej Pogacar (SLO) – UAE-XRG 15:38:27

2. Enric Mas (ESP) – Movistar +3:34
3. Primoz Roglic (SLO) – Red Bull-Bora +4:21
4. Richard Carapaz (ECU) – EF Education-Easypost +4:50
5. Felix Gall (AUT) – Decathlon-CMA CGM +4:55
6. Sepp Kuss (USA) – Visma-Lease a Bike +5:36
7. Oscar Onley (GBR) – Netcompany-Ineos +5:37
8. Ramses Debruyne (BEL) – Alpecin-Premier Tech +5:40
9. Mattias Skjelmose (DEN) – Lidl-Trek +5:58
10. Harold Tejada (COL) – XDS-Astana +6:30
11. Jarno Widar (BEL) – Lotto-Intermarché +8:08
12. Gregor Mühlberger (AUT) – Decathlon-CMA CGM +8:36
13. Clément Berthet (FRA) – Groupama-FDJ +9:24
14. Cristian Rodriguez (ESP) – XDS-Astana +11:43
15. Jakub Omrzel (SLO) – Bahrain Victorious +13:19
16. Guillaume Martin (FRA) – Groupama-FDJ +13:27

Nachdem in der Anfangsphase keine Fluchtgruppe entscheidend wegkam, spannten im Laufe der 6. Etappe zwischenzeitlich 16 Ausreißer zusammen: Canal (Movistar), van Aert (Visma), Gloag (Pinarello), Bilbao, Buitrago (beide Bahrain), Konrad (Lidl), Debruyne, Bennett (NSN), Garofoli (Soudal), Kron (Uno-X), Albanese (EF), Wilksch (Tudor), Diaz /Burgos), Craps (Lotto), Leemreize (Lotto) und Berrade (Kern Pharma). In der Gesamtwertung mit Abstand der Bestplatzierte war Ramses Debruyne auf dem 12. Platz mit 4:44 Minuten Rückstand aufs Rote Trikot.
Nichtsdestotrotz hielten die Helfer Pogacars den Abstand eng. Wout van Aert griff 57,5 Kilometer vorm Ziel ohne Gegenwehr die Maximalpunkte beim Zwischensprint ab. Für den Etappensieg bekam Pogacar allerdings ebenfalls 20 Punkte, so dass es bei einem Abstand von 33 Punkten zu van Aert blieb. Dieser löste als Stellvertreter im Grünen Trikot seinen Teamkollegen Brennan ab.
Fürs Bergtrikot holte Buitrago an den ersten 3 Bergpreisen 2 Siegen und einen 2. Platz. Doch die Punkte reichten nicht einmal, um den bisher zweitplatzierten Fortunato (XDS). Entscheidender waren ohnehin die Punkte am höher kategorisierten letzten Anstieg, an dem Mas so gerade eben Pogacar abfing und des neuer Stellvertreter im Bergtrikot ist – mit weniger als halb so vielen Punkten.

Im letzten Anstieg war Widar schon zurückgefallen, bevor Pogacar mit einer Tempoverschärfung angriff. Die noch fehlende halbe Minute zu Debruyne war schnell aufgeholt. Mas löste Onley schnell als ersten Verfolger ab. Onley konnte auch bald das Tempo von Roglic und Gall nicht mehr mitgehen, ebenso wie Carapaz, der aber zusammen mit Tejada den Rückstand zu den Verfolgern auf wenige Sekunden begrenzen und in der Abfahrt aufholen konnte.

In die Abfahrt stach Mas zuerst hinein. Nach einigen Kurven ging Pogacar auf dem schmalen, exponierten Sträßchen vorbei und fuhr sogleich mehrere Radlängen Vorsprung voraus, bis er einen schnellen Schuss vor den Bug durch seinen Ausflug in die Botanik erhielt. Die beiden arbeiteten dann bis zum Schlusskilometer zusammen. Den Sprint fuhr Pogacar von vorne an. Aber auch hier: Er bekam trotz wild entschlossenem Sprint den normalerweise in dieser Disziplin stark unterlegenen Mas nicht vom Hinterrad abgeschüttelt. Für die 3. Tagessieg nach 6 Etappen reichte es trotzdem allemal.

TPC en Nouvelle-Aquitaine 2026

1. Etappe: Saint-Claud – Dompierre-sur-Mer – 192 Km


Plomi Foto

1 FRETIN Milan BEL Cofidis 04:31:26
2 PENHOËT Paul FRA Groupama-FDJ United 00:00
3 GUDMESTAD Tord NOR Decathlon CMA CGM Team 00:00
4 MCDONALD Brody USA Modern Adventure Pro Cycling 00:00
5 FELDMANN Karsten NOR Unibet Rose Rockets 00:00
6 HENNEQUIN Paul FRA Euskaltel-Euskadi 00:00
7 SANLAVILLE Mathias FRA CIC Pro Cycling Academy 00:00
8 MAINGUENAUD Tom FRA Nice Métropole Côte d’Azur 00:00
9 DORENBOS Yanne NED Azerion / Villa Valkenburg 00:00
10 CARDIS Romain FRA St Michel-Preference Home-Auber 93 00:00

2. Etappe: Puilboreau – Lezay – 199 Km

1 TESSON Jason FRA Team TotalEnergies 04:43:24
2 FRETIN Milan BEL Cofidis 00:00
3 GUDMESTAD Tord NOR Decathlon CMA CGM Team 00:00
4 AUGÉ Ronan FRA Unibet Rose Rockets 00:00
5 OOSTERLINCK Joes BEL Van Rysel-Roubaix 00:00
6 GEORGE Alfie GBR Elite Fondations Cycling Team 00:00
7 PENHOËT Paul FRA Groupama-FDJ United 00:00
8 MCDONALD Brody USA Modern Adventure Pro Cycling 00:00
9 MANZIN Lorrenzo FRA Team TotalEnergies 00:00
10 BESSEGA Tommaso ITA Team Polti VisitMalta 00:00

3. Etappe: Cherves – Vouillé – ITT – 27,7 Km

1 DECOMBLE Maxime FRA Groupama-FDJ United 00:30:23
2 CAVAGNA Remi FRA Groupama-FDJ United 00:28
3 HAYTER Leo GBR Modern Adventure Pro Cycling 00:31
4 PEDERSEN Rasmus Søjberg DEN Decathlon CMA CGM Team 00:33
5 LEROUX Samuel FRA Team TotalEnergies 00:49
6 MOURIS Wessel NED Unibet Rose Rockets 00:50
7 VAN DER TUUK Axel NED Euskaltel-Euskadi 00:57
8 LARSEN Niklas DEN Unibet Rose Rockets 00:58
9 GUERNALEC Thibault FRA Team TotalEnergies 01:02
10 IZAGIRRE Ion ESP Cofidis 01:03

4. Etappe: Saint-Symphorien – Poitiers – 186 Km

1 FRETIN Milan BEL Cofidis 03:56:06
2 MUNOZ Hodei ESP Euskaltel-Euskadi 00:00
3 IZAGIRRE Ion ESP Cofidis 00:00
4 LEROUX Samuel FRA Team TotalEnergies 00:00
5 AUGÉ Ronan FRA Unibet Rose Rockets 00:03
6 THÉOT Killian FRA Van Rysel-Roubaix 00:03
7 MCDONALD Brody USA Modern Adventure Pro Cycling 00:03
8 BELLETTA Dario ITA Team Polti VisitMalta 00:03
9 PEDERSEN Rasmus Søjberg DEN Decathlon CMA CGM Team 00:03
10 VOOGT Niek NED Azerion / Villa Valkenburg 00:03

Gesamtendwertung nach der 4.Etappe

1 DECOMBLE Maxime FRA Groupama-FDJ United 13:41:22
2 PEDERSEN Rasmus Søjberg DEN Decathlon CMA CGM Team 00:33
3 LEROUX Samuel FRA Team TotalEnergies 00:44
4 VAN DER TUUK Axel NED Euskaltel-Euskadi 00:50
5 HAYTER Leo GBR Modern Adventure Pro Cycling 00:53
6 MOURIS Wessel NED Unibet Rose Rockets 00:56

