Schlagwort-Archive: Peter Sagan

Slowakei – Rundfahrt Etappe 4

Trencianske Teplice – Trnava – 159 Km

1 EINHORN Itamar ISR ISRAEL START-UP NATION 03:27:40
2 SAGAN Peter SVK BORA- HANSGROHE 00:00
3 BOL Cees NED TEAM DSM 00:00
4 STEIMLE Jannik GER DECEUNINCK – QUICK-STEP 00:00
5 GROVES Kaden AUS TEAM BIKEEXCHANGE 00:00
6 FELLINE Fabio ITA ASTANA- PREMIER TECH 00:00
7 KONYCHEV Alexander ITA TEAM BIKEEXCHANGE 00:00
8 STOKBRO Andreas DEN TEAM QHUBEKA NEXTHASH 00:00
9 LUTSENKO Alexey KAZ ASTANA- PREMIER TECH 00:00
10 KACZMAREK Jakub POL HRE MAZOWSZE SERCE POLSKI 00:00

Endstand:

1 SAGAN Peter SVK BORA- HANSGROHE 15:51:00
2 STEIMLE Jannik GER DECEUNINCK – QUICK-STEP 00:11
3 BOL Cees NED TEAM DSM 00:17
4 ADRIÀ Roger ESP EQUIPO KERN PHARMA 00:22
5 ANDERSEN Idar NOR UNO – X PRO CYCLING TEAM 00:24
6 PEDERSEN Casper DEN TEAM DSM 00:26
7 BODNAR Maciej POL BORA- HANSGROHE 00:27
8 LUTSENKO Alexey KAZ ASTANA- PREMIER TECH 00:27
9 FELLINE Fabio ITA ASTANA- PREMIER TECH 00:30
10 MÄRKL Niklas GER TEAM DSM 00:30

Peter Sagan triumphiert mit Gesamtsieg bei der Slowakei-Rundfahrt


Photo by Plomi

Die erste Etappenhälfte der 159 km langen Abschlussetappe war leicht hügelig, doch zum Ende wurde es immer flacher und eine Sprintankunft war nochmals garantiert. Peter Sagan ging als Führender in der Gesamtwertung ins Rennen, aber da nur wenige Sekunden zwischen den Podestplätzen lagen war ein harter Kampf um das Gelbe Trikot zu erwarten. Nach dem Start in Teplice gab es immer wieder Ausreißversuche, und es gelang BORA – hansgrohe mit Peter Sagan, Daniel Oss, Maciej Bodnar und Frederick Wandahl in der Spitze vertreten zu sein. Der Slowakische Straßenmeister sammelte während des Tages mehrere wertvolle Sprintpunkte und Bonussekunden. Am Ende beim Sieg von I. Einhorn wurde er Zweiter im Sprintfinale und sicherte sich damit den Gesamtsieg sowie das Punktetrikot bei seiner ersten Slowakei-Rundfahrt.

Reaktionen im Ziel
„Das war ein wirklich besonderer Tag. Ich habe dieses Jahr zum ersten Mal an der Slowakei-Rundfahrt teilgenommen, und mein Gesamtsieg hier macht mich sehr glücklich. Ich hätte zwar gerne einige Etappensiege errungen aber ich glaube, das Gelbe Trikot ist viel wichtiger. Ich möchte mich bei meinen Teamkollegen für ihre großartige Arbeit bedanken. Wir waren auf jeder Etappe die Protagonisten und unsere starke Leistung wurde mit dem Gesamtsieg belohnt. Wir haben das Rennen von Anfang an schwer gemacht und Deceuninck-Quickstep in Schwierigkeiten gebracht. Quickstep blieb im Anstieg bei Alvaro und es war danach sehr schwer wieder zurückzukommen. In jedem Anstieg haben wir alles gegeben und sind aufs Ganze gegangen. Es gelang uns in eine Gruppe von etwa 20 Fahrern zu kommen, und wir begannen mit Team DSM und BikeExchange zusammenzuarbeiten, um unseren Vorsprung zu halten. Das ist uns gelungen und wir haben es bis ins Ziel geschafft. Im Finale habe ich mich darauf konzentriert, Jannik im Sprint zu schlagen. Auf der Ziellinie wurde ich Zweiter, was ein gutes Ergebnis ist. Ich möchte mich auch bei den Organisatoren des Rennens für die Durchführung einer so großartigen Veranstaltung bedanken. Die Slowakei-Rundfahrt war sehr schön und muss sich vor anderen Rennen nicht verstecken.“ – Peter Sagan

„Es war natürlich eine Rundfahrt, die wir unbedingt gewinnen wollten. Es war Peters Heimrundfahrt und wir haben jeden Tag ein sehr gutes Ergebnis erzielt. Unsere Jungs waren immer vorne mit dabei. Gestern hat Peter mit einer sehr guten Leistung das Gelbe Trikot übernommen. Heute gab es eine schwere Etappe und wir wollten das Rennen von Anfang an auch schwer machen, weil wir keinen Sprint mit Hodeg wollten. Das hat das Team gut umgesetzt. Wir sind zeitig in die Attacke gegangen und haben viel investiert. Wir konnten dann mit vier unserer Jungs in eine Gruppe, die ungefähr 25 Fahrer umfasste, gelangen. Bei den Zwischensprints hat Peter dann noch ein paar Sekunden geholt. Das Team hat da super gearbeitet und jeder hat einen perfekten Job gemacht. Am Ende haben wir Peter in eine gute Position für den Sprint abgeliefert und er ist dann Zweiter geworden. Wir sind mit seinem Gesamtsieg natürlich sehr zufrieden. Es war eine tolle Teamleistung und ein sehr schöner Sieg für uns.“ – Enrico Poitschke, Sportlicher Leiter

Slowakei-Rundfahrt – Etappe 2

Spisske Podhradie – Dolny Kubin – 180 Km


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1 STEIMLE Jannik GER DECEUNINCK – QUICK-STEP 04:18:30
2 SAGAN Peter SVK BORA- HANSGROHE 00:00
3 HODEG CHAGUI Alvaro Jose COL DECEUNINCK – QUICK-STEP 00:00
4 KUBIŠ Lukáš SVK DUKLA BANSKA BYSTRICA 00:00
5 GALVAN FERNANDEZ Francisco ESP EQUIPO KERN PHARMA 00:00
6 GLIVAR Gal SLO ADRIA MOBIL 00:00
7 FELLINE Fabio ITA ASTANA- PREMIER TECH 00:00
8 LUTSENKOAlexey KAZ ASTANA- PREMIER TECH 00:00
9 ŠTOČEK Matúš SVK TOPFOREXATT INVESTMENTS P 00:00
10 ANDERSEN Idar NOR UNO – X PRO CYCLING TEAM 00:00

Gesamt:

1 HODEG CHAGUI Alvaro Jose COL DECEUNINCK – QUICK-STEP 07:54:45
2 STEIMLE Jannik GER DECEUNINCK – QUICK-STEP 00:03
3 SAGAN Peter SVK BORA- HANSGROHE 00:04
4 LUNDER Eirik NOR GAZPROM-RUSVELO 00:12
5 OTRUBAJakub CZE ELKOV – KASPER 00:13
6 ADRIA OLIVERAS Roger ESP EQUIPO KERN PHARMA 00:13
7 BOL Cees NED TEAM DSM 00:14
8 PEDERSEN Casper DEN TEAM DSM 00:14
9 BODNAR Maciej POL BORA- HANSGROHE 00:15
10 ANDERSEN Idar NOR UNO – X PRO CYCLING TEAM 00:15
11 HEINSCHKE Leon GER TEAM DSM 00:16
12 LUTSENKOAlexey KAZ ASTANA- PREMIER TECH 00:17
13 FELLINE Fabio ITA ASTANA- PREMIER TECH 00:18
14 KUBIŠ Lukáš SVK DUKLA BANSKA BYSTRICA 00:18
15 BÄRTA Jan CZE ELKOV – KASPER 00:18

Peter Sagan animiert das Rennen und wird erneut Etappenzweiter bei der Slowakei-Rundfahrt

Die schwerste Etappe der Slowakei-Rundfahrt mit drei anspruchsvollen Bergwertungen stand heute auf dem Programm. Nachdem die Fahrer wegen heftigem Regen verspätet an den Start gingen, konnte sich letztlich eine Fluchtgruppe absetzen, wurde aber 30km vor dem Ziel wieder eingeholt. Nach dem letzten Anstieg attackierten Peter Sagan und J. Steimle und wenig später schloss eine verkleinerte Gruppe zu dem Duo auf. Obwohl Daniel Oss ein hohes Tempo in dieser Gruppe setzte, gelang es dem Feld mit 3,5 km bis zum Ziel die Lücke wieder zu schließen. Es sah so aus, als dass die Etappe in einem Sprint entschieden würde, aber in der letzten Kurve gingen mehrere Fahrer zu Boden. In dieser tückischen Situation hatte Peter etwas an Geschwindigkeit verloren und konnte auf der Zielgeraden nicht mehr zu Steimle aufschließen und belegte damit in Dolný Kubín den zweiten Platz.

Reaktionen im Ziel
„Unser Ziel war es, das Gelbe Trikot im letzten Anstieg zu distanzieren. Das habe ich getan und es ist mir gelungen mit Steimle zu attackieren. Ich wusste, dass die letzte Abfahrt sehr gefährlich war und dass ich sehr vorsichtig sein musste. Ich wollte den Abstand zu Hodeg vergrößern, aber da Steimle sein Gelbes Trikot verteidigen wollte, war er nicht gewillt mitzuarbeiten. Eine kleinere Gruppe, in der sich auch Daniel Oss befand, schloss zu uns auf, und Daniel setzte ein starkes Tempo, um die Verfolgergruppe abzuwehren. Ich wusste, dass die letzte Kurve knifflig war, und deshalb wollte ich nicht zu viel riskieren. Steimle riskierte mehr und gewann somit 4 bis 5 Meter, und es war mir nicht möglich, ihn auf den verbleibenden 100 Metern zu überholen.“ – Peter Sagan

„Es war eine schwierige Etappe, regnerisch im ersten Teil und ein bisschen trockener im Finale, aber dennoch ziemlich kalt. Wir haben die Ausreißer ziehen lassen und dann lag es hauptsächlich am Team des gelben Trikots das Rennen zu kontrollieren. Wir waren für das Finale bereit, und im letzten Anstieg lancierte Peter eine Attacke. In der kniffligen Abfahrt, in der es auch einige Stürze gab, konnte er einen kleinen Vorsprung herausfahren und dann zusammen mit Steimle an der Spitze des Rennens fahren. Am Ende wurden sie aber vom Hauptfeld eingeholt und alles deutete auf einen Zielsprint hin. In der letzten Kurve wollte Peter nicht zu viel riskieren und er verlor dadurch ein paar Meter auf Steimle. Es war ihm dann nicht mehr möglich auf der Zielgeraden wieder aufzuschließen und am Ende wurde er Zweiter.“ – Jan Valach, Sportlicher Leite

Slowakei-Rundfahrt Etappe 1

Kosice – 158 Km


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1 HODEG CHAGUI Alvaro Jose COL DECEUNINCK – QUICK-STEP 03:34:38
2 SAGAN Peter SVK BORA-HANSGROHE 00:00
3 JANSE VAN RENSBURG Reinardt RSA TEAM QHUBEKANEXTHASH 00:00
4 BOL Cees NED TEAM DSM 00:00
5 M0RK0V Michael DEN DECEUNINCK – QUICK-STEP 00:00
6 EINHORN Itamar ISR ISRAEL START-UP NATION 00:00
7 COATI Luca ITA TEAM QHUBEKANEXTHASH 00:00
8 NEUMAN Dominik CZE ELKOV – KASPER 00:00
9 VAHTRA Norman EST ISRAEL START-UP NATION 00:00
10 GALVAN FERNANDEZ Francisco ESP EQUIPO KERN PHARMA 00:00

Gesamt:
1 HODEG CHAGUI Alvaro Jose COL DECEUNINCK – QUICK-STEP 03:36:19
2 SAGAN Peter SVK BORA- HANSGROHE 00:06
3 LUNDER Eirik NOR GAZPROM-RUSVELO 00:08
4 GROVES Kaden AUS TEAM BIKEEXCHANGE 00:09
5 ADRIA OLIVERAS Roger ESP EQUIPO KERN PHARMA 00:09
6 STEIMLE Jannik GER DECEUNINCK – QUICK-STEP 00:09
7 JANSE VAN RENSBURG Reinardt RSA TEAM QHUBEKA NEXTHASH 00:10
8 BOL Cees NED TEAM DSM 00:10
9 PEDERSEN Casper DEN TEAM DSM 00:10
10 BODNAR Maciej POL BORA- HANSGROHE 00:11
11 OSBORNE Jason GER DECEUNINCK – QUICK-STEP 00:11

12 EINHORN Itamar ISR ISRAEL START-UP NATION 00:12
13 ARCHBOLD Shane NZL DECEUNINCK – QUICK-STEP 00:12
14 HEINSCHKE Leon GER TEAM DSM 00:12
15 LUTSENKOAlexey KAZ ASTANA- PREMIER TECH 00:13

Peter Sagan ersprintet zweiten Platz in Košice bei der Slowakei-Rundfahrt

Nachdem das Peloton Košice verlassen hatten, mussten auf der 160 km langen Strecke vier kategorisierte Anstiege bewältigt werden. Doch da es vom Gipfel des letzten Anstiegs über 40km meist abfallend ins Ziel ging, war ein Massensprint am Ende zu erwarten. BORA – hansgrohe kontrollierte das Rennen während des ganzen Tages und nachdem die Ausreißergruppe rechtzeitig wieder eingeholt wurde, kam es zum erwarteten Sprint, bei dem Peter Sagan den 2. Platz hinter A. Hodeg errang.

