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Vuelta a España 2026 10. Etappe

10. Etappe: Alcaraz – Elche de la Sierra – 185 Km

Tronchon staubt trocken ab

Bastien Tronchon (Groupama) gewann in Elche de la Sierra die 10. Etappe der Spanien-Rundfahrt im Sprint des Hauptfeldes. In dem leicht ansteigenden Finale zündete der 24-jährige Franzose am schnellsten, schoss vorbei an 2 Finisseuren und war dem Rest des Feldes auch schon um mehr als eine Radlänge enteilt, als die Ziellinie auftauchte. Auf dem 2. und 3. Platz landete Magnus Cort (Uno-X) und Thibau Nys (Lidl) jeweils knapp vor Wout van Aert (Visma), für den zuvor den gesamten Tag das Team gearbeitet hatte.

Schon vor und auch während der Etappe machte van Aerts Team überdeutlich, dass es ihm den Sieg im Feldsprint ermöglichen wollte. Doch nach zahlreichen Attacken auf der hügligen 10. Etappe durch Kastlien-La Mancha waren 1,5 Kilometer vorm Ziel die Helfer verbraucht. Da attackierte Fedorow (XDS, am Ende 12. Platz), und nur Azparren setzte nach. Azparren lauerte im Windschatten und wartete und wartete und wartete – bis auch schon Tronchon, lanciert von seinen Teamkollegen, vorbeigeschossen kam. Azparren belegte den 6. Platz, während Tronchon ungläubig seinen 3. und bisher größten Profisieg feierte.

Ergebnis
1. Bastien Tronchon (FRA) – Groupama-FDJ 4:07:41

2. Magnus Cort (DEN) – Uno-X
3. Thibau Nys (BEL) – Lidl-Trek
4. Wout van Aert (BEL) – Visma-Lease a Bike alle
5. Alessandro Romele (ITA) – XDS-Astana
6. Xabier Azparren (ESP) – Pinarello-Q36.5
7. Finn Fisher-Black (NZL) – Red Bull-Bora gleiche
8. Orluis Aular (VEN) – Movistar

9. Jordan Labrosee (FRA) – Decathlon-AG2R
10. Hugo Hofstetter (FRA) – NSN Zeit
– 167 Fahrer klassiert.
DNF Ben Turner (GBR) – Netcompany-Ineos
DNS George Bennett (NZL) – NSN
DNS H.-F. Renard-Haquin (FRA) – Picnic-PostNL

Nach dem Ruhetag folgte für die Klassementfahrer ein weiterer Tag ohne Bewegung. Enric Mas (Movistar) behielt das Rote Trikot 1:18 Minuten vor Roglic (Red Bull) und 1:39 vor Gall (Decathlon).

Gesamtwertung
1. Enric Mas (ESP) – Movistar 32:41:44
2. Primoz Roglic (SLO) – Red Bull-Bora +1:18
3. Felix Gall (AUT) – Decathlon-CMA CGM +1:39
4. Oscar Onley (GBR) – Netcompany-Ineos +2:20

5. Richard Carapaz (ECU) – EF Education-Easypost +3:26
6. Mattias Skjelmose (DEN) – Lidl-Trek +3:55
7. Sepp Kuss (USA) – Visma-Lease a Bike +4:09
8. Harold Tejada (COL) – XDS-Astana +4:39
9. Gregor Mühlberger (AUT) – Decathlon-CMA CGM +7:33
10. Jakob Omrzel (SLO) – Bahrain Victorious +8:05

Auf der rasanten, teilweise von Rückenwind begleiteten 10. Etappe bildete über weite Strecken eine 7-köpfige Gruppe die Spitze des Rennens. Paleni (Groupama), Gogl (Alpecin), Dversnes (Uno-X), Sütterlin (Jayco), Weiss (Tudor), Fernandez (Burgos) und Cobo (Kern Pharma) lagen in der Gesamtwertung alle fast eine Stunde und mehr zurück, stellte also fürs Rote Trikot gar keine Gefahr da. Das war jedoch sowieso egal, weil van Aerts Team die Fehleinschätzung tätigte, den kompletten Tag kontrollieren und in Person von van Aert auch erfolgreich abschließen zu können.
Schon weit vor der Einholung der letzten Fahrer aus der Spitzengruppe gingen schon die Attacken aus dem Hauptfeld los, so dass van Aerts Helfer auch an dieser Front alle Hände voll zu tun hatten. Dversnes rund 5 Kilometer vorm Ziel und kurz vorher Gogl wurden auch zuerst von Konter-Attackierern gestellt. Abschließend Brennan stellte sich diesmal voll in den Dienst von van Aert und holte letzte Ausreißer zurück, ehe er 1,5 Kilometer vor Schluss auch erledigt war.
Immerhin baute van Aert trotzdem seine ohnehin komfortable Führung in der Punktewertung ums Grüne Trikot weiter aus. Dass unterwegs Weiss den Zwischensprint gewann oder hinter Tronchon die gesamte Etappe, konnte daran freilich nichts ändern. Romele (XDS) verdrängte durch einen 6. Platz in der Tageswertung Brennan vom 2. Platz. Der für solche Etappen eigentlich prädestinierte Pedersen (Lidl) wurde wie bisher bei dieser Vuelta wieder abgehängt. Die 3 kleinen Bergpreise gewannen auf der 10. Etappe Paleni, Weiss und Dversnes, ohne auch nur annähernd am Bergtrikot von Buitrago (Bahrain) rütteln zu können.

Grünes Trikot
1. Wout van Aert (BEL) – Visma-Lease a Bike 143 p.

2. Alessandro Romele (ITA) – XDS-Astana 76
3. Matthew Brennan (GBR) – Visma-Lease a Bike 67
4. Mads Pedersen (DEN) – Lidl-Trek 58
5. Ethan Hayter (GBR) – Soudal-Quick Step 57
6. Christophe Laporte (FRA) – Visma-Lease a Bike 52
7. Bryan Coquard (FRA) – Cofidis 51
8. Bastien Tronchon (FRA) – Groupama-FDJ 48
9. Enric Mas (ESP) – Movistar 47

Vuelta a España – 2026 9.Etappe

9. Etappe Villajoyosa – Alto de Aitana – 183 Km

Mas verteidigt Rotes Trikot mit Tagessieg


Plomi Foto

Enric Mas (Movistar) gewann am Alto de Aitana die 9. Etappe der Vuelta a España 2026 im Roten Trikot des Gesamtführenden. Der 31-jährige Spanier hängte an dem Schlussanstieg weit oberhalb der Costa Blanca alle Konkurrenten außer Oscar Onley (Netcompany) ab. Das Schlussstück zog Mas in derart hohem Tempo von vorne durch, dass Onley nicht einmal mehr zum Überholmanöver ansetzen konnte. Auf den 3. Platz kam Primoz Roglic (Red Bull) mit 12 Sekunden Rückstand.

An Tag 1 nach dem Sturzaus des Top-Favoriten Pogacar (UAE) entwickelte sich ein wildes bis taktisches Rennen. Im Hauptfeld kontrollierte zunächst das Team von Mas die zahlreichen Ausreißer dieser 9. Etappe. Dann aber übernahm das stärkere Team von Felix Gall (Decathlon). Das ermöglichte erst die Einholung der frühen Ausreißer. Doch der Schuss ging nach hinten los. Galls Attacken fruchteten nicht. Dann konnte er der entscheidenden Mas-Attacke kurz vor der 3-Kilometer-Marke nicht mehr folgen. Er erreichte als Vierter das Ziel und verlor 18 Sekunden plus die Bonussekunden, die stattdessen Mas, Onley und Roglic einstrichen.

Nachdem Galls letzter Helfer Mühlberger über 7 Kilometer vorm Ziel ausscherte und Galls erste Attacken nicht fruchteten, begann teilweise ein taktisches Geplänkel. In deren Zuge schien Richard Carapaz (EF) zwischenzeitlich eine günstig getimte Attacke gesetzt zu haben. Doch Onley, Mas, Roglic und Gall kamen wieder heran. Sogar die schon vorher abgehängten Skjelmose (Lidl), Rodriguez, Tejada (beide XDS) und Widar (Lotto) kehrten noch einmal an die Spitze zurück. Der bisherige Gesamtvierte Kuss (Visma) blieb jedoch abgehängt und verlor 1:44 Minuten.

Mas vorentscheidender Attacke sprang nur noch Onley hinterher. Er erreichte diesen rund 200 Meter später. Roglic tankte sich erst einen Kilometer später zum Duo, ehe ihn Mas mit einer weiteren Attacke innerhalb der letzten 2 Kilometer wieder abhängte. Gall konnte noch seine Mitfahrer distanzieren und den Rückstand nach vorne zum Ende hin wenigstens noch begrenzen.

Ergebnis
1. Enric Mas (ESP) – Movistar 5:10:40
2. Oscar Onley (GBR) – Netcompany-Ineos gl.Zeit
3. Primoz Roglic (SLO) – Red Bull-Bora +0:12
4. Felix Gall (AUT) – Decathlon-CMA CGM +0:18

5. Cristian Rodriguez (ESP) – XDS-Astana +0:20
6. Mattias Skjelmose (DEN) – Lidl-Trek gl.Zeit
7. Jarno Widar (BEL) – Lotto-Intermarché +0:25
8. Harold Tejada (COL) – XDS-Astana +0:33
9. Richard Carapaz (ECU) – EF Education-Easypost +0:54
10. Santiago Buitrago (COL) – Bahrain Victorious +1:41
11. Sepp Kuss (USA) – Visma-Lease a Bike +1:44
12. Gregor Mühlberger (AUT) – Decathlon-CMA CGM gl.Zeit

Mas baute die Gesamtführung vor Roglic um 18 Sekunden auf 1:18 Minuten aus. Gall blieb klar auf dem 3. Platz mit nun 1:39 Minuten Rückstand. Onley, Carapaz und Skjelmose gingen an Kuss vorbei. Onley verkürzte den Rückstand zum Podest auf 41 Sekunden.