7 IZAGIRRE Ion ESP Cofidis 00:56
8 ÅRNES Daniel NOR Van Rysel-Roubaix 00:58
9 LARSEN Niklas DEN Unibet Rose Rockets 01:12
10 DE BOD Stefan RSA Modern Adventure Pro Cycling 01:12

Ötztaler Radmarathon: Drei Tage Radsport-Feeling in Sölden

Live am Sonntag:

Link zum Livestream: https://www.youtube.com/live/XSRYXSTS-F8?si=tNNmvpgmdDSYqmWd

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Das Teilnehmerfeld der 45. Auflage des Ötztaler Radmarathons verspricht erneut hochklassigen Sport und einen spannenden Kampf um den prestigeträchtigen Sieg. Titelverteidiger Daniel Federspiel (AUT) will seinen Erfolg aus dem Vorjahr wiederholen und trifft dabei auf starke Konkurrenz. Zu den bekanntesten Namen zählen Jack Burke (CAN), Stefano Cecchini (ITA). Auch der ehemalige Amateur-Weltmeister Johnny Hoogerland (NED) gehört zu den prominenten Startern. Für Aufsehen sorgt zudem der junge Tiroler Jonas Holzknecht (AUT), der im Vorjahr mit einem starken zweiten Platz auf sich aufmerksam machte. Auch der mehrfache MTB-Marathon-Weltmeister Alban Lakata (AUT) will 2026 nach mehreren Spitzenplatzierungen endlich den Sieg beim Ötztaler einfahren.

Besonders prominent ist das Feld auch durch den ehemaligen WorldTour-Profi und Spitzenskibergsteiger Toni Palzer (GER) und die ehemaligen Weltklasse-Skifahrer Werner Heel (ITA) und Manfred Mölgg (ITA).

Im Frauenfeld geht Janine Meyer (GER) als Titelverteidigerin und dreifache Siegerin an den Start. Die Deutsche hat den Ötztaler 2023, 2024 und 2025 gewonnen und dabei in den vergangenen beiden Jahren jeweils neue Streckenrekorde aufgestellt. Herausgefordert wird Meyer unter anderem von Catherine Rossmann (GER), die den Ötztaler 2022 gewinnen konnte und nach ihrer Pause wieder um einen Spitzenplatz kämpfen will.
Friedrich von Schmettow
Senior Manager Digital & Social Media Distribution

quattro media GmbH

Vom Bike-Expo-Erlebnis über den Bike4Help-Prolog und Live-Talks bis zum großen Renntag: Das Rahmenprogramm des 45. Ötztaler Radmarathons macht Sölden von 28. bis 31. August zum Treffpunkt der internationalen Radsport-Community.

Wenn am Sonntag, den 30. August, um 6:30 Uhr der Startschuss zum 45. Ötztaler Radmarathon fällt, liegen in Sölden bereits zwei Tage voller Radsport-Highlights hinter den Teilnehmer:innen und Besucher:innen. Denn der Ötztaler Radmarathon ist längst mehr als die sportliche Herausforderung über 227 Kilometer, 5.500 Höhenmeter und vier Alpenpässe. Rund um den Mythos Ötztaler erwartet die Radsport-Community ein umfangreiches Programm, das Sport, Information, Unterhaltung und Begegnung miteinander verbindet.

Bike-Expo und Bike4Help: Auftakt am Freitag
Den Auftakt macht am Freitag, 28. August, die Bike-Expo „Ötztaler Sattelfest“. Von 10:00 bis 20:00 Uhr können sich alle Interessierten auf dem Vorplatz und in der Sporthalle der Freizeit Arena über aktuelle Produkte, Trends und Angebote aus der Welt des Radsports informieren. Gleichzeitig erfolgt die Ausgabe der Startpakete für die Teilnehmer:innen des Ötztaler Radmarathons.

Sportlich wird es am Freitag bereits am Nachmittag beim Bike4Help-Prolog. Von 15:00 bis 18:00 Uhr steht dabei der gute Zweck im Zuge der sozialen Nachhaltigkeit im Mittelpunkt. Der spannende Bergsprint über einen Kilometer und 105 Höhenmeter im Einzelzeitfahrmodus ist für maximal 200 Starter:innen geöffnet. Das Nenngeld beträgt 25 Euro, und der komplette Reinerlös wird der wohltätigen Organisation Bike4Help gespendet. „Mit der Teilnahme unterstützen die Starter:innen bedürftige Familien in Tirol“, erläutert OK-Chef Dominic Kuen. Anschließend werden die Sieger des Prologs ab 19:30 Uhr in der Sporthalle der Freizeit Arena ausgezeichnet. Am Start ist auch wieder der zweifache Sieger Jonas Holzknecht, der im Vorjahr auch einen neuen Streckenrekord aufgestellt hatte.

Radsport-Talk und letzte Infos am Samstag
Am Samstag, den 29. August, öffnet die Bike Expo nochmals von 9:00 bis 18:30 Uhr ihre Tore. Um 16:30 Uhr folgt in der Sporthalle der Freizeit Arena der ÖRM Live Podcast auf dem Programm. Dabei dreht sich alles um die Geschichten, Menschen und Emotionen rund um den legendären Radmarathon. Host Marco Brugger begrüßt dabei Urban Gstrein und Anna Maria Klocker vor dem Mikro. „Anna Maria ist Personal Trainerin, Bergwanderführerin und Outdoor-Enthusiastin, sie wird auch das Thema Damen aus Teilnehmersicht beleuchten. Urban ist das Urgestein und schon viele Male mitgefahren. Die Kombi ist insofern interessant, dass wir das Thema Radmarathon aus verschiedenen Perspektiven auch sehr nahbar erzählen können für die Zuhörer:innen“, erläutert Brugger. Um 18:00 Uhr wird es für die mehr als 4.000 Teilnehmer:innen ernst: Beim Fahrerbriefing erhalten sie die letzten wichtigen Informationen für den Renntag. Das Briefing wird ebenfalls live online und auf den LED-Walls rund um die Freizeit Arena übertragen.

Sonntag: Sölden wird zur Radsport-Hauptstadt
Der Sonntag steht ganz im Zeichen des 45. Ötztaler Radmarathons. Bereits ab 6:15 Uhr begleitet ÖRM TV das Geschehen mit einer umfangreichen Live-Übertragung, die bis 21:30 Uhr läuft. Zuschauer können das Renngeschehen damit nicht nur entlang der Strecke, sondern auch rund um die Freizeit Arena verfolgen. Apropos Strecke, heuer gibt es am Radmarathontag zwischen 05:30 und 9:30 Uhr beim Kühtaier Dorfstadl eine Specialized Cheering Zone zum Anfeuern! Um 6:30 Uhr fällt bei der BP Tankstelle der Startschuss für die mehr als 4.000 Teilnehmer:innen. Ein Kanonenschuss der Schützenkompanie Sölden markiert den Beginn eines der härtesten und zugleich emotionalsten Radmarathons Europas. Vor den Fahrer liegen 227 Kilometer und 5.500 Höhenmeter über Kühtai, Brenner, Jaufenpass und Timmelsjoch, ehe es zurück nach Sölden geht.

Während die Athlet:innen auf der Strecke um jede Sekunde kämpfen, wartet in Sölden ein buntes Programm auf die Zuschauer:innen und Familien. Von 11:00 bis 16:00 Uhr gibt es ein Kinderprogramm am Vorplatz des Ötztal Tourismus. Um 12:00 Uhr sorgt Einradartist David Weichenberger mit einer Show und einem Workshop für spektakuläre Unterhaltung. Ab 13:15 Uhr werden dann die Schnellsten im Ziel bei der Freizeit Arena erwartet. Rund um 14:00 Uhr sollte die beste Dame Sölden erreichen. Für die Finisher geht das Erlebnis anschließend weiter: Die Recovery Zone by Reboots bietet von 14:00 bis 19:00 Uhr die Möglichkeit zur Regeneration.

