Schlagwort-Archive: Emanuel „Emu“ Buchmann

Emu Buchmann gibt Comeback bei der 108. TdF


Photo by Plomi

Während eines Trainingscamps in Livigno fiel die Entscheidung, die Tour in Angriff zu nehmen. Buchmann wird dort aber nicht als Kapitän ins Rennen gehen.

„Der Sturz beim Giro war sehr bitter. Ich war wirklich in guter Form und bin überzeugt, dass ich dort hätte ganz vorne mitfahren können. Diesen Rückschlag musste ich erst einmal verarbeiten und auch die Sturzverletzungen auskurieren. Die Motivation war schnell wieder da und darum bin ich letzte Woche ins Trainingslager, um zu sehen, wo ich stehe. Das Knie hat noch etwas länger gezwickt, aber jetzt ist alles ok. Ich fühle mich so weit fit, aber ob ich bei der Tour in Topform sein kann, wird man erst sehen. Ich konnte mich nicht viele Monate gezielt vorbereiten, wie auf den Giro, der mein Höhepunkt gewesen wäre. Darum habe ich auch nicht die Gesamtwertung im Visier. Ich möchte die Tour ohne Druck von Tag zu Tag nehmen, meine Chancen nutzen und offensiv fahren, wenn es möglich ist. Das heißt nicht, dass ich die Gesamtwertung von vornherein abschreibe, aber wir haben mit Wilco einen Leader, der sich optimal vorbereiten konnte. Er ist da klar die Nummer eins und ich werde ihn gegebenenfalls auch voll unterstützen.“ – Emanuel Buchmann

„Zuerst einmal freut es mich sehr, dass wir Emu bei der Tour sehen. Lieber wäre mir gewesen, ihn in Mailand auf dem Podium zu sehen, aber es ist leider anders gekommen. Emu hat zum zweiten Mal in Folge einen Höhepunkt, auf den er monatelang hingearbeitet hat, in den Wind schreiben müssen. Das ist extrem hart und ich habe wirklich Respekt davor, wie Emu mit der Situation umgegangen ist und dass er nun versucht, bei der Tour wieder anzugreifen. Klar ist aber auch, unser Leader ist Wilco. Seine Vorbereitung ist nach ein paar Rückschlägen im Frühjahr in den letzten Wochen sehr gut gelaufen und bei der Dauphiné konnte man sehen, dass er ganz vorne mitmischen kann. Da wird er vom Team die 100%ige Unterstützung haben. Emu wird seine Freiheiten bekommen, aber man muss auch realistisch sein: die Strecke der Tour ist nicht ideal für ihn, und er ist aus dem Giro verletzt ausgeschieden. Die Gesamtwertung spielt daher aus meiner Sicht eine untergeordnete Rolle, aber natürlich wird er sich auch nicht absichtlich abhängen lassen. Wir schauen einfach mal, wie es läuft, und im Idealfall kann er in den Bergen seine Stärke zeigen. Wenn die Form stimmt, wünsche ich mir einen Emu, der angreift und Risiko nimmt. Wir wollen den Fans in Deutschland eine offensive und attraktive Fahrweise zeigen.“ – Ralph Denk, Team Manager

Giro d’Italia – Etappe 15


Foto by Plomi

Grado – Gorizia (147 km)

1 Victor Campenaerts (Bel) Team Qhubeka ASSOS 3:25:25
2 Oscar Riesebeek (Ned) Alpecin – Fenix 0:00:00
3 Nikias Arndt (GER) Team DSM 0:00:07
4 Simone Consonni (Ita) Cofidis 0:00:07
5 Quinten Hermans (Bel) Intermarché – Wanty – Gobert Matériaux 0:00:07
6 Dario Cataldo (Ita) Movistar Team 0:00:07
7 Bauke Mollema (Ned) Trek – Segafredo 0:00:09
8 Albert Torres Barcelo (Esp) Movistar Team 0:00:44
9 Juan Sebastian Molano Benavides (Col) UAE Team Emirates 0:01:02
10 Maximilian Walscheid (GER) Team Qhubeka ASSOS 0:01:02

