Schlagwort-Archiv: RSG Nürnberg

Thomas Freienstein (1960-2026) plötzlich verstorben

Hallo Sportfreunde,

nur wenige Wochen nach dem plötzlichen Tod des Kölner´s „Kiko“ Stauff erhielt ich gestern von Dieter Burkhardt eine weitere ebenso traurige Nachricht: Zutiefst schockiert teilte mir Dieter Burkhardt mit, dass am 19. August Thomas Freienstein im Alter von 66 Jahren plötzlich verstorben ist. Thomas Freienstein zählte als exzellenter Straßen-Fahrer rund zehn Jahre lang als Nationalfahrer zur absoluten deutschen Spitzenklasse. Nach seinem Wechsel 1982 vom PSV Köln zur RSG Nürnberg entwickelte er sich zum erfolgreichsten und stärksten Fahrer des fränkischen Spitzenteams.

Bereits als Schüler zeigte Thomas Freienstein bei schweren Touren mit seinem Onkel über die Rhönberge außergewöhnliches Talent für den Radsport. Begeistert schloss er sich als Jugendfahrer in seiner Heimatstadt Fulda dem „Radsport Club 07“ an. Bereits als Junior zählte Thomas bald zur Nationalmannschaft. Bei der Junioren-WM erkämpfte er mit dem BDR-Quartett Platz sechs. Beim PSV Köln setzte Thomas Freienstein als Amateur und exzellenter Straßenfahrer seine Karriere erfolgreich fort. 1979 belegte er Platz drei bei der Junioren Straßen-DM. Mit dem Straßen-Vierer des PSV Köln gewann er 1981 zusammen mit „Kiko“ Stauff, Achim Stadler und Werner Wüller die DM über 100 Kilometer nach einem dritten Platz bei der DM des Vorjahres.

Nach seinem Wechsel zur RSG Nürnberg holte sich Thomas Freienstein 1982 souverän den Gesamt-Sieg der Hessen-Rundfahrt und mit dem RSG-Quartett Platz zwei der Vierer-DM. 1983 belegte Thomas Freienstein als bester Deutscher Nationalfahrer Platz drei bei der schweren Türkei-Rundfahrt. Mit dem RSG-Viererholte er bei der DM Platz zwei.

1984 war Thomas Freienstein bundesweit erfolgreichster Rad-Amateur. In Alpirsbach holte er sich auf einem sehr schweren Kurs nach eindrucksvoller Solofahrt souverän den DM-Titel bei der Einer-Straßenmeisterschaft. Seine großartige Form bewies er ebenso eindrucksvoll mit seinem zweiten Gesamt-Sieg bei der Hessen-Rundfahrt. Bei der Mannschafts-DM belegte er mit dem RSG Vierer erneut Platz zwei. Einen sehr guten dritten Platz erkämpfte sich Freienstein auf der 1. Etappe der Normandie-Rundfahrt. Zwei überzeugende Siege konnte er bei „Rund um Düren“ und beim Straßen-Preis von Michelstadt feiern. Als Kapitän der deutschen Olympia-Mannschaft belegte er beim Straßenrennen in Los Angeles als bester Deutscher sehr unglücklich Platz Zweiundzwanzig nach Platz zwölf mit dem Straßen-Vierer.

Zusammen mit Dieter Burkhardt, Hans Knauer und Werner Stauff holte sich Thomas Freienstein 1985 den Deutschen Meistertitel der Straßenvierer. Erneut gewann er „Rund um Düren“ und den „Großen-Preis“ von Bad Homburg.Eine weitere und letzte DM-Medaille gewann Thomas Freienstein 1987 im letzten Jahr seiner erfolgreichen Karriere mit dem RSG-Quartett bei der Vierer DM.

Auch nach dem Ende seiner aktiven Zeit blieb Thomas Freienstein dem Radsport immer treu. Er war Landesverbands-Trainer in Rheinland-Pfalz. Als Lehrer und Trainer am Heinrich-Heine-Gymnasium Kaiserslautern – einer Elite-Schule des Sports – war er unermüdlich für den Mountainbike-Nachwuchs im Einsatz.

Nicht nur den fränkischen Radsportlern und Fans wird Thomas Freienstein immer in guter Erinnerung bleiben.
„Thomas war als Mensch und als Sportler stets ein echtes Vorbild. Vor 4 Wochen habe ich ihn auf der Beerdigung von Kiko zum letzten Mal gesehen. Es ist zum Heulen“ , erklärt sein langjähriger Freund und Sportkamerad Dieter Burkhardt.
Manfred M a r r

Ex-Meister Werner Stauff verstorben

Hallo Sportfreunde,

von Dieter Burkhardt erhielten wir die traurige Nachricht vom plötzlichen Tod seines Freundes und einstigen Teamkameraden Werner Stauff, der am 27. Juni mit 66 Jahren nach einem Herzinfarkt verstorben ist.


