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Rothaus Hegau Bike-Marathon_Sabine Spitz mit positiven Erinnerungen

16. Rothaus Hegau Bike-Marathon

UCI Mountainbike Marathon Series am Sonntag, 13. Mai 2018

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Sabine Spitz: Komme mit positiven Erinnerungen

Die dreifache Olympia-Medaillengewinnerin Sabine Spitz wird am 13. Mai den Rothaus Hegau Bike-Marathon bestreiten. Ein Jahr nach der Silbermedaille bei den Weltmeisterschaftenn in Singen, wird sie als Favoritin ins Rennen gehen.

Nur hauchdünn im Sprint geschlagen von der Dänin Annika Langvad, verließ Sabine Spitz Ende Juni vergangenen Jahres den Hegau als Vize-Weltmeisterin Marathon. Dass ihr ein drittes Regenbogen-Jersey in ihrer Karriere damals verwehrt blieb, das hat sie längst abgeheftet. „Wenn man irgendwo mit einer Medaille weg gegangen ist, dann hat man daran positive Erinnerungen“, hält Sabine Spitz fest. Und: „Es ist immer schön zuhause Rennen zu fahren.“ Zuhause, das ist in diesem Fall eben Südbaden. Singen liegt nur 85 Kilometer von Niederhof entfernt.

Spitz hat das vergangene halbe Jahr allerdings im südafrikanischen Sommer verbracht und ist praktisch mit dem Beginn der MTB-Saison in hiesigen Breitengraden wieder nach Europa zurückgekehrt. Und weil sie bereits vor mehr als 46 Jahren in Bad Säckingen geboren wurde, bleibt ihr die Frage nicht erspart, ob es das letzte Mal sein könnte, dass sie als Rennfahrerin in Singen auftaucht.

Sabine Spitz lacht. „Da kann ich nur, wie so oft, vertrösten. Es gibt noch kein finales Jahr, kein finales Rennen. So lange der Spaß noch da ist und die Performance stimmt, nimmt man’s mit.“

Am Spaß scheint es nicht zu fehlen und die Leistung stimmt auch. Sonst hätte sie – trotz anfänglicher Probleme – nicht mit ihrer Partnerin Robyn de Groot das Cape Epic erneut auf dem zweiten Rang beenden können und wäre auch beim Auftakt-Weltcup in Stellenbosch als Achte nicht in der Weltspitze gelandet.

Die zweite Weltcup-Station in Albstadt vom 18. bis 20. Mai ist für Sabine Spitz auch der nächste Fixpunkt. Und so passt der Rothaus Hegau Bike-Marathon in Singen für Sabine Spitz nicht nur emotional als Heimrennen, sondern auch sportlich gut ins Programm. „Singen ist als Marathon nicht so extrem hart, es kommt auch auf die Taktik an. Einen solchen Kurs kann man vor dem Weltcup in Albstadt fahren, das sollte als Vorbereitung gut passen“, meint Sabine Spitz.

Und an fordernder Konkurrenz wird es ihr auch nicht fehlen, denn Ex-Weltmeisterin Esther Süss aus der Schweiz und die Deutsche Marathon-Meisterin Silke Ulrich werden versuchen ihr das Leben schwer zu machen.

Ihre Saison 2018 wie wird die weiter aussehen? „Ich habe jetzt im Training den Fokus schon wieder mehr auf die Cross-Country-Disziplin gelegt, um da eine gewisse Leistungsfähigkeit an den Tag zu legen. Was Marathon angeht, werde ich wohl den Rothaus Bike Giro und den Engadin Bike Giro und auch die Marathon-DM in Kirchzarten fahren“, erklärt Spitz. Und im September dann die Marathon-WM in Auronzo di Cadore, Italien. Vielleicht auf der Jagd nach diesem dritten Regenbogen-Jersey nach dem Cross-Country- Weltmeister-Titel 2003 und dem Marathon-WM-Titel 2009.

Zuvor können sie ihre Fans aber am 13. Mai in Singen noch mal erleben. Und dabei sein, wenn es auf drei verschiedenen Distanzen auch für Hobby-Biker durchs schöne Hegau geht.