Gesamtwertung
1 Egan Arley Bernal Gomez (Col) INEOS Grenadiers 62:13:33
2 Simon Yates (GBr) Team BikeExchange 0:01:33
3 Damiano Caruso (Ita) Bahrain Victorious 0:01:51
4 Aleksandr Vlasov (Rus) Astana – Premier Tech 0:01:57
5 Hugh Carthy (GBr) EF Education – Nippo 0:02:11
6 Giulio Ciccone (Ita) Trek – Segafredo 0:03:03
7 Remco Evenepoel (Bel) Deceuninck – Quick-Step 0:03:52
8 Daniel Felipe Martinez Poveda (Col) INEOS Grenadiers 0:03:54
9 Romain Bardet (Fra) Team DSM 0:04:31
10 Tobias Svendsen Foss (Nor) Jumbo – Visma 0:05:37

Emanuel Buchmann scheidet nach einem schweren Massensturz auf der 15. Etappe des Giro d’Italia aus

Kurz nach dem Start der 145 km langen hügeligen Strecke in Grado am Golf von Venedig ereignete sich ein Massensturz, in dem auch Emanuel Buchmann verwickelt war. Der Ravensburger, der vor dem Start auf dem 6. Platz in der Gesamtwertung lag, konnte das Rennen leider nicht mehr fortsetzten und wurde zu weiteren Untersuchungen ins Krankenhaus gebracht. Das Rennen wurde danach vorübergehend neutralisiert. Wie schon so oft auf den bisherigen Etappen konnte die Ausreißergruppe auch diesmal den Sieg unter sich ausmachen. Am Ende gelang es V. Campenaerts seine Fluchtbegleiter kurz vor dem Ziel abzuschütteln und als Erster über die Ziellinie in Gorizia an der slowenischen Grenze zu rollen. Die BORA – hansgrohe Fahrer überquerten die Ziellinie mehr als 17 Minuten hinter dem Etappensieger, während Peter Sagan das Maglia Ciclamino weiter beibehält.

Reaktionen im Ziel

„Nach dem Sturz wurde Emu direkt ins Krankenhaus gebracht. Durch einem CT Scan konnten Knochenbrüche ausgeschlossen werden. Emu hat eine leichte Gehirnerschütterung sowie mehrere Prellungen im Gesicht und an der Hüfte davongetragen. Zudem hat er eine Wunde im Mund an der Innenseite der unteren Lippe.“ – Christopher Edler, Teamarzt

„Eines der schwierigsten Erfahrungen, die ein Team während eines Etappenrennens erleben kann, ist uns heute passiert. Emanuel Buchmann, unser Kapitän, der Ambitionen aufs Podest hatte, musste das Rennen nach einem Sturz aufgeben. Wir haben ihn auf den letzten 15 Tagen sehr gut beschützt, aber heute ist er in diesem großen Sturz zu Boden gegangen und er hatte aufgrund seiner Verletzungen letztendlich keine Chance weiterzufahren. Das ist natürlich sehr bitter für uns. Jetzt müssen wir uns für die letzte Woche taktisch umstellen und Schadensbegrenzung betreiben.“ – Jens Zemke, Sportlicher Leiter

