Lexware Rothaus Team: Weltcup Mont Sainte Anne

Julian Schelb vom Lexware-Rothaus Team hat im kanadischen Mont Sainte Anne das beste U23-Weltcup-Resultat seiner Karriere erzielt und den zweiten Platz belegt. In der Gesamtwertung machte er einen Sprung von zwölf auf neun. „Hmm, ich weiß gar nicht was ich sagen soll.“ Julian Schelb zuckte mit den Achseln. Das war nicht unbedingt die Reaktion, die man von einem Sportler erwartet, der gerade sein bestes Weltcup-Resultat erzielt hat. Die Jubelpose war verhalten. Nein, er sei „nicht hundert Prozent zufrieden“, meinte Schelb. Klar habe er an den Sieg gedacht. „Wenn man in der Spitzengruppe liegt, muss man das“, nickte Julian Schelb. Aber es war weniger der Umstand, dass ihn der noch amtierende Junioren-Weltmeister Anton Cooper (Neuseeland) in der vorletzten Runde abhängte und auf Rang mit 1:07 Minuten Abstand auf Rang zwei verwies, der den Münstertäler grübeln ließen. „Mit dem zweiten Streckenteil bin ich nicht so gut klar gekommen“, meinte er selbstkritisch und er fühle sich jetzt auch „nicht ganz kaputt“. Es bleibe das Gefühl nicht alles raus geholt zu haben. Julian Schelb hatte sich sehr aktiv gezeigt. Er spielte in der vierköpfigen Gruppe, die in der zweiten von sechs Runden entstanden war, eine prägende Rolle. Der Weltcupführende Markus Schulte-Lünzum (Haltern) fiel zurück, nachdem er unter Druck zu viel riskiert und einen Reifendefekt erlitten hatte. Schelbs Tempoarbeit fiel dann auch noch der Schweizer Reto Indergand zum Opfer, der mit 1:41 Minuten Rückstand Rang drei belegte. Das war dann auch der positive Aspekt des Rennens, den Julian Schelb am Ende doch noch fand. „Es war schon cool das Rennen mal von vorne zu kontrollieren anstatt hinterher zu fahren und zu leiden wie ein Hund“, schmunzelte Schelb. „Das war vor der WM gar nicht schlecht“, fand er.

Auf jeden Fall konnte der 20-Jährige seine zuletzt gezeigten Leistungen bestätigen und kann mit Selbstvertrauen die verbleibenden drei Wochen bis zur WM in Südafrika angehen. In der Weltcup-Gesamtwertung, die weiter der diesmal fünftplatzierte Markus Schulte-Lünzum anführt, hat sich Julian Schelb von Platz zwölf auf neun verbessert.

Photographen:

Armin M. Küstenbrück / EGO-Promotion

Marius Maasewerd / EGO-Promotion

 

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Julian Schelb

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Siegerehrung

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