Weitere Infos unter: www.hegau-bike-marathon.de

Mercedes-Benz UCI Mountainbike Weltcup Albstadt_Cape Epic-Helden im Bullentäle

Am Sonntag ist in Südafrika die 15. Auflage des renommierten Etappenrennens Cape Epic zu Ende gegangen. Die Siegerinnen und Sieger der „Tour de France“ der Mountainbiker werden vom 18. bis 20. Mai auch beim Mercedes-Benz UCI Mountainbike Weltcup in Albstadt zu erleben sein, genauso wie die beiden Deutschen, die das Podest erklommen haben. Auch Organisations-Chef Stephan Salscheider hat das Abenteuer auf zwei Rädern mitgemacht.

Ende März schaut die Mountainbike-Welt gebannt nach Südafrika. Das Cape-Epic, ein Etappenrennen für Zweier-Teams in der Provinz Western Cape besitzt enorme mediale Wirkung und schreibt aufregende Geschichten, auch viele kleine und große Dramen, wie kein anderes MTB-Event. Das Cape Epic einmal zu fahren, das ist inzwischen ein Karriere-Ziel Leistungssportler und ein großer Traum für unzählige Hobby-Biker.

Marathon-Weltmeisterin und Albstadt-Siegerin von 2016 Annika Langvad aus Dänemark war zum vierten Mal am Start und stand zum vierten Mal ganz oben auf dem Podest. Die Siegerin vom Auftakt-Weltcup in Stellenbosch führte ihre 22 Jahre alte Teamkollegin Kate Courtney (USA) zum Sieg vor Sabine Spitz und deren Partnerin Robyn de Groot.

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Auftakt/ Prolog Mountainbike Etappenrennen “Cape Epic”, Kapstadt/Südafrika, 18.03.2018

Gelungener Start in der Hitze Südafrikas

Olympiasiegerin Sabine Spitz wird mit Team-Partnerin Robyn de Groot schaffen beim Prolog der Cape Epic geleich den Sprung aufs Podium, Gute Ausgangsposition

Beim Prolog der legendären Cape Epic 2018, das als härtestes Mountainbike-Etappen Rennen gilt,haben Olympiasiegerin Sabine Spitz und Robyn de Groot (RSA) die gemeinsam das Ascendis Health/ WIAWIS Bikes Team bilden, den dritten Platz belegt. Damit haben sich die beiden eine gute Ausgangsposition für die nun folgenden sieben Etappen geschaffen. “Wir wollten auf dieser sehr rutschigen und pannenanfälligen Runde kein allzu großes Risiko eingehen. Ich habe mich auf jeden Fall sehr gut gefühlt” sagte Sabine Spitz im Ziel, und ergänzte “beim Prolog kann man wenig gewinnen und viel verlieren, das Rennen ist noch lang. Deshalb sind wir mit Rang drei sehr zufrieden.” Die 20 Kilometer lange Strecke entlang des Tafelbergs, war mit 600hm und einem steinigen, staubigen Untergrund sehr schwierig zu befahren und erforderte viel Konzentration. Da blieb für das grandiose Panorama oberhalb von Kapstadt kaum ein Blick. Der Sieg beim Auftakt ging an das favorisierte Duo Annika Langvad/ Kate Courtney (DEN/USA). Sie hatten im Ziel nach einer Fahrzeit von 53:18 Min. eine Vorsprung von 2:14 Min auf Sabine Spitz.

Morgen steht die erste richtige Etappe auf dem Programm. Dabei sind rund um Robertson – im Hinterland von Kapstadt – 110 km und 1900hm zu bewältigen. Dabei werden sehr heisse, staubige Bedingungen erwartet.

Weitere Informationen rund um Sabine Spitz:

http://www.sabine-spitz.com

Bild © Sabine Spitz

22. Afxentia Etappenrennen / Tag 3, Lythrodontas-Lythrodontas: Langes Solo von Annika Langvad


Jaroslav Kulhavy mit Sprint-Sieg

Jaroslav Kulhavy und Annika Langvad überquerten am dritten Tag des Afxentia Etappenrennens als Sieger die Ziellinie in Lithrodontas. Nach 66,2 Kilometern siegte Langvad mit beeindruckenden fünf Minuten Vorsprung auf die Gesamtführende Anna van der Breggen und 5:23 Minuten vor Erin Huck. Bei den Herren gewann Kulhavy einen Dreikampf knapp vor Lars Forster, der Gelb verteidigte und Howard Grotts.

Das Feld der Herren sorgte im Macheras-Gebirge für eine interessante Auseinandersetzung. Bis zum langen Singletrail-Anstieg hinauf zum Kionia Picnic Place bildeten noch über 20 Fahrer eine Spitzengruppe.

