Ergebnis der 64. Auflage Eschborn-Frankfurt (211,7km)
1. Georg Zimmermann (GER) – Lotto-Intermarché 4:59:34
2. Tom Pidcock (GBR) – Pinarello-Q36.5
3. Ben Tulett (GBR) – Visma-Lease a Bike
4. Pello Bilbao (ESP) – Bahrain Victorious
5. Simone Gualdi (ITA) – Lotto-Intermarché
6. Ion Izagirre (ESP) – Cofidis
7. Natnael Tesfatsion (ERI) – Movistar
8. Alex Baudin (FRA) – EF Educastion-Easypost
9. Florian Stork (GER) – Tudor
10. Adria Pericas (UAE) – UAE-Emirates
11. Felix Engelhardt (GER) – Jayco-Alula
12. Tobias Lund Andresen (DEN) – Decathlon-CMA CGM
13. Magnus Cort (DEN) – Uno-X
14. Andrea Raccagni (ITA) – Soudal-Quick Step
15. Jon Barrenetxea (ESP) – Movistar
16. Corbin Strong (AUS) – NSN
17. Ben Turner (GBR) – Ineos Grenadiers
18. Tibor del Grosso (NED) – Alpecin-Premier Tech
19. Alessandro Covi (ITA) – Jayco-Alula alle
20. Søren Kragh Andersen (DEN) – Lidl-Trek
21. Laurence Pithie (NZL) – Red Bull-Bora
22. Michael Valgren (DEN) – EF Educastion-Easypost gleiche
23. Bjorn Koerdt (GBR) – Picnic-PostNL
24. Callum Thornley (GBR) – Red Bull-Bora
25. Luca van Boven (BEL) – Lotto-Intermarché Zeit
Der DM Georg Zimmermann triumphiert im Sprint
Georg Zimmermann (Lotto) feierte im Trikot des Deutschen Meisters den Sieg bei Eschborn-Frankfurt 2026. Der 28-jährige Schwabe schlug im Sprint einer 12-köpfigen Spitzengruppe Tom Pidcock (Pinarello) um fast 2 Radlängen. Fast gleichauf mit Pidcock waren Ben Tulett (Visma) sowie Pello Bilbao (Bahrain). Das Dutzend an der Spitze hatte sich an der letzten Überfahrt am Mammolshainer Berg 34,5 Kilometer vorm Ziel gebildet und nur noch einen winzigen Vorsprung vorm Verfolgerfeld für den Zielsprint mitgebracht.
11 davon blieben in der Ergebnisliste vorm Feld, einer wurde noch auf Platz 22 durchgereicht. Insgesamt wurden 44 Fahrer in der Zeit des Siegers gewertet. Dieser hieß Georg Zimmermann. Dessen 5. Profisieg rettete seinem Team das Frühjahr beim letzten Klassiker, bevor es in den von große Etappenrennen geprägten Jahresteil geht.
An einem Maifeiertag mit frühsommerlichem Wetter spielte das frühe Spitzenquintett des Tages keine Rolle. Als Randnotiz gewann Zimmermanns Teamkollege Jonas Rutsch allerdings die Bergwertung. Mit seinen Fluchtgefährten Thomas Thomas Gachignard, Samuel Leroux (beide Totalenergies) und Matyas Kopecky (Unibet) lag er nach dem zweiten Doppel aus Feldberg und Burgweg noch an der Spitze. Aivaras Mikutis (Tudor) war da schon kurz vorher zurückgefallen.
86 Kilometer vorm Ziel entwischten Tim Wellens (UAE), Emiel Verstrynge (Alpecin) und Jamie Meehan (Cofids) dem Hauptfeld. Auf dem Weg vom Feldberg zu den letzten 2 Anstiegen am Mammolshainer Berg holte das Trio die 4 vorn verblienenen Ausreißer ein. Als Wellens und Verstrynge sich dann der ausgelaugten eingeholten Fahrer entledigten, blieb auch der falsch postierte Meehan auf der Strecke.
Der Vorsprung des Duos vorm Hauptfeld betrug maximal 1:20 Minuten. 38 Kilometer vorm Ziel platzte Verstrynge zwischen den beiden letzten Mammolshainer Passagen von Wellens‘ Hinterrad ab. Das war dann aber 3 Kilometer später sowieso egal, als im letzten Mammolshainer zuerst Tulett und Alex Baudin (EF) an Wellens vorbeistürmten.
Oben hinaus zogen Pidcock und 9 weitere Fahrer – Zimmermann, Gualdi (auch Lotto), Tesfatsion (Movistar), Engelhardt (JAyco), Pericas (UAE), Bilbao, Izagirre (Cofidis) und Stork (Tudor) sowie Valgren (EF) – vor zu Tulett und Baudin. Ein Dutzend hatte die Auslese geschafft und musste bis kurz vor Schluss beständige 30 Sekunden gegen das Verfolgerfeld auf die Zielgerade nach Frankfurt retten.
In einem hochspannenden Finale war es bis ganz kurz vor Schluss auf des Messers Schneide. Zimmermann pokerte auf der letzten Position darauf, dass sich kurz vorm Zielsprint das Tempo verschleppte – und lag richtig, obwohl zunächst noch Valgren für Baudin geführt hatte.
Mit Geschwindigkeitsüberschuss überrollte Zimmermann die Gruppe von hinten. Bilbao eröffnete auch den Sprint, nur von vorne, drohte kurz Zimmermann einzubauen, bot ihm aber stattdessen den idealen Windschatten im Sprinterloch. So flog Zimmermann vorbei und ließ Pidcock, dem auf dem Papier Besten der Startliste, keine Chance. Schnellster des Feldes war Tobias Lund Andresen (Decathlon) vor Cort (Uno-X) und Raccagni, was in diesem Falle aber nur zu den Plätzen 12 bis 14 reichte anstatt fürs Podest.