Plomi Foto im Mai 1986 vor Rudi Wörndl

Der gebürtige Kölner fand als Jugendlicher begeistert zum Radsport. Im Trikot des „Polizei-Sportvereins Köln“ (PSV Köln) fuhr Werner Stauff bereits als Jugendfahrer sehr erfolgreich seine ersten Rennen und bei den Junioren zählte „Kiko“, wie ihn seine Freunde und Fans nannten, danach sehr bald zur deutschen Spitzenklasse.

Auch nach seinem Wechsel ins Lager der Amateure setzte Werner Stauff seine Erfolgsserie lückenlos fort. Als einer der jüngsten Fahrer im internationalen Feld der Spitzenamateure begann er die Saison 1979 mit einem Paukenschlag: Mit 19 Jahren wurde er Zweiter beim traditionellen Frühjahrsklassiker „Köln-Schuld-Frechen“! Weitere Spitzen-Platzierungen und Siege folgten Woche für Woche, womit sich Werner Stauff sehr schnell und eindrucksvoll einen Platz im BDR-National-Kader erkämpfte.


Plomi Foto (1983 beim Tucherpreis in Herpersdorf)

Seinen ersten DM-Titel holte sich Werner Stauff 1981 als 21-Jähriger mit dem Straßen-Vierer des PSV Köln (zusammen mit Achim Stadler, Thomas Freienstein und Werner Wüller). Seine nächste DM-Medaille folgte ein Jahr später, als er bei der extrem schweren Einer-DM in Rosenheim – die Dieter Burkhardt vor Rolf Gölz gewann – im packenden Finale Platz drei belegte!

Nach seinem Wechsel zur RSG Hercules 1985 holte sich Werner Stauff zusammen mit Dieter Burkhardt, Thomas Freienstein und Hans Knauer seinen zweiten deutschen Meistertitel!

Zur Krönung seiner außergewöhnlichen Karriere wurde für Werner Stauff die Einer-DM 1986 in Bann. Nach langer erbarmungsloser Hitzeschlacht konnte er sich zusammen mit dem Dortmunder Bernd Gröne in der letzten Runde vom Feld absetzen. Das rasante Finish war für den spurtschnellen KIKO nur noch Formsache. Strahlend rauschte er als neuer Straßenmeister sicher vor Gröne ins Ziel. Ebenso souverän hatte kurz danach im Sprint um Platz drei Dieter Burkhardt das gesamte Feld der Verfolger im Griff. Mit Gold und Bronze auf dem Treppchen war die RSG Hercules damit das überragende Team des unvergesslichen großen Renntages!


Plomi Foto (beim Kriterium in Zirndorf 1986 im DM Trikot)

Gerne erinnerte sich Werner Stauff an die „Friedensfahrt“ 1988. Bei der großen „Tour“ aller damaligen Ostblock-Staaten holte er sich damals einen viel beachteten Etappen-Sieg. Ein riesiger internationaler Erfolg gegen die Weltklasse-Fahrer der UDSSR, aus Polen, Tschechien und der damaligen „DDR“! Nur vier westdeutsche Radamateure konnten bei der „Friedens-Fahrt“ einst einen Etappen-Sieg feiern!

1989 wechselte Werner Stauff zwar noch ins Lager der Profis, als er einen Vertrag beim „Team Stuttgart“ erhielt – aus dem später das Team TELEKOM entstand – doch nach rund 15 Jahren im Rennsattel beendete er im gleichen Jahr seine erfolgreiche Radsport-Karriere.

Manfred M a r r

—————————————————

Dieter Burkhardt wird seinen guten Kölner Freund nie vergessen. Sichtlich erschüttert erklärte er: „Ich bin immer noch fassungslos und richtig traurig. Kiko war Jahrgang 1960. Ich habe ihn 1979 als 19-jährigen in der Vorbereitung auf die WM in Valkenburg kennengelernt. Seitdem hatte ich immer engen Kontakt zu ihm. Zunächst in der Nationalmannschaft. 1982 als ich Meister und er Dritter wurde.
1985, ein Jahr nach Thomas Freienstein, wechselte auch Werner Stauff vom PSV Köln zur RSG. Mit ihm wurden wir auf Anhieb Deutscher-Vierer-Meister. In meinem letzten Jahr 1986 haben wir beide das Ergebnis der DM von 1982 gedreht. Er wurde Straßenmeister und ich Dritter.

Privat blieben wir immer in Verbindung. In der Zeit als seine Frau Beate ein Fahrrad-Geschäft in Köln betrieben hat nahezu wöchentlich. Über unsere Söhne Holger und Andreas hatten wir ebenfalls viel guten Kontakt, denn beide fuhren in der Nachwuchsmannschaft vom Team Milram“.

Deutsche Vierer-Meisterschaft 1975 über 100 Km auf der Autobahn!