Als es oben darum ging, wer an erster Position in den Trail geht, ergriff Jaroslav Kulhavy (Specialized Racing) die Initiative. Der Tscheche diktierte fortan das Tempo, Howard Grotts (Specialized Racing) folgte ihm und dahinter versuchte Lars Forster (BMC Racing) im Gelben Trikot das Geschehen zu kontrollieren.

Grotts erlaubt seinem Teamkollegen Kulhavy am Ende der Abfahrt eine Lücke aufzutun. Mit acht Sekunden Rückstand passierten die Verfolger, zu denen zu diesem Zeitpunkt auch noch David Nordemann und Sebastian Fini Carstensen (beide CST Sandd American Eagle) gehörten, die dritte Technische Zone.

Lars Forster investierte ein paar Körner und schloss die Lücke wieder. „Howie hat eine Lücke gelassen, die ich wieder schließen musste. Aber sonst lief es gut, ich wollte das Rennen kontrollieren und schauen, dass ich vorne dabei bleiben. Das hat tip-top geklappt“, erklärte Forster, der vor dem abschließenden Cross-Country-Rennen am Sonntag seine Gesamtführung von 42 Sekunden auf Grotts verteidigte.

„Ich habe noch gehofft, in der letzten Kurve an Jaro vorbeizukommen, doch es war zu rutschig“, erläuterte der Schweizer wie es zu seinem zweiten Platz, eine Sekunde hinter dem London-Olympiasieger kam.

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22. Afxentia Etappenrennen / 1. Etappe, Lefkara-Skarinou


Die Schweizer dominieren:
Indergand und Litscher gewinnen Prolog

Die Schweizer Linda Indergand und Thomas Litscher haben zum Auftakt des 22. Afxentia Etappenrennens im Rahmen des Cyprus Sunshine Cup den 14,5 Kilometer langen Prolog von Lefkara nach Skarinou gewonnen. Indergand hielt die überraschend starke Straßen-Olympiasiegterin Anna van der Breggen und Vorjahres-Siegerin Githa Michiels in Schach. Bei den Herren fuhr Litscher knapp fünf Sekunden schneller als sein Landsmann Lars Forster und lag 19 Sekunden vor London-Olympiasieger Jaroslav Kulhavy aus Tschechien.

Linda Indergand (Focus XC) lieferte bei den Damen eine furiose Vorstellung ab. Die ausgewiesen starke Fahrtechnikerin hatte die eine Minute vor ihr gestartete Gunn-Rita Dahle-Flesjaa (Merida) bereits im ersten Gegenanstieg nach Kilometer drei vor sich.

„Ich dachte noch, ich sei in den Anstieg zu schnell reingefahren, aber als ich Gunn-Rita vor mir sah und den Abstand halten konnte, wusste ich, dass ich gut unterwegs bin“, erklärte Linda Indergand. In der folgenden Downhill-Passage überholte sie Dahle-Flesjaa. „Ich konnte ihr Hinterrad nicht halten“, bekannte die 45-jährige Skandinavierin.

Die Schweizerin und die Norwegerin aucrholten Abstand halten konntin gs bin” schnell reingefahren, aber als ich Gunn-Rita vor mir sah und den Abstand halten konntüberholten auch noch Annika Langvad (Specialized Racing). Die Marathon-Weltmeisterin aus Dänemark hatte Pech, als sie sich nach der ersten Technischen Zone einen langen Cut im Reifen holte und viel Zeit verlor, ehe sie wechseln konnte.

Indergand passierte auch noch Anne Tauber (CST Sandd American Eagle), die Niederländerin kam am zweiten, kürzeren Anstieg zurück und Indergand konnte sich an deren Hinterrad heften. Bergab zog sie dann wieder vorbei.
„Bergab geht es schon gut“, lachte Indergand. „Es ist immer cool mit einem Sieg in die Saison zu starten.“

Van der Breggen macht wenig Fehler
Elf Sekunden trennten die zweifache Eliminator-Weltmeisterin von der großen Überraschung auf dem zweiten Rang. Anna van der Breggen war früh ins Rennen gegangen und deshalb war sie in ihrem Statement verhalten. Einen zweiten Platz hätte sie überhaupt nicht erwartet.