Gesamtwertung
1. Enric Mas (ESP) – Movistar 28:34:03
2. Primoz Roglic (SLO) – Red Bull-Bora +1:18
3. Felix Gall (AUT) – Decathlon-CMA CGM +1:39
4. Oscar Onley (GBR) – Netcompany-Ineos +2:20

5. Richard Carapaz (ECU) – EF Education-Easypost +3:26
6. Mattias Skjelmose (DEN) – Lidl-Trek +3:55
7. Sepp Kuss (USA) – Visma-Lease a Bike +4:09
8. Harold Tejada (COL) – XDS-Astana +4:39
9. Gregor Mühlberger (AUT) – Decathlon-CMA CGM +7:33
10. Jakob Omrzel (SLO) – Bahrain Victorious +8:05

Vuelta a España 2026 8. Etappe

8. Etappe Puçol – Xeraco – 172 Km

Coquard siegt, viele Stürze, Pogacar raus

Bryan Coquard (Cofidis) gewann in Xeraco eine von zahlreichen Stürzen durchzogene 8. Etappe der Vuelta a España knapp im Massensprint. Das geriet jedoch in den Hintergrund. Denn der Riesen-Favorit und Überfahrer Tadej Pogacar (UAE) stürzte 32 Kilometer vorm Ziel schwer. Der 27-jährige Slowene musste im Roten Trikot des Gesamtführenden in den Krankenwagen einsteigen und das Rennen verlassen.
Den Zielsprint eröffnete dann Mads Pedersen (Lidl) mit Jordi Meeus (Red Bull) am Hinterrad. Während Meeus nicht an Pedersen vorbeikam, gelang dies hinter ihm stattdessen Coquard im letzten Moment mit dem Tigersprung. Für Coquard war es schon der 56. Profisieg, aber dennoch der größte. Der inzwischen 34-jährige Franzose hatte bisher weder einen Sieg bei einer Grand-Tour-Etappe noch bei einem Klassikersieg zu Buche stehen.
Der Sprint wurde eigentlich von van Aert und Laporte für den 2-maligen Etappensieger Brennan (alle Visma) angefahren. Doch Brennan befand sich ungefähr 10 Positionen dahinter und konnte, teilweise eingebaut, auch keinen Boden mehr gutmachen. Ben Turner (Netcompany), der vor Sprinteröffnung zwischen Laporte und Pedersen saß, belegte den 4. Platz mit über einer Radlänge Rückstand. Coquard und Pedersen trennte auf der Linie nur ein halbes Vorderrad. Und Meeus war auch nur eine halbe Radlänge zurück.

Ergebnis
1. Bryan Coquard (FRA) – Cofidis 3:47:06

2. Mads Pedersen (DEN) – Lidl-Trek
3. Jordi Meeus (BEL) – Red Bull-Bora
4. Ben Turner (GBR) – Netcompany-Ineos alle

5. Jordan Labrosse (FRA) – Decathlon-CMA CGM
6. Alessandro Romele (ITA) – XDS-Astana
7. Bastien Tronchon (FRA) – Gorupama-FDJ gleiche
8. Hugo Hofstetter (FRA) – NSN
9. Orluis Aular (VEN) – Movistar
10. Matthew Brennan (GBR) – Visma-Lease a Bike Zeit
– 173 Fahrer klassiert.
DNF Tadej Pogacar (SLO) – UAE-XRG
DNF Floris van Tricht (BEL) – NSN
DNF Mattia Gaffuri (ITA) – Picnic-PostNL
DNF Diego Uriarte (ESP) – Kern Pharma
DNS Luca van Boven (BEL) – Lotto-Intermarché

Auf der bisher vom Profil her am harmlosesten aussehenden Vuelta-Etappe erlebte der große Radsport-Dominator der letzten Jahre die bisher schwärzeste Stunde seiner Karriere. 32 Kilometer vor dem Ziel löste Pogacar selbst einen Massensturz aus, fiel dabei heftig auf die linke Seite, verletzte sich offensichtlich an der Schulter und schlug sich unter anderem auch die linke Gesichtshälfte auf.
Am linken Straßenrand erwischte Pogacar mutmaßlich einen größeren Stein. Er geriet daraufhin ins Straucheln, kollidierte mit anderen Fahrern und überschlug sich. Zunächst lag der Weltmeister einige Zeit mit Schmerzen auf der Straße. Einen Versuch, noch einmal aufs Rad zu steigen, brach Pogacar sofort ab und ging stattdessen Richtung Krankenwagen. Schon davor hatte es auf der ansonsten völlig ereignisarmen 8. Etappe mehrere Stürze und Aufgaben gegeben. Auch auf der Zielgeraden knallte es noch einmal.

Pogacar hatte die Vuelta 2026 von Beginn weg angeführt und sich bereits einen praktisch uneinholbaren Vorsprung von 3:50 Minuten herausgefahren. Nur ein Ausscheiden konnte den Gesamtsieg noch verhindern. So kam es dann auch. Damit winkt plötzlich und unverhofft Mas (Movistar), Gall (Decathlon) und Onley (Netcompany) die Chance auf einen ersten Grand-Tour-Gesamtsieg, Roglic (Red Bull) auf den alleinigen Rekordsieg oder Kuss (Visma) und Carapaz (EF) auf einen weiteren Gesamtsieg bei einer 3-Wochen-Rundfahrt.

Das Rote Trikot übernahm Enric Mas exakt eine Minute vor Primoz Roglic und 1:11 vor Felix Gall. Etwas mehr als eine weitere Minute dahinter folgen Kuss, Onley und Carapaz untereinander nur durch wenige Sekunden getrennt. Mas beendete die Vuelta schon 4-mal auf dem Podium, davon 3-mal auf dem 2. Platz. Das Rote Trikot trug er jedoch noch nie. Bei der Siegerehrung zog es Mas auch nicht über, sondern nahm es nur entgegen.

Gesamtwertung
1. Enric Mas (ESP) – Movistar 23:23:33
2. Primoz Roglic (SLO) – Red Bull-Bora +1:00
3. Felix Gall (AUT) – Decathlon-CMA CGM +1:11

4. Sepp Kuss (USA) – Visma-Lease a Bike +2:15
5. Oscar Onley (GBR) – Netcompany-Ineos +2:16
6. Richard Carapaz (ECU) – EF Education-Easypost +2:22
7. Mattias Skjelmose (DEN) – Lidl-Trek +3:25
8. Harold Tejada (COL) – XDS-Astana +3:56
9. Gregor Mühlberger (AUT) – Decathlon-CMA CGM +5:39
10. Jakob Omrzel (SLO) – Bahrain Victorious +6:04
11. Clément Berthet (FRA) – Groupama-FDJ +7:31
12. Guillaume Martin (FRA) – Groupama-FDJ +8:11
13. Léo Bisiaux (FRA) – Decathlon-CMA CGM +8:23
14. Jarno Widar (BEL) – Lotto-Intermarché +8:59
15. Cristian Rodriguez (ESP) – XDS-Astana +9:12
16. Finlay Pickering (GBR) – Jayco-Alula +11:04
17. Ramses Debruyne (BEL) – Alpecin-Premier Tech +11:34
18. Matthew Riccitello (USA) – Decathlon-CMA CGM +13:14
19. Juan F. Rodriguez (COL) – EF Education-Easypost +13:22
20. Tobias Johannessen (NOR) – Uno-X +13:31

Einsamer früher Ausreißer der 8. Etappe war Sinuhé Fernandez (Burgos). Er wurde 38 Kilometer vorm Ziel eingeholt. 5 Kilometer später gewann Wout van Aert den Zwischensprint. Kurz danach ereignete sich der Sturz mit dem namhaftest möglichen Fahrer. Nach dem Sturz des Gesamtführenden nahm man im Feld dem ungeschriebenen Gesetz folgend erst einmal das Tempo heraus.
Dadurch wurde der einzige bezeichnete Anstieg des Tages nicht im Renntempo gefahren, und die Chance auf Attacken und Tempoverschärfungen verstrich. Hinter dem Anstieg attackierte dann Azparren (Pinarello). Sein Solo war nach 25 Kilometern ungefähr 2 Kilometer vor Schluss beendet.
Obwohl van Aert im Ziel keine Punkte holte, baute er wegen des Zwischensprints und des Ausscheidends von Pogacar seine Führung in der Wertung ums Grüne Trikot deutlich aus. Auf den 2. Platz rückte sein Teamkollege Brennan aus, obwohl er fast leer ausging.

Grünes Trikot
1. Wout van Aert (BEL) – Visma-Lease a Bike 124 p.

2. Matthew Brennan (GBR) – Visma-Lease a Bike 67
3. Mads Pedersen (DEN) – Lidl-Trek 58
4. Ethan Hayter (GBR) – Soudal-Quick Step 57
5. Christophe Laporte (FRA) – Visma-Lease a Bike 52
6. Bryan Coquard (FRA) – Cofidis 47
7. Jordi Meeus (BEL) – Red Bull-Bora 47
8. Tobias Johannessen (NOR) – Uno-X 45

Vuelta a España 2026 7. Etappe

7. Etappe Vall d’Alba – Aramón Valdelinares – 150 Km

Leknessund siegt am Tag der Norweger

An der Bergamkunft der 7. Etappe kamen erstmals bei dieser Vuelta 2026 einige frühe Ausreißer vorne durch. Andreas Leknessund (Uno-X) hängte am 9,8 Kilometer langen Schlussanstieg ins Skigebiet Valdelinares 4 Mitausreißer ab, darunter sein norwegischer Landsmann und Teamkollege Tobias Johannessen. Dieser wiederum distanzierte Wout van Aert (Visma) kurz vorm Ziel. Damit feierten 2 Leknessund und Johannessen einen Doppelerfolg mit Trauerflor am Todestag des Königs von Norwegen.
Mehrere Minuten hinter den Ausreißern zog unter den Klassementfahrern Felix Gall (Decathlon) mit seinem Team am Schlussanstieg das Tempo ordentlich an, so dass mit ihm nur noch die beiden Klassementbesten Tadej Pogacar (UAE) und Enric Mas (Movistar) übrig blieben. Innerhalb der letzten 2 Kilometer fuhr Pogacar noch um 6 Sekunden Gall davon, der wiederum 10 Sekunden auf Mas herausholte.
Zuvor ließen Roglic (Red Bull) und Onley (Netcompany) als letzte Fahrer hinter dem Trio der 3 augenscheinlich Besten abreißen. Gemeinsam mit dem aufschließenden Kuss (Visma) erreichten sie 29 Sekunden hinter Pogacar das Ziel. Der Gesamtvierte Carapaz (EF) verlor noch eine Minute mehr.

