Andy Eyring (Bergamont): Platz 2 in der Sprint-Bundesliga

Ungewöhnlich früh ist 2013 die Internationale Mountainbike Bundesliga, die höchste deutsche Rennserie, zu Ende: bereits am vergangenen Wochenende fand in Saalhausen im Sauerland nach nur vier Rennen das Finale statt. Gleichzeitig waren die Rennen auch Generalprobe für die Deutsche Meisterschaft im olympischen Cross Country, die am kommenden Wochenende in Bad Salzdetfurth südlich von Hildesheim in Niedersachsen ausgetragen werden. 130706_GER_Saalhausen_XCE_Eyring_corner_by_MaasewerdBesonders bei den Sprint-Wettbewerben im Rahmen der MTB-Bundesliga konnte sich der Münnerstädter Andy Eyring vom Team Bergamont immer wieder erfolgreich in Szene setzen: der Deutsche Vizemeister hatte in Münsingen und in Heubach den Einzug ins Große Finale geschafft, allerdings nach einem Sturz (Münsingen) und einen Kettenriss unmittelbar nach dem Start (Heubach) hatte es nur für die hinteren Plätze gereicht. In Saalhausen erreichte der 24-jährige erneut den Sprung ins Große Finale und belegte dort hinter Martin Gluth (Lexware-Rothaus) und dem Franzosen Titouan Perrin-Garnier den dritten Platz: „Auf der Strecke rund um den Sportplatz war es schwierig zu überholen, lediglich auf der langen Geraden war genug Platz: aber da sind natürlich alle schnell gefahren“, beschrieb Eyring die Ausgangslage. Die wurde zunächst nicht besser, als Eyring einen schlechten Start erwischte und sich zunächst als Vierter einreihen musste. „Das Tempo war so hoch, dass ich auf der Geraden weder links noch rechts vorbei kommen konnte. Ich musste meine Chance in den Sprüngen der BMX-Bahn versuchen, auch wenn da nicht viel Platz war. Aber ich wollte unbedingt Dritter werden“, gab Eyring nach dem Rennen zu Protokoll. In einem riskanten Manöver gelang Eyring der Coup, er zog an Wenzel Böhm-Gräber vorbei und sicherte sich so den dritten Platz, der ihm in der Sprint-Gesamtwertung der Internationalen Mountainbike-Bundesliga den zweiten Platz bescherte: „Darüber habe ich mich natürlich sehr gefreut.“
Weniger erfolgreich lief es dann allerdings am Sonntag. Denn nach einer halben Stunde Renndauer machten Andy Eyring wie bereits bei den Europameisterschaften in Bern vor zwei Woche Rückenschmerzen erhebliche Probleme, obwohl er bis dahin sich weit vorne im Feld aufgehalten hatte: das Rundenprotokoll weist aus, dass er sowohl die erste als auch die zweite Runde als Sechster beendete, eine Zeitlang war er sogar mit dem späteren Sieger Moritz Milatz (BMC) unterwegs: „Doch plötzlich habe ich vor Schmerzen kaum mehr die Kurbel herum bekommen.“ Eyring versuchte noch, sich Erleichterung durch Dehnübungen zu verschaffen, am Ende musste er aber wieder vor den Schmerzen kapitulieren. In der Gesamtwertung der Bundesliga belegte der Franke immerhin dennoch als fünftbester Deutscher noch den 13. Platz. „Das ist natürlich keine gute Voraussetzung für die Deutsche Meisterschaft am kommenden Wochenende“, meint der Sportler vom RWV Haselbach wenig zuversichtlich. „Natürlich werde ich versuchen, mein Bestes zu geben, denn die Form ist da. Aber man muss sehen, was passiert, wie lange der Rücken hält. Das wird das A und O in Bad Salzdetfurth sein.“
Text: Armin M. Küstenbrück – Photo: Marius Maasewerd / EGO-Promotion

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