Der emotionale Schlusspunkt
Wenn gegen 20:15 Uhr die letzten Teilnehmer:innen im Ziel erwartet werden, endet ein langer Tag voller sportlicher Höchstleistungen und persönlicher Erfolgsgeschichten. Nach einer kurzen Feier im Zielraum, um 20:35 Uhr, werden bei der offiziellen Siegerehrung in der Sporthalle der Freizeit Arena die besten Athlet:innen ausgezeichnet und der oder die letzte Finisherin wird unter großem Applaus zur Siegerehrung eskortiert.

www.oetztaler-radmarathon.com

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Pressekontakt:
MR PR – Martin Roseneder
Tel.: +43 664 913 76 77
eMail: martin@mr-pr.at
Homepage: www.mr-pr.at

Vuelta a España 2026 3., 4. und 5. Etappe

3.Etappe Gruissan – Font Romeu – 174 Km

Abbruch wegen starken Regens und Hagels

Wegen unwetterartigen Regens mit Hagel wurde die 3. Etappe der Spanien-Rundfahrt 2026 kurz vor Schluss abgebrochen. Zum Zeitpunkt des Abbruchs lagen der übrige frühe Ausreißer Wenzel (Kern Pharma) und der zu ihm aufgeschlossene Fortunato (XDS) rund 20 Sekunden vorm Hauptfeld. Sowohl schon abgehängte Fahrer als auch die Fahrer des Hauptfelds hielten von selbst aus an, um Unterschlupf in Häusern zu finden. An eine Fortsetzung war nicht mehr zu denken.

Außer Wenzel hießen die Ausreißer des Tages Le Gac (Groupama), Hayter (Soudal), Cort (Uno-X), Hellemose (Jayco) und Roosen (Picnic). Der Vorsprung des Spitzensextetts war niemals groß. Außerdem zerplatzte das Hauptfeld innerhalb der letzten 100 Kilometer in Windstaffeln, wodurch das Tempo rasant nach oben ging. Die Situation war jedoch nach kurzer Zeit wieder bereinigt, so dass die 6 Ausreißer doch noch vorn übrig waren, als es in die zumeist sachte steigenden letzten 30 Kilometer ging.

4. Etappe (105km) von Andorra-la-Vella nach Andorra-la-Vella

Vorschau auf diese Etappe: Nachdem das Bergaufziel des Vortages noch so etwas wie das Schaf im Wolfspelz war, steht am vierten Tag der Vuelta a España 2026 deren erste richtige Bergetappe auf dem Programm. Das Ziel liegt allerdings im Tal in Andorra la Vella. Dort geht es auch los gleich 23,3 Kilometer bergauf zum höchsten Pyrenäenpass, Port d’Envalira, und von dort durch den Tunnel und dann auf selber Straße wieder bergab. Es folgt eine Runde mit Collada de Beixalis (6,5 km à 8,5 %) und Coll d’Ordino (9,9 km à 7 %). Nach den 3 Kategorie-1-Bergen und der Abfahrt in Richtung andorranischer Hauptstadt biegt man kurz vor dieser noch in einen nur 4 Kilometer kurzen Anstieg nach La Comella ab, der knapp 5 Kilometer vorm Ziel erreicht wird.

Pogacar wie immer und zu erwarten unfassbar

Tadej Pogacar (UAE) gewann in Andorra la Vella die 4. Etappe der Spanien-Rundfahrt 2026 mit gewohnt unfassbarer Überlegenheit. Auf dem nur 105 Kilometer langen Ritt durch die andorranischen Pyrenäen fuhr der 27-jährige Slowene über 50 Kilometer vorm Ziel an der steilsten Stelle des Col de Beixalis einfach allen verbliebenen Mitfahrern weit davon. Im Ziel hatte Pogacar 2:39 Minuten Vorsprung vor den 6 ersten Verfolgern. Diese wurden von Jarno Widar (Lotto) vor Felix Gall (Decathlon) über die Linie geführt.

Nach den ersten 3 Pässen versammelten sich abgeschlagen hinter Pogacar 9 Fahrer: Gall und dessen Teamkollege Mühlberger, Widar sowie Onley (Netcompany), Kuss (Visma), Mas (Movistar), Roglic (Red Bull), Carapaz (EF) und Skjelmose (Lidl). Im letzten, kürzen Anstieg musste Skjelmose abreißen lassen. Mühlberger reihte sich an dessen Hinterrad ein. Beide verloren 38 Sekunden auf Widar und Gall. Carapaz fiel auch noch um 18 Sekunden zurück, wohingegen Onley, Kuss, Mas und Roglic – bis auf Bonussekunden – keine Zeit auf Widar und Gall verloren.

Ergebnis
1. Tadej Pogacar (SLO) – UAE-XRG 2:40:35

2. Jarno Widar (BEL) – Lotto-Intermarché +2:39
3. Felix Gall (AUT) – Decathlon-CMA CGM
4. Oscar Onley (GBR) – Netcompany-Ineos

5. Sepp Kuss (USA) – Visma-Lease a Bike alle
6. Enric Mas (ESP) – Movistar gleiche
7. Primoz Roglic (SLO) – Red Bull-Bora Zeit
8. Richard Carapaz (ECU) – EF Education-Easypost +2:57
9. Mattias Skjelmose (DEN) – Lidl-Trek +3:17
10. Gregor Mühlberger (AUT) – Decathlon-CMA CGM gl.Zeit
11. Jay Vine (AUS) – UAE-XRG +3:37
12. Ramses Debruyne (BEL) – Alpecin-Premier Tech +3:57
13. Harold Tejada (COL) – XDS-Astana +4:34
14. Pablo Torres (ESP) – UAE-XRG +4:40
15. Marco Brenner (GER) – Tudor +5:14
16. Clément Berthet (FRA) – Groupama-FDJ +6:29

25. Jørgen Nordhagen (NOR) – Visma-Lease a Bike +8:13
27. Mikel Landa (ESP) – Soudal-Quick Step +8:16
30. Tobias Johannessen (NOR) – Uno-X +12:55
49. Luke Tuckwell (AUS) – Red Bull-Bora +18:36

Schon nach 4 von 21 Etappen der Deckel drauf

Pogacar gewann mit fast exakt dem gleichen Vorsprung, mit dem er – ebenfalls in den Pyrenäen – sechseinhalb Wochen zuvor bei der Tour de France schon früh den Deckel auf den Gesamtsieg machte. Damals war es die 6. Etappe mit 2:38 Minuten vor dem bei der Vuelta abwesenden Vingegaard. Nun wurde es 2 Etappen früher eine Sekunde mehr, wobei es Pogacar in den Abfahrten und insbesondere in den letzten Kurven sichtbar austrudeln ließ.
Der große Dominator ließ seinen Vorsprung in der Gesamtwertung auf 3:21 Minuten explodieren. Auf den 2. Platz rückte sein Landsmann, 4-fache Vuelta-Gesamtsieger Primoz Roglic, auf. Der ebenfalls 4-fache, aber noch sieglose Vuelta-Podestfahrer Enric Mas folgt 9 Sekunden hinter Roglic und 12 Sekunden vor einem weiteren Ex-Gesamtsieger, Sepp Kuss, auf dem 3. Platz.

Von den am höchsten gewetteten Fahrern auf den 2. Gesamtplatz hinter Pogacar verbesserten sich Onley und Gall auf den 5. und 7. Platz – 23 und 36 Sekunden hinter Roglic. Pogacars Teamkollege, der Vorjahreszweite Almeida, war hingegen schon früh abgehängt und spielte somit überhaupt keine Rolle.
Der Tageszweite Widar brachte eine Hypothek aus dem Auftaktzeitfahren mit, so dass er in der Gesamtwertung noch hinter Carapaz und Skjelmose blieb. Von den jungen, potenziellen Klassementfahrern war Widar aber der einzige, der in Andorra vorne mithalten konnte.