Vor 50 Jahren war die erst zwei Jahre alte „RSG Katzwang“ die große Überrschung!
Der RC Herpersdorf enttäuschte und tröstete sich mit DM-Titel der Jugend

Von den vielen Deutschen Meisterschaften, die ich in mehr als 50 jahren auf Bahn und Straße verfolgte und pressemäßig begleitete, bleibt mit die DM 1975 in Nürnberg stattfand, für immer unvergessen. Diese Vierer-Straßen DM wurde damals vom RC Herpersdorf ausgerichtet und auf der neu gebauten und noch nicht für den Verkehr freigegebenen “ A73 “ ausgetragen. Nürnbergs OB Andreas Urschlechter persönlich hatte auf Wunsch des RC Herpersdorf dazu die Ausnahme-Genehmigung erteilt! Wäre heutzutage wohl kaum mehr möglich!

Im Blickpunkt des Interesses stand für die Medien und die vielen fränkischen Fans natürlich die Meisterschft der Amateure über 100 Kilometer. Neu war damals das Reglement des BDR: Während die Vierer-DM früher ausschließlich für Vereins Mannschaften ausgeschrieben wurden, hatte man 1975 erstmals sogenannte „Renn-Gemeinschaften“ zur DM zugelassen.

Damit stieg das sportliche Niveau gewaltig, die Favoriten stellten mit zahlreichen Bahn- und Strassen-Nationalfahrern die RG´s aus Berlin,und die Renngemeinschaften aus Baden-Württemberg. Sehr verärgert war man über das neue Reglement beim RC Herpersdorf der zwar mit mehreren Vereins-Vierern antrat aber nun nicht mehr zum Kreis der Top-Favoriten zählte. Auch beim RC Mannheim war man sauer und sagte die DM-Teinahme mit Kapitän Peter Weibel ganz ab!

Erfreut über das neue Reglement war man dagegen bei der erst zwei Jahre alten „RSG Katzwang“. Mit dem 19-jährigen Friedrich von Loeffelholz und dem 22-jährigen Dieter Flögel hatte man zwar zwei absolute Fahrer der deutschen Spitzenklasse, doch noch lange keinen Vierer. Zum Retter in der Not wurde Klaus Burges, der zwei Monate vorher den DM-Titel der Steher für die RSG Katzwang gewann. Klaus ließ sich überreden nun bei der DM im Vierer zu starten. Er trainierte extrem hart und ging in Topform an den Start. Vierter Mann der „Renngemeinschaft“ war Eugen Heim aus Baden-Württemberg. Er war wie Loeffelholz erst 19 Jahre alt und ein excellenter Zeitfahrer.

Obwohl Dieter Flögel zwei Tage nach einem BDR-Einsatz bei einer schweren Rundfahrt schon nach 50 Kilometern entkräftet ausstieg , zeigten Von Loeffelholz, Burges und Heim ein grandioses Rennen, das mit Platz drei der DM belohnt wurde. Klaus Burges erinnert sich noch heute daran dass bei der Zeitnahme am Ziel eine Panne passierte: “ Gerade als wir ankamen fiel die elekronische Zeitmessung aus. Unsere Zeit wurde per Hand von Willi Fuggerer gestoppt. Friedrich zweifelte am Ergebnis, er war danach immer überzeugt davon, dass wir eigentlich die DM gewonnen hätten“

Für den RC Herpersdorf war es ein raabenschwarzer Tag, denn die Mannschaft Herpersdorf I mit Gottfried Mayer, Hubert Stöffel, Manfred Braun und Klaus Häfner belegte nach einigen Defekt-Pech nur den zehnten Platz. Trösten konnte man sich beim RC herpersdorf nach der Jugend-DM, die der RCH verdient gewann.

Manfred Marr

Ex-Meister Dieter Burkhardt, feiert am 8. Juli seinen 70. Geburtstag

Darauf ist Dieter Burkhardt noch heute stolz: „Von 1977 bis 1986 stand ich zehn Jahre lang ohne Unterbrechung jedes Jahr bei einer Deutschen Meisterschaft auf dem Treppchen. Mal bei der Einer-, mal bei der Vierer-DM, manchmal auch bei beiden.“ Ein außergewöhnlicher Rekord, den Dieter Burkhardt bis heute niemand streitig machte. Zehn Jahre – im harten Leistungssport eine ungewöhnlich lange Zeit – trug Dieter Burkhardt erfolgreich das Trikot der RSG-Nürnberg, deren Geschichte er in diesen Jahren ganz wesentlich mitgestaltete. Auch nach seiner aktiven Laufbahn, in der er zwölf Jahre zum Nationalkader zählte und rund 120 Rennen gewann, blieb Dieter Burkhardt dem Zweirad und dem Radsport stets eng verbunden. Ab 1987 war er 16 Jahre als PR- und Marketing-Chef der Nürnberger Hercules-Werke im Einsatz. Nachdem sich diese vom Standort Nürnberg zurückzogen, übernahm Dieter Burkhardt 2003 im Nordosten Nürnbergs das renommierte Fahrrad-Geschäft des Herpersorfer Ex-Meisters Jürgen Goletz, dass er bis 2021 leitete.

