Lexware Mountainbike Team: Horvath schlägt den Europameister

Junior David Horvath vom Lexware Mountainbike Team sorgte am Samstag beim Sparkassen Mountainbike Festival in Stuttgart für eine große Überraschung und belegte im Eliminator Sprint Rang zwei. Christian Pfäffle wurde Vierter, Kim Riesterer vom Lexware Junior Team verblüffte auf Platz drei.

Die Lexware-Biker hatten beim Indoor-Event in der Hanns-Martin Schleyer-Halle ihren Spaß. Und sie waren erfolgreich. Mit Ausnahme von Heiko Gutmann, der im Viertelfinale mit dem benutzten Start-Gate nicht zurecht kam und einen miserablen Start erwischte, erreichten alle Lexware-Biker alle Lexware-Biker unter 70 Startern das Halbfinale der beste Acht.

Christian Pfäffle, der über alle seine Läufe einen sehr souveränen Eindruck hinterlassen hatte, und überraschend auch Junior David Horvath standen unter den letzten Vier.
Dort waren der ehemalige Bahn-Spezialist aus Tschechien, Lubomir Vojta und Sprint-Vizeweltmeister und Europameister Daniel Federspiel aus Österreich die Gegner.
Vojta legte einen unwiderstehlichen Start hin, während seine drei Konkurrenten gemeinsam in den ersten Anlieger gingen. Dabei kam Horvath von oben, Federspiel wählte die innere Linie und für Pfäffle – war innen kein Platz mehr.
„Ich musste bremsen. Dabei ist mir das Vorderrad weg gerutscht und ich bin über den Lenker gegangen“, schilderte Pfäffle. Damit hatte er keine Chance mehr. „Schade, aber mein Ziel war hier möglichst viele Starts zu haben, aus trainingstechnischen Gründen. Die habe ich gehabt, insofern habe ich die Vorgaben meines Trainers umgesetzt“, kommentierte er den Tag in der Schleyer-Halle.
David Horvath war aus dieser engen Situation als Zweiter hinter Vojta hervorgegangen. Und überraschenderweise konnte er sich gegen Federspiel, der auch Sprint-Europameister und Sprint-Weltcup-Gesamtsieger auf den zweimal 450-Meter-Runden behaupten.
Einmal geriet er kurz ins Straucheln, wehrte Federspiels Angriff aber mit Vehemenz ab.
„Dass ich so weit kommen kann, das hätte ich nicht gedacht. Als ich im Finale war, da hatte ich nichts mehr zu verlieren, das hat mich ruhig gemacht. Dass so viel Fahrtechnik drin war, kam mir sehr entgegen“, so Horvath nach seinem Coup. „Ich wusste schon, dass ich sprinten kann, ich war ja letztes Jahr Sechster bei der DM.“

Im kleinen Finale standen mit Georg Egger, Lars Koch und Luca Schwarzbauer gleich drei Lexware-Fahrer. U23-Fahrer Egger gewann die Auseinandersetzung Konkurrenz vor Lars Koch und Oliver Laudenberg, während Luca Schwarzbauer Achter wurde.
„Ich habe mich im Halbfinale zurückgehalten, nachdem ich gesehen habe, dass ich keine Chance mehr habe. So hatte ich im kleinen Finale noch Power, mit Rang fünf bin ich zufrieden“, kommentierte Egger sein Ergebnis.
Lars Koch konnte sich noch an Laudenberg vorbei schieben und jubelte über Rang sechs. „Als jüngerer Junioren-Jahrgang konnte ich mir ja gar nicht mehr erhoffen. Das hat riesig Spaß gemacht“, meinte Koch.

Luca Schwarzbauer verpasste das Finale durch einen kleinen Fahrfehler im Halbfinale, so dass Daniel Federspiel vorbei ziehen konnte. „Ich wollte halt innen die Lücke zumachen, aber dann bin ich weg gerutscht. Schade, aber das Ding hier hat großen Spaß gemacht“, so Schwarzbauer.

Damen: Riesterer erstaunt über ihre Sprint-Premiere
Kim Riesterer vom Lexware Junior Team erlebte in Sachen Sprint auch ihre persönliche Feuertaufe. Es war ihr erster Sprint überhaupt und die Juniorin aus dem jüngeren Jahrgang hatte eine fulminante Premiere.
Im Halbfinale warf sie ihre Teamkollegin Lena Wehrle aus dem Rennen und im Finale überholte sie noch die Sprint-WM-Vierte Nadine Rieder um einen großartigen dritten Rang zu feiern.
„Ich bin schon erstaunt, es hat super viel Spaß gemacht“, strahlte die Breitnauerin. „Das war ein geiles Event hier“, so Riesterer, die nur von Hannah Grobert und der Deutschen Meisterin Veronika Brüchle geschlagen wurde.
Die Buchenbacherin Lena Wehrle gewann das kleine Finale und wurde Fünfte.

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