WM-Zeitfahren ohne ÖRV-Spitzenergebnis

Riccardo Zoidl und Matthias Brändle blieb heute beim Zeitfahren der Profis bei den UCI Rad-Weltmeisterschaften in Ponferrada (Spanien) die große Sensation erspart. Während sich Zoidl sehr zufrieden nach dem Rennen zeigte, war Brändle enttäuscht.

Der Brite Bradley Wiggins hat den Deutschen Tony Martin entthront! Der britische Tour de France-Sieger dominierte heute das 47,1 Kilometer lange Einzelzeitfahren 26,3 Sekunden vor Martin, der heute seinen vierten WM-Titel en suite gewinnen wollte. Bronze sicherte sich der Niederländer Tom Dumoulin. Riccardo Zoidl erreichte als 27. mit 3:15,71 Minuten Rückstand das Ziel. Und Matthias Brändle, der sich einen Platz rund um die Top-Ten ausgerechnet hätte, wurde schließlich 35. (plus 3:39,69 Minuten).

Zoidl: „Ich bin zufrieden“
„Eigentlich lief es ganz gut. Nach einer halben Stunde hatte ich zwar einen kleinen Einbruch, aber das schwere Finale war wieder super. Dafür, dass ich bei der Int. Österreich Rundfahrt mein letztes Zeitfahren bestritten und mich nicht speziell auf das WM-Rennen vorbereitet habe, bin ich ganz zufrieden. Eher nicht so mit der Platzierung, aber der Rückstand ist gering“, sagte der Oberösterreicher Zoidl im Ziel. Zoidl verbesserte sich von Zwischenzeit zu Zwischenzeit und schob sich von den Rängen 39 auf 33, 28 und 27 vor.

Jetzt gilt sein voller Fokus dem WM-Straßenrennen am kommenden Sonntag: „Die gesamte Vorbereitung mit vielen kurzen Intervallen habe ich dem Eliterennen untergeordnet. Es wird ein offenes Rennen mit sehr vielen Favoriten. Unser sechsköpfiges Team wird sich sicher auch was einfallen lassen. Jeder von uns ist stark drauf und kann eine tolle Leistung abliefern. Kapitän sehe ich in unserer Mannschaft keinen, denn der nicht allzu schwere Kurs kommt auch Bernhard Eisel und Marco Haller entgegen.“

Enttäuschter Brändle
Weniger gut lief es für den Vorarlberger IAM-Profi Matthias Brändle, der sich speziell auf das Zeitfahren vorbereitet hatte: „Die ersten 30 Kilometer waren Top, die letzten zwölf ein richtiger Flop. Als ich in den Berg reinfuhr, hat es mir regelrecht die Füße zugemacht. Ich dachte schon an einen Defekt, aber es waren meine Wadln. Ich habe heute alles probiert, aber es hat zum Schluss nichts mehr gepasst. Das war eine neue Erfahrung heute für mich, wenn auch keine gute. Natürlich habe ich mir mehr erwartet“, sagte Brändle im Ziel. Nachdem er bei den ersten beiden Zwischenzeiten noch auf dem zwölften Platz lag, rutschte er vom 26 noch auf den 34. Platz ab.

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