Reaktionen im Ziel
„Es war eine sehr schnelle Etappe, und die Jungs haben wirklich ihr Bestes getan um die Ausreißergruppe unter Kontrolle zu halten. Ich hatte heute die Beine und die Form für den Sprint, aber in der letzten Kurve entschied ich mich für die linke Seite statt die rechte, was sich als die siegbringende Option herausstellte. Herzlichen Glückwunsch an Alvarito zu seinem Sieg, er hat heute ein schönes Geburtstagsgeschenk bekommen.“ – Peter Sagan
„Heute hat das gesamte Team für Peter gearbeitet. Wir haben das Rennen zusammen mit Deceuninck-Quickstep von Anfang an kontrolliert, um einen Massensprint herbeizuführen. Wir wussten, dass der Anstieg schwierig sein würde, und eine Spitzengruppe von etwa 50 Fahrern hat sich für den Sprint gebildet. Einige Kilometer vor der Ziellinie haben wir dann die Ausreißergruppe wieder gestellt. Das Team hat sehr gut gearbeitet, zu Beginn der Etappe mit Frederik, danach hat Juraj das Tempo gemacht, und letztendlich übernahmen dann Patrick, Maciej und Daniel im letzten Teil des Rennens. Wir haben einen guten Job gemacht und am Ende ist Peter als Zweiter über die Ziellinie gefahren.“ – Jan Valach, Sportlicher Leiter

Sagan sprints towards Trento: “I’m coming back”

After the knee injury sustained at the Tour de France, Peter Sagan looks forward to his racing comeback at the UEC Road European Championships in Trento (September 8th-12th), five years after his victory in Plumelec.
In 2016 in Plumelec (France), Peter Sagan inaugurated with a win the first edition of the UEC Road European Championships for the Elite categories, writing the first page of a prestigious golden book. Five years later, the three-time World Champion is completing his preparation for the “Trentino 2021” edition from September 8th to 12th, 2021.

The name of Sagan joins other major riders such as Tadej Pogacar, Remco Evenepoel, Filippo Ganna and Kasper Asgreen, who have already confirmed their presence at the UEC Road European Championships “Trentino 2021”.
The European Championships will also mark Sagan’s return to racing after the knee injury that forced him to withdraw from the Tour de France, and the consequential surgery. “My recovery is on the right track,” stated the Slovak. “I’m training intensively in order to get back to the best possible level.”
Trento will be both a litmus test and an important goal, with an Elite Men’s race (179 km), on Sunday September 12th, potentially very well suited for Sagan’s skills. “In a race such as the Road European Championships, there are so many factors that can influence a race and nearly all of them are beyond our control. Just that makes it impossible to truly foresee how it will play out. The only thing I am sure about is that I will give it my all, and I’ll try to get the best result I can”, explained Sagan.

Five years ago, the European Champs – and the following World title – were the last major successes before Sagan switched teams to Team BORA-hansgrohe, the one he is now about to leave for French TotalEnergies. A stint full of success, just like the one that the European Champs have enjoyed over these five years, with more top-class winners like Alexander Kristoff, Matteo Trentin, Elia Viviani e Giacomo Nizzolo.
“Without a doubt, the UEC Road European Championships have seen an impressive growth since 2016. I don’t know to what extent my victory contributed to this, but I’m happy to add my small stone even if it’s just a little bit. As for this year’s edition, I’m sure it will have a top-level field that will guarantee an exciting race”, said Peter Sagan.


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Umbruch bei BORA – hansgrohe: Peter Sagan und Pascal Ackermann verlassen das Team zum Saisonende

Der Abgang von Sagan und Ackermann läutet einen größeren Umbruch ein, der von strategischen Entscheidungen begleitet wurde. Der erfolgreiche Weg der Vergangenheit soll auch in Zukunft fortgesetzt werden. In jedem Fall wünscht BORA – hansgrohe beiden das Allerbeste und eine erfolgreiche Zukunft.

Des Weiteren wird der Amberger Andreas Schillinger am Jahresende seine Karriere beenden.
Mit Peter Sagan werden wohl auch sein Bruder Juraj Sagan, Daniel Oss und Macjei Bodnar das Team verlassen.
Und die Anfahrer Rüdiger Selig und Michael Schwarzmann werden das Team auch verlassen.

Ein wahrlich großer Bruch und eine grundlegende Neuausrichtung und Strategie steht also bei BORA-hansgrohe an.


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„Zuerst einmal möchte ich festhalten, dass beide Fahrer wichtige Bestandteile unseres Teams sind und wir in den vergangenen Jahren gemeinsam viele Erfolge feiern konnten. Dafür bin ich dankbar. Dass sich unsere Wege nun trennen, hat unterschiedliche Gründe. Was Peter betrifft, da waren wir bis zuletzt in Verhandlungen. Über Details kann ich natürlich nicht sprechen, aber beide Seiten haben sehr konstruktiv an Lösungen gearbeitet und grundsätzlich wollten wir auch beide gerne gemeinsam in die Zukunft gehen. Allerdings haben wir uns als Team auch weiterentwickelt und diese Entwicklung möchten wir weiter vorantreiben. Wir haben da schon einige strategische Weichen gestellt und am Ende hat Peter für sich entschieden, dass es für ihn eine andere Option gibt, die mehr seinen Vorstellungen entspricht. Ich habe da vollen Respekt dafür. Dennoch ist es sehr schade, denn Peter ist Teil unserer Erfolgsgeschichte und hat zu unserer Entwicklung viel beigetragen. Dafür werden wir alle bei BORA – hansgrohe immer dankbar sein.
Auch Pascal hatte ein Angebot von uns. Er ist bei uns Profi geworden und ich denke, dass wir auch viel dazu beigetragen haben, ihn zu einem der besten Sprinter im Feld zu entwickeln. Wir hätten auch sehr gerne mit Pascal weitergearbeitet, aber er hat für sich entschieden, dass es Zeit für etwas Neues ist. Manchmal ist ein Tapetenwechsel einfach wichtig, das kann ich verstehen, dennoch wäre mir lieber gewesen, dass er mit uns die kommenden Jahre in Angriff nimmt.
Ich bin sicher, dass dies spannende Jahre für BORA – hansgrohe werden, denn uns steht nun ein größerer Umbruch bevor. Wir hinterfragen uns ständig, denn Stillstand bedeutet Rückschritt. Wir haben letztes Jahr sicher nicht alle unsere Ziele erreichen können, aus unterschiedlichen Gründen, aber unser Anspruch ist eben sehr hoch. Darum haben wir im Hintergrund auch bereits begonnen, uns für die Zukunft neu aufzustellen. Mehr dazu in den kommenden Wochen.
Ich möchte Peter und Pascal noch das Allerbeste für ihre sportliche Zukunft wünschen, aber zuerst werden wir in diesem Jahr noch versuchen, den einen oder anderen Sieg gemeinsam für BORA – hansgrohe einzufahren.“ – Ralph Denk, Team Manager