Begonnen hat Dieter Burkhardt´s sportlicher Lebenslauf nicht auf dem Rennrad: „ Als Schüler habe ich mehrere Jahre begeistert Fußball gespielt“, erinnert sich der agile Jubilar. „Auf dem Heimweg vom Fußballplatz trat Dieter Burkhardt dann meist sehr stramm in die Pedale seines Touren-Rades, so stramm, dass er bei den Jugendfahrern des regionalen Radsportvereins – die auf gleicher Strecke trainierten – locker mithielt.“ Kein Wunder, dass der „schnelle Fußballer“ über Schulfreunde schnell zum RV 89 Schweinfurt fand und bald erste Jugendrennen fuhr, obwohl er noch immer genau so eifrig kickte. Erst ein Jahr später, nachdem er sich seinem Heimatverein, der „SG Dittelbrunn“ anschloss, bei dem Ex-Profi Ludwig Geyer den Nachwuchs betreute, hängte Dieter Burkhardt als 14-Jähriger die Fußballstiefel endgültig an den Nagel. Sehr schnell bewies er nun sein außergewöhnliches Talent im Rennsattel. Gerne denkt er zurück an erste heiße Duelle mit dem Nürnberger „Radbaron“ Friedrich von Loeffelholz, der damals als Jugendfahrer eine ebenso erfolgreiche und steile Karriere startete: „ 1971 gewann ich vor Friedrich die bayerische Straßenmeisterschaft der Junioren“, erinnert sich Burkhardt, der 1972 erstmals für die Nationalmannschaft der Junioren nominiert wurde.

Der erfolgreichste Abschnitt seiner langen Karriere begann 1976 als sich der 21-jährige Dittelbrunner als Amateur der 1973 gegründeten „RSG-Franken Katzwang“ ( später RSG-Hercules Nürnberg) anschloss , in der bereits Friedrich Von Loeffelholz und Dieter Flögel für Furore sorgten. Diesen Schritt hat Dieter Burkhardt nie bereut, denn das Erfolgstrio Von Loeffelholz-Burkhardt-Flögel gab damals in Bayern und sehr bald auch bundesweit souverän den Ton im Straßenrennsport der Amateure an. Die drei schnellen Franken stellten bei Rundfahrten und Weltmeisterschaften für viele Jahre das Rückgrat der deutschen Straßen-Nationalmannschaft, der Dieter Burkhardt zwölf Jahre angehörte! 1979, 1982 und 1985 wurde Dieter Burkhardt mit dem RSG-Vierer Deutscher Mannschaftsmeister über 100 Kilometer, 1982 gewann er in Rosenheim vor dem späteren Weltklasse-Profi Rolf Gölz im mitreißenden Finish die Einer-DM!

Die Art und Weise, in der die Katzwanger Cracks den Straßenrennsport der Amateure dominierten, beeindruckte nicht nur die fränkischen Fans. Auch in der Chefetage der Firma Hercules war man begeistert. So begeistert, dass der heimische Fahrradhersteller zum großzügigen Sponsor wurde, nach dem sich der kleine Verein ab 1980 „RSG-Hercules Nürnberg“ nannte.

