Team Auto Eder Bayern: Goldmedaille bei der Bahn-WM

Gold für Manuel Porzner: Mit einem furiosen Rennen hat sich der 17-Jährige aus Ansbach am Donnerstagabend im schottischen Glasgow den Weltmeister-Titel im Scratch gesichert. «Ich bin noch total überwältigt, ich kann‘s noch gar nicht fassen», rang der Weltmeister nach der Siegesfahrt um Worte. «Wahrscheinlich verstehe ich erst in ein paar Tagen, was mir hier gelungen ist», so Porzner, der zuvor im Vorlauf noch fast ausgeschieden wäre. «Die Qualifikation war alles andere als optimal, das war der Wahnsinn, wie hoch das Niveau war, da wäre ich fast gestürzt. Ich habe mir ziemlich viel Druck gemacht und hatte alles auf den Sprint gesetzt – aber die anderen waren schneller, da war ich ja am Ende froh, überhaupt im Finale dabei zu sein. Damit wusste ich, ich muss für das Finale die Taktik ändern.» In der Entscheidung setzte Porzner dann alles auf eine Karte und wurde belohnt. «Wir haben nochmals einen Gang dicker gekettet für das Finale und irgendwie konnte ich wie befreit fahren. Ich habe einfach mein Rennen gemacht und als nach einem Angriff das Tempo langsamer wurde, bin ich angetreten, habe den Angriff durchgezogen und hatte nach drei Runden einen Rundengewinn Ich bin einfach überglücklich. Ein Traum. Ich weiß gar nicht, was ich sagen soll», so der frischgebackene Weltmeister. Mit einem Schnitt von 50,480 Kilometern pro Stunde rast Porzner im Sir Chris Hoy Velodrome zum Titel im Scratch.Manuel_Porzner_Weltmeister_Bahn Im zehn Kilometer langen Rennen gelingt dem Nachwuchsmann aus dem Team Auto Eder Bayern am Ende als einzigem Fahrer der Rundengewinn – damit kann Porzner schon auf den letzten Metern vor der Ziellinie über den größten Erfolg seiner Karriere jubeln. Silber geht an Joshua Haggerty aus Neuseeland, Bronze holt Cristian Cornejo aus China. «Manuel hat ja zuletzt schon bei der Niedersachsen-Rundfahrt gezeigt, dass seine Form für die Weltmeisterschaften extrem gut sein wird, aber von sehr guter Form bis zu WM-Gold ist es ja immer noch ein Stück. Glückwunsch nach Glasgow», zeigte sich auch Team-Trainer Christian Schrot beeindruckt vom ersten WM-Gold eines seiner Schützlinge. «Die Taktik, es mit der Offensive zu versuchen und eine Runde herauszuholen, ist damit perfekt aufgegangen.» Auch Ralph Denk, Manager der Nachwuchsmannschaft, zeigte sich beim Blick auf die Videoaufzeichnung des Rennens beeindruckt: «Hut ab, dieses Rennen, dieser Erfolg – das ist der Hammer. Wir haben ja echt schon zahlreiche Erfolge national wie international eingefahren, aber der erste Weltmeister-Titel, das ist echt Wahnsinn. Gratulation an Manuel, Gratulation an Christian und Gratulation an das ganze Team!» Die Weltmeisterschaften in Glasgow dauern noch bis Sonntag. Bereits am Auftakt-Tag hatte das Team des Bund Deutscher Radfahrer (BDR) über Bronze durch die Teamsprinter jubeln dürfen.
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