„Ich möchte heute bekannt geben, dass eine Reise zu Ende geht und ich meinen Vertrag mit BORA – hansgrohe nicht verlängern werde.
Ich bedanke mich bei Ralph Denk, Willi Bruckbauer, den Teamsponsoren, meinen Teamkollegen und allen Mitarbeitern bei BORA – hansgrohe. Alle haben mich in den vergangenen Jahren hervorragend unterstütz und mir viel Rückhalt und Selbstvertrauen gegeben, auch in schwierigen Zeiten. Wir haben immer zusammengehalten und wir haben gemeinsam viel erreicht. Wir waren nicht nur Arbeitskollegen, wir waren eine große Familie.
Die letzten fünf Jahre waren zweifellos unter den Besten meiner Karriere, mit vielen besonderen Momenten, an die ich mich immer erinnern werde. Ich konnte als erster Fahrer dreimal in Folge Weltmeister werden. Ich habe Paris-Roubaix gewonnen. Ich habe meinen 100. Profisieg gefeiert, das 7. Grüne Trikot bei der Tour de France und mein erstes Maglia Ciclamino beim Giro.
Dennoch habe ich mich nach langen Diskussionen mit meinem Management dazu entschieden, das Team zu verlassen und wir haben diese Entscheidung im Einvernehmen mit Ralph Denk getroffen. Es ist Zeit für ein neues Kapitel und Veränderungen gehören einfach zum Leben.
Ich bin sicher, BORA – hansgrohe wird seinen erfolgreichen Weg fortsetzen und ich wünsche dem gesamten Team alles Gute in den kommenden Jahren.“ – Peter Sagan

„Ich bin sehr dankbar für die Zeit, die ich mit dem Team hatte. Es war die Prägendste meiner noch jungen Karriere als Radprofi. Dankbar bin ich vor allem, dass das Team mir den Raum gegeben hat, mich zu einem Sprintkapitän zu entwickeln. Das ist nicht selbstverständlich. In Erinnerung werden mir vor allem die Momente während des Giro 2019 bleiben, wo ich das Maglia Ciclamino gewinnen konnte. Auch der Sieg bei Eschborn-Frankfurt zuvor: Momente, die man nicht vergisst. Jedoch, die Karriere eines Radprofis ist begrenzt. Und in dieser Zeit möchte ich neue Erfahrungen sammeln, mich stetig weiterentwickeln. Darum habe ich mich für einen anderen Weg entschlossen, diese Entscheidung ist mir alles andere als leichtgefallen. Ich danke dem gesamten Team, vor allem aber meinen Mates, die immer an mich geglaubt haben. Ich wünsche Euch alles Gute.“ – Pascal Ackermann

„Dass unser damals noch kleines Team vor 5 Jahren den „amtierenden Straßenweltmeister“ Peter Sagan gewinnen konnte, war nicht nur ein Traum für mich und eine absolute Sensation, sondern auch mehr als ein Glücksfall – sowohl fürs Team als auch für uns als Sponsor. Wir verdanken ihm die größten sportlichen Erfolge und unzählige emotionale Momente. Er war Inspiration für uns und ein perfekter Markenbotschafter für BORA. So übermenschlich wie er als Sportler scheint, so nahbar, freundlich und „normal“ ist er privat. Peter ist ein Freund des Unternehmens und der Menschen geworden und das wird er auch bleiben.
Pascal Ackermann ist mit 22 Jahren in unserem Team Profi und auf beeindruckende Weise schnell einer der Leistungsträger geworden. Und das nicht nur sportlich, mit seiner offenen und sympathischen Art war er immer ein nahbarer Gast, sehr beliebt und geschätzt bei uns und unseren Partnern und insofern auch ein toller Botschafter für BORA.
Dass Peter und Pascal das Team zum Ende der Saison verlassen werden, bedaure ich persönlich sehr. Wir sagen ein ganz großes Danke für alles und wünschen beiden nur das Allerbeste. BORA steht für Gastfreundschaft, insofern sind sie auch in Zukunft bei uns immer herzlich willkommen.“ – Willi Bruckbauer, Gründer und CEO BORA

„Im Namen der gesamten Hansgrohe Group möchte ich mich bei Pascal Ackermann und Peter Sagan für die zahlreichen sportlichen Erfolge und unvergesslichen Momente bedanken. Beide waren ein wichtiger Teil des beeindruckenden Aufstiegs des Rennradteams BORA – hansgrohe. Wir wünschen den beiden Profis nur das Beste für den weiteren Karriereweg.“ – Hans-Jürgen Kalmbach, Vorsitzender des Vorstands, Hansgrohe SE.

Peter Sagan nach erfolgreicher Knie OP wohl auf


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Nach seiner Aufgabe bei der Tour de France musste sich Peter Sagan einer kleinen Operation unterziehen, die zuhause in Monaco durchgeführt wurde. Der 3-fache Weltmeister ist wohl auf und wird bald wieder mit dem Training beginnen können.

„Zuerst möchte ich mich bei meinem Team BORA – hansgrohe für die großartige Unterstützung in den letzten Tagen und Wochen bedanken. Besonders Christopher Edler, unser Arzt bei der Tour, hat sich seit meinem Sturz auf der 3. Etappe sehr gut um meine Verletzung gekümmert. Auch die ganzen Nachrichten meiner Teamkollegen und Fans haben mich wirklich sehr gefreut. Beim Sturz auf der dritten Etappe hat sich ein Zahn eines Kettenblatts in die Haut oberhalb der Kniescheibe gebohrt. Die Wunde wurde bestmöglich von Schmutz und Kettenöl gesäubert und über die folgenden Etappen behandelt. Leider entwickelte sich nach einiger Zeit eine immer größere Entzündung, die es mir unmöglich gemacht hat weiter im Rennen zu bleiben. Vielen Dank auch an das Ärzteteam der IM2S Klinik in Monaco, die mich operiert haben. Ich fühle mich schon viel besser und auch die Schwellung des Knies geht bereits zurück.“ – Peter Sagan