Eine solche Namensänderung, verbunden mit Werbung, war seinerzeit innerhalb des Bundes Deutscher Radfahrer jedoch ebenso wenig erlaubt, wie die effizienten neuen Team-Strukturen mit denen die Nürnberger Cracks ihre Rennen fuhren – und gewannen! Es kam schließlich zum Eklat: Als „Rebellen“ wurden die RSG-Fahrer im Olympia-Jahr 1980 rigoros vom Bund Deutscher Radfahrer von der Nationalmannschaft ausgeschlossen! Heute lacht Dieter Burkhardt darüber, wenn er feststellt: „ Wir waren damals einfach um einiges voraus. Wenige Jahre später folgten unserem Beispiel die Dortmunder und dann fanden sich bald weitere Vereine, die nach unserem Sportgruppen-Konzept arbeiteten. Der Erfolg sprach schließlich so deutlich dafür, dass der BDR , wenn auch spät, sein Reglement änderte.“
Eigentlich wollte Dieter Burkhardt 1985, nachdem er die RSG-Hercules Nürnberg zum dritten Mal zum Vierer-DM-Titel geführt hatte, seine Karriere beenden. „ Doch dann hatte ich einen sehr schweren Autounfall und die Saison 1985 war gelaufen. So wollte ich mich jedoch nicht verabschieden“. Umso größer war Burkhardt´s Ehrgeiz im folgenden Jahr. Neben zahlreichen Siegen wollte er in seiner letzten Saison vor allem bei der Straßen-DM noch einmal ganz vorne dabei sein. “Die DM in Bann war 1986 eine extreme Hitzeschlacht auf einem sehr schweren Kurs in der Pfalz , doch wir hatten alles gut im Griff“, erinnert sich Dieter Burkhardt an sein letztes großes Rennen, das er fast auch noch gewonnen hätte: „ Die Nürnberger und die Dortmunder Fahrer gaben bei dieser DM einmal mehr souverän den Ton an. In der letzten Runde fuhr der Dortmunder Bernd Gröne zusammen mit Werner „Kiko“ Stauff ab, der 1986 für die RSG-Nürnberg fuhr. „Gröne galt damals zwar auch als gefährlicher Sprinter, doch ich war sicher, Kiko fährt das Ding nach hause“, erinnert sich Dieter Burkhardt, der mit seiner Prognose richtig lag und das Feld der Verfolger aufmerksam kontrollierte. Stauff gewann den Titel sicher vor Gröne und Dieter Burkhardt wuchs eine halbe Minute später im rasanten Massensprint des heranbrausenden Feldes, den er grandios gewann, noch einmal über sich hinaus. Als strahlender Dritter der DM stieg er mit Gröne und Stauff zum 10. Mal auf ein DM-Treppchen! Insgesamt hat Dieter Burkhardt sehr viele schöne Erinnerungen an seine aktive Zeit. Nur ein Punkt wurmt ihn offensichtlich noch heute etwas: “ Obwohl ich mit rund 15 Siegen pro Saison auch als sehr spurtschnell bekannt war, wurde ich nie für eine Einer-WM nominiert, nur stets für den BDR-Straßenvierer“.
1987 hängte Dieter Burkhardt zwar seine Rennmaschine an den berühmten Nagel, doch für die RSG-Nürnberg war er als langjähriger 1. Vorsitzender noch viele Jahre unermüdlich im Einsatz. Beim späteren Profi-Team NÜRNBERGER , das 1986 aus der RSG entstand, fungierte Dieter Burkhardt bis zum Ende 2001 als Geschäftsführer und Sportlicher Leiter.
Ab 1991 war Dieter Burkhardt außerdem als Organisator des Radrennens „Rund um die Nürnberger Altstadt“ im Einsatz, bei dem er zusammen mit Dieter Flögel Tour de France-, Giro-Sieger Sieger, Weltmeister und zahlreiche internationale Top-Stars an den Start brachte.
Den Straßen-Rennsport verfolgte Dieter Burkhardt auch in den folgenden Jahren weiter sehr aufmerksam zumal sein Sohn Holger erfolgreich in seine Fußstapfen trat. Sein renommiertes Radsport-Fachgeschäft im Norden Nürnbergs, das er 19 Jahre erfolgreich führte, wird seit 2021 von einem langjährigen Mitarbeiter fortgeführt. Im Sattel seiner schnellen Rennmaschine sitzt der rüstige Jubilar noch immer gerne und regelmäßig. „ Dazu habe ich nun endlich die nötige Zeit , das macht Spaß und hält mich fit“, sagt Dieter Burkhardt, der zusammen mit Sohn Holger auch immer wieder auf berühmten Tour-Pässen der Pyrenäen und Alpen unterwegs ist.

Dieter Burkhardt´s Daten in Kürze
Geb. 8. Juli 1955 in Stuttgart
1962 zog Familie Burkhardt ins unterfränksiche Dittelbrunn bei Schweinfurt
seit 1976 lebt Dieter Burkhardt in Nürnberg

Ab 1969 Jugendfahrer zunächst beim RV 89 Schweinfurt, ab 1970 bei der SG Dittelbrunn, ab 1976 als Amateur bei der RSG-Franken-Katzwang, der späteren RSG-Hercules Nürnberg.
Vierfacher Deutscher Meister der Amateure auf der Straße (Einer- und Vierer-Mannschaft), 12 Jahre Nationalmannschaft Straße, insgesamt bis 1986 rund 120 Siege, darunter viele namhafte „Klassiker“ .
Nach dem Ende der Karriere ab 1987 sechzehn Jahre Marketingleiter der Firma „Hercules“ , dazu parallel Team-Manager und Sportlicher Leiter der RSG Nürnberg und ab 1986 beim internationalen Profi-Team „NÜRNBERGER“. Ab 1991 Co-Organisator des Rennens „Rund um die Nürnberger Altstadt“ , Mitglied der Sportkommission der Stadt Nürnberg.
Von 2003 bis 2021 Inhaber der Firma RADSPORT BURKHARDT

