Archiv für den Tag: 25. August 2018

Belgische Woche für Team Vorarlberg Santic


In der Heimat von Team Vorarlberg Santic Profi Joeri Stallaert wurde die belgische Woche gestern beim prestigeträchtigen „Great War Remembrance Race“ von Nieuwpoort nach Ypres gleich richtig zur Sache. Auf den Spuren der Flandern Rundfahrt und Gent – Wevelgem entwickelte sich das Rennen der UCI Kategorie 1.1 zu einem wahren Ausscheidungsfahren.
Rock n`Roll quer durch die Prärie – Steimle auf Rang 35. – Gian Friesecke im Spital!
Zahlreiche Passagen mit unbefestigten Straßen ließen die Fahrer an die Grenze des machbaren gelangen. Es war eine Angelegenheit für die Klassikerfraktion. Sieger des Rennes der Este Mihkel Raim. Einziger Fahrer im Ziel Jannik Steimle auf Rang 35. Gian Friesecke musste nach Sturz in das Spital zur Kontrolle, aber es gab zum Glück teilweise Entwarnung nach Verdacht auf einen Knochenbruch. Laut erster Diagnose ein kleiner Abriss der Kniescheibe. Friesecke fällt die nächsten Rennen dadurch aus.
24.08. Great War Remembrance Race UCI 1.1 (192 km) von Nieuwpoort nach Ypres
Results: https://www.procyclingstats.com/race/great-war-remembrance-race/2018
Jannik Steimle 7. – Joeri Stallaert 9. – Top Results bei Omloop Schelde Meulebeke (BEL)

Heute ging es schon besser und wie…. Im Massensprint siegte der Niederlander Wouter Wippert (Team Roompot). Aber Jannik Steimle und Joeri Stallaert sprinteten in die Top Ten mit Rang sieben und neun – der Lohn 60 UCI Weltranglistenpunkte! Top job gemacht im Rennen über 187 Kilometer – und es war wieder ein richtiges Männerrennen!
25.08. Omloop Mandel Leie Schelde Meulebeke UCI 1.1 (187 Km) (Meulebeke / BEL)
Results: https://www.procyclingstats.com/race/omloop-mandel-leie-schelde-meulebeke/2018

So geht es weiter:
26.08. Ronde Midden Netherland UCI 1.2 (192 km) (Utrecht / NED)
Results: https://www.procyclingstats.com/race/ronde-van-midden-nederland/2018

28.08. Geraardsbergen – Nationales Rennen
29.08. Overijse UCI 1.1 (196 Km) (Overijse/BEL)
Results: https://www.procyclingstats.com/race/druivenkoers-overijse/2018

Kader: Dominik Amann, Roland Thalmann, Lukas Meiler, Manuel Bosch, Joeri Stallaert, Gian Friesecke, Jannik Steimle

Linda Riemann gewinnt spannendes Rennen der Newcomer Tour


Foto: Riedmann©Pixathlon

Große Bühne für den weiblichen Radsport-Nachwuchs. Bei der Newcomer Tour im Rahmen der Deutschland Tour im saarländischen Merzig standen heute die jungen Radsportlerinnen der U17-Kategorie im Fokus. Das Rennen über 47,5 Kilometer der Elitestrecke der 3. Etappe der Deutschland Tour entschied Linda Riedmann vom RV Concordia Karbach vor Lucy Mayrhofer von der RV Radlerlust Gomaringen für sich. Platz drei ging an Lea Waldhoff von der TSG 1847 Leutkirch.
40 Fahrerinnen der Jahrgänge 2002 und 2003 aus den Ländern Deutschland, Luxemburg und Belgien begaben sich ab 12 Uhr auf die anspruchsvolle Zielschleife in Merzig. Der hügelige Kurs mit fünf Runden von jeweils 9,5 Kilometern bot die perfekte Kulisse für einen angriffslustigen und spannenden Rennverlauf. Entsprechend fuhren die Fahrerinnen ab dem Start Vollgas. Bereits in der zweiten Runde war das Feld weit auseinandergerissen. Die Entscheidung fiel letztendlich nach 1:24:45 Stunden Fahrzeit in einer knappen Sprintentscheidung zwischen Linda Riedmann und Lucy Mayrhofer. Platz drei sicherte sich 1:10 Minuten später Lea Waldhoff im Sprint einer fünfköpfigen Verfolgergruppe.