Ergebnis
1. Andreas Leknessund (NOR) – Uno-X 3:49:47

2. Tobias Johannessen (NOR) – Uno-X +0:34
3. Wout van Aert (BEL) – Visma-Lease a Bike +0:47
4. Jakob Omrzel (SLO) – Bahrain Victorious +0:58
5. Juan Rodriguez (COL) – EF Education-Easypost +1:13
6. Ivan Sosa (COL) – Kern Pharma +1:16
7. Alexej Luzenko (KAZ) – NSN +1:44
8. Eddie Dunbar (IRL) – Pinarello-Q36.5 +1:51
9. Léo Bisiaux (FRA) – Decathlon-CMA CGM +1:53
10. Raul Garcia Pierna (ESP) – Movistar +2:14
…
14. Guillaume Martin (FRA) – Groupama-FDJ +2:57
16. Finlay Pickering (GBR) – Jayco-Alula +3:24
…
19. Tadej Pogacar (SLO) – UAE-XRG +4:23
20. Felix Gall (AUT) – Decathlon-CMA CGM +4:29
21. Enric Mas (ESP) – Movistar +4:39
22. Sepp Kuss (USA) – Visma-Lease a Bike +4:52
23. Primoz Roglic (SLO) – Red Bull-Bora gl.Zeit
24. Oscar Onley (GBR) – Netcompany-Ineos gl.Zeit
25. Gregor Mühlberger (AUT) – Decathlon-CMA CGM +5:16
26. Matthew Riccitello (USA) – Decathlon-CMA CGM gl.Zeit
27. Harold Tejada (COL) – XDS-Astana +5:39
28. Mattias Skjelmose (DEN) – Lidl-Trek +5:42
29. Cristian Rodriguez (ESP) – XDS-Astana gl.Zeit
30. Richard Carapaz (ECU) – EF Education-Easypost +5:45
…
33. Clément Berthet (FRA) – Groupama-FDJ +6:20
39. Jarno Widar (BEL) – Lotto-Intermarché +9:04
74. Ramses Debruyne (BEL) – Alpecin-Premier Tech +14:07
– 178 Fahrer klassiert.

Gall nähert sich Podestplätzen

Pogacar baute seine Gesamtführung vor Mas minimal auf 3:50 Minuten aus. Mas konnte seinen Vorsprung auf den 3. Platz auf exakt einen Minute vergrößern. Diesen 3. Platz behielt Primoz Roglic vor Gall, der wie Kuss und Onley an Carapaz vorbeizog. Mit Debruyne (Alpecin) fiel der letzte Nicht-Klassementfahrer aus den Top-Ten zurück. Von den Ausreißern des Tages konnten sich innerhalb der Top-20 Omrzel (Bahrain) und Bisiaux (Decathlon) um je 4 Plätze auf die 11 und die 14 verbessern.

Gesamtwertung
1. Tadej Pogacar (SLO) – UAE-XRG 19:32:37

2. Enric Mas (ESP) – Movistar +3:50
3. Primoz Roglic (SLO) – Red Bull-Bora +4:50
4. Felix Gall (AUT) – Decathlon-CMA CGM +5:01

5. Sepp Kuss (USA) – Visma-Lease a Bike +6:05
6. Oscar Onley (GBR) – Netcompany-Ineos +6:06
7. Richard Carapaz (ECU) – EF Education-Easypost +6:12
8. Mattias Skjelmose (DEN) – Lidl-Trek +7:17
9. Harold Tejada (COL) – XDS-Astana +7:46
10. Gregor Mühlberger (AUT) – Decathlon-CMA CGM +9:29
11. Jakob Omrzel (SLO) – Bahrain Victorious +9:54
12. Clément Berthet (FRA) – Groupama-FDJ +11:21
13. Guillaume Martin (FRA) – Groupama-FDJ +12:01
14. Léo Bisiaux (FRA) – Decathlon-CMA CGM +12:13
15. Jarno Widar (BEL) – Lotto-Intermarché +12:49
16. Cristian Rodriguez (ESP) – XDS-Astana +11:43
17. Finlay Pickering (GBR) – Jayco-Alula +14:54
18. Ramses Debruyne (BEL) – Alpecin-Premier Tech +15:24
19. Pablo Torres (ESP) – UAE-XRG +15:47
20. Matthew Riccitello (USA) – Decathlon-CMA CGM +17:04
…
56. Andreas Leknessund (NOR) – Uno-X +42:52

Leknessund und van Aert waren von Etappenbeginn weg an der Spitze. Sie hängten einen Mitausreißer ab und widerstanden einer größeren Verfolgergruppe, die wieder vom Hauptfeld eingeholt wurde. Bei nach wie vor engen Abständen bildete sich eine neue große Verfolgergruppe, aus der Johannessen, Dunbar (Jayco) und Luzenko (XDS) über 100 Kilometer vorm Ziel erreichten.
Das neue Spitzenquintett konservierten dern Vorsprung vor der Verfolgergruppe beharrlich auf rund eine Minute, während man sich im Hauptfeld beruhigte und die Chancen auf den Tagessieg aufgab. Diese Chance war jedoch auch für die Fahrer in der Verfolgergruppe dahin. Noch knapp die Hälfte von ihnen, 10 Mann, waren eingangs des Schlussanstiegs noch in einer ersten Verfolgergruppe übrig.

Aus dieser konnten Jakob Omrzel, Juan Felipe Rodriguez (EF) und Ivan Sosa (Kern Pharma) noch Luzenko und Dunbar überholen, nicht jedoch mehr Leknessund, Johannessen und van Aert. Für Leknessund war es nach 4-mal Platz 2 beim Giro, davon allein 3-mal dieses Jahr, nun endlich der erste Etappensieg bei einer Grand Tour.
Van Aert erobert Grünes Trikot

Van Aert wiederum holte zuzüglich der Punkte für den 3. Platz auch den Sieg beim Zwischensprint und eroberte so das Grüne Trikot, in dem er auf der 7. Etappe bereits stellvertretend unterwegs war. Dessen eigentlicher Inhaber, der in rot fahrende Pogacar, blieb ausnahmsweise mal ohne Punkte – auch in der Bergwertung, die er allerdings weiterhin überlegen 10 Punkte vor seinem neuen Stellvertreter Leknessund anführt.

Grünes Trikot
1. Wout van Aert (BEL) – Visma-Lease a Bike 104 p.

2. Tadej Pogacar (SLO) – UAE-XRG 102
3. Matthew Brennan (GBR) – Visma-Lease a Bike 60
4. Ethan Hayter (GBR) – Soudal-Quick Step 57
5. Christophe Laporte (FRA) – Visma-Lease a Bike 52
6. Tobias Johannessen (NOR) – Uno-X 45

Vuelta a España 2026 6. Etappe

6. Etappe Alcossebre – Castellón – 178 Km

Mas holt Pogacar ein, der aber erneut siegt

Tadej Pogacar (UAE) gewann in Castelló auch die 6. Etappe der Spanien-Rundfahrt 2026. Allerdings passierte etwas ganz Seltenes: Im steilen letzten Anstieg inklusive Schotterabschnitt hob Pogacar wieder mal zum Solo ab, aber just an der Kuppe holte ihn sensationell ein Fahrer ein. Dieser Fahrer war Enric Mas (Movistar), der dann aber im Zweiersprint doch chancenlos war. Mit 46 Sekunden Rückstand führte Ramses Debruyne (Alpecin) die ersten Verfolger über die Linie.

Einen Schreckmoment erlebte Pogacar in der grenzwertigen Abfahrt, als er zu weit aus einer Kurve getragen wurde. Statt eines Abgrunds ging die Reise aber kurz durch die Botanik und dann weiter zurück auf das Sträßchen. Die ersten Verfolger verkürzten in der Abfahrt den Rückstand von 35 auf 25 Sekunden. Die Lücke ging jedoch wieder auf, als Roglic (Red Bull), Gall (Decathlon) und Debruyne von Carapaz (EF) und Tejada (XDS) eingeholt wurden. Debruyne stammte aus der Spitzengruppe des Tages und ging mit knapp 2 Minuten Vorsprung in den Puerto El Bartolo.

Als Pogacar dort 24,5 Kilometer vorm Ziel beschleunigte, nachdem der letzte Helfer verbraucht war, machte Onley (Netcompany) nicht als erster Fahrer den Fehler, Pogacars Attacke zunächst mitgehen zu wollen. Das ging nach hinten los. Onley platzte trotzdem wenige Momente später ab, musste dann auch Roglic, Gall und Carapaz ziehen lassen und wurde von Tejada überholt. In einer Gruppe mit Kuss (Visma) und Skjelmose (Lidl) erreichte Onley 1:38 Minuten hinter den Pogacar und Mas das Ziel. Ein heißer Tag mit Temperaturen bis 34 Grad war eventuell nur ein Vorbote für das, was die Fahrer den Rest der Vuelta noch weiter im Süden Spaniens erwarten könnte.

Ergebnis
1. Tadej Pogacar (SLO) – UAE-XRG 4:12:40

2. Enric Mas (ESP) – Movistar gl.Zeit
3. Ramses Debruyne (BEL) – Alpecin-Premier Tech +0:46
4. Richard Carapaz (ECU) – EF Education-Easypost
5. Harold Tejada (COL) – XDS-Astana alle
6. Felix Gall (AUT) – Decathlon-CMA CGM gleiche
7. Primoz Roglic (SLO) – Red Bull-Bora Zeit
8. Cristian Rodriguez (ESP) – XDS-Astana +1:38
9. Clément Berthet (FRA) – Groupama-FDJ
10. Mattias Skjelmose (DEN) – Lidl-Trek alle
11. Sepp Kuss (USA) – Visma-Lease a Bike gleiche
12. Oscar Onley (GBR) – Netcompany-Ineos Zeit
13. Andreas Kron (DEN) – Uno-X +3:46

Pogacar baute seine Gesamtführung auf 3:34 Minuten vorm 2. Platz aus. Auf diesen verbesserte sich der 3-malige Vuelta-Zweite Enric Mas, um 47 Sekunden vorbei an Primoz Roglic. Entsprechend des Tagesresultats rückten Richard Carapaz und Felix Gall auf die Plätze 4 und 5 auf.
Während Kuss, Onley und Skjelomose an Boden verloren, rückten Debruyne und Tejada zu ihnen in die Top-Ten der Gesamtwertung auf. Um 3 Sekunden verpasste Debruyne das weiße Trikot des besten Jungprofis, das Onley behielt. Nicht an seine bisherige Bergleistung konnte der junge Jarno Widar (Lotto) anknüpfen. Er verlor fast 4 Minuten und rutschte knapp heraus aus den Top-Ten, ebenso wie Vine (UAE), der nach getaner Arbeit für Pogacar noch mehr Zeit verlor.