Ubuntu inspires Victor Campenaerts to sensational Giro d’Italia stage 15 victory

Gorizia, 23 May 2021 – Victor Campenaerts raced to an incredible 3rd stage win at this year’s Giro d’Italia for Team Qhubeka ASSOS, at today’s stage 15 ending in Gorizia. This victory followed his teammates, Mauro Schmid and Giacomo Nizzolo, triumphs on stages 11 and 13 respectively.
Team Qhubeka ASSOS, already having it’s best ever Giro d’Italia, started the 147km stage 15 with clear intentions to continue building on that success. From the gun, Campenaerts and teammate Max Walscheid were the first two riders to attack. After getting an initial gap, the race was then neutralized due to a mass crash in the peloton, which included Mauro Schmid. The young Swiss star was able to continue and finish but he suffered from multiple abrasions to his right side.
Fortunately, most of the riders that went down, were without serious injury, and able to continue. When racing got underway for a second time, it was again Campenaerts and Walscheid who were first to attack. This time a third Qhubeka ASSOS rider also got involved though, as Lukasz Wisniowski infiltrated the front group too.
15 riders forced themselves clear from the peloton and quickly built a race winning lead. With three riders up the road, Qhubeka ASSOS were in a favourable position despite being closely marked.
Coming toward the race finale, Walscheid, Wisniowski and Campenaerts began attacking and counter-attacking the break as the group did contain a strong mix of climbers and sprinters, who were possiblyon paper at leasr favoured for victory ahead of the Qhubeka ASSOS trio. However, it was the team work that proved the greatest asset on the day as the Belgian UCI world hour record holder managed to escape with two others in tow, Albert Torres (Movistar) and Oscar Riesebeek (Alpecin-Fenix), with 23km to go.

Campenaerts and Riesebeek were able to dislodge Torres on the final climb, as the rain came pouring down, adding further drama over the closing kilometers. From the top of the climb, the duo held onto a 15 second gap over their nearest chasers, and despite attacking each other a couple of times each, they went on to decide the stage in a two-up sprint.
Campenaerts had that extra kick in the legs to take a brilliant win, his first ever Grand Tour stage victory of his career.
Victor Campenaerts
I’ve been chasing a WorldTour, and specifically a Grand Tour, stage win for so long; having been four times second, twice third, once fifth, and I’ve always targeted victories in time trials. I’ve come so close but I decided to change how I race and focus more aggressively on racing on the road bike, and focusing a little less focus on the TT.
I am at my first Grand Tour with another objective and we’ve already had two victories with the team here. I can’t say that I helped Mauro that much in the break for his win but I helped Nizzolo for his victory and now I helped myself to a big victory – what a day! I had big, big help from the whole team especially Max and Wizzy, who were also in the break with me.
For two years we’ve speaking about Ubuntu in the team – I am because we are – which is about riding as a team. We cannot go alone, we’re stronger as a team together, and the spirit we have in the Giro is building up to an even greater spirit. Our mission as a team is to change lives with bicycles and the Qhubeka Charity, these successes mean that we play our part in changing the world.
I also hope that these victories is great exposure for the team, to keep the team alive for the future. It hasn’t been easy to keep it alive and we needed this, so I am just so happy.

Emu Buchmann muß GIRO nach Massensturz aufgeben


Foto by Plomi

Buchmann war in einem Feldsturz, der sich wenige Kilometer nach der neutralisierten Phase ereignete, mit gleich 15 anderen Fahrern involviert. Darunter befanden sich auch der Österreicher Matthias Brändle (Israel Start-Up Nation) sowie der Schweizer Etappensieger Mauro Schmid (Qhubeka Assos), die aber das Rennen fortsetzen konnten. Ebenfalls aufgeben mussten der Eritreer Natnael Berhane (Cofidis) sowie der Niederländer Jos Van Emden (Jumbo – Visma).
@www.radsport-news.de

Reaktionen im Ziel

„Nach dem Sturz wurde Emu direkt ins Krankenhaus gebracht. Durch einem CT Scan konnten Knochenbrüche ausgeschlossen werden. Emu hat eine leichte Gehirnerschütterung sowie mehrere Prellungen im Gesicht und an der Hüfte davongetragen. Zudem hat er eine Wunde im Mund an der Innenseite der unteren Lippe.“ – Christopher Edler, Teamarzt

