Kategorie-Archiv: Strassenrennen

Matteo Pelucchi sprintet zum Auftakt der Slowenien-Rundfahrt auf den zweiten Platz


Die erste Etappe der Slowenien-Rundfahrt war etwas für die Sprinter, und auf der Zielgerade lieferten sich die schnellen Männer einen hektischen Kampf um den Sieg. S. Consonni war der schnellste am Tag, während Matteo Pelucchi den 2. Platz belegte.
Die Etappe
Die von vier auf fünf Tagen verlängerte Slowenien-Rundfahrt führte das Fahrerfeld auf der 159km langen und relativ flachen Auftaktetappe von Lendava, der östlichsten Gemeinde Sloweniens, nach Murska Sobota. Zum Ende der ersten Rennhälfte in Goričko erwartete das Peloton der einzige Anstieg des Tages (4. Kat, 0,8km, 6,4%). Kurz nach dem Startschuss machten die Fahrer zum ersten Mal in der Geschichte der Rundfahrt einen kurzen Abstecher nach Ungarn bevor es wieder zurück nach Slowenien ging. Nach etwa 92 gefahrenen Kilometern überquerten die Fahrer wiederum die Grenze, aber diesmal nach Österreich, bevor sie wieder nach Slowenien zurückkehrten und die letzten 66km auf slowenischem Boden in Angriff nahmen. Abgesehen von dem einzigen Anstieg des Tages war die Strecke fast tellerflach und somit eine Angelegenheit für die Sprinter des Pelotons.
Teamtaktik
Der flache Parcours war für die endschnellen Männer zugeschnitten und es war zu erwarten, dass die Etappe in einem Massensprint entschieden würde. Deshalb wollte sich heute das Team auf den Endsprint konzentrieren. Matteo Pelucchi hatte am ersten Tag der Rundfahrt gute Aussichten, ein solides Resultat herauszufahren. Deshalb wollte das Team alles daran setzten, den italienischen Sprinter tatkräftig zu unterstützen, und mit Rudi Selig stand ihm auch heute ein starker Anfahrer zur Seite. Angesichts des starken Sprinterfeldes würde der Kampf um den Sieg jedoch nicht leicht werden.
Es war auch wichtig, dass alle Fahrer des Teams sicher über die Ziellinie kamen, so dass Rafał Majka, der Titelverteidiger vom Vorjahr, eine gute Chance hat auf den bevorstehenden Etappen vorne im Gesamtklassement mitmischen zu können.
Das Rennen
Der Startschuss zum Auftakt der Slowenien-Rundfahrt fiel heute am frühen Nachmittag in Lendava. Die ersten Ausreißversuche gleich zu Beginn der Etappe wurden vom Feld jedoch schnell unterbunden. Die 5-Mann Fluchtgruppe des Tages konnte sich dann nach 25km bilden und fuhr nach einer Stunde im Sattel einen Vorsprung von fast 4 Minuten heraus. Die Sprinterteams beschleunigten vorübergehend das Tempo und kurz vor dem Anstieg in Goričko betrug der Vorsprung der Spitzengruppe nur noch 2:20 Minuten. Der Abstand zwischen dem Quintett und dem Peloton blieb konstant bis die Fahrer die Verpflegungszone erreichten. Mit noch etwas mehr als 45km bis zum Ziel machten die Sprinterteams, die heute einen Podestplatz im Visier hatten, Ernst und schlugen ein höheres Tempo an. Die Lücke begann sich dann langsam zu schließen. Der zwischenzeitlich eintretende Regen beeinflusste die Fahrbahnverhältnisse und erschwerte das Rennen etwas für die Fahrer. Nach 135km an der Spitze war es dann schließlich um den letzten verbleibenden Ausreißer geschehen und die Sprintermannschaften übernahmen die Tempoarbeit. Auf dem Schlussteil der Strecke warteten mehrere 90-Grad-Kurven auf die Fahrer, was die letzten Kilometer tückisch machten. Bei den Sprintvorbereitungen 1km vor dem Ziel gingen einige Fahrer, darunter Rafał Majka zu Boden, aber glücklicherweise verletzte er sich nicht ernsthaft. Der polnische Kletterer wird versuchen, morgen wieder an den Start zu gehen und sein Bestes zu geben. Bei der Massenankunft in Murska Sobota zeigte sich S. Consonni am schnellsten. Matteo Pelucchi verpasste nur knapp den Etappensieg und belegte den 2. Platz.
Reaktionen im Ziel
„Das Team hat mich den ganzen Tag gut unterstützt und ich bin sehr zufrieden mit unserer Teamarbeit. Mit noch 20km bis zum Ziel musste ich auch wegen eines Defekts mein Rad wechseln. Und das war Pech. Dann musste ich von hinten vorfahren, um mich in eine gute Ausgangsposition für den Sprint zu bringen. Kurz danach ereignete sich direkt vor mir ein Unfall und leider ist Rafał in diesem Moment auch zu Boden gegangen. Auf den letzten Kilometern war der Sprint äußerst chaotisch, und wenn ich nicht Pech gehabt hätte, hätte ich vielleicht die Etappe gewonnen. Aber das ist Radfahren und man muss es so nehmen, wie es kommt.“ – Matteo Pelucchi

„Matteo hatte etwas Pech auf der heutigen Etappe. Er hatte einen Defekt 20km vor dem Ziel und musste das Rad wechseln, und danach musste er versuchen, wieder Anschluss ans Feld zu finden. Mit noch 1km bis zum Ziel ereignete sich dann ein Unfall direkt vor ihm und er musste ausweichen und anschließend versuchen, schnell zu beschleunigen, was ihm viel Kraft gekostet hat. Dann wurde er noch auf der Zielgerade etwas blockiert. Ich habe viel Respekt vor dem Sieger aber ich glaube, dass Matteo die schnellsten Beine hatte, jedoch hatte er heute leider viel Pech.“ – Christian Poemer, Sportlicher Leiter
© BORA – hansgrohe / Bettiniphoto

1. Etappe » Lendava › Murska Sobota (159km)
1 Consonni Simone UAE-Team Emirates 3:32:05
2 Pelucchi Matteo BORA – hansgrohe ,,
3 Bonifazio Niccolo Bahrain Merida Pro Cycling Team
4 Mezgec Luka Mitchelton-Scott ,,
5 Zabel Rick Team Katusha – Alpecin ,,
6 Enger Sondre Holst Israel Cycling Academy ,,
7 Roosen Timo Team LottoNL-Jumbo ,,
8 Korošec Rok My Bike – Stevens ,,
9 Modolo Sacha Team EF Education First-Drapac p/b Cannondale
10 Colnaghi Luca Sangemini – MG.Kvis

Angriffslustiger Sagan erringt am Ende Rang drei bei der 3. Etappe der Tour de Suisse.

