IAM Cycling: Matteo Pelucchi fehlte ihm die letzte Kraft

In Châteauroux (Indre) mischten sich unzählige Zuschauer unter die Velofahrer. Nach dem Gesamtsieg von Martin Elmiger bei der Tour de Limousin von dieser Woche war IAM Cycling bei den Fans und Autogrammjägern vor und nach der 10. Austragung der Châteauroux Classic de L’Indre Trophée Fenioux sehr beliebt. Und obwohl der Himmel nur leicht bewölkt war und angenehme 19°C herrschten, hatte der sportliche Leiter Eddy Seigneur das Gefühl, dass nicht alles rund laufen würde für seine Mannschaft. „Die Jungs waren gewarnt. Bis auf Sébastien Hinault und Matteo Pelucchi, welche für den Sprint eine geschützte Rolle hatten, hatten alle anderen den Auftrag, sich bei den entstehenden Fluchtgruppen zu beteiligen. Der Wind in dieser Region war günstig und als schnell eine vierköpfige Fluchtgruppe entstanden war, waren wir hinten nicht gezwungen, viel zu arbeiten. FDJ und Europcar waren es, welche die Kontrolle im Feld übernahmen und wir konzentrieren uns so auf unsere Arbeit. Auf den letzten Runden waren wir es, die die Kontrolle vor der letzten Zielpassage übernahmen. So hatten wir die Übersicht und entkamen so einem Massensturz.“ In der Tat war es so, dass auf der sieben Kilometer langen Schlussrunde, welche fünf Mal absolviert werden musste, das Feld auf den letzten 25 Kilometern ziemlich in die Länge gezogen wurde und immer wieder Gruppen entstanden. In Schlusssprint war es dann Bryan Coquard (Europcar), welche am Ende die schnellsten Beine des Tages hatte.

Sébastien Hinault, mit seinen 39 Jahren schon bald Veteran innerhalb der Mannschaft, hoffte am Ende auf einen Sieg, war allerdings nicht in der Lage, auf seine grosse Erfahrung zurückzugreifen. „Ich hatte nicht die nötige Spritzigkeit, welche am Ende für eine Entscheidung nötig gewesen wären. Das Team hat allerdings einen tollen Job gemacht. Vielleicht war es heute allerdings etwas zu früh.“ Matteo Pelucchi seinerseits war mit seinem 6. Platz der bestplatzierte Fahrer von IAM Cycling des Tages. „Es tut mir leid, dass es am Ende nicht ganz nach vorne gereicht hat. Die Jungs der Mannschaft hatten ihr Bestes gegeben und ich war perfekt platziert im Finale. Zu Beginn des Sprints hatte ich das Hinterrad von Coquard. Ich krallte mich an ihm fest, als er auf der rechten Seite seinen Sprint lancierte. Dann fehlte mir am Ende allerdings die letzte Kraft, um an ihm vorbei zu sprinten. Es ist schade für die Mannschaft, dass es nicht aufging am Ende. Zudem hatte mir vielleicht etwas den Rennrhythmus gefehlt, nachdem ich die letzten 20 Tage zuhause verbracht hatte. Trotzdem aber fühle ich mich gut und hoffe, dass ich meine Chancen bereits bei der Tour du Poitou-Charentes wahrnehmen kann.“

http://www.iamcycling.ch/pro/performances-resultats/

IAM Cycling: Marco Bandiera (It), Jonathan Fumeaux (S), Kristof Goddaert (Be), Sébastien Hinault (F), Pirmin Lang (S), Matteo Pelucchi (It), Sébastien Reichenbach (S), Patrick Schelling (S).

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