Team Bulls: Platt/Huber von Knieschmerzen ausgebremst

2245_S3GH2_00080

ABSA Cape Epic, Stage #3

Platt/Huber und Böhme/Stiebjahn verlieren Zeit, Dietsch auf dem Weg der Besserung
Gut gelaunt und voller Tatendrang rollten die sechs Bulls-Profis am Morgen an die Startlinie der dritten Etappe um die gestern eroberte Gesamtführung zu verteidigen. Auf dem Weg von Robertson nach Greyton waren 134 Kilometer und 1800 Höhenmeter zu bewältigen.
Die Strecke führte mehrheitlich über schnelle Schotterpisten, ein kräftiger Gegenwind
machte die Teamtaktik zu einem wichtigen Faktor.


Sauser/Rabon und auch die Markenkollegen Kleinhans/Bell wollten es heute wissen und
drücken bereits früh mächtig aufs Gas, während sich die Bulls-Piloten auf den ersten 15
flachen Kilometer noch zurück hielten. Später folgte die Attacke von Schurter/Buys, welche die beiden für einige Zeit in Führung brachte. Dahinter formierte sich eine Verfolgergruppe um Platt/Huber und Böhme/Stiebjahn, in der alle direkten Konkurrenten vertreten waren, und in der weiterhin mehrheitlich Sauser/Rabon die Pace machten. Bis zur ersten Verpflegung bei Kilometer 52 lief für das Team Bulls alles nach Plan, dann aber machte sich bei Platt langsam aber sicher das vom gestrigen Sturz lädierte Knie bemerkbar. Der Routinier biss die Zähne zusammen und machte weiter Druck, doch an der zweiten Verpflegung bei Kilometer 82 musste Platt anhalten um dem Gelenk ein paar Minuten Ruhe von der Belastung zu gönnen. Böhme/Stiebjahn, die bis dahin unterstützend an der Seite des Bulls-Spitzenduos geblieben waren, machten sich derweil auf die Jagd nach der vor ihnen fahrenden Gruppe. Platt konnte das Rennen bald wieder aufnehmen und er und Huber schlosen wieder zu Böhme/Stiebjahn auf. An eine Rückkehr zur Spitze war nicht mehr zu denken, doch gemeinsam versuchte die vier den Zeitverlust so gering wie möglich zu halten. Auf den Positionen sechs und sieben überquerten sie schließlich die Ziellinie.

Sahm/Dietsch gingen die Etappe etwas langsamer an. Dietsch war zwar auf dem Wege der Beserung, aber noch nicht wieder im Vollbesitz seiner Kräfte war. Die beiden schlugen einen konstanten Rhythmus an und erreichten das Ziel auf Rang zehn, nachdem sie in der
zweiten Rennhälfte das Tempo mehr und mehr forcieren konnten.

„Heute wurde vom Start weg brutal schnell gefahren. Sauser und Rabon haben ständig
vorne gezogen, die beiden hatten echt was vor. Auf dem schnellen Kurs blieb trotzdem
erstmal eine gute Gruppe zusammen. Als wir gesehen haben dass Karl Probleme bekomm war klar dass wir dabei bleiben und helfen. Auch im Finale waren wir wieder zusammen und haben gemeinsam Tempo gemacht. Platz sechs und sieben ist sicher nicht das, was wir uns heute Morgen erhofft hatten, aber wir haben noch vier weitere Tage vor uns an denen wir Gas geben können. Die Gesamtwertung ist noch eng, alles ist offen und wir werden als Team gemeinsam für den Gesamtsieg kämpfen!“ resümierte Böhme im Ziel.

Ergebnisse Stage #3:
1. Christoph Sauser / Frantisek Rabon – Meerendal Songo Specialized – 4:53:34 h
2. Markus Kaufmann / Jochen Käß – Centurion Vaude – 4:53:34 h
3. Robert Mennen / Kristian Hynek – Topeak Ergon Racing Team – 4:53:36 h
6. Karl Platt / Urs Huber – Team Bulls – 5:04:12 h
7. Tim Böhme / Simon Stiebjahn – Team Bulls 2 – 5:04:13 h
10. Stefan Sahm / Thomas Dietsch – Team Bulls 3 – 5:17:42 h
Gesamtwertung:
1. Robert Mennen / Kristian Hynek – Topeak Ergon Racing Team – 14:56:41 h
2. Karl Platt / Urs Huber – Team Bulls – 15:06:08 h
3. Christoph Sauser / Frantisek Rabon – 15:06:23 h
4. Tim Böhme / Simon Stiebjahn – Team Bulls 2 – 15:09:06 h
9. Stefan Sahm / Thomas Dietsch / Team Bulls 3 – 15:51:13 h

Bilder: © Sportograf

 

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.