Elektronik wird immer mehr Bestandteil der Fahrradtechnik


Elektronik wird immer mehr Bestandteil der Fahrradtechnik – 23. Eurobike zeigt erstmals auch elektronische Mountainbike-Komponenten Mountainbikes schalten elektronisch. Aus einem Zweiradmechaniker wird jetzt ein Zweiradmechatroniker: Elektronik wird immer mehr zu einem integralen Bestandteil der Fahrradtechnik und hat jetzt auch die MTB-Szene erfasst. Auf der kommenden Internationalen Fahrradmesse Eurobike (27. bis 30. August 2014) werden einige interessante Beispiele zu sehen sein.

Die MTB-Szene war bisher nicht völlig frei von Elektronik. Vor allem die
Stollenreifenfahrer zählten zu den Wegbereitern für den Einsatz von GPS-Technik im
Fahrrad-Cockpit und schon in den Neunzigerjahren experimentierten manche
Anbieter mit der elektronischen Steuerung von gefederten Mountainbike-Fahrwerken.
Bereits im aktuellen Modelljahr 2014 hat sich mit den ersten Federungskomponenten
ein Ende der elektronikfreien Ära angekündigt, das nun zum Modelljahr 2015 immer
näher rückt. Wenn auf der 23. Eurobike erstmals im großen Stil die Neuheiten der
Fahrradwelt vorgestellt werden, sind an einigen Ständen auch elektronische
Mountainbike-Komponenten zu sehen. „Die Innovationsschritte in den
konventionellen Technologien werden kleiner, deshalb wird der Einsatz von Elektronik
am Mountainbike immer wichtiger werden“, ist Bike-Experte und Chefredakteur des
Fachmagazins Bike Josh Welz überzeugt.
Solche und ähnliche Einstellungen in der Mountainbike-Szene rühren vor allem von
der Ankündigung des Komponentenriesen Shimano her, ab dem kommenden Jahr
mit einer ersten elektronischen Schaltung für Mountainbikes an den Start zu gehen.
Bereits vor vier Jahren stellte Shimano seine ersten elektronischen Schaltsysteme für
Rennräder vor. Rasch war sich die Fachwelt einig, dass diese Technologie auch
Mountainbikern viele Vorteile bieten würde, da elektrische Schaltungen auf dem
Mountainbike, wo schwierige Fahrsituationen die Aufmerksamkeit des Fahrers
fordern, eine Entlastung versprechen. Trotz dieser Vorteile ließen sich die Japaner
mit der Einführung ihrer ersten elektronischen Schaltgruppe für Mountainbikes weiter
Zeit und erprobten die Technologie zunächst ausgiebig am Rennrad, bevor sie nun
erstmals auch den härteren Bedingungen des Mountainbike-Sports ausgesetzt wird.

Das Ergebnis, das im nächsten Jahr nun als Variante der Gruppe „XTR“ auf den Markt
kommt, kann sich laut Expertenmeinung sehen lassen. Ein besonderer Clou ist die
von Shimano entwickelte Syncro-Shift-Technologie, bei der einzig ein Schalthebel mit
zwei Tasten am Lenker sitzt – eine zum Runter- und eine zum Hochschalten. Parallel
wird die Mountainbike-Branche ihren Kunden auch weiterhin elektronikfreie
Innovationen bieten. „Wichtig ist deshalb, dass der Markt immer entsprechende
Alternativen für jene Biker bereithält, die gerade die Überschaubarkeit der Technik
am Mountainbike schätzen“, betont Szenekenner Welz.
Wer die neuesten Entwicklungen auf dem Mountainbike-Markt aus erster Hand
erfahren will, für den ist die Eurobike in Friedrichshafen ein Pflichttermin. Hier
präsentieren in diesem Jahr über 1280 Aussteller aus 54 Ländern ihre Neuheiten für
die kommende Saison.
Die internationale Fahrradmesse Eurobike hat an den Fachbesuchertagen von
Mittwoch, 27. August bis Freitag, 29. August von 8.30 bis 18.30 Uhr und am
Publikumstag, Samstag, 30. August von 9 bis 18 Uhr geöffnet. Der Eurobike Demo
Day findet am Dienstag, 26. August von 10 bis 17 Uhr statt und ist nur für
Fachbesucher und akkreditierte Journalisten zugänglich.
Weitere Informationen unter www.eurobike-demoday.com und unter www.eurobikeshow.
com.

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