„Wir hatten vor Ort wirklich alles Mögliche gemacht, aber selbst eine Behandlung mit Antibiotika konnte die Infektion des Schleimbeutels nicht verhindern. Die einzige Option war, das Rennen zu beenden und den Schleimbeutel chirurgisch entfernen zu lassen. Glücklicherweise handelt es sich dabei um eine oberflächliche bakterielle Infektion, bei der das Kniegelenk selbst nicht betroffen ist. Die Operation ist sehr gut verlaufen und es gab keinerlei Komplikationen. Auch die Wunde sieht nach der OP sehr gut aus und ich denke, Peter kann vorrausichtlich in den kommenden Tagen wieder mit leichtem Training beginnen.“ – Christopher Edler, Head of Medical

Peter Sagan muss wegen einer Knieverletzung die Tour de France verlassen

Peter Sagan muss wegen einer Knieverletzung die Tour de France verlassen


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„Es macht mich sehr traurig, dass ich heute nicht mehr starten kann. Nach meinem Sturz auf der dritten Etappe hatte ich einige Tage mit dem Knie Probleme, dann wurde es besser. Aber vorgestern im Sprint habe ich mir das Knie noch einmal angeschlagen. Gestern im zweiten Anstieg zum Ventoux hatte ich schon starke Schmerzen, aber ich hatte gehofft, dass es bis heute wieder besser wird. Leider ist das nicht der Fall, heute Morgen konnte ich zuerst gar nicht alleine aus dem Bett kommen. Mein Knie ist sehr stark geschwollen und ich kann es kaum abbiegen. Ich wollte hier noch um einen Sieg kämpfen und auch Wilco unterstützen, gerade an einem Tag wie heute mit viel Wind wäre ich für das Team sehr wichtig gewesen. Aber ich kann jetzt nur eine Pause einlegen und abwarten.“ – Peter Sagan

„Peter hatte sich bei Etappe drei bereits an Hüfte und Knie verletzt. Dort hatte sich ein Zahn vom Kettenblatt durch die Haut gebohrt. In den letzten Tagen hatte er damit bereits zu kämpfen. Nun kam es zu einer erneuten Hautverletzung am Knie bei Etappe 10, sodass sich eine fulminante Schleimbeutelentzündung entwickelte. Peter wird u.a. auch antibiotisch behandelt und wir müssen in den nächsten Tagen sehen, wie er auf die Therapien reagiert.“ – Christopher Edler, Head of Medical

Lisa Brennauer und Max Schachmann sind die deutschen Straßenmeister 2021

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ELITE Frauen 107km

1 Lisa Brennauer 2:57:31
2 Liane Lippert + 00
3 Ricarda Bauernfeind + 09
4 Kathrin Hammes + 09
5 Hannah Ludwig + 09
6 Carolin Schiff + 09
7 Clara Koppenburg + 09
8 Lisa Klein + 4:17
9 Tanja Erath + 4:17
10 Corinna Lechner + 4:17

ELITE Männer 178km

1 Maximilian Schachmann 4:21:48
2 Jonas Koch + 1:06
3 Georg Zimmermann + 2:02
4 Emanuel Buchmann + 2:03
5 Marcus Burghardt + 2:09
6 Nils Politt + 2:41
7 Jannik Steimle + 2:46
8 Jonas Rutsch + 2:51
9 Leon Heinschke + 3:00
10 Jonas Rapp + 3:06

Erfolgreicher Tag für BORA – hansgrohe bei den nationalen Meisterschaften


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BORA – hansgrohe war mit 25 Fahrern bei den verschiedenen nationalen Radrennmeisterschaften vertreten. Der erste Erfolg kam mit Maciej Bodnar, der polnischer Einzelzeitfahrmeister wurde. Am Wochenende holte sich Peter Sagan in der Slowakei erneut das Meistertrikot, während Patrick Konrad sich als Solist durchsetzte und damit österreichischer Staatsmeister wurde. In Belgien holte Jordi Meeus einen beeindruckenden vierten Platz in einem knappen Finale, und in Dänemark gewann der 20-jährige Frederik Wandahl die Silbermedaille. Das deutsche Straßenrennen wurde auf einem Rundkurs mit einer Gesamtdistanz von 185,7 km und insgesamt knapp 3000 Höhenmetern im Südosten Stuttgarts ausgetragen. Der Rennstall aus Raubling, das mit 10 Fahrern angetreten war, spielte seine personelle Überlegenheit heute auch erfolgreich aus. Mit Maximilian Schachmann hatte BORA – hansgrohe den Top-Favoriten im Rennen und die Mannschaft setzte heute alles daran das Trikot zurück ins Team zu holen. Max und Teamkollege Emanuel Buchmann setzten sich rechtzeitig in einer kleinen Ausreißergruppe an die Spitze des Renngeschehens, und als der Berliner dann auf der vorletzten Runde attackierte, konnte ihm keiner mehr folgen und er holte damit seinen zweiten deutschen Meistertitel.

Ergebnisse: Einzelzeitfahren

Polen: Maciej Bodnar, Gold
Niederlande: Ide Schelling 4. Platz
Österreich: Patrick Gamper, 4. Platz
Deutschland – Nils Politt, 4. Platz

Ergebnisse: Straßenrennen

Deutschland: Maximilian Schachmann, Gold
Emanuel Buchmann, 4. Platz
Marcus Burghardt, 5. Platz
Nils Politt, 6. Platz

Österreich: Patrick Konrad, Gold
Patrick Gamper, Bronze
Lukas Pöstlberger, 7. Platz

Slowakei: Peter Sagan, Gold

Dänemark: Frederik Wandahl, 2. Platz

Belgien: Jordi Meeus, 4. Platz

Reaktionen im Ziel
„Wir wollten eine Situation wie im letzten Jahr vermeiden, und so haben wir das Rennen von Anfang an sehr hart gemacht und dann versucht, in den richtigen Momenten zu attackieren. Wir haben diesen Sieg richtig verdient und ich möchte mich bei meinen Teamkollegen für ihre Arbeit bedanken. Es ist wirklich schön, dieses Trikot erneut im Peloton tragen zu können.“ – Maximilian Schachmann

„Ich bin sehr stolz und froh, meinen siebten slowakischen Titel gewonnen zu haben. Ich möchte mich bei allen für ihre Unterstützung während des Rennens bedanken, es ist wirklich schön, wieder in der Slowakei zu sein.“ – Peter Sagan

„Ich wusste schon vor dem Start, dass Marco heute sehr gefährlich sein würde, denn der Kurs war perfekt für ihn. Schon relativ früh, als es zum ersten Mal in die Hügel ging, war das Rennen echt hart. Ich konnte dann mit Gampi attackieren und mich mit ihm und Marco absetzen. Aber es war ein langer Kampf, denn unser Vorsprung war nie groß. Wir hatten aber mit Pösti einen Fahrer in der Verfolgergruppe, und damit immer einen Plan B. Gampi ist ein wahnsinniges Rennen gefahren und ihm verdanke ich den Sieg, er hat letztlich die Lücke gemacht. Im Finale konnte ich Marco auf dem längeren Anstieg abhängen, aber auch da hatte ich wirklich zu kämpfen, dass er nicht zurückkommt. Es ist wunderbar im Trikot des Staatsmeisters zur Tour zu fahren und ein toller Triumph fürs Team. Ich bin bereit für die Tour, die letzte Woche war ich noch einmal in der Höhe und die Form stimmt jetzt genau für den Höhepunkt in den kommenden Wochen.“ – Patrick Konrad