Gesamtwertung
1. Tadej Pogacar (SLO) – UAE-XRG 15:38:27

2. Enric Mas (ESP) – Movistar +3:34
3. Primoz Roglic (SLO) – Red Bull-Bora +4:21
4. Richard Carapaz (ECU) – EF Education-Easypost +4:50
5. Felix Gall (AUT) – Decathlon-CMA CGM +4:55
6. Sepp Kuss (USA) – Visma-Lease a Bike +5:36
7. Oscar Onley (GBR) – Netcompany-Ineos +5:37
8. Ramses Debruyne (BEL) – Alpecin-Premier Tech +5:40
9. Mattias Skjelmose (DEN) – Lidl-Trek +5:58
10. Harold Tejada (COL) – XDS-Astana +6:30
11. Jarno Widar (BEL) – Lotto-Intermarché +8:08
12. Gregor Mühlberger (AUT) – Decathlon-CMA CGM +8:36
13. Clément Berthet (FRA) – Groupama-FDJ +9:24
14. Cristian Rodriguez (ESP) – XDS-Astana +11:43
15. Jakub Omrzel (SLO) – Bahrain Victorious +13:19
16. Guillaume Martin (FRA) – Groupama-FDJ +13:27

Nachdem in der Anfangsphase keine Fluchtgruppe entscheidend wegkam, spannten im Laufe der 6. Etappe zwischenzeitlich 16 Ausreißer zusammen: Canal (Movistar), van Aert (Visma), Gloag (Pinarello), Bilbao, Buitrago (beide Bahrain), Konrad (Lidl), Debruyne, Bennett (NSN), Garofoli (Soudal), Kron (Uno-X), Albanese (EF), Wilksch (Tudor), Diaz /Burgos), Craps (Lotto), Leemreize (Lotto) und Berrade (Kern Pharma). In der Gesamtwertung mit Abstand der Bestplatzierte war Ramses Debruyne auf dem 12. Platz mit 4:44 Minuten Rückstand aufs Rote Trikot.
Nichtsdestotrotz hielten die Helfer Pogacars den Abstand eng. Wout van Aert griff 57,5 Kilometer vorm Ziel ohne Gegenwehr die Maximalpunkte beim Zwischensprint ab. Für den Etappensieg bekam Pogacar allerdings ebenfalls 20 Punkte, so dass es bei einem Abstand von 33 Punkten zu van Aert blieb. Dieser löste als Stellvertreter im Grünen Trikot seinen Teamkollegen Brennan ab.
Fürs Bergtrikot holte Buitrago an den ersten 3 Bergpreisen 2 Siegen und einen 2. Platz. Doch die Punkte reichten nicht einmal, um den bisher zweitplatzierten Fortunato (XDS). Entscheidender waren ohnehin die Punkte am höher kategorisierten letzten Anstieg, an dem Mas so gerade eben Pogacar abfing und des neuer Stellvertreter im Bergtrikot ist – mit weniger als halb so vielen Punkten.

Im letzten Anstieg war Widar schon zurückgefallen, bevor Pogacar mit einer Tempoverschärfung angriff. Die noch fehlende halbe Minute zu Debruyne war schnell aufgeholt. Mas löste Onley schnell als ersten Verfolger ab. Onley konnte auch bald das Tempo von Roglic und Gall nicht mehr mitgehen, ebenso wie Carapaz, der aber zusammen mit Tejada den Rückstand zu den Verfolgern auf wenige Sekunden begrenzen und in der Abfahrt aufholen konnte.

In die Abfahrt stach Mas zuerst hinein. Nach einigen Kurven ging Pogacar auf dem schmalen, exponierten Sträßchen vorbei und fuhr sogleich mehrere Radlängen Vorsprung voraus, bis er einen schnellen Schuss vor den Bug durch seinen Ausflug in die Botanik erhielt. Die beiden arbeiteten dann bis zum Schlusskilometer zusammen. Den Sprint fuhr Pogacar von vorne an. Aber auch hier: Er bekam trotz wild entschlossenem Sprint den normalerweise in dieser Disziplin stark unterlegenen Mas nicht vom Hinterrad abgeschüttelt. Für die 3. Tagessieg nach 6 Etappen reichte es trotzdem allemal.

Vuelta a España 2026 3., 4. und 5. Etappe

3.Etappe Gruissan – Font Romeu – 174 Km

Abbruch wegen starken Regens und Hagels

Wegen unwetterartigen Regens mit Hagel wurde die 3. Etappe der Spanien-Rundfahrt 2026 kurz vor Schluss abgebrochen. Zum Zeitpunkt des Abbruchs lagen der übrige frühe Ausreißer Wenzel (Kern Pharma) und der zu ihm aufgeschlossene Fortunato (XDS) rund 20 Sekunden vorm Hauptfeld. Sowohl schon abgehängte Fahrer als auch die Fahrer des Hauptfelds hielten von selbst aus an, um Unterschlupf in Häusern zu finden. An eine Fortsetzung war nicht mehr zu denken.

Außer Wenzel hießen die Ausreißer des Tages Le Gac (Groupama), Hayter (Soudal), Cort (Uno-X), Hellemose (Jayco) und Roosen (Picnic). Der Vorsprung des Spitzensextetts war niemals groß. Außerdem zerplatzte das Hauptfeld innerhalb der letzten 100 Kilometer in Windstaffeln, wodurch das Tempo rasant nach oben ging. Die Situation war jedoch nach kurzer Zeit wieder bereinigt, so dass die 6 Ausreißer doch noch vorn übrig waren, als es in die zumeist sachte steigenden letzten 30 Kilometer ging.

4. Etappe (105km) von Andorra-la-Vella nach Andorra-la-Vella

Vorschau auf diese Etappe: Nachdem das Bergaufziel des Vortages noch so etwas wie das Schaf im Wolfspelz war, steht am vierten Tag der Vuelta a España 2026 deren erste richtige Bergetappe auf dem Programm. Das Ziel liegt allerdings im Tal in Andorra la Vella. Dort geht es auch los gleich 23,3 Kilometer bergauf zum höchsten Pyrenäenpass, Port d’Envalira, und von dort durch den Tunnel und dann auf selber Straße wieder bergab. Es folgt eine Runde mit Collada de Beixalis (6,5 km à 8,5 %) und Coll d’Ordino (9,9 km à 7 %). Nach den 3 Kategorie-1-Bergen und der Abfahrt in Richtung andorranischer Hauptstadt biegt man kurz vor dieser noch in einen nur 4 Kilometer kurzen Anstieg nach La Comella ab, der knapp 5 Kilometer vorm Ziel erreicht wird.

Pogacar wie immer und zu erwarten unfassbar

Tadej Pogacar (UAE) gewann in Andorra la Vella die 4. Etappe der Spanien-Rundfahrt 2026 mit gewohnt unfassbarer Überlegenheit. Auf dem nur 105 Kilometer langen Ritt durch die andorranischen Pyrenäen fuhr der 27-jährige Slowene über 50 Kilometer vorm Ziel an der steilsten Stelle des Col de Beixalis einfach allen verbliebenen Mitfahrern weit davon. Im Ziel hatte Pogacar 2:39 Minuten Vorsprung vor den 6 ersten Verfolgern. Diese wurden von Jarno Widar (Lotto) vor Felix Gall (Decathlon) über die Linie geführt.

Nach den ersten 3 Pässen versammelten sich abgeschlagen hinter Pogacar 9 Fahrer: Gall und dessen Teamkollege Mühlberger, Widar sowie Onley (Netcompany), Kuss (Visma), Mas (Movistar), Roglic (Red Bull), Carapaz (EF) und Skjelmose (Lidl). Im letzten, kürzen Anstieg musste Skjelmose abreißen lassen. Mühlberger reihte sich an dessen Hinterrad ein. Beide verloren 38 Sekunden auf Widar und Gall. Carapaz fiel auch noch um 18 Sekunden zurück, wohingegen Onley, Kuss, Mas und Roglic – bis auf Bonussekunden – keine Zeit auf Widar und Gall verloren.

Ergebnis
1. Tadej Pogacar (SLO) – UAE-XRG 2:40:35

2. Jarno Widar (BEL) – Lotto-Intermarché +2:39
3. Felix Gall (AUT) – Decathlon-CMA CGM
4. Oscar Onley (GBR) – Netcompany-Ineos

5. Sepp Kuss (USA) – Visma-Lease a Bike alle
6. Enric Mas (ESP) – Movistar gleiche
7. Primoz Roglic (SLO) – Red Bull-Bora Zeit
8. Richard Carapaz (ECU) – EF Education-Easypost +2:57
9. Mattias Skjelmose (DEN) – Lidl-Trek +3:17
10. Gregor Mühlberger (AUT) – Decathlon-CMA CGM gl.Zeit
11. Jay Vine (AUS) – UAE-XRG +3:37
12. Ramses Debruyne (BEL) – Alpecin-Premier Tech +3:57
13. Harold Tejada (COL) – XDS-Astana +4:34
14. Pablo Torres (ESP) – UAE-XRG +4:40
15. Marco Brenner (GER) – Tudor +5:14
16. Clément Berthet (FRA) – Groupama-FDJ +6:29
…
25. Jørgen Nordhagen (NOR) – Visma-Lease a Bike +8:13
27. Mikel Landa (ESP) – Soudal-Quick Step +8:16
30. Tobias Johannessen (NOR) – Uno-X +12:55
49. Luke Tuckwell (AUS) – Red Bull-Bora +18:36

Schon nach 4 von 21 Etappen der Deckel drauf

Pogacar gewann mit fast exakt dem gleichen Vorsprung, mit dem er – ebenfalls in den Pyrenäen – sechseinhalb Wochen zuvor bei der Tour de France schon früh den Deckel auf den Gesamtsieg machte. Damals war es die 6. Etappe mit 2:38 Minuten vor dem bei der Vuelta abwesenden Vingegaard. Nun wurde es 2 Etappen früher eine Sekunde mehr, wobei es Pogacar in den Abfahrten und insbesondere in den letzten Kurven sichtbar austrudeln ließ.
Der große Dominator ließ seinen Vorsprung in der Gesamtwertung auf 3:21 Minuten explodieren. Auf den 2. Platz rückte sein Landsmann, 4-fache Vuelta-Gesamtsieger Primoz Roglic, auf. Der ebenfalls 4-fache, aber noch sieglose Vuelta-Podestfahrer Enric Mas folgt 9 Sekunden hinter Roglic und 12 Sekunden vor einem weiteren Ex-Gesamtsieger, Sepp Kuss, auf dem 3. Platz.

Von den am höchsten gewetteten Fahrern auf den 2. Gesamtplatz hinter Pogacar verbesserten sich Onley und Gall auf den 5. und 7. Platz – 23 und 36 Sekunden hinter Roglic. Pogacars Teamkollege, der Vorjahreszweite Almeida, war hingegen schon früh abgehängt und spielte somit überhaupt keine Rolle.
Der Tageszweite Widar brachte eine Hypothek aus dem Auftaktzeitfahren mit, so dass er in der Gesamtwertung noch hinter Carapaz und Skjelmose blieb. Von den jungen, potenziellen Klassementfahrern war Widar aber der einzige, der in Andorra vorne mithalten konnte.