5. Etappe Falset – Roquetes – 174 Km

Auch Brennan nun mit 2 Tagessiegen

Matthew Brennan (Visma) gewann im Massensprint von Roquetes die 5. Etappe der Vuelta a España 2026, deren erste auf spanischem Boden. Der 21-jährige Brite hatte diesmal – anders als bei seinem Sieg auf der 2. Etappe – einen Fahrer am Hinterrad, der immerhin nicht den Kontakt verlor. Doch an ein Überholen war für Jordi Meeus (Red Bull) nicht zu denken, so dass ihm der 2. Platz vor Vincenzo Albanese (EF) blieb. Nach 5 Etappen bleibt es damit bei 2 verschiedenen Tagessiegern: Pogacar (UAE) und Brennan.
Im Kategorie-3-Anstieg knapp 30 Kilometer vorm Ziel fielen etliche Sprinter zurück, von denen nicht alle ins Hauptfeld zurückkehrten. Von den bekam Brennan das Finale durch sein Team von vorne vorbereitet, zuletzt von den Premium-Anfahrern van Aert und Laporte. Alessandro Romele (XDS) kam an der Bande nicht mehr neben Albanese durch.

Ergebnis
1. Matthew Brennan (GBR) – Visma-Lease a Bike 3:47:02
2. Jordi Meeus (BEL) – Red Bull-Bora

3. Vincenzo Albanese (ITA) – EF Education-Easypost
4. Alessandro Romele (ITA) – XDS-Astana
5. Axel Laurance (FRA) – Netcompany-Ineos alle
6. Orluis Aular (VEN) – Movistar
7. Christophe Laporte (FRA) – Visma-Lease a Bike
8. Alberto Dainese (ITA) – Soudal-Quick Step gleiche
9. Vito Braet (BEL) – Lotto-Intermarché
10. David Gonzalez (ESP) – Pinarello-Q36.5
11. Wout van Aert (BEL) – Visma-Lease a Bike Zeit
– 180 Fahrer klassiert.
DNF van Sintmaartensdijk (NED) – Lotto-Intermarché
DNS Cian Uijtdebroeks (BEL) – Movistar

Die Gesamtführung blieb natürlich bei Tadej Pogacar (UAE). Als bester des Rests verharrte Primoz Roglic (Red Bull) auf dem 2. Platz unverändert 3:21 Minunten hinter Pogacar und deutlich knapper vor den nächsten Fahrern.

Gesamtwertung
1. Tadej Pogacar (SLO) – UAE-XRG 11:26:01
2. Primoz Roglic (SLO) – Red Bull-Bora +3:21

3. Enric Mas (ESP) – Movistar +3:32
4. Sepp Kuss (USA) – Visma-Lease a Bike +3:44
5. Oscar Onley (GBR) – Netcompany-Ineos +3:45
6. Richard Carapaz (ECU) – EF Education-Easypost +3:50
7. Felix Gall (AUT) – Decathlon-CMA CGM +3:57
8. Mattias Skjelmose (DEN) – Lidl-Trek +4:06
9. Jarno Widar (BEL) – Lotto-Intermarché +4:06
10. Jay Vine (AUS) – UAE-XRG +4:11
11. Gregor Mühlberger (AUT) – Decathlon-CMA CGM +4:34

Die frühe Spitzengruppe des Tages wurde zunächst nicht weit weggelassen und dann auch schon nach 70 Kilometern, bei noch 110 zu fahrenden, vom Hauptfeld wieder eingeholt. Windkanten lauerten am Horizont, und kurz teilte sich auch das Peloton, was aber schnell wieder gekittet war.
Einige Kilometer vor dem Zwischensprint setzte sich Hayter (Netcompany) als Solist für die Punkte in Szene. Seine Rolle als stellvertrender Träger des Grünen Trikots (für Pogacar, wen sonst) war Hayter nach der 5. Etappe allerdings trotzdem los, weil Brennan die fetten Punkte im Ziel holte. Beim Zwischensprint jedoch hatte man teamintern noch auf van Aert gebaut, der den 2. Platz hinter Hayter belegte.

Grünes Trikot
1. Tadej Pogacar (SLO) – UAE-XRG 82 p.

2. Matthew Brennan (GBR) – Visma-Lease a Bike 60
3. Ethan Hayter (GBR) – Soudal-Quick Step 57
4. Christophe Laporte (FRA) – Visma-Lease a Bike 50
5. Wout van Aert (BEL) – Visma-Lease a Bike 48
6. Pau Miquel (ESP) – Bahrain Victorious 30

Als Hayter eingeholt war, gab es noch ein Solo von Kron (Uno-X) bis zum Fuße des Anstiegs, an dem das Peloton ordentlich ausgedünnt wurde. 17 Kilometer vorm Ziel attackierte Azparren (Pianrello) einer Gegensteigung. Van Aert höchstpersönlich stieg nach. Er neutralisierte damit die Attacke und stellte sich fortan wie das restliche Team in den Dienst von Brennan.

Tour de l’Avenir 2026

5. Etappe: Les Carroz – Flaine – IOTT – 11,40 Km

Etappensieg und Gesamtführung: Lorenzo Finn dominiert Bergzeitfahren bei der Tour de l’Avenir


Plomi Foto

Lorenzo Finn hat die fünfte Etappe der Tour de l’Avenir gewonnen. Der 19-jährige Italiener der Red Bull – BORA – hansgrohe Rookies übernahm zugleich das Gelbe Trikot des Gesamtführenden.

Das Gelbe Trikot hat im Radsport eine besondere Bedeutung – vor allem in Frankreich. Das gilt auch für die Tour de l’Avenir – dem wichtigsten Etappenrennen im U23-Bereich. Seit Montag trägt Lorenzo Finn genau jenes berühme Gelbe Trikot: Der 19-jährige Italiener der Red Bull – BORA – hansgrohe Rookies gewann in überzeugender Manier das Bergzeitfahren nach Flaine und übernahm die Gesamtführung. Zwei Etappen vor dem Ende der Tour de l’Avenir hat Finn damit einen entscheidenden Schritt in Richtung Gesamtsieg gemacht.

Auf der 11,4 Kilometer langen Bergprüfung von Les Carroz hinauf nach Flaine, die über die Rampen des Col de la Pierre Carrée mit durchschnittlich 6,4 Prozent Steigung führte, verwies der Italiener (25:47 Minuten) Ugo Fabries (Frankreich, UAE Team Emirates Gen Z) um 34 Sekunden auf Rang zwei. Dritter wurde der bisherige Gesamtführende Niels Driesen (Belgien, Lotto – Groupe Wanty) mit 58 Sekunden Rückstand. Vor den letzten beiden Etappen liegt Finn nun 58 Sekunden vor Driesen und 1:36 Minuten vor Kasper Haugland (Norwegen, Decathlon CMA CGM Development Team). Für Lorenzo Finn ist es bereits der neunte Saisonsieg, für die Rookies der 16. Erfolg des Jahres.

Viel Zeit zum Durchatmen bleibt nicht: Am Dienstag steht die Königsetappe über rund 149 Kilometer und 5000 Höhenmeter und einer Bergankunft auf dem berühmten Col de l’Iseran an. Die Tour de l’Avenir endet am Mittwoch mit einer weiteren Bergankunft am Lago Serro.

„Ich bin überglücklich über meinen ersten Etappensieg hier. Die Tour de l’Avenir ist ein sehr wichtiges Rennen für mich und für das Team. Wir hatten in den letzten Tagen einiges an Pech, umso schöner ist es, jetzt den Sieg und das Gelbe Trikot zu holen. Der Anstieg war richtig hart, dazu kam die Höhe. Aber ich habe mir die Kräfte gut eingeteilt und mich gut gefühlt. Es stehen noch zwei große Tage an – wir müssen also konzentriert bleiben.“
— Lorenzo Finn
„Lorenzo war heute richtig schnell – noch einmal schneller, als wir erwartet hatten. Der Anstieg kam ihm sehr entgegen und er hat sich die Kräfte perfekt eingeteilt. Jetzt haben wir einen ordentlichen Vorsprung, der nächste Fahrer in der Gesamtwertung liegt bei knapp einer Minute. Für die kommenden Tage heißt das, dass wir uns voll auf die Verteidigung des Gelben Trikots konzentrieren werden.“
— Pello Olaberria, Sportlicher Leiter