Angriffslustiger Sagan erringt am Ende Rang drei bei der 3. Etappe der Tour de Suisse.
Als die Ausreißer des Tages eingeholt sind, entbrennt ein Schlagabtausch am letzten Anstieg. Peter Sagan selbst versucht mit einer Attacke eine Vorentscheidung herbeizuführen, seine Versuche bleiben aber unbelohnt und letztlich entscheidet ein Sprint die 3. Etappe der Tour de Suisse. S. Collbrelli holt sich den Sieg in Gansingen vor F. Gaviria, während Sagans Angriff etwas zu spät kommt, er muss sich heute mit Rang 3 begnügen.
Die Etappe
Auch heute stand zwischen Oberstammheim und Gansingen eine wellige Etappe auf dem Programm. Die 182 Kilometer waren besonders im Finale wieder schwierig, mit vier Bergwertungen der 3. Kategorie, die auf einem Rundkurs zu bewältigen waren. Nachdem der letzte Anstieg nur 5 km vor dem Ziel wartete, bot sich heute auch eine perfekte Gelegenheit für einen späten Angriff.
Teamtaktik
Auch die Etappe heute kam den Fähigkeiten des UCI Weltmeisters Peter Sagan entgegen. Wie gestern hoffte BORA – hansgrohe in einem harten Finale einige Sprinter in Probleme bringen zu können, wobei Sagan sich auf eine gute Mischung aus Allroundern wie Oss und Burghardt, und Bergfahrern wie Konrad und Mühlberger verlassen konnte. Damit war klar, dass auch für die 3. Etappe das Ziel der Tageserfolg war.
Das Rennen
Drei Fahrer prägten den ersten Teil des Rennens an der Spitze. Das Feld ließ die Ausreißer heute etwas weiter ziehen, und bald lagen an die sechs Minuten zwischen Spitze und Peloton, während einsetzender Regen das Rennen zusätzlich erschwerte. Nach etwa zwei Rennstunden zeigte sich BORA – hansgrohe vermehrt an der Spitze des Feldes und der Vorsprung zu den Ausreißern verringerte sich stetig. Bei der ersten Zieldurchfahrt in Gansingen betrug der Abstand nur mehr rund drei Minuten. Schon auf der ersten Zielrunde wurde das Rennen weiter animiert durch einen ersten Angriff aus dem Feld, während an dessen Spitze immer noch BORA – hansgrohe versuchte das Rennen zu kontrollieren. C. Juul-Jensen schaffte den Sprung zur Spitze, wo bereits ein Fahrer des Trios hatte abreißen lassen müssen. Doch das Feld setzte nach und wie zu erwarten, wurden die Ausreißer auf der letzten Runde gestellt. Im letzten Anstieg war es dann Sagan selbst, der versuchte eine Vorentscheidung herbeizuführen. Doch seine Attacke wurde von den Klassementsfahrern pariert und letztlich kam es zu einem Sprint eines ersten Feldes. Als Colbrelli den Sprint anzog, schwenkte Sagan zuerst an das Rad von Gaviria, bevor der Weltmeister versuchte zwischen beiden noch zum Sieg zu sprinten. Doch sein Angriff kam etwas zu spät, gleichzeitig wurde er zwischen Colbrelli und Gaviria auch etwas blockiert. Damit reichte es für Peter Sagan heute nur zu Rang drei.
Reaktionen im Ziel
„Es war wieder ein tolles Rennen, und wir haben alles versucht. Meine Teamkollegen haben sehr gut gearbeitet und wir waren im Finale in der richtigen Position. Ich habe am Ende noch attackiert, aber leider ohne Erfolg. Dennoch denke ich, dass man manchmal auch etwas versuchen muss, um das Rennen attraktiv zu gestalten. Wir haben noch sechs Etappen vor uns, und sicherlich noch einige Chancen auf einen weiteren Sieg.“ – Peter Sagan, UCI Weltmeister

„Natürlich wollte wir heute wieder gewinnen, aber das gelingt eben nicht jeden Tag. Für mich ist wichtiger, dass wir wieder unsere Taktik perfekt umgesetzt haben, und alle ein sehr gutes Rennen gefahren sind. Am Ende war auch der Sprint von Peter wieder stark, es war sehr knapp, und das zeigt, dass wir sind, wo wir sein möchten. Morgen ist zwar eine Bergetappe, aber nicht allzu schwer. Wir werden sehen, wie sich das Rennen entwickelt und welche taktischen Möglichkeiten wir haben.“ – Enrico Poitschke, sportlicher Leiter
© BORA – hansgrohe / Bettiniphoto
3. Etappe:
1. Colbrelli, Sonny (Bahrain – Merida) 4:39:51
2. Gaviria Rendon, Fernando (Quick Step Floors) 0:00
3. Sagan, Peter (BORA – hansgrohe) 0:00
4. Albasini, Michael (Mitchelton – Scott) 0:00
5. Nielsen, Magnus Cort (Astana Pro Team) 0:00
6. Matthews, Michael (Team Sunweb) 0:00
7. Battaglin, Enrico (Team Lotto NL – Jumbo) 0:00
8. Stuyven, Jasper (Trek – Segafredo) 0:00
9. Ulissi, Diego (UAE Team Emirates) 0:00
10. Vanmarcke, Sep (Team EF Education First)
Gesamtstand:
1. Stefan Küng (BMC)
2. Greg Van Avermaet (BMC) +0:03
3. Richie Porte (BMC) s.t.
4. Tejay Van Garderen (BMC)
5. Peter Sagan (Bora-hansgrohe) +0:16

Sam Bennett (BORA hansgrohe) hat die 102. Auflage des traditionellen Radrennen “Rund um Köln” gewonnen


