Fließgarten zeigt sich in Karbach als Ausreißer

Nach seinem Sieg am Samstag im pfälzischen Roschbach musste der Team Baier Athlet Andreas Fließgarten an diesem Wochenende erfahren, wie schmal der Grat zwischen Sieg und Niederlage im Radsport sein kann. Bei der 27. Main-Spessart-Rundfahrt über insgesamt 133 Kilometer initiierte Fließgarten gleich die erste Spitzengruppe des Tages, in der alle Teams vertreten waren. „Ich dachte an die Situation vor zwei Jahren, als gleich nach der ersten Attacke die Gruppe des Tages stand, die dann nie wieder gesehen wurde“, rechtfertigt der Team Baier Fahrer seine frühe Attacke. Diesmal kam jedoch alles anders. Die Gruppe wurde von den Streckenposten falsch geleitet und als Fließgarten mit seinen Mitausreißern wieder auf der richtigen Strecke war, war das Hauptfeld schon vorbeigezogen. Wieder im Feld schaffte der Wahl-Frankfurter den Sprung in eine siebenköpfige Spitzengruppe, die gut harmonierte und gut 40 Kilometer an der Spitze des Rennens blieb. Im Feld machten jedoch die Mannschaften Jenatec und Erdgas Schwaben die Führungsarbeit und einen erfolgreichen Fluchtversuch somit unmöglich. „Nachdem wir eingeholt waren, war der Ofen aus. Gestern erwischte ich die richtige Gruppe und heute die Falsche. Das ist Radsport“, so ein leicht enttäuschter Team Baier Fahrer nach dem Rennen.

Marlen Schulz startete bei ihrem ersten Bundesligarennen in Karbach. Schon beim ersten Anstieg direkt nach dem Start konnte sich eine 12-köpfige Spitzengruppe vom restlichen Feld lösen. Marlen hielt sich von Beginn an in der etwa 15-köpfigen Verfolgergruppe dahinter auf, welche bis zum Schluss zusammen bleiben sollte. Im Zielsprint sicherte sich Marlen Platz 44. „Ich hatte heute schwere Beine und war froh, dass das Tempo nicht so hoch war. Mit der Platzierung kann ich daher wirklich zufrieden sein!“ Auf dem anspruchsvollen Kurs hatten die Frauen 111km und mit 16 Runden nur eine Runde weniger zu bewältigen als die Elitefahrer der Männer. Schon nächste Woche findet in Auenstein das nächste Bundesligarennen mit einem Einzelzeitfahren am Samstag und einer 110km langen Etappe mit knapp 2500 Höhenmetern am Sonntag statt.

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