6. Etappe: Châtillon-sur-Cluses – Val d’Isère/Col de l’Iseran – 149 Km

1 BORREMANS Kasper FIN Bahrain Victorious Development Team 04:33:43
2 SCHOOFS Jasper BEL Soudal Quick-Step DT 00:03
3 JACKOWIAK Janek POL Bahrain Victorious Development Team 00:19
4 FINN Lorenzo ITA Red Bull-BORA-hansgrohe Rookies 00:39
5 RAMÍREZ Mateo ECU UAE Team Emirates Gen-Z 00:42
6 BRAVO Henrique BRA Soudal Quick-Step DT 01:01
7 VANHUFFEL Matteo BEL Development Team Picnic PostNL 01:21
8 ARSAC Rémi FRA Decathlon CMA CGM Dev Team 01:26
9 DRIESEN Niels BEL Lotto-Groupe Wanty 01:48
10 HUBER Jan SUI Tudor Pro Cycling Team U23 01:51

7. Etappe: Strambino – Ceresole Reale – Lago Serrù – 128 Km

1 FINN Lorenzo ITA Red Bull-BORA-hansgrohe Rookies 03:15:42
2 DRIESEN Niels BEL Lotto-Groupe Wanty 00:27
3 RAMÍREZ Mateo ECU UAE Team Emirates Gen-Z 00:28
4 BRAVO Henrique BRA Soudal Quick-Step DT 00:28
5 FABRIES Ugo FRA UAE Team Emirates Gen-Z 00:41
6 ARSAC Rémi FRA Decathlon CMA CGM Dev Team 01:12
7 HAUGLAND Kasper NOR Decathlon CMA CGM Dev Team 01:13
8 JACKOWIAK Janek POL Bahrain Victorious Development Team 01:18
9 VANHUFFEL Matteo BEL Development Team Picnic PostNL 01:18
10 SCALCO Matteo ITA XDS Astana Development Team 01:30

Gesamtendendwertung nach der 7. Etappe

1 FINN Lorenzo ITA Red Bull-BORA-hansgrohe Rookies 21:56:50
2 DRIESEN Niels BEL Lotto-Groupe Wanty 02:34
3 VANHUFFEL Matteo BEL Development Team Picnic PostNL 03:42
4 RAMÍREZ Mateo ECU UAE Team Emirates Gen-Z 03:46
5 BRAVO Henrique BRA Soudal Quick-Step DT 03:57
6 FABRIES Ugo FRA UAE Team Emirates Gen-Z 04:19

7 HAUGLAND Kasper NOR Decathlon CMA CGM Dev Team 04:45
8 JACKOWIAK Janek POL Bahrain Victorious Development Team 04:46
9 SCHOOFS Jasper BEL Soudal Quick-Step DT 05:19
10 ZOMERMAAND Jurgen NED Development Team Picnic PostNL 05:37

Lorenzo Finn triumphiert bei der Tour de l’Avenir

Mit einem überragenden Sieg auf der Schlussetappe untermauerte Finn seinen Gesamterfolg. Für die Red Bull – BORA – hansgrohe Rookies ist es der erste Gesamterfolg bei der Tour de l’Avenir überhaupt.
Lorenzo Finn hat die 62. Tour de l’Avenir gewonnen. Nachdem er bereits das Bergzeitfahren am Montag für sich entscheiden konnte, holte der 19-jährige Italiener aus den Reihen der Red Bull – BORA – hansgrohe Rookies auch den Sieg auf der finalen Bergankunft am Lago Serrù. Mit seinem Etappenerfolg auf dem siebten und finalen Tagesabschnitt untermauerte Finn seine Gesamtführung und gewann damit das Gelbe Trikot bei der Tour de France des U23-Radsports. Neben dem Gesamtsieg gewann Finn auch das Berg- und das Nachwuchstrikot.

Die Tour de l’Avenir gilt als das wichtigste Etappenrennen in der U23-Kategorie – eine Siegerliste mit Fahrern wie Tadej Pogačar, Egan Bernal, Isaac del Toro und zuletzt Paul Seixas belegt das eindrucksvoll. In diesem Jahr öffnete die Rundfahrt ihre Türen erstmals für die Development-Teams der WorldTour-Mannschaften, die neben den Nationalauswahlen an den Start gingen. Und sie prägten das Rennen: Alle sieben Etappen gingen an Fahrer der Nachwuchsteams. Für Lorenzo Finn bedeutet der Erfolg zudem ein Stück Radsportgeschichte: Als erster Fahrer seit Gianbattista Baronchelli 1973 konnte er sowohl den Giro Next Gen – den Giro d’Italia der U23 – als auch die Tour de l’Avenir im selben Jahr gewinnen.

Auf der 130 Kilometer langen Schlussetappe von Strambino zur Bergankunft am Lago Serrù ließ Finn dabei keine Zweifel aufkommen. Nachdem er das Gelbe Trikot bereits mit seinem Sieg im Bergzeitfahren der fünften Etappe übernommen hatte, kontrollierten die Red Bull – BORA – hansgrohe Rookies den Renntag, bevor Finn zwei Kilometer vor dem Schlussstrich attackierte und das Ziel auf 2.275 Metern Höhe 27 Sekunden vor Niels Driesen (Belgien, Lotto – Groupe Wanty) und Mateo Ramírez (Ecuador, UAE Team Emirates Gen Z) erreichte. In der Gesamtwertung setzte sich Finn mit 2:34 Minuten Vorsprung auf Driesen und 3:42 Minuten auf Matteo Vanhuffel (Belgien, Development Team Picnic PostNL) durch. Es ist bereits Finns elfter Saisonsieg und der 18. Erfolg für die Rookies.

„Besser hätte ich diese Tour de l’Avenir nicht beenden können. Ich bin dem Team sehr dankbar. Wir sind heute voll auf Etappensieg gefahren. Der Schlussanstieg war sehr hart und ich bin super happy, dass ich es vollenden konnte. Dass das Rennen in Italien zu Ende gegangen ist, macht es noch schöner – auf dem letzten Anstieg und den ganzen Tag über haben mich unglaublich viele Menschen angefeuert. Gemeinsam mit dem Giro Next Gen war die Tour de l’Avenir mein großes Ziel in diesem Jahr, und ich habe beides gewonnen. Das macht mich sehr stolz.“
— Lorenzo Finn
„Es ist immer etwas Besonderes, im Gelben Trikot zu gewinnen. Genau das war der Plan – und das Team hat ihn heute perfekt umgesetzt. Michiel Mouris und Davide Donati haben die Etappe von Beginn an kontrolliert und die Fluchtgruppe des Tages nie weit wegkommen lassen. Danach haben Noah Lindholm Møller Andersen und Paul Fietzke bis in den Schlussanstieg übernommen. Sie haben einen unglaublichen Job gemacht und Lorenzo hat es dann vollendet. Nicht nur für ihn, sondern auch für uns als Team ist das ein ganz besonderer Erfolg und ich bin sehr stolz auf die ganze Mannschaft.“
— Pello Olaberria, Sportlicher Leiter

© Twila Federica Muzzi

Deutschland Tour 2026 4. Etappe: Heilbronn – Heilbronn – 157 Km

Magnier gewinnt 4. Etappe,
Del Toro wird Gesamtsieger,
Heidemann holt Bergtrikot


Plomi Foto

1 MAGNIER Paul FRA SOUDAL QUICK-STEP 03:37:39
2 VAN POPPEL Danny NED RED BULL – BORA – HANSGROHE 00:00
3 TEUTENBERG Tim Torn GER LIDL-TREK 00:00
4 DEL GROSSO Tibor NED ALPECIN-PREMIER TECH 00:00

5 ZAMBANINI Edoardo ITA BAHRAIN VICTORIOUS 00:00
6 TESFAZION Natnael ERI MOVISTAR TEAM 00:00
7 VENTURINI Clément FRA UNIBET ROSE ROCKETS 00:00
8 THOMAS Benjamin FRA COFIDIS 00:00
9 JOUSSEAUME Alan FRA TOTALENERGIES 00:00
10 GRAAT Tijmen NED TEAM VISMA | LEASE A BIKE 00:00