Sam Bennett vom Team Bora-hansgrohe setzte sich heute nach 207,7 Kilometern im Sprint vor dem Esten Mihkel Raim (Israel Cycling Academy) durch. Dem deutschen Topsprinter Marcel Kittel (Erfurt/Katusha-Alpecin) blieb nur der 5.Rang, nachdem er vorher bereits eine Aufholjagd auf das am Berg enteilte Feld bestehen musste. Sam Bennett hatte das Rennen bereits 2014 gewonnen.
Hervorragender Sechster wurde Aaron Grosser vom Team Sauerland NRW und Alexander Krieger (Leopard) wurde 9.
Jannik Steinle vom Team Vorarlberg-Santic fuhr im Sprint auf Rang 8.
In einem spannenden Sprintfinale in der Innenstadt von Köln wies Sam Bennett seine Kontrahenten heute in die Schranken und gewann das älteste deutsche Straßenrennen. Wie erwartet endete der Radklassiker in einem Massensprint, und nach einem langen Tag im Sattel siegte der Ire vor M. Raim und M. Kittel.
Die Strecke
Heute wurde das Eintagesrennen Rund um Köln, das durch die rheinische Metropole und das Umland führte, zum 102. Mal ausgetragen. Start und Ziel war im Kölner Rheinauhafen. Im Vergleich zum Vorjahr wurde die Gesamtstrecke leicht verkürzt und vor dem offiziellen Start des Rennens fuhr das Peloton erstmals unter den Kranhäusern hindurch, entlang des Sport- und Olympia Museums und über die historische Drehbrücke.
Nach 207,7km durchs Bergische Land erreichte das Fahrerfeld die Ziellinie im Rheinauhafen. Das Rennen versprach einen harten Tag im Sattel, denn das Peloton musste nicht nur einige enge Kurven sondern auch mehrere rasante Abfahrten meistern. Besonders im Anfangs- und Mittelteil der Rennstrecke gab es auch diverse Anstiege zu bewältigen. Auf dem Anstieg zum Schloss Bensberg, der zweimal in Angriff genommen werden musste, wartete ein zwölf Prozent steiles Kopfsteinpflasterstück auf die Fahrer. Auch zweimal musste der steile Anstieg zur Dombach-Sander Straße in Bergisch Gladbach absolviert werden. Zusätzlich standen auf dem Programm noch der Anstieg Am Dimberg und eine kurze aber 27 prozentige Steigung hinauf zum Agathaberg, eine der steilsten in Deutschland bei Radrennen gefahrenen Anstiege. Alle diese Anstiege waren als Bergwertungen gekennzeichnet. Am Ende des Tages warteten noch drei Zielrunden auf der 6,2km langen Schleife in der Kölner Innenstadt auf die Fahrer bevor das Peloton die Ziellinie im Rheinauhafen zum letzten Mal querte.
Teamtaktik
Obwohl BORA – hansgrohe ohne den Titelverteidiger Gregor Mühlberger an den Start ging, hatte das Team mit Sam Bennett, der beim Kölner Eintagesrennen im Jahre 2014 als Sieger triumphierte, ein heißes Eisen im Feuer. Der Ire, der dieses Jahr drei Etappen bei der Giro d’Italia gewann, ist in guter Form und zählte zu den Favoriten. Der Plan war es heute, Sam zu unterstützen und zu versuchen ihn in eine optimale Ausgangsposition für den finalen Sprint zu bringen.
Es konnte erwartet werden, dass auf dieser Strecke die schnellen Männer zum Zuge kommen würden. Allerdings bestand auch die Möglichkeit, dass einige Teams versuchen würden, die Sprinter zu distanzieren und einen Massensprint zu verhindern. Deshalb musste das Team auch heute besonders aufmerksam sein, um eventuelle Attacken zu neutralisieren.
Das Rennen
Die ersten Ausreißversuche gleich nach dem Startschuss wurden vom Feld schnell unterbunden. Jedoch nach etwa 15km konnten sich sieben Fahrer absetzen und eine Lücke von mehr als 4 Minuten zum Feld reißen. Nach 55km fiel das Peloton beim 27 Prozent steilen Anstieg zum Agathaberg etwas auseinander, kam jedoch bei der Abfahrt wieder zusammen. Kurz danach setzten einige Fahrer den Ausreißern nach aber ihr Unterfangen wurde vereitelt. In der zweiten Rennhälfte machte das Peloton Ernst, und durch die Tempoverschärfung begann sich der Rückstand des Feldes zu den Ausreißern kontinuierlich zu verringern. Es war also nur eine Frage der Zeit bis die Spitzengruppe gestellt wurde. Obwohl die Ausreißer gut harmonierten konnten sie den Zusammenschluss 50km vor dem Ziel nicht verhindern. Unter dem Tempodiktat von BORA – hansgrohe wurden die sieben Fahrer vor den letzten zwei Anstiegen des Tages letztendlich eingeholt. Durch das hohe Tempo teilte sich zunächst das Feld in drei Gruppen, aber nach 180 gefahrenen Kilometern kam das Peloton wieder zusammen und fuhr geschlossen in Richtung Kölner Innenstadt. Mit noch 15km bis zum Ziel übernahmen BORA – hansgrohe und Katusha Alpecin verstärkt die Führungsarbeit und setzten sich an die Spitze um alle möglichen Attacken abzuwehren. In einem rasanten Sprintfinale zog Sam Bennett an seinen Kontrahenten vorbei und holte sich den Sieg bei der 102. Austragung von Rund um Köln.
Reaktionen im Ziel
„Es war ein schweres fast 208km langes Rennen aber die Jungs haben einen unglaublichen Job gemacht. Sie kontrollierten das Rennen den ganzen Tag. Wir hatten vor, das Rennen so schwer wie möglich für Sprinter wie Marcel Kittel zu machen und das Team führte unseren Plan perfekt aus. Im Finale war mein Lead-Out optimal und die Jungs haben mich in eine ausgezeichnete Position gebracht. Ich habe mich in der letzten Kurve an Kittels Hinterrad geklemmt und dann zur richtigen Zeit meinen Sprint angezogen. Unser ganzes Team hat toll zusammengearbeitet und heute eine hervorragende Leistung erbracht.“ – Sam Bennett

„Die Jungs haben heute eine gute Teamarbeit gezeigt, und alle haben den ganzen Tag für Sam gearbeitet. Wir versuchten im hügeligen Mittelteil der Strecke das Tempo zu verschärfen um Sprinter wie Marcel Kittel zu distanzieren. Aber nach Sams großer Leistung beim Giro d’Italia waren wir von seiner Form und Sprintfähigkeit überzeugt. Unser Lead-Out war perfekt und die Jungs haben Sam in eine ideale Ausgangsposition gebracht. Heute mussten die Fahrer einen ziemlich schweren und langen Parcours bewältigen und es war großartig, dass Sam sich am Ende den Sieg holen konnte.“ – Jens Zemke, Sportlicher Leiter

Endstand:
1. Bennett, Sam (BORA – hansgrohe) 4:53:17
2. Räim, Mihkel (Israel Cycling Academy) 0:00
3. Sajnok, Szymon (CCC Sprandi Polkowice) 0:00
4. Jones, Brenton (Delko Marseille Provence KTM) 0:00
5. Kittel, Marcel (Team Katusha Alpecin) 0:00
6. Grosser, Aaron (Team Sauerland NRW p/b SK…) 0:00
7. Lienhard, Fabian (Holowesko – Citadel p/b A…) 0:00
8. Steimle, Jannik (Team Vorarlberg Santic) 0:00
9. Krieger, Alexander (Leopard Pro Cycling) 0:00
10. De Bie, Sean (Veranda’s Willems – Crelan) 0:00

2018 La Course by le Tour de France with FDJ : From the lake to the mountains

Key points:
 La Course by le Tour de France will this year be a one stage race between Annecy and Le Grand-Bornand. The first 28 kilometres and final 50 kilometres will be the same used on stage 10 of the men’s race.
 In addition to the race win, a prize for the best climber and most combative rider will be awarded at the arrival. Like in years past, the best riders will battle for the win just a few hours before the Tour de France peloton arrives.
 Twenty teams have been chosen by the organiser, representing the best female cyclists in the world.