„Die Mädels haben ein fantastisches Rennen gezeigt. Die Fahrerinnen waren schneller unterwegs als die schnellste errechnete Zeit. Es wurde von Anfang an Gas gegeben. Das war großer Sport“, sagt Toni Kirsch, Vizepräsident Radsportjugend des BDR.
Die Newcomer Tour wurde gemeinsam mit dem BDR und dem RSC Adler organisiert und als Bundessichtungsrennen mit internationaler Beteiligung veranstaltet. Mit der Klassifizierung als Sichtungsrennen nimmt die Newcomer Tour eine wichtige Rolle in der Nachwuchsarbeit des Bund Deutscher Radfahrer (BDR) ein. Für die Siegerin gab es zudem eine vom Sponsor Alpecin besonders gestaltete Trophäe.

1. Riedmann, Linda (RV Conc. 1926 Karbach) 1h24’45″
2. Mayrhofer, Lucy (RVRadlerlust Gomaringen) +00″
3. Waldhoff, Lea (TSG1847Leutkirch) +1’10″


Pressebüro Deutschland Tour | FlessnerSchmitz GmbH | Sandra Schmitz
www.cycling-pr.com | +49 160 973 89898 | sandra@flessnerschmitz.com

Starker Vuelta-Start für Emanuel Buchmann in Malaga mit Rang 25 im Auftaktzeitfahren. 


Das 8 km Auftaktzeitfahren brachte die erwartete Sekundenschlacht. Am Ende hatte heute R. Dennis das nötige Glück auf seiner Seite und holt mit sechs Sekunden Vorsprung auf M. Kwiatkowski das erste Rote Trikot der diesjährigen Vuelta a España. Auch Emanuel Buchmann startet sehr gut in seine erste Grand Tour als Leader. Der deutsche Bergspezialist erreicht heute mit nur 29 Sekunden Rückstand als starker 25. das Ziel.
Die Etappe
Ein 8 Kilometer langes Einzelzeitfahren eröffnete die Vuelta a España 2018 heute in Malaga. Während die ersten Kilometer entlang der Küste für Roller wie geschaffen waren, folgte nach 5 km eine ca. 1300m lange Steigung, bevor der letzte Streckenteil bergab, mit schnellen Kurven ins Ziel führte.
Teamtaktik
Natürlich kämpft man in der Gesamtwertung der Vuelta um jede Sekunde, dennoch stand für Emanuel Buchmann, den BORA – hansgrohe Leader, heute im Vordergrund sicher das Ziel zu erreichen. Buchmann sollte nicht zu viel Risiko in den technischen Passagen nehmen. Auch Peter Sagan hatte eine gute Ausgangsposition in der Gesamtwertung im Blick, konnte er doch in den kommenden Tagen mit Zeitgutschriften eventuell um das Rote Trikot des Gesamtführenden kämpfen.
Das Rennen
Um 17:38 ging mit Michael Schwarzmann der erste BORA – hansgrohe Profi von der Startrampe. Mit einer Zeit von 10:49 setzte er einen Referenzwert für seine Teamkollegen. Die erste echte Richtmarke fuhr allerdings D. Van Baarle in 9:59. Wenig später erreichte Lukas Pöstlberger in 10:14 das Ziel. Emanuel Buchmann zeigte eine sehr starke Leistung. Mit einer Zeit von 10:08 landete der Ravensburger heute vor vielen Mitfavoriten auf die Gesamtwertung auf Tagesrang 25. Auch Peter Sagan zeigte als letzter BORA – hansgrohe Starter, dass seine Form weiter ansteigend ist. In 10:17 landete er am Ende auf Rang 58 mit 38 Sekunden Rückstand zum Tagessieger R. Dennis.
Ergebnis
01 R. Dennis 9:39
02 M. Kwiatkowski +0:06
03 V. Campenaerts +0:07
25 E. Buchmann +0:29
41 R. Majka +0:34
42 L. Pöstlberger +0:34
58 P. Sagan +0:38
89 J. McCarthy +0:48
103 D. Formolo +0:53
153 M. Schwarzmann +1:10
165 M. Burghardt +1:15
Reaktionen im Ziel
„Obwohl es mir definitiv viel besser geht, brauche ich immer noch etwas Zeit, um wieder richtig in Form zu kommen. Ich habe heute alles gegeben zum Auftakt der Vuelta in Malaga, mehr war nicht drin. Ich denke, neben meinen eigenen Zielen hier, hat man heute gesehen, dass es auch wichtig ist, dass wir in den kommenden Etappen Emanuel so gut als möglich unterstützen.“ – Peter Sagan, UCI Weltmeister
„Ich habe mich sehr gut gefühlt, die Form stimmt. Das ist ein erfreulicher Start in die Vuelta. Ich habe mir das Rennen gut eingeteilt und konnte am Anstieg gut Druck machen. Ich hatte eigentlich bis zum Ende gute Beine. Es ist natürlich noch ein weiter Weg bis Madrid, aber besser ein paar Sekunden von Anfang an gut zu haben, als ihnen hinterher zu fahren.“ – Emanuel Buchmann
„Wir hatte ja keinen echten Spezialisten für den heutigen Auftakt dabei, dafür ist das Resultat für uns sehr zufriedenstellend. Emanuel ist ein unglaublich starkes Rennen gefahren und hat auf viele Kontrahenten in der Gesamtwertung ein paar Sekunden herausfahren können. Aber auch Rafal war sehr gut. Für Peter geht es ebenfalls weiter bergauf. Er ist noch nicht bei 100% aber es geht ihm von Tag zu Tag besser. Die Etappe morgen sollte ihm entgegenkommen, wir werden sehen, was möglich ist.“ – Steffen Radochla, sportlicher Leiter
© BORA – hansgrohe / Bettiniphoto