5. Etappe Falset – Roquetes – 174 Km

Auch Brennan nun mit 2 Tagessiegen

Matthew Brennan (Visma) gewann im Massensprint von Roquetes die 5. Etappe der Vuelta a España 2026, deren erste auf spanischem Boden. Der 21-jährige Brite hatte diesmal – anders als bei seinem Sieg auf der 2. Etappe – einen Fahrer am Hinterrad, der immerhin nicht den Kontakt verlor. Doch an ein Überholen war für Jordi Meeus (Red Bull) nicht zu denken, so dass ihm der 2. Platz vor Vincenzo Albanese (EF) blieb. Nach 5 Etappen bleibt es damit bei 2 verschiedenen Tagessiegern: Pogacar (UAE) und Brennan.
Im Kategorie-3-Anstieg knapp 30 Kilometer vorm Ziel fielen etliche Sprinter zurück, von denen nicht alle ins Hauptfeld zurückkehrten. Von den bekam Brennan das Finale durch sein Team von vorne vorbereitet, zuletzt von den Premium-Anfahrern van Aert und Laporte. Alessandro Romele (XDS) kam an der Bande nicht mehr neben Albanese durch.

Ergebnis
1. Matthew Brennan (GBR) – Visma-Lease a Bike 3:47:02
2. Jordi Meeus (BEL) – Red Bull-Bora

3. Vincenzo Albanese (ITA) – EF Education-Easypost
4. Alessandro Romele (ITA) – XDS-Astana
5. Axel Laurance (FRA) – Netcompany-Ineos alle
6. Orluis Aular (VEN) – Movistar
7. Christophe Laporte (FRA) – Visma-Lease a Bike
8. Alberto Dainese (ITA) – Soudal-Quick Step gleiche
9. Vito Braet (BEL) – Lotto-Intermarché
10. David Gonzalez (ESP) – Pinarello-Q36.5
11. Wout van Aert (BEL) – Visma-Lease a Bike Zeit
– 180 Fahrer klassiert.
DNF van Sintmaartensdijk (NED) – Lotto-Intermarché
DNS Cian Uijtdebroeks (BEL) – Movistar

Die Gesamtführung blieb natürlich bei Tadej Pogacar (UAE). Als bester des Rests verharrte Primoz Roglic (Red Bull) auf dem 2. Platz unverändert 3:21 Minunten hinter Pogacar und deutlich knapper vor den nächsten Fahrern.

Gesamtwertung
1. Tadej Pogacar (SLO) – UAE-XRG 11:26:01
2. Primoz Roglic (SLO) – Red Bull-Bora +3:21

3. Enric Mas (ESP) – Movistar +3:32
4. Sepp Kuss (USA) – Visma-Lease a Bike +3:44
5. Oscar Onley (GBR) – Netcompany-Ineos +3:45
6. Richard Carapaz (ECU) – EF Education-Easypost +3:50
7. Felix Gall (AUT) – Decathlon-CMA CGM +3:57
8. Mattias Skjelmose (DEN) – Lidl-Trek +4:06
9. Jarno Widar (BEL) – Lotto-Intermarché +4:06
10. Jay Vine (AUS) – UAE-XRG +4:11
11. Gregor Mühlberger (AUT) – Decathlon-CMA CGM +4:34

Die frühe Spitzengruppe des Tages wurde zunächst nicht weit weggelassen und dann auch schon nach 70 Kilometern, bei noch 110 zu fahrenden, vom Hauptfeld wieder eingeholt. Windkanten lauerten am Horizont, und kurz teilte sich auch das Peloton, was aber schnell wieder gekittet war.
Einige Kilometer vor dem Zwischensprint setzte sich Hayter (Netcompany) als Solist für die Punkte in Szene. Seine Rolle als stellvertrender Träger des Grünen Trikots (für Pogacar, wen sonst) war Hayter nach der 5. Etappe allerdings trotzdem los, weil Brennan die fetten Punkte im Ziel holte. Beim Zwischensprint jedoch hatte man teamintern noch auf van Aert gebaut, der den 2. Platz hinter Hayter belegte.

Grünes Trikot
1. Tadej Pogacar (SLO) – UAE-XRG 82 p.

2. Matthew Brennan (GBR) – Visma-Lease a Bike 60
3. Ethan Hayter (GBR) – Soudal-Quick Step 57
4. Christophe Laporte (FRA) – Visma-Lease a Bike 50
5. Wout van Aert (BEL) – Visma-Lease a Bike 48
6. Pau Miquel (ESP) – Bahrain Victorious 30

Als Hayter eingeholt war, gab es noch ein Solo von Kron (Uno-X) bis zum Fuße des Anstiegs, an dem das Peloton ordentlich ausgedünnt wurde. 17 Kilometer vorm Ziel attackierte Azparren (Pianrello) einer Gegensteigung. Van Aert höchstpersönlich stieg nach. Er neutralisierte damit die Attacke und stellte sich fortan wie das restliche Team in den Dienst von Brennan.

Deutschland Tour 2026 4. Etappe: Heilbronn – Heilbronn – 157 Km

Magnier gewinnt 4. Etappe,
Del Toro wird Gesamtsieger,
Heidemann holt Bergtrikot


Plomi Foto

1 MAGNIER Paul FRA SOUDAL QUICK-STEP 03:37:39
2 VAN POPPEL Danny NED RED BULL – BORA – HANSGROHE 00:00
3 TEUTENBERG Tim Torn GER LIDL-TREK 00:00
4 DEL GROSSO Tibor NED ALPECIN-PREMIER TECH 00:00

5 ZAMBANINI Edoardo ITA BAHRAIN VICTORIOUS 00:00
6 TESFAZION Natnael ERI MOVISTAR TEAM 00:00
7 VENTURINI Clément FRA UNIBET ROSE ROCKETS 00:00
8 THOMAS Benjamin FRA COFIDIS 00:00
9 JOUSSEAUME Alan FRA TOTALENERGIES 00:00
10 GRAAT Tijmen NED TEAM VISMA | LEASE A BIKE 00:00

Gesamtendwertung nach der 4. Etappe


Plomi Selfie, Del Toro hat mich dazu aufgefordert!! 🙂

1 DEL TORO Isaac MEX UAE TEAM EMIRATES XRG 17:39:48
2 BARRE Louis FRA TEAM VISMA | LEASE A BIKE 00:53
3 HIRSCHI Marc SUI TUDOR PRO CYCLING TEAM 01:08
4 RACCAGNI NOVIERO Andrea ITA SOUDAL QUICK-STEP 01:24
5 VACEK Mathias CZE LIDL-TREK 01:25
6 TESFAZION Natnael ERI MOVISTAR TEAM 01:25
7 SORARRAIN AGIRREZABALA Gorka ESP CAJA RURAL-SEGUROS RGA 01:26
8 OLDANI Stefano ITA CAJA RURAL-SEGUROS RGA 01:28
9 SCHACHMANN Maximilian GER SOUDAL QUICK-STEP 01:28
10 CADENA MARTINEZ Edgar David MEX TEAM STORCK – MRW BAU 01:33
11 STORK Florian GER TUDOR PRO CYCLING TEAM 01:35
12 TEUNS Dylan BEL COFIDIS 01:36
13 PELLIZZARI Giulio ITA RED BULL – BORA – HANSGROHE 01:36
14 LOOCKX Lander BEL UNIBET ROSE ROCKETS 01:38
15 BURGAUDEAU Mathieu FRA TOTALENERGIES 01:39
16 ZIMMERMANN Georg GER GERMAN NATIONAL TEAM 01:42

Magnier siegt, Del Toro triumphiert – Heidemann begeistert

Sonntag, 23. August, Heilbronn – Paul Magnier (Soudal Quick-Step) hat die 4. Etappe der Lidl Deutschland Tour 2026 gewonnen. Der Franzose setzte sich nach 156,5 Kilometern rund um Heilbronn im Sprint vor Danny van Poppel (Red Bull-BORA-hansgrohe) und Tim Torn Teutenberg (Lidl-Trek) durch. Den Gesamtsieg sicherte sich Isaac Del Toro (UAE Team Emirates-XRG), der das Blaue Trikot erfolgreich verteidigte.

Die erste reguläre Etappe in der Geschichte der Deutschland Tour mit Start und Ziel in derselben Stadt wurde lange von einer Ausreißergruppe geprägt. Zu ihr gehörten erneut Miguel Heidemann (REMBE | rad-net) und Ben Felix Jochum (Team Lotto Kern-Haus Outlet Montabaur). Besonders Heidemann zeigte sich nach zahlreichen Kilometern an der Spitze in den vergangenen Tagen auch beim Finale noch einmal offensiv. Mit weiteren Punkten an den Bergwertungen machte er den Gesamtsieg in der Bergwertung perfekt.

Die Spitzengruppe behauptete ihren Vorsprung bis weit in das Finale. Erst 14,2 Kilometer vor dem Ziel stellte das Hauptfeld die letzten Ausreißer. Anschließend erhöhte Team Visma | Lease a Bike das Tempo und versuchte, für den Gesamtzweiten Louis Barré noch einmal eine Gelegenheit zu schaffen.
Doch Isaac del Toro hatte das Rennen unter Kontrolle. 12,3 Kilometer vor dem Ziel ging der Träger des Blauen Trikots selbst in die Offensive und setzte sich auf dem letzten Anstieg vom Feld ab. Der Mexikaner nahm einen kleinen Vorsprung mit in Richtung Heilbronn und lag lange auf Kurs zu einem spektakulären Solosieg.

Erst kurz vor dem Ziel wurde del Toro wieder eingeholt. Im anschließenden Sprint spielte Soudal Quick-Step seine Stärke aus: Paul Magnier setzte sich vor van Poppel und Teutenberg durch und feierte nach seinem Erfolg bei den ADAC Cyclassics Hamburg innerhalb einer Woche den nächsten Sieg in Deutschland.
Del Toro erreichte das Ziel mit dem Hauptfeld und krönte sich zum Gesamtsieger der Lidl Deutschland Tour 2026. Louis Barré belegte mit 53 Sekunden Rückstand den zweiten Platz, Marc Hirschi (Tudor Pro Cycling Team) komplettierte als Dritter das Podium. Damit endeten fünf Renntage vom Prolog in Bad Orb bis zum großen Finale in Heilbronn.