Today’s best female riders will race on a stage tailor-made for champions, Tuesday July 17, in edition 5 of La Course by Le Tour de France. As was the case last year with the col d’Izoard serving as the finish line, this will be a mountain race between Annecy and Le Grand-Bornand. However, this year there will be just one stage. The 112.5 kilometres will be anything but a Sunday morning stroll. The Bluffy, Saint-Jean-de-Sixt, Romme and the Colombière climbs will count for the best climber category.

La Course by Le Tour de France will be contested on 78 kilometres of the men’s stage, which will be run the same day, with 28 kilometres between Annecy and Thônes then the final 50 kilometres between Bonneville and Le Grand-Bornand. While the opening kilometres will be picturesque as the peloton riders along the shore of Europe’s purest river, the road will rise in the first 20 kilometres with the col de Bluffy (1.5 km at 5.5%). This could be the first opportunity for a breakaway. Something new this year is the award for the most combative rider of the day that will be rewarded after the race. After passing through Thônes, a category 2 climb will be the next challenge for the peloton with the côte de Saint-Jean-de-Sixt (5.5 km à 4.9 %). La Course by le Tour will then use the same road as the men that heads to the col des Glières, but will continue straight towards Bonneville to arrive in the Arve valley. At this point the peloton will be back on the Tour de France route and will head to the Romme and Colombière climbs, where no doubt, the top climbers will try to attack on the steep slopes of these climbs in the Haute-Savoie. From there it will be a fast downhill run to Le Grand-Bornand, where La Course by Le Tour de France will be decided.

The organisers of La Course by Le Tour de France have selected 20 teams to participate in edition 5:

Ale Cipollini
Astana Women’s Team
Bepink
Boels Dolmans Cycling Team
BTC City Ljubjana
Canyon // SRAM Racing
Cervelo – Bigla Pro Cycling Team
Cylance Pro Cycling
FDJ Nouvelle – Aquitaine Futuroscope
Lotto Soudal Ladies
Mitchelton Scott
Movistar Team Women
Team Sunweb
Team Tibco – Silicon Valley Bank
Team Virtu Cycling
Trek – Drops
UnitedHealthcare Pro Cycling Team
Valcar PBM
Waowdeals Pro Cycling Team
Wiggle High5

@ASO

Mario Cipollini macht beim Nove Colli Stimmung für die UCI Straßenrad WM 2018

Das Rennen über „neun Hügel“ – das Jedermann-Rennen Nove Colli – hat am Sonntag, den 20. Mai 2018, über 12.000 begeisterte Hobby-Rennfahrer nach Cesenatico in der Region Emilia-Romagna an der Adria gelockt. Mit dabei waren WM-Testimonial Mario „Supermario“ Cipollini und das Gran Fondo Team Tirol, die ordentlich für die UCI Straßenrad WM 2018 in Innsbruck-Tirol Stimmung gemacht haben.

Der ehemalige Weltmeister und Italiens Superstar des Radsports Mario Cipollini hat am Sonntag pünktlich zum Start um 6:00 Uhr die über 12.000 Teilnehmer des Nove Colli angefeuert. Erstmals als WM-Testimonial vorgestellt wurde Cipollini Anfang Mai im Rahmen einer Pressekonferenz in Mailand. „Ich freue mich sehr auf die WM und finde, die Tiroler haben sich mit dem Kurs wirklich was einfallen lassen. Ich bin oft in Tirol unterwegs und bewundere immer wieder, wie professionell und leidenschaftlich Großveranstaltungen, wie etwa das Hahnenkammrennen, ausgetragen werden“, so Cipollini.

Tiroler am Start in Italien
Mit am Start waren auch das Gran Fondo Team Tirol sowie WM-Botschafter Thomas Rohregger und WM-Kommunikationsleiterin Esther Wilhelm. Begleitet wurden sie von drei glücklichen Gewinnern, die im Zuge einer Medienkooperation mit Cicloturismo, dem größten Radmagazin Italiens, ermittelt wurden. „Die Radsportbegeisterung in Italien ist ein Wahnsinn und die Italiener sehen die Rad WM in Innsbruck als Heimspiel. Alle freuen sich schon riesig und möchten ihre Superstars Aru, Pozzovivo und Nibali anfeuern kommen“, so Wilhelm.

Durch die Hügel der Emilia Romagna
Das Nove Colli, eines der ältesten und größten Jedermann-Rennen Europas fand heuer bereits zum 48. Mal statt. Startort ist dabei Cesenatico, Heimatort der italienischen Radlegende Marco Pantani. Dass die Startplätze innerhalb von 3 Minuten und 25 Sekunden ausverkauft waren, beweist, wie beliebt das Rennen ist. Es gibt zwei verschiedene Streckenverläufe mit unterschiedlichem Schwierigkeitsgrad. Beim schwierigeren Rennen werden 205 Kilometer und knapp 4.000 Höhenmeter auf einer hügeligen Strecke zurückgelegt – eine wahre Herausforderung auch für die trainiertesten AthletInnen. Andrea Manusia, Bike Koordinator der Emilia-Romagna, sieht hier Ähnlichkeiten zur bevorstehenden WM: „Beim Nove Colli geht es für Amateure über neun Hügel, bei der WM muss die Herren Elite sieben Mal den Olympia-Rundkurs schaffen. Die persönliche Herausforderung ist wohl bei beiden ähnlich.“

Vorfreude auf die UCI Straßenrad WM 2018
Bereits am Vorabend des Rennens fand ein „Meet & Greet“ mit WM-Testimonial Mario Cipollini, Vertretern der Region Emilia-Romagna und internationalen Medienvertretern statt. Thema war vor allem die UCI Straßenrad WM 2018, die von 22. bis 30. September in Innsbruck-Tirol stattfindet. Eines wurde dabei klar: Das internationale Rennradpublikum blickt der WM in Innsbruck-Tirol schon voller Vorfreude entgegen.

