Archiv für den Tag: 27. Mai 2018

Sam Bennett gewinnt letzte Etappe des Giro d’Italia und rundet damit eine erfolgreiche Grand Tour für BORA – hansgrohe ab. 


Die letzte Etappe führte durch die engen Straßen Roms, bei dem sich in einem atemberaubenden Sprint Sam Bennett sich seinen dritten Etappensieg holte. BORA – hansgrohe arbeitete wieder perfekt zusammen und bereitete alles für ihren Kapitän vor. Mit seinem dritten Etappensieg rundet der Ire einen grandiosen Giro für BORA – hansgrohe ab. Weiter beendet das deutsche Team mit zwei Fahrer in den Top Ten im Gesamtklassement die erste Grand Tour dieser Saison.
Die Etappe
Die letzte Etappe des Giro d’Italia wurde im Herzen Roms bestritten. Auf einem Rundkurs von 10 Runden a 11.5km ging es für die Fahrer durch die verwinkelten Kopfsteinpflaster Straßen der Stadt.
Die Team Taktik
Die 21. Etappe des Corsa Rosa war wieder eine Chance für die schnellen Männer im Feld. Mit dem zweimaligen Etappensieger Sam Bennett ging BORA – hansgrohe heute in das Rennen und versuchte den dritten Etappensieg einzufahren.
Das Rennen
Kurz nach dem Startschuss gab es heftige Diskussionen aufgrund des Kurses, die Jury entschied sich dazu die ersten beiden Runden nicht zu werten. Demnach nahm das Peloton die den Start sehr gelassen in Angriff.In den letzten Runden zerfiel das Feld in viele kleine Gruppen und wie erwartet kam es 3km vor dem Ziel zum Zusammenschluss und BORA -hansgrohe bereitete alles für ihren Sprinter Sam Bennett vor. Er wartete auf den finalen Moment und setzte zum Sprint an. In einem atemberaubenden Sprint fuhr der Ire zu seinem dritten Etappensieg bei diesem Giro. Somit komplettiert er einen herausragenden Giro für BORA – hansgrohe mit drei Etappensiegen und zwei Fahrern in den Top Ten im Gesamtklassement.
Reaktionen im Ziel
„Unser Ziel für diesen Giro war eine Top-Ten Platzierung im Gesamtklassement und einen Etappensieg, nun fahren wir mit drei (zwei) Etappensiegen, zwei Fahrern in den Top-Ten und etlichen Podiumsplatzierungen nach Hause und haben somit unsere Ziele sogar übertroffen. Ich bin stolz auf diese Giro- Mannschaft, das gesamte Staff, wie auch die beiden sportlichen Leiter haben in den letzten Wochen einen tollen Job abgeliefert und immer an einen Strang gezogen.“ – Ralph Denk, Team Manager

Als ich heute aufgewacht bin, fühlte ich mich nicht so gut, meine Beine waren müde und ich wusste nicht ob ich heute mitsprinten könnte. Der Kurs war wirklich schwer, aufgrund der Kopfsteinpflasterpassagen konnte ich nicht mal die Hände von Lenker nehmen. Während dem Rennen fühlte ich mich besser als das Tempo erhöht wurde. Heute war es wieder ein Sieg des Teams, die Jungs waren wieder unglaublich, sind das Loch zugefahren und haben einen tollen Sprint für mich vorbereitet. Ohne sie wäre der Sieg nicht möglich gewesen. – Sam Bennett
Eine Wahnsinns Etappe! So viele Zuschauer bei der historischen Kulisse. Der Kurs ließ eigentlich ein Radrennen dieser Wertigkeit nicht zu, da das Sturzrisiko war schon sehr groß, von daher traf die Jury die richtige Entscheidung das Rennen um den Giro- Gesamtsieg nach 3 Runden zu beschließen und ” nur” den Etappensieg auszufahren. Mit einem top motiviertem Team konnten wir Sam noch einmal in Position bringen der dann auch sensationell vollstreckt hat. Das war die bisher erfolgreichste Gran Tour für unser Team. – Jens Zemke, sportlicher Leiter
© BORA – hansgrohe / Bettiniphoto

