1 VAN DER POEL Mathieu NED Alpecin – Deceuninck 04:38:11
2 PEDERSEN Mads DEN Lidl – Trek 01:05
3 GANNA Filippo ITA INEOS Grenadiers 02:04
4 PEDERSEN Casper DEN Soudal Quick-Step 02:33
5 STUYVEN Jasper BEL Lidl – Trek 02:33
6 KÜNG Stefan SUI Groupama – FDJ 02:33
7 DE GENDT Aimé BEL Cofidis 02:33
8 WELLENS Tim BEL UAE Team Emirates – XRG 02:35
9 JORGENSON Matteo USA Team Visma | Lease a Bike 02:38
10 TEUNISSEN Mike NED XDS Astana Team 02:43
11 SKUJIŅŠ Toms LAT Lidl – Trek 02:43
12 NAESEN Oliver BEL Decathlon AG2R La Mondiale Team 02:43
13 FEDOROV Yevgeniy KAZ XDS Astana Team 02:43
14 TRENTIN Matteo ITA Tudor Pro Cycling Team 02:43
15 VAN AERT Wout BEL Team Visma | Lease a Bike 02:43
16 VERMEERSCH Gianni BEL Alpecin – Deceuninck 02:43
17 MADOUAS Valentin FRA Groupama – FDJ 02:43
18 POLITT Nils GER UAE Team Emirates – XRG 02:43
19 VAN DIJKE Tim NED Red Bull – BORA – hansgrohe 02:43
20 BENOOT Tiesj BEL Team Visma | Lease a Bike 02:43
21 LOUVEL Matis FRA Israel – Premier Tech 02:43
22 GIRMAY Biniam ERI Intermarché – Wanty 02:43
23 LIVYNS Arjen BEL Lotto 02:43
24 VERMEERSCH Florian BEL UAE Team Emirates – XRG 02:43
25 GARCÍA CORTINA Iván ESP Movistar Team 02:43
Van der Poel wieder eine Klasse für sich
Mathieu van der Poel (NED) gewann hoch überlegen die 67. E3 Classic von Harelbeke nach Harelbeke, die im Finale etwas verregnet war. Der 30-jährige Niederländer schloss sich 81 Kilometer vorm Ziel am Taaienberg einer Attacke von Mads Pedersen (Lidl) an, der auch Filippo Ganna (Ineos) folgte. Innerhalb der letzten 40 Kilometer versenkte van der Poel am schwierigsten Hindernis des Tages, dem Oude Kwaremont, seine beiden Konkurrenten.
Bei seinem back-to-back win hatte van der Poel im Ziel dann über eine Minute Vorsprung vor Mads Pedersen und über 2 vor Ganna. Unter den nächsten Verfolgern sprintete Casper Pedersen (Soudal) auf den 4. Platz. Er erntete die damit die Früchte dafür, dass er mit Aimé de Gendt (Cofidis) rund 95 Kilometer vorm Ziel ausriss. Beide fuhren zwischen Taaienberg und Oude Kwaremont dann gemeinsam mit den Top-3 des Tages und wurden in der Schlussphase von 4 Verfolgern eingeholt. Die neu entstandene 6er-Gruppe wiederum rettete sich knapp vorm Hauptfeld über die Linie.
In der ersten Rennhälfte gab es für längere Zeit die ungewöhnliche Situation, dass ein bis zu 50-köpfiges erstes Feld einem zweiten Feld um die Rennfavoriten van der Poel, Pedersen und Ganna um zwischenzeitlich 3 Minuten vorausfuhr. Über 110 Kilometer vorm Ziel war wieder alles zusammen. Aimé de Gendt und Casper Pedersen gelang gerade rechtzeitig der Vorstoß, bevor die Top-3 Ernst machten – und auch die Doppelspitze aus Wout van Aert und Matteo Jorgenson (beide Visma) auf nimmer Wiedersehen verabschiedete.
Mads Pedersen hatte das Tempo am Taaienberg vorgegeben. Van der Poel klebte am Hinterrad. Ganna hatte zunächst eine Lücke und kämpfte sich oben heraus zurück. Das erinnerte irgendwie an Mailand-Sanremo, nur mit Pedersen anstelle von Tadej Pogacar (UAE), der die E3 Classic kurzfristig aus seinem Rennprogramm strich. Der Grund: Pogacar möchte nun neben der Flandern-Rundfahrt, die 9 Tage nach E3 stattfindet, sensationell auch bei Paris-Roubaix am Start stehen – und gegen van der Poel und Ganna Revanche nehmen.
Bei der E3 Classic wiederum holten van der Poel, Mads Pedersen und Ganna kurz nach dem Taaienberg das Spitzenduo aus de Gendt und Casper Pedersen ein. Jorgenson fand sich hinter dem Taaienberg in einem Verfolgersextett mit Wellens (UAE), Küng (Groupama), Tarling (Ineos), Stuyven (Lidl) und Trentin (Tudor) wieder. Van Aert hatte nach Rückkehr aus einem Trainingslager nichts mit dem Rennen um den Sieg zu tun, und auch nicht um die Plätze dahinter. Fahrer, die 6 Tage zuvor Sanremo und davor Paris-Nizza oder Tirreno-Adriatico fuhren, hatten in Harelbeke deutlich mehr zu melden.
Als noch 4 der 17 bezeichneten Anstiege auf dem Programm standen, allen voran Paterberg und Oude Kwaremont, begann der Regen nach einem zuvor trockenen Renntag. Den Paterberg nahm wieder Mads Pedersen von vorn. Casper Pedersen und de Gendt gerieten in Probleme, konnten die Spitzengruppe aber hier noch halten.
Am Oude Kwaremont hingegen zerlegte van der Poel mit seiner Verschärfung das Spitzenquintett in seine Einzelteile. Mads Pedersen blieb noch eine Weile dran, als Ganna, Casper und de Gendt bereits abgehängt waren. Dann musste auch Mads gegen den viel zu starken van der Poel abreißen lassen.
Die Top-3 vollendeten die restlichen rund 38 Kilometer jeweils als Solisten, unter denen die Abstände immer größer wurden. Casper Pedersen und de Gendt spannten erneut zusammen. Die nächste Verfolgergruppe war inzwischen geschrumpt auf Wellens, Jorgenson, Küng und Stuyven. Demnach fehlten Tarling und Trentin. 12 Kilometer vorm Ziel liefen das Duo aus Casper Pedersen und de Gendt sowie das Verfolgerquartett zusammen. Pedersen setzte sich im Sprint vor Jasper Stuyven durch.
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