Ein Sturz im Finale zerstört Patrick Konrads Möglichkeiten auf ein Topergebnis bei der dritten Etappe der Deutschland Tour. 


Die vorletzte Etappe der Deutschland Tour führte das Feld über fünf schwierige Anstiege nach Merzig. Während BORA – hansgrohe im Hauptfeld blieb, bildeten einige Fahrer die Fluchtgruppe des Tages, die aber in den letzten Anstiegen des Tages zerfiel. Andreas Schillinger und Peter Kennaugh brachten Patrick Konrad in eine gute Ausgangslage, doch ein Sturz stoppte Patricks Hoffnungen auf ein weiteres Topergebnis. Glücklicherweise zog sich der Österreicher keine ernsthaften Verletzungen zu.
Die Etappe
Der gestrige Zielort Trier bildete den Startort der heutigen dritten Etappe der Deutschland Tour. Von dort führte die Route 177 selektive Kilometer, mit gesamt 2.900 Höhenmeter, in den Zielort nach Merzigen. Im zweiten Teil der Etappe warteten fünf Anstiege auf das Feld, bevor es auf die Schlussrunden ging.
Die Team Taktik
Auch heute ging BORA – hansgrohe mit einer Doppelspitze ins Rennen. Das Team wollte Pascal über die Berge hinweg in einer guten Position haben, aber auch Patrick Konrad sollte in den letzten Kilometern in einer guten Ausgangslage sein, um erneut ein gutes Tagesergebnis zu erzielen.
Das Rennen
Erst nach 30 Kilometern gelang es einer Gruppe sich, mit wenigen Sekunden Vorsprung, abzusetzen. Zunächst hielt das Peloton die Gruppe an der kurzen Leine, doch innerhalb der 80km Marke konnten die Ausreißer ihre Lücke auf vier Minuten ausbauen. Das Hauptfeld begann mit der Nachführarbeit und in den letzten Anstiegen des Tages zerfiel die Spitzengruppe. BORA – hansgrohe erledigte wieder einen tollen Job, vor allem Andreas Schillinger und Peter Kennaugh brachten Kletterass Patrick Konrad in den Schlussrunden in eine gute Position. In der letzten Kurve landete Patrick leider unsanft am Boden, nachdem ein Kontrahent sein Vorderrad berührt hatte. Glücklicherweise zog sich der Österreicher keine ernsthaften Verletzungen zu, seine Hoffnungen auf ein gutes Tagesergebnis waren aber leider dahin.
3. Etappe:
1. Matej Mohoric (Bahrain-Merida)
2. Nils Politt (Katusha-Alpecin) s.t.
3. Pieter Vanspeybrouck (Wanty-Groupe Gobert)
4. Jasha Sütterlin (Movistar)
5. Nick Van der Lijke (Roompot)
46. Patrick Konrad (BORA hansgrohe)
Gesamtwertung:
1. Matej Mohoric (Bahrain-Merida)
2. Maximilian Schachmann (Quick-Step Floors) +0:06
3. Nils Politt (Katusha-Alpecin) +0:10
Reaktionen im Ziel
„Ich hätte heute einen guten Tag gehabt, aber im Finale kamen leider mehrere unglückliche Ereignisse zusammen. Ich wollte meinen Sprint eröffnen, in diesem Moment haben auch andere begonnen. Einer ging links, ich rechts und bei solchen Sprints endet es meistens in einem Sturz. Leider war ich es, der heute zu Boden ging und sich einige Schürfwunden zuzog. Ich hoffe, ich erhole mich bis Morgen aber wieder.“ – Patrick Konrad
„Patrick bekam freie Fahrt, als wir merkten, dass das Finale zu hart für Pascal war. Zum Schluss waren Peter Kennaugh und Andreas Schillinger, die ihm eine gute Position in den letzten Anstieg, 7 km vor Ziel, verschafften. Leider stürzte Patrick auf den letzten 250 Metern und konnte sich und das Team nicht für die tolle Mannschaftsleistung belohnen.“ – Jens Zemke, sportlicher Leiter
© BORA – hansgrohe

Patrick Konrad beendet eine hektische zweite Etappe der Deutschland Tour in den Top Ten.