UCI Straßenrad WM 2018
Von 22. bis 30. September findet die UCI Straßenrad WM 2018 in Innsbruck-Tirol statt. 1.000 RadrennfahrerInnen stellen sich 12 Rennen in drei Disziplinen; dem UCI Mannschaftszeitfahren, dem Einzelzeitfahren und dem Straßenrennen. Dabei gibt es vier Startorte – das Ötztal mit der AREA 47, Hall/Wattens mit den Swarovski Kristallwelten, Rattenberg im Alpbachtaler Seenland und Kufstein. Das Ziel ist dabei immer vor der Hofburg in Innsbruck. Für den Gesamtzeitraum der Veranstaltung werden bis zu 500.000 ZuseherInnen erwartet. Egal, ob VIP-Gast oder Fan im Zielbereich, mit einem Ticket für die UCI Straßenrad WM 2018 ist man hautnah dabei, wenn die WeltmeisterInnen in die Zielgerade einfahren. Die tirolweite kostenlose Nutzung der öffentlichen Verkehrsmittel (VVT & IVB) am Gültigkeitstag des Tickets kommt als absolute Top-Leistung noch dazu. Tickets gibt es ab € 9,90 in der Innsbruck Tourismus Information oder online unter www.innsbruck-tirol2018.com. Im Rahmenprogram wird neben Konzerten und DJs ein besonderes Highlight geboten: Beim Jedermann-Rennen „Krone Ride to Höll“ am 29. September 2018 bekommen exakt 2.018 Sportler die einzigartige Gelegenheit, auf den Spuren der Weltmeister zu radeln und sich über die „Höll“, dem steilsten Teilstück der Strecke mit bis zu 28% Steigung, mit den Zeiten der Stars zu messen. Anmelden dafür kann man sich online: https://www.innsbruck-tirol2018.com/ride-to-hoell/

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Alle Videos zur UCI Straßenrad WM HIER (Material zur kostenfreien Verwendung): https://vimeopro.com/pressezone/uci-strassenrad-wm-2018-innsbruck-tirol/video/264969882

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800 Volunteers sind bereit für die UCI Straßenrad WM 2018

Mit der UCI Straßenrad WM 2018 gastiert die größte Radsportveranstaltung der Welt von 22. bis 30. September in Tirol. Nicht weniger als 800 freiwillige Helfer, sogenannte Volunteers, haben den Bewerbungsprozess durchlaufen und konnten für die UCI Straßenrad WM gewonnen werden. Das Organisationsteam innerhalb der Innsbruck-Tirol Rad WM 2018 GmbH wächst ebenfalls. Mit Esther Wilhelm, Marketingleiterin bei Innsbruck Tourismus, verantwortet seit Anfang Mai eine leidenschaftliche Rennradfahrerin und absolute Kommunikationsexpertin in Doppelfunktion die Kommunikationsagenden der WM.

Über 3.200 registrierte Volunteers zählt die Plattform des volunteer team tirol, 40 Nationen und knapp 30 verschiedene Sprachen sind dabei vertreten. Mittlerweile ist die Volunteer-Akquise für die UCI Straßenrad WM 2018 so gut wie abgeschlossen. Nach persönlichen Bewerbungsinterviews konnten 800 Freiwillige für die Mitarbeit beim Event gewonnen werden. Martina Wolf, die für die Einsatzplanung, Schulung und Koordination der Volunteers verantwortlich zeichnet, ist begeistert ob des großen Zuspruchs: „Wir haben auch für die Straßenrad WM wieder unglaublich viele tolle Volunteers verpflichten können. Unser Anspruch ist immer der, dass jeder Freiwillige mit seinen persönlichen Stärken und Interessen berücksichtigt ist. Aufgrund des breiten Aufgabenfeldes findet sich für jeden der richtige Job.“ Volunteers werden in allen Bereichen der Event-Organisation eingesetzt: Von Logistik und IT-Support über Sport bis hin zu Kommunikation und Hospitality reichen die Aufgabenfelder. Derzeit gibt es noch die Möglichkeit, sich als Volunteer für einen der letzten Restplätze zu bewerben. „Bei 800 Freiwilligen ist es wichtig, einen kleinen Puffer zu haben, falls Volunteers krank werden oder aus anderen Gründen ausfallen“, so Wolf. Die Anmeldung für Interessierte ist online über die Website www.innsbruck-tirol2018.com/volunteers möglich.

Kommunikationsexpertin verstärkt die WM-Organisation
Marketingleiterin bei Innsbruck Tourismus und seit Anfang Mai auch Kommunikationsleiterin der UCI Straßenrad WM 2018 – mit Esther Wilhelm verstärkt seit wenigen Wochen eine echte Kommunikationsexpertin das Organisationsteam der UCI Straßenrad WM 2018: „Ich freue mich sehr auf diese spannende und zugleich fordernde Aufgabe. Nachdem der Straßenradsport auch zu meiner persönlichen Leidenschaft zählt, ist es eine große Ehre, in so verantwortungsvoller Funktion bei der WM mitarbeiten zu können.“ Neben Wilhelm arbeitet seit Anfang Mai auch der Unterländer Martin Puecher im Organisationskomitee mit. „Martin ist bereits mit zahlreichen Unternehmen und Gemeinden an den Strecken in Kontakt und hat die Aufgabe, bestmöglich und frühzeitig über die Rahmenbedingungen während der WM zu informieren. Damit wollen wir eine flächendeckende und vor allem persönliche Information sicherstellen. Die kommenden Wochen werden für eine umfassende Information der Gemeinden und Institutionen genützt“, erklärt Georg Spazier, CEO der Innsbruck-Tirol Rad WM 2018 GmbH. „Mit Martin Puecher und Thomas Rohregger, der als WM-Botschafter bereits seit Monaten Stimmung für die Rad WM macht, haben wir ein hervorragendes Team am Start“, so Spazier abschließend.

