Martin Elmiger und Heinrich Haussler als unglückliche Helden an der Tour de France

IAM Cycling hatte sich anlässlich der 15. Etappe der Tour de France von seiner besten Seite gezeigt. Aufgrund der Aufgabe von Mathias Frank und mehreren Stürzen der anderen Fahrer musste die Schweizer Profimannschaft in den letzten Tagen ein paar Tiefschläge verkraften. Heute allerdings waren die Jungs von IAM Cycling nur wenige Meter vom gewünschten Etappenerfolg entfernt. Während Alexander Kristof (Katusha) heute seinen zweiten Etappenerfolg im Massensprint erkämpfte, sicherte sich Heinrich Haussler direkt dahinter in Nimes den hervorragenden 2. Etappenrang. Und auch Martin Elmiger präsentierte sich heute und wurde nach einer Flucht von 222 km zum zweiten Mal an der diesjährigen Tour zum kämpferischsten Fahrer ausgezeichnet. Bitter war, dass Martin Elmiger und sein Fluchtkollege Jack Bauer (Garmin-Sharp) nur 200 Meter vor der Ziellinie wieder eingeholt wurde.

Direkt nach dem Zielstrich machte Heinrich Haussler seine Enttäuschung mit einem Faustschlag auf den Lenker deutlich und äusserte sich schliesslich zu seinem zweiten Platz: „Es hat nicht viel gefehlt. Einen Sprint auf dieser Stufe zu gewinnen immer auch ein wenig Glück. Heute lief in der Sprintvorbereitung alles perfekt dank der tollen Arbeit von Reto Hollenstein und Roger Kluge. Ich fühlte mich gut und war in einer idealen Position. Schlussendlich darf ich sagen, dass ich nicht den Etappensieg verloren, sondern den zweiten Platz gewonnen habe. Und bis Paris gibt’s ja auch noch Möglichkeiten.“

Einer der grossen Routiniers des Feldes, Martin Elmiger, präsentierte das Trikot von IAM Cycling ebenfalls im besten Licht. „Es war ein toller Tag für alle bei IAM Cycling. Heino sicherte sich einen tollen zweiten Etappenrang und ich startete mit der Hoffnung auf einen Etappensieg via lange Flucht in den Tag. Mit dem Sieg hat es am Ende nicht ganz geklappt, dennoch bin ich nicht sehr darüber enttäuscht, denn ich hatte heute eigentlich auch gar nicht die besten Beine. Im Finale belauerten wir uns dann vielleicht etwas zu viel. Und das Verlieren ist auch nicht so schlimm, wenn man weiss, dass man alles gegeben hat vorher. Und wie ich schon nach meinen anderen drei Fluchtversuchen gesagt habe: Irgendwann wird das Ganze zu meinen Gunsten ausgehen.“

IAM Cycling: Sylvain Chavanel (F), Martin Elmiger (S), Mathias Frank (S), Heinrich Haussler (Aus), Reto Hollenstein (S), Roger Kluge (All), Jérôme Pineau (F), Sébastien Reichenbach (S), Marcel Wyss (S).

http://www.iamcycling.ch/pro/performances-resultats/
Hören Sie sich die Reaktionen auf der Ziellinie
https://audioboo.fm/IAMCycling

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