Das war die Lidl Deutschland Tour 2026

Fünf Renntage, fünf unterschiedliche Sieger und ein hochklassiger Gesamtsieger: Isaac del Toro gewinnt die Lidl Deutschland Tour 2026. Der Mexikaner eröffnete die Rundfahrt mit dem Sieg im Prolog von Bad Orb, holte sich auf der Königsetappe das Blaue Trikot zurück und ließ auch beim Finale in Heilbronn nichts mehr anbrennen.
Louis Barré setzte mit seinem Solo in Schwäbisch Hall das erste Ausrufezeichen, Alessio Magagnotti gewann den Regensprint in Offenbach an der Queich und Giulio Pellizzari entschied die Königsetappe in Bad Dürkheim für sich. Zum Abschluss schlug Paul Magnier im Sprint von Heilbronn zu. Miguel Heidemann verbrachte etliche Kilometer in der Flucht und belohnte sich mit dem Bergtrikot.
Von kurzen, steilen Rampen über die Anstiege im Pfälzerwald bis zum schnellen Finale in Heilbronn war alles dabei: Attacken, Windkanten, Ausreißergruppen und ein Klassementkampf, den Del Toro am Ende souverän für sich entschied.

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Eine Veranstaltung der A.S.O. Germany GmbH

Deutschland Tour 2026 3. Etappe: Herxheim – Bad Dürkheim – 171 Km


Plomi Foto

1 Pellizzari Giulio Red Bull – BORA – hansgrohe 25 30 12″ 4:03:44
2 del Toro Isaac UAE Team Emirates – XRG 15 18 9″ ,,
3 Hirschi Marc Tudor Pro Cycling Team 10 12 5″ 0:34
4 Remijn Senna Alpecin – Premier Tech 5 7 0:49
5 Raccagni Noviero Andrea Soudal Quick-Step 3 4 ,,
6 Tesfatsion Natnael Movistar Team 3 ,,
7 Oldani Stefano Caja Rural – Seguros RGA 2 ,,
8 Morgado António UAE Team Emirates – XRG 1 ,,
9 Burgaudeau Mathieu TotalEnergies ,,
10 Stork Florian Tudor Pro Cycling Team ,,

Gesamt:

1 2 ▲1 del Toro Isaac UAE Team Emirates – XRG 5 14:02:12
2 1 ▼1 Barré Louis Team Visma | Lease a Bike 0:52
3 12 ▲9 Hirschi Marc Tudor Pro Cycling Team 1:05
4 5 ▲1 Raccagni Noviero Andrea Soudal Quick-Step 1:21
5 7 ▲2 Tesfatsion Natnael Movistar Team 1:22
6 10 ▲4 Vacek Mathias Lidl – Trek 1:23
7 11 ▲4 Sorarrain Gorka Caja Rural – Seguros RGA ,,
8 13 ▲5 Schachmann Maximilian Soudal Quick-Step 1:25
9 14 ▲5 Oldani Stefano Caja Rural – Seguros RGA ,,
10 44 ▲34 Pellizzari Giulio Red Bull – BORA – hansgrohe 1:26

Bulle schlägt Stier: Giulio Pellizzari gewinnt die Königsetappe der Lidl Deutschland Tour

Pellizzari gewinnt Königsetappe – Del Toro erobert Blau zurück

Samstag, 22. August, Bad Dürkheim – Giulio Pellizzari (Red Bull–BORA–hansgrohe) hat die Königsetappe der Lidl Deutschland Tour 2026 gewonnen. Nach 170,8 Kilometern von Herxheim nach Bad Dürkheim setzte sich der Italiener vor Isaac Del Toro (UAE Team Emirates-XRG) durch.

Del Toro sorgte rund 35 Kilometer vor dem Ziel mit seiner Attacke für die entscheidende Rennsituation, distanzierte den bisherigen Gesamtführenden Louis Barré (Team Visma | Lease a Bike) und eroberte das Blaue Trikot zurück.
Schon früh ging es auf den mehr als 3.000 Höhenmetern um die Bergwertung. Miguel Heidemann (REMBE | rad-net) setzte sich mit einer Ausreißergruppe ab und sammelte an der Lolosruhe sowie bei der ersten Überfahrt der Kalmit die maximale Punktzahl. Damit ging der Plan des deutschen Teams auf: Heidemann übernahm das Bergtrikot von seinem Teamkollegen Ole Theiler.

Im Kampf um die Gesamtwertung fiel die Entscheidung am Rotsteig. Nach der Vorarbeit von UAE Team Emirates-XRG attackierte Del Toro rund 35 Kilometer vor dem Ziel. Barré versuchte zu folgen, konnte die Lücke zum Mexikaner aber nicht schließen. Wenig später setzte sich auch Giulio Pellizzari ab und fuhr zu Del Toro nach vorne. Gemeinsam holten Del Toro und Pellizzari den zuvor allein führenden Nelson Oliveira (Movistar Team) ein. Als Oliveira das Tempo nicht mehr halten konnte, gingen die beiden jungen Kletterspezialisten allein ins Finale. Dahinter versuchte Barré mehrfach, den Rückstand zu reduzieren, konnte das Spitzenduo aber nicht mehr erreichen.

Auf dem Wurstmarktgelände in Bad Dürkheim machten Pellizzari und Del Toro den Tagessieg unter sich aus. Pellizzari hatte im Sprint die größeren Reserven und gewann die Königsetappe vor Del Toro. Marc Hirschi (Tudor Pro Cycling Team) komplettierte das Podium. Del Toro geht damit im Blauen Trikot in den letzten Renntag der Lidl Deutschland Tour 2026. Für Heidemann wurde der offensive Auftritt ebenfalls belohnt: Der Deutsche führt vor der Schlussetappe die Bergwertung an.

Einschätzung der 4. Etappe

Zum Abschluss der Lidl Deutschland Tour 2026 wartet noch einmal eine anspruchsvolle Etappe. Über 156,5 Kilometer führt das Finale von Heilbronn durch das Heilbronner Land und zurück in die Stadt. Rund 2.500 Höhenmeter bieten den Klassementfahrern eine letzte Gelegenheit, die Gesamtwertung noch einmal anzugreifen.
Bereits nach 15,8 Kilometern wartet am Schloss Stocksberg die erste Bergwertung. Anschließend führt die Strecke über Zaberfeld und Sulzfeld zurück Richtung Heilbronn, bevor bei Kilometer 93,4 die entscheidende Phase beginnt. Auf der Heilbronner Schlussrunde muss das Peloton dreimal den Jägerhaus-Anstieg bewältigen. Mit 2,3 Kilometern Länge und durchschnittlich 5,2 Prozent Steigung bietet er mehrfach Gelegenheit für Attacken. Nach der letzten Überquerung bleiben nur noch wenige Kilometer bis ins Ziel. Ein Bonussprint in Donnbronn 7,8 Kilometer vor der Ziellinie könnte zudem im Kampf um das Blaue Trikot eine wichtige Rolle spielen. Damit bleibt die Lidl Deutschland Tour 2026 bis zum Schluss offen: Die kurze, intensive Finaletappe bietet sowohl starken Puncheuren als auch den Klassementfahrern noch einmal die Chance, das Rennen in Heilbronn zu ihren Gunsten zu entscheiden.

Am 23. August 2026 steht Heilbronn ganz im Zeichen des Radsports. Die Stadt am Neckar ist Gastgeber des großen Finales der Lidl Deutschland Tour 2026. Die vierte und letzte Etappe startet und endet in Heilbronn – hier fällt nach fünf Renntagen die Entscheidung um den Gesamtsieg und das Blaue Trikot.
Heilbronn verbindet urbanes Leben mit Weinlandschaft und einer ausgeprägten Sportbegeisterung. Bereits 2024 war die Stadt Etappenort und begrüßt die Lidl Deutschland Tour 2026 nun erneut. Im Herzen der Stadt können die Fans die Profis beim entscheidenden Finale aus nächster Nähe erleben.
Doch nicht nur die Profis stehen an diesem Sonntag im Mittelpunkt. Mit der ADAC Cycling Tour können auch Hobbyradsportler auf gesperrten Straßen selbst in die Pedale treten. Ergänzt wird das Programm durch die LichtBlick Newcomer Tour, die kinder Joy of Moving mini tour und weitere Angebote für die ganze Familie. Damit wird Heilbronn am Finaltag zum Treffpunkt für Profis, Nachwuchs, Hobbyfahrer und Radsportfans und zur Bühne für die letzte Entscheidung der Lidl Deutschland Tour 2026.

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Lidl Deutschland Tour
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Giulio Pellizzari gewinnt Königsetappe der Deutschland Tour
Giulio Pellizzari setzt sich im Finale gegen den neuen Gesamtführenden Isaac del Toro durch und beschert Red Bull – BORA – hansgrohe den zweiten Etappensieg in Folge bei der Deutschland Tour 2026.
Das Etappenprofil zwischen Herxheim und Bad Dürkheim versprach ein ständiges Auf und Ab. Auch wenn die Anstiege vergleichsweise kurz waren, machten mehr als 3.000 Höhenmeter auf den Runden durch die Pfalz die Königsetappe zu einem anspruchsvollen Renntag.
Für Red Bull – BORA – hansgrohe stand vor allem der Kampf um den Etappensieg im Fokus. Nach dem gestrigen Erfolg von Alessio Magagnotti wollte das deutsche UCI WorldTeam das Momentum nutzen und setzte heute auf die Kletterqualitäten von Giulio Pellizzari.

Die Vorentscheidung fiel bereits 35 Kilometer vor dem Ziel. Isaac del Toro attackierte am Anstieg zum Rotsteig. Pellizzari reagierte nicht sofort, sondern fuhr seinen eigenen Rhythmus, erhöhte Schritt für Schritt das Tempo und schloss wenig später zum Mexikaner auf.

„Ich kenne Isaac ziemlich gut und weiß, dass er an zwei Minuten langen Anstiegen einfach auf einem anderen Niveau fährt. Ihm direkt zu folgen, wäre ein Fehler gewesen. Deshalb bin ich mein eigenes Tempo gefahren, ohne das Risiko einzugehen, zu überziehen. Bis zur Kuppe bin ich so schnell gefahren, wie ich konnte, und in der Abfahrt habe ich wieder zu ihm aufgeschlossen.“
— Giulio Pellizzari
Auf der ersten Zielrunde rund um Bad Dürkheim blieb das Tempo an der Spitze hoch. Das Duo schüttelte seinen letzten Begleiter ab und ging gemeinsam in die zweite und entscheidende Zielrunde. Im Sprint der beiden Freunde sicherte sich Pellizzari den Tagessieg.

„Gestern haben wir uns riesig über Alessios Sieg gefreut. Heute wollten wir direkt noch einmal gewinnen. Die Zusammenarbeit mit Isaac hat super funktioniert – er hatte die Gesamtwertung im Blick, während ich auf den Etappensieg gefahren bin. Mein persönliches Ziel für diese Saison war es, mehr Rennen zu gewinnen. Deswegen freue ich mich über den heutigen Sieg und möchte dafür meinen Teamkollegen und dem gesamten Team danken.“
— Giulio Pellizzari

Nach seinen Erfolgen bei der Tour of the Alps und der Vuelta a Burgos feiert Pellizzari damit bereits seinen vierten Etappensieg der Saison bei einem Rennen der UCI ProSeries.
Nachdem Red Bull – BORA – hansgrohe in den vergangenen vier Ausgaben der Deutschland Tour ohne Etappensieg geblieben war, gelingen dem Team nun innerhalb von nur 24 Stunden gleich zwei Siege: Auf Alessio Magagnottis Sprintüberraschung folgt Pellizzaris Triumph auf der Königsetappe.