UCI Straßenrad WM 2018
Von 22. bis 30. September findet die UCI Straßenrad WM 2018 in Innsbruck-Tirol statt. 1.000 RadrennfahrerInnen stellen sich 12 Rennen in drei Disziplinen; dem UCI Mannschaftszeitfahren, dem Einzelzeitfahren und dem Straßenrennen. Dabei gibt es vier Startorte – das Ötztal mit der AREA 47, Hall/Wattens mit den Swarovski Kristallwelten, Rattenberg im Alpbachtaler Seenland und Kufstein. Das Ziel ist dabei immer vor der Hofburg in Innsbruck. Für den Gesamtzeitraum der Veranstaltung werden bis zu 500.000 ZuseherInnen erwartet. Egal, ob VIP-Gast oder Fan im Zielbereich, mit einem Ticket für die UCI Straßenrad WM 2018 ist man hautnah dabei, wenn die WeltmeisterInnen in die Zielgerade einfahren. Die tirolweite kostenlose Nutzung der öffentlichen Verkehrsmittel (VVT & IVB) am Gültigkeitstag des Tickets kommt als absolute Top-Leistung noch dazu. Tickets gibt es ab € 9,90 in der Innsbruck Tourismus Information oder online unter www.innsbruck-tirol2018.com. Im Rahmenprogram wird neben Konzerten und DJs ein besonderes Highlight geboten: Beim Jedermann-Rennen „Krone Ride to Höll“ am 29. September 2018 bekommen exakt 2.018 Sportler die einzigartige Gelegenheit, auf den Spuren der Weltmeister zu radeln und sich über die „Höll“, dem steilsten Teilstück der Strecke mit bis zu 28% Steigung, mit den Zeiten der Stars zu messen. Anmelden dafür kann man sich online.

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Herausragender Sam Bennett holt sich seinen ersten Grand Tour Etappensieg beim Giro d’Italia.

Nach dem Rückschlag für die Hoffnungen in der Gesamtwertung am Vortag, gab BORA – hansgrohe gestern die richtige Antwort mit einem beeindruckenden Sprintsieg durch Sam Bennett in Praia a Mare. Nachdem erneut eine Fluchtgruppe über weite Strecken das Rennen anführte, rechnete doch jeder am Ende mit einem Massensprint. So kam es, nachdem die Gruppe vom rasenden Feld eingeholt war, auf den letzten Kilometer an, und dieses Mal stimmte das Timing von BORA – hansgrohe’s Sprinter Sam Bennett perfekt. Auf den letzten 50 Metern zog der Ire an E. Viviani vorbei und holte seinen ersten Grand Tour Etappensieg. Für BORA – hansgrohe bedeutet der heutige Sieg die bereits vierte Grand Tour in Folge, in der das Team zumindest eine Etappe gewinnen kann.

Die Etappe
Nach der schweren Ätna-Etappe reiste der gesamte Tour Tross via Fähre weiter nach Kalabrien, um die 7. Etappe in Pizzo in Angriff zu nehmen. Die knapp 160km lange Etappe endete in Praia a Mare, und war heute wieder auf die Sprinter im Peloton zugeschnitten. Es gab heute keine Bergwertung, nur zwei Sprintwertungen, bevor es in das flach verlaufende Ziel ging.
Teamtaktik
Nach dem krankheitsbedingten Ausscheiden von Rudi Selig, rutschte nun Christoph Pfingsten als letzter Anfahrer für Sam Bennett im Sprintzug nach vorne. Für die heutige Sprintetappe lag der Fokus des Teams wieder auf ihren irischen Sprinter.
Das Rennen
Nach nur wenigen Kilometern setzte sich ein Trio ab, dessen maximaler Vorsprung bei drei Minuten lag. Zunächst hatte das Hauptfeld keine Eile die Fluchtgruppe einzuholen, erst bei der 83km Marke begann das Feld langsam das Tempo zu erhöhen. 10km vor dem Ziel schloss das Feld auf die Ausreißer auf und das Feld raste dem Ziel und einem erneuten Massensprint entgegen. BORA – hansgrohe zeigte eine starke Mannschaftsleistung und begann ihren Sprintzug rund um Sam Bennett aufzubauen. Mit hohem Tempo raste das Feld dem Ziel entgegen und BORA – hansgrohe brachte ihren Sprinter Sam in eine perfekte Ausgangslage.
Kurz vor der Ziellinie nutzte er den Windschatten von E. Viviani, um dann im entscheidenden Moment an dem Sprinter von Quick-Step Floors vorbeizuziehen und sich somit seinen ersten Grand Tour Etappensieg in einem spannenden Finale zu sichern.

Reaktionen im Ziel
„Was für eine Erleichterung! Ich war beim Giro schon so oft nah dran, heute das richtige Timing zu haben war entscheidend. Es ist nicht einfach an Viviani vorbei zu kommen, aber ich wusste meine Zeit wird kommen, auch wenn vielleicht manche dachten, dass sie nie kommt. Einen großen Dank an mein BORA – hansgrohe Team, alle unterstützen mich wirklich immer großartig. Heute wollte ich, anders als die ersten Tage, den Sprint von Viviani’s Hinterrad fahren. Aber ich brauchte Geduld um nicht abermals zu früh zu sein, dann war ich bei 150 m etwas eingebaut, aber am Ende war das Timing perfekt und alle konnten sehen, wie schnell ich bin.“ – Sam Bennett

„Es ist wirklich ein besonderer Tag für uns heute, Sam kam zu uns als Continental Fahrer und wuchs, wie auch das Team, über die Jahre. Er war einige Male so knapp dran, und heute hat es endlich geklappt. Er und das gesamte Team sind ein beeindruckendes Rennen gefahren, im Finale hat Sam´s Timing perfekt gestimmt und er konnte sich seinen ersten Etappensieg beim Corsa Rosa holen.“ – Christian Pömer

Photo Credit:
© BORA – hansgrohe / Bettiniphoto / @plomiphotos

U23 Eschborn-Frankfurt Niklas Larsen bezwingt Jonas Rutsch im Sprint


Niklas Larsen vom Team Virtu hat bei der 57. Auflage von Eschborn-Frankfurt der U23 gleich zwei Mal gejubelt. Der 20 Jahre junge Däne verwies nach 143 schweren Kilometern des Frühjahrsklassikers im Sprint auf dem Rundkurs vor der Alten Oper den Deutschen Jonas Rutsch (Lotto-Kern Haus) und den Niederländer Marten Kooistra (SEG Racing Academy) auf die Plätze und feierte den größten Erfolg seiner noch jungen Karriere.

Es war bereits Larsens zweiter Sprint an diesem Tag, nachdem er genau wie seine Kollegen davon ausgegangen war, dass das Rennen nach der zweiten Runde beendet war. Doch auch, nachdem klar war, dass noch drei weitere Kilometer durch Frankfurts Innenstadt zu absolvieren waren, behielt Larsen, der noch drei Teamkollegen an seiner Seite hatte, die Ruhe und ließ erneut alle seine Konkurrenten hinter sich.