Gesamtendwertung nach der 4. Etappe


Plomi Selfie, Del Toro hat mich dazu aufgefordert!! 🙂

1 DEL TORO Isaac MEX UAE TEAM EMIRATES XRG 17:39:48
2 BARRE Louis FRA TEAM VISMA | LEASE A BIKE 00:53
3 HIRSCHI Marc SUI TUDOR PRO CYCLING TEAM 01:08
4 RACCAGNI NOVIERO Andrea ITA SOUDAL QUICK-STEP 01:24
5 VACEK Mathias CZE LIDL-TREK 01:25
6 TESFAZION Natnael ERI MOVISTAR TEAM 01:25
7 SORARRAIN AGIRREZABALA Gorka ESP CAJA RURAL-SEGUROS RGA 01:26
8 OLDANI Stefano ITA CAJA RURAL-SEGUROS RGA 01:28
9 SCHACHMANN Maximilian GER SOUDAL QUICK-STEP 01:28
10 CADENA MARTINEZ Edgar David MEX TEAM STORCK – MRW BAU 01:33
11 STORK Florian GER TUDOR PRO CYCLING TEAM 01:35
12 TEUNS Dylan BEL COFIDIS 01:36
13 PELLIZZARI Giulio ITA RED BULL – BORA – HANSGROHE 01:36
14 LOOCKX Lander BEL UNIBET ROSE ROCKETS 01:38
15 BURGAUDEAU Mathieu FRA TOTALENERGIES 01:39
16 ZIMMERMANN Georg GER GERMAN NATIONAL TEAM 01:42

Magnier siegt, Del Toro triumphiert – Heidemann begeistert

Sonntag, 23. August, Heilbronn – Paul Magnier (Soudal Quick-Step) hat die 4. Etappe der Lidl Deutschland Tour 2026 gewonnen. Der Franzose setzte sich nach 156,5 Kilometern rund um Heilbronn im Sprint vor Danny van Poppel (Red Bull-BORA-hansgrohe) und Tim Torn Teutenberg (Lidl-Trek) durch. Den Gesamtsieg sicherte sich Isaac Del Toro (UAE Team Emirates-XRG), der das Blaue Trikot erfolgreich verteidigte.

Die erste reguläre Etappe in der Geschichte der Deutschland Tour mit Start und Ziel in derselben Stadt wurde lange von einer Ausreißergruppe geprägt. Zu ihr gehörten erneut Miguel Heidemann (REMBE | rad-net) und Ben Felix Jochum (Team Lotto Kern-Haus Outlet Montabaur). Besonders Heidemann zeigte sich nach zahlreichen Kilometern an der Spitze in den vergangenen Tagen auch beim Finale noch einmal offensiv. Mit weiteren Punkten an den Bergwertungen machte er den Gesamtsieg in der Bergwertung perfekt.

Die Spitzengruppe behauptete ihren Vorsprung bis weit in das Finale. Erst 14,2 Kilometer vor dem Ziel stellte das Hauptfeld die letzten Ausreißer. Anschließend erhöhte Team Visma | Lease a Bike das Tempo und versuchte, für den Gesamtzweiten Louis Barré noch einmal eine Gelegenheit zu schaffen.
Doch Isaac del Toro hatte das Rennen unter Kontrolle. 12,3 Kilometer vor dem Ziel ging der Träger des Blauen Trikots selbst in die Offensive und setzte sich auf dem letzten Anstieg vom Feld ab. Der Mexikaner nahm einen kleinen Vorsprung mit in Richtung Heilbronn und lag lange auf Kurs zu einem spektakulären Solosieg.

Erst kurz vor dem Ziel wurde del Toro wieder eingeholt. Im anschließenden Sprint spielte Soudal Quick-Step seine Stärke aus: Paul Magnier setzte sich vor van Poppel und Teutenberg durch und feierte nach seinem Erfolg bei den ADAC Cyclassics Hamburg innerhalb einer Woche den nächsten Sieg in Deutschland.
Del Toro erreichte das Ziel mit dem Hauptfeld und krönte sich zum Gesamtsieger der Lidl Deutschland Tour 2026. Louis Barré belegte mit 53 Sekunden Rückstand den zweiten Platz, Marc Hirschi (Tudor Pro Cycling Team) komplettierte als Dritter das Podium. Damit endeten fünf Renntage vom Prolog in Bad Orb bis zum großen Finale in Heilbronn.

Das war die Lidl Deutschland Tour 2026

Fünf Renntage, fünf unterschiedliche Sieger und ein hochklassiger Gesamtsieger: Isaac del Toro gewinnt die Lidl Deutschland Tour 2026. Der Mexikaner eröffnete die Rundfahrt mit dem Sieg im Prolog von Bad Orb, holte sich auf der Königsetappe das Blaue Trikot zurück und ließ auch beim Finale in Heilbronn nichts mehr anbrennen.
Louis Barré setzte mit seinem Solo in Schwäbisch Hall das erste Ausrufezeichen, Alessio Magagnotti gewann den Regensprint in Offenbach an der Queich und Giulio Pellizzari entschied die Königsetappe in Bad Dürkheim für sich. Zum Abschluss schlug Paul Magnier im Sprint von Heilbronn zu. Miguel Heidemann verbrachte etliche Kilometer in der Flucht und belohnte sich mit dem Bergtrikot.
Von kurzen, steilen Rampen über die Anstiege im Pfälzerwald bis zum schnellen Finale in Heilbronn war alles dabei: Attacken, Windkanten, Ausreißergruppen und ein Klassementkampf, den Del Toro am Ende souverän für sich entschied.

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Deutschland Tour 2026 3. Etappe: Herxheim – Bad Dürkheim – 171 Km


Plomi Foto

1 Pellizzari Giulio Red Bull – BORA – hansgrohe 25 30 12″ 4:03:44
2 del Toro Isaac UAE Team Emirates – XRG 15 18 9″ ,,
3 Hirschi Marc Tudor Pro Cycling Team 10 12 5″ 0:34
4 Remijn Senna Alpecin – Premier Tech 5 7 0:49
5 Raccagni Noviero Andrea Soudal Quick-Step 3 4 ,,
6 Tesfatsion Natnael Movistar Team 3 ,,
7 Oldani Stefano Caja Rural – Seguros RGA 2 ,,
8 Morgado António UAE Team Emirates – XRG 1 ,,
9 Burgaudeau Mathieu TotalEnergies ,,
10 Stork Florian Tudor Pro Cycling Team ,,

Gesamt:

1 2 ▲1 del Toro Isaac UAE Team Emirates – XRG 5 14:02:12
2 1 ▼1 Barré Louis Team Visma | Lease a Bike 0:52
3 12 ▲9 Hirschi Marc Tudor Pro Cycling Team 1:05
4 5 ▲1 Raccagni Noviero Andrea Soudal Quick-Step 1:21
5 7 ▲2 Tesfatsion Natnael Movistar Team 1:22
6 10 ▲4 Vacek Mathias Lidl – Trek 1:23
7 11 ▲4 Sorarrain Gorka Caja Rural – Seguros RGA ,,
8 13 ▲5 Schachmann Maximilian Soudal Quick-Step 1:25
9 14 ▲5 Oldani Stefano Caja Rural – Seguros RGA ,,
10 44 ▲34 Pellizzari Giulio Red Bull – BORA – hansgrohe 1:26

Bulle schlägt Stier: Giulio Pellizzari gewinnt die Königsetappe der Lidl Deutschland Tour

Pellizzari gewinnt Königsetappe – Del Toro erobert Blau zurück

Samstag, 22. August, Bad Dürkheim – Giulio Pellizzari (Red Bull–BORA–hansgrohe) hat die Königsetappe der Lidl Deutschland Tour 2026 gewonnen. Nach 170,8 Kilometern von Herxheim nach Bad Dürkheim setzte sich der Italiener vor Isaac Del Toro (UAE Team Emirates-XRG) durch.

Del Toro sorgte rund 35 Kilometer vor dem Ziel mit seiner Attacke für die entscheidende Rennsituation, distanzierte den bisherigen Gesamtführenden Louis Barré (Team Visma | Lease a Bike) und eroberte das Blaue Trikot zurück.
Schon früh ging es auf den mehr als 3.000 Höhenmetern um die Bergwertung. Miguel Heidemann (REMBE | rad-net) setzte sich mit einer Ausreißergruppe ab und sammelte an der Lolosruhe sowie bei der ersten Überfahrt der Kalmit die maximale Punktzahl. Damit ging der Plan des deutschen Teams auf: Heidemann übernahm das Bergtrikot von seinem Teamkollegen Ole Theiler.