Vuelta a España 2026 Etappe 1+2

Pogacar 9 Hundertstel vor Hayter

Eh schon der mit haushohem Abstand stärkste Fahrer, dann auch noch das Hundertstelglück auf seiner Seite: Tadej Pogacar (UAE) gewann in seiner Wahlheimat Monaco hauchdünn das 9,4-Kilometer-Einzelzeitfahren der Spanien-Rundfahrt 2026. Der 27-jährige Slowene unterbot die Bestmarke von Ethan Hayter (Soudal) um läppische 9 Hundertstelsekunden. Der wiederum hatte seine beiden britischen Landsmänner Joshua Tarling (Netcompany) und Callum Thornley (Red Bull) im 4 und 5 Sekunden geschlagen und schon beinah wie der Sieger ausgesehen.

Denn Hayter nahm augenscheinlich volles Risiko, reizte die vielen Kurven in Monaco aus und hatte bei der Zwischenzeit nach 5,6 Kilometern noch über 3 Sekunden Vorsprung vor Pogacar und allen anderen. So jedoch triumphierte Pogacar und eroberte zugleich sein erstes Rotes Trikot für die Führung in der Vuelta-Gesamtwertung – die er vielleicht bis zum Ende auch gar nicht mehr abgeben wird. Von den weiteren potenziellen Podestfahrern ließ Felix Gall (Decathlon) auf dem 94. Platz schon 46 Sekunden liegen. Oscar Onley (Netcompany) kam mit 50 Sekunden Verlust nicht einmal in die Top-100.

Pogacars Teamkollege Almeida hingegen verlor nur 18 Sekunden. Die Ex-Gesamtsieger Roglic (Red Bull) und Kuss (Visma) kamen auf 22 und 45 Sekunden. Von den Etappenjägern blieb Wout van Aert (Visma) mit 9 Sekunden auf Schlagdistanz zum Roten Trikot. Denn für einen Etappensieg gibt es ab dem Folgetag 10 Bonussekunden. Mads Pedersen (Lidl) hingegen baute 16 Sekunden Rückstand auf.

Ergebnis
1. Tadej Pogacar (SLO) – UAE-Emirates 10:57
2. Ethan Hayter (GBR) – Soudal-Quick Step +0:00
3. Joshua Tarling (GBR) – Netcompany-Ineos +0:04
4. Callum Thornley (GBR) – Red Bull-Bora +0:05

5. Christophe Laporte (FRA) – Visma-Lease a Bike +0:06
6. Léo Bisiaux (FRA) – Decathlon-CMA CGM +0:08
7. Oscar Chamberlain (AUS) – Decathlon-CMA CGM +0:09
8. Wout van Aert (BEL) – Visma-Lease a Bike +0:09
9. Finn Fisher-Black (NZL) – Red Bull-Bora +0:10
10. Arthur Kluckers (LUX) – Tudor +0:11
…
12. Stefan Küng (SUI) – Tudor +0:14
15. Mads Pedersen (DEN) – Lidl-Trek +0:16
18. João Almeida (POR) – UAE-Emirates +0:18
22. Luke Tuckwell (AUS) – Red Bull-Bora +0:21
24. Primoz Roglic (SLO) – Red Bull-Bora +0:22

38. Tobias Johannessen (NOR) – Uno-X +0:28
40. Mattias Skjelmose (DEN) – Lidl-Trek +0:29
50. Enric Mas (ESP) – Movistar +0:33
52. Richard Carapaz (ECU) – EF Education-Easypost +0:33
55. Jørgen Nordhagen (NOR) – Visma-Lease a Bike +0:35
89. Sepp Kuss (USA) – Visma-Lease a Bike +0:45
91. Felix Gall (AUT) – Decathlon-CMA CGM +0:46

Etappe 2: Brennan gewinnt souverän


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2. Etappe Monaco – Manosque – 215 Km
Matthew Brennan (Visma) gewann die 2. Etappe der Vuelta a España 2026 im Sprint auf ansteigendem Terrain. Im südfranzösischen Manosque schüttelte der 21-jährige Brite keinen geringeren als Mads Pedersen (Lidl) sprintend vom Hinterrad ab und triumphierte mit mehreren Radlängen Vorsprung. Tadej Pogacar (UAE) im Roten Trikot des Gesamtführenden übersprintete noch knapp Pedersen für den 3. Platz und 4 Bonussekunden. Denn von weit hinten kam Pau Miquel (Bahrain) noch sensantionell auf und um eine halbe Radlänge vorbei an an Pogacar und Pedersen.

Brennans Team hatte die erste Patrone in Person von Wout van Aert knapp 2 Kilometer abgeschossen. Seiner Attacke folgte zunächst nur Pogacar, dann auch Romele. Doch das Tempo schlief ein, so dass es doch zu einer Sprintentscheidung aus einem großen Feld kam, allerdings wegen des Bergauf-Charakters durchmischt mit Sprintern, Allroundern und Klassementfahrern. Fisher-Black (Red Bull) eröffnete den Sprint viel zu früh und zu optimistisch und wurde noch auf den 7. Platz durchgereicht, als dann Brennan die Rakete zündete und Pedersen aus den Schuhen fuhr. Für das große Talent war es der erste Grand-Tour-Etappensieg gleich beim ersten Versuch, wenn man vom Zeitfahren des Vortages mal absieht.

Ergebnis
1. Matthew Brennan (GBR) – Visma-Lease a Bike 4:47:47

2. Pau Miquel (ESP) – Bahrain Victorious
3. Tadej Pogacar (SLO) – UAE-XRG
4. Mads Pedersen (DEN) – Lidl-Trek
5. Hugo Hofstetter (FRA) – NSN>
8. Axel Laurance (FRA) – Netcompany-Ineos
9. Oscar Onley (GBR) – Netcompany-Ineos
10. Orluis Aular (VEN) – Movistar alle

…
22. Wout van Aert (BEL) – Visma-Lease a Bike
25. Richard Carapaz (ECU) – EF Education-Easypost gleiche
26. Enric Mas (ESP) – Movistar
30. Primoz Roglic (SLO) – Red Bull-Bora
33. Mattias Skjelmose (DEN) – Lidl-Trek Zeit
59. João Almeida (POR) – UAE-Emirates +0:18
66. Felix Gall (AUT) – Decathlon-CMA CGM +0:18
80. Ethan Hayter (GBR) – Soudal-Quick Step +0:31

DNF Sergio Chumil (GUA) – Burgos-Burpellet

In der Gesamtwertung wollte es Ethan Hayter (Soudal) nicht auf sich sitzen lassen, in eben jenem Einzelzeitfahren einen Tag zuvor nur 9 Hunderstel am Sieg und am Roten Trikot vorbeigefahren zu sein. Er positionierte sich deswegen im Fluchtquartett des Tages mit Bouwman (Jayco), Fernandez (Burgos) und Uriarte (Kern Pharma) und gewann – da bereits als Solist – den Zwischensprint 36 Kilometer vorm Ziel für 6 Bonussekunden und die virtuelle Gesamtführung. Van Aert holte hier aus dem Feld 4 Sekunden. Damit verkürzte er den Rückstand zu Pogacar auf 5, verlor jedoch die Schlagdistanz zu Hayter angesichts von maximal 10 Bonussekunden im Ziel.

Dort hingegen kam Hayter mit 31 Sekunden Rückstand nur auf den 80. Platz, so dass die 6 Sekunden unterwegs für die Katz waren. Pogacar stellte durch 4 Bonussekunden im Ziel den 9-Sekunden-Abstand zu van Aert wieder her. Van Aert spielte im Zielsprint keine Rolle, kletterte aber in der Gesamtwertung auf den 2. Platz. Durch die 10 Sekunden für den Tagessieg verbesserte sich Brennan auf den 3. Platz direkt eine Sekunde hinter seinem Teamkollegen. Von den Klassementfahrern verloren unter anderem Almeida (UAE) und Gall (Decathlon) 18 Sekunden.

Gesamtwertung
1. Tadej Pogacar (SLO) – UAE-XRG 4:58:40

2. Wout van Aert (BEL) – Visma-Lease a Bike +0:09
3. Matthew Brennan (GBR) – Visma-Lease a Bike +0:10
4. Léo Bisiaux (FRA) – Decathlon-CMA CGM +0:12
5. Finn Fisher-Black (NZL) – Red Bull-Bora +0:14
6. Stefan Küng (SUI) – Tudor +0:18

7. Jay Vine (AUS) – UAE-XRG +0:18
8. Mads Pedersen (DEN) – Lidl-Trek +0:20
9. Primoz Roglic (SLO) – Red Bull-Bora +0:26
10. Jordan Labrosse (FRA) – Decathlon-CMA CGM +0:27

Deutschland Tour 2026 2. Etappe: Schwäbisch Hall – Offenbach an der Queich – 197 Km

1 MAGAGNOTTI Alessio ITA RED BULL – BORA – HANSGROHE 04:40:13
2 MAGNIER Paul FRA SOUDAL QUICK-STEP 00:00
3 DANTAS LEITAO IÚRI GABRIEL POR CAJA RURAL-SEGUROS RGA 00:00
4 WALSCHEID Max GER LIDL-TREK 00:00
5 BAUHAUS Phil GER BAHRAIN VICTORIOUS 00:00
6 MÜLLER Tobias GER UNIBET ROSE ROCKETS 00:00
7 DEGENKOLB John GER TEAM PICNIC POSTNL 00:00
8 BIERMANS Jenthe BEL COFIDIS 00:00
9 UHLIG Henri GER ALPECIN-PREMIER TECH 00:00
10 HALLER Marco AUT TUDOR PRO CYCLING TEAM 00:00

11 BRUTTOMESSO Alberto ITA BAHRAIN VICTORIOUS 00:00
12 DE LONGHI Lorenzo ITA COFIDIS 00:00
13 OLDANI Stefano ITA CAJA RURAL-SEGUROS RGA 00:00
14 MAUSS Moritz GER UAE TEAM EMIRATES XRG 00:00
15 ROTTMANN Jonathan Malte GER TEAM LOTTO KERN-HAUS OUTLET MONTABAUR 00:00