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„Es ist immer ein bisschen schwierig bei den nationalen Meisterschaften, wenn man der Einzige aus dem Team dort ist! Also habe ich den ganzen Tag versucht, mich in einer guten Position zu halten und vorne zu bleiben, wenn es nötig war. Ich wollte es unbedingt ins Finale schaffen. Am Ende bin ich nicht wirklich enttäuscht über den zweiten Platz, obwohl ich so nah am Sieg dran war. Mads war wirklich stark, daher ist der zweite Platz ein gutes Ergebnis, ich habe mein Bestes gegeben und bin zufrieden.“ – Frederik Wandahl

„Es ist natürlich immer etwas Besonderes, wenn man die Nationalmeisterschaften gewinnt, deswegen freuen wir uns sehr, dass wir heute mehrere Titel gewonnen haben. Bezüglich des deutschen Rennens, waren wir zwar der Favorit, aber hier zu gewinnen ist nie einfach. Die Jungs sind allerdings von Anfang an ein starkes Rennen gefahren. Wir haben das Rennen schwer gemacht, und sind zeitig in die Attacken gegangen. Es gab ja auch mehrere andere Fahrer dabei, die auch sehr stark waren. Aber am Ende ist es Max gelungen, eine erfolgreiche Attacke zu lancieren, die ihm den Sieg letztendlich gesichert hat. Emanuel, Nils und Marcus sind auch ein sehr gutes Rennen gefahren, und alle anderen habe super geholfen. Deswegen sind wir sehr glücklich mit unserer Leistung, nicht nur hier in Deutschland, sondern auch in den anderen Ländern, in denen unsere Fahrer am Start waren. Ich wollte noch hinzufügen, dass der vierte Platz von Jordi in Belgien auch beeindruckend war, es war ein knappes Finale und er hat den Sprint zwischen den Verfolgern gewonnen. Frederik hat heute auch sehr gut abgeschnitten, mit seinem zweiten Platz in Dänemark, für so einen jungen Fahrer ist das ein sehr starkes Ergebnis.“ – Enrico Poitschke, Sportlicher Leiter

Giro d’Italia – Etappe 10


Foto: Gerhard Plomitzer

L’Aquila – Foligno (139 km)

1 Peter Sagan (Svk) BORA – hansgrohe 3:10:56
2 Fernando Gaviria Rendon (Col) UAE Team Emirates 0:00:00
3 Davide Cimolai (Ita) Israel Start-Up Nation 0:00:00
4 Stefano Oldani (Ita) Lotto Soudal 0:00:00
5 Gianni Vermeersch (Bel) Alpecin – Fenix 0:00:00
6 Dries De Bondt (Bel) Alpecin – Fenix 0:00:00
7 Andrea Vendrame (Ita) AG2R Citroën Team 0:00:00
8 Vincenzo Albanese (Ita) Eolo – Kometa Cycling Team 0:00:00
9 Elia Viviani (Ita) Cofidis 0:00:00
10 Juan Sebastian Molano Benavides (Col) UAE Team Emirates 0:00:00
11 Nikias Arndt (GER) Team DSM 0:00:00
12 Quinten Hermans (Bel) Intermarché – Wanty – Gobert Matériaux 0:00:00
13 Aleksandr Vlasov (Rus) Astana – Premier Tech 0:00:00
14 Gianni Moscon (Ita) INEOS Grenadiers 0:00:00
15 Matthias Brändle (AUT) Israel Start-Up Nation 0:00:00

Gesamtwertung
1 Egan Arley Bernal Gomez (Col) INEOS Grenadiers 38:30:17
2 Remco Evenepoel (Bel) Deceuninck – Quick-Step 0:00:14
3 Aleksandr Vlasov (Rus) Astana – Premier Tech 0:00:22
4 Giulio Ciccone (Ita) Trek – Segafredo 0:00:37
5 Attila Valter (Hun) Groupama – FDJ 0:00:44
6 Hugh Carthy (GBr) EF Education – Nippo 0:00:45
7 Damiano Caruso (Ita) Bahrain Victorious 0:00:46
8 Daniel Martin (Irl) Israel Start-Up Nation 0:00:52
9 Simon Yates (GBr) Team BikeExchange 0:00:56
10 Davide Formolo (Ita) UAE Team Emirates 0:01:02
11 Daniel Felipe Martinez Poveda (Col) INEOS Grenadiers 0:01:13
12 Marc Soler Gimènez (Esp) Movistar Team 0:01:21
13 Romain Bardet (Fra) Team DSM 0:01:21
14 Louis Vervaeke (Bel) Alpecin – Fenix 0:01:34
15 Emanuel Buchmann (GER) BORA – hansgrohe 0:01:47

Peter Sagan triumphiert nach beeindruckender Teamleistung auf der 10. Etappe des Giro d’Italia und erobert das Sprinttrikot

Vor dem ersten Ruhetag hatten die schnellen Männer auf der 140 km langen Strecke von L’Aquila nach Foligno eine weitere Siegeschance. Ein Anstieg im letzten Renndrittel stellte kein ernsthaftes Hindernis für die Sprinter dar, und da es danach über eine lange Abfahrt flach ins Ziel ging schien die Strecke prädestiniert für einen Massensprint. Einer Ausreißergruppe gelang es dem Feld zu enteilen, aber ihre Bemühungen zahlten sich letztlich nicht aus, denn das Hauptfeld fuhr das Loch rechtzeitig wieder zu. In der entscheidenden Rennphase rückte BORA – hansgrohe nach vorne und machte das Tempo, um die Sprinter unter Druck zu setzen und dank starker Teamleistung mussten mehrere der Sprinter abreißen lassen. Maciej Bodnar und Daniel Oss übernahmen auf den letzten Kilometern das Kommando und auf der Zielgeraden zeigte Peter Sagan in der Hektik der Zielankunft perfektes Timing und überquerte siegreich die Ziellinie in Foligno. Mit seinem Sieg erobert er auch das Sprinttrikot.