21. Etappe in Rom (Nur Etappensieg und Punktewertung, nach Runde 3 von 11 wurde aufgrund der gefährlichen Strecke und Fahrerprotesten die Zeit genommen)
1. Sam Bennett (Bora-hansgrohe)
2. Elia Viviani (Quick-Step Floors) s.t.
3. Jean-Pierre Drucker (BMC) s.t.
4. Baptiste Planckaert (Katusha-Alpecin) s.t.
5. Manuel Belletti (Androni-Sidermec-Bottecchia) s.t.
6. Sacha Modolo (Education First-Drapac) s.t.
7. Niccolo Bonifazio (Bahrain-Merida) s.t.
8. Clement Venturini (Ag2 La Mondiale) s.t.
9. Paolo Simion (Bardiani-CSF) s.t.
10. Fabio Sabatini (Quick-Step Floors) s.t.

101. GIRO Endstand:
1. Chris Froome (Sky)
2. Tom Dumoulin (Sunweb) + 0:46 Minuten
3. Miguel Angel Lopez (Astana) + 4:57
4. Richard Carapaz (Movistar) + 5:44
5. Domenico Pozzovivo (Bahrain-Merida) + 8:03
6. Pello Bilbao (Astana) + 11:50
7. Patrick Konrad (Bora-Hansgrohe) + 13:01
8. George Bennett (LottoNL-Jumbo) + 13:17
9. Sam Oomen (Sunweb) + 14:18
10. Davide Formolo (Bora-Hansgrohe) + 15:16

BORA – hansgrohe reist mit zwei hervorragenden Top-Ten Plätzen im Gesamtklassement nach Rom, Felix Großschartner erringt starken dritten Platz bei der vorletzten Etappe.


Alle Wege führen nach Rom, doch zuvor gab es heute die letzte Bergankunft bei dem diesjährigen Giro d’Italia. Wie auch in den letzten Tagen, wurde auch heute die Etappe von vielen Attacken geprägt. BORA – hansgrohe Fahrer Felix Großschartner war in der Fluchtgruppe des Tages und zeigte eine starke Leistung, konnte bis am letzten Berg mit dem späteren Sieger M. Nieve das Rennen dominieren. Am Ende landete der junge Österreicher auf den großartigen dritten Platz, Teamkollege Patrick Konrad konnte sich wieder im Gesamtklassement verbessern und hat Platz 7 im Gepäck nach Rom. Davide Formolo schiebt sich nach einer starken Fahrt in die Top Ten der Gesamtwertung des Giro d’Italia vor.
Die Etappe
Die vorletzte Etappe war erneut eine schwere Bergetappe mit knapp 4.000 Höhenmetern. Von Susa ging es mehr als 210 stetig steigenden Kilometern entlang der Alpen in Richtung Ziel nach Cervinia. Drei Bergwertungen der 1. Kategorie warteten auf das schon gezeichnete Peloton. Der erste Anstieg des Tages war der Col Tsecore mit einer Steigung von 12%, kurz danach folgte die zweite Bergerwertung des Tages, bevor der Schlussanstieg nach Cervinia auf die Fahrer wartete.
Die Team Taktik
Es war erneut ein Tag für die Kletterasse im Feld und die letzte Chance den einen oder anderen Platz in der Gesamtwertung gut zu machen. BORA – hansgrohe startete in diese vorletzte Etappe, um Konrads Platz in den Top-Ten abzusichern. Versuchte aber auch Formolo, der auf Platz 11 rangierte, noch unter die besten 10 zu bringen.
Das Rennen
Nach nur wenigen Kilometern im Rennen setzte sich eine Gruppe von 5 Fahrern mit einem kleinen Vorsprung ab. Seitens BORA – hansgrohe waren Andreas Schillinger und Felix Großschartner in der Fluchtgruppe des Tages vertreten. Als das Rennen sich auf den ersten Berg des Tages zubewegte, ließ Andreas Schillinger und einige andere Fahrer sich zurückfallen. Nach dem zweiten Berg des Tages war die Rennsituation äußert gut für BORA – hansgrohe, Felix Großschartner fuhr mit einem Mitchelton-Scott Fahrer an der Spitze des Rennens mit einem Vorsprung von mehr als 6 Minuten. Kurz vor dem letzten Berg des Tages, setzte Nieve zur entscheidenden Attacke an und konnte sich mit einer Lücke von einer Minute absetzen. Felix Großschartner blieb aber stets auf Tuchfühlung mit dem Führenden, dahinter in der Verfolgung waren Teamkollegen Konrad und Formolo mit dem Maglia Rosa. In Cervinia angekommen, sicherte sich M.Nieve solo den Sieg vor R.Gesink, der auf den letzten Kilometern Großschartner noch einholen konnte. Der junge Österreicher querte als Dritter die Ziellinie, nach drei Wochen starken Helferdienste konnte er sich dennoch einen Podiumsplatz sichern. Einige Minuten später querten Davide Formolo auf Platz 8, und Patrick Konrad auf Platz 15 die Ziellinie. Durch diese großartige Fahrt der beiden schoben sie sich im Gesamtklassement weiter vor, BORA – hansgrohe reist somit mit Konrad auf Platz 7 und Formolo auf Rang 10 nach Rom.
Reaktionen im Ziel
„Ich habe drei Wochen alles für meine Mannschaft gegeben und als ich heute die Chance bekam, wollte ich diese natürlich nutzen und wurde Dritter. Der Sieg war leider nicht drinnen, Nieve war einfach zu stark. Aber ich denke, dieser Giro ist für uns wirklich gut verlaufen, zwei Fahrer in den Top Ten und die beiden Siege von Sam, bis dato, sind wirklich tolle Ergebnisse. – Felix Großschartner