Text: Manfred Marr

Joachim Kröniger zu seinem 80. Geburtstag am 17. März

1973 wurde die RSG-Paintco Franken gegründet

Ganz sicher bin ich da heute nicht mehr, doch ich glaube, es war um 1961 – vor rund 65 Jahren – als ich Joachim Kröniger per Zufall zum ersten Mal traf.Ich war damals 17 Jahre alt, Mitglied beim RV Union – er ein 16-jähriger Abiturient , der sich für den Radsport interessierte. Mit einem Tourenrad war er am Gelände um das Nürnberger Stadion unterwegs als wir dort ins Gespräch kamen. Er hatte Lust im Radrennsport aktiv zu werden. Wo und wie man da als Neuling beginnen sollte war seine Frage an mich. Ich empfahl ihm natürlich den RV Union 1886 Nürnberg, der damals noch eine schöne Gruppe von Amateuren und Jugendlichen hatte. Und „Jochen“ machte ernst.Eine Rennmaschine des Vereins war für ihn schnell vorhanden und Ossi Weisheit, der damalige Jugendtrainer der Union nahm ihn unter seine Fittiche. Ebenso wie sein gleichaltriger Vereinskamerad Dietmar Klement wurde Kröniger bald bei den Straßenrennen und vor allem auch bei den Mittwochabendrennen auf der ASN-Bahn in der A-Jugend immer besser.

Auch als Amateur blieb Kröniger, der in den folgenden Jahren schnell zur A-Klasse und zur bayerischen Spitzenklasse aufschloss, beachtliche Leistungen. Er zählte zu den wenigen fränkischen Amateuren, die bei den Rennen mit den Assen des RC Herpersdorf als „Einzelkämpfer“ mit halten konnten. Allerdings fuhr er nun nicht mehr im Trikot des RV Union, sondern im grauen Trikot des Ring Nürnberger Rennfahrer (RNR), bei dem es damals noch einige weitere ehrgeizige Amateure gab, während sich der RV Union immer mehr zum Sammelbecken von ehrgeizigen Senioren-Fahrern entwickelt hatte. Doch auch beim RNR musste Kröniger bald feststellen, dass die Jugendfahrer und auch die Amateure immer weniger wurden.Ebenso war das beim Tourenclub Nürnberg, beim RC Schwalbe Nürnberg. Kröniger fasste deshalb den Entschluss mit den verbliebenen Fahrern der Nürnberger vereine eine Renngemeinschaft zu gründen, um dem RC Herpersdorf bei den Rennen gemeinsam etwas mehr Paroli bieten zu können. Er schilderte seine Vorstellungen den vier Nürnberger Vereinen. Doch leider war das Ergebnis mehr als enttäuschend, denn niemand wollte seine Fahrer, obwohl sie ja im alten Verein bleiben konnten , bei einer „RSG“ starten lassen.
Kröniger war zwar sehr enttäuscht, doch er gab nicht auf. Er sprach nun bei Vereinen außerhalb der Nürnberger Stadtgrenzen vor. Beim RSC Fürth, dem RC 50 Erlangen, dem RV Bavaria Neumarkt, dem Tourenklub Schwabach und beim ARSV Katzwang entschloss man sich der Renngemeinschaft beizutreten. Zustimmung fand Kröniger auch beim „Verein-Sportplatz“ durch Altmeister Fritz Scheller, der Kröniger seit Jahren für seine gute Arbeit bei der Schulsport-Betreueung sehr schätzte.

Am 24. November 1973 trafen sich zur Gründung der RSG 16 fränkische Radsportfunktionäre in den Katzwanger „Radler-Stuben“. Ein neues einmalig erfolgreiches Kapitel des fränkischen Radsports hatte begonnen. Keines der Gründungsmitglieder ahnte an jenem Tag , dass damit der Grundstein für 30 Jahre Spitzen-Radsport in Nürnberg gelegt wurde. Joachim Kröniger´s unerschütterlicher Optimismus und Idealismus wurde zurecht belohnt!

Manfred M a r r

Joachim Kröniger hat sein großes Ziel erreicht

Radsport und Herpersdorf , diese zwei Worte waren seit 1940 in ganz Deutschland ein Begriff. Der kleine Ort vor den Toren Nürnberg´s war berühmt durch seinen Radsport-Club, der sich im Laufe von fünf Jahrzehnten vom kleinen Dorf-Verein zum größten und erfolgreichsten deutschen Radsport-Verein entwickelt hatte. Doch in den den frühen 1970er-Jahren tauchte plötzlich ein neuer Name in den Schlagzeilen der deutschen Radsport-Szene auf: Eine „Rennsport-Gemeinschaft Katzwang“, die erst 1973 gegründet worden war, sorgte ab 1975 für Furore und stellte den RC Herpersdorf in den folgenden Jahren immer mehr in den Schatten.