Im Kampf um die Gesamtwertung fiel die Entscheidung am Rotsteig. Nach der Vorarbeit von UAE Team Emirates-XRG attackierte Del Toro rund 35 Kilometer vor dem Ziel. Barré versuchte zu folgen, konnte die Lücke zum Mexikaner aber nicht schließen. Wenig später setzte sich auch Giulio Pellizzari ab und fuhr zu Del Toro nach vorne. Gemeinsam holten Del Toro und Pellizzari den zuvor allein führenden Nelson Oliveira (Movistar Team) ein. Als Oliveira das Tempo nicht mehr halten konnte, gingen die beiden jungen Kletterspezialisten allein ins Finale. Dahinter versuchte Barré mehrfach, den Rückstand zu reduzieren, konnte das Spitzenduo aber nicht mehr erreichen.

Auf dem Wurstmarktgelände in Bad Dürkheim machten Pellizzari und Del Toro den Tagessieg unter sich aus. Pellizzari hatte im Sprint die größeren Reserven und gewann die Königsetappe vor Del Toro. Marc Hirschi (Tudor Pro Cycling Team) komplettierte das Podium. Del Toro geht damit im Blauen Trikot in den letzten Renntag der Lidl Deutschland Tour 2026. Für Heidemann wurde der offensive Auftritt ebenfalls belohnt: Der Deutsche führt vor der Schlussetappe die Bergwertung an.

Einschätzung der 4. Etappe

Zum Abschluss der Lidl Deutschland Tour 2026 wartet noch einmal eine anspruchsvolle Etappe. Über 156,5 Kilometer führt das Finale von Heilbronn durch das Heilbronner Land und zurück in die Stadt. Rund 2.500 Höhenmeter bieten den Klassementfahrern eine letzte Gelegenheit, die Gesamtwertung noch einmal anzugreifen.
Bereits nach 15,8 Kilometern wartet am Schloss Stocksberg die erste Bergwertung. Anschließend führt die Strecke über Zaberfeld und Sulzfeld zurück Richtung Heilbronn, bevor bei Kilometer 93,4 die entscheidende Phase beginnt. Auf der Heilbronner Schlussrunde muss das Peloton dreimal den Jägerhaus-Anstieg bewältigen. Mit 2,3 Kilometern Länge und durchschnittlich 5,2 Prozent Steigung bietet er mehrfach Gelegenheit für Attacken. Nach der letzten Überquerung bleiben nur noch wenige Kilometer bis ins Ziel. Ein Bonussprint in Donnbronn 7,8 Kilometer vor der Ziellinie könnte zudem im Kampf um das Blaue Trikot eine wichtige Rolle spielen. Damit bleibt die Lidl Deutschland Tour 2026 bis zum Schluss offen: Die kurze, intensive Finaletappe bietet sowohl starken Puncheuren als auch den Klassementfahrern noch einmal die Chance, das Rennen in Heilbronn zu ihren Gunsten zu entscheiden.

Am 23. August 2026 steht Heilbronn ganz im Zeichen des Radsports. Die Stadt am Neckar ist Gastgeber des großen Finales der Lidl Deutschland Tour 2026. Die vierte und letzte Etappe startet und endet in Heilbronn – hier fällt nach fünf Renntagen die Entscheidung um den Gesamtsieg und das Blaue Trikot.
Heilbronn verbindet urbanes Leben mit Weinlandschaft und einer ausgeprägten Sportbegeisterung. Bereits 2024 war die Stadt Etappenort und begrüßt die Lidl Deutschland Tour 2026 nun erneut. Im Herzen der Stadt können die Fans die Profis beim entscheidenden Finale aus nächster Nähe erleben.
Doch nicht nur die Profis stehen an diesem Sonntag im Mittelpunkt. Mit der ADAC Cycling Tour können auch Hobbyradsportler auf gesperrten Straßen selbst in die Pedale treten. Ergänzt wird das Programm durch die LichtBlick Newcomer Tour, die kinder Joy of Moving mini tour und weitere Angebote für die ganze Familie. Damit wird Heilbronn am Finaltag zum Treffpunkt für Profis, Nachwuchs, Hobbyfahrer und Radsportfans und zur Bühne für die letzte Entscheidung der Lidl Deutschland Tour 2026.

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Lidl Deutschland Tour
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Giulio Pellizzari gewinnt Königsetappe der Deutschland Tour
Giulio Pellizzari setzt sich im Finale gegen den neuen Gesamtführenden Isaac del Toro durch und beschert Red Bull – BORA – hansgrohe den zweiten Etappensieg in Folge bei der Deutschland Tour 2026.
Das Etappenprofil zwischen Herxheim und Bad Dürkheim versprach ein ständiges Auf und Ab. Auch wenn die Anstiege vergleichsweise kurz waren, machten mehr als 3.000 Höhenmeter auf den Runden durch die Pfalz die Königsetappe zu einem anspruchsvollen Renntag.
Für Red Bull – BORA – hansgrohe stand vor allem der Kampf um den Etappensieg im Fokus. Nach dem gestrigen Erfolg von Alessio Magagnotti wollte das deutsche UCI WorldTeam das Momentum nutzen und setzte heute auf die Kletterqualitäten von Giulio Pellizzari.

Die Vorentscheidung fiel bereits 35 Kilometer vor dem Ziel. Isaac del Toro attackierte am Anstieg zum Rotsteig. Pellizzari reagierte nicht sofort, sondern fuhr seinen eigenen Rhythmus, erhöhte Schritt für Schritt das Tempo und schloss wenig später zum Mexikaner auf.

„Ich kenne Isaac ziemlich gut und weiß, dass er an zwei Minuten langen Anstiegen einfach auf einem anderen Niveau fährt. Ihm direkt zu folgen, wäre ein Fehler gewesen. Deshalb bin ich mein eigenes Tempo gefahren, ohne das Risiko einzugehen, zu überziehen. Bis zur Kuppe bin ich so schnell gefahren, wie ich konnte, und in der Abfahrt habe ich wieder zu ihm aufgeschlossen.“
— Giulio Pellizzari
Auf der ersten Zielrunde rund um Bad Dürkheim blieb das Tempo an der Spitze hoch. Das Duo schüttelte seinen letzten Begleiter ab und ging gemeinsam in die zweite und entscheidende Zielrunde. Im Sprint der beiden Freunde sicherte sich Pellizzari den Tagessieg.

„Gestern haben wir uns riesig über Alessios Sieg gefreut. Heute wollten wir direkt noch einmal gewinnen. Die Zusammenarbeit mit Isaac hat super funktioniert – er hatte die Gesamtwertung im Blick, während ich auf den Etappensieg gefahren bin. Mein persönliches Ziel für diese Saison war es, mehr Rennen zu gewinnen. Deswegen freue ich mich über den heutigen Sieg und möchte dafür meinen Teamkollegen und dem gesamten Team danken.“
— Giulio Pellizzari

Nach seinen Erfolgen bei der Tour of the Alps und der Vuelta a Burgos feiert Pellizzari damit bereits seinen vierten Etappensieg der Saison bei einem Rennen der UCI ProSeries.
Nachdem Red Bull – BORA – hansgrohe in den vergangenen vier Ausgaben der Deutschland Tour ohne Etappensieg geblieben war, gelingen dem Team nun innerhalb von nur 24 Stunden gleich zwei Siege: Auf Alessio Magagnottis Sprintüberraschung folgt Pellizzaris Triumph auf der Königsetappe.

Vuelta a España 2026 Etappe 1+2

Pogacar 9 Hundertstel vor Hayter

Eh schon der mit haushohem Abstand stärkste Fahrer, dann auch noch das Hundertstelglück auf seiner Seite: Tadej Pogacar (UAE) gewann in seiner Wahlheimat Monaco hauchdünn das 9,4-Kilometer-Einzelzeitfahren der Spanien-Rundfahrt 2026. Der 27-jährige Slowene unterbot die Bestmarke von Ethan Hayter (Soudal) um läppische 9 Hundertstelsekunden. Der wiederum hatte seine beiden britischen Landsmänner Joshua Tarling (Netcompany) und Callum Thornley (Red Bull) im 4 und 5 Sekunden geschlagen und schon beinah wie der Sieger ausgesehen.

