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Patrick Konrad sichert sich den 10. Platz auf einem schweren La Fléche Wallonne Kurs

Patrick Konrad sichert sich den 10. Platz auf einem schweren La Fléche Wallonne Kurs.

Die 82. Austragung des belgischen Eintagesrennens sah BORA – hansgrohe Fahrer Cesare Benedetti in den Fluchtgruppen des Tages, die 6km vor dem Ziel gestellt wurde. Unmittelbar vor dem Ziel setzte J. Alaphilippe (Quick-Step Floors) die entscheidende Attacke und sicherte sich vor A. Valverde (Team Movistar) den Sieg, Patrick Konrad belegte als bester BORA – hansgrohe Fahrer einen starken 10. Platz.

Der Kurs
Der Wallonische Pfeil, La Fléche Wallonne, wurde heute zum 82. Mal ausgetragen. Startort war in diesem Jahr die Stadt Seraing, von dort aus ging es für das Peloton über knapp 200km in die Provinz Lüttich, hinauf auf den Mur de Huy, ein 1,3km kurzer, aber mit durchschnittlich 9,6% Steigung, ein äußerst harter Anstieg. Diesen Schlussanstieg kannten die Fahrer, galt es Mur de Huy im Rennen schon zweimal zu bewältigen, wie auch acht weitere anspruchsvolle Anstiege, einer der bekanntesten, La Redoute, 2km lang mit 8,9% Steigung im Durchschnitt.

Teamtaktik
BORA – hansgrohe ging mit einer offensiven Taktik in das heutige Eintagesrennen. Mit einer kletterstarken Mannschaft hatte das Team aus Bayern mehrere Optionen, für das Finale konzentrierte man sich, mit Österreicher Patrick Konrad und dem Australier Jay McCarthy ein gutes Ergebnis einzufahren. Zuvor sollte entweder Pawel Poljanski oder Cesare Benedetti in einer Fluchtgruppe vertreten sein, Teamkollegen Gregor Mühlberger, Emanuel Buchmann und Rafal Majka hatten die Aufgabe das Finale offensiv zu gestalten.

Das Rennen
Nach nur wenigen Kilometern setzte sich eine Gruppe von acht Fahrern, mit ihnen BORA – hansgrohe Fahrer Cesare Benedetti mit vier Minuten vom Feld ab. Als die Spitzengruppe zum ersten Mal den Anstieg Mur de Huy in Angriff nahm, genossen sie immer noch einen Vorsprung von einer Minute. Im Hauptfeld übernahmen Team Movistar und Team Sky die Kontrolle und versuchten die Lücke zu schließen, was ihnen 45km vor dem Ziel gelang.

Cesare Benedetti blieb immer noch an der Spitze des mittlerweile verkleinerten Hauptfeldes und bestimmte das Tempo, seine Teamkollegen Rafal Majka und Gregor Mühlberger waren ebenfalls in den vorderen Positionen des circa 20-Mann starkem Hauptfeld. Bei noch 37km zu fahren, bildete sich erneut eine Spitzengruppe und wieder war BORA – hansgrohe Fahrer Cesare Benedetti in dieser vertreten. Diese Gruppe konnte sich bis kurz vor dem Anstieg auf den Mur de Huy halten, Cesare ließ sich zurückfallen, um seinen Teamkollegen Patrick Konrad, Emanuel Buchmann und Jay McCarthy zu helfen. Ein spannendes Finale war geprägt von vielen Attacken, J. Alaphilippe (Quick-Step Floors) setzte auf den letzten Metern die entscheidende und sicherte sich den Sieg vor Letztjahres Sieger A. Valverde (Team Movistar). Nur wenige Sekunden hinter dem Sieger querte Patrick Konrad als bester BORA – hansgrohe Fahrer auf Platz 10 die Ziellinie. Jay McCarthy sicherte sich den 21. Platz, Teamkollege Emanuel Buchmann wurde 26..

Ergebnis
01 J. Alaphilippe 4:53:37
02 A. Valverde +0:04
03 J. Vanendert +0:06
10 P. Konrad +0:12

Reaktionen im Ziel
„Mit der Anzahl an guten Bergfahrern wollten wir offensiv das Rennen gestalten. Mit Cesare hatten wir einen in der Spitzengruppe, und im späteren Verlauf hat sich eine 20 Mann starke Gruppe vom Feld abgesetzt in denen Rafal und Gregor vertreten waren. In der Abfahrt gelang es sechs Fahrern, wieder inklusive Cesare, sich abzusetzen und waren bis 6km vor dem Ziel an der Spitze. Auch im Feld waren wir mit mehreren Attacken aktiv und Patrick konnte im finalen Anstieg auf die Mur de Huy einen tollen zehnten Platz herausfahren, was ein wirklich gutes Ergebnis ist. Die Teamleistung war heute besonders stark und offensiv, für diese starke Leistung hätten die Jungs mehr Top-Ergebnisse verdient.“ – Jens Zemke, sportlicher Leiter

„Ich bin mit meinem zehnten Platz ganz zufrieden, dass Team hat heute eine starke Performance gezeigt und hart gearbeitet. Wir konnten unseren Plan umsetzen und mit unseren Attacken kamen viele Teams unter Zugzwang. Der neue Kurs hat das Rennen spannend gemacht und ich denke, dass wir aufgrund unserer Teamarbeit eigentlich Plätze weiter vorne verdient hätten, aber das ist Radsport und nun konzentrieren wir uns auf Lüttich.“ – Patrick Konrad

Hier finden Sie alle Bilder zum Rennen, Photo Credit:
© BORA – hansgrohe / Bettiniphoto