„Wir haben uns sehr lange und gründlich auf den Giro vorbereitet und vor allem die letzte Woche mit unserem Performance Team minutiös geplant und die „Pacingstrategien“ exakt für dieses Monsterfinale berechnet. Uns war gerade wichtig, für die beiden Schlussetappen noch ausreichend Reserven zu haben und lieber hier oder dort ein mögliches Topergebnis zu verschenken, um für das Finale noch etwas mehr an Energie zu haben. Und ich kann stolz sagen: Es hat sich gelohnt! Dass wir vor der morgigen Schlussetappe nicht nur zwei Fahrer unter den Top Ten haben, sondern auch ausreichend Ressourcen hatten, Felix Großschartner für seine Helferdienste heute mit einem Freifahrtschein zu belohnen, freut mich auch persönlich riesig. Und morgen werden wir versuchen diesem aus BORA – hansgrohe Sicht tollen Giro noch ein Sahnehäubchen aufzusetzen!“ – Christian Pömer, sportlicher Leiter
© BORA – hansgrohe / Bettiniphoto

20. Etappe:
1. Mikel Nieve (Mitchelton-Scott)
2. Robert Gesink (LottoNL-Jumbo)+2:17
3. Felix Großschartner (Bora-hansgrohe) +2:42
4. Giulio Ciccone (Bardiani-CSF) +3:45
5. Gianluca Brambilla (Trek-Segafredo) +5:23
6. Wout Poels (Sky) +6:03
7. Chris Froome (Sky) s.t.
8. Davide Formolo (Bora-hansgrohe)
9. Domenico Pozzovivo (Bahrain-Merida)
10. Richard Carapaz (Movistar)

Gesamtstand:
1. Chris Froome (Sky)
2. Tom Dumoulin (Sunweb) + 0:46
3. Migel Angel Lopez (Astana) +4:57
4. Richard Carapaz (Movistar) +5:44
5. Domenico Pozzovivo (Bahrain-Merida) +8:03
6. Pello Bilbao (Astana) +11:50
7. Patrick Konrad (Bora-hansgrohe)+13:01
8. George Bennett (LottoNL-Jumbo) +12:35
9. Sam Oomen (Sunweb) +14:18 10. Davide Formolo (Bora-hansgrohe) +15:16

Punktewertung: Elia Viviani (Quick-Step Floors)
Bergwertung: Chris Froome (Sky)
Nachwuchswertung: Miguel Angel Lopez (Astana)
Teamwertung: Sky