„Eines der schwierigsten Erfahrungen, die ein Team während eines Etappenrennens erleben kann, ist uns heute passiert. Emanuel Buchmann, unser Kapitän, der Ambitionen aufs Podest hatte, musste das Rennen nach einem Sturz aufgeben. Wir haben ihn auf den letzten 15 Tagen sehr gut beschützt, aber heute ist er in diesem großen Sturz zu Boden gegangen und er hatte aufgrund seiner Verletzungen letztendlich keine Chance weiterzufahren. Das ist natürlich sehr bitter für uns. Jetzt müssen wir uns für die letzte Woche taktisch umstellen und Schadensbegrenzung betreiben.“ – Jens Zemke, Sportlicher Leiter

Jens Voigt exklusiv bei Eurosport über Emanuel Buchmann und seine Aussichten beim Giro d’Italia

“Sehe Buchmann im Moment zwischen Platz sieben und zehn, aber auch das wird schwierig.”
“Fragezeichen hinter dem Namen Bernal können wir wegradieren. Der Mann hat aus meiner Sicht die volle Punktzahl in der Favoritenfrage.“

18. Mai 2021 – Der Giro d’Italia gönnt dem Peloton den ersten Ruhetag. Zeit für den Eurosport-Experten Jens Voigt, auf das erste Drittel der Italien-Rundfahrt 2021 zurückzublicken. Der Ex-Profi stellt dem Team Bora-hansgrohe ein exzellentes Zeugnis aus, sieht bei Podiumshoffnung Emanuel Buchmann noch Verbesserungspotenzial und einen Vorteil für Egan Bernal im Kampf um das Rosa Trikot.

Anbei Zitate von Jens Voigt zur freien redaktionellen Verwendung bei Quellenkennzeichnung “eurosport.de”
Jens Voigt exklusiv bei eurosport.de über…
…die Leistung von Emanuel Buchmann und dessen weitere Chancen:

“Wenn Emu sich verbessern will, muss er entweder am Berg oder im Zeitfahren Boden gut machen. Da ist die große Frage: ‚Kann er das?‘ Wenn er es könnte, dann hätte er das bereits getan. Ich sehe Buchmann im Moment zwischen Platz sieben und zehn, aber auch das wird schwierig und ist kein Geschenk. Er muss aggressiver fahren, aktiv werden, Zeit rausholen.”

…das deutsche Team Bora-hansgrohe:

“Das ist eine gute und geschlossene Mannschaft. Was das Team am Sonntag beim Sieg auf der 10. Etappe gezeigt hat, war wie aus dem Lehrbuch. Das berühmte ‚Einer für alle, alle für Einen‘ hat die Mannschaft mit Buchmann mustergültig vorexerziert.”

…den Kampf um den Sieg in der Gesamtwertung:

“Der Vorteil liegt bei Bernal. Er hat als Tour-de-France-Sieger von 2019 bereits eine große Rundfahrt gewonnen und weiß ganz genau, was ihn in der dritten Woche erwartet. Darüber hinaus hat der Kolumbianer gleich mehrere gute Bergfahrer im Team, die ihn begleiten können. Dieses Fragezeichen hinter dem Namen Bernal können wir wegradieren. Der Mann ist kerngesund und hat aus meiner Sicht die volle Punktzahl in der Favoritenfrage. Remco Evenepoel gebe ich nur einen Punkt weniger als Bernal. Ich glaube, dass auch Simon Yates noch einiges zeigen wird.”
@eurosport.de

Emanuel Buchmann und BORA – hansgrohe verlängern bis 2024

Der deutsche Kletterspezialist aus Ravensburg bleibt zumindest bis Ende 2024 beim Team von Ralph Denk. Damit steht einem erneuten gemeinsamen Anlauf auf das Tour de France Podium nichts im Wege.

