16. Craft Bike Transalp: Platt/Huber weiterhin auf Podiumskurs

Craft Bike Transalp, Mittenwald/GER – Riva del Garda/ITA

Stage #5, Alleghe/ITA – San Martino di Castrozza, 73,28km / 3.137hm

Platt/Huber weiterhin auf Podiumskurs

Platt after Finish

Schwere Königsetappe bringt großen Zeitverlust für Team Bulls

Auch wenn die fünfte Etappe von Alleghe nach San Martino di Castrozza mit 73,28 Kilometern nicht die längste Etappe der diesjährigen Transalp war, durfte dieses Teilstück getrost als Königsetappe bezeichnet werden. Zum einen mussten auf dem Weg nach San Martino deutlich über 3000 Höhenmeter überwunden werden, zum anderen bot das sägezahnartige Profil kaum Möglichkeiten um sich zu erholen oder einen kontinuierlichen Rhythmus zu fahren.Die Gesamtführenden Kaufmann/Käß schraubten bereits nach wenigen Kilometern im ersten Steilstück das Tempo nach oben. Platt/Huber, Dietsch/Böhme, Lakata/Mennen und einige weitere Teams konnten zuerst noch folgen, doch nach etwa 200 Höhenmetern machten bei Platt die Beine komplett zu und Platt/Huber mussten die Spitze ziehen lassen. Dietsch/Böhme reduzierten ebenfalls das Tempo und blieben an der Seite ihrer Teamkollegen, um das nach wie vor aussichtsreich im Rennen liegende Duo nach Kräften zu unterstützen. Bei Kilometer 15 wurde ein Rückstand von vier Minuten gemeldet, bis zum Passo San Pellegrino (km 33) büßte das Bulls-Quartett insgesamt 13 Minuten auf dieSpitzengruppe mit Kaufmann/Käß und Lakata/Mennen ein. „Keine Ahnung was auf den ersten 30 Kilometern los war. Ich konnte das Tempo eigentlichvon Anfang an nicht fahren, habe aber trotzdem versucht mitzugehen. Dann sind mir die Beine komplett zu gegangen, es ging absolut gar nichts mehr. Bis zum San Pellegrino konnte ich phasenweise noch nicht mal mehr Puls 140 fahren. So wie heute habe ich mich in 13 Jahren Transalp nicht quälen müssen…“ beschrieb Platt später diese Phase des Rennens.

Trotz des Zeitverlustes lagen Platt/Huber und Dietsch/Böhme in der Abfahrt vom Passo San Pellegrino nach wie vor in den Top 10 und auf den folgenden Kilometern fand Platt seine Beine wieder. Gemeinsam machten die Bulls-Profis nun ordentlich Tempo und konnten ab jetzt die Lücke nach vorne konstant halten. 20 Kilometer vor dem Ziel im Val Venegia betrug der Abstand 12:30 Minuten und blieb bis zum Zieleinlauf unverändert. Platt/Huber finishten auf Rang sechs, Dietsch/Böhme folgten einige Minuten später auf Platz acht, nach dem Böhme in der letzten Abfahrt noch einen Sturz in Kauf nehmen musste.„Das war heute wahrlich kein guter Tag für uns“ konstatierte Böhme im Ziel. „Wir sind bei Karl und Urs geblieben um die beiden so gut es geht zu unterstützen. Als Karl seinen Rhythmus wieder hatte konnten wir dann auch gemeinsam den Schaden begrenzen. Im Prinzip waren wir ab den San Pellegrino genauso schnell wie die Spitze. Nachdem es mir im letzten Berg etwas den Stecker gezogen hat war ich in der letzten Abfahrt unkonzentriert. Der Sturz war unnötig, aber so etwas passiert leider wenn man am Limit fährt“ resümierteBöhme den Rennverlauf.

 

Ergebnisse:

 

1. Markus Kaufmann/Jochen Käß – Team Centurion Vaude – 3:26:16 h

2. Alban Lakata/Robert Mennen – Topeak Ergon Racing Team – 3:28:56 h

3. Thomas Stoll/Konny Looser – BIXS-Wheels iXS Pro Team – 3:34:58 h

6. Karl Platt/Urs Huber – Team Bulls – 3:38:48 h

8. Thomas Dietsch/Tim Böhme – Team Bulls 2 – 3:45:55 h

Gesamtwertung:

1. Markus Kaufmann/Jochen Käß – Team Centurion Vaude – 17:09:13 h

2. Alban Lakata/Robert Mennen – Topeak Ergon Racing Team – 17:12:15 h

3. Karl Platt/Urs Huber – Team Bulls – 17:22:56 h

12. Thomas Dietsch/Tim Böhme – Team Bulls 2 – 18:37:38 h

Bild: Team Bulls

Text: Friedemann Schmude

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.