Gesamtwertung nach der 2. Etappe

1 BARRE Louis FRA TEAM VISMA | LEASE A BIKE 09:58:31
2 DEL TORO Isaac MEX UAE TEAM EMIRATES XRG 00:06
3 CICCONE Giulio ITA LIDL-TREK 00:18
4 ZAMBANINI Edoardo ITA BAHRAIN VICTORIOUS 00:28
5 RACCAGNI NOVIERO Andrea ITA SOUDAL QUICK-STEP 00:29
6 THOMAS Benjamin FRA COFIDIS 00:30
7 TESFAZION Natnael ERI MOVISTAR TEAM 00:30
8 LEMMEN Bart NED TEAM VISMA | LEASE A BIKE 00:30
9 DEL GROSSO Tibor NED ALPECIN-PREMIER TECH 00:30
10 VACEK Mathias CZE LIDL-TREK 00:31
11 SORARRAIN AGIRREZABALA Gorka ESP CAJA RURAL-SEGUROS RGA 00:31
12 HIRSCHI Marc SUI TUDOR PRO CYCLING TEAM 00:33
13 OLDANI Stefano ITA CAJA RURAL-SEGUROS RGA 00:33
14 SCHACHMANN Maximilian GER SOUDAL QUICK-STEP 00:33
15 HAJEK Alexander AUT RED BULL – BORA – HANSGROHE 00:37

Alessio macht’s gut: Magagnotti sprintet zum Etappensieg


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Alessio Magagnotti gewinnt 2. Etappe der Lidl Deutschland Tour 2026

Freitag, 21. August, Offenbach an der Queich – Regen, nasse Straßen und am Ende ein Überraschungssieger im Sprint: Alessio Magagnotti (Red Bull – BORA – hansgrohe) hat die 2. Etappe der Lidl Deutschland Tour 2026 gewonnen. Nach 196,9 Kilometern von Schwäbisch Hall nach Offenbach an der Queich setzte sich der erst 19 Jahre alte Italiener im Sprint gegen Paul Magnier (Soudal Quick-durch. Iúri Leitão (Caja Rural-Seguros RGA) komplettierte als Dritter das Podium.
Über weite Strecken wurde die Etappe von einer dreiköpfigen Ausreißergruppe geprägt. Ole Theiler (REMBE | rad-net), Álvaro Sagrado (Storck – MRW Bau) und Ben Felix Jochum (Lotto Kern-Haus Outlet Montabaur) lösten sich früh aus dem Feld und bestimmten lange das Renngeschehen an der Spitze. Dahinter kontrollierten vor allem die Teams der Sprinter das Tempo und hielten den Abstand zur Spitzengruppe unter Kontrolle.
Im Finale übernahm vor allem Soudal Quick-Step die Verantwortung im Peloton. Das Team positionierte Paul Magnier auf den letzten Kilometern weit vorne und bereitete den erwarteten Sprint um den Tagessieg vor. Doch auf der Zielgeraden hatte ein anderer die schnellsten Beine.
Alessio Magagnotti behauptete sich im Finale in aussichtsreicher Position, eröffnete seinen Sprint im richtigen Moment und setzte sich gegen Magnier durch. Der 19-Jährige brachte seinen Vorsprung bis zur Ziellinie und feierte nach 4:40:13 Stunden seinen Etappensieg bei der Lidl Deutschland Tour 2026.
Magnier musste sich mit Rang zwei begnügen, Iúri Leitão wurde Dritter. Mit Max Walscheid und Phil Bauhaus auf den Plätzen vier und fünf landeten zwei deutsche Sprinter ebenfalls weit vorne.
In der Gesamtwertung bleibt Louis Barré (Team Visma | Lease a Bike) nach seinem Solosieg am Vortag im Führungstrikot. Isaac Del Toro (UAE Team Emirates-XRG) machte durch Bonussekunden allerdings Zeit auf den Franzosen gut. Damit bleibt der Kampf um den Gesamtsieg vor den deutlich anspruchsvolleren Etappen am Wochenende offen.

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Karl Stender
Email: presse@deutschland-tour.com

Alessio Magagnotti sprintet bei der Deutschland Tour zum ersten Profisieg

Alessio Magagnotti hat die 2. Etappe der Deutschland Tour gewonnen und damit den ersten Sieg seiner Karriere in einem Profirennen gefeiert. Der 19-jährige Italiener setzte sich im Massensprint vor Paul Magnier durch.

Red Bull – BORA – hansgrohe hatte seine Taktik ganz auf den jungen Sprinter ausgerichtet. Die 197 Kilometer zwischen Schwäbisch Hall und Offenbach an der Queich verliefen vor allem im Schlussdrittel komplett flach – beste Voraussetzungen für eine Sprintentscheidung und damit für Magagnotti.
Im Finale spielten Danny van Poppel und Jarrad Drizners ihre Erfahrung aus und brachten den 19-Jährigen in eine ideale Position am Hinterrad von Magnier. Auf den letzten Metern übernahm Magagnotti selbst: Der endschnelle Italiener zog vorbei und feierte souverän seinen bislang größten Karriereerfolg.

„Das ist einfach unglaublich. Ein riesiges Dankeschön an Danny, Jarrad und das gesamte Team. Sie haben mir diesen Erfolg fantastisch vorbereitet und mich perfekt positioniert. Ich habe versucht, so viel Energie wie möglich zu sparen und auf die Tipps des Teams zu hören. Auf den letzten 50 Metern habe ich einfach alles gegeben und konnte mich durchsetzen. Für mich geht damit ein Traum in Erfüllung. Diesen Moment möchte ich jetzt einfach genießen.“
— Alessio Magagnotti
Dabei gehört Magagnotti zum Aufgebot der Red Bull – BORA – hansgrohe Rookies. Mit seinem Sieg bei einem Rennen der UCI ProSeries zeigte er eindrucksvoll, warum das Team ihm bereits auf höchstem Niveau das Vertrauen schenkt.

Sein bislang bestes Ergebnis bei den Profis hatte Magagnotti Anfang Februar mit Rang drei bei der Trofeo Palma erzielt. Im U23-Kalender konnte er in dieser Saison bereits Siege bei der Istrian Spring Trophy und der Tour de Bretagne feiern.

Dass Deutschland ein gutes Pflaster für den Italiener ist, hatte er schon als Junior gezeigt. Vor zwei Jahren gewann er zwei Etappen der Saarland Trofeo. Mit seinem Etappensieg bei der Deutschland Tour hat Magagnotti sein Sprinttalent nun auch auf der großen Radsportbühne unter Beweis gestellt.

Deutschland Tour 2026 1. Etappe: Bad Orb – Schwäbisch Hall – 215 Km

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1 BARRE Louis FRA TEAM VISMA | LEASE A BIKE 05:15:09
2 DEL TORO Isaac MEX UAE TEAM EMIRATES XRG 00:16
3 CICCONE Giulio ITA LIDL-TREK 00:16
4 TESFAZION Natnael ERI MOVISTAR TEAM 00:16
5 ZAMBANINI Edoardo ITA BAHRAIN VICTORIOUS 00:16
6 LEMMEN Bart NED TEAM VISMA | LEASE A BIKE 00:16
7 HIRSCHI Marc SUI TUDOR PRO CYCLING TEAM 00:22
8 GRAAT Tijmen NED TEAM VISMA | LEASE A BIKE 00:24
9 BURGAUDEAU Mathieu FRA TOTALENERGIES 00:24
10 SCHACHMANN Maximilian GER SOUDAL QUICK-STEP 00:24
11 RACCAGNI NOVIERO Andrea ITA SOUDAL QUICK-STEP 00:24
12 RUTSCH Jonas GER GERMAN NATIONAL TEAM 00:24
13 DEL GROSSO Tibor NED ALPECIN-PREMIER TECH 00:24
14 VENTURINI Clément FRA UNIBET ROSE ROCKETS 00:24
15 STORK Florian GER TUDOR PRO CYCLING TEAM 00:24

Gesamtwertung nach der 1. Etappe

1 BARRE Louis FRA TEAM VISMA | LEASE A BIKE 05:18:18
2 DEL TORO Isaac MEX UAE TEAM EMIRATES XRG 00:09
3 CICCONE Giulio ITA LIDL-TREK 00:18
4 ZAMBANINI Edoardo ITA BAHRAIN VICTORIOUS 00:28
5 RACCAGNI NOVIERO Andrea ITA SOUDAL QUICK-STEP 00:29
6 THOMAS Benjamin FRA COFIDIS 00:30
7 TESFAZION Natnael ERI MOVISTAR TEAM 00:30
8 LEMMEN Bart NED TEAM VISMA | LEASE A BIKE 00:30
9 DEL GROSSO Tibor NED ALPECIN-PREMIER TECH 00:30
10 SORARRAIN AGIRREZABALA Gorka ESP CAJA RURAL-SEGUROS RGA 00:31

König Louis Barre krönt sich in Schwäbisch Hall


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Louis Barré gewinnt die 1. Etappe der Lidl Deutschland Tour 2026

Donnerstag, 20. August, Schwäbisch Hall – Louis Barré (Team Visma | Lease a Bike) hat die 1. Etappe der Lidl Deutschland Tour 2026 gewonnen. Der Franzose setzte im Finale der 215,3 Kilometer langen Etappe von Bad Orb nach Schwäbisch Hall die entscheidende Attacke, löste sich von den Favoriten und brachte 16 Sekunden Vorsprung bis ins Ziel. Der Lohn für den starken Soloritt: Etappensieg, Führungstrikot und die Auszeichnung als kämpferischster Fahrer des Tages.

Zuvor bestimmte eine dreiköpfige Ausreißergruppe mit Ellande Larronde, Miguel Heidemann und Ole Theiler lange das Renngeschehen. Das Trio fuhr zwischenzeitlich mehr als vier Minuten Vorsprung heraus. Im Peloton übernahm vor allem UAE Team Emirates-XRG Verantwortung und kontrollierte für Prologsieger Isaac Del Toro den Abstand.

Mit den Anstiegen im Finale nahm das Rennen Fahrt auf. Der Vorsprung der Ausreißer schmolz, im Feld wurde das Tempo verschärft und die Gruppe der Favoriten zunehmend kleiner. Barré wartete nicht auf die Entscheidung im Sprint, sondern attackierte im Anstieg zur Bonuswertung und ging in die Offensive. Der 26-Jährige setzte sich ab und behauptete seinen Vorsprung auch auf den letzten Kilometern nach Schwäbisch Hall.

Dahinter ging es um die weiteren Podiumsplätze. Isaac Del Toro (UAE Team Emirates-XRG) gewann 16 Sekunden hinter Barré den Sprint der Verfolger vor Giulio Ciccone (Lidl-Trek). Natnael Tesfatsion (Movistar) und Edoardo Zambanini (Bahrain Victorious) komplettierten zeitgleich die Top Fünf.

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