„Ich freue mich, dass wir damit zumindest mal die 10 Jahre vollmachen. Aber im Ernst, für mich ist BORA – hansgrohe nach wie vor das perfekte Team. Das letzte Jahr war für mich sehr schwierig, und ob eine Partnerschaft noch harmoniert, merkt man immer in den schweren Zeiten, nicht wenn es ohnehin läuft. Die Unterstützung, die ich da erfahren habe, hat mir gezeigt, dass ich im richtigen Team bin. Was Ralph Denk und Dan Lorang da vor der Tour alles möglich gemacht haben, war großartig, auch wenn es am Ende nicht zum Erfolg geführt hat. Ich fühle mich einfach superwohl und wir haben noch ein großes gemeinsames Ziel, das Tour de France Podium, daran werden wir nun weiter arbeiten. Ich möchte mich aber auch noch bei Willi Bruckbauer (Inhaber Firma BORA) für sein Engagement bedanken und für die Leidenschaft, die er für unser Team mitbringt. Er und Ralph Denk unterstützen mich seit Jahren und es ist schön, dass wir weiter gemeinsam an unseren Zielen arbeiten.“ – Emanuel Buchmann


Foto: Gerhard Plomitzer

„Emanuel ist seit 2015 eine Konstante in unserem Team. Er hat sich von Jahr zu Jahr gesteigert, weil er ein unglaublich akribischer Arbeiter ist. Letztes Jahr haben wir einen Rückschlag hinnehmen müssen, aber das macht uns nur stärker. Ich denke, Emu hat die besten Jahre noch vor sich und ich bin zuversichtlich, dass er das mit einem starken Giro unter Beweis stellen kann. Ich hoffe, dass die Strecke der Tour im nächsten Jahr wieder etwas besser zu seinen Fähigkeiten passt, dann werden wir wieder das Tour Podium ins Visier nehmen.“ – Ralph Denk, Team Manager

Critérium du Dauphiné – Etappe 3


Kämna und Buchmann an der Spitze
Foto: Gerhard Plomitzer

Saint-Martin-de-Belleville, Friday, August 14th 2020 – Davide Formolo (UAE Team Emirates) claimed his first victory on the roads of the Critérium du Dauphiné after a massive solo effort en route to Saint-Martin-de-Belleville. The Italian climber went for the early breakaway and dropped all his companions on the Col de la Madeleine. After a 66km solo effort, he maintained a 33’’ gap on the line ahead of the overall leader Primoz Roglic (Team Jumbo-Visma) and his runner-up Thibaut Pinot (Groupama-FDJ). The general classification remains extremely tight ahead of the final week-end in the mountains.

Corenc – Saint-Martin-de-Belleville (157,0 km)
1 Formolo 4:05:56
2 Roglic +0:33
3 Pinot +0:33
4 Buchmann +0:33
5 Martinez +0:33
6 Landa +0:33
7 Martin +0:33
8 Pogacar +0:33
9 Sivakov +0:39
10 Lopez +0:39

Gesamtwertung
1 Roglic 13:14:35
2 Pinot +0:14
3 Buchmann +0:20
4 Martin +0:24
5 Landa +0:26
6 Martinez +0:26
7 Bernal +0:31
8 Lopez +0:32
9 Quintana +0:35
10 Porte +0:35
11 Pogacar +1:17

Emanuel Buchmann auf Rang vier der dritten Etappe des Critérium du Dauphiné
Auch auf dem 3. Teilstück dieses Critérium du Dauphiné ging es auf 157 km zwischen Corence und Saint-Martin-De-Belleville in die Berge. Früh setzte sich eine 9-Mann Ausreißergruppe vom Feld ab. Für BORA – hansgrohe war Daniel Oss mit an der Spitze des Rennens. Am Col de la Madeleine zerfiel die Gruppe und D. Formolo konnte sich solo absetzen. Nach und nach wurden die Ausreißer nun eingeholt, und einzig Formolo konnte sich an der Spitze behaupten. Im Schlussanstieg diktierte zuerst Jumbo-Visma das Tempo, bevor Lennard Kämna rund 4 Kilometer vor dem Ende aus der Gruppe der Favoriten attackierte. Jumbo-Visma reagierte, als Folge verkleinerte sich die Gruppe aber nun stark. Während Kämna kurz vor der 1000m Marke eingeholt wurde, sicherte sich D. Formolo an der Spitze den Sieg. In der Gruppe dahinter ließ Emanuel Buchmann einmal mehr nichts anbrennen und war immer auf der Höhe des Geschehens. Am Ende überquerte Buchmann die Ziellinie heute auf Rang vier und verteidigte damit seinen dritten Gesamtrang.
Reaktionen im Ziel
„Es war wieder ein guter Tag für uns heute. Gregor war den ganzen Tag an meiner Seite. Im Schlussanstieg waren wir in ausgezeichneter Position. Als Lennard attackiert hat, hat das einige Leute in Probleme gebracht. Von da an war das Tempo wirklich hoch und die Gruppe wurde sehr klein. Im Sprint bin ich Vierter geworden, damit kann ich happy sein.“ – Emanuel Buchmann