„Es war ein sehr technisches und total hektisches Finale. Jeder dachte, dass nach zwei Runden schon das Ziel käme. Alle sind gesprintet und dann hörten wir die Glocke und sind weitergefahren und eben nochmal gesprintet. Als ich durch die letzte Kurve fuhr, fühlte ich mich stark. Da ich schon den ersten Sprint gewonnen hatte, wusste ich, dass ich auch den zweiten gewinnen würde“, sagte Larsen, der im vergangenen Jahr noch Rang 42 bei Eschborn-Frankfurt belegt hatte. „Für mich bedeutet dieser Sieg alles, ich hatte einen schweren Start in die Saison und zuletzt viel Pech mit Defekten. Jetzt ist das Glück zu mir zurückgekommen.“
Für den 20-jährigen Rutsch, der am Sonntag den Auftakt der deutschen Rad-Bundesliga gewonnen hatte, war der zweite Rang wie ein gefühlter Sieg. “Ich hatte mich schon ein bisschen gefreut, dass die anderen schon eine Runde früher sprinteten. Ich habe gewusst, dass die Dänen den Sprint anziehen, habe mich an ihre Hinterräder gehalten, dann hieß es: all out. Am Ende war Virtu aber zu stark“, sagte er.

Bei der Fahrt durch den Taunus, wo insgesamt fünf schwere Anstiege auf die U23-Fahrer warteten, setzte sich vor dem bis zu 23 Prozent steilen Mammolshainer Berg eine zehnköpfige Gruppe um Rupp vom Feld ab, die schließlich nach der letzten Überquerung des Ruppertshainer Bergs rund 40 Kilometer vor dem Ziel auf 24 Fahrer anwuchs, nachdem Larsens Team mit einer kollektiven Kraftanstrengung eine große Verfolgergruppe an die Spitze heranführte. Auf dem Rundkurs in Frankfurt spielte das Team Virtu seine zahlenmäßige Überlegenheit perfekt aus und ebnete Larsen den Weg zum ersten Saisonsieg.
Im international hochkarätig besetzten Feld kamen die nächsten Deutschen mit Victor Brück als 15ter und Miguel Heidemann als 18ter ins Ziel, beide fahren für das Radteam Herrmann aus Baiersdorf.



Vom Team NRW Sauerland kam Aaaron Grosser als 32. ins Ziel.

Text: Sandra Schmitz ASO, Plomi
Fotos: Gerhard Plomitzer @plomiphotos / www.plomi.smugmug.com

Radklassiker Eschborn-Frankfurt: Historischer 4. Sieg in Folge für Alexander Kristoff (UAE Team Emirates)


1. Mai, Tag der Arbeit beim Radklassiker Eschborn-Frankfurt
The same procedure as every year, Mr. Kristoff?
Alles wie im Vorjahr am 1. Mai 2018?
Alexander Kristoff (Team UAE Emirates) gewinnt zum 4. Mal in Folge den Radklassiker.


BORA hansgrohe zeigt wie im Vorjahr eine sehr starke Teamleistung und wird, wie im Vorjahr, wieder dafür nicht belohnt.
Soweit die Parallelen zum Vorjahr.
Aber es war auch einiges anders in 2018. Angefangen beim Wetter, das sich bei heiter bis wolkigen Himmel, Wind und etwas kühlen Temperaturen um 14 Grad doch gegenüber dem Dauerregen und nur 9 Grad vom letzten Jahr stark verbessert zeigte.
Auch die Strecke war anders gegenüber dem Vorjahr, der Mammolshainer Stich musste nun 4x statt 3x befahren werden und zusätzlich musste die Billtalhöhe 2x bezwungen werden. Dies sollte den bergfesten Ausreißern mehr Möglichkeiten zum Angriff bieten und den Sprintern Kopfzerbrechen bereiten.
Letztendlich hätte es ja fast geklappt, die letzte Fluchtgruppe um den starken Emanuel Buchmann (BORA hansgrohe) wurde erst drei Kilometer vor dem Ziel auf den Zielrunden eingeholt und so kam es doch wieder zu einem Sprint einer etwa 25 Mann starken Spitzengruppe.
Nach etwa 25 Kilometern setzte sich die Gruppe des Tages vom Feld ab, es waren: Daniel Teklehaimanot (Cofidis), Alexejs Saramotins (Bora-hansgrohe), David Tanner (Verandas Willems-Crelan), Floris Gerts (Roompot), Yukiya Arashiro (Bahrain-Merida), Antoine Warnier (WB Aqua Protect) und Aaron Gate (Aqua Blue Sport).

Bei der zweiten Passage des Mammolshainer Stichs gab es im Feld bereits ernstzunehmende Attacken, obwohl noch 120km zu fahren waren.
Gregor Mühlberger (Bora-hansgrohe), Bjorg Lambrecht (Lotto Soudal) und Michael Gogl (Trek-Segafredo) konnten sich absetzen und jagten der Spitzengruppe hinterher und konnten nach der Billtalhöhe aufschließen.

Auch der spätere Sieger Kristoff hatte nun eine kritische Phase, aber seine UAE Emirates Teamkameraden arbeiteten hart für ihn und wahrten so seine Chance auf den Sieg.

Nachdem bei Katusha-Alpecin sowohl Marcel Kittel als auch Rick Zabel Probleme bekamen, wurde die Taktik auf Attacke umgestellt und mit dem Sieger von 2013, Simon Spilak, und Nils Politt bildete sich eine Verfolgergruppe, der auch Buchmann, Bole, Laurens De Plus (Quick-Step Floors), Julien Bernard (TREK) und Arashiro angehörten.

Die Kursveränderung zeigte also durchaus Wirkung bei den Fahrern.
Die Spitzengruppe verkleinerte sich etwas im weiteren Verlauf und beim 4. Anstieg zum Mammolshainer gab es auch im Feld weitere Angriffe durch Matthews (Sunweb) und Jan Tratnik (CCC Sprandi), aber sie wurden durch das Feld, in dem jetzt Quickstep mehr und mehr die Führungsarbeit für Fernando Gaviria übernahm, wieder gestellt. Ca. 25km vor dem Ziel betrug der Abstand zur Fluchtgruppe noch 1 Minute und 15 Sekunden. Am Hainer Weg in Frankfurt, der auch wieder neu in die Strecke integriert wurde und an dem früher das Henninger Turm Rennen endete, teilte sich die Kopfgruppe und Bole, Buchmann, Bernard und Spilak konnten sich nach vorne absetzen. Aber alle Mühen waren vergeblich für die tapferen vier, drei Kilometer vor dem Ziel wurden sie vom immer kleiner werdenden Feld bei hohem Tempo gestellt und es kam zum Spurt einer gut besetzten Spitzengruppe von ca. 25 Mann. BORA hansgrohe hatte bei Einholung von Emu Buchmann den Plan B aktiviert, denn Sprinter Sam Bennett befand sich nach seiner Rennpause noch vorne dabei. Er folgte als einziger, als Fernando Gaviria (Quickstep) bereits 500 Meter vor dem Ziel auf den winkligen Zielrunden seinen Sprint eröffnete, aber dann in der letzten Kurve vor dem Ziel dem TV-Motorrad folgte anstatt auf dem Kurs zu bleiben. Bennett bemerkte Gavirias Mißgeschick, musste aber 300 Meter vor dem Ziel stark bremsen und dann den Spurt von vorne fahren und hatte so keine Chance auf den Sieg, den sich Kristoff vor dem stark aufkommenden Matthews und dem belgischen Meister Oliver Naessen holte.
Kristoff gab später in der Pressekonferenz zu, dass ohne das Mißgeschick von Gaviria dieser und Bennett wohl nur noch schwer einzuholen gewesen wären.
Ein spannendes Rennen wurde also geboten und als Fazit kann man sagen, dass bergfeste Sprinter und Rolleure wie Oliver Naessen bei dem neuen Streckenverlauf Chancen besitzen und für Fluchtgruppen bessere Möglichkeiten geschaffen worden sind.