Denn Hayter nahm augenscheinlich volles Risiko, reizte die vielen Kurven in Monaco aus und hatte bei der Zwischenzeit nach 5,6 Kilometern noch über 3 Sekunden Vorsprung vor Pogacar und allen anderen. So jedoch triumphierte Pogacar und eroberte zugleich sein erstes Rotes Trikot für die Führung in der Vuelta-Gesamtwertung – die er vielleicht bis zum Ende auch gar nicht mehr abgeben wird. Von den weiteren potenziellen Podestfahrern ließ Felix Gall (Decathlon) auf dem 94. Platz schon 46 Sekunden liegen. Oscar Onley (Netcompany) kam mit 50 Sekunden Verlust nicht einmal in die Top-100.

Pogacars Teamkollege Almeida hingegen verlor nur 18 Sekunden. Die Ex-Gesamtsieger Roglic (Red Bull) und Kuss (Visma) kamen auf 22 und 45 Sekunden. Von den Etappenjägern blieb Wout van Aert (Visma) mit 9 Sekunden auf Schlagdistanz zum Roten Trikot. Denn für einen Etappensieg gibt es ab dem Folgetag 10 Bonussekunden. Mads Pedersen (Lidl) hingegen baute 16 Sekunden Rückstand auf.

Ergebnis
1. Tadej Pogacar (SLO) – UAE-Emirates 10:57
2. Ethan Hayter (GBR) – Soudal-Quick Step +0:00
3. Joshua Tarling (GBR) – Netcompany-Ineos +0:04
4. Callum Thornley (GBR) – Red Bull-Bora +0:05

5. Christophe Laporte (FRA) – Visma-Lease a Bike +0:06
6. Léo Bisiaux (FRA) – Decathlon-CMA CGM +0:08
7. Oscar Chamberlain (AUS) – Decathlon-CMA CGM +0:09
8. Wout van Aert (BEL) – Visma-Lease a Bike +0:09
9. Finn Fisher-Black (NZL) – Red Bull-Bora +0:10
10. Arthur Kluckers (LUX) – Tudor +0:11

12. Stefan Küng (SUI) – Tudor +0:14
15. Mads Pedersen (DEN) – Lidl-Trek +0:16
18. João Almeida (POR) – UAE-Emirates +0:18
22. Luke Tuckwell (AUS) – Red Bull-Bora +0:21
24. Primoz Roglic (SLO) – Red Bull-Bora +0:22

38. Tobias Johannessen (NOR) – Uno-X +0:28
40. Mattias Skjelmose (DEN) – Lidl-Trek +0:29
50. Enric Mas (ESP) – Movistar +0:33
52. Richard Carapaz (ECU) – EF Education-Easypost +0:33
55. Jørgen Nordhagen (NOR) – Visma-Lease a Bike +0:35
89. Sepp Kuss (USA) – Visma-Lease a Bike +0:45
91. Felix Gall (AUT) – Decathlon-CMA CGM +0:46

Etappe 2: Brennan gewinnt souverän


Plomi Foto

2. Etappe Monaco – Manosque – 215 Km
Matthew Brennan (Visma) gewann die 2. Etappe der Vuelta a España 2026 im Sprint auf ansteigendem Terrain. Im südfranzösischen Manosque schüttelte der 21-jährige Brite keinen geringeren als Mads Pedersen (Lidl) sprintend vom Hinterrad ab und triumphierte mit mehreren Radlängen Vorsprung. Tadej Pogacar (UAE) im Roten Trikot des Gesamtführenden übersprintete noch knapp Pedersen für den 3. Platz und 4 Bonussekunden. Denn von weit hinten kam Pau Miquel (Bahrain) noch sensantionell auf und um eine halbe Radlänge vorbei an an Pogacar und Pedersen.

Brennans Team hatte die erste Patrone in Person von Wout van Aert knapp 2 Kilometer abgeschossen. Seiner Attacke folgte zunächst nur Pogacar, dann auch Romele. Doch das Tempo schlief ein, so dass es doch zu einer Sprintentscheidung aus einem großen Feld kam, allerdings wegen des Bergauf-Charakters durchmischt mit Sprintern, Allroundern und Klassementfahrern. Fisher-Black (Red Bull) eröffnete den Sprint viel zu früh und zu optimistisch und wurde noch auf den 7. Platz durchgereicht, als dann Brennan die Rakete zündete und Pedersen aus den Schuhen fuhr. Für das große Talent war es der erste Grand-Tour-Etappensieg gleich beim ersten Versuch, wenn man vom Zeitfahren des Vortages mal absieht.

Ergebnis
1. Matthew Brennan (GBR) – Visma-Lease a Bike 4:47:47

2. Pau Miquel (ESP) – Bahrain Victorious
3. Tadej Pogacar (SLO) – UAE-XRG
4. Mads Pedersen (DEN) – Lidl-Trek
5. Hugo Hofstetter (FRA) – NSN>
8. Axel Laurance (FRA) – Netcompany-Ineos
9. Oscar Onley (GBR) – Netcompany-Ineos
10. Orluis Aular (VEN) – Movistar alle


22. Wout van Aert (BEL) – Visma-Lease a Bike
25. Richard Carapaz (ECU) – EF Education-Easypost gleiche
26. Enric Mas (ESP) – Movistar
30. Primoz Roglic (SLO) – Red Bull-Bora
33. Mattias Skjelmose (DEN) – Lidl-Trek Zeit
59. João Almeida (POR) – UAE-Emirates +0:18
66. Felix Gall (AUT) – Decathlon-CMA CGM +0:18
80. Ethan Hayter (GBR) – Soudal-Quick Step +0:31

DNF Sergio Chumil (GUA) – Burgos-Burpellet

In der Gesamtwertung wollte es Ethan Hayter (Soudal) nicht auf sich sitzen lassen, in eben jenem Einzelzeitfahren einen Tag zuvor nur 9 Hunderstel am Sieg und am Roten Trikot vorbeigefahren zu sein. Er positionierte sich deswegen im Fluchtquartett des Tages mit Bouwman (Jayco), Fernandez (Burgos) und Uriarte (Kern Pharma) und gewann – da bereits als Solist – den Zwischensprint 36 Kilometer vorm Ziel für 6 Bonussekunden und die virtuelle Gesamtführung. Van Aert holte hier aus dem Feld 4 Sekunden. Damit verkürzte er den Rückstand zu Pogacar auf 5, verlor jedoch die Schlagdistanz zu Hayter angesichts von maximal 10 Bonussekunden im Ziel.

Dort hingegen kam Hayter mit 31 Sekunden Rückstand nur auf den 80. Platz, so dass die 6 Sekunden unterwegs für die Katz waren. Pogacar stellte durch 4 Bonussekunden im Ziel den 9-Sekunden-Abstand zu van Aert wieder her. Van Aert spielte im Zielsprint keine Rolle, kletterte aber in der Gesamtwertung auf den 2. Platz. Durch die 10 Sekunden für den Tagessieg verbesserte sich Brennan auf den 3. Platz direkt eine Sekunde hinter seinem Teamkollegen. Von den Klassementfahrern verloren unter anderem Almeida (UAE) und Gall (Decathlon) 18 Sekunden.

Gesamtwertung
1. Tadej Pogacar (SLO) – UAE-XRG 4:58:40

2. Wout van Aert (BEL) – Visma-Lease a Bike +0:09
3. Matthew Brennan (GBR) – Visma-Lease a Bike +0:10
4. Léo Bisiaux (FRA) – Decathlon-CMA CGM +0:12
5. Finn Fisher-Black (NZL) – Red Bull-Bora +0:14
6. Stefan Küng (SUI) – Tudor +0:18

7. Jay Vine (AUS) – UAE-XRG +0:18
8. Mads Pedersen (DEN) – Lidl-Trek +0:20
9. Primoz Roglic (SLO) – Red Bull-Bora +0:26
10. Jordan Labrosse (FRA) – Decathlon-CMA CGM +0:27