Als sich am 24. November 1973 sechzehn Radsportidealisten der Region trafen, um eine „Rennsport-Gemeinschaft“ zu gründen war der ARSV Katzwang mit Helmut Möckel, Peter Arnold und Walter Mlady gut vertreten. Die neue RSG, an der sich neben dem ARSV Katzwang der RSC Fürth, der Tourenklub Schwabach, der RC 50 Erlangen, der Verein Sportplatz und der RC Bavaria Neumarkt als Trägervereine beteiligten, nannte sich zunächst nach dem Sponsor „RSG Paintco Franken“.

Nachdem der Bund Deutscher Radfahrer (BDR) damals Werbung in Vereinsnamen strikt ablehnte und die Hauptlast der Organisation, der Arbeit und Finanzierung vom ARSV getragen wurde, erhielt die neue Radsport-Vereinigung schließlich den Namen „RSG Franken Katzwang“. Ein Name, der wie ein Blitz in die damalige Radsport-Szene einschlug, denn mit dem mehrfachen Junioren-Sprintermeister Gerhard Scheller, mit Stehermeister Klaus Burges und den Straßen-Nationalfahrern Friedrich von Loeffelholz, Dieter Flögel und Dieter Burkhardt sorgte die neue RSG, die von Helmut Möckel geleitet wurde, bundesweit laufend für Schlagzeilen! Jochen Kröniger war dabei in sämtlichen Bereichen der Planung, der Betreuung und der Ausbildung der jungen Fahrer unermüdlich und mit enormer Begeisterung im Einsatz. Egal, ob es um den Aufbau der RSG-Jugend oder um die erfolgreichen Spitzenfahrer der Amateure ging, sein Rat und seine reiche Erfahrung waren für die RSG enorm wertvoll und stets richtungsweisend.

Allein in den fünf Jahren , als die Fahrer der RSG Katzwang noch das graue Trikot mit dem Katzen-Emblem trugen, erkämpften sie zwölf deutsche Meistertitel! Die allererste Basis für 32 deutsche Meistertitel, die von 1975 bis zum Jahr 2001 erkämpft wurden, schuf man mit rührigen Funktionären und Helfern der Träger-Vereine. Der neue Radsport-Verein, der einst als RSG-Paintco Franken begann und danach zur RSG Franken Katzwang, RSG Hercules Nürnberg, RSG-Nürnberg und schließlich zum Profi-Team Nürnberger wurde, hat ein großes Stück der erfolgreichen Nürnberger Radsportgeschichte geschrieben!
Manfred M a r r

Die Erfolgsbilanz der Renngemeinschaft bis Team Nürnberger

1. 1975 Jugendmeisterschaft im Sprint…………………………….. Gerhard Scheller
2. 1975 Jugendmeisterschaft 500m-Zeitfahren………………….Gerhard Scheller
3. 1975 Deutscher Stehermeister der Amateure…………………..Klaus Burges
4. 1976 Jugendmeisterschaft im Sprint…………………………….Gerhard Scheller
5. 1976 Jugendmeisterschaft im Punktefahren……………………Gerhard Scheller
6. 1976 Jugendmeisterschaft Zweier-Mannschaft………………..Gerhard Scheller
7. 1977 Deutscher Stehermeister der Amateure…………………..Klaus Burges
8. 1977 Deutscher Sprintermeister Amateure……………………..Gerhard Scheller
9. 1978 Deutscher Straßenmeister der Amateure……Friedrich von Loeffelholz

10. 1979 Deutscher Vierer-Meister –Strasse über 100km:
( Dieter Burkhardt. Dieter Flögel, Dieter Münch,Friedrich von Loeffelholz)

11. 1979 Deutscher Sprintermeister der Amateure……………….Gerhard Scheller
12. 1979 Deutscher Meister 100m-Zeitfahren Amateure………..Gerhard Scheller

13 1980 Deutscher Straßenmeister der Amateure……………….. Hans Neumayer
14. 1981 Deutscher Straßenmeister der Junioren…………………..Martin Pudelko
15. 1982 Deutscher Straßenmeister der Amateure…………………Dieter Burkhardt

Foto: Manfred Marr (Kröniger – Burkhardt – Müller)

16. 1983 Deutscher Straßenmeister der Amateure …………………Dieter Flögel
17. 1984 Deutscher Straßenmeister der Amateure………………….Thomas Freienstein

18. 1985 Deutscher Vierer-Meister Straße über 100km:
(Dieter Burkhardt, Thomas Freienstein, Hans Knauer, Werner Stauff)

19. 1986 Deutscher Straßenmeister der Amateure—————-Werner Stauff
20. 1987 Deutscher Zeitfahrmeister Amateure über 5okm………..Remig Stumpf
21. 1988 Deutscher Zeitfahrmeister Amateure über 50km………..Remig Stumpf

22. 1988 Deutscher Vierer-Meister –Straße über 100km:
( Werner Stauff, Remig Stumpf, Werner Wüller,Ernst Christl