Text/Fotos:
Gerhard Plomitzer
www.plomi.smugmug.com / @plomiphotos

Ergebnis ELITE:
1. Alexander Kristoff (UAE Team Emirates)
2. Michael Matthews (Sunweb)
3. Oliver Naesen (AG2R)
4. Andrea Paqualon (Wanty – Groupe Gobert)
5. Sean De Bie (Lotto Soudal)
6. Grega Bole (Bahrain-Merida)
7. Sam Bennett (Bora-hansgrohe)
8. Edvald Boasson Hagen (Dimension Data)
9. Jan Tratnik (CCC Sprandi)
10. Juan-José Lobato (Nippo – Vini Fantini)


Alexander Kristoff (UAE – Emirates) gewinnt Eschborn–Frankfurt zum vierten Mal in Folge


Alexander Kristoff (UAE Team Emirates) hat auch bei der 57. Auflage von Eschborn–Frankfurt alle Hindernisse überwunden und sich zum vierten Mal in Folge den Sieg beim deutschen Frühjahrsklassiker gesichert. Damit ist der 30 Jahre alte Norweger alleiniger Rekordhalter. Kristoff kämpfte sich erfolgreich durch die schweren und mit zehn Anstiegen gespickten Taunus-Schleifen, auf denen insgesamt 3.500 Höhenmeter bewältigt werden mussten – mehr als je zuvor im Programm des Rennens standen.
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Nach 212,5 Kilometern ließ der Europameister im Sprint einer noch 25 Fahrer starken Gruppe den Australier Michael Matthews (Team Sunweb) und den Belgischen Meister Oliver Naesen (AG2R La Mondiale) hinter sich und feierte seinen dritten Saisonsieg. „Ich habe Geschichte geschrieben und bin super glücklich darüber. Mein Team hat sein Bestes gegeben, um mich in Position zu bringen“, sagte Kristoff, der bei seiner ersten Teilnahme im Jahr 2012 Sechster wurde und danach bei jeder seiner Teilnahmen auf der obersten Stufe des Podiums stand. „Allein schon deswegen ist es mein Lieblingsrennen.“ Die Verschärfung der Strecke hinterließ beim schnellen Skandinavier dennoch ihre Spuren. „Ich habe auf den beiden neuen Runden kämpfen müssen, die waren wirklich schwer. Ich fiel zurück, kam aber mit Hilfe meiner Mannschaftskollegen zurück. Im Sprint war ich zwar allein, aber das erging meinen Konkurrenten nicht anders.“

Bei Sonnenschein und Temperaturen um 15 Grad dauerte es rund 25 Kilometer, bis das Feld einer siebenköpfigen Ausreißergruppe freie Fahrt gewährte. Daniel Teklehaimanot (Cofidis), Alexejs Saramotins (Bora-hansgrohe), David Tanner (Verandas Willems-Crelan), Floris Gerts (Roompot-Nederlandse Loterij), Yukiya Arashiro (Bahrain-Merida), Antoine Warnier (WB Aqua Protect) und Aaron Gate (Aqua Blue Sport) fuhren sich einen Vorsprung von 4:40 Minuten auf das Feld heraus, in dem Sunweb und UEA Team Emirates die Verfolgung organisierten. Nach der Überquerung des Feldbergs, dem ersten und mit elf Kilometern längsten Anstieg des Tages, nahm das Rennen an Fahrt auf.

Nach der zweiten Überquerung des 2,3 Kilometer langen und bis zu 23 Prozent steilen Mammolshainer Bergs, gelang Gregor Mühlberger (Bora-hansgrohe), Michael Gogl (Trek-Segafredo) und Björg Lambrecht (Lotto Soudal) der Anschluss zur Spitze, aus der Teklehaimanot herausgefallen war. Danach gelang weiteren Fahrern der Anschluss, ehe die Gruppe nach der vierten und letzten Überfahrt über den Mammolshainer nur noch aus Gogl, Lambrecht, Mühlberger, Emanuel Buchmann (Bora-hansgrohe), Simon Spilak (Katusha-Alpecin), Grega Bole (Bahrain-Merida), Laurens De Plus (Quick-Step Floors) und Julien Bernard (Trek-Segafredo) bestand.

Auf den letzten 40 Kilometern startete das Feld, das zwischenzeitlich 1:35 Minuten hinter der Spitzengruppe lag, eine erfolgreiche Aufholjagd, stellte zunächst eine sechsköpfige Verfolgergruppe um Matthews, die sich bei der finalen Überquerung des Mammolshainers gebildet hatte, und fing mit Spilak, Buchmann, Bernard und Bole drei Kilometer vor dem Ziel auch die letzten Ausreißer ein.

Den größten Verdienst dafür durfte sich Quick-Step Floors auf seine Fahnen schreiben, denn die Helfer von Fernando Gaviria gaben alles, um ihrem Kapitän den Sprint zu ermöglichen. Der Kolumbianer begann schon 500 Meter vor dem Ziel den Sprint, allerdings verlor er in der letzten Kurve den Überblick, fuhr in die falsche Richtung und büßte so alle Chancen ein. Der hinter Gaviria fahrende Sam Bennett (Bora-hansgrohe) musste kurz abbremsen, eröffnete als Erster den Sprint, doch Kristoff zog vom Hinterrad des Iren souverän zum Sieg, den auch der stark aufkommende Matthews nicht mehr verhindern konnte.
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Text: ASO Fr. Sandra Schmitz
Fotos: Gerhard Plomitzer / www.plomi.smugmug.com / @plomiphotos