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Afxentia Etappenrennen / Vorschau: Kulhavy und Belomoina optimistisch in den Klassiker

Githa Michiels, women’s title defender ©Lynn Sigel /EGO Promotion
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Die Weltranglistenerste Yana Belomoina geht als Favoritin in die 23. Auflage des Afxentia Etappenrennens im Rahmen des Cyprus Sunshine Cup. Bei den Herren gehören Vize-Weltmeister Jaroslav Kulhavy und der WM-Dritte Thomas Litscher zu den herausragenden Figuren auf der Startliste für vier Tage Rennen unter der Sonne. Am Donnerstag wird der Klassiker mit Athleten aus 23 verschiedenen Nationen mit einem 14,5 Kilometer langen Downhill-Prolog eröffnet.

Natürlich spielen die vier Tage des Afxentia Etappenrennens für die Cross-Country-Spezialisten vor allem eine Rolle in der Vorbereitung auf das erste Saison-Highlight, den Weltcup-Auftakt am 10. März in Südafrika.
Doch weil er der Termin nur zwei Wochen entfernt liegt, darf man erwarten, dass die Weltklasse-Athleten bereits nahe der Hochform sind.

Jaroslav Kulhavy (Specialized Racing) hat das Afxentia 2017 gewonnen, zum dritten Mal in seiner Karriere. Der Olympiasieger von 2012 absolvierte am Sonntag bei frostigen Temperaturen noch eine Trainingseinheit im heimischen Tschechien und freute sich schon auf die Sonne Zyperns.

„Ich hatte einen guten Winter, ähnlich wie voriges Jahr. Jetzt stehen noch drei Wochen mit intensiverem Training auf dem Programm“, so Kulhavy. Dazu will er die Zeit auf Zypern und das Afxentia nutzen.

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UCI Mountainbike Marathon-Weltmeisterschaft Singen_Bericht

15. Hegau Bike-Marathon

15. UCI Mountainbike Marathon-Weltmeisterschaften


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Alban Lakata feiert doppelt

Annika Langvad holt sich das zweite Regenbogen-Jersey


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Die Dänin Annika Langvad und der Österreicher Alban Lakata triumphierten bei den 15. UCI Mountainbike Marathon-Weltmeisterschaften in Singen. Langvad schlug Sabine Spitz im Sprint, während sich Gunn-Rita Dahle-Flesjaa (Nor) Bronze holen konnte. Bei den Herren sprintete Alban Lakata gegen Titelverteidiger Tiago Ferreira (Por) und Daniel Geismayr (Aut) erfolgreich um seinen dritten Titel auf der Langdistanz.

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UCI Mountainbike Marathon Weltmeisterschaften in Singen_Vorschau


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15. Hegau Bike-Marathon

15. UCI Mountainbike Marathon-Weltmeisterschaften

Knisternde Spannung: Favoriten aus drei Disziplinen

Titelkandidatin: Sabine Spitz

Für die UCI Mountainbike Marathon Weltmeisterschaften in Singen hat die Rekordzahl von 265 Bikerinnen und Biker gemeldet, darunter sind 58 Deutsche. Unter ihnen ist Sabine Spitz, die am Sonntag bei den Damen zu den Favoritinnen gehören wird. Bei den Herren ist die Ausgangslage so spannend wie noch nie. Es gibt mehr als eine Hand voll ernsthafte Titelkandidaten.

Wenn man vor den 15. Marathon-Weltmeisterschaften der Radsport-Geschichte nach den Favoriten bei den Herren fragt, dann hört das nicht bei einem, zwei oder drei Namen auf, sondern es geht weiter. Der Bronze-Medaillengewinner des Vorjahres, der Tscheche Kristian Hynek von Topeak-Ergon bringt es so auf den Punkt: „Ich glaube, es gibt mindestens zehn Fahrer, die Weltmeister werden können. Auf dieser Strecke haben viele eine Chance und man braucht einfach auch Glück, um dabei zu sein, wenn die richtige Gruppe geht.“

Dass die Palette an potenziellen Weltmeistern so groß ist, liegt einerseits am schnellen Kurs mit seinen vergleichsweise kurzen Anstiegen in der Vulkanlandschaft des Hegau und daran, dass die Fahrzeit auf den zweimal 49 Kilometern bei den Herren vergleichsweise geringe dreieinhalb Stunden beträgt, man das Rennen also auch kaum über die Distanz entscheiden kann.

Anderseits ist die WM so stark besetzt wie es eine Marathon-Weltmeisterschaft vorher wohl noch nie war. Das klingt erst mal merkwürdig, weil eine WM eigentlich immer mit den Besten der Besten besetzt sein müsste, doch in diesem Fall mischen sich eben noch Spezialisten aus zwei anderen Disziplinen unter die Marathon-Cracks.

