14. Etappe: Jaén – Sierra de la Pandera – 156 Km
Marco Brenner (Tudor) triumphierte auf der 14. Etappe der Vuelta a España 2026 in der Sierra de la Pandera.
Der 24-jährige Deutsche gehörte zu dem Drittel des Fahrerfeldes, das die Flucht des Tages bildete. Von denen bewältigte er den Schlussberg mit 3 anderen Fahrern am schnellsten. Aus diesem Quartett sprang Santiago Buitrago (Bahrain) kurz vor der Kilometermarke davon in die kurze Schussfahrt bergab. Brenner verpennte vermeintlich die Chance ebenso wie Cristian Rodriguez (XDS) und Ivan Sosa (Kern Pharma), konnte dann bergab aber doch noch zu Buitrago aufschließen und diesen im kurvigen Schlussteil überholen.
Über 4 Minuten dahinter hängten die Top-4 der Gesamtwertung standesgemäß die übrigen Klassementfahrer ab. Im Schlussteil des Anstiegs konnten Enric Mas (Movistar) im Roten Trikot und Felix Gall (Decathlon) um 25 Sekunden Primzo Roglic (Red Bull) davonfahren. Richard Carapaz (EF) nahm noch 6 Sekunden mehr. Gall verdrängte Roglic knapp vom 2. Platz der Gesamtwertung.
Ergebnis
1. Marco Brenner (GER) – Tudor 4:15:09
2. Santiago Buitrago (COL) – Bahrain Victorious +0:01
3. Cristian Rodriguez (ESP) – XDS-Astana +0:11
4. Ivan Sosa (COL) – Kern Pharma +0:14
5. Valen. Paret-Peintre (FRA) – Soudal Quick Step +0:22
6. Clément Berthet (FRA) – Groupama-FDJ +0:27
7. Jørgen Nordhagen (NOR) – Visma-Lease a Bike +0:39
8. Filippo Zana (ITA) – Soudal-Quick Step +0:43
9. Walter Calzoni (ITA) – Pinarello-Q36.5 +1:06
10. João Almeida (POR) – UAE-XRG +1:09
11. Guillaume Martin (FRA) – Groupama-FDJ +1:43
12. Koen Bouwman (NED) – Jayco-Alula +1:40
13. Lorenzo Fortunato (ITA) – XDS-Astana +1:50
14. Mario Aparicio (ESP) – Burgos-Burpellet +2:04
15. José Manuel Díaz (ESP) – Burgos-Burpellet +2:35
…
21. Felix Gall (AUT) – Decathlon-CMA CGM +4:12
22. Enric Mas (ESP) – Movistar gl.Zeit
24. Primoz Roglic (SLO) – Red Bull-Bora +4:37
25. Richard Carapaz (ECU) – EF Education-Easypost +4:43
27. Sepp Kuss (USA) – Visma-Lease a Bike +5:09
29. Oscar Onley (GBR) – Netcompany-Ineos +5:27
30. Jakob Omrzel (SLO) – Bahrain Victorious gl.Zeit
31. Harold Tejada (COL) – XDS-Astana gl.Zeit
33. Mattias Skjelmose (DEN) – Lidl-Trek +5:29
35. Matthew Riccitello (USA) – Decathlon-CMA CGM +6:04
39. Léo Bisiaux (FRA) – Decathlon-CMA CGM +7:01
– 150 Fahrer klassiert.
DNF Christophe Laporte (FRA) – Visma-Lease a Bike
DNF Jordan Labrosse (FRA – Decathlon-CMA CGM
DNF Hugo Houle (CAN) – Alpecin-Premier Tech
DNF Oliver Peace (GBR) – Picnic-PostNL
DNS Moritz Kretschy (GER) – NSN
In der Gesamtwertung blieb es bei 2:06 Minuten zwischen Mas und Gall. Roglic fiel um 4 Sekunden hinter Gall zurück. Die Lücke vom Podest zu Carapaz betrug schon vor der 14. Etappe mehr als 2 Minuten. Oscar Onley (Netcompany) und Jakob Omrzel (Bahrain), die beiden Konkurrenten ums weiße Trikot, kamen 1:15 Minuten hinte Mas und Gall ins Ziel. Sie blieben in Jungprofiwertung und um Platz 5 der Gesamtwertung um eine halbe Minute getrennt.
Der Tagesdritte Rodriguez enterte durch die Flucht die Top-Ten, kletterte auf den 8. Platz hinter Skjelmose. Auch an der Spitze dabei war Berthet (Groupama), der sich vom 10. auf den 9. Platz verbesserte. Brenner hatte in der Gesamtwertung keine Rolle mehr gespielt. Buitrago rangiert in den hinteren Top-20, verpasste den Etappensieg, konnte aber immerhin seine Führung in der Bergwertung ausbauen.