„Das war heute wieder eine sehr gute Leistung vom gesamten Team. Wir wollten wieder nur eine kleine Gruppe weglassen, oder selber vorne mit dabei sein. Das ist uns mit Daniel gelungen. Am Madeleine ist die Gruppe auseinandergefallen, aber damit hatten wir gerechnet. In der Abfahrt konnten wir Emu aus allen Schwierigkeiten raushalten und vor dem Schlussanstieg waren wir gut positioniert. Etwa fünf Kilometer vor dem Ziel dachten wir, dass es eventuell noch um den Etappensieg gehen könnte, da hat Lennard es versucht, nachdem er sich noch gut gefühlt hat. Am Ende hat das nicht geklappt, aber wir haben Druck ausgeübt, das war der Plan. Mit dem Ergebnis von Emu am Ende sind wir zufrieden und er liegt weiter auf Rang drei der Gesamtwertung.“ – Enrico Poitschke, sportlicher Leiter
© BORA – hansgrohe

Tour-Hoffnung Emanuel Buchmann exklusiv: „Ich bin noch nicht am Limit“

12. Juni 2020 – In der neuen Ausgabe der Eurosport Weekly Cycling Show blickt der Viertplatzierte der vorherigen Tour de France Emanuel Buchmann vom Team BORA-hansgrohe im Gespräch mit Karsten Migels auf den Restart der Radsportsaison voraus und liebäugelt mit einer Teilnahme an den Olympischen Spielen in Tokio im kommenden Jahr.
Emanuel Buchmann …
… über die Tour de France 2020:
„Es wäre mir lieber gewesen, die Tour früher zu fahren, aber das war natürlich nicht möglich. Hauptsache ist, dass die Tour überhaupt stattfindet. Das ist extrem wichtig für den Radsport. Die Tour im September ist dann etwas Glücksache was das Wetter angeht. Sommerliches Wetter ist mir immer lieber. Aber ich habe auch gezeigt, dass ich mittlerweile im Regen gute Ergebnisse zeigen kann.“
… über sein Leistungsvermögen und seine Ambitionen:
„Ich arbeite sehr hart an mir. Ich will aber nicht zu viel auf einmal. Wir haben einen sehr guten Plan. Die Trainingsintensitäten werden kontinuierlich gesteigert und das Höhentraining schlägt bei mir sehr gut an. Ich will das in den nächsten Jahren noch steigern, ganz am Limit bin ich noch nicht.“
… über die Olympischen Spiele im Jahr 2021:
„Olympia im nächsten Jahr ist ein Thema. Der Kurs soll ja sehr schwer sein in Tokio. Wenn man aus der Tour de France ganz gut rauskommt und wenn das Glück dazu kommt, dann ist einiges möglich.“

Lennard Kämna und Emu Buchmann im Januar auf Mallorca
Foto: Gerhard Plomitzer
Die komplette Folge der „Eurosport Weekly Cycling Show“ finden Sie hier:
https://www.eurosport.de/radsport/tour-de-france-2020-emanuel-buchmann-exklusiv-bin-noch-nicht-am-limit_vid1318883/video.shtml
@Eurosport Weekly Cycling Show
@Discovery