Aus dem Cross-Country-Lager kommen Größen wie London-Olympiasieger Jaroslav Kulhavy, der 2014 schon Marathon-Weltmeister war und 2015 in Singen auch Europameister in dieser Disziplin wurde, aber auch U23-Weltmeister Sam Gaze aus Neuseeland, der im Vorjahr in Singen dem zweifachen Marathon-Weltmeister Alban Lakata Paroli bis zum Zielsprint Paroli geboten hat. Und der sagt: „Die Marathon-WM ist dieses Jahr mein ganz großes Ziel. Ich will Weltmeister werden.“

Cross-Country-Spezialisten: Milatz, Fumic, Flückiger,…

Aus der Schweiz sind mit Nicola Rohrbach und Lukas Flückiger zwei etatmäßige Cross-Country-Fahrer am Start, die auch das Zeug haben, vorne mitzumischen.

Dass neben dem Freiburger Moritz Milatz, der 2012 schon Vize-Weltmeister auf der Langdistanz war, auch der Kirchheimer Manuel Fumic seine WM-Premiere auf der Langdistanz feiert, spricht Bände. Er nutzt es als Training und will seinen Cannondale-Teamkollegen Henrique Avancini aus Brasilien unterstützen. Den hält er für einen Medaillenkandidaten. „Ich habe keine großen Ambitionen, aber nur der Domestike bin ich auch nicht“, sagt Fumic. Wer weiß was passiert?

Das Rennen ist kaum berechenbar. Die Italiener schicken auch eine schlagkräftige Truppe ins Rennen, zum Beispiel Juri Ragnoli, der am Sonntag den Sella Ronda Hero mit fast sieben Minuten Vorsprung auf den Kolumbianer Hector Paez gewonnen hat.

Dann kommt da mit Mathieu van der Poel (Beobank-Corendon) noch einer hinzu, der aus einer weiteren, anderen Radsport-Disziplin stammt. Van der Poel war vor zwei Jahren der jüngste Cyclo-Cross-Weltmeister aller Zeiten, im Januar wieder Zweiter bei der WM, kommt aber auch mit der Empfehlung dreier Siege auf Straße in den vergangenen Wochen und mit einem zweiten Platz vom Cross-Country-Weltcup in Albstadt. Er lässt für die WM die Straßen-Meisterschaften in den Niederlanden aus. „Ich glaube, dass ich die Weltmeisterschaften gewinnen kann“, sagt van der Poel. Und es zweifelt kaum einer daran, dass das so ist.

Vom Titelverteidiger Tiago Ferreira aus Portugal hat man die vergangenen Wochen wenig gehört, doch Kontrahent Alban Lakata traut ihm auf dem Hegau-Kurs auch was zu. „Der kann schon große Gänge treten“, sagt der Österreicher, für den das selber auch gilt. Er hat in Singen schon dreimal gewonnen, weiß also auf was es ankommt.

Sein Landsmann Daniel Geismayr (Centurion-Vaude) hat zuletzt bei der Alpentour-Trophy stark aufgetrumpft. „Ich denke, der Kurs könnte was für mich sein – wenn alles passt. Es kommt auf so viele Faktoren an, die es sehr schwer machen, richtig einzuschätzen, wann ein guter Zeitpunkt ist, um aktiv zu werden, damit man am Schluss erfolgreich ist. Ich aber habe alles Mögliche dafür getan, speziell auch für diese Strecke trainiert“, meint der Profi aus Dornbirn.

Die deutschen Karten im Spiel

Bei seinem deutschen Teamkollegen Jochen Käß steigt die Formkurve derzeit deutlich an. Am Sonntag gewann er den Marathon-Klassiker Ultra Bike in Kirchzarten. „Die Form wird von Tag zu Tag besser“, bestätigt Käß, während Markus Kaufmann im Blick auf seine Aussichten eher skeptisch ist. Obschon er in Singen schon mal Deutscher Meister geworden ist. „Eine WM ist halt was anderes“, sagt Kaufmann.

Bleibt man im deutschen Lager, dann darf man auch auf das Abschneiden von Sascha Weber gespannt sein. Der Saarländer wurde in Kirchzarten von Käß nach 117 Kilometern erst im Sprint geschlagen und hat dieses Jahr schon bei etlichen Marathons Podiums-Plätze belegt.