23. 1989 Deutsche Straßenmeisterin der Juniorinnen……………….Jaenette Matt
24. 1991 Deutscher Straßenmeister der Amateure…………………..Steffen Rein
25. 1992 Deutscher Straßenmeister der Amateure………………….Stephan Gottschling
26. 1993 Deutscher Straßenmeister der Amateure…………………..Bert Dietz
27. 1994 Deutscher Bergmeister der Amateure……………………..Stephan Gottschling
28. 1995 Deutscher Bergmeister der Amateure…….………….Alexander Kastenhuber
29. 1997 Deutscher Bergmeister der Profis und Amateure…………Jens Zemke
30. 1998 Deutscher Bergmeister der Profis und Amateure…………Jens Zemke
31. 1999 Deutscher Bergmeister der Profis und Amateure………….Jens Zemke
32. 2001 Deutscher Zeitfahr-Meister der Profis …………..….Thomas Liese

Die offiziellen Namen der Teams :

1973-1975 „RSG-Paintco-Franken“
1975-1979 „RSG-Katzwang“
1980-1990 „RSG-Hercules Nürnberg“
1991-1995 „RSG-Nürnberg“
1996-2002 „Team NÜRNBERGER“

Frankens Radsportler trauern um Dieter Flögel

1980 Altstadtkriterium Nürnberg: Dieter Flögel und Andreas Englert (RSG Nürnberg) eingerahmt von Peter und Thomas Krön von der RMV Concordia Strullendorf.
Dieter Flögel (RSG Nürnberg) beim Altstadtrennen 1980 in Nürnberg
Photo by Plomi

Frankens Radsportler trauern um den zweifachen Deutschen Meister Dieter Flögel, der am 26. Januar im Alter von 68 Jahren nach einer schweren Erkrankung verstorben ist. Der gebürtige Hafenlohrer begann 1969 als 15-Jähriger beim RV Concordia Karbach mit dem Radsport. Nach zahlreichen Siegen, die er als Junior für den RV 89 Schweinfurt errang, schloss sich Dieter Flögel 1975 als einer der besten Amateure Bayerns der 1973 gegründeten RSG-Katzwang an. Zusammen mit seinen Vereinskameraden Friedrich von Loeffelholz und Dieter Burkhardt zählte Flögel in den folgenden Jahren konstant zur absoluten deutschen Spitzenklasse der Straßen-Amateure. Gemeinsam prägte das außergewöhnliche fränkische Trio eine völlig neue Epoche des Amateurstraßen-Rennsports und bildete damit die Basis für die folgenden erfolgreichen Jahrzehnte der RSG-Hercules, der RSG Nürnberg und danach für das Profisteam NÜRNBERGER .
Von 1976 bis 1984 war Dieter Flögel ohne Unterbrechung Mitglied im BDR-Nationalkader 1979 gewann er mit dem RSG-Strassenvierer (Flögel, von Loeffelholz,Burkhardt,Münch), den deutschen Mannschaftstitel über 100 Kilometer. Acht Mal hat Dieter Flögel von 1976 bis 1984 an Weltmeisterschaften teilgenommen. 1981 wurde er in Prag Fünfter der Straßen-WM – damals die beste WM-Platzierung eines deutschen Rad-Amateurs seit 1963! Neben der DM im Einer-Straßenfahren, die Flögel 1983 erkämpfte, gewann er zwischen 1975 und 1983 zahlreiche Etappen bei nationalen und internationalen Rundfahrten, vier Bundesliga-Rennen und acht extrem schwere „Straßen-Klassiker“. Mit dem Vierer der RSG Katzwang ( später RSG Hercules bzw. RSG Nürnberg) wurde Dieter Flögel zwischen 1975 und 1983 dreimal Deutscher Vize-Meister und dreimal DM-Dritter.
1984 beendete Dieter Flögel nach rund 200 Siegen seine erfolgreiche Radsport-Karriere. Bis 1988 hat er zum „Abtrainieren“ noch an Steherrennen und an kleineren Radrennen teilgenommen. Dem Radsport blieb er auch danach eng verbunden durch seine Mitarbeit in der Organisation und Leitung der RSG Nürnberg, später beim Team NÜRNBERGER, sowie als Rennleiter beim Radrennen „Rund um die Nürnberger Altstadt“.
Manfred Marr

Flögel, der zuletzt in Bubenreuth bei Erlangen lebte, starb im Alter von 68 Jahren an den Folgen einer Herzerkrankung im Universitätsklinikum Erlangen.

26.9.1981: Vor dem Start zum P&S Preis in Katzwang erhält der DM 1981 Raimund Dietzen aus Trier Anweisungen vom Capitano der RSG Nürnberg, Dieter Flögel.
26.9.1981
P&S Preis Katzwang
Dieter Flögel zusammen mit dem Deutschen Meister Raimund Dietzen