7 Stunden und 28 Minuten: Emanuel Buchmann bricht inoffiziellen Rekord bei Everest Challenge

Das Ziel war klar und die Herausforderung angenommen, außerdem stand der gute Zweck im Vordergrund. Am Ende benötigt Emanuel Buchmann 7 Stunden 28 Minuten, 162 Kilometer, 6870 kcal, 7 Riegel, 6 Gels und 11 Trinkflaschen, um die 8848hm zu absolvieren. Damit brach Buchmann den bisherigen inoffiziellen „Everesting“ Rekord von 7 Stunden 40 Minuten und zeigte einmal mehr, dass er einer der begnadetsten Bergfahrer im Radsport ist.

Foto: GERHARD PLOMITZER
(Leistungsdaten zum Beleg werden in den nächsten Tagen auf unserer Website veröffentlicht)
„Das war schon eines der härtesten Dinge, die ich je gemacht habe. Ich hätte nicht gedacht, dass es gegen Ende so wehtut. Am Anfang ging alles ganz locker, da habe ich dann entschieden richtig Tempo zu fahren. Ab 7000hm habe ich die Muskulatur gespürt, das sind Regionen, die ich einfach nicht gewohnt bin. Die letzten 1000hm waren brutal. Aber es waren auch ein paar Fans da, das hat mich sehr unterstützt. Am Ende war es ein tolles Erlebnis hier im Ötztal den Rekord zu brechen. Als Radprofi hat man sonst nie Zeit, so verrückte Dinge zu tun, ich bin fast ein wenig sprachlos, irgendwie hat es auch Spaß gemacht. Natürlich kann man das nicht mit einem Radrennen vergleichen, aber ich denke schon, dass man sieht, dass ich fit bin. Mir ist aber wichtig, dass man auch den Grund nicht vergisst, warum ich das gemacht habe – um Spenden zu sammeln. Ich habe meinen Teil nun erledigt und würde mir wünschen, dass noch etwas mehr Geld für das Deutsche Kinderhilfswerk zusammenkommt. Daher bleibt das Projekt auch weiter online.“ – Emanuel Buchmann

Link zur Crowdfunding-Kampagne: www.gofundme.com/EmanuelBuchmannsEverestChallenge

„In den letzten Tagen haben wir darüber gesprochen, dass wenn die Bedingungen gut sind, wir versuchen den Rekord anzugreifen. Das Wetter war gut, die Strecke hier im Ötztal perfekt und Emu hatte gute Beine. Daher hat er nach rund zwei Stunden entschieden, es ernsthaft zu versuchen. Seine Leistung war herausragend, auch ohne spezielle Vorbereitung, aber da sprechen schon die Zahlen für sich. Ich muss sagen, es war ein beeindruckender Tag, eine großartige Erfahrung, etwas, dass man im Radsport nicht jeden Tag erlebt. Emu hat einmal mehr gezeigt, dass er einer der besten Bergfahrer der Welt ist, und auch in diesem Jahr für die Tour de France bereit sein wird.“ – Dan Lorang, Head Coach
@BORA-hansgrohe

Trofeo Serra de Tramuntana 2020


Emu fährt zum Solosieg!


