Marcel Wyss: „Ich werde noch meine Chance haben“

IAM Cycling und die anderen Mannschaften mit der Ausnahme von Omega Pharma-Quickstep waren auf der heutigen Etappe der 101. Tour de France machtlos gegen die Entschlossenheit und Kraft von Tony Martin. Der mehrfache Weltmeister im Kampf gegen die Uhr entschied das 9. Teilstück nach einer Flucht von über 120 km als Solosieger für sich. Der bisherige Leader Vincenzo Nibali verlor heute sein gelbes Leadertrikot an Tony Gallopin (Lotto-Belisol), der das Ziel in einer Verfolgergruppe hinter Martin und vor dem Feld erreichte.

Marcel Wyss war heute Teil der ersten Fluchtgruppe, das Feld liess diese jedoch nicht gewähren. Schlussendlich beendete der Berner die Etappe auf dem 88. Rang im Feld und 7’46 hinter dem Helden des Tages, bevor er über die bevorstehende harte Etappe von morgen Montag sprach: „Zwar hatte ich heute den ersten Abgang erwischt, leider liess man uns aber nicht ziehen und so wurden wir wieder eingeholt. Danach hatte ich für den Moment nicht mehr die Kraft, es ein weiteres Mal zu versuchen. Die Etappen hier bei der Grande Boucle sind immer sehr schnell und hart. Man muss wissen, wann man seine Kräfte einsetzen muss. Ich werde sicher wieder meine Chance kriegen. Die morgige Etappe mit der ersten richtigen Bergankunft ist sehr schwierig. Ich habe dieses Teilstück zusammen mit Mathias Frank im Vorfeld angeschaut und bereits die Anstiege vor dem Schlussaufstieg sind eine echte Herausforderung.“

Kjell Carlström, zusammen mit Eddy Seigneur einer der sportlichen Leiter der Schweizer Profimannschaft, betonte die Bedeutung, die richtige Spitzengruppe zu erwischen: „Heute hatten wir geplant, jemanden in der Gruppe zu haben. Marcel Wyss zeigte sich sofort aktiv und schaffte auch den Sprung in die erste Gruppe. Leider wurde die Gruppe aber bald wieder gestellt. Danach war es Sylvain Chavanel, der beim nächsten Versuch dabei war. Allerdings spürte er noch immer die Anstrengungen von gestern und daher ist es nachvollziehbar, dass er den Kontakt an die Spitze nicht halten konnte. Das wird uns aber nicht hindern, unser Glück in den nächsten Etappen weiterhin zu versuchen.“

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