„Ich bin in guter Verfassung und ich gehe mit einem guten Gefühl zur Heim-WM“, so Weber, aber er versucht die Erwartungen nicht zu hoch zu schrauben, nachdem er vor zwei Jahren bei der EM in Singen hinter Kulhavy Zweiter geworden ist.

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„Es kommen so viele für die Medaillenränge in Frage. Ich will einfach ein gutes Rennen fahren. Es kommen ja noch viele wichtige Events dieses Jahr.“

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Interview Sabine Spitz: Immer im High-Alert-Modus

15. Hegau Bike-Marathon
15. UCI Mountainbike Marathon-Weltmeisterschaften

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Sie die größte deutsche Medaillen-Hoffnung bei der Heim-WM in Singen: Sabine Spitz geht nach einem starken Frühjahr mit Optimismus in die UCI Mountainbike Marathon-Weltmeisterschaften am 25. Juni. Und als Mitfavoritin, denn sie hat in ihrer Karriere nicht nur bereits sieben WM-Medaillen auf der Langdistanz eingefahren, inklusive Titel 2009, sondern ist 2015 in Singen auch Marathon-Europameisterin geworden. Im Interview haben wir uns die üblichen Fragen nach Motivation und Karriere-Ende an die 45-Jährige Südbadenerin erspart. Die Antwort darauf hat zum Beispiel der zweite Platz beim Weltcup in Nove Mesto vor vier Wochen schon gegeben und möglicherweise wird das auch der Hegau Bike-Marathon noch einmal tun.

Sabine Spitz, Marathon-WM in Singen, nur eine gute Stunde von Ihrer Heimat Murg-Niederhof entfernt. Wie hoch hängt die denn in Ihrem Kalender?
Die hängt schon sehr hoch. Auch bedingt durch die Erfolge bei den beiden vorangegangenen internationalen Meisterschaften in Singen, als in 2013 bei der EM Bronze und 2015 den EM-Titel gewinnen konnte, zählt für mich sicher die Marathon-WM genauso wie die Cross-Country-WM. Das sind meine beiden Highlights dieses Jahr.

Gibt es für die letzten Wochen vor der WM auch noch einen ganz speziellen Vorbereitungsmechanismus, nachdem die beiden ersten Weltcuprennen hinter Ihnen liegen?
Definitiv. Der Fokus der Trainingsgestaltung wird noch mal sehr stark an den Anforderungen des Kurses in Singen orientieren.

 

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UCI Mountainbike Weltcup presented by Shimano in Albstadt

Packende Rennen vor großer Kulisse


Start

Die Ukrainerin Yana Belomoina und der Schweizer Vorjahres-Sieger Nino Schurter haben die fünfte Auflage des UCI Mountainbike Weltcup in Albstadt gewonnen. Den mehr als 10000 Zuschauern wurden im Bullentäle großartiger Sport mit kleineren und größeren Dramen geboten. Die Deutschen Biker hatten ihrem Heimpublikum am Sonntag immerhin drei Top-Ten-Ergebnisse zu bieten

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UCI Mountainbike Weltcup presented by Shimano in Albstadt: Steilvorlage für das Heimpublikum


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Die zweite Runde des UCI Mountainbike Weltcup presented by Shimano verspricht aufregend zu werden. Gleich drei Deutsche Damen haben vergangenen Sonntag in Nove Mesto für das Albstädter Heim-Publikum eine grandiose Vorlage geliefert. Und bei den Herren könnte am 28. Mai ein junger Niederländer die Hierarchie durcheinander bringen.

Was für eine Steilvorlage für den Heim-Weltcup: Sabine Spitz (2.), Adelheid Morath (6.) und Helen Grobert (7.) haben in Nove Mesto mit den Plätzen zwei, sechs und sieben gleich drei gewichtige Gründe geliefert am Wochenende ins Albstädter Bullentäle zu pilgern. Zumindest für das deutsche Publikum.

„Ich stehe in der ersten Reihe und habe die 2 am Lenker“, schmunzelt Spitz. „Klar, für die Zuschauer ist das schön und das Heimrennen ist natürlich was Besonderes.“
Die unkaputtbare 45-Jährige beim Heimrennen erneut in Albstadt auf dem Podium, das für die deutschen Fans natürlich großartig. Vielleicht darf sich außer ihr sogar noch eine Deutsche bei der Zeremonie bejubeln lassen. Adelheid Morath und Helen Grobert haben gezeigt, dass sie es drauf haben.

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