Patrick Gamper an der Spitze des Feldes auf der Verfolgung der Spitzengruppe

Sóller – Deià (160,5 km)
1 Emanuel Buchmann (GER) Bora – Hansgrohe 3:55:53
2 Alejandro Valverde (Esp) Movistar Team 0:00:38
3 Gregor Mühlberger (AUT) Bora – Hansgrohe 0:00:38
4 Diego Rosa (Ita) Team Arkéa – Samsic 0:00:38
5 Sander Armée (Bel) Lotto Soudal 0:00:38
6 Loïc Vliegen (Bel) Circus – Wanty Gobert 0:00:38
7 Thomas Sprengers (Bel) Sport Vlaanderen – Baloise 0:00:38
8 Ruben Fernandez (Esp) Fundación – Orbea 0:00:38
9 Márton Dina (Hun) Kometa – Xstra Cycling Team 0:00:38
10 Harm Vanhoucke (Bel) Lotto Soudal 0:00:38
11 Nicola Conci (Ita) Trek – Segafredo 0:00:38
12 Kobe Goossens (Bel) Lotto Soudal 0:00:38
13 Marc Soler (Esp) Movistar Team 0:00:38
14 Niklas Eg (Den) Trek – Segafredo 0:00:38
15 Elie Gesbert (Fra) Team Arkéa – Samsic 0:00:38
16 Rafal Majka (Pol) Bora – Hansgrohe 0:00:38
17 Steff Cras (Bel) Lotto Soudal 0:00:38
18 Mauro Schmid (SUI) Nationalmannschaft Schweiz 0:00:38
19 Mikel Bizkarra Etxegibel (Esp) Fundación – Orbea 0:00:38
20 Simone Petilli (Ita) Circus – Wanty Gobert 0:00:38

Emanuel Buchmann holt ersten Saisonsieg für BORA – hansgrohe
Nach einem ersten Tag für die Sprinter ging es am heutigen zweiten Tag der Mallorca Challenge in die Berge. Früh setzte sich eine Spitzengruppe ab, die im Aufstieg zum Puig Major aber gestellt wurde. Lennard Kämna war der erste BORA – hansgrohe Fahrer, der sich in Szene setzen konnte. Der Neuzugang fuhr an die 20 Kilometer an der Spitze, dicht gefolgt von einer ersten Verfolgergruppe um Emanuel Buchmann. Nachdem Kämna eingeholt war, setzte Buchmann einen Konter und fuhr in der Folge solo zum ersten Saisonsieg für BORA – hansgrohe. Als Dritter rundete Gregor Mühlberger das starke Teamergebnis noch ab.
Reaktionen im Ziel

„Ich muss mich bei meinen Teamkollegen bedanken, wir waren heute so aktiv, dass die anderen immer unter Druck waren. Da musste ich eigentlich nur mehr im richtigen Moment losfahren. Meine Beine waren sehr gut, aber dass ich meinen Vorsprung im Finale dann noch ausbauen konnte, hat mich selbst etwas überrascht. Im Training die letzte Woche lief es gut, aber noch nicht sehr gut, dass ich jetzt schon gewinnen kann, ist natürlich ein gutes Zeichen. Dieses tolle Ergebnis gibt uns jetzt auch richtig Selbstvertrauen für die nächsten Aufgaben.“ – Emanuel Buchmann

„Großes Kompliment an die Jungs, heute ist unsere Taktik perfekt aufgegangen. Wir wollten offensiv fahren und damit andere Favoriten wie Valverde unter Druck setzen, das ist uns absolut gelungen. Patrick Gamper hat vor dem Puig das Tempo kontrolliert, dann hat Jempy unsere Bergfahrer in Position gebracht. Als ersten haben wir Lennard nach vorne geschickt, der bei seinem BORA – hansgrohe Debüt mehr als 20 km solo an der Spitze fuhr. Dahinter hatten wir Emu, Rafal und Gregor in der Verfolgergruppe. Als Lennard eingeholt wurde, flog alles auseinander, Rafal musste in dieser Phase leider das Rad wechseln, aber Emu war vorne mit Valverde in einer 4-Mann-Gruppe und hat die anderen dann in der Abfahrt abgehängt. Am letzten Anstieg ist er das souverän nach Hause gefahren. Dahinter ist Gregor noch auf Rang gesprintet. Absolut perfekt, mehr kann man da nicht sagen.“ – Jens Zemke, sportlicher Leiter
@BORA-hansgrohe


Fluchtgruppe des Tages mit Nils Politt

Fotos: Gerhard Plomitzer – www.plomi.smugmug.com