Reaktionen im Ziel

„Heute war ein sehr guter Tag für das Team. Ein großes Dankeschön an meine Teamkollegen für ihren starken Einsatz. Wir haben unser Bestes gegeben, und jeder hat sehr hart gearbeitet, um es eine schwere Etappe zu machen. Obwohl es uns gelang einige der reinen Sprinter abzuhängen, waren im Finale noch ein paar schnelle Männer dabei. Wenn das Tempo den ganzen Tag hoch ist, ist es für mich einfacher. Auf den ersten Etappen dieses Giro hatte ich jeden Tag gute Beine, aber wenn die ersten 150 km einfach sind, ist es für mich schwieriger, die reinen Sprinter zu schlagen, wenn die entscheidende Rennphase auf den letzten 30 km stattfindet. Ich habe jetzt auch das Sprinttrikot, aber der Giro ist noch lang und wir haben noch die Hälfte vor uns. Wir werden nun von Tag zu Tag sehen, was wir erreichen können.“ – Peter Sagan

„Wir wussten, dass wir heute eine Chance auf den Sieg hatten. Es war eine Etappe für Sprinter, aber heute war es anders als auf den vorherigen Etappen, weil es kurz und direkt vor dem Ruhetag war. Wir wollten, dass nur eine kleine Ausreißergruppe weggeht, und das ist uns auch gelungen. Wir waren uns bewusst, dass wir zusammen mit den anderen Sprinterteams die Spitzengruppe einholen mussten. Es gab also vier bis fünf Teams, die vorne arbeiteten und einen Massensprint im Ziel herbeiführen wollten. Aber wir wollten ein hartes Rennen, vor allem in den Anstiegen, so dass wir entweder ein paar Sprinter abhängen konnten, oder dass wir in einer reduzierten Gruppe ins Ziel kommen konnten. Das haben wir auch erreicht und jeder einzelne unserer Fahrer hat sich mächtig ins Zeug gelegt. Sie haben perfekt gearbeitet bis zum letzten Kilometer, wo Peter das Kommando übernahm und einen tollen Sprint hinlegte. Das ist natürlich ein schöner Sieg für uns!“ – Jan Valach, Sportlicher Leiter

Erik Baska, Juraj und Peter Sagan mit Covid-19 infiziert


Foto: Gerhard Plomitzer

Im Trainingslager auf Gran Canaria wurden neben Peter Sagan auch sein Bruder Juraj sowie Erik Baska positiv auf Covid-19 getestet. Alle drei sind wohl auf und befinden sich in Quarantäne.
„Peter, Erik und Juraj wurden mehrfach in unabhängigen PCR Testungen positiv auf das Virus SARS-Cov-2 getestet. Alle drei zeigen leichte, allgemeine Krankheitssymptome und können zum jetzigen Zeitpunkt in häuslicher Quarantäne gemäß der Landesvorgaben bis zur Genesung verbleiben. Es besteht ein engmaschiger Austausch mit dem medizinischen Team. Nach Beendigung der Quarantäne sind umfassende weiterführende medizinische Untersuchungen geplant.“ – Dr. med. Christopher Edler, Head of Medical
„Seit einigen Wochen trainiere ich nun schon zusammen mit meinem Bruder Juraj und Erik Baska, zuletzt auf Gran Canaria. Am 29. Januar hatten wir alle einen PCR-Test, um nach Hause fliegen zu können. Allerdings waren die Testergebnisse nicht wie erwartet. Alle drei waren positiv auf Covid-19. Uns geht es soweit gut, allerdings sind wir in Quarantäne. Seit dem positiven Test hatten wir wirklich sehr gute Unterstützung vom Team und dafür möchte ich mich bei Ralph Denk und unserem Ärzte-Team bedanken. Wir sind in ständigem Austausch, obwohl wir weit voneinander entfernt sind. Ich hoffe, unser nächster Test fällt negativ aus und wir können so schnell wie möglich das Training wieder aufnehmen.“ – Peter Sagan
„Der Zeitpunkt ist sicher nicht ideal, aber andererseits gibt es auch keinen guten Zeitpunkt für eine Covid Erkrankung. Peter war – und ist – top motiviert, darum war er in seinem Aufbau schon recht weit. Das wichtigste ist aber nun erst einmal, dass alle drei keinen schweren Verlauf zeigen und soweit wohl auf sind. Unsere medizinische Abteilung ist in sehr engen Kontakt mit den Sportlern und die Betreuung ist, soweit möglich, sicherlich optimal. Was das für den Saisonstart bedeutet, lässt sich noch nicht genau sagen. Zuerst müssen alle drei wieder völlig gesund sein und eine medizinische Freigabe erhalten, dann können wir überlegen, was die nächsten Schritte sind.“ – Ralph Denk, Team Manager
@BORA – hansgrohe

Giro d’Italia – Etappe 10 – Peter Sagan gewinnt im Alleingang Klassikeretappe

Nach den vielen negativen Schlagzeilen vom Morgen:
Was eine tolle Etappe heute beim GIRO, unbedingt gucken, falls noch nicht geschehen.
Gekämpft wurde an allen Punkten, Gesamtwertung, Sprintwertung, Etappensieg und Ausreißer, bei Sonne und bei Regen.
Und ein mehr als verdienter Etappensieger mit ex Weltmeister Peter Sagan, der eine absolute Glanzvorstellung zeigte.
Pechvogel des Tages war Jakob Fuglsang, der in der rennentscheidenden Phase 9km vor dem Ziel in einer engen und nassen Abfahrt einen Plattfuß erlitt und dadurch den Anschluß zur Favoritengruppe verlor.
BORA-hansgrohe kann sehr zufrieden sein, denn Geburtstagskind Patrick Konrad und Rafal Majka konnten sich in der Gesamtwertung auf Rang 6 und 8 verbessern.


Foto: Gerhard Plomitzer

Lanciano – Tortoreto (177,0 km)
1 SAGAN Peter (SVK) BORA – HANSGROHE 4:01:56
2 MCNULTY Brandon (USA) UAE TEAM EMIRATES 0:00:19
3 ALMEIDA João (POR) DECEUNINCK – QUICK – STEP 0:00:23
4 SWIFT Ben (GBR) INEOS GRENADIERS 0:00:23
5 HINDLEY Jai (AUS) TEAM SUNWEB 0:00:23
6 MAJKA Rafal (POL) BORA – HANSGROHE 0:00:23
7 KONRAD Patrick (AUT) BORA – HANSGROHE 0:00:23
8 KELDERMAN Wilco (NED) TEAM SUNWEB 0:00:23
9 POZZOVIVO Domenico (ITA) NTT PRO CYCLING 0:00:23
10 BILBAO LOPEZ DE ARMENTIA Pello (ESP) BAHRAIN – MCLAREN 0:00:23
11 GEOGHEGAN HART Tao (GBR) INEOS GRENADIERS 0:00:23
12 NIBALI Vincenzo (ITA) TREK – SEGAFREDO 0:00:23
13 PERNSTEINER Hermann (AUT) BAHRAIN – MCLAREN 0:00:23
14 MASNADA Fausto (ITA) DECEUNINCK – QUICK – STEP 0:00:23
15 KANGERT Tanel (EST) EF PRO CYCLING 0:00:50
16 ZAKARIN Ilnur (RUS) CCC TEAM 0:00:50
17 PEDRERO Antonio (ESP) MOVISTAR TEAM 0:00:50
18 NARVAEZ PRADO Jhonatan Manuel (ECU) INEOS GRENADIERS 0:00:50
19 DENZ Nico (GER) TEAM SUNWEB 0:01:38
20 ULISSI Diego (ITA) UAE TEAM EMIRATES 0:01:38
21 FUGLSANG Jakob (DEN) ASTANA PRO TEAM 0:01:38