Am zweiten Tag der Deutschland Tour zeigte sich BORA – hansgrohe aktiv in den einzelnen Attacken und Fluchtgruppen. Kurz vor dem Ziel setzte sich der Deutsche Meister an die Spitze des Rennens und machte das Rennen schnell, aber es war erneut Quick-Step Floors, die sich den Etappensieg holten. Patrick Konrad beendete, als bester BORA – hansgrohe Fahrer, auf den 10. Platz die zweite Etappe der Deutschland Tour.
Die Etappe
Das Feld nahm heute die zweite Etappe, der Deutschland Tour in Angriff, von Bonn ging es über 196km nach Trier. Nach zwei Sprintwertungen und vier, im Durchschnitt 7% steilen Anstiegen, wartete noch eine knapp 15km lange Schlussrunde auf das Feld, ehe der Gewinner der zweiten Etappe feststand.
Die Team Taktik
Die Mannschaft wollte vor allem in den letzten Kilometern ihren Sprinter Pascal erneut in eine gute Position bringen, um ihm die besten Möglichkeiten für ein weiteres Topergebnis bieten zu können. Aber auch Patrick Konrad sollte seine Chancen in den welligen Part des Rennens bekommen.
Das Rennen
Wie erwartet, attackierte unmittelbar nach dem Start eine Gruppe von vier Fahrern. Ihr maximaler Vorsprung lag bei vier Minuten, während BORA – hansgrohe, mit dem Deutschen Meister in ihren Reihen, im Hauptfeld zurückblieb und das Renngeschehen mitkontrollierte. Als das Rennen sich der 100km Marke näherte, hatte die Spitzengruppe immer noch vier Minuten Vorsprung gegenüber dem Hauptfeld. Doch das Peloton begann mit der Nachführarbeit und so kam es nach wenigen Kilometern zum Zusammenschluss. Das Rennen erwachte, als BORA – hansgrohe mit drei Fahrern in eine neue Fluchtgruppe ging und somit das Rennen schnell machte. Das Rennen zerfiel in den letzten Anstiegen des Tages, doch Patrick Konrad konnte sich in der ersten Gruppe halten. Auf den letzten Kilometern distanzierte sich ein Trio von der Gruppe und ein Duell zwischen ihnen sah M. Schachmann als Sieger der heutigen Etappe. Bester BORA – hansgrohe Fahrer war Patrick Konrad, der als Zehnter die Ziellinie querte.
Ergebnis
01 M. Schachmann 4:50:36
02 M. Mohoric +0:00
03 T. Dumoulin +0:00
10 P. Konrad +0:12
Reaktionen im Ziel
„Es war ein schwerer Tag, von Beginn an wurden immer wieder Attacken gestartet. Ich versuchte am Berg mitzugehen, und in guter Position zu sein. Pascal schaffte es dann in der Abfahrt in eine neue Gruppe und ich konnte, als alles wieder zusammen war, im verkleinerten Feld dabei sein. Schlussendlich wurde ich Zehnter, morgen ist ein neuer Tag und wir werden unser Bestes geben.“ – Patrick Konrad

„Wir sind heute mit Pascal und Patrick als Leader ins Rennen gestartet. Patrick hatte die Aufgabe Attacken in den Anstiegen abzudecken, für Pascal haben wir gehofft, dass das Rennen lange kontrolliert bleibt, um ihm eine Chance zu geben, ins Finale einzugreifen. Leider war schon am ersten langen Anstieg Feuer am Dach und Patrick musste bereits dort richtig investieren und hat enorm viel Körner fürs Finale liegen gelassen. Auch Pascal hatte nach seinem schweren Sturz in Hamburg nicht die besten Beine – auch wenn er mit dem Mut der Verzweiflung versucht hat, vor heimischem Publikum das unmögliche möglich zu machen. Obwohl wir heute ohne Ergebnis geblieben sind, denke ich, wir haben dem deutschen Publikum eine tolle Show geliefert.“ – Christian Pömer, sportlicher Leiter
© BORA – hansgrohe