Gesamtwertung
1. Enric Mas (ESP) – Movistar 49:28:12
2. Felix Gall (AUT) – Decathlon-CMA CGM +2:06
3. Primoz Roglic (SLO) – Red Bull-Bora +2:10
4. Richard Carapaz (ECU) – EF Education-Easypost +5:25
5. Oscar Onley (GBR) – Netcompany-Ineos +5:44
6. Jakob Omrzel (SLO) – Bahrain Victorious +6:14
7. Mattias Skjelmose (DEN) – Lidl-Trek +6:49
8. Cristian Rodriguez (ESP) – XDS-Astana +7:01
9. Clément Berthet (FRA) – Groupama-FDJ +7:19
10. Sepp Kuss (USA) – Visma-Lease a Bike +8:55
11. Harold Tejada (COL) – XDS-Astana +9:48
12. Léo Bisiaux (FRA) – Decathlon-CMA CGM +16:25
13. Matthew Riccitello (USA) – Decathlon-CMA CGM +19:07
14. Guillaume Martin (FRA) – Groupama-FDJ +19:39
15. Juan F. Rodriguez (COL) – EF Education-Easypost +29:46
16. Finlay Pickering (GBR) – Jayco-Alula +32:34
17. Santiago Buitrago (COL) – Bahrain Victorious +33:52
18. Jarno Widar (BEL) – Lotto-Intermarché +37:00
19. Mario Aparicio (ESP) – Burgos-Burpellet +38:30
20. Filippo Zana (ITA) – Soudal-Quick Step +41:15
Nach einem Attackenhagel zu Beginn der 14. Etappe befanden sich plötzlich 45 Fahrer an der Spitze. Die Bestplatzierten in der Gesamtwertung waren daraus Berthet und Rodriguez mit je 11 Minuten Rückstand aufs Rote Trikot auf den Plätzen 10 und 11 der Gesamtwertung.
Über 50 Kilometer vorm Ziel attackierte Kevin Vermaerke (UAE) bergab, legte ein langes Solo hin und fuhr zwischenzeitlich an die 2 Minuten Vorsprung heraus. 14 Kilometer vorm Ziel schloss Georg Steinhauser (EF) zu Vermaerke auf und hängte diesen ab. Den 11,9 Kilometer langen Schlussanstieg mit der kurzen Abfahrt am Ende nahm Steinhause mit 40 Sekunden Vorsprung vor den nächsten Verfolgern auf – und 7:20 Minuten vorm Hauptfeld, das für den Tagessieg demnach nicht mehr infrage kam.
Gut 9 Kilometer vorm Ziel schloss Guillaume Martin zu Steinhauser auf. In der folgenden Steilstufe flog die Verfolgergruppe völlig auseinander. Innerhalb der letzten 7 Kilometer erreichte Aparicio (Burgos) das Spitzenduo, wenig später auch Zana (Soudal) und der spätere Sieger Brenner. Dann kamen auch noch Calzoni (Pinarello), Buitrago, Paret-Peintre (Soudal), Rodriguez und Sosa nach vorne.
Nun versuchte es Mario Aparicio. Doch wie zuvor Steinhauser und Martin hatte mit den vorderen Plätzen am Ende nichts zu tun. Denn 3,5 Kilometer vorm Ziel schlossen Buitrago und Brenner zu Aparicio auf und hängten ihn ab. Buitrago löste sich von Brenner, der die Lücker aber wieder schließen konnte. 1,6 Kilometer vorm Zuel waren auch Sosa und Rodriguez da.
Eigentlich hätte allen klar sein müssen, dass man um den Etappensieg angesichts des teils abschüssigen und kurvigen Finals vor der Kilometermarke vorne oder zumindest weit vorne sein sollte. Aus dem Spitzenquartett wusste das augenscheinlich jedoch nur Buitrago. Brenner konnte bergab jedoch noch aufschließen, ging kraftvoll vorbei und gewann auf den letzten wieder steigenden Metern letztlich klar. Es war der nächste Knüller in Brenners Palmarès knapp einen Monat nach seinem Gesamtsieg bei der Polen-Rundfahrt.
Unter den Klassementfahrern fühlte Carapaz, der in der Sierra de la Pandera schon mal gewonnen hatte, seinen Konkurrenten wiederholt auf den Zahn. Aber ausgerechnet nur die 3 vor ihm in der Gesamtwertung platzierten Fahrer blieben bei ihm. Gall verschärfte danach wiederholt das Tempo. Mas war stets sofort da. Roglic und Carapaz bekamen die Lücke zunächst noch geschlossen, schließlich aber nicht mehr.