Gesamtwertung
1 ALMEIDA João (POR) DECEUNINCK – QUICK – STEP 39:38:05
2 KELDERMAN Wilco (NED) TEAM SUNWEB 0:00:34
3 BILBAO LOPEZ DE ARMENTIA Pello (ESP) BAHRAIN – MCLAREN 0:00:43
4 POZZOVIVO Domenico (ITA) NTT PRO CYCLING 0:00:57
5 NIBALI Vincenzo (ITA) TREK – SEGAFREDO 0:01:01
6 KONRAD Patrick (AUT) BORA – HANSGROHE 0:01:15
7 HINDLEY Jai (AUS) TEAM SUNWEB 0:01:19
8 MAJKA Rafal (POL) BORA – HANSGROHE 0:01:21
9 MASNADA Fausto (ITA) DECEUNINCK – QUICK – STEP 0:01:36
10 PERNSTEINER Hermann (AUT) BAHRAIN – MCLAREN 0:01:52

Peter Sagan triumphiert mit beeindruckendem Solo-Sieg auf der 10. Etappe des Giro d’Italia

Nach dem gestrigen Ruhetag ging es heute über 177 km von Lanciano nach Tortoreto. Obwohl keine hohen Berge zu bezwingen waren, stellten sich dem Peloton mehrere kurze aber scharfe Rampen in den Weg zur Ziellinie. Nach 60 km setzte sich eine 10-Mann starke Gruppe, unter ihr auch Peter Sagan, erfolgreich vom Feld ab. Hinten im Peloton versuchte Groupama-FDJ vergeblich die Lücke zur Spitze zu schließen, und trotz des Tempodiktats des französischen Teams vergrösserte sich der Abstand zwischenzeitlich auf fast fünf Minuten. Der erste Zwischensprint ging an Peter, der damit seine Bilanz in der Punktewertung aufbessern konnte. Mit 40 km bis zum Ziel hatte sich der Vorsprung der Spitzenreiter auf fast zwei Minuten reduziert und im Anstieg des Colinella versuchten einige der Führenden zu attackieren. Peter gelang es jedoch zu kontern und er schloss wieder zur Spitze auf. Den zweiten Zwischensprint konnte Peter ebenfalls für sich entscheiden und damit weitere wertvolle Punkte im Kampf um das Sprinttrikot sammeln. Der slowakische Fahrer neutralisierte immer wieder Attacken an der Spitze und mit noch 20 km gelang es ihm und B. Swift eine kleine Lücke zu ihren Fluchtgefährten zu reißen. Wenig später setzte sich der BORA – hansgrohe Fahrer von seinem englischen Kontrahenten ab. Zurück im verkleinerten Feld gab es ein Feuerwerk von Attacken, als die Favoriten versuchten zu dem Slowaken aufzuschließen. Doch der dreimalige Weltmeister zeigte sich heute in bester Form und hielt die Favoriten auf Distanz. Nachdem er mehr als 10 km solo gefahren war, wurde sein großer Kampfgeist am Ende mit einem beeindruckenden Etappensieg belohnt. Im Gesamtklassement rückte Teamkollege Patrick Konrad auf den 6. Platz vor, während Rafal Majka den erfolgreichen Tag für BORA – hansgrohe mit einem 8. Rang in der Gesamtwertung aufrundete.

Reaktionen im Ziel
„Ich bin sehr glücklich über diesen Sieg. Hier zu gewinnen hat für mich eine besondere Bedeutung, denn es ist mein erster Sieg beim Giro d’Italia. Mein letzter Sieg war im vergangenen Jahr bei der Tour de France, und so habe ich lange auf meinen heutigen Sieg gewartet. Die Mannschaft und die Fans hatten ihre Erwartungen, also schuldete ich ihnen einen Sieg. Ich war hier viele Male auf dem Podest, aber es gibt einen großen Unterschied zwischen dem ersten und dem zweiten Platz. Wir wussten, dass es heute wichtig sein würde, in die Ausreißergruppe zu gehen, aber es war nicht einfach. Es hat viele Körner gekostet, und ich glaube, die Ausreißer hatten heute alle sehr gute Beine. Hinzu kommt, dass wir nach der Entstehung dieser Gruppe immer noch hart arbeiten mussten, weil das Peloton, mit Groupama-FDJ an der Spitze, sich ebenfalls sehr bemüht hat, uns zurückzubringen. Es hat lange Zeit gedauert, bis wir uns einen wirklich soliden Vorsprung herausfahren konnten. In den letzten Anstiegen wusste ich, dass ich alles geben musste, um eine Lücke reißen zu können. Die Fahrbahn auf der letzten Abfahrt war nass und ich musste aufpassen, dass ich da nicht stürzte. Dort verlor ich ein wenig Zeit, und auf den letzten 7 km war es wichtig, am Limit zu fahren, denn hinter mir war eine Gruppe von 10-15 Fahrern, die mich auf jeden Fall einholen wollten.“ – Peter Sagan

„Heute hatten wir zwei Ziele. Mit Peter wollten wie den Etappensieg holen, aber gleichzeitig waren wir darauf bedacht unsere beiden GC-Fahrer zu schützen. Wir waren uns bewusst, dass dies einen sehr starken Einsatz erfordern würde und dass die anderen Teams nicht sehr kooperativ sein würden. Deshalb mussten wir den ersten Teil des Rennens kontrollieren, während wir auf den letzten 60 km, die ständig auf und ab gingen und einige steile Abschnitten von 20 Prozent aufwiesen, auch noch gute Beine haben mussten. Auf den ersten 40 km kontrollierten Pawel und Cesare das Rennen vollständig. Aber als Ganna attackierte, konnte Peter im Anstieg schnell kontern. Danach wechselten sich verschiedene Mannschaften im Peloton in der Führungsarbeit ab und versuchten, die Ausreißer zurückzubringen. Zuerst war es Groupama – FDJ, dann UAE Team – Emirates und schließlich Team NTT, aber sie hatten kein Glück, die Gruppe wieder einzuholen. Peter fuhr einen fantastischen Solosieg ein, und ich bin sehr stolz auf seine Leistung. Er war heute äußerst stark.“ – Jan Valach, Sportlicher Leiter