4.Lauf zum Mountainbike Weltcup: Drei Siege in Andorra

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 Foto (Ego Promotion): – 2x Grenzenloser Siegesjubel von Sabine Spitz

Sensationeller Weltcup-Erfolg für Sabine Spitz, Kathrin Stirnemann gewinnt im Sprint, Sieg in der Teamwertung, gelungenes Comeback für Adelheid Morath Der vierte Lauf zum Mountainbike Weltcup in Andorra wurde für das Sabine Spitz Haibike Pro Team, zum erfolgreichsten Weltcup-Wochenende in der Team-Geschichte. Mit insgesamt drei Siegen kehrte das Team um Olympiasiegerin Sabine Spitz aus dem Fürstentum in den Pyrenäen zurück. Den Anfang machte Kathrin Stirnemann im Sprint-Weltcup. Nach dreimal Rang 2 in Folge, gelang der jungen Schweizerin in einem äußerst spannenden Finale ihr erster Weltcup- Sieg. „Dass war mein bisher bestes Rennen der Saison. Ich bin überglücklich, es endlich geschafft zu haben“ freute sich Kathrin.

Zwei Tage später stand das Olympische Cross-Country Rennen auf dem Programm. Das internationale Comeback von Sabine Spitz, aber auch von Adelheid Morath, nach den Schulterverletzungen, wurde zu einer grandiosen Vorstellung der Peking-Olympiasiegerin. Nur 10 Wochen nach dem folgenschweren Sturz in Albstadt, siegte die 41-Jährige in Andorra – nach 21,25 Kilometern in 1:26:54 Std – sensationell mit einer Sekunde Vorsprung, auf die Tschechin Katerina Nash. „Ich kann es selber kaum glauben. Das Rennen lief perfekt für mich und die Schulter hat mir keine Probleme bereitet. In der letzten Runde wusste ich, dass ich es schaffen kann und habe alles gegeben.“ jubelte Sabine Spitz im Ziel. Dabei nutzte sie erstmals im Weltcup ein Haibike 29er Mountainbike.

Mit Platz 13 von Adelheid Morath –5 ½ Wochen nach ihrem Schlüsselbeinbruch – und Rang 22 von Kathrin Stirnemann, siegte das Sabine Spitz Haibike Pro Team auch in der Weltcup- Teamwertung und durfte damit gleich alle Sieges-Trophäen, die in Andorra in Sprint und Cross- Country bei den Damen vergeben wurden, mit nach Hause nehmen. „Das ist ein fantastsicher Erfolg, mit dem man im Vorfeld nie und nimmer hätte rechnen können, schon gar nicht mit dieser Vorgeschichte“ freute sich Teammanager Ralf Schäuble über die Leistung seines Teams.

Eigentlich gab es schon vor dem Start der Cross-Country Entscheidung Grund zur Freude, für das Sabine Spitz Haibike Pro Team. Nach den schweren Verletzungen von Sabine Spitz und Adelheid Morath, war das Team in dieser Saison zum ersten Mal vollzählig bei einem Weltcup am Start, was noch vor wenigen Tagen kaum möglich schien. Es war ganz offensichtlich eine zusätzliche Motivation, endlich wieder gemeinsam an der Startlinie zu stehen. Sabine Spitz war nach mäßigem Start, schon ab der zweiten von insgesamt fünf Runden in der sechsköpfigen Spitzgruppe angekommen, was für etwas Erstaunen bei den zahlreichen Fans an der Strecke und den

Kommentatoren der Internet Live-Übetragung sorgte. Auch Sabine Spitz selbst zeigte sich überrascht. „Ich hätte im Vorfeld nie und nimmer gedacht, dass ich hier in einer Spitzengruppe bestehen kann“ erklärte sie nach dem Rennen. Trotz des extrem hohen Tempos und den harten Positionskämpfen, gab es bis zur letzen Runde noch keine Vorentscheidung um den Sieg. Im letzen, sehr steilen Anstieg über eine Skipiste, etwa 1,5 km vor dem Ziel, lag die Deutsche Meisterin noch 9 Sek. hinter der dort führenden Tschechin Katharina Nash. Direkt am Hinterrad von Sabine folgte Eva Lechner (ITA) und weitere 10 Sek zurück lag die favorisierte Norwegerin Gunn-Rita Dahle. Es war klar, dass die Entscheidung zwischen diesen vier um den Sieg fallen würde. Sabine Spitz rückte immer näher zu der Tschechin auf, schaffte es diese am höchsten Punkt mit letzter Kraft zu überholen und mit ein paar Metern Vorsprung auf den letzen Kilometer zu gehen. Mit aller Routine verteidigen sie ihre Spitzenposition bis ins Ziel. „Nachdem ich vorne lag, war alles nur noch ein Sprint“, berichtete Spitz, „aus jeder Kurve heraus beschleunigen und als ich kurz vor dem Ziel war, dachte ich: das lässt du dir nicht mehr nehmen.“

Der Sieg sorgte nochmals für zusätzliche Motivation bei den übrigen beiden Teamfahrerinnen. Als Kathrin Stirnemann vom Sieg erfuhr, hat sie nochmals den „Turbo“ eingelegt „Das hat mir einen richtigen Schub gegeben, so dass ich bis ins Ziel noch zwei Fahrerrinnen überholen konnte“ berichtete sie im Ziel. Ansonsten, fand die Sprint-Siegerin nur schwerlich ihren Rhythmus in der Cross-Country Entscheidung. „Ich spürte die Müdigkeit in den Beinen vom Sprint und auch die Höhe machte mir zu schaffen, aber ich wollte auf keinen Fall aufgeben“ Das wurde mit Rang 22 belohnt. Im Sprintrennen am Donnerstag war sie dafür umso frischer. Mit einer lupenreinen Bilanz – beste Qualifikationszeit – zog sie ins Finale der schnellsten Damen ein. Im Finale auf der 900 Meter langen Runde war die Ausgangslage für Stirnemann zunächst gar nicht so gut. Lediglich auf Position vier, bog sie in den technisch anspruchvollen Singletrail ein. Mit der besseren Linie verbesserte sie sich auf Rang drei, um dann mit einem fulminanten Antritt im Anstieg zum Ziel an den beiden übrigen Konkurrentinnen vorbei zu ziehen und so ihren ersten Weltcup Sieg zu feiern.

Für Adelheid Morath war es lange Zeit ungewiss, ob sie überhaupt schon in Andorra wird starten können. Ein paar Tests im Vorfeld und das okay von Dr. Andreas Gösele/ Crossklink Basel bedeute dann aber doch grünes Licht für den Einsatz beim vierten Weltcup des Jahres. Die Vorzeichen waren aber andere, als noch beim Weltcup in Val di Sole, wo die Freiburgerin zuletzt Rang 4 belegte. Der Start gelang perfekt, auf Rang dreibog sie in den ersten technischen Strecketeil ein, wo sie aber an Boden verlor. Dass dort die Sicherheit noch fehlte, war aber nicht verwunderlich. Nachdem sie zwischenzeitlich bis auf Rang 16 zurückgefallen war, machte sie im letzten Renndrittel noch drei Plätze gut und belegte im Ziel Rang 13. „Ich bin sehr zufrieden mit meinem Ergebnis und bin froh, dass ich so gut durchgekommen bin“ erklärte Adelheid Morath nach dem Rennen.

Weitere Informationen rund um das Sabine Spitz Haibike ProTeam:

http://www.haibike.de/proteam

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