Leipziger Stefan Gaebel gewinnt Radklassiker „Rund um Schönaich“

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Sein Antritt etwa 500 Meter vorm Ziel und eine souveräne Teamleistung im Vorfeld haben sich ausgezahlt: Mit einem Soloritt im Finalkampf hat der Leipziger Stefan Gaebel die 40. Auflage des Frühjahrsklassikers „Rund um Schönaich“ (Landkreis Böblingen in Baden-Württemberg) gewonnen. Damit bescherte der 27-jährige Radsportler dem westsächsischen Team Ur-Krostitzer Giant, in dessen Farben er das dritte Jahr in die Pedale tritt, seinen ersten Saisonsieg.

Der Pedaleur vom RSV Speiche riss nach dem Rundstreckenrennen über 144 Kilometer (16 Runden) und mit insgesamt 2000 Höhenmetern, bei dem mehr als 180 Fahrer an den Start gegangen waren, jubelnd seine Arme in die Höhe, als er nach 3:18:16 Stunden allein über den Schlussstrich rollte. Gaebel hatte seinen Siegeszug bereits vier Runden vor Schluss begonnen. Und das dank einer Teamarbeit, die „fantastisch harmonierte“. Die Ur-Krostitzer-Giant-Fahrer waren immer zur Stelle, wenn es brenzlig wurde und besetzten die Ausreißergruppen. „Meine Kollegen fuhren äußerst aufmerksam. Und so, dass sie mich bis dahin aus dem Geschehen um ständig wechselnde Gruppen komplett herausnahmen und ich genügend Kraftreserven für die Flucht hatte.“ Die gelang ihm gemeinsam mit Roland Golderer (37) vom RSV Ellmendingen und Marius Jessenberger (23) vom Veloclub Ratisbona Regensburg. Das Trio konnte seinen Vorsprung vor dem dezimierten Hauptfeld auf maximal 50 Sekunden ausbauen. Am letzten Anstieg ging Gaebel aufs Ganze. Er schüttelte seine Begleiter mit einer unwiderstehlichen Attacke ab.

Stefan Gaebel war in Schönaich schon einmal auf das Podium gefahren. Bei der 38. Auflage des Rennens vor zwei Jahren wurde er Dritter. „Umso mehr freue ich mich, dass unsere Arbeit diesmal mit dem Sieg belohnt wurde.“
Text/Foto: Daniel Förster

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